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  Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
avatar  Lina+3
Status:
schrieb am 26.11.2009 15:50
Es geht um meine Zähne. Das ist ein leidiges Thema, aber ich muss etwas machen und egal, wie ich mich entscheide, es wird eine große Sache.

Mein Problem: Ich hatte als Kind keine Zahnspange. Darunter leide ich heute massiv. Ich habe diverse Fehlstände der Zähne, einen Überbiß, der Unterkiefer steht zu weit hinten, ich habe keinen Kontakt an den Backenzähnen. Durch die Fehlstellung in Kombination mit Stress bin ich massiv am arbeiten, nicht nur nachts, auch tagsüber. Meine Frontkronen haben darunter schon gelitten. Seit 5 Jahren trage ich eine Schiene, inzwischen auch tagsüber. Die ist sehr gut, aber es muss auch eine langfristige Lösung her.

Variante A: Zahnarzt. Mein Zahnarzt ist Spezialist für Funktion, Kiefergelenke etc. Er schlug mir als Lösungweg vor, alle Kronen neu zu machen (14 Stück), mit neuen Backenkronen den Biss hinten um 4 mm zu heben (dann habe ich Kontakt) und mit den neuen Kronen die Fehlstände zu beheben. Dauer der Behandlung: ca. 1-2 Jahre, da man den Biss nur allmählich heben kann. Eigenanteil: ca. € 13.000.

Variante B: Kieferorthopäde. Da ich ja eine erhebliche Fehlstellung habe, war ich heute beim Kieferorthopäden. Der bestätigte das Problem. Leider ist das nicht einfach mit Spange zu beheben (es gibt da ganz chice Schienen, mit denen allmählich und sehr sanft kleine Probleme behoben werden können). Das geht bei mir nicht. Da der Unterkiefer relativ weit zurücksteht, müßte das zuerst kieferchirurgisch korrigiert werden (OP, allerdings vom Schmerz und Aufwand nicht mehr als Entfernung der Weisheitszähne in Vollnarkose) und dann Trage von Spange mit Brackets. Damit könnte man innerhalb von 1 Jahr ein sehr schönes Ergebnis hinbekommen. Die Backenkronen blieben erhalten, die könnte man leicht aufbauen. Leider fehlt mir genau 1 mm Fehlstellung beim überbiss. Ab 6 mm zahlt die Kasse die gesamte Behandlung, ich habe "nur" 5 mm Überstand. Kosten: € 5-6000 für den Kieferorthopäden, dazu die OP-Kosten, die er nicht benennen kann. Alles in allem kommen wir wahrscheinlich bei der gleichen Zahl raus wie beim Zahnarzt. Die Adresse des Kieferchirurgen hat er mir gegeben, damit ich mich da beraten lassen kann.

Angenehm ist sicher keine Behandlung, aber aus komme ich nicht, wenn ich meine Zähne behalten will und nicht noch massive Kiefergelenkprobleme haben will. Verspannungen, Migräne sind auch Nebenwirkungen solcher Fehlstellungen. Ich weiß nur nicht, für welche Variante ich mich entscheiden soll.

Was ich allerdings weiß: Ich werde wir der Luchs dahinter her sein, dass meinen Kindern so etwas später mal erspart bleibt, sprich, ich werde sie unbarmherzig zu Zahnärzten und Kieferorthopäden schicken und auch darauf sehen, dass sie verordnete Gerätschaften auch tragen.

Danke für Input


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
no avatar
  henriette
schrieb am 26.11.2009 15:54
hallo,

wuerde deutlich zum kieferorthopaeden tendieren. eventl. zweitmeinung von anderem ko einholen.

scheint mir nachhaltiger zu sein.

beste gruesse

h.


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
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  Deborah
schrieb am 26.11.2009 16:06
Eindeutig Variante B, denn Dein Problem fällt doch eher in den Zuständigkeitsbereich eines Kieferorthopäden. Er scheint mir der kompetentere für diesen Fall zu sein. Du Ärmste, das liest sich ja alles ganz schön fies. Aber was muss, das muss. Wenn möglich, kannst Du ja noch einen weiteren Fachmann zu Rate ziehen.


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
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  mjuka
schrieb am 26.11.2009 16:15
Das klingt für mich auch eher nach Variante B. Dann "stehen" die Zähne richtig und du kannst da drauf aufbauen.
Auf jeden Fall würde ich an deiner Stelle unbedingt eine zweitmeinung einholen.

Viel Glück und langen Atem, doofe Sache…

Ute


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  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
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  Liv-Arwen
schrieb am 26.11.2009 16:26
Schwierige Entscheidung!

