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  "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   Tavia
schrieb am 09.07.2007 23:52
....ich schreib zwar nicht soviel,lese aber immer gerne mit...
Schon oft ist mir aufgefallen,dass Mütter schreiben"mein Kind langweilt "sich im Kindergarten-.....und vielleicht doch schon mit 5 zur Schule...
Da ich auch zwei Kinder im Kigaalter habe und selbst in einem Kindergarten arbeite möchte ich kurz von meinen "Beobachtungen"und "Erfahrungen" schreiben..
Also, für mich ist es unverständlich wie sich Kinder unter Kindern(je nach Gruppenstärke 15-22) "langweilen".Meine Erfahrungen-wie gesagt ich spreche nur von meinen Erfahrungen und meinen Kindern -zeigen eher das Gegenteil.Wo Kinder auf Kinder treffen ist eigentlich immer was los.........Natürlich ist es wichtig Kindern Wissen zu vermitteln,ihnen Rüstzeug jeder Art für´s Leben zu geben-ABER , miteinander kommunizieren-sich messen,streiten,vertragen,"nur"zu spielen ist finde ich,noch viel wichtiger!
Ich sehe,dass Kinder nach dem Kiga zu einer AG zur nächsten geschleppt werden,kaum Zeit für Freunde haben,sich nicht auseinandersetzen können-woran liegt das?langweilen sie sich? Oderwird Ihnen mit 3,4,5 Jahren zuviel abverlangt?Ich meine JA!
Klar können mir heute schon manche 3und4Jährige "die Welt erklären"Partybandaber sind oft nicht in der Lage einen Turm zu bauen oder versunken zu spielen..Mal zuhören und sich nicht ständig in den Mittelpunkt zu stellen fällt manchen Kindern auch sehr schwer..
Versteht Ihr was ich meine?
Spielen ist Arbeit für die kids und sollte ziemlich lange der "Hauptjob "unserer kids sein...finde ich.....
Nun bin ich gespannt was Ihr meint...
Lieben Nachtgruss !
Tavia


  Re: "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   Anmali
schrieb am 10.07.2007 08:25
Sehe ich genauso.

Meine beiden haben keine AG'S da ich der Meinung bin mit 5 und 3 brauchen sie solche Volltimeauslastung nicht.

Die beiden sind den ganzen Tag beschäftigt. Nach dem Kindergarten sind sie draußen und toben und machen mir einen ausgelasteten Eindruck außer das Wetter ist so bescheiden wie jetzt.


  Ich bin einfach nur froh, das ich diese Entscheidung nicht treffen muß
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   Conny*
schrieb am 10.07.2007 09:11
Mit einem 6ten Geburtstag im März 2008 steht außer Frage, das meine im Sommer 2008 in die Schule kommen.

Nirgends kommen die Kinder so spät in die Schule wie in Deutschland. Nur in Deutschland stehen Kindergarten und Schule so gegeneinander. In Frankreich oder den USA (zum Beispiel) ist der Übergang viel fließender, da haben die Kinder schon schulisches Lernen in der KiTa geübt und der Übergang in die Schule ist dann nicht so hart, weil schulrelevante Verhaltensweisen schon eingeübt worden sind, immer wieder unterbrochen von Spielphasen. In England gibt es Vorschulklassen, die an die Grundschule angeschlossen sind. Und spielen, sich messen und auseinandersetzen tun die Kinder auch da.
Und in diesem Zustand liegt meiner Meinung nach auch der Hund begraben: egal ob es 5 , 6 oder 7 Jahre sind, die ein Kind alt ist: der Übergang vom kuscheligen ganzenTagmitFreundenspielen Kindergarten zum "nun sind wir in der Grundschule und eine einzige Lehrerin muß versuchen, schlimmstenfalls 28 verspielte und zum Teil undisziplinierte Kinder zum lernen zu erziehen" ist einfach zu hart! Beide Institutionen müssten stärker zusammenarbeiten, der Beruf der Erzieherin aufgewertet und besser bezahlt sein und Wissensstandards für Kindergartenkinder vorgegeben sein, so das alle ein Minimalwissen als Grundvoraussetzung haben haben, wenn sie in die Grundschule kommen. Und das Erarbeiten dieses Standards ist schon eine Vorbereitung auf den Schulbesuch mit all seinen Ansprüchen an das und Chancen für das Kind. Die SchuliAG einmal in der Woche, die reicht beim besten Willen nicht.


