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  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
avatar  PonyHütchen
Status:
schrieb am 27.11.2009 13:21
schau mal hier, als grober Anhaltspunkt:

Zitat

Mein Kind mit 4,5 Jahren

Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenem Tempo. Hier finden Sie eine Liste mit Mindestanforderungen, die Ihr Kind mit 4, 5 Jahren erreicht haben sollte. Ist dies nicht der Fall, könnte eine spezielle Förderung notwendig werden. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Kinderarzt.

Optische Wahrnehmung

* Ordnet 5 Tierpaare
* Erkennt Verkleinerung
* Imitiert Beiddaumstreckung

Handgeschick

* Legt Z mit 3 Hölzern
* Schmiert Brot allein
* Zeichnet Kreuz ab

Körperkontrolle

* 30 m Schnellauf, 15 Sek.
* 5 x Seitensprünge über Linie
* Standweitsprung, 50 cm

Sprache

* Wiederholt 5-Wortsatz
* Sagt, was es heute tat
* Bentwortet 3 Zweckfragen

Akustische Wahrnehmung

* Versteht: dünn/dick, gerade/krumm
* Versteht: mehr/am Meisten
* Merkt einstellige Zahl für 1 Minute

Sozialkontakt

* Ißt völlig allein
* Geht allein zu Nachbarn
* Nennt Namen und Adresse

Quelle: klick


  mach dich jetzt noch nicht verrückt
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  Claudi
schrieb am 27.11.2009 14:07
Hallo Greta,

mir ging es mit der Kleinen so wie dir. Motorisch war sie schon immer superfit aber alles andre - grausam.
Sie kam jetzt in die Schule und malte vor 1 Jahr noch Kopffüssler, hatte null Interesse an Buchstaben und Zahlen. Im Kindergarten beruhigte man mich, jedes Kind hätte sein Tempo. Trotzdem sprach ich genau vor 1 Jahr mit der Kinderärztin. Maus brauchte schon immer etwas länger, die U-Untersuchungen wurden immer ca. 6 Monate später bei ihr gemacht. Ich bekam ein Rezept für Ergotherapie und dort wurde sie getestet. Sie entspricht total der Norm - genau in der Mitte. Sie ist ein durchschnittliches Kind und ich war überglücklich. Die 10 Therapiestunden hätte sie nicht unbedingt gebraucht, aber da unser Kindergarten mit Vorschulkindern nicht viel machte, war das eine gute Schulvorbereitung.
Ihr gefällt es gut in der Schule, sie lernt mit Freude und es war ihr noch nie langweilig (im Gegensatz zum Großen damals, der halt schneller begreift). Sie wird mehr üben und lernen müssen als ihr Bruder.
Greta, ich würde jetzt noch nichts machen, aber evtl. wie ich im Jahr vor der Einschulung einen Ergotherapeuten aufsuchen.

Gruß,


  was ist denn das:
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 27.11.2009 14:14
Zitat

Ordnet 5 Tierpaare
Erkennt Verkleinerung
Imitiert Beiddaumstreckung

ömmm - ich peils nicht, DAS könnte ich auch nicht Ich hab ne Frage weil ich nicht weiß, was gemeint ist Ich hab ne Frage

Fehlen tut also:


Merkt einstellige Zahl für 1 Minute
* Geht allein zu Nachbarn (würde ich nie erlauben, GEHT allein zu Nachbarn... in Berlin Ohnmacht )
* Nennt Namen und Adresse (Namen schon, Adresse??? Nä. habe ich ihr nicht beigebracht.)
* 5 x Seitensprünge über Linie (hoffentlich macht das der Doc vor - ICH weiß auch nicht, was gemeint ist grins )


Naja, der REst ist normal.


  Re: was ist denn das:
avatar  PonyHütchen
Status:
schrieb am 27.11.2009 14:40
Ordnet 5 Tierpaare: also z.Bsp Kuh - Kälbchen, Huhn - Kücken, Schaf - Lamm

Erkennt Verkleinerung: etwas erkennen, was kleiner ist als der gezeigte Gegenstand

Imitiert Beiddaumstreckung: was das nun sein soll Ich hab ne Frage Daumen hoch vielleicht?

Das mit dem Nachbarn fand ich auch gut ROFL
Seitensprünge sind, wenn du eine Linie hast und daneben stehst und links/rechts hüpfst.

