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  Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   gelöschter User
schrieb am 19.02.2008 11:11
Hallo,
ich würde mich sehr freuen, wenn mir betroffene Eltern über ihre Erfahrungen berichten würden.
Unser Sohn ist im Januar 5 Jahre alt geworden. Nach Gesprächen mit der Erzieherin hat sich herausgestellt, dass er in allen Punkten lt. Ravensburger Entwicklungsplan ca. 9 Monate voraus ist. Vom sozialen wie auch intellektuellen Aspekt meinte sie, dass man David einschulen könne. Es werden aber noch getrennt Tests gemacht.
Nun meine Fragen:
1. was spricht gegen eine frühere Einschulung?
2. wie kommen die Kleinen in der Schule zurecht?
3. weiß jemand von euch, was in den Tests abgefragt wird? Unsere Erzieherin wußte nichts zu dem Thema.
4. hat jemand von euch ein Kind trotz intellektueller Reife erst mit 6 eingeschult und es bisher bereut?
Wir sind uns ziemlich unsicher in der Sache und ich würde mich freuen, wenn ihr mir ehrlich eure Meinung geigen würdet.
Danke im voraus.
Nathalie


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   Karolin
schrieb am 19.02.2008 11:28
wir waren auch sehr unsicher... haben hin und her überlegt, wie es richtig ist, immer wieder, pro und contra abgewogen... meine Tochter ist im November geboren. Wir haben uns für die frühe Einschulung entschieden. Bisher klappt alles gut in der Schule wie ich finde. Sie ist ausgeglichener als zu Kiga-Zeiten. Sie kommt gut mit, hat schnell lesen gelernt... aber wer weiß, wie es gewesen wäre, wenn sie erst dieses Jahr zur Schule gekommen wäre? Ich kann mir das gar nicht mehr vorstellen, dass sie dann jetzt noch ein Kiga-Kind wäre...?

Tests oder ähnliches wurden bei uns nicht gemacht. Und bei allen Tests etc und allen rationalen Gründen, die man immer abwägt, letztendlich ist es wohl eine Bauchentscheidung.


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
avatar    Rica*
schrieb am 19.02.2008 11:28
zu 1. in unseren Augen nichts, sonst hätten wir es nicht gemacht. Das Argument ein Jahr länger Kind fand ich voll daneben, selbst in der Schule kann man Kind sein

zu 2. gut bisher. Jetzt in der 2. Klasse ist es endlich mal so das er sich anstrengen muß und ihm nicht alles zufliegt. Niklas ist am besten drauf wenn er gefordert wird. Unterforderung macht ihn furchtbar, er ist dann nicht ausgelastet und macht nur Mist. Jetzt kommt er gut klar, macht ruck zuck Hausaufgaben aber muß halt richtig nachdenken. Während er die erste Klasse "locker abgesessen" hat.

zu 3. er wurde in verschiedenen Bereichen getestet und dann bis zur äußersten Grenze. Also 4 Zahlen hören und wieder sagen, 5, 6, solange bis er es sich nicht mehr gemerkt hat. Ansonsten Bilderrätsel, Suchbilder, Lautsprache und logische Reihenfolgen fortsetzen. Und dann im Gespräch soziale Kompetenz abfragen.

zu 4. kann ich nix zu sagen, er wurde ja eingeschult grins


  Kann mich Lilli nur anschließen...allerdings...
avatar    Alex & 2 Mädels
Status:
schrieb am 19.02.2008 12:01
...nicht aus eigener Erfahrung, sondern aus der Erfahrung die meine Schwiegermutter gemacht hat.

Sie hat ihren Erstgeborenen eben mit 5,5 Jahrne eingeschult und die ersten ein bis zwei Jahre lief wohl alles normal, aber dann eben hinkte der Junge permanent hinterher, bis er dann in der 5 Klasse zurückgestuft wurde.
Nicht nur wegen der schulischen Leistungen, sondern auch auf Grund des Sozialverhaltens.

Natürlich kommt es immer auf das Kind an, klar.

Mein Mann ist mit 6,5 Jahren eingeschult worden und es war laut ihren Angaben einfach einfacher.

Meine Schwester hat ihren Bengel auch früher eingeschult... in meinen Augen um einfach Kita Geböhren zu sparen...aber das ist ein anderes Thema.
Angeblich wurde der Bengel getestet...aha...nun haben sie den Salat....wie sagt sie eben so schön....Joh, er geht halt hin !"

