Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    Gleitgel bei Kinderwunsch: Machen Preseed, Ritex und Prefert schwanger? neues Thema
   Schwangerschaftsraten und Follikelgröße bei Clomifen
   Pimp my eggs ? Eizellqualität verbessern: Was kann man selbst tun?

  Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   KellyBundy
schrieb am 14.06.2010 20:29
Hallo und allen einen schönen Abend winken

Im Kindergarten lag heute ein Flyer aus, daß anch den Sommerferien ein Englischkurs in den Räumlichkeiten des Kindergartens angeboten wird für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Klingt sehr interessant. Alles zunächst sehr spielerisch.

Ich hätte meine Tochter (jetzt 3) gern mit englisch als Zweitsprache aufwachsen lassen, aber ich spreche nicht mehr unbedingt "fliessend". Mein Englisch ist noch immer gut, aber eben nicht so gut, wie es bei Muttersprachigen Engländern der Fall ist. Daher hab ich´s dann auf Anraten von englischen Freunden gelassen.

Frage mich nun jedoch, ob es sinn macht, sie in so einem Kurs anzumelden. Englisch ist ja nunmal wichtig und sinnvoll es gut sprechen zu können. Aber bringen den kindern solche Englischkurse in dem Alter schon wirklich was? Wie sieht es dann später in er Schule aus? Hier wird Englisch erst in der (ich glaube) 3. oder 4. Klasse begonnen. Was wäre also mit der Zeit zwischen 6 und 9 Altersjahren? Bleibt überhaupt was hängen vom gelernten bis zum Beginn des Englischunterrichts in der schule? Andersrum, "langweilen" sich Kinder, die solche Kurse besucht haben dann nicht vieleich im beginnenden Englischunterricht?

Ich kenne leider keinen, deren Kind einen solchen "Früh-Kurs" mit seinen Kindern gemacht hat und dachte daher, ich frag Euch mal nach Eurer Einschätzung...besser noch, nach Erfahrungen, falls ihr welche habt.

Der Kurs würde 30 Euro kosten und beinhaltet einmal wöchentlich 45-60 Minuten Unterricht.


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   Enita
schrieb am 14.06.2010 22:02
Ganz ehrlich? Dabei kommt nix raus, ja vielleicht ein paar englische Kinderlieder/reime und die Tatsache, mal Englisch gehört zu haben - Aber das war's.

Irgendwie wird oft überschätzt, wie schnell Kinder eine Sprache lernen. Sie lernen Sprachen vor allem dann schnell, wenn es die Umgebungssprache ist und/oder sie im Alltag präsent ist. Beides trifft hier nicht zu. Einmal pro Woche eine Stunde eine andere Sprache hören bringt nix fürs Englischlernen. Kann sein, dass es ihr Spaß macht, aber mach Dir bloß keine Hoffnungen, dass sie tatsächlich richtig Englisch lernt.

Es gibt z.Bsp. auch Untersuchungen zu Grundschulenglisch (was ja länger und regelmäßiger unterrichtet wird) und dabei kam raus, dass die Kinder auf der weiterführenden Schule keinerlei Vorsprung gegenüber den haben, die erst dann mit Englisch beginnen.

Aber für 30 Euro kannst Du's ja mal austesten, aber habe lieber keine allzu großen Erwartungen.

Liebe Grüße

Enita


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   KellyBundy
schrieb am 15.06.2010 07:21
Vielen Dank knuddel

@Enita: Genau so hätt ich´s befürchtet. "spielerisch" kriegt sie´s auch zuhause mit. da mach ich schon selber viel. Wir singen in Englisch, machen Kinderreime, ich rede viel mit Ihr auf Englisch, anhand von Karten bringe ich Ihr spielerisch Tiere bei usw. Wie gesagt, mein Englisch ist wirklich gut, aber eben nicht die Muttersprache.

