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  4Jähriges Zornbündel
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   Liljane
schrieb am 19.11.2014 21:41
Gequältes Hallo zusammen,
Ich verzweifele an meiner "Großen".Sie ist weinerlich,nörgelig,ungeduldig und zornig im stetigen Wechsel.Absolut niedrige Frustgrenze die Gute und etwas faul und bequem sind wir auch.
Normale Unterhaltung mit ihr ist fast gar nicht möglich.Entweder man nervt oder man reagiert nicht so wie sie es gerne hätte.
Den lieben langen Tag Geschrei. Das da noch eine Zwillingsschwester ist, bringt das Fass bei ihr noch zum überlaufen.
Die Schwester soll weg,sie hätte lieber einen Bruder. Wenn Muttern nicht spurt, soll sie doch sterben wie die böse Stiefmutter in Schneewittchen...du Sch***Mama...Ab und an kann ich verstehen,warum manche Eltern mal zulangen.Noch bin ich weit davon entfernt,aber leicht ist es absolut nicht gelassen zu reagieren. Zur Zeit brüllen wir um die Wette und das bin ich sooo leid
Nun wird sie aber auch früh am Morgen wach und hat einen langen KiGaTag.Ich denke oft,sie ist übermüdet,aber Mittagsschlaf geht gar nicht, da macht sie Terror hoch zehn. Im Sachen schmeißen ist sie auch schon sehr geübt. Im KiGa hat sie wohl keinen Ärger und ist auch nicht auffällig - außer das sie null Kritikfähig ist und ab und an sich in eine Ecke verkrümelt und vor sich hin bockt.Immerhin.
Ihr Lieben,sagt mir bitte dass das normal ist. Das es vorbei geht und wie ich weiterhin gelassen bleibe.


  Re: 4Jähriges Zornbündel
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   Myrcella
schrieb am 19.11.2014 22:02
Oh je, Du Arme... Irgendwie schaffen sie es, immer genau den einen Punkt zu erwischen, an dem man nicht mehr mag, oder?

Was mir beim Lesen aufgefallen ist, ist die Reaktion auf die Schwester.

Wie erlebst Du denn die Schwester? Wenn Du uns von ihr statt von Deinem Zornbündel hättest erzählen wollen?

Sind die Rollen da vielleicht gerade sehr klar verteilt? Wer Dich mehr fordert und wer "lieber" ist und sich besser anpasst? Vielleicht verstärkt so eine direkte Konkurrenz im gleichen Alter noch die Situation - jede muss ja ihre Rolle in der Familie finden und ihre Individualität. Und selbst wenn man als Mama/Papa noch so sehr drauf achtet, ich glaube, die Kinder spüren schon genau, wenn da Schubladen geöffnet werden und die Kinder in der heimlichsten Ecke generell als "die (zur zeit) Anstrengende" und "die (zur zeit) Einfache" klassifiziert werden. Aus der Schublade wieder raus zu kommen ist gar nicht so einfach, also bestätigt man Mamas Meinung lieber und erfüllt so Erwartungen?

Nur so als Gedankenanstoss, vielleicht lieg ich ja auch komplett falsch.


  Re: 4Jähriges Zornbündel
avatar    Maral
schrieb am 20.11.2014 09:16
Zitat
Liljane
Gequältes Hallo zusammen,
Ich verzweifele an meiner "Großen".Sie ist weinerlich,nörgelig,ungeduldig und zornig im stetigen Wechsel.Absolut niedrige Frustgrenze die Gute und etwas faul und bequem sind wir auch.
Normale Unterhaltung mit ihr ist fast gar nicht möglich.Entweder man nervt oder man reagiert nicht so wie sie es gerne hätte.
Den lieben langen Tag Geschrei. Das da noch eine Zwillingsschwester ist, bringt das Fass bei ihr noch zum überlaufen.
Die Schwester soll weg,sie hätte lieber einen Bruder. Wenn Muttern nicht spurt, soll sie doch sterben wie die böse Stiefmutter in Schneewittchen...du Sch***Mama...Ab und an kann ich verstehen,warum manche Eltern mal zulangen.Noch bin ich weit davon entfernt,aber leicht ist es absolut nicht gelassen zu reagieren. Zur Zeit brüllen wir um die Wette und das bin ich sooo leid
Nun wird sie aber auch früh am Morgen wach und hat einen langen KiGaTag.Ich denke oft,sie ist übermüdet,aber Mittagsschlaf geht gar nicht, da macht sie Terror hoch zehn. Im Sachen schmeißen ist sie auch schon sehr geübt. Im KiGa hat sie wohl keinen Ärger und ist auch nicht auffällig - außer das sie null Kritikfähig ist und ab und an sich in eine Ecke verkrümelt und vor sich hin bockt.Immerhin.
Ihr Lieben,sagt mir bitte dass das normal ist. Das es vorbei geht und wie ich weiterhin gelassen bleibe.