Klar fühlt sich jede Mutter gebauchpinselt wenn ´man sagt ihr Kind darf früher, wäre ich auch.

Ein Tip kann ich dir nicht geben, habe kein Kind auf das es eben zutrifft , weiß es eben nur von meiner Schwiegermutter.

LG

steffi


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  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
avatar    Tanti
schrieb am 19.02.2008 12:20
Es kommt IMMER auf das einzelne Kind an!Unser Jüngster ist ein Dezemberkind und wurde mit 5 eingeschult. Bis heute haben wir es nicht bereut, er wechselt im Sommer wie seine Geschwister aufs Gymnasium. Er ist in der Klasse sozial sehr intergriert, es besteht aber auch ein fester Freundeskreis. Im Sommer wird er relativ allein in eine neue Klasse wechseln, trotzdem wir zuversichtlich sind, habe ich ein wenig Bauchgrummeln zwinker.

Wenn er irgendwann einmal eine Klasse wiederholen sollen müsste, so muss das noch lange nicht am Einschulungstermin liegen, denn sonst gäbe es keine "altersgerechten" Sitzenbleiber grins....

Wie das in der Pubertät laufen wird - da sind wir sehr gespannt.... Wir sind uns bewusst, dass er mindestens 6 Monate jünger sein wird, als die anderen, wir aber die gleiche "Reife" quasi ja erwarten. Daher wird er auch wohl mit seinen Kumpels mithalten wollen.... also mal sehen. Wir versuchen, ein stabiles Umfeld - auch mit den Freunden - zu sichern, vielleicht kann man so einiges auf-, bzw abfangen.

Hier gibt es etliche Früh-Eingeschulte und etliche Späteingeschulte. Einige sind gesprungen, einige haben wiederholt, bzw sind in der Pubertät total abgesackt....

WIR konnten dies nicht pauschal sondern nur für DIESES Kind entscheiden. Den großen Bruder z.B. hätten wir im gleichen Fall später in die Schule gegeben!

Liebe Grüße


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   lucky*3
schrieb am 19.02.2008 12:29
die intellektuelle Reife hätte unser Dezember-Kann-Kind auch - trotzdem würde ich ihn nie in die Schule tun. Er geht gern in den Kindergarten, hat dort feste gleichaltrige Freunde, da möchte ich ihn nicht raus reissen.

Cousins von mir haben einen Sohn, der im Nov. 6 wurde mit 5 3/4 eingeschult - er hat dann noch eine Klasse übersprungen, alles war wunderbar, bis die Kameraden in die Pubertät kamen und er noch 2 Jahre ein Kind war. Er bekam riesige Probleme, ist beide Klassenstufen wieder zurückgegangen und ist jetzt in seiner ganz normalen Altersstufe im Gymnasium.

In der 1. Klasse unseres Großen sind Kinder, die werden jetzt im Februar 8 Jahre alt (war in der Förderklasse) und das jüngste Kind wird Ende September 7 Jahre alt. Dieser jüngste ist sicher ein sehr intelligenter Junge, aber unser Großer sagt immer, daß er so langsam ist. Das immer auf Zeit alles fertig zu haben, anziehen nach dem Turnen oder Schwimmen, die Sachen einsortieren usw. - da hat er die größten Probleme der Klasse und hält die anderen auf.
Und das gehört eben auch dazu - nicht nur das Begreifen des Schulstoffes!
Es gehört auch eine große Portion Disziplin zum Schulalltag, das ist auch etwas was ich unserem Mittleren auf jeden Fall noch absprechen möchte. Er sieht nicht so ganz ein, daß gewisse Dinge einfach getan werden müssen - er lebt noch zu sehr nach dem Lustprinzip. Da ist noch etwas mehr geistige Reife erforderlich.


