Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    Endometritis: Entzündung der Gebärmutter verhindert Schwangerschaft neues Thema
   Eine Weihnachtsgeschichte: Was man jemandem in IVF-Behandlung NICHT sagen sollte
   Die Einnistungsspritze bei künstlicher Befruchtung: Was bringt sie?

  NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 19.06.2010 12:23
hallo leute,

die endgültige meinung des spezialisten bei uns in der region steht zwar noch aus, aber wie hausarzt und "normaler" HNO meinten, könnte eine operative beseitigung einer chronischen nasennebenhöhleninfektion notwendig werden.

ich hätte eigentlich jetzt das 8. antibiotikum dieses jahr nehmen sollen ... das ist medizinisch nicht zu verantworten traurig

nach antibiotikum habe ich immer so 3-6 wochen ruhe, dann flammt der infekt wieder auf => erst triefnase, dann hals entzündet, stimme weg, wenns ganz schlimm kommt, dann auch bronchitis...wie eine tropfsteinhöhle mit eiter grmpf

problematisch ist bei mir auch noch, dass jede entzündung die gerinnungssituation so mies beeinflußt, dass ich dann eigentlich heparin spritzen müsste (was ich manchmal mache) oder eben eine thrombose bekomme (bisher ein glück nur oberflächlich).

was wohl konkret gemacht würde, wäre NNH auskratzen und ggfs auch die nasenscheidewand richten.

habt ihr sowas schon einmal machen lassen und hat es geholfen in bezug auf die infekthäufigkeit..?

wie war das mit den schmerzen danach..?

gibt es dazu alternative methoden..?

mein hausarzt sprach von kur im reizklima (nordsee etc). oder homöopathischer immunstimmulation in spritzenform, die so 18-24 monate vorhalten sollte.

was mir am logischsten erschiene, wäre ein versuch (der letzte!) mit lokal eingebrachten antibiotika in form von nasenspray oder einlagen (systemisch, also oral genommen, wirken viele antibiotika nicht so recht auf sachen mit knöcherner beteiligung)...das will ich auch mit dem HNO am montag besprechen.
hat das vielleicht mal jemand von euch angewendet oder verschrieben bekommen..? wie hat es gewirkt..?

wäre dankbar für ein bischen input zwinker

schönes wochenende allerseits winken


  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   Dana_Scully
schrieb am 19.06.2010 14:45
Zu der OP kann ich nix sagen.

Nasennebenhöhlenentzündungen kenn ich aber leider auch.

Da du ja vom "Fach" bist, denke ich ja schon dass schonmal eine Kultur angelegt wurde, um den Keim
zu bestimmen und gezielt ein AB zu verarbreichen.

Gut helfen tut mir immer ein kortisonhaltiges Nasenspray (es gibt freiverkäufliche, werden meist bei Allergien
verwendet - oder stärkere die der HNO aufschreibt). Ich denke dass das auch bei einer chronischen NNH hilfreich
wäre.
Meine letzte sich im Anflug befindliche NNH hab ich mit diesem freiverkäuflichen Kortisonnasenspray und der doppelten
Dosis von Sinupret forte erfolgreich abgewehrt. Gut bei mir ist nix chronisch (wobei ich dank monatelanger Allergie leider
von Nasenspray abhängig bin).
Nasendusche soll auch sehr gut sein, auch bei chronisch. Dazu hab ich mich aber auch noch nicht überwinden können - aber
bevor ich mich operieren lasse....

Ja und das Immunsystem sollte natürlich auch gestärkt werden, mit Ecchinacea z.b.

Rotlicht mache ich dann auch immer, Inhalieren mit Meerwasser (geht aber nur kalt in einem Gerät)

In der Apo haben sie mir letztens "Angocin" empfohlen, dass ist kein AB soll aber genausogut wirken.
Für mich ist ein AB immer das allerletzte Mittel, was ich nehme.

Ich weiß jetzt halt nich was du von diesen Dingen schon durch hast, aber vielleicht ist ja nochmal eine Idee dabei.