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.07 10:14 von Conny*.


  Re: "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   SandraT
schrieb am 10.07.2007 09:43
tja - aber wenn Kinder von Anfang an! nicht spielen wollen???
Da hört man oft den Spruch "Die müssen erstmal spielen lernen" - aber das kommt eben von den bei diesem Thema einseitig informierten Personen...

Unsere hatte bis jetzt auch montags schwimmen, dienstags Vorschule und danach noch zur "Krabbelgruppe" (die sie haßt - alle gleich alt und mit kleinen Geschwistern aber eben auf anderem Level), mittwochs im KiGa turnen (bis 16.00) und (um 16.15) tanzen, donnerstags Musikschule und Sport, freitags mit zum Babyschwimmen, sonntags Sonntagsschule und davor Kinderchor (und phasenweise noch morgens SWD-Kurs) - und das wollte alles SIE!!!
Alles jahrelang! Nur Musikinstrument hat sie noch nicht geäußert (außer dauernd Blockflöte - aber so ein Gefiepse tu ich mir nicht an - Horror).
Und puzzlen kann sie überhaupt nicht - sieht anscheinend auch keinen Sinn darin - da kann ich nicht hingucken! Macht sie aber eh nicht.
(Die Leiterin im KiGa meinte auch mal, es wäre zuviel - aber sie hat dann mal mitbekommen, wie sie sich beeilt, wenn ich drohe, sie abzumelden und auch, daß sie noch mehr will und wie sie sich drauf freut).

MIR war es schon zu stressig aber sie wollte sogar noch reiten, englisch, Ballett, Karate usw. und hätte auch alles gemacht - ich mußte keine Kurse wegen Lustlosigkeit abmelden oder sie überreden.
Im Gegenteil - vor allem vor dem Tanzen mittwochs - da nervte sie mich schon lange und ich habe irgendwann den ca. zwei Probeterminen zugestimmt (und hätte niemals gedacht, daß ich wirklich anmelde - zumal ich selber tanzen hasse) und ihr gesagt, daß es zuviel ist, sie nur jammert usw. - aber nein - sie war das ausgeglichenste Kind - sie wollte es mir beweisen! Und das ist auch so geblieben - in den letzten ca. 4 Jahren haben wir nur einmal turnen ausfallen lassen, weil sie draussen planschte.

Und sie "spielt" trotzdem mit anderen Kindern - eben Älteren und das ist dann Inlinern, Gummitwist, Computer aus Papier basteln usw.

Im Kindergarten sind nach den Ferien 22 Kinder weg - da kommen 22 kleine (von 50) und die kleinen bisher waren schon "nichts" zum Spielen.
Klar kommt sie damit klar, hilft ihnen usw. - aber für anspruchsvollere Spiele oder Gespräche fehlen eben Partner auf dem gleichen Level (viele Mamis in Elternzeit haben ja auch das ähnliche Problem).
Und die Erzieherinnen können sich eben nicht nur um ein Kind kümmern.
Bei uns im KiGa gab es nur freies Spielen und es war schon schwierig, durchzusetzen, daß sie immerhin mal sticken durfte. Ein Ausflug wurde nie gemacht und in dem Vorschuljahr durfte sie immerhin weben, was Schwieriges sticken, einen Kochkurs mitmachen, einmal ne Stunde zur Gärtnerei, Schreienerei, Zahnarzt und Bibliothek (finde ich immer noch wenig).

