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  Mein Kind muss doof sein
avatar  Lina+3
Status:
schrieb am 04.02.2006 11:23
Gestern war Leo wieder mal zu Besuch bei seiner Freundin, die genauso alt ist wie er. Ich kenne die Mutter aus dem Geburtsvorbereitungskurs, das Mädchen ist an dem Tag geboren, wo Leo ET gehabt hätte. Also wirklich gleich alt. Es ist das einzige kind und beide Eltern sind davon überzeugt, dass sie super-intelligent ist. Ich finde sie ganz normal intelligent, halt ein verwöhntes Einzelkind, das seinen Eltern gewaltig auf der Nase rumtanzt, alles bekommt, von hinten und vorne gefördert wird (Englisch, Ballett, Tanzen, usw.) und total altklug ist. Egal - die Mutter erzählte mir, dass sie bei einem Einschulungs-Elternabend für die Montessori-Schule waren. Ich war echt baff, denn Hannah wird ja Ende März erst 5. Körperlich ist sie total dünn, untergewichtig und so groß wie Leo. Ja, sagt die Mutter, Hannah spreche von nichts anderem, sie wollte unbedingt dieses Jahr schon in die Schule gehen und da wollten sie sie auch nicht bremsen. Jetzt würden sie nur eine (Privat)Schule suchen, die sie schon nimmt. Eine andere Mutter mit einer Tochter (wird im April 5, übrigens auch Einzelkind) würde da mitmachen, sie würde sie auch schon dieses Jahr in die Schule schicken.

Ich war echt perplex, denn für uns stand die Überlegung nie im Raum. Leo ist noch so kindlich und ich hätte auch das Gefühl, ihn vorzeitig einem enormen Leistungsdruck auszusetzen und warum soll ich seine Kindergartenzeit vorzeitig beenden. Leo ist bestimmt nicht doof, er will auch schreiben und lesen und übt schon ständig.

Was mir so durch den Kopf geht: Versuchen da Eltern ihre Kinder zu mehr zu drücken, als vernünftig ist? Werden die Kinder da nicht vorzeitig einem enormen Druck ausgesetzt? Wer will da in die Schule: Das Kind oder wollen die Eltern nur überall sagen können: "Mein Kind wurde aber schon mit 5 eingeschult, weil es so schlau ist", wobei ich dann immer das Gefühl habe, mir wird implizit gesagt, dass mein Kind doof ist, weil es erst mit gut 6 in die Schule kommt.

Ziemlich viel, was mir da durch den Kopf geht. Ich weiß, hier sind auch Kinder, die mit 5 schon eingeschult werden. Bei dem ein oder anderen Kind mag das auch okay sein. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass da auch so ein Trend ist, dass da auch Eltern ihre Profilneurose ausleben.

Was sagt ihr dazu?

LG




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  mogli
schrieb am 04.02.2006 11:32
Jepp, dann ist meines auch doof.
Doof und glücklich.
Klar halten alle Eltern ihre eigenen Kinder für das Non Plus Ultra.
Wäre ja auch schlimm wenn es anders wär.
Nur wenn es in Profilneurosen ausartet wird wird es bedenklich.




  dann ist meiner auch doof
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  Claudi
schrieb am 04.02.2006 11:34
Hallo Carolyn,

wenn ein Kind normal intelligent ist, finde ich die Schule mit 5 noch viel zu früh. Mein P. wurde im Juli letzten Jahres 6 und fiel somit in die neue Regelung der Schulpflicht. Er ist meiner Meinung nach intelligent und konnte auch schon schreiben und kannte die Buchstaben. Trotzdem wäre mir lieber gewesen, er hätte noch einige Monate Zeit gehabt. Es zählt auch noch der soziale Aspekt, und die emotionale Intelligenz. Ein 5-jähriges Kind ist emotional und sozial nicht so weit wie ein 7-jähriges. Ich seh den Unterschied immer bei meinem Neffen, der 2 Jahre älter als P. ist.
Zudem muß man berücksichtigen, daß später in der Klasse (denk an die 7. Klasse, wo dann die Pubertät anfängt) diese Kinder immer die Jüngsten sind. Der Druck ist schon groß in der Schule, sie müssen jeden Tag Hausaufgaben machen, haben in der Regel jeden Tag 4-5 Stunden Schule.
Ich bin froh, daß die Kleine im November geboren wurde und somit mit 6,5 Jahren in die Schule geht.
Ich kam auch erst mit 7 in die Schule, weil ich so zart und klein war zwinker
Gruß,



Beitrag geändert am : (Sa, 04.02.06 11:35)


  Re: Mein Kind muss doof sein
avatar  Rica*
schrieb am 04.02.2006 11:35

Hihi Profilneurosen ROFL

Niklas wird ja evtl. auch mit 5 eingeschult und wird im November dann 6!