Wahrscheinlich würde ich Variante A wählen, denn: Ich habe als Erwachsene (von 22 - 24 Jahren) eine feste Klammer (Brackets) getragen. Im Erwachsenenalter findet das Zahnfleisch das Herumschieben der Zähne aber nicht mehr amüsant und ging bei mir zurück. Es sieht aus wie Parandontose, ist aber keine. Auch sind einige Zähne (vorne unten) etwas locker geblieben, was ja auch nicht erstrebenswert ist.

Ich würde den KFO nochmal gründlich löchern, bevor zu dich für so eine Klammernmaßnahme entscheidest, denn mein KFO hat dieses Risiko damals nicht gesehen...

Liebe Grüße


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
avatar  Tanti
schrieb am 26.11.2009 17:13
Als Dauergast beim ZA und Kieferorthopäden mit eben diesen gleichen Problemen kann ich Dir auch nur dazu raten, eine weitere Meinung einzuholen.... Und eine neue Messung vornehmen zu lassen..... Und weitere Möglichkeiten abzustecken....

Ich habe seit Jahren eine Schiene, die ich nachts trage (tagsüber habe ich mich aus beruflichen Gründen mittlerweile wieder ausgeklinkt....) und die mir schon sehr viel Spannung genommen hat - aber immer nur gemeinsam mit KG (wg craniomandibulärer Dysfunktion!)....

Bevor ich mich in eine solche OP begebe, versuche ich auch jeden anderen nur erdenklichen Weg, der ein bisschen Erfolg verspricht.......

Liebe Grüße und viel Erfolg bei Deiner Entscheidung


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
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  lucky*3
schrieb am 26.11.2009 20:02
im Detail kann ich dir nicht raten. Ich möchte dir nur kurz von meinem Bruder berichten, der hat sein Gebiss vor 2 Jahren (da war er 48) auch generalsanieren lassen. Da er selbständig ist und damit kaum Zeit hat, hat er das nicht in einer Praxis machen lassen sondern in einer Spezialklinik. Er war dort insg. 4x in Behandlung und hat dort für 22 T€ das gesamte Gebiss richten lassen. Z.T. war er dann 9 Stunden am Stück 'in Bearbeitung', hatte es so aber zügig hinter sich.

Ich erzählt dir das nur, damit du dich vielleicht noch weiter umschaust, Spezialisten suchst, vielleicht noch andere Wege und Meinungen in Betracht ziehst. Das ist doch eine ganz große Geschichte und die sollte gut überlegt sein.


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
avatar  silwer
schrieb am 26.11.2009 20:19
Auf jeden Fall noch ne Meinung einholen. Nochmal messen lassen, wenn du nen Arzt hast der etwas großzügiger misst bekommst du es vielleicht doch bezahlt.
Und wenn nicht, erkundige dich mal in Kliniken. Ich weiß das man in der Uniklinik Aachen teils viel günstiger Kronen usw bekommt. Dann werden die allerdings von Studenten (fast fertig, quasie praxiserfahrung sammeln vor´m Examen) gemacht, der Oberarzt steht daneben.


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
avatar  Mondstaub
Status:
schrieb am 28.11.2009 23:31
Ich habe ein ähnliches Problem, wobei nicht ganz so massiv.

Habe die Erfahrung gemacht, dass mir mein Kieferorthopäde mit relativ wenig Aufwand helfen konnte, wobei ich aus Kostengründen durch die schwanger und jetzt schmalerem Geldbeutel die Behandlung abbrechen musste sehr treurig. Allerdings trage ich die lose Spange trotzdem zu Hause weiter, damit es nicht mehr so schlimm wird wie früher, sondern wenigestens der letzte Stand beibehalten werden kann, bis ich wieder ganztags arbeiten werde und mir damit die Behandlungskosten (wird nur hälftig von KK bezahlt) wieder leisten kann beten.