Aber ich denke wirklich trotzdem, das L. völlig normal entwickelt Ja ist und du dir keine Sorgen machen musst. Nein Und wenn, dann werden die dir im Kiga schon was sagen oder der Doc. Ich denke, es wird heutzutage viel zu viel von den Kindern erwartet. Schule ist dazu da, um dort rechnen, lesen, schreiben zu lernen, wers vorher kann ist schön, wer nicht ist auch nicht schlimm. Es wird eh beim Urschleim angefangen grins


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  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
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  Tigerin
Status:
schrieb am 27.11.2009 14:43
Hallo Greta,

vielleicht hat Dein Kind schlichtweg kein Interesse an Zahlen. Ich war auch so ein Kind dem Zahlen völlig wurscht waren, und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Telefoniert Deine Maus gerne? Wenn ja, und wenn Du unbedingt übern willst, gib ihr das Telefon und verrate ihr Omas Nummer, oder die von anderen Personen, mit denen sie gerne telefoniert.


  telefon ist ein guter Tip
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 27.11.2009 15:04
grins also: Omas Nummer aufschreiben, abtippen lassen. Dann Omas Nummer ansagen, abtippen lassen grins

Und : wohl dem, der eine Flatrate hat zwinker


  jetzt mal ein bisschen provokant:
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  Berenike
schrieb am 27.11.2009 16:29
mit deiner Vorgeschichte und dem, was du von deinem Cousin weisst:
warum nimmst du dann nicht die U-Vorsorge-Untersuchungen wahr?
Genau dafür sind sie nämlich da.
Und bevor du dich hier von vermeintlichen Erfolgsstorys irritieren lässt: geh zum Kinderarzt und sprich mit ihm.
Er soll die U-Untersuchung nachholen, notfalls zahlst du selber oder du lässt dir was einfallen, das eine gezielte Untersuchung rechtfertigt. Kein Kinderarzt wird dich wegschicken.


By the way: meine Mädels konnten mir 4,5 Jahren definitiv noch nicht lesen und zählen.
Sie konnten nur wunderbar spielen und sich streiten.

Lesen lernten sie in der ersten Klasse, wenn sie soweit ist, geht es schnell.

..und nu gehen beide auf weiterführende Schulen, man versäumt also nichts, wenn sie erst in der Schule zeitgemäß unterrichtet werden.


  Re: jetzt mal ein bisschen provokant:
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  gelöschter User
schrieb am 27.11.2009 16:41
hm, ich habe ZWEI mal bei meinem Doc gefragt, und jedes mal wurde gesagt: ne - ist jetzt zu spät, das war da im Juni - im Mai hat sie Geburtstag. Im Mai waren wir aber nicht zur Usowienoch. Weil wir dauernd weg waren. Also: es ging nicht, die Sache nachzumachen.

Und ich geh jetzt auch nciht wegen sowas zum Doc und hol mir SG oder NORO schweigen

Dann warten wir halt bis zur nächsten U im Mai.


  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
no avatar
  Mori
schrieb am 27.11.2009 17:05
Hallo Greta,
ich versteh Deine Sorgen ... man möchte schon gern wissen: klappt es, wenn alle es lernen, mit dem Mitlernen ... oder doch nicht?!?
Vor allem, wenn man in der Familie schon Beispiele hat ... ABER: selbst WENN etwas sein sollte, möchte man doch hoffen, daß die Förderung heutzutage besser und früher einsetzt ... auch wenn man sich als Mama mitunter drum schlagen muß Hammer
Hab grad die Tage mit einer Bekannten im Brandenburgischen gesprochen ... die Tochter ist jetzt in der 4. Klasse, und schon am Ende der 1. Klasse war der MUTTER klar, daß da wohl was sein muß in Richtung Lese-Rechtschreib-Schwäche ... Lehrer: nö, alles kein Problem.
In der 2. Klasse hat Mutter dann gedrängelt (auch alleinerziehend, zwei Kinder, Sohn wieder andere Probleme, voll berufstätig... nu red mal dauernd mit Lehrern...): Kind wurde dem Schulpsychologen vorgestellt. Nö, da ist nix. Zum Halbjahr sah am es dann auch an den Schulnoten ... alles prima, es sei denn, sie mußte etwas lesen oder schreiben.... und das betrifft irgendwann (fast) alle Fächer...
Jetzt hat sie es endlich geschafft, daß die Tochter seit September speziell gefördert wird, es wurde von zwei Stellen zweifelsfrei LRS festgestellt ("warum sind Sie denn nicht eher gekommen" ) - allerdings muß sie das selbst bezahlen.......

