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  Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  Ines mir Pia & Janne
schrieb am 09.02.2008 19:11
Hallo,

ich weiß nicht wer sich noch erinnern kann, ich hatte vor langer Zeit schon mal von meiner Tochter (14) berichtet, die unter Panikattacken und leichten Essstörungen litt, was sich dann aber nach einer dreijährigen Therapie stark gebessert hat. Nun hat sie ca 1 Jahr nach Therapieende einen massiven Rückfall erlitten. Sehr starke Panukattacken, die nur mir starken Medikamenten in den Griff zu bekommen sind und Essströrungen, die mit zeitweise mehrtägigen nichts essen und trinken einher gehen. Sie sagt sie hat Angst zu essen und bekommt immer nach dem Essen Panikattacken mit gefühlen von Atemnot und Toidesangst sowie Todeswünsche. Sie ist natürlich notfallmäßig wieder zu ihrer alten Therapeuten gegangen. Das ganze geht jetzt seit 4 Wochen mal "Frisst" sie einen Tag alles in sich hinein mal ißt sie Tage nichts. Die Therapeuten ist absolut dagegen, dass sie in ein Klinik geht, weil sie meint da wird es nur schlimmer und das würde nichts helfen. Wir sind überhaupt nicht damit einverstanden, zumal wir keinen Schritt mehr machen können alleine, da sie dann sofort Panik bekommt. Mittlerweile wiegt sie 38 Kilo und ist 167 groß. Der Kinderarzt der auch erst unserer Meinung war dass sie in eine Klinik muß ist nun nach einem Gespräch mit der Therapeuten auch umgeschwenkt. Wir fühlen uns total hilflos.
Vielleicht weiß jemand von euch was, weil er schon ähnliches erlebt hat, über jegliche Antwort würde ich mich freuen...


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  lucky*3
schrieb am 09.02.2008 19:35
das hört sich wirklich dramatisch an. Ich kann dir leider in keinster Weise helfen.

Schreib doch mal Daniela-Thea oder Blüte aus dem Kummerkasten eine PN - ich kann dir auch die Mail-Adresse von Daniela-Thea per PN schicken, sie hat sie mal im Kummerkasten veröffentlicht.

Alles Gute für deine Große!


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
avatar  *kami*
Status:
schrieb am 09.02.2008 20:11
Oje, das klingt aber gar nicht gut. traurig

Bei meiner Cousine war es leider nach der Trennung der Eltern ähnlich und sie hungerte sich auch auf etwa 35 kg runter bei ner Größe von 1,65 m.

Auch da waren die Ärzte der Meinung, das eine stationäre Therapie sie nur noch mehr aus der Bahn werfen würde. Sie hat dann eine Therapie in einer Tagesklinik gemacht, die dann auch sehr schnell angeschlagen hat.

Aber wenn ihr das Gefühl habt, sie wäre stationär besser aufgehoben, setzt Euch doch mal mit entsprechenden Kliniken, vielleicht am Besten in der Nähe, in Verbindung und schildert dort den Fall und hört Euch deren Meinung an.

Alles Gute!


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  Mori
schrieb am 09.02.2008 20:30
Wir hatten vor Jahren mal ein Mädel in der Gemeinde, bei der es ähnlich lief ... Mensch, sah die elend aus... allerdings waren die Panikattacken wohl nicht ganz so stark, jedenfalls mußte sie (noch?) nicht ständig unter Aufsicht sein.
Sie hat es auch länger ambulant versucht, aber schließlich kriegten die Eltern doch zu große Angst, haben auf stationäre Einweisung bestanden (Spezialklinik für Eßstörungen in der Berliner Chartié). Dort hab ich sie dann auch mehrmals besucht ... es war am Anfang unheimlich hart für sie, aber es ging dann doch relativ rasch aufwärts - auch mit dem Gewicht; sie fand andere Mädels im gleichen Alter, die sie verstanden ... und jetzt hat sie ihr Leben im Griff, auch wenn sie immer auch gefährdet bleiben wird (vielleicht, weil es so lange gedauert hat bis zur richtigen Therapie?).

Es würde mir sehr schwer fallen, mein Kind so wegzugeben, zumal es oft recht lange dauert ... aber man muß halt wissen, was wirklich richtig ist. Vielleicht kann man mal einen Termin kriegen in so einer Einrichtung oder auch in einer Tagesklinik, um sich DORT mal vorzustellen und mit den Therapeuten zu sprechen?

