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  Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   sadgirl90
schrieb am 04.12.2021 10:23
Hallo,

kennt ihr das, als man klein war, oder auch einfach noch jugendlich und sich auf Weihnachten gefreut hat und entspannt war? Bei mir ist die Weihnachtszeit nicht mehr mit Freude verbunden, was mich traurig macht. Ich bin nicht 80 und am Ende meines Lebens sondern erst 31 und total abgestumpft.

Zu mir noch: Ich bin verheiratet und wir haben zwei kleine Kinder.

Leider habe ich in letzter Zeit immer größere Schwierigkeiten mit meinen Eltern und den Schwiegereltern. Sie sind alle Anfang 60 und sehr eigen. Wobei es mit dem Alter ja eigentlich nichts zu tun hat sondern eher mit dem Charakter und Verhalten. Der einzige, der ganz erträglich ist, ist mein Vater. Auch er hat seine Macken, aber zumindest ist er bedacht darauf, nett zu sein und meist positiv drauf. Wenn alle so wären, wäre eigentlich alles gut. Ich finde einfach ein freundliches Miteinander wichtig ... egal, was man gerade durch macht. Man kann ja über alles reden, nur eben auf höfliche Art und Weise. Meine Schwiegermutter ist zum Beispiel immer schlecht drauf. Egal ob bei uns oder meinem Schwager zuhause ... sie sitzt bei Geburtstagen am Tisch und ist beleidigt, schmollt, will nicht wirklich "da" sein. Meine Mutter ist sehr polemisch und ich mache mir in Gesellschaft immer Sorgen, wann sie den nächsten Streit beginnt (schwierig wenn man zwei Kinder hat und Essen vorbereitet usw - Zusatzstress, statt Hilfe). Der Schwiegervater ist einfach nicht die hellste Leuchte auf der Kerze und verbreitet viel Unsinn.

Mein Bruder und seine Freundin sind Mitte Zwanzig, vom Verhalten eher Teenies. Meine beiden Kinder sind speziell für meinen Bruder unwichtig, er geht nicht auf sie zu - dafür ist er aber im Belehren und schimpfen immer direkt dabei. Hält sich auch noch für cool.

Schwager und Schwägerin haben einen Sohn, der gerne schlägt und beißt. Es gibt im viertelstündlichen Takt einen Vorfall. Er ist unerträglich frech und wird von den beiden fast nie zurecht gewiesen. Sie scheinen es insgeheim gut zu finden, dass er ein Rüpel ist. Die Kinder werden massiv in Geschlechterrollen gepresst. Der Sohn ein bad boy der mit Waffen spielt, mit denen sie ihn versorgen (es wird gelacht, wenn er sagt, er wird jetzt alle Mädchen vom Trampolin schmeißen), die Tochter im Prinzessinenkleid, Barbie und Schminktisch, Ballettkurs.
Wenn mein Sohn mal wieder geschlagen oder gebissen wird, wird es abgewertet von den Schwiegereltern und direkt gesagt "es ist nichts passiert". Gaslighting nennt man das, was seit Jahren stattfindet.

Meine Erläterungen sind einseitig und aus meinem Frust heraus beschrieben, ich weiß das. Jede beschriebene Person hat auch positive Seiten und jeder hat sein Päckchen zu tragen.


Mit all diesen Menschen "muss" ich Weihnachten verbringen. Heiligabend bei meinen Eltern, ein Weihnachtstag bei uns (viel Kochen, null Wertschätzung oder Hilfe, purer Stress) und dann bei den Schwiegereltern.

Am liebsten würde ich Weihnachten zu viert feiern und mich entspannen, statt zu hetzen und mich all dem auszuliefern. Aber dann gibt es den dritten Weltkrieg, wenn ich das vorschlagen würde.


Ich musste das alles mal aufschreiben, es hat gut getan.


Liebe Grüße


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
avatar    Susi-84
Status:
schrieb am 04.12.2021 12:20
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Reicht es nicht, wenn ihr einmal zu den Eltern und dann zu den Schwiegereltern geht? Kannst du den Weihnachtstag bei euch nicht absagen? Es ist dein Zuhause, du entscheidest, wen du einlädst. Jetzt ist es wohl zu spät, aber vielleicht für nächstes Jahr?