Normalerweise würde ich ja sagen, ihr habt ja noch viel Zeit ... aber dank der Berliner Früheinschulungspolitik ist es ja nun doch nicht mehr ganz ein Jahr ... da KANN sich zwar noch viel tun ... aber wenn nicht?!? KEINE Vorschulförderung?!? Na supi ... hier gibt es zwar auch nur EINE Stunde wöchentlich speziell für Vorschulkinder ... aber in den altersgemischten Angeboten machen sie ziemlich viel in Richtung Formen, Farben, Zahlen, kleine Experimente...

Ich weiß schon genau, warum ich nicht nach Berlin "rein"ziehe, bzw. hoffe, daß die Politik (wie schon mal angedroht) hier in Brandenburg nicht auch noch die Beschulung für alle, die im gleichen Jahr noch FÜNF werden einführt ... weil, ich find es echt eine Katastrophe.

Ich halte meinen Bengel für durchaus schlau ... ja, er kann Zahlen lesen und auch ... nun ja, einigermaßen lesbar malen (mindestens 110 und 112, so wichtige Sachen halt zwinker ) ... aber ich habe es nie drauf angelegt, weil: er hat ja noch VIEL Zeit! Das einzige, was ich mache: WENN er Zahlen/Buchstaben malt, übe ich mit ihm Reihenfolge und Richtung der Striche.
Der Sohn meiner Freundin ist da böse auf die Nase gefallen - er hatte sich sämtliche Buchstaben (früh) selbst beigebracht, und hatte bei Einführung der Schreibschrift große Probleme, weil er einen ganz anderen Bewegungsablauf drin hatte - und inzwischen ist er 4. Klasse und mit dem Schreiben, z.B. bei Arbeiten/Diktaten, immer hinten dran ...

Benedikt hat die Zahlen ganz "aus Versehen" ratz-fatz im Kiga gelernt - die haben nämlich pfiffigerweise sämtliche Treppenstufen mit großen bunten Zahlen durchnummeriert - von unten nach oben und von oben nach unten, jeweils auf der rechten Seite (so sehen die Kinder auch, auf welcher Seite sie laufen müssen, um die Gegenrichtung nicht umzurennen....). Da haben wir fast immer beim Hoch- und Runtergehen die Zahlen mitgesprochen, er hat sie dabei gesehen - bingo!
Ich weiß, Euer Kiga ... aber vielleicht kannst Du denen das mal vorschlagen? Treppen mit Zahlen bekleben im Wohnhaus kommt sicher nicht so gut zwinker

Ansonsten: guck mal nach Heften mit "Schwungübungen", so etwas gibt es auf alle Fälle ... wg. Stiftführung ... sowas klappt aber mit Benedikt auch noch nicht so gut, aber Jungs und Schönschrift *ähäm*....
Ansonsten hab ich das hier gekauft und im Urlaub mal bissel gemacht ... für Buchstaben gibt es auch etwas ... ich glaub, ganz ähnlich (auch mit Pfeilen dran und Reihen zum Nachmalen der Zeichen - zwischendurch versch. Spiele) gibt es auch von der "Sendung mit der Maus"...

Zahlen mit Findus

Im Urlaub wollte Benedikt dauernd schreiben, hat auch eifrig Karten an Oma, Freund etc. geschrieben ... jedenfalls wenige Worte nachgemalt zwinker
Dann war das Thema mal wieder vorbei, und er kann auch nicht mal seinen Namen... nur "BEN" ... ansonsten mit Ansagen und beschreiben der Zeichen... aber wie gesagt, wenn erst 2011 Schule......

Zählen tut er auch immer ... hat mich auch genervt, weil ich irgendwie im Kopf hab, Kinder sollten etwa bis zum entsprechenden Alter (okay, bis zu einer gewissen Obergrenze zwinker ) jeweils die Anzahl überblicken können, wie sie alt sind ...
Neulich haben wir mal gespielt, Anzahl gleiche Gegenstände auf dem Tisch, Tuch drüber, nur ganz kurz weggezogen, und er sollte sagen, wie viel ... und siehe da, ging zwinker ... kann man sicher auch bissel trainieren. Überhaupt Mengen - was ist mehr? ... wenn DANN deutlich was auffällt, sie also fünf nicht mehr als zwei findet ... DANN sollte man vielleicht doch mal einen Fachmenschen fragen ... es gibt ja nicht nur LRS, sondern auch das gleiche für Zahlen/Mengen ... oder auch kombiniert...

