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  5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    Wildfang
schrieb am 24.07.2013 15:57
Wir haben seit einigen Wochen ein Problem: Zuhause darf ich kaum das Blickfeld meines Sohnes verlassen, ohne dass er fragt: "Mama, wo gehst du hin?" Er folgt mir auf Schritt und Tritt - wenn ich bei der Arbeit bin, hängt er genauso an meinem Mann, der dann nicht mal kurz aufs Klo gehen kann.

Ganz klarer Auslöser war ein Erlebnis vor einigen Wochen: H. spielte in seinem Zimmer, mein Mann und ich gingen auf die Dachgalerie (ist so ein Abstellraum über unserem Wozi, man geht nur 1 Treppe rauf), um dort irgendwelche Unterlagen zu suchen. Das hatte H. nicht mitbekommen und uns dann wohl überall im Haus und im Garten gesucht. Nach einiger Zeit kam er tränenüberströmt und zitternd und völlig fertig die Treppe hoch und fragte völlig verzweifelt, wo wir denn waren, er hätte gedacht wir seien weggegangen und hätten ihn allein gelassen.

Also offenbar ein traumatisches Erlebnis und ich ärgere mich selbst, dass ich das durch Nachlässigkeit ausgelöst habe - aber wer sagt schon im Haus ständig bescheid, wohin er geht? Seitdem ruft er aber immer, wenn ich nicht in Sichtweite bin, und will dann genau meinen Aufenthaltsort wissen (Küche, Bad, Klo...)

Letztes WE waren wir mit Freunden im Indoorspielplatz, er saß mit den Freunden + Kindern am Tisch beim Essen und ich wollte nur zur Essensausgabe gehen. Das war nicht möglich, er ist total ausgerastet, und auch aufs Klo ließ er mich nicht alleine.

Auch fragt er so Sachen wie: "Mama, was ist wenn mich einer entführt? Dann seid ihr doch nicht da und könnt mich nicht beschützen..." sehr treurig Das ist ganz grausam, natürlich spricht das auch meine allertiefsten Ängste an, und ich weiß nicht wie ich ihm vermitteln soll, dass ich immer für ihn da bin.

Ich muss noch dazu sagen, dass wie noch NIE solche Probleme hatten, weder im Baby- noch im Kleinkindalter - kein Fremdeln, keine Probleme mit Tamu oder Kiga. In den Kiga geht er übrigens gern und beim Abschied gibt es keinerlei Probleme. Die kommen eigentlich erst so richtig, wenn ich in seiner Nähe bin...

Ich weiß gerade nicht, wie ich ihm helfen kann. Hat jemand von euch schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht mit einem Kind in dem Alter?


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    elfie oemmel
Status:
schrieb am 25.07.2013 11:47
Wir haben das hier auch, obwohl wir kein Erlebnis hatten, dass Schlumpis Verhalten irgendwie erklären würde. Wenn er mich nicht gleich findet oder ich nicht antworte, weint er oft sofort laut los und steigert sich da richtig rein. Vielleicht hängt es ja mit dem Alter und den Hormonen zusammen?


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    maschu
schrieb am 25.07.2013 13:31
Ich glaube nicht, dass euer "unbemerkter Dachbodenbesuch" der Auslöser war oder ist. Es ist doch dass zu hause von euch. Unser Großer weis, das unser Haus unser zu hause ist und wir da nicht einfach verschwinden, bzw. nie wieder kommen.
Es ist vielleicht generell gerade eine anhängliche Phase? Oder im Kindergarten hat jemand irgend etwas erzählt...Mein Großer hat manchmal Angst vor "Darth Vader" obwohl er den Film überhaupt nicht kennt, jedoch im Kiga immer ein Junge davon erzählt...


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    Wildfang
schrieb am 25.07.2013 13:54
Das Verhalten zeigt er aber punktgenau seit diesem Ereignis, vorher war nichts dergleichen. Auf Nachfrage erklärte er mir sogar nochmal, dass er genau seitdem diese Angst hat, weil er dachte, wir sind nicht mehr da.