Allerdings musste ich zweimal den Kieferorthopäde wechseln, bis ich an einen sehr guten Spezialisten kam, mit dem ich sehr zufrieden bin. Dieser Arzt behandelt auch ältere Patienten, denn er ist der Auffassung, dass ein Gebiss so oder so im Laufe der Jahre sich verändert und warum sollte es deshalb nicht machbar sein, auch älteren Menschen bei der Zahnregulierung zu helfen. Meine ältere Schwester hat diese Behandlung auch erfolgreich mit Ende 40 abgeschlossen und hat heute ein kerzengerades tolles Gebiss Das ist super

Ein Arzt wollte mir sogar 4 gesunde Zähne zur Zahnregulierung ziehen !!! Hilfe Ohnmacht und deshalb würde ich Dir raten, Dir doch bitte eine zweite oder gar eine dritte Meinung bzw. Kostenvoranschlag einzuholen, da die Ärzte anscheinend doch recht unterschiedliche Kompetenz bzw. Methoden haben traurig

Ich würde Dir also zu Plan B raten Ja

LG
Mondstaub winkewinke


  Re: Helft mir: Weiß nicht, wie entscheiden
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  Blauauge
schrieb am 29.11.2009 22:12
Hm...ist ne sehr schwere Entscheidung! Grundsätzlich finde ich die Variante B sinnvoller. Ich habe selber bis zur Geburt unserer Maus 20 Jahre lang als kieferorthopädische Fachhelferin gearbeitet...und obwohl wir in der Praxis zu 95% Kinder behandelt haben, muß ich sagen, mit der Behandlung bei Erwachsenen hat mein Chef größtenteils sehr gute Ergebnisse erzielt.
Aber....korrektur von Zahn-und Kieferfehlstellungen bei Erwachsenen ist sehr sehr schwierig und langwierig! Und auch deutlich schmerzhafter, als bei Kindern und Jugendlichen! Was man bei Kindern in einer Behandlungszeit von ca 1 Jahr mit festsitzenden Spangen erreicht, dauert bei Erwachsenen 2-3 Jahre...und der Erfolg ist nicht so garantiert, wie bei Kindern und Jugendlichen, die noch nicht ausgewachsen sind. Dessen mußt du dir bewußt sein, und auch, dass dein Zahnfleisch sehr darunter leiden wird!
Ich kenne jetzt dein Alter nicht...ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass diejenigen Erwachsenen, die sich bei uns behandeln ließen und über 40 waren, im nachhinein es nicht mehr hätten machen lassen. Grund: Das Ergebnis war nicht so, wie es eigentl sein sollte, wie schon gesagt, sehr schmerzhafte und langwierige Behandlung über meißt 5 Jahre, und ...man muß eigentl ein Leben lang nachts eine Schiene tragen, damit sich die Zähne nicht wieder verschieben(und das geht sehr schnell, wenn man die Schiene mal auslässt!).
Die Aussage von deinem Kieferorthopäden was die kosten betrifft, stimmt so nichtNein Zwar ist die Aussage bezüglich der 6mm richtig, das ab da die Kasse übernimmt...jedoch nur bis zum 18. Lebensjahr!!! Das ist schon seit mindestens 10 Jahren so...und hat sich definitiv nicht geändert.
Bei den OP Kosten bin ich mir aber nicht sicher. Wenn dir ein Kieferorthopäde, Zahnarzt oder Kieferchirurg bescheinigt, das du aufgrund von Zahn und Kieferfehlstellungen Kiefergelenkbeschwerden hast (da kannst du evtl auch mal nen normalen Orthopäden hinzuziehen, falls du dadurch bedingt auch noch Probleme mit der Wirbelsäule hast, was sehr häufig ist...der kann dir das dann auch noch zusätzlich bescheinigen), wird in der Regel die OP von der Krankenkasse genehmigt. Hatten wir nämlich auch schon einige Fällezwinker Dann müßtest du nämlich (falls du dich für Variante B entscheidest), nur die Kosten für den Kieferorthopäden übernehmen.
Ich kann dir aber nur den einen Rat geben...wenn du dich von 10 Kieferorthopäden beraten lässt, erhälst du 10 verschiedene Kostenvoranschläge! Da sind (hier bei uns im Umkreis zumindest) Differenzen von mehreren tausend Euro drin!!! Es gibt wirklich(zwar ganz wenige) auch noch nette Ärzte, die einen nicht abzocken, und nur die wirklich notwenigen Behandlungsmaßnahmen ansetzten und auf unnötig viele diagnostische Unterlagen (oft unnötige, aber viel Geld bringende Röntgenaufnahmen) verzichten! Also unbeding viele Meinungen anhören! Auch was Variante A betrifft. Da schwanken nämlich bezüglich Zahnersatz die Preise mindestens genausozwinker
So...ist sehr lang geworden...sorryzwinker
Kannst ja mal berichten, für welche Variante du dich letztendlich entscheidest, wenn es soweit ist. Würde mich wirklich mal interessieren...auch bezüglich der Kostenunterschiede, und ob die OP nicht wirklich auch von der KK übernommen wird.
L.G.




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