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  Schnuller raus - Englisch rein
avatar    Nordsternchen
schrieb am 31.07.2007 21:01
Sagt mal, hat jemand den Beitrag auf WDR bei der Sendung "echt" gestern gesehen?

Schnuller raus - Englisch rein

Es geht dort um Familien, die ihre Kinder überdurchschnittlich fördern. Aber sowas von überdurchschnittlich - sorry, ich fand das furchtbar. Die Kinder gehen mit 2 schon in die Kinderschule und lernen dort Englisch. Und dann so Dinge wie Kommunikation und Rhetorik und und und. Der 5jährige spricht schon perfekt englisch, der 2jährige fängt jetzt an.
Nebenbei spielen sie natürlich noch Tennis udn HOckey und spielen Klavier und was weiß ich nicht.

Und danach kommen sie natürlich auf eine Internationale Schule, weil normale Schule geht ja gar nicht.

Also ich fand es wirklich krass. Ich denke, fördern ist ja nicht verkehrt und ich mache auch viel mit JOnna. und ich finde es auch toll, wenn sie im Kindergarten englisch lernt oder Experimente macht...
aber jeden Nachmittag irgendwelche Kurse und dann am Wochenende noch in die Kinderschule...

wie seht ihr das denn? Schaut euch am besten mal den Beitrag an. So geschrieben kommt das so harmlos rüber grins aber den Film fand ich wirklich krass. Und nein.. er geht keine 30 Minuten,d as ist die gnaze Sendung. Der Beitrag geht nur 8 Minuten grins


  Re: Schnuller raus - Englisch rein
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   Mori
schrieb am 31.07.2007 21:35
Vielleicht guck ich nachher mal... ich find sowas auch immer krass.
Hatte mal ne Schülerin, auch so ne "höhere Tochter" - O-Ton Mutter: "Bei uns in der (Groß-)Familie lernen alle Mädchen Klavier spielen!"
Zwei Jahre hab ich mich mit ihr rumgequält, mit diversen Gesprächen mit Mutter zwischendurch, dann hab ich - das einzige Mal bisher! - einseitig den Vertrag gekündigt. Die Tochter hatte weder Lust noch Talent, Unterstützung auf diesem Gebiet zu Hause auch nicht... war allerdings schon 12 oder so. Also, was soll so ein Quatsch?!? Bei so Kleinen find ich es noch schlimmer....

GAR NICHT fördern ist auch schlimm, aber ZU VIEL genauso wenig gesund.
Mori


  Re: Schnuller raus - Englisch rein
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   katrina
schrieb am 01.08.2007 15:07
Uh da habe ich letztens was im "Weltspiegel" (ARD) gesehen, da ging es um die reiche New Yorker Oberschicht, die ihren Kindern jetzt durch chin. Nannys Mandarin beibringen lässt, weil Chinesisch angeblich die Sprache der Zukunft ist. Da unterhielten sich dann 3jährige auf Chinesisch Ohnmacht
Zugegeben: ich finds schon klasse und bin auch neidisch, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen können, zu keiner Zeit lernt man Sprachen so spielend wie im Kindesalter. Aber es sollte m.M. nach spielerisch erfolgen und nicht in Kursen oder so, jeden Tag volles Programm, Nein, das wäre auch nix für mich!


  Re: Schnuller raus - Englisch rein
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   henriette
schrieb am 01.08.2007 21:39
ganz klar: mandarin, violine, tennis, toepfern, theater, rhetorik.

wahrscheinlich sehe ich das viel zu banal, aber ich finde, dass bis zum schulalter ein abwechslungsreiches taegliches, alltaegliches leben und erleben foerderung genug ist.

beste gruesse

h.


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  Wie jetzt....
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   himbeere
schrieb am 01.08.2007 23:17
geht Jonna immer noch nicht in den Rhetorik-Kurs? Und auch nicht ins Moderationstraining? Und was ist mit Business-Japanisch? Wie soll sie denn ohne diese Schlüsselqualifikationen und Soft Skills durchs Leben kommen?