Einzelkind ist er auch, ob verwöhnt weiß ich nicht! Glaube nicht so!

Also passen wir genau in Dein Schema!

Aber mal im Ernst! Bei uns ist es so, das wir von der KIÄ und unabhängig davon von seiner damaligen Erzieherin im Kiga angesprochen worden! Wir sollten uns das mal überlegen mit der Einschulung!

Er geht jetzt 3 Jahre in den Kiga und langweilt sich teilweise echt! Wobei im Kiga auch nicht wirklich was los ist! Einzig in der Schulanfängergruppe wird er gefordert und da geht er gerne hin!

Er hat dann 2 Schultests erfolgreich gemacht und von daher haben wir ihn halt angemeldet! Er wollte es unbedingt und redet von nix anderem!

Wobei mir ein weiteres Kiga- Jahr auch recht wäre. Vor allem, weil wir noch gar nicht wissen, wie wir die Ferien abdecken sollen!

Seine evtl. Lehrerin in der Grundschule meinte, sie findet es sehr gut wenn die Kinder nicht in ihrem Wissensdurst gebremst werden. Sie verglich das mit einem Schwamm und meint, das wir es fördern sollen wenn er Wissen aufsaugen will!

In der Klasse werden 4 vorzeitig eingeschulte Kinder sein, aber alle haben bis Dez. Geburtstag!




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  Nein, das siehst Du falsch
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  Ulla M.
schrieb am 04.02.2006 11:40
Leo ist nicht doof, sondern hat gescheite Eltern!

Lena möchte nach eigener Aussage auch in diesem Jahr in die Schule - am besten nächste Woche! Nach unserer Auffassung ist sie noch nicht mal reif für den Regelkindergarten - sie hätte zwar einen Platz ab Januar haben können, aber wir haben entschieden, dass sie im Sommer dort besser aufgehoben sein wird. Aber das ist ja ein anderes Thema.

Mir fällt bei solchen Geschichten wie der von Hannah nur immer das afrikanische Sprichwort "das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht" ein (shusl hat es auch in ihrer Signatur) - Hannah wird später nicht besser lesen, rechnen, schreiben, englisch, was auch immer können, als Leo, der noch ein bisschen länger seine Kindheit genießen darf.

Natürlich gibt es Kinder, die in ihrer Entwicklung viel weiter sind als Gleichaltrige und die man dann tunlichst auch nicht unterfordern darf. Wenn man an diese Thematik mit Bedacht herangeht, ist eine frühere Einschulung oder das Überspringen von Klassen sicherlich auch okay und richtig - ich denke da z.B. an Sabine M., die das Ganze ja eher zurückhaltend beleuchtet hat.

Aber Leo ist ja außerdem auch noch ein Frühchen und darf sich ruhig auch noch einmal mehr Zeit lassen - Du läßt Dich von Hannahs Mutter ja wohl auch nicht wirklich verrückt machen!

LG



Beitrag geändert am : (Sa, 04.02.06 11:42)


  Re: Mein Kind muss doof sein
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  Deborah
schrieb am 04.02.2006 11:45
Hallo Carolyn,