Anhand von tulli´s antwort scheint es mir, als wäre der Englischkurs nichts anderes als das, was wir eh schon zuhause machen. Dann wär´s nichts für uns. Hätte mir mehr erhofft.
Danke ganz lieb für Eure Antworten smile


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 15.06.2010 07:30
meine tochter bescuht frühenglisch bei helen doron im kiga seit 1,5 jahren.

seit einiger zeit wohnen wir unter rein englisch-asiatischsprachigen kindern grins (null deutsch)

sie spielen zusammen und es ist spannend zu sehen, wie sie sich unterhalten. oder wie maus erklärt:

ich bring dir ein paar deutsche worte bei. HORSE ist PFEEEERD, sprich mal PFEEERD grins

es ist schon hilfreich, aber nicht so wie bei "englisch für rentner" in der volkshochschule. also sie lernen themenfeldbezogene wörter, lieder, den klang der sprache - aussprache ist super, ohne schreiben zu können Ja

der SPASS kostet natürlich was schweigen das ist der einzige nachteil. aber ich würds immer wieder machen .

musikalische frühdingens im kiga haben wir hingegen nach 4 mal abgemeldet. auf hölzchen kloppen war dann doch eher nix zwinker


  Werbung
  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   lucky*3
schrieb am 15.06.2010 07:53
ich den Großen im KiGa für Englisch angemeldet, damals hat das gerade begonnen, sie wissen dann die Zahlen, Farben, ein paar Tiere, die Sonne usw. -

Hier ist ab der 1. Klasse dann Englisch in der Grundschule. Die ersten beiden Klassen wird nichts geschrieben, nur geredet, gemalt, gesungen - das ist manchmal furchtbar zäh, denn soooo viel kann man da auch nicht machen als auch wieder die Zahlen, die Farben usw. - viel malerei eben!

Erst jetzt in der 3. Klasse dürfen die ersten Wörter geschrieben werden, aber auch nur Wörter die irgendwo stehen, die man erkennen muß und richtig abschreiben, das ist alles was die nach drei Jahren Englisch in der Grundschule machen.

Also 'bringen' für die Schule tut das überhaupt nichts. Es ist einfach ein bischen Abwechslung zum KiGa-Alltag. Meine beiden kleineren laß ich das Englisch übrigens nicht machen, die Zeit sollen sie lieber draussen spielen.


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
avatar    Nordsternchen
schrieb am 15.06.2010 09:00
Hmm.. Jonna hat eine Zeitlang auch Englisch in der Abracadabra-School besucht. DAs war allerdings nicht in ihrem Kindergarten sondern ine inem anderen in der Stadt - Beginn eine Viertelstunde nachdem bei unserem Kindergarten Schluss war - also sehr knapp.

Ich habe sie angemelde,t weil sie es unbedingt selber wollte. Wir wollten nach Indien, sie wusste, dass dort viele Menschen Englisch sprechen udn sie wollte es lernen. Parallel hat sie viel englische Worte nachgefragt, bei englischen Liedern mitgesungen etc., darum habe ich sie angemeldet.

Es hat ihr sehr viel Spaß gemacht, sie hat auch vereinzelte Worte gelernt, die aber nicht großartig hängen geblieben sind. Ab und zu fällt ihr nochmal was ein. Aber von dem halben Jahr, in dem sie mitgemacht hat, ist nicht allzuviel übrig geblieben. Ich denke, wenn wir tatsächlich dann nach Indien geflogenwären und sie es hätte anwenden können, wäre das vielleicht noch anders gewesen.

Es war uns dann einfach zu stressig wegen der Viertelstunde Zeit zwischen den beiden Terminen, es gab jede Woche Streit und sie hat getrödelt, obwohl sie eigentlich unbedingt zum Englisch wollte. Also haben wir es gelassen. Aber schlecht fand ich es nicht.


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 15.06.2010 09:15
ich hab jetzt die anderen Antworten nicht gelesen, aber Lara macht auch seit letztem Herbst so einen Kurs im Kiga und hat super viel Spaß dabei

alles ist ganz spielerisch mit singen, spielen, basteln, malen

sie lernen zählen, Tiere, Farben etc
kleine Sätze

und sind total stolz, was sie schon alles können!

