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  Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
avatar    Spiegelchen
Status:
schrieb am 01.07.2013 20:25
Wie ist das bei euch?

Hier gibt es eine Einrichtung, 3 Gruppen, eine Gruppe davon mit Kindern von 1-3.

Konzept: Offen. Die Gruppenräume sind Funktionsbereiche, also ein Kreativraum, ein Rollenspielraum etc

Es gibt eine Phase von 20 Min., da sind alle Kinder in "ihrer" Gruppe und es gibt einen Stuhlkreis, in dem jedes Kind, das möchte, etwas erzählen kann. Dann sagt die Erzieherin/ der Erzieher, dass er heute in diesem oder jenem Raum ist und sich freuen würde, wenn die Kinder zu ihr/ ihm kommen.

Dann ist - bis aufs Mittagessen - alles offen. Es gibt keine Vorgaben, nix und es gibt Räume, die nicht beaufsichtigt sind. Kommt man in die Kita, hat man das Gefühl, es ist chaotisch. Gefrühstückt wird in keinem Raum, sondern in einem großen Flur, offenes Frühstück.

Was haltet ihr davon? Kennt ihr das?


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   Ella Propella
schrieb am 01.07.2013 20:39
Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen und rein gefühlsmäßig wäre das Konzept nix für mich bzw. meine Kinder. Ich bin zwar auch gegen starres Program den ganzen Vormittag, aber etwas betreut würde ich meine Kinder schon wissen wollen.
Bei uns gibt es vormittags für die Krabbelgruppenkinder drei Fixpunkte, das ist der Morgenkreis, das Frühstück und am Ende des Vormittags das gemeinsame Aufräumen. Dazwischen ist freies Spiel, Basteln (freiwillig) oder mal Turnsaal angesagt. Alles passiert aber in den eigenen Gruppenräumlichkeiten. Das Konzept passt für uns am besten.


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   coco1968
schrieb am 01.07.2013 21:20
Hallo,

mein Sohn wechselt im September in eine Kita mit einem "offenen" Konzept. Seine jetzige Kita ist quasi "halboffen".
Es gibt 2 Gruppenräume, und zwischen beiden Räumen befindet sich ein Durchgangszimmer, das als "Turn-und Schlafraum" dient.
Mein Sohn hatte erst vergangenen Freitag seinen "Schnuppertag", und mein Mann war wirklich restlos begeistert ( ich hoffe mein Sohn auch zwinker ). Der "Morgenkreis" fand gemeinsam mit den insgesamt 50 Kindern statt. Ich bin vor Erstaunen fast aus den Latschen gekippt, als mir mein Mann berichtete, wie "diszipliniert" das von statten ging.
Die Mahlzeiten können aus Platzgründen nicht von allen Kindern gleichzeitig eingenommen werden. Jedes Kind, das sein Essen beendet hat, muss jedoch für das Nachfolgekind, ein frisches Geschirr und Besteck auf den Tisch legen, damit jedes Kind einen "gedeckten" Platz vorfindet.

Was meinen Mann besonders beeindruckt hatte, war die ungeheure Präsenz der insgesamt 6 Erzieherinnen, ohne dass die Kinder in ihrem "Freispiel" eingeschränkt wurden. Ich kann das jetzt leider schlecht beschreiben, da ich es selbst nicht erlebt habe.

Es gibt natürlich auch die unterschiedlichsten Projekte.

Von Chaos war somit keine Spur, und für uns sind das paradisische Verhältnisse, da wir die letzten 1 1/2 Jahre ganz andere Zustände erlebt haben.

Wir sind guter Dinge, das wir für unseren Sohn die richige Wahl getroffen haben. Mein Sohn war während der gesamten Zeit vollkommen entspannt und hatte keine Berührungsängste gegenüber den anderen Kindern, denn das war unsere größte Sorge.


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   Amiflosi
schrieb am 01.07.2013 21:50
Hallo,
mir wäre das "zu offen" und hätte zu einem meiner drei Kinder gepasst.