Vor einem Jahr hatten ihre Erzieherinnen auch noch Bedenken (aber eben nur wegen des sich wehrens, durchsetzen usw.).
Wir waren beim schulpsychologischen Dienst, hatten sie dann nach langen Überlegungen erstmal angemeldet und abgewartet (nachträglich anmelden ist schwierig, zurückziehen jederzeit möglich).
Die Schulärztin hatte keinerlei Bedenken, die Schulpsychologin meinte, daß sie in fast allen Bereichen ihrem Alter mehr als ein Jahr voraus wäre, die beiden Erzieherinnen meinten irgendwann, daß sie es nicht mehr leisten könnten und sie von den Aufgaben und Anforderungen in der Schule besser aufgehoben wäre, in vielen vielen Fachbüchern stehen interessante Dinge über Folgen von "zu später" Einschulung (Motivation geht bei mangelnder Forderung verloren, Langeweile usw.) und sie langweilte sich eben im KiGa.
Sie WOLLTE schon letztes Jahr zur Schule.
Wir haben ca. zwei Jahre überlegt und dann zum letztmaligen Termin nach langen Gesprächen (alle von mir aus) mit KiGa und Lehrerinnen, bei denen sie in der Schnupperschule war (sie wollten mir gar keinen Gesprächstermin geben, weil es für sie keinen Gesprächsbedarf gab! War für sie klar, daß sie reinmuß und wenn es ihre Tochter wäre, wäre es gar keine Frage!) entschieden.
Der Abstand wird ja auch immer größer zu den Erstklässlern und wie war dann der entscheidende Satz der KiGä zur mir? "Das Geburtsdatum köööönnen Sie nunmal nicht ändern!!!" - ja, genau das fehlte uns eigentlich nur grins.
Wenn sie soweit sind - warum nicht?
Überspringen lassen ist für die Kinder meist schwieriger als eher rein.
Meine größte Sorge war eben das Wehren, bwz. Nichtwehren (nur mit Worten aber das funktioniert bei vielen Kindern eben nicht).
Aber auch da meinte ein sehr guter Psychologe, welcher sogar eine Praxis für schwierige Kinder hat (sogar mit Gefängnissen arbeitet, auch Profile über Terroristen erstellt usw. - aber eben hauptsächlich mit Kindern arbeitet), daß die Kinder, die hauen eher ein Problem haben und noch nicht so weit - die, die kommunizieren können, haben normal eben keine Probleme.
Dazu kommt noch unser Wohngebiet - hier gibt es keine "Problemviertel".

Und wir haben also gesagt, lieber ein Jahr eher rein und Anforderungen haben als gefrustet im KiGa sitzen (Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, daß die meisten Kinder die schwierigen Spiele auch korrekt bis zum Ende spielen und Lust dazuhaben oder daß die meisten Kinder vernünftig antworten - da kommt eher keine Antwort und ich habe es sehr oft beobachtet, daß Annika was fragte und wartete, nochmal fragte, wartete usw. und KEINE Antwort bekam - viele kleinen Kinder ignorieren einfach, wenn sie was nicht wollen oder drehen sich mitten im Gespräch um oder sind super albern - und Annika ist einfach irgendwie "zu vernünftig" für ihr Alter - kommt sogar oft klugsch..ßerisch rüber, wenn sie anderen was erklärt oder so.
Sie ist gefühlsmässig eher auf der Seite der Erwachsenen...

Da gibt es soooo viele Punkte, die man berücksichtigen muß und leichtfertig fällt sicher keiner so eine Entscheidung.

Und für mich wäre noch ein KiGa-Jahr einfacher - vor allem wegen des Aufstehens - Annika wird ca. 17.30 mit Licht aus im Bett liegen müssen - war bisher 19.30 und dann waren wir oft spät im KiGa - sie muß zwei Stunden eher raus und schläft meist 13h bis sie ausgeschlafen ist (zickt sonst, trödelt noch mehr und jammert) - davor graut es mir wirklich.

Achja - sie hat sich schreiben und lesen und rechnen ALLEINE beigebracht und auch in so Dingen wird es Zeit, daß ihr jemand RICHTIG schreiben beibringt - sie schreibt z.B. die 5 von unten vom Kreis an und fast alle Buchstaben fängt sie unten an zu schreiben - ich bekomme es nicht raus - dann wird sie sauer - Fremde haben da sicher mehr Einfluß.

Ach - man kann nicht über zwei Jahre Informationen und Beobachtungen mal eben so runterschreiben.

Klar ist sie jünger als andere - klar kann es mal Probleme deswegen geben - aber andersrum gäbe es mit Sicherheit größere Probleme.
Und wenn wir noch ein Jahr gewartet hätten, müßte sie sicher springen und das hätten wir nicht verboten und dann wäre sie ebenso jung.
Mein Mann sollte zweimal springen - durfte es nicht - ihm ist alles nur zugefallen und er mußte sich nie anstrengen - den Salat haben wir jetzt im Job - er ist dauernd gestreßt, hat Angst zu versagen (es läuft nunmal nicht immer alles glatt), ist kaum kritikfähig und fühlt sich sofort persönlich angegriffen) - das kommt, wenn man nicht wirklich gefordert wird.