meine Tochter ist im Januar geboren, aber ich würde von mir aus nie auf die Idee kommen, sie mit ca. 5 1/2 in die Schule zu schicken. Sie ist auch Einzelkind (übrigens nicht verwöhnt und nicht von vorne bis hinten gefördert grins) und manchmal konzentrieren sich diese Eltern vielleicht ein bißchen zu sehr auf ihren einzigen Nachwuchs. Carina braucht bei vielen Dingen Zeit, bis sie es versteht und verinnerlicht hat, sie ist nicht gerade ein Schnelldenker zwinker. Deshalb ist sie aber nicht doof, ich würde sagen, durchschnittlich begabt und ein ganz normales Kind. Wie es jetzt aussieht, kommt sie mit 6 1/2 in die Schule, ist doch okay. Frühe Einschulung finde ich bei Kindern sinnvoll, die wirklich schon weit in ihrer Entwicklung sind, warum sollte man die bremsen. Und die anderen dann eben mit 6 Jahren. Dürfen denn Eltern allein entscheiden, wann sie ihr Kind in die Schule schicken? Ich dachte, da haben Erzieher auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und es gibt ja auch noch Tests usw. Jedenfalls solltest Du Dir den Schuh nicht anziehen, daß Dein Kind doof ist!

Grüße

Deborah




  nee, dürfen sie nicht
avatar  Rica*
schrieb am 04.02.2006 12:10

Bei uns war es so, das die Anregung von einer Erzieherin kam und unabhängig davon von der KIÄ!

Die hat dann auch mit ihm einen Test gemacht, den hat er bestanden! Daraufhin haben wir von ihr ne Bescheinigung gekriegt.

Als wir ihn angemeldet haben zur Schule wurde er dort nochmal getestet und hat bestanden! Es gab ein Gespräch mit der Lehrerin, der KIÄ und dem KIGA und uns!

Und daraufhin wurde er auf die Liste gesetzt!




  Sollte kein Angriff gegen einzelkinder sein
avatar  Lina+3
Status:
schrieb am 04.02.2006 12:16
Viele sind ja froh, dass sie es zu dem einen gebracht haben smile Ich bin auch ein Einzelkind und auch was geworden - hoffe ich grins

Aber manche Eltern konzentrieren alle ihre Hoffnungen, Vorstellungen und Träume so auf dieses eine Kind. Hannah mußte immer schon alles besser und schneller als Leo können. Immer wird mir von den Eltern vorgfeschwärmt, wie toll sie dies oder das schon kann. Ich denke, eine gewisse Betriebsblindheit von seiten der Eltern ist da auch dabei. Aber ich sehe halt auch, dass sie körperlich hinter Leo eher zurück ist (wiegt gerade mal 15 kg und ist wirklich sehr zart und anfällig). Ich bin im Juni geboren, wurde mit gerade 6 eingeschult, war immer bei den kleinsten und Jüngsten in der Klasse und mich hat es dann - obwohl ich bis dahin immer gut mitkam und problemlos aufs Gymnasium kam - in der 7. Klasse rausgebretzelt: Pubertät, 2. Fremdsprache, schwerer Heuschnupfen... Ich blieb sitzen und das war das beste, was mir passieren konnte. Ich war altersmäßig Mittelfeld und leistungsmäßig oberes Mittelfeld.

hannahs Eltern bewerben sich ja mit Bedacht bei einer Montessori-Schule und anderen Privitschulen, weil eine normale Regelschule sie wohl nicht aufnehmen würde.

Nur das noch mal zur erläuterung.

LG




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  gelöschter User
schrieb am 04.02.2006 12:21
Das ist doch quatsch ! Natürlich ist Leo nicht doof und das weisst Du auch.
Es ist leider -besonders unter Müttern- immer noch Sitte, die Kids miteinander zu vergleichen und die Stärken des eigenen ganz besonders hervorzutun.

Ich persönlich würde Leon nicht früher als nötig in die Schule schicken, da ich schon denke, daß dann ein Stück Sorglosigkeit verloren geht.

Ach und den Beitrag von Ulla fand ich eifach genial, denn Leon möchte auch unbedingt in die Schule zwinker
Soviel zum Thema, in wie weit die Kinder in diesem Alter das Ausmaß der Dinge schon überblicken, nämlich gar nicht.




  kinder vonanderen sind doch eh im er klüger oder?
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  Passion
schrieb am 04.02.2006 12:43
*schmunzel*

ich fand Leo durchaus vollkommen normal entwickelt, reif etc

ob ein Kind mit 5 in die Schule soll/kann/muss....WILL!?
dafür gibt es ja normalerweise genügend Leute die das beurteielen können..
wenn einKind soweit ist,,ok...wenn nicht ist es nicht blöd wenns ganz normal mit 6 in die Schule kommt..