Mori


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  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  XEule
schrieb am 09.02.2008 22:14
Ich hatte mal ein Kind in der Kindergruppe, die an Essstörungen und Schulangst litt (sie hat viel zu viel gegessen). Sie entwickelte sich nach einem Aufenthalt in der Klinik Bremen Ost ghervorragend. Andererseits hatte ich eine Schulfreundin die in besagter Klinik erst gelernt hat, wie man Erwachsene "austrickst" und suggeriert man hätte gegessen, obwohl man es nicht tat etc.

Habt Ihr die Möglichkeit eine professionelle Zweitmeinung einzuholen?

Eulenmama


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
avatar  Jeannex
schrieb am 09.02.2008 22:40
Ich würde mir auch eine zweite Meinung einholen, das hört sich für mich echt behandlungsbedürftig an!
38 kg auf 1,67m ist echt wenig, ich finde da ist höchste Eisenbahn, wenn man keine bleibenden Schäden entwickeln will.
Ich würde mal einen Therapeuten aufsuchen, der auf Magersucht speziallisiert ist.


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  himbeere
schrieb am 09.02.2008 23:54
Ich würde ganz dringend mit einer Klinik oder einer Tagesklinik Kontakt aufnehmen. Nicht nur Pia, auch ihr als Eltern braucht dringend Unterstützung und Beratung. So ein krankes Kind - das kann man nicht allein durchstehen, diese Ängste, vielleicht auch Schuldgefühle usw.

Ich kann euch nur dringend raten, in dieser Situation mal egoistisch zu denken und euch über die Therapeutin hinwegzusetzen. Es mag sein, dass es Gründe gibt, warum sie im Moment von einer stationären Therapie abrät. Aber da wird völlig außer Acht gelassen, wie es euch als Eltern geht und dass ihr sicher riesige Angst habt, euer Kind zu verlieren. Gibt es Beratungsstellen für Eltern von essgestörten Kindern? Wenn nicht, wende dich direkt an eine Psychsomat. Klinik und frage dich durch. Kliniken gibt es ja überall, ich weiß jetzt nicht, in welcher Gegend ihr wohnt.

Auf keinen Fall würde ich das so weiterlaufen lassen, das haltet ihr als Eltern nicht aus. Ich kenne auch die Werte nicht genau, aber irgendwann fällt eure Tochter um, so weit soll es ja keinesfalls kommen. Sucht euch dringend weitere Ansprechpartner!!

Alles, alles Gute
Himbeere


  Beratungsstelle
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  himbeere
schrieb am 09.02.2008 23:57
Diese hier habe ich auf die Schnelle gefunden!

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LG
Himbeere


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.08 23:59 von himbeere.


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  gelöschter User
schrieb am 10.02.2008 10:41
hallo ines,


eure tochter gehört dringend in die hand von spzialisten für ess-störungen! ich würde auf jeden fall mindestens eine 2. meinung einholen! ist die therapeutin auf das thema spezialisiert? eure ganze familie muss in die therapie einbezogen werden, damit ihr einen dauerhaften erfolg erzielt. gab es damals einen auslöser für die panikattacken und ess-störungen?

eine entsprechende klinik oder auch tagesklinik kann sehr hilfreich sein. 38 kg bei 1,67 m ist wirklich mehr als besorgniserregend. manchmal ist es besser, das mädchen vorübergehend aus der familie zu holen und in einer klinik zu behandeln.

ich wünsche euch alles gute!



maria1


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  tweety_is
Status:
schrieb am 10.02.2008 10:58
ich hab eine Freundlin, die Bulimie hat und noch so einiges anderes. Sie war schon mehrfach in stationärer Behandlung, war immer gut für sie. Auch wenn sie das im Vorfeld gar nicht so sah. Sie ist auch so in Behandlung, geht einmal wöchentlich zum Gespräch. Aber das allein kann nicht alles auffangen da sich Probleme meist aufbauen und dann geballt auftreten. Da behandelt man dann wieder nur die Folgen und nicht die Ursache.

Ich persönlich (das kann jeder aber für sich anders sehen) würde die Verantwortung für das Kind nicht mehr allein übernehmen und mindestens noch eine Meinung einholen (aber: welcher Arzt zweifelt die Meinung eines Kollegen an!!). Wenn das Gewicht bleibt, verhungert sieja bzw. bekommt auch nicht genug Flüssigkeit.

