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  Erziehungsdifferenden vor dem Kind?
no avatar
   blahblahblah
schrieb am 03.11.2014 22:00
Mein Mann und ich sind meist einer Meinung in Erziehungssachen, aber in letzter Zeit lässt er unserer Tochter meiner Meinung nach zu viel durchgehen und nimmt ihr zu viel ab (trägt sie herum, wenn sie nicht übermäßig müde ist, dient ihr von A bis Z usw.) Er macht es nicht absichtlich, er liebt sie nur und hat nicht so viel Zeit mit ihr.

Ergebnis: bei mir zieht sie sich problemlos an, bei ihm ist sie die Prinzessin, heult, brüllt usw. USW.

Es kommt also zu Situationen, wo ich mit seiner Vorgehensweise nicht einverstanden bin und ich ihm gerne einen anderen Vorschlag machen würde, den er meist auch dankend annimmt. Umgekehrt auch, wenn mir der Geduldsfaden reißt, kriegt er mich runter.

Nur wollen wir aber unsere Differenden nicht vor dem Kind austragen, denn Mausi greift ja solche Momente liebend gerne auf und spielt uns gegeneinander aus.

Wie klärt ihr solche Differenden vor dem Kind? Oder es gibt grad was zu besprechen, das nicht für Kinderohren ist (Mord/Unfall in der Nachbarschaft, eilige unangenehme Sache usw).

Wir reden dann meist Englisch, das war auch in meiner Ursprungsfamilie so. Schwiegermama meint, es wäre nicht gut für das Kind, Geheimniskrämerei zu betreiben.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mir geschadet hätte. Im Gegenteil, ich wollte so schnell wie möglich die Fremdsprache erlernen...

Was meint ihr, schadet es? Wie löst ihr eure Erwachsenendiskussionen anders?


  Re: Erziehungsdifferenden vor dem Kind?
avatar    Maral
schrieb am 04.11.2014 10:44
Naja, auf abends verschieben. Wenn er die Lütte anzieht, mit ihr zusammen ist, solltest du das schlucken. Es ist nun mal seine Art mit ihr umzugehen und gefährdet sie ja nicht. gibt es bei ihm Theater, muss er es eben ausbaden.

ER findet ja deinen Weg da vielleicht auch nicht optimal. Kinder können das unterscheiden. Also wer sich gerade mit dem Kind beschäftigt entscheidet. Sonst entscheidet der, den Kind zuerst fragt. Und über generelle Sachen muss man sich eben erst einigen ( bspw Fernsehmenge) Und dann kannst du, wen es dir dann ja nicht gefällt, abends wen sie schläft sagen, du, mir ist aufgefallen...., Mord in der Nachbarschaft kann auch warten. Ist es was wichtiges, bin ich ins Bad gegangen oder so und hab ihn kurz dazugerufen etc.
englisch wirst du ja eh nicht lange mit durchkommen.

Also ich hab sowas angesprochen, wen Kind schläft.

Das mit den geheimnissen hab ich auch gehört. Allerdings eher unter dem Aspekt der Einbeziehung des Kindes. Also man soll keine Geheimnisse mit dem Kind haben. Setzt sie zu sehr unter Druck und könnte zudem dazu führen, mit den falschen Leuten Geheimnisse zu wahren.
Tatsache ist, auch wen ihr Englisch redet, merkt die Kleine, dass da etwas im Gange ist.


  Re: Erziehungsdifferenden vor dem Kind?
no avatar
   Milia149
Status:
schrieb am 04.11.2014 10:45
Also manche Dinge bepreche ich schon vor den Kindern, wenn er etwas macht wa sich nicht gut finde, oder die Kids ihm auf der Nase rum tanzen, aber sag es so das die Kids es nicht zum ausspielen aufgreifen können. Oder schalte mich einfach ein, Sage zB so Rabauke jetzt ist Schluss, .....
Quasi nicht das ich den Papa so hinstelle als könnte er es nicht sondern einfach dazwischen gehe und das Kind selbst anspreche, nicht den Vater.
Das klappt ganz gut. Und hinterher kann man dann in Ruhe ohne Kids die Situation nochmal besprechen, sollte es nötig sein.
Aber so oft mache ich das nicht, er macht sein Ding, ich meins.
Manche Dinge bsepreche ich auch mit ihm wenn die Kids dabei sind, finde da nichts dabei, solange man es nicht so macht das der andere blöd dasteht.

Ansonsten wenn es etwas zu besprechen gibt was die Kids nicht hören sollen, dann bespreche ich es wirklich wenn sie nicht zu hören können, beschäftige sie und gehe dann mit meinem Mann in einen anderen Raum,
ob es schadet wenn man englisch redet? Keine Ahnung. Denke nicht.
Wäre aber ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, sowas zu machen.

Einerseits müssen Kids auch lernen das es Dinge gibt die noch nichts für sie sind, andererseits könnte ich mir vorstellen das es ein blödes Gefühl für sie ist wenn man extra so redet das sie es nicht kapieren.
Man will ja auch das die Kids mit einem offen über alles reden, man selbst macht es aber auch nicht...


  Re: Erziehungsdifferenden vor dem Kind?
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   gelöschter User
schrieb am 05.11.2014 07:50
Zum Englisch sprechen:

Tue ich manchmal mit unserem Sohn (11 Jahre, 6. Klasse). Nicht als Geheimnisskrämerei, sondern für ihn zur Übung. Die Kleine (4) hasst das wie die Pest. Ich denke sie kommt sich furchtbar ausgeschlossen vor.


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  Re: Erziehungsdifferenden vor dem Kind?
avatar    Jadestern
Status:
schrieb am 06.11.2014 11:10
Ich versuche Differenzen (? glaube das meinst du?) nicht vor den Kindern zu klären, aber klappt wie vieles nicht immer. Wenn ich es schaffe es "runterzuschlucken" bereden wir das dann Abends in Ruhe.
Englisch machen wir ab und zu aber dann eher Sachen (auch lustige) "über" den Großen, nicht Differenzen. Bisher interessiert er sich noch nicht für das Englische. Meine Eltern haben es ähnlich gemacht und mir damit ein tolles Gehör für die Englische Sprache mitgegeben. Als ich älter wurde hat es mich oft geärgert und ich fühlte mich ausgeschlossen. Deshlab werde ich darauf achten, wie mein Sohn sich dabei fühlt wenn er älter wird.




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