Anscheinend istdas mädel aber nu r in Augen der >Eltern schulreif, oder aus welchem Grund suchen sie so aufwendig nach einem Schulplatz?



Gesetzt denFall, niklas ist Anfang nächtsten Jahres soweit das man sagen könnte er wäre schulreif UND er will auch selber in die Schule würde ich ihn auch früher einschulen lassen. Diese Entscheidung hab ich mir für Anfang 2007 vorgenommen..

aber..... in Niedersachsen bastelt man ja am Bildungssystem...nach dem letzten Infoabend ist es jetzt so das man Kinder 2jahre vorher anmelden muss..generell, egal ob vorzeitig oder normale Einschulung, damit man eventuelle defizite danndurch fördermassnahmen noch ausgleichen kann.

Demnach muss ich Niklas jetzt anmelden wenn er eventuell für 2007 Einschulbereit wäre und auch jetzt schon für seine normale Einschulung als Regelkind in 2008

Darüber werde ich am Elternsprechtag mit denErzieherinnen reden müssen........wobei mir echt schleierhaft ist wie man das 2 jahre im Vorfeld beurteilen will....

Selber bin ich auch als "kann-Kind" vorzeitig eingeschult worden..einfach weil ich soweit war und der Kiga mich schlicht unterforderte ( trotz allermöglichen schulvorbereitungsgeschichten die damals noch gemacht wurden)

Ich war zwar auch immer die jüngste in der Klasse, aber das hat mich erst mit 15 Gestört weil die anderen schon 16 waren und in die Disse durften grins

Leistungstechnisch hatte ich keine Probleme.......ohne Anstrengung war ich immer im gut-befriedigend Bereich, mit ein bisschen "ins Buch gucken" aber auch zu sehr guten Leistungen fähig ( aber wozu sonderlich anstrengen? denkt man ja als teenie)
Hängengeblieben bin ich auch net.......nach 13 Jahren hab ich das Abi gemacht, mit 18

von daher........frühere Einschulung kann gut sein, muss aber net

Manu




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  lucky*3
schrieb am 04.02.2006 12:51
bin ich froh, daß unser Großer nur normal 'doofe' Freunde hat, und es für ein Februarkind wohl wirklich kaum erstrebenswert ist mit knapp 5 1/2 in die Schule zu gehen.

Erst gestern hab ich in der Zeitung einen Artikel gelesen, daß die entsprechenden Ministerien in BW einiges an ihrer Schulreform fürs G8 ändern müssen, da der Druck auf die Kinder viel zu groß ist. Die Kinder hätten zunehmend unter gesundheitlichen Problemen zu leiden, seien abgeschlagen, dauermüde, nicht mehr leistungsfähig. Die Zuständigen schieben das auf ausserschulische Leistungen - hach ist das mal wieder einfach!

Ich dachte dann nur, hoffentlich ändert sich das, bis unsere Kinder in die weiterführende Schule gehen, ansonsten wäre ich dagegen, daß eins aufs Gymnasium geht. Und das ganze dann noch zeitlich vorziehen wäre ja noch ein erschwerender Umstand.

Kein Kind in unserem Kindergarten wird mit 5 eingeschult, auch im Jahr davor nicht, dann werden sie eher noch auf eine private Vorschule geschickt um noch das eine Jahr zu überbrücken, wenn die Eltern denken, daß das Kind im Kiga unterfordert wäre.

Ich steh da auch voll dahinter, aber haben zum Glück ja auch keine 'leuchtenden Beispiele' in der Umgebung.

Was aus so einem speziell geförderten Leuchtstern alles herausgeholt werden kann sehe ich an meiner Nichte, das einzige Kind finanzstarker Eltern, sie ist die beste in der 7. Klasse der Gymn. spielt Klavier, Geige, Horn(?), Orchester, Sologesang...hat kaum eine Freundin, sonst keine Idee, was man in der Freizeit machen kann....lernt,lernt,lernt Tag und Nacht und leidet furchtbar, wenn sie mal nur die zweitbesten Note hat.

Da hoffe ich doch auf meine ganz normal doofen Kinder!