Das ist dann noch lange keine geistige Behinderung, aber eben doch - wie meinetwegen Farbenblindheit - ein Hindernis, mit der Klasse mitzukommen, und man braucht ("nur" ) die richtigen Methoden, dann kann man damit auch umgehen.

Ja, es ist schwierig ... zwischen Gelassenheit (in der ersten Klasse wird es sicher noch ALLE Abstufungen von Schon-Wissen und Noch-gar-nicht-Können geben) und der doch manchmal nötigen Aufmerksamkeit, um eventuelle Defizite rechtzeitig zu erkennen ... den richtigen Weg zu finden.

lg Mori
(Ich hab über Stunden verteilt geschrieben, war immer wieder was ... hab nicht gelesen, was sonst inzwischen so geschrieben wurde)


  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
avatar  Nordsternchen
schrieb am 27.11.2009 17:46
Hmm... also zu den U-Untersuchunge hat man doch 3 Monate Zeit. Oder war das nur jetzt bei der U9 so? HAb das Heft grad nicht zur Hand. Bei uns ist es so, dass man den Termin mindestens 3 Monate im voraus verabreden muss, wenn wir dann im Mai nicht da gewesenw ären, hätten wir eben einen Termin für Arpil gemacht. Aber das ist jetzt zu spät.

Wenn du wirklich solche Bedenken hast, dann solltest du mit dem Kinderarzt reden. Wir hatten ja bei Jonna zeitweise den Verdachtauf ADS oder Hörverarbeitungsstörung. Ich habe beim Arzt angerufen, das Problem geschildert und gesagt, dass wir gerne einen Termin ohne das Kind hätten, weil ich es nicht gut finde, im Beisein das Kindes zu erzählen, was es alles nichtkann. Er hat uns dann ans Ende der Sprechstunde gelegt, damit mein Mann auch mitkann und wir Ruhe haben und dann haben wir unser Problem geschildert und anstandslos ein Rezept für die ERgo bekommen. Du sagst doch immer, dass dein Kinderarzt so toll ist, der machtdas dann bestimmt auch so, oder ?

Ansonsten sehe ich das - so aus der Ferne betrachtet - immer noch so, dass es im Rahmen ist (wobei ich deine Bedenken wegen der Vorgeschichte mit deinem Cousin auch verstehen kann. Aber Lenchen ist doch sonst eine pfiffige, so wie du si eimmer beschreibst?). Natürlich kann sie ihre Adresse nicht aufsagen, wenn du das nicht mit ihr geübt hast. Aber ich denke, wenn du das ein paar mal mit ihr übst, wird sie es sicher auch behalten. Man muss es immer nur interessant verpacken, die Idee mit der Telefonnummer istdoch super.
Eine Mutter hatte mirgestern erzählt, dass ihr Sohn nie die Punkte auf dem Würfel erkennen konnte. DA hat sie immre beim ABendbrot mit ihm geübt, ihm Wurstscheiben in Form der Würfelpunkte aufs Brot gelegt, mit Mayo oder Tomatenmark oder so Würfelpunkte aufs Brot gemalt.. das fand er total spannend und konnte es dann bald.
Spielst du mit ihr mal Spiele, wo sie das anhand des Würfels üben kann ?


  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
no avatar
  Emily
schrieb am 27.11.2009 17:46
Greta... dein Kind ist viereinhalb Jahre alt! Sie muss weder Zahlen noch Buchstaben können, zählen auch nicht. Jedenfalls nicht auf einen Blick Mengen erfassen, so wie du dir das vorstellst. Das kommt erst später. Unsere Tochter zählt auch die Karten ab, wenn ich sie frage, wie viele sie hat. Mit Lesen fängt sie jetzt begeistert an und schreiben tut sie auch ständig. Allerdings hat sie zwei große Brüder und kann es kaum erwarten, auch endlich in die Schule zu kommen und nicht mehr "das Kindergartenbaby" zu sein zwinker. Aber sie ist eben auch ein ganzes Jahr älter als deine Tochter!

Unser Großer konnte bei der Einschulung weder lesen noch schreiben noch sonstwas - abgesehen mal von seinem Namen zwinker. Er hat sich anfangs auch sehr schwer getan mit dem Lesen und Schreiben. Trotzdem ist der Knoten um Weihnachten rum geplatzt und am Schuljahresende waren alle Kinder der Klasse ungefähr gleich weit. Ob sie nun vorher schon viel konnten oder nicht.

