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  Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
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   sturmfängerin
schrieb am 14.10.2014 19:55
Hallo zusammen,

mein Großer (5 Jahre) war eigentlich nie der große Bastler. Aber seit ein paar Wochen kommt er aus dem Kindergarten ständig mit gebastelten Dingen heim und will zuhause gleich weiterbasteln. Ich finds super und unterstütze das total gerne mit Ideen, Material usw., zumal er gerade in der Feinmotorik noch ziemlichen Nachholbedarf hat. Und genau da fängt das Problem an....

Eine Zeit lang basteln wir friedlich zusammen, ich helfe wo Hilfe nötig ist und wir haben Spaß dabei. Und dann kippt auf einmal die Situation, weil irgendetwas nicht klappt. Nur ein kleines Detail "daneben" geht, abbricht, schief ist, zerrissen ist, wieder runter fällt........ Und dann tickt er total aus. Nichts geht mehr, ich werde beschimpft, angeschrien usw.

Ich versuche ruhig zu bleiben, die Situation zu retten, zu helfen, wieder anzukleben oder was auch immer, aber die Bastelaktion ist damit beendet, weil er nicht mehr die Kurve kriegt. Es nervt mich irgendwie total, dass wirklich JEDE Bastelaktion so unzufriedenstellend endet. Und frage mich, wie ich besser reagieren könnte?? Es ist jetzt nicht so, dass wir schwierige Dinge basteln, es sind wirklich einfachste Tätigkeiten. Aber seine Frustrationstoleranz ist insgesamt auch relativ niedrig. Und eigentlich finde ich es ja sehr schön, dass er basteln will..... aber nicht ständig so! Hat mir jemand einen Rat??!!

LG Sturmfängerin


  Re: Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
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   Ella Propella
schrieb am 14.10.2014 21:57
Ich würde ev. probieren den (gemeinsamen?) Zeitrahmen zu verkürzen. Vielleicht lässt seine Konzentrationsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt stark nach.
Ist es überhaupt notwendig, dass du dauernd mit bastelst? Ev. würde er mit diesen "Mißerfolgen" besser zurechtkommen, wenn er sich nicht von dir beobachtet fühlt. Meine L. ist so. Wenn sie meint ich bekomm es nicht mit, zerknüllt sie mal einen Zettel, macht aber nicht so viel Aufhebens drum, aber wenn sie denkt ich seh zu, kann es passieren, dass sie komplett austickt (obwohl ich mich ausdrücklich noch nie über irgendwas negativ geäußert hab - positives oder beschwichtigendes darf ich aber dann auch nicht sagen, das bringt sie noch mehr auf die Palme).
Klink dich doch einfach mal vor der kritischen Zeit aus und geh "aufräumen" oder "kochen". Vielleicht kommt er damit dann besser klar.
Einen Versuch wär´s ev. wert...

lg ella


  Re: Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
avatar    silwer
schrieb am 14.10.2014 22:19
Ist hier auch so.
Beide haben nie gerne gemalt und gebastelt. Und wenn dann doch mal dann klappte es nicht so wie sie wollten und das war dann eine Katastrophe. Beim großen wird es langsam. Ich lasse ihn viel alleine fummeln denn ich kann dem zerrstreuten Professor eh meist nicht folgen was da wie genau wo dran muß. Er schimpft dann zwar rum, kommt auch mit Jammerton an "Das geht nicht", weint auch mal aber dann komme ich an ihn ran, kann reden, erklären wie er es vielleicht noch versuchen könnte oder ihm helfen. Da war früher nicht dran zu denken. Dann wurde dicht gemacht und das ganze Projekt war dahin.

Mein Kleiner stellt zu große Ansprüche an sich selber. Und ehe er es nicht so hinbekommt wie er will macht er es lieber gar nicht. Malen z.B. "Kann ich nicht". Ja, klar, wenn ich eine Auto male sieht das auch nicht aus wie McQueen und Katze und Maus nicht wie Tom und Jerry. Sah es bei denen die diese Figuren zeichnen als Kinder wahrscheinlich auch nicht. Fleißig üben, dann wird das immer besser. Will er nicht hören, ist ihm egal, interessiert ihn nicht.
Nein, das Auto sieht doof aus also wird das Blatt schon nach malen der Reifen zerknüllt und dann ist er nicht zu bewegen es nochmal zu versuchen. Ich selber kann eh nicht gut malen aber jetzt mach ich schon nur noch Strichmännekes und schiefe Häuser usw damit er vielleicht denkt "Hey, DAS kann ich auch".