Naja - aber es ist meist sinnlos - viele haben ihre einseitigen Meinungen und wollen es gar nicht anders sehen. Oft ist auch Neid dabei - hier zumindest in der Nachbarschaft.
Klar ist es schwierig, den eigenen Kindern klarzumachen, warum das jüngere Nachbarskind reinkommt und das eigene Kind nicht - aber es kommt eben nicht nur auf das Geburtsdatum an, wie leider normalerweise in Deutschland...

Sicher sieht es es bei anderen Kindern oft anders aus - ich kann nur für mein Kind und meine Informationen sprechen und noch für ein Nachbarskind (kommt auch mit knapp 5,5 rein).
Leider gibt es auch viele Vorurteile bei dem Thema und Gerede von anderen Eltern...

Gruß,

Sandra


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.07 10:00 von SandraT.


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  Re: "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   SandraT
schrieb am 10.07.2007 09:49
achja - bin mal gespannt, wie es mit Alea wird - sie scheint (nicht nur) uns noch fitter zu sein als Annika - aber sie SPIELT smile

Ganz ungewohnt für uns - sie kann sich jetzt schon mal einige Minuten selber beschäftigen (muß trotzdem jede Sekunde gucken, weil sie nur Quatsch macht).
Liebt auch alles mit Rädern, Playmobil usw. - alles, was ungenutzt war, wird benutzt smile

Man für jedes Kind und jede Situation und in jedem Umfeld eine individuelle Entscheidung fällen - da gibt es keine Meinung dies oder jenes ist auf jeden Fall falsch, richtig oder besser.

Wer weiß - in einem anderen KiGa und anderem Wohngebiet hätten wir sie evtl. auch noch ein Jahr gelassen. Aber bei uns gab es eben nur freies Spielen und das reicht zwei Jahre smile
Und Kontakte zu anderen Kindern werden ja durch die Schule nicht unterbunden (wobei sie eh am besten mit ca. 8jährigen spielt).

Gruß,

Sandra


  Conny, du sprichst mir aus der Seele o.T.
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   Elsama
schrieb am 10.07.2007 10:01
  wenn du schon z.B. von USA sprichst
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   lucky*3
schrieb am 10.07.2007 10:46
klar werden die Kinder dort früher ans gezielte lernen herangeführt, lernen früher schon die Disziplin kennen, die in der Schule herrscht, den Verbund einer Klasse, die eine Person vorne die für alle zuständig ist.

Aber was bitte bringt das den Kindern/Jugendlichen/jungen Erwachsenen/Erwachsenen/Rentnern/Alten/dem Land USA????

Ist irgendetwas in USA besser als in Dtld???? Ist dort der Bildungsstandard insgesamt höher? Ist dort die Bevölkerung insgesamt vermögender, gesunder, fitter, zufriedener, gibts dort ein besseres Sozialsystem, ein besseres Gesundheitssystem, ein besseres Klima, bessere Lebensbedinungen insgesamt????

Ist es in Dtld. so schlecht??? Ist es so schlecht die Kinder bis 6 Jahren im KiGa zu lassen, ist unser Land deswegen insgesamt so weit hinten im internationalen Vergleich?


Ich finde, so viel kann Dtld. nicht falsch machen mit seinem System, die Kinder an die Bildung heranzubringen.
Ich seh es hier an so vielen Kindern in der näheren Verwandtschaft und Bekanntschaft, die alle bis 6 1/2 - 7 im KiGa waren, die es noch bei weitem geschafft haben, sich in der Schule einzugewöhnen, sich Bildung anzueigenen, ins Gymnasium überzugehen usw.
ich finde, das hängt viel mehr vom Elternhaus ab, von dem was einem von dort mitgegeben wird als davon, ob man nun mit 5 oder 6 oder 7 Jahren die strafferen Strukturen eines Schulsystems kennen lernt.


  Re: wenn du schon z.B. von USA sprichst
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   Conny*
schrieb am 10.07.2007 11:04
Hallo Gabi,

ich finde es relativ schnurz, in welchem Alter der Übertritt von der KiTa zur Grundschule ist, da ich der Ansicht bin, das der Übertritt an und für sich zu hart und schlecht gemacht ist. Es findet ein unzureichenden Vorbereitung auf die Anforderungen der Schule statt.