Der Große hätte sich das sicher total wohlgefühlt udn wäre noch mehr von einem Angbot zum anderen gehüpft. hätte er nur selbstbestimmtes Tun gehabt, dann hätte er wahrscheinlich in der ganzen Kiga-zeit keinen Stift in die Hand genommen. pfeifen

Die Kleinen wären für dieses Konzept dagegen zu ruhig. Die würde das völlig überfordern.

Unser Kiga ist halboffen. Also es gibt feste Gruppen und feste Erzieher für die Kinder. In bestimmten Tageszeiten ist dann aber auch WEchsel in andere Angebote möglich. Freies unbeaufsichtiges Spielen im Foyer für die großen, zuverlässigen Kinder.... und gruppenübergreifende altersangepasste Gruppen.
Mir gefällt das besser so.

Aber ist wohl auch Geschmackssache


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  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   coco1968
schrieb am 01.07.2013 22:07
Ich nochmal zwinker

Ich denke, es kommt ganz darauf an, wie ein "offenes" Konzept umgesetzt wird. Auch in unserer künftigen Kita, gibt es "feste" Bezugspersonen. Je nach Alter der Kinder finden unterschiedliche Projekte statt, für eines sich das Kind entscheiden muss. Ich könnte mir vorstellen, dass ein permanentes "selbstbestimmtes Tun" nicht akzeptiert wird, da man sehr nahe an den Kindern ist.


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
avatar    Lia79
Status:
schrieb am 01.07.2013 22:08
Bei uns ist es im Grunde so. Kleiner Kiga (35 Kinder von 2-6 Jahren, 5 Erzieherinnen (mit unterschiedlichem Arbeitsumfang - 4 sind aber eigentlich immer da, auch dank diverser Springer und Praktikanten).

Morgens gegen 9:30 Uhr ist der Morgenkreis. 1x wöchentlich Bezugsgruppentreff (altersgemischte Gruppe von 7-9 Kindern) mit ihrer bestimmten Erzieherin), 1x die Woche Altersgruppentreff (in unserem Fall 14 Kinder mit 2 Erzieherinnen). Je ca. 30 min.
Ansonsten ist alles offen. Es gibt Themen-Räume mit entsprechenden Angeboten.

Den Kids gefällt das Prinzip. Ich bin geteilter Meinung. Mich nervt zB das offene Frühstück, sprich jeder isst wann er will, oder eben auch nicht. Und manchmal denke ich, würde etwas mehr "Zwang" beim Basteln/Malen nicht schaden zwinker
Aber im Großen und Ganzen scheint das Prinzip zu funktionieren.

-Lia


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   dojo
schrieb am 01.07.2013 23:02
Ich finde das so, wie du es beschreibst, ok und denke, dass es funktioniert. Es scheint ja eine kleine Einrichtung zu sein und es gibt immerhin einen Morgenkreis und ein gemeinsaems Mittagessen.

Ich habe es noch offener erlebt und mich dagegen entschieden. Da waren es knapp 100 Kinder und es gab überhaupt keine gemeinsamen Aktivitäten in der Stammgruppe (nach einer Eingewöhnungszeit). Die Kinder meldeten sich morgens bei ihrer Bezugserzieherin an und konnten dann dahin gehen wohin sie wollten, frühstücken, wo sie wollten, Mittag essen, wo sie wollten, rausgehen, wann sie wollten. Bälle-Raum und Turnhalle waren unbeaufsichtigt. Allerdings mussten die Kinder immer ansagen, wohin sie gehen. DAS war mir zu offen (aber funktionieren tut es wohl auch, ich kenne Kinder, die dort sind).

Wir sind jetzt in einer Einrichtung mit festen Gruppen, in denen es aber auch gruppenübergreifende Angebote (AGs, offene Angebote) gibt. Die Kinder dürfen außerdem jederzeit andere Gruppen besuchen - aber: sie tun es nur sehr selten. Die gruppenübergreifenden Angebote werden hingegen sehr gut angenommen. Für mich zeigt das, dass den meisten Kindern eigentlich ihre Gruppe als "Ort der Geborgenheit" wichtig ist. Sie haben gerne vertraute Gesichter um sich. Beim Klammeräffchen ist das ganz bestimmt so. Aber wenn sie es anders kennen gelernt haben, funktioniert das sicherlich auch, vor allem, wenn der KiGa insgesamt nicht so groß ist.


