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  Re: Bin ich die einzige, die Karriere machen wollte es aber nicht schaffte?
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   Geheimnisse
schrieb am 08.06.2021 10:07
Tja, das ist auch etwas, was ich nicht möchte: einfach 20 Jahre so weitermachen. Allerdings glaube ich auch nicht, dass es einfach so geht, weil eigentlich mal jemand merken müsste, dass wir endlich mal umstrukturieren müssten...Ich wars nicht.

Wenn ich nachdenke, fallen mir drei Punkte ein, warum es bei mir mit "Karriere" nicht klappte, berufstätig war ich ja immer:

1.) Wahl vor zwanzig Jahren für den öD: Was soll das, wenn man Karriere machen möchte? Hier geht man hin, wenn man regelmäßige Arbeitszeiten und eine ausgewogene work-life-balance haben will. War früher wenigstens so. Sicher ist es auch noch.

2.) Wenn schon öD und Karriere innerhalb des öD, dann wenigstens örtlich flexibel, zumindest, wenn es eine Bundesbehörde ist.

3.) Partnerwahl: Mein Mann hat mich bei einer Berufstätigkeit immer unterstützt und sich auch um die Kinder gekümmert. Hätte ich richtig Karriere hartnäckig verfolgt, hätte er das noch massiver machen müssen. Wollte er nicht. Hat er fairerweise schon vorher gesagt.

Von zwei Frauen habe ich folgendes gehört: Die Karriere der einen war mit wochenlanger Abwesenheit von zu Hause verknüpft. In der Zeit waren die Kinder immer bei den Schwiegereltern (so einen Job hätte ich auch machen können. Das Schwiegereltern-Kinder-Modell wollte ich aber nicht!!!)

Die andere (eine ganz große internationale Karriere): Der Mann hat sich um das Kind gekjümmert. Sie ist zeitweise um 5 aufgestanden, und hat vor der Schule mit dem Kind gelernt, weil es in der Schule schlecht wurde (wäre so gar nichts für mich gewesen, nicht schon morgens um 5 sich um Vokabeln kümmern).


  Re: Bin ich die einzige, die Karriere machen wollte es aber nicht schaffte?
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   cora167
schrieb am 08.06.2021 12:56
zu 1): Man kann durchaus im ÖD Karriere machen, zB als Direktor/Präsident einer großen Bundesbehörde, oder auch international, zB EZB (Lagarde), Bundesbank (Buch). Mit regelmäßigen Arbeitszeiten ist es dann auch vorbei, wobei das -je nach Behörde- durchaus schon auf Referentenebene so sein kann. Mein Hauptargument, dorthin zu wechseln, war definitiv die Sicherheit.
zu 2): Das stimmt, für die große Karriere braucht es auch im ÖD Auslandserfahrung. Ansonsten ballen sich ja doch einige Bundesbehörden in der ehemaligen Bundeshauptstadt.
zu 3): Das hält auch noch von weiteren Ambitionen ab. Obwohl mein Mann weniger arbeitet und primär für Haus und Kinder zuständig ist, bleibt mein Mental Load sehr hoch. Er kann die ihm zugedachte Rolle nicht so ausfüllen, dass ich guten Gewissens mehr Zeit in die Arbeit stecken könnte. Das ist leider Dauerstreitthema bei uns.


  Re: Bin ich die einzige, die Karriere machen wollte es aber nicht schaffte?
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   Geheimnisse
schrieb am 08.06.2021 13:28
Sicher, aber ersitzt man sich im ÖD nicht einiges, bzw. ist irgendwann dran?
Lagarde und Buch sind im Übrigen keine Eigengewächse. Die eine kam vom IWF, die andere vom SVR. m
Mauderer von der KfW.

Das ist für mich dann etwas anderes.

Karriere ginge trotzdem klar. Bundesfinanzministerium, denn EBA, EZB usw….mit der erforderlichen Flexibilität. Zum Beispiel.

Eine andere hat für ihre Karriere Mann und Kinder mit in die USA genommen, für drei Jahre. Auch das hätte ich nicht gemacht, mein Mann und meine Kinder hätten das nicht gewollt. Und dann das Haus und die Großeltern…

Kein Wunder dann…wahrscheinlich zahlen diese Karrieremenschen dann auch oft einen Preis, den ich nicht sehe….


  Re: Bin ich die einzige, die Karriere machen wollte es aber nicht schaffte?
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   isolde35
Status:
schrieb am 10.06.2021 09:19
Für mich hört es sich so an, als würdest du erwarten, dass dir deine "Karriere" so zufliegt (vielleicht ein Denken, das man sich im öffentlichen Dienst schnell angewöhnt?) Warum möchtest du denn eigentlich Karriere machen? Um mehr Geld zu haben? Um besser dazustehen? Um dich nicht beruflich zu langweilen?

Ich denke, wenn man beruflich viel erreichen will, muss man viele andere Dinge zurückstellen und auch über die eigene Komfortzone hinausgehen. Es hilft dir jetzt nichts, wenn du mit Entscheidungen haderst, die du vor Jahren getroffen hast. Ich würde mich an deiner Stelle weniger mit anderen Leuten vergleichen und abwägen, ob es denen besser geht als dir oder nicht, sondern deine eigene Situation konkret anschauen und dann die Dinge in die Hand nehmen. Karriere macht man nicht durch Hadern und Abwarten.

Viel Erfolg!

isolde




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