Ich wünsch dir gute Besserung


  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   Emily
schrieb am 19.06.2010 16:47
Ehrlich? Ich würds nicht machen lassen. Vor etlichen Jahren stand was ähnliches mal bei mir zur Debatte (mit einer langen Nadel in die Nebenhöhlen rein... keine OP, sondern einfach so in der Sprechstunde, war damals üblich). Der HNO hat es dann bleiben lassen, weil ich beim Anblick der Nadel so blass wurde crazy. Später hat mir mein Hausarzt gesagt, dass er davon nichts hält. Er sagt, wenn man dem Körper einmal "die Arbeit abnimmt", verlernt er, mit sowas selbst fertig zu werden und man muss diese Eingriffe dann immer wieder machen. Damals hab ich gedacht er übertreibt, inzwischen kenne ich ein paar Leute, die das mal haben machen lassen und die sitzen heute mit schöner Regelmäßigkeit beim HNO, der die Nebenhöhlen aufsticht oder aufmeißelt, keine Ahnung. So genau will ichs gar nicht wissen *grusel*.

Ich hab immer noch sehr oft vereiterte Nebenhöhlen, eigentlich bei jedem Schnupfen, aber es vergeht - ohne AB - schnell von alleine wieder. Ich trinke dann viel Tee, nehme ein paar Tage lang regelmäßig Sinupret, ein abschwellendes Nasenspray und ein Schmerzmittel und gebe so weit wie möglich Ruhe... eklig ist es immer, aber ich komm ganz gut klar.

Bei dir kann die Sache ganz anders liegen, das ist jetzt nur meine ganz persönliche Erfahrung damit. Aber prinzipiell finde ich den Ansatz meines Hausarztes, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren statt sofort einzugreifen schon ganz gut... bis zu welchem Punkt man das vertreten kann, steht auf einem anderen Blatt. Kannst du dir vielleicht von einem anderen Arzt noch eine weitere Meinung einholen?


  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   Deborah
schrieb am 19.06.2010 17:08
Ich hatte einige Jahre lang sehr starke Probleme, diese ganzen ABs haben gar nichts gebracht, nur meinem Immunsystem geschadet. Ich weiß, du hältst nichts von Homöopathie, aber ich habe mir tatsächlich die von dir beschriebene Immunstimulation in Spritzenform geben lassen. Schon nach der ersten Stimu ging es bergauf. Seitdem mache ich das jedes Jahr im Herbst und bin seit zwei bis drei Jahren beschwerdefrei.

Außerdem benutze ich in der nasskalten Jahreszeit regelmäßig eine Nasendusche. Ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber hilfreich. Und wir fahren jedes Jahr an die Nordsee, die mögen wir sowieso und das Klima tut wirklich gut, egal zu welcher Jahreszeit.

Bevor ich diese fragwürdige OP über mich ergehen lassen würde, würde ich erst mal alle Alternativen ausprobieren ...


  Werbung
  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   Mariesche
schrieb am 19.06.2010 18:17
Bzgl. NNH kann ich dir leider nur wenig sagen, da keine persönliche Erfahrung. Meine Stiefma hat allerdings auch immense Probleme damit und hat ALLES durch. Nichts hilft wirklich, allerdings hält sie es wenigstens eine Zeitlang immer mit Nasenduschen und irgendeinem pflanzlichen Nasenspray im Zaum. Sie erwägt jetzt eine OP.

Ich selbst habe mir vor 2 Jahren die Nasenscheidewand richten lassen, da ich durch das linke Nasenloch mitllerweile gar keine Luft mehr bekam und sämtlicher Fluss darunter litt. Op: klaro nix gemerkt. Schmerztherapie ist ja mittlerweile so weit, dass man direkt nach OP Mittel gibt (waren glaube ich ganz normale ibu-irgendwas). Ich hatte KEINE Schmerzen, auch nicht nach Absetzen der Medis. Auch das gefürchtete Ziehen der Nasentampons war (bis auf meine Angst) total locker, weil diese jetzt so schön beschichtet sind, dass sie einfach nur flutschen zwinker.

Fakt war aber auch, dass die 2 Wochen Schonzeit nach OP nötig waren. Mit Kind such dir da lieber Unterstützung.

2 Monate nach der OP hatte ich das Gefühl, endlich ist alles so, wie es sein soll und habe es nicht bereut.

Egal was und wie: gute Besserung. So viel AB geht ja echt gar nicht. Mal ab davon, dass es ja auch immer lästig und schmerzhaft ist!

Alles Gute,


  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   Blüte
schrieb am 19.06.2010 18:20
Huhu,

ja, ich hab Erfahrungen damit, wurde letzte Woche gemacht. Nebenhöhlen aller Art (Kiefer, Siebbein, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle, wirklich alles) und Nasenscheidewand.