Wenn du magst, gib ihr mal ein Vorschul-Übungsheft. Vielleicht mag sie sowas ja. Unser Großer hat die Dinger gehasst, der Kleine hat sie geliebt und abends sogar mit ins Bett genommen, statt Vorlesen crazy... die Maus interessiert sich nicht wirklich dafür. Auch okay.


  Ach ja.. und Vorschulhefte heißen Vorschulhefte..
avatar  Nordsternchen
schrieb am 27.11.2009 17:51
weil sie für Vorschulkinder sind und das ist sieja mit 4,5 noch nicht ??


  Re:Kinder zwischen Chance und Stress
avatar  PonyHütchen
Status:
schrieb am 27.11.2009 18:02
Zitat

Nach dem Pisa-Schock sprechen alle von früher Bildung – vor allem Politiker. Da ist es kein Wunder, dass Eltern ihre Kinder von klein auf fördern möchten und möglichst viele Kurse für sie buchen. Doch Experten sehen diese Entwicklung kritisch. Denn die Hirnforschung zeigt: Kinder sind keine Gefäße, die sich nach Belieben füllen lassen.

„Früher hieß es, Kinder seien bei der Geburt völlig hilflos, heute weiß man, dass sie vom ersten Moment an aufnahmefähig sind und mit großem Staunen wahrnehmen, was um sie herum passiert“, sagt Prof. Hartmut Kasten vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. Schon direkt nach der Geburt verfüge das Gehirn über mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die durch 50 Billionen Verbindungen miteinander verknüpft sind. Durch Anreize verzwanzigfachten sich diese Verknüpfungen bis zum achten Lebensmonat.

Die einmal gelegte Struktur scheint grundlegend für die weitere Entwicklung und besonders widerstandsfähig gegenüber neuen Einflüssen zu sein, sagt Kasten. Folgt daraus, dass Eltern ihren Sprössling schon als Kleinkind zum Sport, in Musikkurse und Englischstunden schicken müssen, um ihm nicht den Weg zu Fremdsprachen, musikalischer Virtuosität und sportlichen Leistungen zu verbauen? Keineswegs, sagt Kasten. "Viel wichtiger ist, dass sie feinfühlig mit ihrem Kind umgehen. Für die Entwicklung reicht eine ganz normal anregende Umgebung völlig aus.“

Mit dieser Umwelt setzt sich das Kind täglich auseinander – und das bildet. Denn Kinder können nur lernen, wenn sie ausreichende Erfahrungsmöglichkeiten haben, erklärt Prof. Gerd Schäfer, Kleinkindpädagoge an der Universität Köln. Das Gehirn bilde sich aus, um mit der Umwelt zurecht zu kommen. Das passiere durch Erfahrungen.

Kleinkinder könnten zwar eine Fremdsprache lernen, wenn diese wie die Erstsprache durch nahe Bezugspersonen vermittelt wird. „Das Geld für einen Kleinkindsprachkurs können Sie sich aber sparen“, sagt Schäfer. Denn die gelehrte Sprache habe nichts mit dem Alltag der Kinder zu tun. „Sie können es dort nicht einbinden und deshalb nichts damit anfangen.“ Im schlimmsten Fall habe das gut gemeinte Angebot negative Folgen:„Das Kind verliert die Lust am Lernen.“

Hinzu kommt ein weiteres Problem: „Sie können einem Dreijährigen nichts beibringen, zu dem er noch nicht bereit ist“, sagt Remo Largo, Professor für Kinderheilkunde und Autor aus Uetliburg in der Schweiz. Jede Entwicklung müsse vom Kind ausgehen. Wann ein Kind bereit ist, mit Zahlen oder Buchstaben umzugehen, sei sehr verschieden. Es gebe sehr wohl Dreijährige, die lesen können, weil sie es selbst wollen. Ist letzteres nicht der Fall, werden sie die Buchstaben laut Largo nicht lernen – auch nicht mit Fördermaterial.

Wichtiger ist laut Prof. Schäfer, dass Eltern ihrem Kind ermöglichen, notwendige Erfahrungen zu machen. Dafür bedarf es Zeit, eine interessante Umgebung und Vorbilder. „Kinder brauchen viel Kontakt zu den Eltern“, sagt Largo. Sie spielen die Tätigkeiten der Erwachsenen nach und lernen dadurch. Statt ein Kind zum Ballett zu schicken, bringe es mehr, es beim Kochen mitmachen zu lassen – auch wenn hinterher die Küche geputzt werden muss.