Das klingt sehr negativ. Man hat den Eindruck, ihr seid in einem Teufelskreis: Sie müde und eventuell eifersüchtig, du genervt, wütend etc, sendest negativ Signale, sie empfängt diese und dazu noch den Unterschied eventuell in deinem Verhalten zu ihrer Schwester, fühlt sich nicht verstanden, weniger wertgeschätzt.
Was ist denn positiv an ihr, worauf bist du stolz? Ich glaube, du musst anfangen, deine Sicht auf die positiven Seiten wieder zu lenken, damit nicht ein: "war ja klar, sie mal wieder" Gedanke hochschießt, den sie unweigerlich spürt.

Sie ist garantiert auch nicht zufrieden, wenn es so läuft, und ich sags immer wieder: Redest du mit ihr? abends im Bett? Die Kids können dass. Man muss es nur etwas üben. Sie können sage, was sie empfinden, wo das Problem ist. Können Vereinbarungen, Lösungen entwerfen.

Brüllen ist schlecht, wenn auch verständlich. Aber man muss sich immer sagen, dass man selbst Vorbild ist , wie man mit Konflikten umgeht. Du willst sicher nicht, dass sie brüllt, um Konflikte zu lösen, also atme tief durch und mache es so vor, wie du es dir von ihr wünscht.

ch kann immer nur empfehlen, sich mit Gfk auseinanderzusetzen. Auch, wenn man e nicht 1:1 umsetzt, beeinflusst es de Umgang miteinander.


  Re: 4Jähriges Zornbündel
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   Amiflosi
schrieb am 20.11.2014 11:06
Zitat
Liljane

Die Schwester soll weg,sie hätte lieber einen Bruder.

Hallo Du,
mir hat es sehr geholfen, mir dank eines Erziehungskurses (Kess erziehen) klar zu machen, dass Kinder immer einen guten Grund für ihr Verhalten haben. Also nicht, dass wir als Erwachsene den Grund gut finden müssen. Aber für die Kinder ist es schlüssig.
Und ich glaube, den Satz, den ich von Dir zitiert habe, das ist der Schlüssel zu ihrem Verhalten.

Ich fabuliere jetzt einfach mal: wie frustig: da ist die liebe perfekte Zwillingsschwester und man selbst eckt immer nur an, hat ständig Ärger mit Mama. Aber wenigstens hat man so auch mal ihre Aufmerksamkeit. ...

Kannst Du mal was ganz alleine mit ihr machen? Muss ja nix Großes sein. Aber einfach mal nur Zeit für sie. Damit sie ihren Platz findet oder merkt, dass sie den hat. Denn momentan kämpft sie ganz verzweifelt darum, ist so mein Gefühl...

und dann seid ihr schon in einem ganz negativen Kreislauf. Ihr brüllt euch an.
Vielleicht magst Du mal für beide Kinder Edelsteine sammeln. Ganz einfach so Kleinigkeiten wie: " Es war so schön, wie wir aneinandergekuschelt sind beim Vorlesen" oder was auch immer. Schreib es auf Zettel, schenk ihr eine kleine Schatzkiste. Tu die kleinen Edelsteinmomente hinein. Und dann lass sie immer mal wieder einen Zettel ziehen...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.14 11:07 von Amiflosi.


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  Re: 4Jähriges Zornbündel
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   berlink
Status:
schrieb am 20.11.2014 12:35
hallo du,

ich denke, ich kann dich verstehen. nur austauschen wollen sie sich nicht, sondern sich meist heiraten, nur manchmal NICHT. und gegen die eltern halten sie sehr schön zusammen! smile

ich sehe es so, wie @amiflosi.

ich habe ja to. und sohn. und wie das manchmal so ist, ist die to., die auch ihre "ecken" hat, leichter im umgang, wenns ärger gibt, ist es schneller wieder gut, sie "zieht" mehr mit. der junge ist der Rabauke, ärgert mehr und bekommt dadurch neg. Aufmerksamkeit.

mittlerweile denke ich, und konnte so ein bisschen meine Eltern zumindest davon begeistern, dass er einfach mehr Aufmerksamkeit benötigt, obwohl er genauso viel wie sie bekommt. er möchte mehr kuscheln, ist nach ärger "nachtragender", also lehnt dann auch kuscheln usw. länger ab als sie. sie möchte sich racsh wieder "vertragen".

wir/ich versuche, da er verbal sehr gut dabei ist und sein Unbehagen besser ausdrücken kann (er sagt sowas wie: das macht mich traurig, noch trauriger, ich werde unruhig, ich bin wütend..., auch: da muss ich noch mehr weinen....), mit ihm, das immer wieder zu üben, zu spiegeln, rückzumelden, wie es ihm wohl gerade geht. wir haben auch bücher deswegen uns zugelegt (z.b.: wohin mit meiner wut).
und ich frage ihn, gerade wenns nicht so gut läuft, und zeit ist: was willst du gern mit mir machen, mit mir spielen. usw.