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
avatar    *kami*
Status:
schrieb am 02.07.2013 08:24
Wir hatten dieses Konzept im alten Kiga, allerdings suboptimal umgesetzt, allein schon dadurch, das die Altersmischung in den Gruppen von 1 - 6 Jahren sehr heftig war und gerade die 3-5jährigen da total durch's Raster fielen. Das wäre bei Euch ja nicht so.

Auch die Umsetzung war dort schwierig, keiner fühlte sich wirklich verantwortlich und so war auch die Beurteilung und Einschätzung von Stärken und Schwächen der Kinder im Kiga-Alltag schwierig. "Mit welcher Hand schneidet mein Kind denn im Kiga?" "Äh... keine Ahnung!?" ... nur so als Beispiel.

Wir haben jetzt nach dem Umzug eine Einrichtung mit Teilöffnung und das klappt sehr gut und die Kinder fühlen sich dort sehr wohl. Zu bestimmten Zeiten sind die anderen Gruppen offen und sie können dorthin wechseln, müssen sich aber in der Stammgruppe abmelden und die Stammerzieher wissen auch immer, wo welches Kind ist. Das war vorher nicht so und ich habe tagtäglich meine Kinder gesucht ... nich so prickelnd in ner Einrichtung mit 120 Kindern. zwinker Dennoch gibt es in den Gruppen ganz feste Rituale, Punkte, die die Gruppe für sich macht: 14-tägig im Wechsel einen Koch- oder Waldtag, Turntag ... Morgen-/Mittagskreis und Brotzeit sowieso. Außerdem ist in der neuen Einrichtung die Krippe abgetrennt, aber gehört mit zur Teilöffnung, sprich die Kindergartenkinder können die Krippengruppen besuchen und umgekehrt. So haben gerade die Kleinen ihren Rückzugsort, den sie dringend brauchen, aber eben auch die Möglichkeit die "Welt" zu erkunden.

Ein guter Kompromiss und die richtige Entscheidung. Ein "ganz offenes" Konzept würde ich nicht mehr haben wollen und wäre auch nichts für meine Kinder, die sehr klare Strukturen brauchen, an denen sie sich orientieren können. Aber wie gesagt: Es hängt von der Qualität der Umsetzung, den Rahmenbedingungen und letztendlich der Familie selbst ab.


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   Moehrchen
schrieb am 02.07.2013 09:04
Meine Kinder sind seit dem 3. Geburtstag in einer Kita mit offenem Konzept. Allerdings gibt es einige Abweichungen von Deiner Kita. Hier wird auf Grund der räumlichen Gegebenheiten in den Gruppen gegessen, geruht und es gibt auch alters- und gruppengebundene Projekte/Beschäftigungen (z.B. Morgenkreis, Sport, Farben- o. Zahlenland) . Der Rest des Tages ist freies Spiel oder eben offene Angebote in den Funktionsräumen. Die Angeboten werden vorher vorgestellt und dann darf das Kind mit dem Anbieter in die jeweiligen Räume...

Wir kommen aus einem geschlossenen Konzept und ich muss gestehen, es fällt mir manchmal schwer, mich als Mutter dort zurechtzufinden. Wenn man wissen will, was das Kind macht, hat man nicht immer den richtigen Ansprechpartner zur Hand (Bezugserzieher beobachtet die Kinder ja auch nicht, wenn sie bei Kollegen A sind). Objektiv ist es für mich ein einziges Chaos und irre laut (viel lauter als im Kita mit geschlossenem Konzept) und das merke ich auch zu Hause.

Was ich nicht so gut finde: meine Kinder umgehen ganz gezielt bestimmte Angebote und suchen sich ausschließlich Lesen, Theater oder Singen aus. Damit ist z.B. Schere schneiden ein Problem, dem ich mich zu Hause widmen darf.

Am Anfang gab es Schwierigkeiten sich unter den vielen Kindern, geeignete Spielpartner zu suchen. Das hat sich gegeben. Aber das ist ein Grund, weshalb ich offenes Konzept für Kleine schwierig finde (gerade 1-3).