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   TiggerTigger
schrieb am 04.12.2021 12:31
Liebe sadgirl,

wenn ich deine Schilderung so lese, denke ich spontan, was wäre schlimmer, jahrzehnte lang so ein Weihnachten oder das es mal ordentlich rumpelt und du wenigstens 1 Tag an Weihnachten hast auf den du dich freust.
Ich würde versuchen diese Besuche zu verringern, vielleicht finden die anderen, die vermutlich auch Stress haben in den 3 Tagen, ja sogar nach dem ersten Mal auch nicht so schlecht. Macht doch alle Familien an einem Tag, jedes Jahr bei jemand anderem. Gemeinsame Menüplanung, jeder bringt was mit, Beilagen , Nachspeisen, Salate, Kuchen lassen sich ja gut vorbereiten..
Manchmal braucht es eine kompletten Umbau und erstmal ein dickes Fell für die Diskussionen. Sei doch ruhig ein Stück weit ehrlich und sagen, dass du das so in der Form nicht mehr kannst, die schönste Zeit mit kleinen Kindern sollte nicht so sein. Dagegen kann niemand etwas sagen. Vielleicht finden sich Verbündete für deinen Plan, dein Mann, dein Vater?
Oder ganz radikal, fahrt mal weg über Weihnachten…
Ich mag meine Familie, aber wir haben dieses Tingeln und den Stress seid Jahren abgeschafft, seitdem freue ich mich wieder auf Weihnachten. Aber der Gegenwind war erstmal schlimm , mein Mann hat da zu mir gehalten ….
Ich wünsche dir trotzdem kleine Oasen der Freude mit deiner Familie.
Liebe Grüße
TT


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   Nathalie 2 n.e.
schrieb am 04.12.2021 13:23
Entschuldige bitte - du musst gar nichts

Du bestimmst ganz alleine über dich ob du das mitmachst

Kopf hoch


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  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   sadgirl90
schrieb am 04.12.2021 13:30
Hallo ihr beiden,

danke für die Tipps.

Den Tag bei uns rausschmeißen würde als egoistisch empfunden werden, nach dem Motto, sich einladen lassen an den anderen Tagen und selbst "nichts machen". Ich bin ja eine erwachsene Frau und sollte alles gut im Griff haben. Das Ding ist, mir geht es auch gar nicht darum, dass ich nichts bei uns machen möchte. Das alles würde ich als Freude empfinden, wenn nicht alle so drauf wären wie beschrieben. Das macht es anstrengend.

Ich glaube, ich ziehe es durch und ziehe anschließend Bilanz. Sollte es schlimm sein, feiere ich nächstes Jahr ohne die Verwandtschaft, nur zu viert oder so.

Ja, dass alle was mitbringen und nur ein Tag zusammen wäre auch denkbar und gut. So war es früher. Es war eine Familiensache auf der Seite meines Vaters. Meine Mutter bereitete etwas zuhause vor, was sie zu meiner Tante mitbrachte. Dort wurde gemeinsam in der Küche gestanden. Es war alles fröhlich und informell. Heute kommt mir alles so steif vor, alles muss perfekt sein und man ist mit allem allein.
Ein Beispiel: Zum Geburtstag meines Mannes hab ich alle zum Mittagessen eingeladen, mir viel Mühe gegeben und buffetartig auf der Kücheninsel angerichtet. Als meine Schwiegermutter eintraf, war ich noch beschäftigt. Sie schaute mich nicht an sondern lief an mir vorbei, sagte oder fragte nichts zum essen oder ob Hilfe nötig war. Wenigstens der Höflichkeit halber. Meine Mutter meinte am Tisch stinkig zu meinem Bruder: Müssen wir uns nun ernsthaft selbst bedienen? LOL

Freue mich auf Silvester, das feiern wir mit Freunden - mit Spaß.