Von Langzeiterfahrungen kann ich daher nicht berichten.

Eine knappe Woche KH, Schmerzen nachher waren erträglich, brauchte insgesamt nur zwei Schmerzmittelgaben. Etwas fies sind die Tamponaden, geht aber auch. Sind ja nur zwei Tage.

Sagen wir mal so: Bei mir war alles komplett zugewuchert, Geruchssinn und Geschmackssinn waren weg, der Operateur war ziemlich beeindruckt, welche Gewebemengen er da zutage gefördert hat. Nasensprays mit Cortison, Nasendusche usw. helfen da nichts mehr. In sämtlichen Nebenhöhlen war keine Luft mehr.

Die Nachsorge ist mit dem ständigen Absaugen beim HNO, den ständigen Spülungen und Emulsionen zu Hause etwas aufwändig, aber schon 1,5 Wochen nach der OP rieche ich ab und an mal was und manchmal schmecke ich auch etwas.

Jetzt in der Nachsorge kann man mit alternativen Methoden, Cortisonsprays, Nasendusche usw. mit Glück verhindern, dass es nicht mehr chronisch wird, dabei soll ja auch die veränderte Anatomie (Nasenscheidewand sowie Fensterung der Kieferhöhlen) beitragen. Ob es das tut, wird die Zeit zeigen, nur ohne die OP hätte ich auf Besserung keine Chance gehabt und insofern sage ich schon jetzt, dass es sich gelohnt hat.

Vorher half kein AB mehr, Cortison auch nicht und ich hatte bereits Asthma entwickelt, so dass ich nur noch mit Cortisonsprays existieren konnte. Das Thema Selbstheilungskräfte war bei mir sowas von durch, ebenso wie alle alternativen und konservativen Therapien.

Seit der OP, sprich seitdem kein Eiter mehr auf die Bronchien tropft, ist die Husterei vorbei, allein DAS war es mir wert.

Alles Gute,

Blüte

Nachtrag: Mariesche hat recht, fit ist was anderes, jetzt 1,5 Wochen nach der OP. Normalerweise ist man 3 Wochen nach der OP krank geschrieben, ich arbeite aber wieder (selbständig), geht zwar auch, aber schwer. Und ich habe Hilfe im Haushalt und mit dem Kind, das leider auch krank ist. Da muss man etwas geduldig sein, was mir extrem schwer fällt.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.10 18:35 von Blüte.


  Re: NNH-OP...Erfahrungen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 21.06.2010 19:28
ihr lieben,

vielen herzlichen dank für eure erfahrungen und eure meinungen zu meinem problemchen zwinker

ich war heute bei DEM HNO ... bei aller sonstigen kritik am system und auch an ärzten - das war ein guter Ja

was hat er gemacht? genau zugehört, präzise diagnostiziert und zielgerichtet bis jetzt therapiert.

ich habe 2 neue nasensprays ... eins ist eine mischung aus abschwellendem zeug zwinker und für den dauereffekt ein bischen kortison dazu. das andere ist ähnlich, ohne kortison aber mit lokal äußerst wirksamem antibiotikum.

ein schädel-CT steht an (röntgen ginge auch, aber das CT wäre bei ähnlicher strahlenbelastung wesentlich aufschlußreicher, was die feinheiten der ganzen strukturen des gesichtsschädels angeht...wowi zwinker)

allergie test wurde gleich gemacht ... und meine testwerte für diverse hausstäube haben die skala nach oben verlassenn Ohnmacht. platt gesagt: das nächste staubsaugerbeutel tauschen kann den anaphylaktischen schock auslösen ... nicht prickelnd, aber gut zu wissen. so ein notfallset habe ich jetzt auch.

dann habe ich noch schonbezüge für die bettwäsche und die matratzen bekommen - für unser bett und fürs kinderbett, weil ich ja da auch manchmal schlafe.

die OP zu korrektur des nasalen innenlebens ist auch immer noch eine option, wenn das CT dann ausgewertet ist.

alles in alllem: endlich mal ein doc, der einem nicht nur nasenspray auf einen grünen zettel schreibt und einen dann in den umlauf schickt, sondern ein echt guter doc. ich war beeindruckt (was nicht leicht ist grins).




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2022