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  Aufsichtspflicht beim Eltern-Kind-Turnen
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   Anonymer User
schrieb am 23.09.2008 11:31
Hallo,

gestern gab es im KiTu einen ziemlich fiesen Unfall. Auslöser war ein 4-jähriger Junge, der wild am Toben war und in eine Übung hineingerannt ist, so dass das Kind böse vom Kasten abrutschte.
Die Mutter des Jungen kommt mit 4 Kindern (zwischen 3 und 6) und ist logischerweise nicht in der Lage, überall und stets ihre Augen und Arme zu haben. Sicher achtet man auch auf fremde Kinder und greift ein, wenn Gefahr droht, aber in erster Linie handelt es sich ja auch vom Alter her um Eltern-Kind-Turnen, bei dem die Begleitperson (neben der Übungsleiterin, aber die kann ja auch nicht überall sein) aufpasst.

Nun habe ich mitbekommen, wie die Mama des verunglückten Kindes sich beim Verein erkundigen (beschweren?) will, weil die Mutter des Verursachers ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist bzw. es bei der Menge Kinder gar nicht kann...

Ich stehe dem etwas zwiespältig gegenüber...

Wie ist das bei Euch?

LG
Kristina


  Re: Aufsichtspflicht beim Eltern-Kind-Turnen
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   **Nicole**
schrieb am 23.09.2008 11:43
Hi,

bei uns ist es so, dass wir 2 Übungsleiterinnen haben und eine weitere Person, die mit hilft. Es ist dann so, dass an jedem Gerät, wo schlimmeres passieren könnte jemand steht. Natürlich sollen die Mütter auch auf ihre Kinder achten. Das klappt bei den allermeisten. 1 bis 2 Rambos sind halt fast überall dabei. Das sind dann zumindest bei uns dann die Mütter die zusammenstehen und klatschen und ihre Kinder machen dann sonstwas. Ich habe auch schon ab und an ein heranstürmendes Kind vom Gerät gepflückt, um einen Unfall zu vermeiden. Passieren kann immer etwas, das wird man nicht vermeiden können.

Viele Grüße
Nicole


  Re: Aufsichtspflicht beim Eltern-Kind-Turnen
avatar    Lina+3
Status:
schrieb am 23.09.2008 11:54
Die Reaktion der Mutter des verunglückten Kindes ist überzogen. Sie war ja wohl alleine da und hätte auch auf ihr Kind aufpassen können. Aus eigener Erfahrung weiß ich gut, dass man eben nur 2 Hände und 2 Augen hat - auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt. SElbst bei einem Versicherungsfall wird der Mutter des Kindes da nie an den Karren gefahren werden, weil eben eine ständige Beaufsichtung eines Kindes nicht möglich ist. Wenn man nachweisen kann, das man alles im Rahmen seiner Möglichkeiten getan hat, ist da nichts zu machen.

Der Turnverein ist versichert, da wird sowas über die Unfallversicherung geregelt, falls es Ansprüche gibt.

Und wegen Aufsicht: Mia hat neulich auf dem Spielplatz mit Zwillingsmädchen auf der Rutschbahn gespielt. Ich stand neben der Rutschbahn. Eins der Mädchen ist die Rutschbahn von unten her hochgeklettert, Mia hinterher. Dann hat sich das Mädchen fallen lassen, Mia umgemäht, sie ist mit dem Zahn auf die Umrandung gefallen. Die Mutter des Mädchen saß seelenruhig auf der Bank weiter entfernt, kam auch nicht, als Mia jämmerlich geschrien hat. Der Zahn ist dunkel. Was hätte ich machen sollen? "Dein Kind hat mein Kind...?" Ich stand ja daneben und konnte nichts machen. Unfälle passieren halt, wo Kinder zusammen sind. Das ist ziemlich normal. Und sie passieren auch, wenn man daneben steht. Das ist einfach ein gewissen Lebensrisiko, das da mitspielt.

LG


  Re: Aufsichtspflicht beim Eltern-Kind-Turnen
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   Anonymer User
schrieb am 23.09.2008 12:22
Nur zur Erklärung...

Den Unfall hätte niemand verhindern können, auch keine Übungsleiterin. Ausschließlich das "Hineinrennen" des Jungen brachte das Mädchen aus dem Tritt, so dass es anstatt auf den Kasten zu springen, hinfiel und sich böse den Kopf angeschlagen hat....

Wir standen in der Schlange vor dem Gerät und haben alles beobachtet. Ging so schnell....
Die Mutter des Jungen hat es gar nicht (erst) mitbekommen, was passiert ist...Ihn aber dann geschimpft und sich schon nach dem verunglückten Mädchen erkundigt....

Aber solche Situationen, wie Du sie mit Mia beschreibst, kenne ich auch... Ich musste vor Wochen einem Mädchen, welches auf dem Spielplatz Paul - wirklich grundlos - einen Schlag mit dem Kochlöffel verpasste (das Mädel hatte Geburtstag und sie haben dort Topfschlagen etc. gemacht), denselben abnehmen und mich an die Mutter wenden. Die saß auch seelenruhig an einem Picknicktisch und schaute zu.... Allerdings war ich nicht sehr freundlich.....


Kristina


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  Re: Aufsichtspflicht beim Eltern-Kind-Turnen
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   Katharina32
schrieb am 23.09.2008 13:09
Hallo,

bei uns turnen die Kinder von 3-6 Jahren OHNE Eltern mit 2 Übungsleiterinnen und 12 Kindern.

Eltern sind nur bis 3 Jahre beim Mutter-Kind-Turnen erlaubt.

Grüße

Katharina




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