Liebe Grüße


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   TiggerTigger
schrieb am 04.12.2021 14:26
Du darfst egoistisch sein, auch du hast ein Recht auf Freude und auch auf Anerkennung!

Allerdings muss ich sagen, solche Kommentare, wie von deiner Mutter, die machen mich richtig traurig. Vielleicht spiegelst du ihr das mal?
Ich hoffe du findest deinen Weg.


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   Pui
schrieb am 04.12.2021 17:48
Zitat
sadgirl90
Den Tag bei uns rausschmeißen würde als egoistisch empfunden werden, nach dem Motto, sich einladen lassen an den anderen Tagen und selbst "nichts machen". Ich bin ja eine erwachsene Frau und sollte alles gut im Griff haben. Das Ding ist, mir geht es auch gar nicht darum, dass ich nichts bei uns machen möchte. Das alles würde ich als Freude empfinden, wenn nicht alle so drauf wären wie beschrieben. Das macht es anstrengend.

Was nun? Möchtest DU Weihnachten alleine mit Deinen Kindern und Deinem Mann verbringen oder nicht? Jetzt ist die beste Zeit, alles abzulehnen. Auf Grund der Corona-Fallzahlen soll man doch jeden Kontakt minimieren. Da kannst Du die Besuche bei den anderen und Deine Einladung prima canceln.
Ich kenne stressigen Heiligabend mit Schwiegereltern. Haben wir seit letztem Jahr pandemiebedingt nicht mehr.

LG
Pui


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   pmami
schrieb am 04.12.2021 19:42
Also seit ich mein erstes Kind hatte gab es zu Weihnachten immer auch einen Tag - bei uns traditionell der Heilig Abend -, der nur für die Kleinfamilie war.

Entweder Du nutzt die Corona Lage, um allen zu sagen, dass Du diesmal niemanden sehen willst oder Du sagst allen, dass es ab sofort anders läuft. Entweder ein Tag für Euch alleine und je einen Tag für jede Seite der Familie oder zwei Tage für Euch alleine und am dritten Tag lädst Du beide Seiten der Familie zu Euch nach Hause ein. Und wenn es dann Pizza vom Bringdienst gibt, ist das halt das Weihnachtsessen.

Als Kind fand ich an Weihnachten immer am Schlimmsten, dass meine Mutter so angespannt war, weil die Erwartungen so hoch waren. Das habe ich mir geschworen, anders zu machen. Wir feiern Heilig Abend mit Freunden und da gibt es auch mal nur Backofengemüse als Weihnachtsessen.

Was wünschen sich denn Dein Mann und Eure Kinder?

Viele Grüße pmami


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   MamaHH
Status:
schrieb am 04.12.2021 22:30
Hallo,

Wir haben zwar zum Glück meist nette Großeltern, aber Weihnachten war immer stressig. Weihnachten bei den einen Eltern, erster Weihnachtstag bei den anderen und das immer im jährlichen Wechsel. Zudem wohnen beide Parteien 3h Fahrt von uns weg. Jetzt mit Kindern ist das zu stressig und wir haben unsere Familien-Weihnachten eingeführt, d.h. so wie wir es gut finden bei uns zuhause. Wir fahren also nicht mehr, haben den Großeltern aber angeboten gerne dazu zu kommen, wenn sie möchten. Das klappt super. Mal sind die einen da, mal die anderen, mal alle. ABER nach unseren Spielregeln und unserem Plan. Um keinen Stress zu haben, bestellen wir immer leckere Ente vom Fleischer unseres Vertrauens und machen fertige Kartoffelknödel dazu. Der Weihnachtsmann kommt nachmittags nach dem Krippenspiel und wenn das mit Corona nicht klappt, springen schon mal Oma und Opa ein und sagen, dass wir ihn leider gerade verpasst haben, er aber die Geschenke da gelassen hat. Zum Teil beteiligen sie sich auch am Fest und bringen Kuchen oder Abendessen mit. Kritische Themen Corona, Politik etc werden vermieden, stattdessen zwingt sie auch mal der Weihnachtsmann zum Mitsingen. Fanden sie anfangs befremdlich, aber inzwischen kommen sie doch ganz gerne vorbei. Und wir haben ein ruhiges Fest. Ach ja wir spielen viel Gesellschaftsspiele. Vielleicht würde das die Stimmung bei Euch heben? Wenn Kids nett fragen, spielen Omas ja alles inkl. Tabu und Pictionary etc. Und wenn keiner kommt, auch ok. Dann machen wir es uns zu viert nett.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es bald entspannter ist. Und nicht selbst kochen hat den Vorteil, dass sollte es nicht schmecken, können alle auf den Fleischer gemeinschaftlich schimpfen 😂