Und: es sollte eben nicht vom Elternhaus abhängen, ob man in der Schule zurechtkommt oder nicht, denn viele Kinder werden in Familien hineingeboren, die nicht in der Lage sind, ihre Kinder entsprechend vorzubereiten. Die haben dann schon verloren, bevor sie überhaupt in der Schule sind. Und ihre zukünftigen Kinder auch. Und deren auch.

Das Schulsystem der USA für die dortigen Problem verantwortlich zu machen, halte ich für sehr gewagt. Ich behaupte, das es dafür weit näherliegende Faktoren gibt, es würde an dieser Stelle aber zu weit führen, diese auszuführen. Davon abgesehen liegen US-Schüler Pisatechnisch vor deutschen Schülern.

Das deutsche Erziehungs-und Bildungssystem ist meiner Ansicht nach eines Industrielandes unwürdig. Was ich am allerübelsten finde, ist die Tatsache, das Kinder aus sozial schwächeren oder Migrantenfamilien ungleich schlechtere Chancen haben einen vernünftigen Abschluss zu machen oder gar zur Universität zu gehen als Kinder aus sozial bessergestellten Familen. Fehlende Ganztagsschulen und dieses dreizügige Schulsystem, die frühe Selektion in verschiedene Schultypen sind die Basis dieser schreienden Ungerechtigkeit. Andere Staaten machen uns vor, wie es funktioniert!


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.07 11:41 von Conny*.


  Re: Ich bin einfach nur froh, das ich diese Entscheidung nicht treffen muß
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   Lisanne
schrieb am 10.07.2007 11:16
Das unterschreibe ich voll und ganz...
im Kindergarten werden sie teilweise "ausgebremst" und dann in der Schule gehen die Uhren plötzlich anders. Eine vernünftige "vorschule" ab 5, die auch Pflicht für ALLE Kinder ist würde ich mir wünschen.
Wobei bei uns im Kindergarten sehr viel an Projekten mit den Vorschulkindern gemacht wird - das generelle "Niveau" ist jedoch sehr niedrig, was ich in einem Gespräch mit der Kindergärtnerin neulich mal erörtert habe. So fallen meine beiden - ganz normal entwickelte, aufgeweckte Kinder, (sicher nicht hochbegabt o.ä.) - deutlich nach oben aus dem "durchschnitt" der Gruppe heraus. Da wünschte ich mir manchmal etwas mehr "Anspruch". Und zu Hause fördere ich eben auch nicht nonstopp, da sich meine beiden gerne zum Spielen mit anderen Kindern verabreden und besonders im Sommer gerne draussen in unserem und in den Nachbargärten unterwegs sind.
Gruss
Britta


  ja klar
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   lucky*3
schrieb am 10.07.2007 12:17
aber was machen sie uns denn vor? Ich kann echt nichts besseres dran finden was in den meinsten anderen Staaten abläuft. Schau dir doch die USA an? Ist deren System eines Industriestaates würdiger? Da wird doch genau so selektiert, da gibt es doch noch eine viel größere Schere zw. arm und reich, zw. denen die es schaffen und denen die ewig unten bleiben, die von Geburt an keine Chance haben, weil sie in der falschen Gegend mit den falschen Eltern und der falschen Hautfarbe zur Welt gekommen sind.

Ich sag ja nicht, daß es hier optimal läuft, aber was ist schon optimal im Leben. Gerade heute hab ich mich schon wieder aufgeregt über die Schuluntersuchung bei einer Ärztin vom Gesundheitsamt. Das war eine Farce schlechthin und es wird die nächsten 18 Jahre so weitergehen, daß ich mich über die Unzulänglichkeiten des dt. Schulsystems und seiner Ausführenden aufrege - aber ich bilde mir nicht ein, daß andere Länder das Ei des Kolumbus bereits gefunden haben.


  hier ein interessanter link zu dem Thema
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   Conny*
schrieb am 10.07.2007 12:56
  Re: "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   Syfani
schrieb am 10.07.2007 13:01
Wie bringe ich jetzt meine ganzen Gedanken in ein Posting, was noch gelesen werden willIch hab ne Frage

Ich wohne in der Schweiz und hier gehen die Kinder ja um einiges später in den Kiga als in D.
Ich ich muss sagen: ES IST GUT SO.
Für mich stimmt es.
Heute hatten wir Abschied von der Spielgruppe und Nico kommt in den Kiga und er ist 5 Jahre.
Meine Erfahrungen von Fabian waren mit diesem Alter in den Kiga zu gehen sehr gut. Es läuft bei uns direkt in eine Art von Vorschule hinein, weil kie Kids ja schon etwas älter sind.
Der Uebertritt zur Schule lief reibungslos und die meisten Kinder können sich auch gut konzentrieren und der Lehrer ist mit dieser Klasse überglücklich.