  Re: Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
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   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 14.10.2014 22:21
schafft es denn dein kind, etwas fertig zu stellen? also, dass erst der zweite (schwierigere) versuch fehl schlägt und man sich über das erste freut?
vllt ist es auch eine möglichkeit, einfach sachen vom kiga nachzubasteln, also dinge, die er schon kennt?
vllt ist es auch möglich, was sinnloses zu machen. meine große hat spaß am schneiden und kleben. es entsteht in dem sinne noch nix wirkliches.


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  Re: Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
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   gusion
Status:
schrieb am 15.10.2014 08:22
Hallo Sturmfängerin,

als erstes, dass dein Kind wütend und frustriert ist, wenn was nicht klappt, ist total verständlich. Hier würde ich auch erstmal auf die Wut eingehen und die kommentieren: "Ach blöd, dass das Teil jetzt abgebrochen ist, das würde mich auch ärgern. Jetzt hast du dir so eine Mühe gegeben, ich werde das Teil mal schimpfen, dass kann doch nicht einfach abbrechen! Laß uns mal gucken, wie wir das reparieren können - hast du eine Idee?"
Vielleicht bastelst du auch eine "eigenes" Teil zeitgleich mit deinem Sohn und wenn was schief geht, besserst du es nicht einfach aus, sondern zeigst es deinem Sohn und kommentierst es auch: "Mist, das Auge von meinem Igel ärgert mich jetzt aber, es will einfach nicht kleben bleiben..." Oder "Huch, jetzt hab ich nicht richtig aufgepasst und hab mich verschnitten... Oje, ob ich das noch retten kann?"
Dann zeigst du deinem Sohn, dass Fehler dazu gehören und dass sie nicht nur ihm passieren und wie du damit umgehst.

Dann würde ich auch, wie schon vorgeschlagen, die Zeit verkürzen. Die Kinder kommen aus dem Kiga, das war und ist auch für "alte Hasen" immer noch anstrengend, also lieber 10-15 Min basteln, dann was anderes machen und ggf später noch mal 10-15 Minuten.

Und ich würde auch einfach anfangen - gerade wenn die Feinmotorik noch nicht so gut ist, ist Frust vorprogrammiert. Also lieber erst mal grobe Formen und dann Schritt für Schritt zu schwierigeren Formen übergehen. Wichtig sind jetzt erst einmal Erfolgserlebnisse zwinker


  Re: Wutausbrüche und Weinkrämpfe beim Basteln
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   sturmfängerin
schrieb am 16.10.2014 13:10
Hallo zusammen,

endlich schaffe ich es zu antworten! Danke für Eure tollen Ratschläge und Ideen! Man ist ja doch irgendwie etwas festgefahren in dem was man tut, daher nehme ich Eure Vorschläge sehr gerne auf smile

Wir haben gestern schon wieder gebastelt smile! Aus einem Bastelbuch hat er sich schon vor längerem ein großes Parkhaus ausgesucht, das er machen wollte..... Ich hatte alles Material da und dann haben wir losgelegt. Ich habe bewusst versucht ihn mal die einfachsten Aufgaben machen zu lassen. Er weiß eigentlich auch selbst so ganz gut, was er kann und was nicht. Ich habe somit auch bewusste nicht gesagt "versuch doch mal dies oder jenes", sondern habe die schwierigen Sachen selbst gemacht. Und habe dann nach 20 Min. gesagt, "so, der Kleb muss nun trocknen, morgen machen wir weiter". War ok für ihn! Ich hatte noch mit Protest gerechnet wie "ich will aber gleich damit spielen", aber so konnte zumindest Bastelschritt 1 des Parkhauses für alle zufriedenstellend abgeschlossen werden smile. Heute gehts sicher weiter!

LG und Danke,
Sturmfängerin




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