Ich würds immer wieder machen

wir werden evtl nach den ferien, wenn Lara in die SChule kommt, versuchen eine Gruppe für die Schulanfänger vollzubekommen (Nordsternchen, wie is es bei euch - Lust?), weil es schade wäre, das aufzugeben

kostet bei uns übrigens 18€ für 1x wöchentlich 60 Minuten in der gruppe mit 8-10 Kindern


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   jelena71
schrieb am 15.06.2010 09:30
Hallo,
ich bin befreundet mit Leuten, die diese Kurse im KiGa anbieten, also als "Lehrerinnen".
Die sagen selber, dass der Unterricht nichts bringt, um die Sprache zu lernen. Das passiert dann in der Schule. Aber es bringt etwas, um ein positives, offenes Verhältnis zum Sprachenlernen zu fördern. Die Kinder gehen völlig offen und ohne Angst, Fehler zu machen, an die Sprache ran. Anders als in der Schule, wo es direkt um Noten etc. geht. Sie können hinterher nicht viele Wörter, bzw. verlernen sie schnell wieder. Aber sie "spielen" mit der Sprache, kapieren so unbewusst, dass es verschiedene Sprachen gibt, dass es Spaß macht, sie auszuporbieren etc. Daher kann es schon sinnvoll sein.
Allerdings schreibst du, dass ihr auch schon viel zu Hause mit der Sprache "spielt". Dann glaube ich, braucht ihr den Kurs im Kiga vielleicht gar nicht.
Gruß, Jelena


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 15.06.2010 09:46
hallo,

meine kleine zählt auf englisch, kann die farben und versucht sich an sätzen - ohne sprachkurs smile
einige begriffe sind in englisch eher präsent als auf deutsch ... catarpillar, butterfly, body, soft, cleaning hands etc ... auch singt sie auf englisch (twinkle little star etc) und versucht sich an selbstgemachten reimen ...

ich spreche englisch auch fast wie ein muttersprachler, durchgängig sprachpraxis fehlt aber leider.

wir empfangen BBC ... daher gibts bei uns statt kika eben auch oft CBeebies zwinker
sachen wie "nina and the neurons" oder "chuggingtons", "nightgarden", "64 zoolane" etc finde ich sehr nett und kindgerecht ... haben selbst die programmchefs beim kika erkannt und senden einige der sendungen vom BBC jetzt übersetzt auf kika zwinker

von den kursen halte ich wenig bis nichts ... es sei denn, es macht spass und ist vom kind explizit so gewollt.

wenn ich bedenke, wie und wo ich englisch gelent habe, dann fällt mir die schule nicht als erstes ein grins

bei sprachen ist es, finde ich so, dass man grundlegend interesse und talent (ein öhrchen fürs ungewohnte) haben muss.
vokabeln und grammatik pauken ist eher sekundär wichtig - man merkt sie sich eh, wenn sie einem wichtig oder sinnvoll erscheinen.
wenn sich der schalter im kopf umlegt und man anfängt sich in der anderen sprache zu hause zu fühlen (darin träumt ... passiert mir manchmal) dann bringt das mehr als alle unterrichtsstunden zusammen.
ich hatte E-leistungskurs und auch ein grundstudium SEK 1+2 ... verblasst alles gegen tägliche sprachpraxis im land mit muttersprachlern.

daher meine grundlegende skepsis gegen diese sprachkurse...


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   Enita
schrieb am 15.06.2010 10:00
Ich bin Übersetzerin, habe in mehreren Ländern studiert und behaupte, dass ohne Grammatik und Vokabellernen normalerweise gar nichts geht.

Ja, das klingt so schön "im Land sprechen und alles aufschnappen" - Dabei kommt aber oft nur die typische "Gastarbeitersprache" heraus. Es sei denn, man ist ein Kleinkind, die können das nämlich tatsächlich. Aber Erwachsene kommen nur sehr, sehr selten zu einer guten Sprachkenntnis, wenn sie Grammatik links liegen lassen. Sicher, man kann sich dann irgendwann gut mit den Leuten unterhalten, träumt vielleicht auch mal in der anderen Sprache, aber wenn's ans Lesen geht, an höhere Sprachniveaus als die alltägliche Umgangssprache und vor allem ans Schreiben - Dann treten die Defizite klar hervor.

Und klar, redet ruhig weiter ein bisschen Englisch mit Euren Kindern, aber man bringt den Kindern den eigenen Akzent und die eigenen Fehler bei (und beides hat/macht man als Nicht-.Muttersprachler!) und das ist kaum wieder rauszubekommen. Ich bin da immer sehr vorsichtig, ich glaube, wir sind alle so darauf erpicht, dieses berühmte "Sprachenlernfenster" nur ja nicht zu verpassen, dass viel Unnötiges gemacht wird.

