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  Hilfe!!! Trotzphase?? Brauche gaaanz viel Rat!
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   NicoleH
schrieb am 16.07.2007 19:37
Ich bin heute völlig hin und her gerissen. Steckt mein Junior mitten in der Trotzphase oder bin ich schlicht und ergreifend unfähig richtig zu handeln, eine schlechte Mutter oder was geht da im Moment ab bei uns???

Unser Problem: Schon vor Wochen gings bei Bastian plötzlich los ..... bekam er was nicht oder setzte er irgendwas nicht durch, gings los mit Schreien. Aber so richtig. Ich meine jetzt nicht quengeln oder lauter werden .... ich meine Brüllen!! Ich habe ihm dann gesagt, daß er nach draußen zur Treppe gehen soll und wenn er sich beruhigt hat, kann er wiederkommen. Er drehte sich um .... rumms... Türe zu, setzte sich auf die Treppe und wenn er sich beruhigt hatte kam er wieder mit den Worten "jetzt bin ich wieder lieb". Küßchen und Sache erledigt. Kritisch wurden seine Wutanfälle nur, wenn meine Mutter bei ihm war. Oma wohnt in ihrer Wohnung bei uns im Haus und versorgt ihn, während ich arbeite. Ist sie bei uns, artet alles immer aus. Das Gebrüll wird noch größer.

Dann war der Zwerg im Krankenhaus. Wie ich schon geschrieben hatte, Pfeiffersches Drüsenfieber. In der allerletzten Nacht blieb Oma bei ihm im Krankenhaus, da ich wegen einer Gerichtsverhandlung nach Hause mußte. Schon bei der Heimfahrt wurde ich dreimal angerufen: Terror im Krankenhaus, die Station wird zusammengebrüllt, er randaliert ohne Ende, schlägt, spuckt. Als ich dabei war umzudrehen der Anruf: Lage hat sich wieder beruhigt.

Wieder zuhause: Immer und immer wieder eskaliert die Situation. Bei Kleinigkeiten flippt der Zwerg völlig aus. Bei meinem Mann und mir läßt sich alles immer irgendwie regeln. Meint er z.B. die Schuhe draußen ausziehen zu müssen und wegzuwerfen, geht er eben barfuß ins Haus, schreit er vor dem Haus, lassen wir ihn sitzen und gehen weg. Und irgendwann beruhigt sich der Zwerg.

Ist Oma bei mir, artet alles komplett aus. Eine winzige Kleinigkeit die Bastian nicht paßt (irgendjemand öffnet eine Türe vor ihm, er will fernsehen usw. usw.) und er beginnt völlig auszuflippen. Er schreit, er tobt, er schlägt um sich, er spuckt, er wirft Sachen runter, macht alles kaputt was in seinem Umfeld ist. Vor lauter Zorn macht er sogar in die Hose! (Er ist bereits seit Monaten am Tag sauber). Rein aus Protest. Das Ganze geht so lange bis er und alle Beteiligten völlig durchgeschwitzt und fertig sind.

Ich kann nicht mehr. Wir müssen mit seiner Oma in einem Haus leben, ich bin auf sie angewiesen, zumindest solange bis der Kindergarten im Herbst beginnt. Diese täglichen Kämpfe wenn sie hier ist schaffen mich, rauben mir die Kraft.

Wir finden keinen gemeinsamen Nenner. Am Liebsten wäre es mir, wir würden uns nicht sehen, wenn ich zuhause bin, aber das läßt sich natürlich mit unserem gemeinsamen Garten, Keller usw. nicht machen. Versteht mich nicht falsch .... ich will hier Bastian die Oma nicht vorenthalten, aber .... kaum ist sie im Spiel, dreht der Zwerg durch und ich kann ihn nicht mehr bremsen.

Ist das jetzt nur die Trotzphase? Versucht er uns auszuspielen? Was mache ich nur mit ihm? Nein ist nein, sowohl bei Oma als auch bei mir. Wir haben uns abgesprochen, damit wir gleich bei ihm reagieren, aber .... es klappt nicht. Sie meint, ich bin schuld, daß er so ist.