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   Mone + die M+M´s
schrieb am 19.02.2008 12:39
Wir haben ähnliche Sorgen. Mein Sohn wird im Nov. 6 Jahre, d. h. er würde mit 5 3/4 in die Schule kommen.
Wir haben uns dagegen entschieden, obwohl die Erzieherin ihn auf jeden Fall als Schulkind sieht.
Er macht Vorschule mit links, ist sehr vielseitig interesiert, braucht ständig Lerneffekte. Trotzdem ist er ganz tief drin einfach nicht reif. In der Schule muß man sich durchboxen Wie schon genannt, die erste und zweite Klasse mag ja noch schön sein, aber dann... Und ich finde, man kann es einem Kind einfach erleichtern, wenn man es nicht so früh einschult. Das zieht sich dann bis zur Lehre/Pubertät.
Bei uns kommt dazu, daß er mit den heurigen Schulkindern nicht gut klar kommt, diese sind einfach zu wild und nicht sein Ding. Seine Freunde kommen nächstes Jahr in die Schule. Insofern war die Entscheidung klar. Aber auch wenn es anders gewesen wär, ich hätte es nicht gewagt.

Mone


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   gelöschter User
schrieb am 19.02.2008 13:36
Hm, ich kann nur von zweien berichten in meiner Klasse damals, ein Mädel, ein Junge:

Sie waren einfach kindlicher. Birne ok Ja also schulisch gut, aber ansonsten einfach ein Jahr jünger als wir - oder sogar mehr, bei Späteingeschulten.

Das Sozialverhalten braucht ja auch Zeit zum Reifen, äh - lernen? Kennenlernen? Erfahrungen sammeln? Die Zeit wird dann knapper, weil in der Schule mehr Zeit gebraucht wird (je höher die Klasse, desto mehr Stunden Schule meine ich). Also einfach von der Zeit her, die Welt und ihr "Ticken" kennenzulernen fehlt ein Jahr.

Also - das wäre ein Nachteil.

Blöd ist aber auch umgekehrt: man ist immer das älteste Kind oder einfach geistig unterfordert. Langweilig. Die anderen sind jünger - hm...

Ich schwöre mir gerade, dass ich mein Maikind erst mit 6 einschule. Egal, wer meint, sie könnte mit gerad 5 in die Schule. Das ist in meinen Augen ein Jahr gewonnenen Lebensqualität, das wiederum ist aber Schulsystemabhänig....


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   SabineM und ihre Mäuse
schrieb am 19.02.2008 13:46
Also, meine Große ist normal mit 6 in die Schule gegangen und hat dann die 3. Klasse übersprungen - erfolgreich, aber für sie mit einem Bruch verbunden.

Meine Mittlere ist als Januarkind mit 5,5 in die Schule gekommen; es läuft prima. Auch die Lehrerinnen hielten das für die einzig richtige Entscheidung. Sie liest z.B. jetzt mit gerade 7 die Bücher der 4. Klasse ...

Meine Kleine wird aller Voraussicht nach auch im Sommer mit 5,5 (Januarkind) in die Schule gehen.

Es ist immer kindabhängig, aber lieber früher in die Schule als später springen.

Sabine


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   agnes
schrieb am 19.02.2008 13:59
Ich denke auch, es kommt immer wirklich auf das einzelne Kind an. Unser Großer konnte mit 4,5 Jahren recht gut lesen und war auch im Zahlenraum sicher "zu Hause", mir kam nicht in den Sinn, ihn mit 5 (Januarkind) einzuschulen und ich hatte so mit ca. 6,5 Jahren plötzlich das sichere Gefühl, nun ist er schulreif. Mit dieser Entscheidung war ich immer sehr zufrieden.
Nun hat er die 3. Klasse übersprungen und wird im September die Schule wechseln, vom Alter sind wir also wieder da, wo wir mit einer früheren Einschulung auch gestanden hätten.
Ein bißchen Bammel habe ICH mit dem Wechsel schon, zumal er mindestens in meinen Augen "stinkendfaul" ist (wie es in der Schule ist, kann ich nicht einschätzen, zu Hause macht er aber wirklich keinen Strich mehr, als unbedingt sein muss. Und in der 5. Klasse wird es definitiv mehr werden), aber mir geht es gut dabei und ich habe nicht die Bedenken, die ich betreffs einer früheren Einschulung gehabt habe. Aber es gibt sicher Kinder, die auch mit 5 gut in der Schule zurecht kommen und auch eine entsprechende Selbstorganisation zeigen. Bei uns hätte das gefehlt.
LG und eine für Euch alle gute Entscheidung
Agnes


  mir fällt noch ein: gibt es bei Euch noch 3 getrennte Klassen?
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   gelöschter User
schrieb am 19.02.2008 14:02
Bei uns werden die ersten 3 Klassen zusammen unterreichtet Ich bin sauer und damit ist es fast egal, wann Du eingeschult wirst...