Mach Weihnachten so wie Du es gerne hättest. Die Kids werden so schnell groß und man bekommt die Zeit nicht zurück. Da sollte man so Feste genießen.


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
avatar    Susi-84
Status:
schrieb am 05.12.2021 00:19
Du hast auch Bedürfnisse und solltest egoistisch sein. Die anderen sind auch erwachsen und setzen ihre Bedürfnisse anscheinend durch, wie sie gerade Lust an dem Tag haben.

Dann ist das andersrum vielleicht einfacher: alle für einen halben Tag einladen und dann nirgendwohin zu Besuch müssen und sich an den anderen Tag schön erholen und zu viert sein?


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 05.12.2021 08:37
Zitat
sadgirl90

Ich glaube, ich ziehe es durch und ziehe anschließend Bilanz. Sollte es schlimm sein, feiere ich nächstes Jahr ohne die Verwandtschaft, nur zu viert oder so.

Wieso auf nächstes Jahr verschieben? Du hast es doch schon die letzten Tage so durchgezogen. Ich glaub kaum, dass sich von allein was ändern wird und dann stehst du in einem Jahr wieder genau an dem gleichen Punkt und hast Angst, mit einer Absage zu viel Gegenwind zu provozieren und dann?

Du willst es doch auch in DIESEM Jahr schon nicht mehr.

Was sagt denn dein Mann? Würde er hinter dir stehen? Macht euch doch gemeinsam (je nach Alter auch mit den Kindern) Gedanken und spinnt euch die schönsten Weihnachtsszenarien zusammen. Viel Spaß dabei!


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 05.12.2021 17:19
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du gar nichts "musst". Der dritte Weltkrieg ist doch wohl etwas übertrieben dargestellt. Was ist realistisch betrachtet das Schlimmste? Vermutlich ausgeladen zu werden und zur persona non grata degradiert zu werden.
Schon vor Jahren habe ich mich für diesen Weg entschieden, denn es gab nur die Wahl zwischen mitmachen oder mir selbst treu bleiben. Beides gleichzeitig schloss sich leider aus. Ich würde die Entscheidung immer wieder so treffen. Noch vor den Kindern haben wir das so gemacht. Heiligabend nur für uns. Seit den Kindern auch noch der 1. Feiertag dazu nur für unsere Kernfamilie. Dann haben wir so viel Ruhe und Besinnlichkeit getankt, dass wir am 2. Weihnachtstag das Familienchaos mit jedermanns Eigenarten gut überstehen und dabei ganz entspannt bleiben können. Der anfängliche Gegenwind blieb von uns unbeantwortet und so glätteten sich die Wogen sehr schnell. Ob das nun gut gefunden wird, wie wir es machen oder nicht spielt keine Rolle. Wir wünschen es uns, deshalb machen wir das. Die anderen können wir nicht ändern. Wir respektieren ihre Grenzen und zeigen unsere freundlich auf. Wenn man nicht zusammen passt, darf man das gern respektieren und Wege suchen.


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
no avatar
   lucky*3
schrieb am 06.12.2021 16:36
nein, einen dritten Weltkrieg wird es nicht geben. Ich frag mich immer, warum so viele Leute so ein großes Problem damit haben, zu sagen, was sie wollen. Du willst nicht jeden Weihnachtsfeiertag mit ungeliebten Familienangehörigen feiern? Wenn du und dein Mann sich da einig sind, dann kommuniziert das und lebt das, fertig.