Und noch was: Fremde Sprachen erleben die meisten Kindergartenkinder doch sowieso täglich, zumindest unser Kindergarten hier ist seeeeehr international, 100% deutsche Kinder kann man an einer Hand abzählen. Wenn's also darum geht, andere Kulturen und Sprachmelodien kennen zu lernen, dann einfach mal Augen & Ohren im Kindergarten auf zwinker

Ach und bitte nicht missverstehen: Ich bin nicht prinzipiell gegen diese Sprachangebote, ich glaube aber, dass in letzter Zeit ein bisschen ein Aktionismus entstanden ist und der Förderanspruch an die Kleinen sehr stark gestiegen ist und dadurch viel zu hohe Erwartungen geweckt wurden. Daher finde ich, man sollte diese Erwartungen auf ein realistisches Niveau senken.

Liebe Grüße

Enita


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   *Räubermädels*
schrieb am 15.06.2010 10:15
Ich hänge mich - mit Ausnahme des multikulturellen KiGa, den haben wir (leider) nicht - 100% an Enita an!!

winken
Nele


  Re: Englischkurs für die Kleinen. Hat jemand Erfahrung?
no avatar
   Deborah
schrieb am 15.06.2010 10:24
Hier ein interessanter Link dazu:

[www.bibernetz.de]


  Re: Hab das selbst ein paar Jahre lang gemacht
no avatar
   Margarethe2
schrieb am 15.06.2010 10:35
Also, ich hab das selbst ein paar Jahre lang gemacht (bin quasi muttersprachlich, weil bilingual aufgewachsen). Meine Erfahrung war durchaus positiv. Es geht wirklich hauptsächlich darum, dass die Kinder ein Gefühl für die Sprache bekommen, für die Melodie und Freude daran haben. Gerade das (Gehörbildung) sollte aber möglichst früh geschehen. Die sprachbegabten Kinder hatten die Sprachmelodie auch sehr schnell im Ohr und auch einen guten Akkzent.

Was ich unbedingt empfehlen würde (und entschuldigt, wenn das überheblich klingt - es gibt sicher auch sehr gute Englischlehrer mit gutem Akkzent), wäre die Kinder in diesem Alter bei einem Nativespeaker lernen zu lassen. Ich hab damal, bevor ich angefangen habe, recht viel bei den Kollegen hospitieren müssen und mir hat es (als Nativespeaker) weh getan zuzuhören, wie die Kleinen sich gleich von Anfang Englisch mit (fremdsprachigem) Akkzent aneignen. Daher hab ich meine Kinder dann nicht die Englisch-Frühforderung im Kiga machen lassen, sondern versucht das zu Hause und über meine (englischsprachige) Mutter anzubringen. Wenn das also ein Nativespeaker macht, dann denke ich, ist es eine gute Idee und eine lohnenswerte Ausgabe und feit vielleicht sogar ein wenig vor möglichen schlechten Akkzenten späterer Englischlehrer in der Schule.
Einen lieben Gruß
m.


  Re: Hab das selbst ein paar Jahre lang gemacht
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 15.06.2010 10:47
Das finde ich überhaupt das wichtigste: Hören lernen! Im Entwicklungsgespräch wurde mir berichtet, dass die Sprache von Mini in dem einen Jahr noch wesentlich klarer geworden ist. kein Lispeln mehr, nix. Nein, wir waren nicht zur Logo - wie alle anderen irgendwie.

Englisch mit - zugegebener weise - Nativespeaker bringt ganz viel.

Wie Musik HÖREN, klassische. Der Schritt zum Summen ist dann ein leichtes.

Die meisten Kinder HÖREN gar nicht mehr hin. Nicht, wer WAS sagt, welche Tonlage, nix. Dadurch kommt es zu weitreichenden Miss-(Un-)verständnissen.

Aber eben bitte keinen deutschen Englischlehrer mit Migrationshintergrund aus Neapel zwinker das ist dann Trappatoni-Englisch LOL


  überhaupt kein Druck und keine Noten
no avatar
   lucky*3
schrieb am 15.06.2010 11:04
zumindest bis einschl. 3. Klasse in BW -




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2021