Es gibt auch keine richtigen Noten und kein Sitzenbleiben - wie auch?

Und überspringen...äh... weiß ich auch nicht, wei das gehen soll, quasi aus Klasse 1.2 nach 4 ? Oder aus 1.3 zum Gymnasium? Wenn man denn eines ab der 5. Klasse hat, denn HIER gibt es SECHS Grundschuljahre....


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   SabineM und ihre Mäuse
schrieb am 19.02.2008 14:50
Da mache Dir mit dem Wechsel mal keine Sorgen; meine Große ist auch stinkfaul ... Selbst jetzt in der 6. ist es kaum mehr Arbeit als in der Grundschule.

Sabine


  Du wirst da keine Tendenz erkennen können,
avatar    Rica*
schrieb am 19.02.2008 15:09
es gibt halt Befürworter und absolute Gegner.

Du mußt es eben allein für Dein Kind entscheiden. Und wenn die Entscheidung steht musst Du fest dazu stehen. Nur stell Dir vor Dein Kind bleibt halt mal sitzen. Dann muß es ja nicht zwangsläufig an der frühen Einschulung liegen. Und man hat kein Jahr verloren.

Wir hatten jetzt z.Bsp. den Fall das ein früh eingeschultes Mädchen jetzt zum Halbjahr von der 3. zurück in die 2. gewechselt ist. Genausogut ist die Tochter einer Freundin im Sommer in der 4.Klasse sitzen geblieben, und die ist regulär mit reichlich 6 eingeschult worden.

Du wirst positive und negative Beispiele finden. Von daher, höre auf Erzieher, Lehrer, Leute mit Ahnung die Dein Kind objektiv einschätzen, guckt zusammen mit Kind was geht und trefft zusammen die Entscheidung.


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   SandraT
schrieb am 19.02.2008 19:54
Das Wichtigste ist, ob ER will oder nicht - wir haben unsere Tochter 6 Wochen nach dem 5. Geburtstag eingeschult und sie ist halt 5 und die älteste in ihrer Klasse 9 (1.+2. Klasse zusammen).

Die Entscheidung war trotz Problemen richtig - lt. diverser Fachleute, Lehrer und auch uns - dieses Jahr wäre es eine Katastrophe geworden.
Sogar jetzt langweilt sie sich ohne Ende - hat völlig abgeschaltet.
Jede Woche kommt EIN neuer Buchstabe und dazu diverse immer ähnliche Blätter.
Im 1. Jahr nehmen sie nur den Zahlenraum bis 20 durch!!!

Sie ist zwar die Jüngste und wird somit immer 2 Jahre jünger sein als andere in ihrer Klasse - trotzdem - es ist wichtiger, daß der Kopf gefordert wird.
Vom sozialen her ist sie leider weiter als Gleichaltrige (Gerechtigkeitssinn, an Regeln halten usw.) und die Zickerei anderer Mädels ist eher ein Problem.
Wobei das meist nicht am Alter sondern am Charakter liegt - wir wurden vorher auch gefragt, was wir meinen, was in einem Jahr anders wäre? Unsere Befürchtungen wären alle noch da gewesen (nicht wehren, zierlich usw.).

Ihr müßt wirklich EUER Kind betrachten - allgemeine Ratschläge könnt Ihr vergessen (ein Jahr Kindheit, soziale Reife usw.).

Was möchte Euer Kind?
Wie fit ist es?
Was macht es gerne?
Spielt es lieber oder braucht es ständig neuen Input (kommt im 1. Jahr nicht aber dafür ist es ein Jahr eher weiter in der Schule und das erste langweilige Jahr eher hinter sich)?
Kommen die Freunde rein?
Welches Umfeld hat die Schule?
Hört es auf Fremde?
Hat es Ausdauer?
Was wird im KiGa gemacht - ist es langweilig (bedenkt, daß die Großen dann weg sind und neue Kleine da und er auch älter wird)?
Seht Euer Kind nicht wie es heute ist - es entwickelt sich noch enorm, bis es soweit wäre.

So Dinge wie Ranzen schleppen usw. könnt Ihr regeln - hier schleppen viele Eltern oder die Kids haben Trolleys.