Erfahrungen sammeln zu können, das heißt auch, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. Pappkisten, Stoffreste und Farben ersetzen Prof. Schäfer zufolge die meisten vorgefertigten Spielwaren. Denn damit können die Kinder selbst gestalten. Dafür brauchen sie einen Ort, an dem sie arbeiten und ausprobieren können, ohne gleich etwas kaputt zu machen, zu stören oder ein „Räum auf!“ zu hören.

Das Wichtigste ist Zeit

Von einem gemeinsamen Einkauf hat das Kind nichts, wenn die Mutter durch die Straßen hetzt, sagt Schäfer. „Kinder entdecken auf dem Weg viel Faszinierendes.“ Das kann eine Pfütze sein, in der sie sich spiegeln, oder ein herumwirbelndes Blatt. Für Eltern kann das zur Geduldsprobe werden, vor allem wenn die Zeit drängt. „Aber diese Erfahrungen kann kein Buch und kein Computer ersetzen.“

Gegen Kinderturnen oder Singstunden an sich ist laut Prof. Kasten nichts einzuwenden. „Wenn das Kind juchzt und lacht, dann hat es Spaß und dann soll es das machen“ – aber ohne Zwang und nicht nach dem Motto „Jetzt bist du angemeldet, jetzt gehst du auch hin!“ Spielt ein Kind gerade intensiv, sollte es das weiter tun. „Schicken Sie kein Kind mit Gewalt irgendwohin!“, warnt Kasten. Das Spiel habe große Bedeutung – auch wenn Erwachsene es gern als Kinderkram abtun.

„Spielen ist für Kinder eine ernste Angelegenheit“, erklärt auch Largo. Mit weit reichenden Folgen: Was sich ein Kind im Spiel selbstständig aneignet, habe große Auswirkung auf seine weitere Entwicklung – stärker als Verhaltensweisen, die Erwachsene ihm anzutrainieren versuchen. Deshalb lautet der Tipp der Kindheitsforscher: „Lasst die Kinder möglichst lange spielen!“

Quelle: welt.de


  Re: Vorschulalter, Zahlen, Buchstaben.... ???? wat länger...
no avatar
  Karolin
schrieb am 27.11.2009 18:16
sie geht in die Schule um Zahlen und Buchstaben zu lernen! Und das wird sie auch in Berlin meistern! Irgendwann kommt das Interesse, ich würde sie in Ruhe lassen damit - Niklas kann nicht annähernd seinen Namen schreiben... er hat noch bis Sommer Zeit bis er VORSchüler ist und dann noch EIN Jahr bis zur Schule - so ist es doch bei Deiner Maus auch, oder? Das schaffen die noch die beiden!

Und was das Lernen angeht: da steht eine 4, guck sie Dir genau an... das kann man sich als Erwachsener nicht vorstellen, dass man das nach 2 Minuten wieder fragt und dann weiß sie es wieder nicht... aber so funktioniert das mit den Kinderhirnen... ich glaub man muss sich das vorstellen, wie für uns chinesische Schriftzeichen - da kannst Du mir auch nach 2 Minuten wieder eines zeigen... ich weiß es wieder nicht... oder bei den Farben war es bei uns auch so - was ist das? blau, nein gelb, und was ist das? und dann war es wieder eine andere Farbe... da dachte man als Erwachsener auch manchmal.... ??? Aber sie haben es gelernt, oder? Dein Lenchen auch? Das ist so etwas was sie können sollte - und da soweit ich weiß auch nur die Grundfarben.


  Einschulung...
no avatar
  Mori
schrieb am 27.11.2009 18:18
... 'tschuldigung, falsch gerechnet. Lenchen wird im MAI fünf Jahre alt, also wird sie auch nicht 2010 eingeschult, oder?!? Ich glaub jedenfalls, daß das nur Kinder betrifft, die im gleichen Jahr noch SECHS werden in Berlin ... oder ALLE mit Fünf, nee, oder?!?
Bin jetzt etwas verwirrt...

WENN Lenchen erst im Mai 2011 zur Schule kommt ... bau es VIELLEICHT mal spielerisch irgendwo ein, vor allem "mehr als/ weniger als" ... aber sonst: warte, bis sie irgendwann mal selbst Lust kriegt ... WENN das bis in einem Jahr NIE passiert, dann fang mal wieder von Dir aus an...

FALLS sie aber doch im nächsten September schon ... dann spätestens bei U9 ansprechen; allerdings sind nicht alle KiÄ da wirklich fit...

Mori


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.09 18:58 von Mori.




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