Steffiiiii - du machst auch wirklich alles falsch!!! Achso!

In einem Geo-Extraheft zum Thema Erziehung war auch mal ein Artikel über diese Über-Fö(o)rderung. Dieser Irrglaube, dass das Lernfenster für Fremdsprachen u.a. mit 3/4/5 unerbittlich zuklappt - und wenn ich bis dahin mein Kind nicht in Englisch, Chinesisch und Mandarin gefödert habe, dann ist es aus und vorbei mit dem erfolgreichen Leben. Über Kinder, die Sonntags in drei Kurse nacheinander geschickt werden, spät nachmittags dann noch todmüde in den Benimm-Kurs. Einfach schrecklich. Mir tun diese Kinder leid, weil sie so früh lernen: Ich muss anders/besser/schlauer usw. sein, als ich bin, ich muss dauernd was leisten, und wehe, ich bringe hinterher nicht das entsprechende Gehalt heim, dann hat sich die ganze teure Investition in mich ja nicht gelohnt.

Nee - mit mir nicht! Aber bei meinen Kindern ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Die waren ja noch nicht mal im Pekip und wurden auch nicht täglich massiert. Und den Babybenimmkurs haben wir auch verpasst.

Liebe Grüße
Himbeere


  Re: Schnuller raus - Englisch rein
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   Nicole **
schrieb am 02.08.2007 08:02
Oh Du lieber Himmel!! Ich kann mich eurer Meinung nur anschliessen. Sorry, mir geht bei solchen Diskussionen immer absolut die Hutschnur hoch!

Warum können die Kinder nicht einfach Kinder sein? Warum müssen Sie zwanhaft in irgendwelche Kurse gesteckt werden? Warum können Sie nicht selbst entscheiden, ob Sie eine gewisse Sportart oder ein Instrument lernen möchten? Ich finde, durch diesen permanenten Input lernen die Kinder nicht, ihre Kreativität, Ihre eigene Logik und ihre eigenen Schlüsse zu ziehen!! Wie soll ein Kind dass dann später als Erwachsener je können, wenn es von klein auf alle Schritte und Wege bis ins Detail vorgegeben bekommen hat???

Ok, meine Tochter macht auch Ballett, aber das wars! Das macht sie auch nur, weil sie es selbst unbedingt wollte und sie ist mit feuereifer dabei und tanzt selbst zuhause ständig! Meinem Mann wäre Tennis viel lieber gewesen, dann hätten wir zusammen spielen können, das findet sie blöd! Ok, dann eben kein Tennis - niemand bei uns in der Familie hat auch nur ansatzweise irgendeinen Bezug zum Tanz! Es kommt wirklich von ihr! Hätte sie Fussball gewollt, wäre sie eben zum Fussball gegangen.

Wenn Kinder zweisprachige Eltern haben bietet es sich ja auch an, die Kinder in beiden Sprachen zu erziehen. Ich finde auch den spielerischen Englisch Unterricht im Kiga sehr schön, alleine um das Interesse zu wecken. Sicherlich kann man hier nicht erwarten, dass das Kind dann nach eingien Jahren perfekt spricht! Es geht ja lediglich darum, den Horizont zu erweitern und das Interesse für Neues zu wecken.

Manchmal denke ich, dass die Eltern, welche Ihre Kinder dermassen "überfordern" zu Hause weder die Zeit noch die Lust noch eine Ahnung haben, wie sie sich selbst mit ihren Kindern beschäftigen könnten. Aus diesem Grund werden Sie von Input Station zu Input Station gehetzt, um vielleicht auf der einen Seite das schlechte Gewissen zu beruhigen und auf der anderen Seite zu sagen, ich habe ja alles getan. Die finanziellen Mittel stehen dann in der Regel auch zur Verfügung!

Schade nur, dass diese Kinder wahrscheinlich nicht auf einen Baum klettern können, sie haben wahrscheinlich nie einen Matschkuchen gebacken und nie mit Straßenkreide eine komplette Wohnlandschaft eingerichtet oder mit Holzklötzen und Aststücken gebaut. . . Das sind Sachen, die Kinder machen, wenn sie einfach mal gelassen werden. Hier wird soviel Kreativtät und Logik gefördert, selbständiges Denken und Handeln, dass kann kein Kurs der Welt bieten.