Klein sind auch viele Pflichtkinder und werden deshalb nicht zurückgestellt (sagte uns die Schulärztin, weil wir auch wegen des Körpers Bedenken hatten).

Wir hatten einfach angemeldet und ab Januar am Vorschulprogramm teilnehmen lassen (ist eh nicht viel und hätte sie dann halt zweimal gemacht) und bis zum letzten Tag mit der endgültigen Entscheidung gewartet.
Wir haben uns von vielen beraten lassen (Schulpsychologin, Stiftung hochbegabtes Kind, Lehrer von der Schnupperschule usw.).

Der KiGa war sogar erst dagegen, weil sie so ruhig ist und sich eben nicht wehrt - aber im Laufe des letzten Halbjahres waren sie dann doch dafür - sie fiel unter den Vorschulkindern nicht auf - war eher weiter - und sie meinten dann, sie könnten es nicht mehr leisten im nächsten Jahr und das Geburtsdatum könne man nunmal nicht ändern...

Vertraut Euerm Bauchgefühl!

Wie gesagt - das Wichtigste ist, ob ER will und ob er unter den Vorschulkindern auffallen würde...

Gruß,

Sandra


  Re: Frühere Einschulung - bitte um Erfahrungen
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   Emily
schrieb am 19.02.2008 20:59
Ich hab mich heute erst mit einer anderen Mama über genau dieses Thema unterhalten. Wir hatten beide vor 2 Jahren überlegt, unsere Kinder vorzeitig einzuschulen und haben uns beide dagegen entschieden (aus den gleichen Gründen, wie sich herausstellte smile). Ihre Tochter könnte - laut Klassenlehrerin - auch jetzt problemlos in die 2. Klasse wechseln (was die Eltern aber nicht wollen), ist den anderen wissenstechnisch weit voraus. Unser Sohn hat ein supergutes Zeugnis heimgebracht, einziger Kritikpunkt ist sein Gezappel - das aber definitiv durch Langeweile bedingt ist, vor der Einschulung hat er nicht gezappelt. Und die Lehrerin sagt selbst, dass er geistig immer voll dabei ist, selbst wenn er irgendwas anderes macht zwinker.

Die beiden gehen gern zur Schule und auch wenn sie sich gelegentlich langweilen, finden sie es dort interessant - es gibt genügend andere Dinge, mit denen man sie "füttern" kann und das wird in der Schule bei solchen Kindern auch gemacht. Mal mehr und mal weniger... Außerdem kann man einem Kind ja auch zuhause ein bisschen Input geben.

Unsere gemeinsame Meinung war, dass man nicht nur an die ersten 2, 3 Jahre denken sollte. Mal ganz abgesehen von der sozialen Entwicklung, bei der die meisten "Überflieger" eher im Altersdurchschnitt liegen...
Ab der 3. Klasse geht der Stress los wegen des Übertritts. Noten werden verglichen, die Kinder sind da echt ziemlich unter Druck. Einmal hab ich das ja schon durch und inzwischen ist es nicht besser geworden grmpf. In der 4. Klasse - da sind die meisten Kinder 9 oder 10, ein vorzeitig eingeschultes ist 8 oder grade so eben 9 - wird über weiterführende Schulen entschieden. In der 5. Klasse sind dann die "vorzeitigen" zusammen mit welchen, die erst nach der 5. übergetreten sind... später kommen welche dazu, die ein Jahr wiederholen... die Schere in der sozialen Entwicklung geht dadurch weit auf und die Jüngsten haben es da nicht leicht. Mal ganz abgesehen von den Leistungsanforderungen...

Unser Großer ist "normal" eingeschult, Übertritt nach der 4. Klasse. In seiner 8. Klasse ist er der Jüngste, einige sind schon 16. Er kommt klar, richtig akzeptiert wird er aber nicht - er ist für die anderen noch "das Baby". Wie sie dann auf jemandem rumhacken, der noch ein Jahr jünger ist, möchte ich gar nicht wissen traurig.

Wir sind jedenfalls sicher, die richtige Entscheidung für unsere Kinder getroffen zu haben smile. Wenn du Lehrer, Kinderärzte oder auch Kindergärtnerinnen nach ihrer persönlichen (!) Meinung fragst, raten dir fast alle ab. So ist es jedenfalls bei uns. Weil man die Entscheidung eben auf 10 Jahre umlegen muss und nicht nur auf die ersten zwei...




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