besser wäre, jedes kidn hätte mal länger zeit mit einem Elternteil allein, was aber wenn, dann nur am we geht. aber die Großeltern sidn viel dabei, so dass es dann auch mal gut geht, dass sich Oma mit Madame und opa mit ihm beschäftigen usw. oder ich mit ihm eben allein.

finde ich oft schwierig, weil ich dann wieder denke: jetzt kommt das andere kind zu kurz.
ist manchmal der Nachteil bei zwillis gegenüber einlingen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.14 14:12 von berlink.


  Re: 4Jähriges Zornbündel
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   2tes wunder
schrieb am 20.11.2014 13:22
Hallo,

der Beitrag könnte von mir sein und unsere sind ja ähnlich vom Alter. Unsere Tochter ist auch sehr nörgelig und schnell zornig. Nur ihren Bruder will sie nicht tauschen, sie sind meistens ein Herz und eine Seele.

Fühl dich gedrückt und halte durch. Bei uns ging es auch einige Zeit nur noch mit brüllen, was mir dann immer gleich Leid tat. Irgendwann habe ich gesagt es reicht kein brüllen mehr den es ist sicher nur eine Phase. Ich beschloss mich nicht mehr auf 180 bringen zu lassen.
Und das mache ich jetzt auch immer wenn ich merke es kocht hoch, lass ich sie allein stehen und hole Luft, sage mir nein du brüllst nicht.

Ich muss sagen es hilft, sie merkt das ich darauf nicht mehr reagiere und schon kann sie normal mit mir reden ohne nörgeln und meckern. Es ist noch lange nicht super aber es wird besser.

Gruss Mandy


  Re: 4Jähriges Zornbündel
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   Liljane
schrieb am 20.11.2014 22:22
Danke für eure Antworten.
Zu euren Fragen:
Sie bekommt sogar mehr und intensivere Kuschelzeit,weil ich auch dachte sie braucht mich jetzt mehr. Das hat aber keinen positiven Effekt bisher. Im Gegenteil,damit hab ich nicht nur weiterhin Ärger mit ihr,sondern auch mit ihrer Schwester.
Sie hat auch schon hier und da einen ganzen Tag alleine mit mir verbringen dürfen, wo wir zusammen schöne Sachen gemacht haben. Auch da war ihr Verhalten nicht anders,eher schlimmer. Schenkt man ihr zuviel Aufmerksamkeit, dann "stört" und "nervt" man. Ich dachte das bekäme man erst mit der Teeniezeit zu hören. Aber diese Aussagen stören mich nicht. Wenn sie mich wegschickt,ok dann biete ich ihr an,dass sie zu mir kommen kann, wenn sie mit mir was machen möchte, oder ich frage später nach.
Einmal die Woche ist Oma da und die Maus kann sich einen von uns aussuchen. Das ergibt sich dann spontan mit wem sie spielt.
Sie war immer mein Sonnenschein und die Schwester ist alles andere als perfekt.Die Maus macht mir auf andere Art Probleme.
Sie bekommt von mir immer rück gemeldet wie es mir mit ihrem Verhalten geht und gefragt wie es in ihr aussieht,manchmal braucht sie noch Hilfe sich zu erklären, aber sie ist schon sehr gut darin ihre Gefühle mitzuteilen, wenn sie denn zur Ruhe gekommen ist.
Egal wie der Tag verlaufen ist, geht sie immer mit einer Gute Nacht Geschichte,Kuss und was ich an dem Tag am schönsten von ihr fand ins Bett.
Wenn sie streiten,weil sie beide um meine Aufmerksamkeit buhlen, dann Wechsel ich immer ab. Mal darf die eine zuerst,beim nächsten mal die andere. Wird es nicht akzeptiert, dann eben keine von beiden - selten,denn darauf ankommen lassen wollen sie es natürlich nicht. Und immer erkläre ich, dass ich sie beide lieb habe und das beide jeder für sich etwas besonderes ist.
Also am Gefühl geliebt zu werden kann es eigentlich nicht mangeln. Aber genug sagen kann man es natürlich auch nie.
Und ja, ich habe hier im Thread jetzt nur negative Dinge aufgezählt, weil ich ja nur kurz mein Problem beschreiben wollte und nicht meine Lebensgeschichte bzw. den ganzen Alltag und Charakter hier darstellen kann, dass liest doch keiner Ich wars nicht
Ich weiß das wir uns in einem Kreis drehen, aber wie komme ich raus. Wo ist der Ausgang?




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