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  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    maschu
schrieb am 25.07.2013 14:15
Wundert mich aber dann, das er so wenige Vertrauen in das eigene Heim hat oder denkt, ihr verschwindet von dort. Soll jetzt nicht böse aufgenommen werden, aber mit 5 1/2 Jahren...Ich hab ne Frage Du hast doch, glaube ich, schon mal geschrieben, das dein Kind zur Zeit sehr an dir hängt. Ich denke, das spielt noch mehr mit als das alleinige Erlebnis, wenn es wirklich daran liegt....
Mein Großer käme nie auf die Idee, und wenn er uns sucht, ruft er lauthals, das man es noch 5 Häuser weiter hört.


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
avatar    Wildfang
schrieb am 25.07.2013 14:33
Stimmt, er ist ein ganz extremes Mamakind. Wenn ich nicht da bin, überträgt sich die Angst sofort auf Papa. Mich wundert es ja auch total, weil wir doch niemals einfach von zuhause weggehen und ihn zurücklassen würden. Auf diesem Dachboden halten wir uns aber kaum mal auf, wahrscheinlich kam er deshalb nicht drauf, uns dort zu suchen. Gerufen hat er nicht, oder nicht laut genug grins


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
no avatar
   Lumas
schrieb am 27.07.2013 15:38
Hallo Wildfang,


bei uns ist es ähnlich. Mein Sohn hat diese Trennungsängste seit ungefähr zwei Monaten. Er ist auch fünf Jahre alt. Auslöser war wohl, eine Szene bei Wickie, wobei er die Folge schon mindestens 20 Mal gesehen hat, gab es wohl eine Szene, die ihm nun Angst gemacht hat. Ich habe auch mit unserem Kinderarzt gesprochen, da ich zuerst glaubte er wolle mehr Aufmerksamkeit und es hätte mit der Geburt seiner kleiner Schwester zu tun, die zu dem Zeitpunkt sechs Monate war. Bei ihm kam die Angst meistens Abends, wenn er zu Bett gehen wollte. Wir hatten früher nie Probleme, dass er alleine einschläft, aber plötzlich war es nicht mehr möglich. Wir merkten aber Gott sei Dank sehr schnell, dass er wirklich Angst hatte und sprachen mit dem Kinderarzt. Der sagte mir, dass das bei Kindern um die sechs Jahre nicht unüblich sei, dass plötzlich verstärkt Trennungsängste aufkommen. Sie bekommen plötzlich einen anderen Blick auf die Welt. Dinge, die ihnen vorher keine Angst machte, machen plötzlich totale Angst. Sie bekommen eine andere Wahrnehmung und begreifen, dass die Welt nicht nur gut ist. Mein Sohn hat abends, Angst vor Räubern und vor Feuer und davor, dass wir weggehen und nicht wieder kommen. Laut unserem Arzt kann man wohl nicht viel mehr machen als ihnen immer wieder versichern, dass man sie nicht alleine lässt.Wir machen das so nun seit knapp zwei Monaten. Begleiten ihn auch beim Einschlafen, da er alleine im Moment nicht in den Schlaf findet (er steht ständig auf und guckt, ob wir auch noch da sind). Tagsüber das permanente bei uns sein wollen, hat nachgelassen, Nur abends sucht er die totale Nähe. In die Kita geht er auch ohne Probleme und zu Freunden auch. Unser Arzt meinte, dass diese Phase lange dauert und man viel Geduld mit den Kleinen haben muss. Sein Sohn hätte das auch gehabt und es hätte bei ihm fast ein Jahr gedauert. Wie halt immer ... alles eine Phase und die geht vorbei ...

Lieben Gruß


Lumas


  Re: 5 Jahre und plötzlich extreme Verlustangst
no avatar
   Frieda2
schrieb am 30.07.2013 21:03
Das kenne ich hier so ähnlich. Ich war für eine Woche auf Dienstreise. Währenddessen kein Problem, doch ab der Nacht, in der ich wieder da war, gab es vor allem nachts ganz schlimme Verlassensängste.
"Mama, ich will immer bei dir bleiben bis ich sterbe...."
"Mama, dann muss ich aber später auch arbeiten gehen...."
"Mama, wenn ich nicht hierbleiben kann, dann heirate ich wenigstens XX, die kenne ich..."
Lauter solche Sachen, die seit ca. 6 Wochen immer wieder kommen. Es lässt aber langsam ein bischen nach. Doch in so einer Phase ist er völlig aufgelöst und weint bitterlich.
Ich versichere ihm dann, dass er immer bei mir bleiben kann (und ich kreuze die Finger dabei, wer will denn sowas?? grins). Meist beruhigt er sich dann wieder.




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