Ich konnte die Zeit mit meinen Kindern zu Hause so schön geniessen.
Jetzt ist es auch für Nico an der Zeit, dass er mehr braucht und das bekommt er auch jetzt.
Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass meine Kinder weniger können als die Kinder, die mit 3 in den Kiga kamen.

Meine Kinder sind ausgeglichen, können spielen, sind sportlich, gutes soziales Verhalten.

Nach den Sommerferien erhalte ich jetzt auch mehr Freiraum für mich, und darauf freue ich mich auch.

Sylvia


  wir reden aneinander vorbei
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   lucky*3
schrieb am 10.07.2007 13:15
was vor allen Dingen daran liegt, daß man in 5 Minuten die man kurz Zeit hat, nicht das schreiben kann was man eigentlich sagen will...

klar kann man in Dtld viel verbesssern - absolut.

Aber - um nochmal bei den USA zu bleiben - was nutzen diesem Land die große Anzahl der Hochschulabsolventen? Könnte ich zwischen den Lebensumständen in Dtld. und den USA wählen, dann müsste ich keine Sekunde überlegen was mir lieber wäre. Dieses Land ist für mich in keiner Weise vorbildlich, auch nicht im Schulsystem.


  Vorschulklasse
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   Betti mit Kian und Mika
schrieb am 10.07.2007 13:15
Hallo!


Als Lehrerin sehe ich selbst genügend Mängel am deutschen Schulsystem. Aber so langsam bewegt sich doch einiges. In Kians vermutlich zukünftiger Grundschule wurde eine Art "Vorschulklasse" eingerichtet. Dorthin werden einige der diesjährigen "Kann-Kinder" gehen. Ich war erst skeptisch, aber sie hat einen sehr guten Ruf, teilweise können gar nicht alle einen Platz bekommen (geht dann nach Alter). Kian werde ich vermutlich als Dezember-Kind auch dort anmelden.

Es ist ein eigentlich zu langsamer Prozess - aber immerhin werden hier in Stuttgart immer mehr Horte eingerichtet (fast jede Grundschule hat nun einen eigenen), es gibt nun einzelne Ganztagesklassen und diese Vorschulklassen in der Schule finde ich eine gute Sache.

Viele Grüße


  Re: "Langeweile" im Kindergarten+Einschulung mit 5,6 oder 7...mal was "Kritisches"......
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   Tingeltangel
schrieb am 10.07.2007 15:02
Hallo,

Meine älteste Tochter ist erst mit 4 Jahren in den KiGa gekommen u. auch nur vormittags gegangen ( also ganz entgegen dem allgemeinen Trend! ) Nun kommt sie mit gerade 6 Jahren in die Schule u. ich habe keinerlei Bedenken, daß sie irgendwelche Schwierigkeiten haben wird. Sie kann weder rechnen, schreiben noch lesen, aber sie hat eine sehr hohe Sozialkompetenz, einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn u. ist eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit im Umgang mit allen Personen. Im KiGa war sie so everybody-Darling.
Zum Schulbeginn ziehen wir innerhalb des Ortes um, und sie muß auf eine Grundschule gehen, in die keine ihrer Freundinnen oder nur bekannten Gesichter geht. Sie kommt in die erste Klasse als total fremdes Kind. Im Gespräch mit der KiGa-Leiterin (über leichte Bedenken meinerseits über dieses Fremdsein) sagte diese nur, deine Tochter hat so viel gesundes Selbstvertrauen u. ein gutes Verhältnis zu sich und ihrer Umwelt, da braucht ihr euch keine Sorgen machen. So, nun kann die Schule kommen, und dann lernt sie Lesen, Rechnen u. Schreiben.

Für mich sind solche Argumente, sie kann schon so vieles u. will auch alles ausprobieren, keine ausschlaggebnenden Momente. Meine Tochter würde auch gerne vieles ausprobieren oder im Moment aktuell, überall einmal hinfahren, .....

Im Prinzip finde ich mich in jedem Beitrag etwas wieder, hoffentlich schreibt ihr fleißig weiter.

Gruß Ele




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