LG
Gabi




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  Ines74
schrieb am 04.02.2006 13:19
Also Sante wird Mitte Mai 5 und ich würde mich hüten ihn bei einer Schule anzumelden. Wenn es nach mir gehen würde, dann ginge er erst mit 7 in die Schule. Er ist ja nun sehr sensibel und hält Druck von aussen nicht stand. Ich weiss es sind noch anderthalb Jahre bis zur Schule, aber meine Gedanken mache ich mir schon. Ich arbeite in einer OGS und sehe die Kinder und Lehrer tägl. vor mir. Sante wird auch zur gleichen Schule gehen an der ich arbeite. Das hat vielleicht den Vorteil dass ich jetzt schon einen guten Draht zu den Lehrern habe. Im Nov. ist das sog. Schulspiel an dem alle Kinder teilnehmen die im darauf zur Schule gehen. Dort schauen sich die Lehrer die Kinder genauer an(wie weit die Kinder in einzelnen Bereichen entwickelt sind). Der Kindergarten und wir von der OGS werden auch miteinbezogen. Danach wird dann entschieden, ob und in welche Förderklassen die Kinder eingeteilt werden. Sante ist noch so kindlich (klar mit er wird ja auch erst 5) aber ich kenne ja auch andere Kinder und die sind imn meinen Augen meist weiter als Sante. Obwohl er schon mächtig aufgeholt hat. Das bestätigt man mit auch immer wieder(Freunde und Fachleute).
Ach meno, kann er nicht so bleiben wie er jetzt ist smile ??
LG




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  SandraT
schrieb am 04.02.2006 13:44
hm- ich habe die anderen Postings nicht gelesen...

Aber wir werden auch vor dem Problem stehen. Annika hat ja sogar im Juni Geburtstag.
Eigentlich möchten wir sie nicht eher einschulen.

Aber sogar lt. KiGa ist sie nicht wie die 3,5jährigen (hatte letztens mal gefragt, ob sie eher soweit wie die 3,5jährigen oder 4,5jährigen ist) sondern eher wie die 5,5jährigen!!!

Naja - war ja auch schon auf diversen Vorträgen und bis auf das Durchsetzen und wehren wäre sie von den Anforderungen her jetzt schon schulreif traurig((

Sie macht auch bei den Vorschulkindern mit (bzw. darf sie teils nicht aber sie bastelt halt einfach nach oder so und kann es wohl auch - hatte auch gefragt, ob sie es nur will oder auch kann).

Kennt schon lange alle Buchstaben und kann sie auch schreiben, will schon lange in die Schule, rechnet schon etwas (wenn ich x bin, ist unser Baby x / wenn ich 10 Nudeln habe und drei esse habe ich doch noch 7, oder?), zählt bis 50, will englisch lernen (hab ich bis jetzt noch vermieden außer bis 10 zählen, da ich finde, turnen und Musikschule + ab und an schwimmen reicht).
Ist motorisch soweit (Überschläge an Stangen, Hampelmann, Purzelbäume, auf einem Bein hüpfen). Sozial soweit (kann sich in andere einfühlen, Rücksicht nehmen, helfen, über 2h am Stück konzentriert was machen, Mitleid haben, hört, versteht sämtliche Zusammenhänge bei Geschichten oder so) usw.

Aaaaaaber - wir haben Bedenken, da sie auch so zierlich ist (ist lt. Amt kein Hindernisgrund) und wenn ich dann manche 6-7jährigen Jungs sehe, die so krass sind, bekomme ich doch Zweifel, wenn sie danebengesetzt wird (habe ich von einer Mutter gehört, daß die Lehrerin die Rabauken neben die lieben Mädels gesetzt hat), daß sie nach einer Woche nicht mehr in die Schule will...

Ich möchte sie ja in Karate oder Jiu-Jitsu stecken. Aber das braucht Jahre, bis man sich reflexmässig wehren kann.

Sie wartet brav, bis alle Kinder fertig mit rutschen oder Bonbons sammeln oder so sind und geht immer als letzte traurig((

Wir werden sie also noch das nächste halbe Jahr intensiv beobachten, testen lassen, mit Fachleuten sprechen (habe schon ne Adresse) und dann mal sehen, ob sie dieses Jahr in die Vorschule kommt und wie sie sich da macht und dann Anfang nächsten Jahres entscheiden müssen.

In der Pubertät können auch Probleme kommen, wenn sie knapp 2 Jahre hinter den Älteren in der Klasse herhängt von der körperlichen Entwicklung.

