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  Umgangsrecht des Erzeugers
avatar    Möni
Status:
schrieb am 16.07.2013 12:08
Hallo,

vielleicht kann mir jemand hier helfen.

Mein 4 jähr. Neffe hat ein tolles zu Hause durch seine Mutter und Ihren Lebensgefärten. Den Lebensgefährten meiner Schwester nennt er auch Papa, da er ihn von Geburt an kennt. Der Erzeuger des Kindes hat meine Schwester im 4. Monat sitzen gelassen schweigenund bei der Geburt auch auf das Sorge- und Umgangsrecht mündl. verzichtet. Fast 2 Jahre hat er sich überhaupt nicht um "seinen Sohn" gekümmertHammer. Der Lebensgefährte meiner Schwester ist meinem Neffen ein vollwertiger Vater. Seit knapp 2 Jahren hat nun der Erzeuger ein Umgangsrecht bekommen (1x die Woche 3 Std.) Das Verhältnis zwischen der Kindsmutter und dem Erzeuger ist auch immer schlechter geworden. Er hat sie massiv beschimpft und beleidigt, bzw. mehrmals verbal am Telefon "verprügelt und gedemütigt". Meine Schwester und Ihr Lebensgefährte sind dem Kleinen echt wundervolle Eltern. Das will er nur kaputt machen. Seine ganze Familie kümmert sich nen dreck um meinen Neffen.
Jetzt geht alles übers Gericht und dem Kinderschutzbund. Da besuche des Erzeugers nicht mehr in dem Haus meiner Schwester zumutbar waren. Der kleine spielt zwar mit seinem Erzeuger, aber immer nur im bei sein einer ihm eng vertrauten Person (Eltern, Großeltern oder mir). Alleine möchte mein Neffe mit ihm nicht sein. Auch Spielnachmittag beim Kinderschutzbund unter Aufsicht sind gescheitert, weil das Kind das nicht möchte. O-Ton mein Neffe "Ich will da nie wieder hin um mit I... zu spielen". Aber der Kinderschutzbund und der Erzeuger geben nicht nach und zwingen jetzt meine Schwester zu einer Lösung. Wie der Erzeuger und das Kind sich näher kommen können. Der kleine soll ja wissen wer sein leiblicher V. ist, aber er ist noch zu jung um allein in eine Fremde Familie zu kommen und auch wochenweise dort zu schlafen. So wünscht es der ass Erzeuger.

Was für möglichkeiten hat meine Schwester? Gibt es hier jemanden der sich etwas aus kennt oder Tipps geben kann?

Sorry für den langen Text.

Gruß Möi


  Re: Umgangsrecht des Erzeugers
avatar    Maral
schrieb am 17.07.2013 09:02
Hi,

tragischerweise ist das Umgangsrecht in Deutschland ziemlich abstrus. Ich persönlich finde ja, es stimmt nichts mehr in Bezug auf SR und Umgangsrecht, aber ok.

ES sieht generell wie folgt aus: Der Grundtenor ist: Das Kind hat ein Recht auf beide Eltern. WAs so auch super ist. Daraus folgen müßte: Der Vater muss Umgang pflegen, das Kind darf Umgang wünschen. Leider ist dem nicht so.
Die Realität ist so, dass dem KV Umgang ermöglicht werden muss, wenn er das wünscht, ( auch wenn er sich Jahre nicht gekümmert hat) aber kein Zwang besteht, dass Kind jedoch zum Umgang gezwungen werden soll ( unter dem Aspekt, Kinder wissen nicht, was gut ist). Und man davon ausgeht, dass das Kind immer den Wunsch nach seinem UEt verspürt, sollte dem nicht so sein, steht es unter dem Einfluss des bösen BET.

Dies ist völlig absurd, aber leider die bittere Realität. Generell kräuseln sich mir bei derzeitiger Gesetzeslage die Zehennägel, denn im Grunde vertritt sie unter dem Deckmantel des Kindeswohl nur die Interessen jeweils eines ET.

Das bedeutet der BET hat den Umgang zu ermöglichen und zu fördern.

Ich muss dazu sagen, ich würde eher vor Gericht ziehen, bevor ich mein Kind zwingen würde, da ich selber als Kind die positive Erfahrung machen durfte, nicht gezwungen zu werden.

In euerm speziellen Fall würde ich zunächst einmal rausfinden, warum das Kind nicht möchte und dann nochmal langsam von vorne anfangen.

Das der kleine nicht in die fremde Familie möchte, kann ich voll verstehen, aber vielleicht wärs ja möglich, dass der Papa kommt, und ihr alle in den Zoo geht, oder ähnliches und der Papa dann mal versucht, sich mit ihm alleine etwas zurückzuziehen oder so. Und dann macht er mit Papa und Papas Familie einen Ausflug allein, dann geht er dort mal einen Tag ohne Übernachtung hin etc.

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es jeder UET schaffen kann mit der nötigen Geduld, dass er und Kind sich annähern und das Kind dann gerne zu ihm geht.
Nichts ist schlimmer als UET die sich, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, über die emotionale Lage des Kindes hinwegsetzen. Gott sei dank hab ich einen Papa, der seine Kinder nie gezwungen hat und es auch nicht wird.

Ich würde daher zusehen, dass der Papa zunächst immer intensiver in die Unternehmungen miteinbezogen wird, die dem Kind am Herzen liegen.
Am Anfang noch mit einer vertrauten Person ( Geschwister, Mama etc) und dann zunehmend allein und länger.

Das Kind wird älter und sein Wunsch zunehmend respektiert, es ist aber auch schon wichtig, dass die Mama, versucht, dem Kennenlernen positiv gegenüber zu stehen und es zu unterstützen.

LG,

Maral




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