Was ich gut finde, meine Zwei können wirklich Sozialkontakt üben (mit Klein und Groß). Das eine in einer Gruppe sind, merkt man an den Freunden gar nicht, da soviel Auswahl an Kindern da ist, haben sie einen komplett anderen Freundeskreis. Sie Lernen viel von Groß und Klein (was nicht immer ein Vorteil ist zwinker )


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
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   +emmi+
schrieb am 02.07.2013 09:58
hanni ist in einer montessorikita, da heißts halt nicht offenes konzept, sondern montessori.
die einzigen festen termine sind freiarbeit (1h), morgenkreis (30min) und mittagessen. ansonsten können sich die kinder (20 kinder 3-6J. und 3 feste erzieher+praktikanten in der kita (+schule mit 60 kindern) frei bewegen und entscheiden, was sie mit wem gern wo auf dem gelände unternehmen möchten. es gibt den eigentlichen kitaraum mit leseecke, arbeitsmaterialien, mädchenzeugs, ein holzbauzimmer, einen kreativraum, den toberaum, ruheraum, werkstatt+küche (hier nur mit erw. begleitung) und den großen garten.
hanni kommt gut zurecht, die anderen kinder auch...auch wenn es für die abholenden eltern/großeltern eher nach "wimmelbuch" aussieht, hat die nachmittagserzieherin immer eine idee, wo welches kind zu finden ist.
ich fand es am anfang auch stressig und hatte angst, mein kind verhungert oder geht unter und macht nichts vernünftiges mehr. die frühstücksbox wird zwar meist erst auf dem nachhauseweg geleert, das hat aber noch keine schäden hinterlassen.
inzwischen habe ich diesbezüglich auch mehr gelassenheit gelernt. kinder sind keine maschinen und entwickeln sich in ihrem tempo. lt. montessori haben sie für verschiedene dinge unterschiedliche sensible fenster und es bringt nicht viel, ein kind außerhalb dieser fenster mit etwas zu "indoktrinieren".
und sie können eine ganze menge, wenn man sie läßt und vertrauen in sie hat.

lg jowi


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
avatar    BabaJaga
schrieb am 02.07.2013 22:30
Unsere beiden gehen in eine kita mit offenem Konzept. Wir hatten auch erst bedenken, aber: in der Einrichtung wird das seit vielen Jahren praktiziert und die Kinder haben uns eines besseren belehrt. Es ist toll, wir haben noch nie die klassischen geschwisterstreitigkeiten gehabt, von wegen dafür bist du zu klein oder so... die Kinder haben ihren bezugserzieher, aber nur in dem Umfang wie du beschreibst, trotzdem sehen sie diesen als Ansprechpartner, so wie wir. Hätte ich nie geglaut welche Vorzüge das vor allem fuer das sozialverhalten der Kinder haben kann. Lass es auf dich zukommen. Unsergrosser kommt in die schule und wir haben uns aufgrund dieser Erfahrungen auch fuer ein gemischte klasse 1 und 2 entschieden. Baba


  Re: Wie offen darf ein Kita-Konzept sein?
avatar    redhair
Status:
schrieb am 03.07.2013 09:49
Hallo,

meine beiden gehen in eine Kita wo das offene Konzept ab dem 3 LJ praktziert wird.
Auf einer Etage sind etwa 60 Kinder auf 6 Erzieher .Es gibt 4 Themenräume .
Jede Erziehern hat sogenannte Bezugserzieher die die Kinder beobachtet ,am meisten Zeit mit ihnen
verbringt ,für das Sprachlerntagebuch zuständig ist.
Es gibt Themenwochen wie z B jetzt die Farbenwoche (heute rosa ,hellblau ) wo man seine Kinder so kleidet
dazu lernen sie die Tiere ,Obstsorten ,Lieder der jeweiligen Farbe entsprechend .
Das einzigste was fest ist sind die Essenszeiten und 2 mal die Woche ein Morgenkreis .
Meine beiden Hexen kommen gut mit diesem Konzept zurecht .


l g redhair




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