Andererseits schadet es genauso, wenn man Kinder mit Kindern "normal" einschult, obwohl sie auf einem ganz anderen Level sind und unterfordert.
Da sinkt die Motivation ebenso.
Und bei meinem Mann ist das ja der Fall - er wurde sogar später eingeschult (weil seine Mutter ihn beim Einschulungstest manipuliert hat z.B. statt nen Dreieck nen Kreis zu malen usw., damit sie ihn länger zuhause hat, weil er auch "so zart" war) obwohl er hätte eher eingeschult werden müssen.
Ihm ist immer alles zugefallen - Abi ohne lernen mit 1, Doktorprüfung locker mit 1 und er ist üüüberhaupt nicht belastbar und würgt beim kleinsten Problem auf der Arbeit schon morgens hier rum, kann nicht mit Niederlagen umgehen oder sich mal anstrengen.
Er hat in der 1. Klasse schon gesagt: Booh - seid Ihr alle doof - wieso könnt Ihr das nicht! und durfte fast die ganze Grundschulzeit nur spielen oder lesen.
Hausaufgaben mußte er nie machen, weil er es eh alles konnte...

Wie auch immer - es kommt auf viele Faktoren an. Das Kind!!!
Die Schule!!! Die Eltern! Die Lehrer! Die Umgebung!

Und ich würde sagen, sie sollen mit sämtlichen Fachleuten sprechen, das Kind weiter beobachten, im KiGa fragen, in welche Altersgruppe es besser paßt und dann entscheiden.

Montessori hatten wir auch überlegt - aber da habe ich Bedenken, weil die Freunde alle nicht hier wohnen, ich immer fahren muß usw.

Nur von den Eltern sollte es aber auf keinen Fall ausgehen - man muß das Kind sehr genau beurteilen und zwar in sämtlichen Faktoren und Eigenschaften, Fähigkeiten usw.

Gruß,

Sandra




  Re: Mein Kind muss doof sein
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  mietzilein
schrieb am 04.02.2006 14:04
Emily ist mit 6 eingeschult worden ... sie wurde dann im Oktober 7
KiÄ hatte empfohlen sie ein Jahr früher einschulen zu lassen, die Zeit wäre reif für Emmi sagte sie .
Gescheitert ist es an einem Schultest in der Schule ... nach KiGa von 8 - 14 Uhr sollte sie dann um 15 Uhr einen Leistungstest machen. Die Konzentration war dementsprechend. Die Lehrer sagten dann sie könne nicht genügend rechnen (und es ging nicht ums rechnen bis 10 ! ) ... wie auch bei dem KiGa.
Wie dem auch sei ... sie kam mit knapp 7 in die Schule nach 4 Jahren KiGa Auffenthalt.
Es gibt Tage da bereu ich ein bisschen dass ich nicht darauf bestanden habe ... das letzte Jahr im KiGa hat sie ganz schön ausgebremst ... Jetzt hat sie meist keine Lust obwohl es ihr alles ziemlich leicht fällt.
Wie ich das mal bei Lucy mache, sollte das zur Debatte stehen, weiß ich heute noch nicht.

Was ich, zumindest hier in Bayern, gelernt hab über in die Schule können/dürfen/müssen ist:

- Schulpflicht ( sofern der KiA ne Schulbescheinigung erstellt ) besteht wenn das Kind zum Einschulungstermin 6 ist ( bei uns in Bayern ist der Stichtag bis jetzt immer der 1.9. gewesen ) ... darüber hinaus darf man wohl ein Jahr aussetzen
- Eltern dürfen über Einschulung entscheiden wenn Kind bis 30.9. 6 Jahre ist
- bis Ende des Jahres 6 entscheidet Schule nach einem Schultest
- darüber hinaus gibts wohl noch mehr Tests




  Dann hab ich zwei davon
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  Hasenmama "das Original"
schrieb am 04.02.2006 14:58
ich denke es ist in einem Jahr noch früh genug und ich kenne auch Leute die denken ihr Kind ist hochbegabt etc., dabei sehe ich ganz normale Kinder in ihnen. Mit Stärken und Schwächen auf verschiedenen Gebieten.

Lass ihm die Zeit und denk Dir nix.

VG






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