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  DP: UPDATE: Gewalt im Kindergarten
avatar    gwynnia
Status:
schrieb am 24.06.2013 13:49
Ihr Lieben,

für die vielen ausführlichen Antworten und die differenzierten Anregungen möchte ich euch ganz, ganz herzlich danken - sie haben uns bei unseren Gesprächen am Wochenende echt weitergebracht. Deshalb jetzt nochmal eine kurze Rückmeldung zu einigen Dingen, die angesprochen wurden.

Sport ist ein Punkt, über den wir auch nachdenken. Wir gehen zwar zum Kinderturnen und in einen Schwimmkurs, ein Trampolin haben wir auch, die Krankengymnastik (Senkfuß, spät therapiertes Kiss-Kind) macht gerade Pause. Aber etwas zu suchen, das nochmal gezielt Körpergefühl und Selbstbewusstsein stärkt, könnte uns helfen.

Den Kindergarten wechseln wollen wir im Augenblick nicht. Wir müssten zwei Plätze finden, da wir den Frosch auf gar keinen Fall von seiner Freundin trennen können, die er kennt, seit er 10 Monate alt ist. Die zwei sind die reinsten Kletten, das können wir nicht machen. Beide fühlen sich trotz allem dort wohl, ein Wechsel würde ihm vielleicht doch signalisieren, dass er etwas falsch gemacht hat - und irgendwo anders der Neue zu sein, birgt wieder die Gefahr, dass er in die Opferrolle kommt.

Einen Kinderpsychologen wollen wir im Augenblick noch nicht einschalten. Ich habe da selbst etwas Vorbildung, und ihn irgendwo hinzubringen, gibt auch wieder ihm das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Da er mit uns noch nicht darüber spricht, wird er es wohl auch nicht mit einem Fremden tun. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn man erwähnt, dass das Kind eventuell hochbegabt ist und so sensibel, dass man von HSP ausgehen kann (zumal das auch auf mich zutrifft - bei Interesse: www.zartbesaited.net ), auch bei "Profis" schnell das Vorurteil herrscht, dass eher die Eltern ein Problem haben als das Kind... Traurig, aber wahr...

Dass die Erzieherinnen zuerst nichts bemerkt haben, lag daran, dass beide, die mit den Kindern draußen waren, gerade dabei waren, woanders einen Konflikt zu lösen, und dass die drei Angreifer den Frosch genau in dem Moment in der hintersten Ecke des Außengeländes, das etwas abschüssig und somit nicht überall ideal einsehbar ist, attackiert haben. Sie sind dann natürlich sofort hingelaufen, aber da war es eben schon passiert.

Inzwischen haben diverse Gespräche stattgefunden, leider noch nicht mit den Eltern des Hauptakteurs, da die Familie Freitag weggefahren ist. Die Erzieherin hat dem Frosch nochmal erklärt, dass das nicht hätte passieren dürfen, dass er nichts falsch gemacht hat, dass er, wenn sich eine Situation anbahnt, die ihm Angst macht, sofort zu ihr kommen soll (bisher haben wir ihn eigentlich darin bestärkt, es erstmal selbst zu versuchen und dann Hilfe zu suchen, wenn er nicht zurechtkommt). Mit den zwei anwesenden Angreifern gab es auch Gespräche, zum Teil war der Frosch dabei und hat gesehen, dass sie zurechtgewiesen wurden, und sie mussten sich bei ihm entschuldigen. Neben den Elterngesprächen wird es einen Elternabend geben, das Team bespricht ebenfalls alles nochmal, und der Elternbeirat wird dies auch tun. Zum Glück haben wir demnächst in der Gruppe drei Aufsichtspersonen, unsere "Lieblingserzieherin", eine neue (die eine Erzieherin ersetzt, der wir keine Träne nachweinen) und eine Anerkennungsjahrespraktikantin. Ich hoffe, dass dann die Aufsicht besser verteilt wird.

Ich hoffe sehr, dass die Situation so von allen Seiten einigermaßen abgefangen werden kann - es ist klar, dass nun alle dafür sensibilisiert sind. Da es ja selbst nach Antragstellung etwa sechs Monate dauert, bis eine I-Kraft wirklich kommt, können wir darauf im Moment noch nicht bauen.

Der Frosch spricht noch nicht darüber, was für ihn aber nicht ungewöhnlich ist. Er will natürlich ganz viel kuscheln und ist sehr anhänglich, was ich aber für ein gutes Zeichen halte. Schlimm ist, dass er selbst in Kuschelsituationen noch testen muss, ob wir wirklich auf ihn hören, wenn er "Stop" sagt - der Kontrollverlust hat ihn wirklich traumatisiert. Als seine Freundin ihn Samstag kitzeln wollte, ist er regelrecht panisch geworden. Da werden wir noch ganz viel Aufbauarbeit leisten müssen... Auch deshalb wollen wir ihn nicht von seiner Freundin trennen, denn sie ist sehr sensibel, und die zwei sind vertraut miteinander wie ein altes Ehepaar, das braucht er im Moment einfach.

So, ich hoffe, das beantwortet die eine oder andere Frage - und ich danke euch nochmal für euren Input!!!


  Re: DP: UPDATE: Gewalt im Kindergarten
avatar    AnjaBirgit
Status:
schrieb am 24.06.2013 14:57
Also schlimm, was heutzutage so in deutschen Kindergärten abläuft. So etwas habe ich weder in der kompletten Kindergartenzeit meiner Mädchen noch in der bisherigen meines Sohnes erlebt! Mir tut dein Sohn unendlich leid und auch wenn ich dir jetzt nicht mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, so hoffe ich doch, dass er dieses traumatische Ereignis recht bald verarbeiten kann und es ihm dann wieder gut geht. Unglaublich sowas, wirklich, da fehlen einem einfach nur die Worte!!! Das Allerschlimmste ist, dass solche Kinder meist entsprechende Eltern haben und diese ihre Kinder auch noch in ihrem Verhalten bestärken...

Alles Gute euch!!!
AnjaBirgit


  Re: DP: UPDATE: Gewalt im Kindergarten
avatar    smeralda
Status:
schrieb am 25.06.2013 10:11
Die ganze Angelegenheit scheint ja im Kindergarten richtig ernst genommen zu werden.
Es klingt jedenfalls gut, was da alles unternommen wird.
Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr die Sache gut verarbeiten könnt.




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