Ich überlege nur immer wieder, wie unsere Generation groß geworden ist - ohne Internet, Handy, auf dem Land, ohne große Kurse, mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, mich 20 km jede Woche in irgendeinen Kurs zu fahren und das womöglich auch noch mehrmals die Woche! Dafür war neben der Arbeit schlicht keine Zeit mehr. Dafür durfte ich aber Kind sein und ich denke, aus mir ist auch etwas geworden. Sicherlich, die Zeiten haben sich geändert, aber ich glaube einfach, dass gute Erziehung nichts damit zu tun hat wieviele bezahlte Reitstunden das Kind genommen hat!

Das wurde jetzt sehr lang, aber ich hasse diese Diskussionen über die angeblichen Wunderkinder!!! Ich habe erst letzte Woche gelesen, das nahezu 50% aller Kinder in der Grundschule und viele schon darunter unter starken psychischen Problemen leiden. In der Schule wird soviel verlangt und das ist nun mal ein "Muss" wieso kann man sie denn dann nicht einfach bis zum Schulalter Kind sein lassen um zu entdecken, zu erfahren und einfach selbständig zu lernen? Ich werde nie verstehen, wohin das alles noch führen soll!

Aus diesen Kindern werden dann die Leute, die trotz einser Schnitt an der Elite Uni im Leben nicht klar kommen. Das ist jetzt vielleicht auch verallgemeinert, aber sorry, so was kann nicht gesund sein und die Kinder, die so unter Druck gesetzt werden suchen sich irgendwann irgendwo ein Ventil!

LG


  Ihr sprecht mir aus der Seele...
avatar    Nordsternchen
schrieb am 02.08.2007 13:36
ich dachte schon, ich bin eine Rabenmutter, weil Jonna noch nicht mindestens 3 Kurse hat und eine Fremdsprache spricht.
Nicole, ich sehe es genau, wie du es gesagt hast. Solange es spielerisch bleibt, wie z. B. der Englischunterricht im Kiga - oder wenn es vom Kind selbst ausgeht - dann finde ich es total klasse und auch wichtig. Jonna wollte ja eine Zeitlang unbedingt französisch lernen, weil ihre beste Freundin (Bisous Rosalie) auch französisch spricht. Beim Kinderarzt hing immer ein Zettel aus - französisch ab 3 Jahren, aber als Jonna dann endlich 3 war, hing der Zettel nicht mehr da. Das hätte ich dann aber gemacht, auch wenn einige mich dann bestimmt auch als überehrgeizige Eislaufmutter dargestellt hätten. Aber es war Jonnas Herzenswunsch udn dann hätte ich es auch schön gefunden.
Und gegen Musikschule am Nachmittag und dann vielleicht auch noch reiten oder Ballett hat ja auch kein Mensch was.
Ich fands in dem Beitrag so krass, dass die Eltern ja vollzeit berufstätig sind und dann am Wochenende, wenn sie endlich mal Zeit für di eKinder hätten, diese noch in die Wochenendschule undzum Tennis schicken.
Die Mutter meinte, sie würde es ja so toll finden, dass ihr Sohn schon weiß, welches der größte und der kleinste Vogel ist... hallo ? ich kann auch mit meinem Kind in den Zoo gehen oder ins Aquarium oder tolle Bücher mit ihm lesen. jonna liebt die Bücher von Meyers Weltlexikon und kann daher schon kleine Vorträge über Kühe und Eier und Kaulquappen halten grins, aber das Ganze passiert ohne Zwang und ich verbringe Zeit mit meinem Kind, wenn ich mich mit ihr hinsetze, die Bücher ansehe und ihre Fragen beantworte.
In dem Beitrag wurde auch eingeblendet, was es teilweise schon für Kurse gibt. Englisch ab 3 Monaten ! Japanisch für Kleinkinder ! Man kanns auch übertreiben, oder ?




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