Ich mag meine Familie wirklich sehr, wir sind viele und dadurch ist es schwierig einen gemeinsamen Termin zu finden. Jeder hat ja auch noch eine Schwiegerfamilie. Wir suchen einen einzigen Tag, der gehört der 'Groß'-familie und der Rest gehört unserer Stammfamilie, wir fünf.

Vielleicht kommen wir deswegen so gut miteinander aus, weil wir gut auf Distanz leben können. Keiner ist beleidigt, keiner sucht dauerhafte Nähe, jeder mag auch Zeit für sich und gönnt sich das auch.

Was kann denn passieren? Leute die du eh nicht magst sind erst mal beleidigt. Vielleicht geht es den anderen aber auch so und die anderen wären froh, jemand würde endlich mal das aussprechen, was schon lange in jedem brodelt? Vielleicht mag dein jüngerer Bruder gar nicht so gerne mit der buckligen Verwandtschaft feiern sondern lieber mit der Freundin?

Ich hoffe, dass ihr einen Weg findet, Weihnachten mit kleinen Kindern ist was besonderes und das sollte nicht so stressbeladen sein.


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
avatar    Jadestern
Status:
schrieb am 07.12.2021 09:07
Liebe Threaderstellerin,

ich schließe mich der Mehrheit an, setze deine Wünsche diesmal durch. Gerade vor der aktuellen Situation sollte dies recht einfach möglich sein. Wenn es dir noch zu schwer fällt DEINE Weihnachten durch "zu kämpfen" nimm zur Not eine Ausrede...Kinder haben Erkältungsysmptome etc...vielleicht schaffts du dann nächstes Jahr den Schritt, es für eure Familie wieder so zu gestallten aber ohne Ausrede und man ist dann schon etwas daran gewöhnt....

Ich habe durch die großen Entfernungen zu meinen Familien auch vor langer Zeit die Weihnachtsfeiertage entstresst. Da für uns nicht nur die recht schwierigen Familienmitglieder sondern auch noch immer eine lange Fahrt (800km) hinzu kam. Anfangs wurde das auch unwillig aufgenommen und einige waren sauer. Aber das legt sich...dein Stress wird sich nicht legen und Jahr für Jahr wieder kommen. Die Leute werden sich nicht ändern oder plötzlich anders reagieren. Du hast es in der Hand es ist dein leben und das ist manchmal zu kurz um es mit Sachen zu verbringen die man nicht mag und die man nur macht weil man meint es wäre eine "Pflicht"

Momentan sollte man alle schönen Augenblicke ergreifen, die sich bieten, die Zeit ist belastend und stresst. Da sollte man nicht auch noch zusätzlich Dinge tun, die einem wirklich noch mehr Kummer bereiten als die Situation eh schon. Kraft tanken in dieser schwierigen zeit ist so wichtig, nimm deiner Familie und dir diese Möglichkeiten über Weihnachten nicht.

Ich wünsche dir die Kraft, deine Weihnachten diesmal zu realisieren!


  Re: Beklemmung statt Besinnlichkeit
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   Claudi
schrieb am 07.12.2021 14:50
Hallo,

mir ging es wie dir, allerdings war nur der 1. Weihnachtsfeiertag bei meinen Eltern jahrelang davon betroffen. Mir graute davor und am 2 .Feiertag waren meine Schwiegereltern dran, dort dann aufatmen und Erholung pur smile .
Vor ein paar Jahren, (als die Kinder älter waren und nicht mehr unbedingt mit den Cousinen und Cousins spielen wollten) legten wir beides auf den 1. Feiertag, zum Mittagessen zu den Schwiegereltern, Abends noch 2 Stunden zu meinen Eltern und meinen Geschwistern mit Familien.
Meine erste Reaktion auf den Lockdown letztes Jahr war, dass ich guten Gewissens absagen konnte, um die Alten zu schützen. Alle hätten eh nicht kommen können. Ostern dasselbe....

Warum habe ich das jahrelang mitgemacht und mir meine Weihnachtsstimmung verdorben ? Ich weiß es nicht.......




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