LG Ines


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
avatar  Tanti
schrieb am 10.02.2008 14:21
Liebe Ines, auch ich kann mich den Meinungen der anderen nur anschließen! Ihr braucht mehr Hilfe, mehr, als Euch dieser Psychologe anscheinend geben kann. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und aus meinem näheren Umkreis. Die Tochter guter Freunde hat Bulimie, seit Jahren, irgendwann ist es sogar uns aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt, obwohl das Mädel nicht spindeldürr war. In einem sehr vorsichtigen Gespräch mit den Eltern wurde uns dann die ganze Misere erzählt. Wir sind keine Therapeuten, aber oft tuen so offene Gespräche mit Freunden einfach nur gut und die Familie bekam neue Kraft. Die Tochter ging wenige Wochen später (endlich) in eine Klinik, in der am WE auch die Eltern mitbetreut wurden.
Es wurde ein ganz guter Erfolg erzielt, das Mädel macht diesjahr ihr Abi. GEHEILT ist man von einer solchen Erkrankung nie!!!!! Aber man - das heißt die ganze Familie - kann lernen, damit zu leben und damit umzugehen!

Ich hoffe, die Gespräche hier geben Euch auch genügend Kraft, weitere Schritte einzuleiten!!!!

Dicken Knuddler knuddel


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  Dana_Scully
schrieb am 10.02.2008 14:55
Ich glaube hier muss erst mal geklärt werden was im Vordergrund steht. Die Panikattaken oder die Eßstörung.

Ich weiß dass Menschen mit Panikattaken währenddessen sehr oft nichts oder nur sehr wenig essen können und das ganze dann nichts mit Magersucht oder Bulimie zu tun hat.

Sie hat Angst vor irgendetwas (was sie sicher selbst nicht beschreiben kann) und vor lauter Angst kann es einem so schlecht werden dass nichts essbares runtergeht, der Hals ist dann wie zugeschnürt.

Sie braucht auf jeden Fall gute psychologische Betreuung und auch die Familie muss mit einbezogen werden. Gute Erfolge gibt es auch mit Homöopathie, die man jetzt in der Aktuphase sicher auch zusätzlich anwenden kann, aber nur mit einem guten Homöopathen.

Alles Gute.


  Re: Ist jemand Psychologe oder hat selbst schon psychologische Erfahrungen gemacht?
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  Emily
schrieb am 10.02.2008 15:12
Mensch, das hört sich schlimm an... die arme Maus. Ich hatte mal eine "posttraumatische Belastungsstörung", die sich ähnlich geäußert hat, aber da war ich deutlich älter und bin schon kaum damit klargekommen. Im Alter eurer Tochter muss das noch viel schlimmer sein, so richtig viel Lebenserfahrung hat man da ja noch nicht traurig.

Ich schließe mich den anderen an. Auf jeden Fall solltet ihr eine zweite Meinung einholen. Und weil eine Krähe der anderen selten ein Auge aushackt, würde ich dem zweiten Arzt nicht erzählen, dass er der zweite ist. Lasst euch woanders notfallmäßig einen Termin geben - ich weiß, dass die Psychologen oft endlose Wartelisten haben, aber bei sowas geht es jedenfalls hier bei uns sehr schnell. Woanders ist das sicher ähnlich... ist ja keine Migräne oder so...

Falls ein zweiter Arzt das ähnlich sieht wie eure jetzige Ärztin, kann man weitersehen. Aber erstmal würde ich da nachhaken... und im Zweifelsfall doch meinem Bauchgefühl vertrauen. Speziell die Mamas haben da oft feine Antennen, mit denen ein Arzt auch bei viel Berufserfahrung nicht mithalten kann.


  ich danke euch.....
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  Ines mir Pia & Janne
schrieb am 10.02.2008 15:50
ihr habe alle meine eigenen Gedanken bestätigt und ich fühle mich jetzt um einiges sicherer.
Ich werde mich auch mit der in Frage kommenden Klinik in Verbindung setzen, dort gibt es wohl Vorgespräche. Erstmal vielen Dank. Ich werde mich auf alle Fälle melden wenn es Neuigkeiten gibt. Da ich gerade vort einer Woche angefangen habe zu arbeiten erschwert das die Sache noch zusätzlich um einiges.

winken

Liebe grüße
Ines




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