Ich bin schon so weit, daß ich am Liebsten samt Kind von zuhause ausziehen würde. Ich will wieder mein braves Kind zurück und ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Mein Mann ist mir unter der Woche keine Stütze, er ist beruflich im Ausland und nur am WE daheim. Die WEs sind dann diesbezüglich die reinste Erholung. Nur selten erlebe ich solche Ausfälle von Bastian wenn er da ist.

Was ratet ihr mir?? Wie kann ich unser Zusammenleben wieder in normale Bahnen lenken? Was mache ich mit Bastian, wenn er so durchdreht?? Wenn er so schreit, hört er mich nichtmal mehr. Alles was ich sage, ist komplett umsonst - als wäre er taub. Ignorieren hilft auch nicht und selbst Nachbarn haben schon gefragt, was da bei uns abgeht. Ich kann ihn nicht schreien lassen, von selber würde er nie aufhören. Er schreit, bis die Stimme kippt und er heiser ist.

Hilfe. Bin ich plötzlich nicht mehr in der Lage mein Kind zu erziehen?

Nicole mit Bastian (geb. 31.01.04)


  Re: Hilfe!!! Trotzphase?? Brauche gaaanz viel Rat!
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   SandraT
schrieb am 16.07.2007 20:23
nur kurz - stille...

hast du ihm mal alternativen aufgezeigt um mit seinem frust umzugehen? (schimpfen plus stampfen ,in kissen boxen, hüpfen so hoch es geht, schlechte-laune-lied ...)
Kinder in dem alter lernen gefühle grade erst kennen - auch den umgang damit müssen sie eben lernen (wieviele Erwachsene können es noch nichtmals und ticken aus - die können aber vorher diskutieren und schimpfen und sich etwas im Griff halten).

Übrigens ist negative Aufmerksamkeit Kindern lieber als gar keine.

Kann es sein, daß Ihr im Streß seid (nicht böse gemeint), nicht wirklich Zeit für den Kleinen habt und er nur quasi nebenbei läuft, bzw. halbherzig mal eben gespielt oder vorgelesen wird? (muß ja nicht so sein - aber könnte eben).
Seht Ihr schon fast nur noch dieses Verhalten und gar nicht mehr das, was er gut macht oder wo er lieb ist?

Versuch es mal mit loben, loben, loben und zwar in allen Situationen - es gibt sicher viele (auf Dich gewartet, im Geschäft nicht gejammert, schnell alleine angezogen, toll gegessen, schön gesungen, ...) und wenn er so austickt, versuche ihn einfach mal festzuhalten, bis er sich beruhigt.
Noch besser wäre, die Situation vorher zu entschärfen und dann z.B. zu flüstern.
Vorab alles erklären und vor allem begründen - damit ist bei Kindern schon viel gewonnen als mit puren Anweisungen.
Vereinbarungen mit ihm zusammen ! treffen, in welchen Situationen er wie reagieren soll und wenn nicht, was Ihr dann macht. Da halten sich Kinder auch eher dran als an pure Vorgaben.

Nicht fragen (ziehst Du Dich bitte an!?) sondern Fakten (zieh Dich jetzt bitte an.)
Nicht Nein-Ansagen (Du sollst nicht kippeln) sondern positive Formulierungen (bleib bitte ruhig sitzen) (die Kinder haben das Bild im Kopf von dem, was Du sagst und richten sich schneller danach).

Und ansonsten ist es eben die Trotzphase - da müssen alle durch und jeder mit seinem Kind anders und man entwickelt schon seine Methoden (die auch nicht immer aber eben meistens funktionieren).
Und schuld ist da gar keiner.

Evtl. vermißt er Dich auch und straft Oma so? Mit Papa ist nochmal ein Streßfaktor mehr.

Wie auch immer - halte durch - es geht vorbei, bzw. es kommt die nächste andere aber nicht unbedingt bessere Phase zwinker

Gruß,

Sandra


  Re: Hilfe!!! Trotzphase?? Brauche gaaanz viel Rat!
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   SandraT
schrieb am 16.07.2007 20:25
vielleicht hilft Euch am Anfang auch so eine Punktetafel mit Herzchen und "Zickenstrichen" und für jede Situation gibt es was und je nachdem, was nach drei Tagen mehr ist, gibt es ne Überraschung oder es geht von Neuem los.
So hast Du immer noch ein Argument (Stop - denk an die Überraschung - stampf lieber auf den Boden als zu schreien...!)

Gruß,

Sandra




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