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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   WasMalHier
schrieb am 01.05.2021 20:34
@Tyleet, danke für Deine Nachricht. Ja, so ähnlich sah es auch vor Corona bei uns aus. Es liegen hier noch einige Jahreskarten für Tierparks und Museen, Abonnement für Philharmonie rum. Dazu bin ich selbst Übungsleiterin für Eltern-Kind-Sport bei unserem TSV. In unserer NABU-Gruppe und dem Dorfverein waren viele Aktivitäten für Kinder geplant, die nicht stattgefunden haben, wir warten sehnsüchtig danach, dass wir die Kinder wieder begrüßen dürfen. Als Nicht-Gemipfte werde ich es wohl nicht mehr machen dürfen. Es schmerzt schon sehr, da ich gerne freiwillige Engagements übernommen habe.

Ich kann Deine Wut verstehen, auch, wenn ich nicht auf die Straße gehen würde. Ich möchte nicht, als Rechtsradikale abgestempelt werden. Ich finde sie widerlich. Leider kann man heutzutage kein Protest veranstalten, ohne in diese Ecke gesteckt zu werden.

Zitat
Impala-34
Es geht doch gerade darum für Menschen wie Dich oder die Tochter von Blüte die Herdenimmunität zu erreichen, damit Du eben nicht mehr auf Maske oder Test (wenn es denn so weit ist mit der Herdenimmunität) angewiesen bist. Du hast doch sehr gut nachvollziehbare Gründe die Impfung nicht wahrzunehmen. Um so wichtiger ist es aber doch, dass Menschen die eben nur ein diffuses „ach ich weiß nicht, ich lass mal lieber die anderen vor“ als Argument haben, Dich eben doch impfen lassen, damit Herdenimmunität eintritt.
Ich vermute, dass Du mich damit meinst? Es hört sich irgendwie so an, erst soll ich den Schlaganfall bekommen, um zu beweisen, dass eine Impfung für mich schädlich wäre. Vorher ist es diffuses "ach ich weiß nicht". Es sei denn, Du hast mich damit nicht gemeint.

Zitat
Impala-34
Was schlägst Du denn vor? Was soll denn die Lösung sein. Alle lassen sich nicht impfen, alle bleiben für die nächsten Jahre im Lockdown? Es gibt keine Tests für niemanden mehr und wir lassen die Krankheit halt einfach einmal durch die Bevölkerung rauschen.
Warum gleich alles umkehren? Gibt es wirklich keinen Weg dazwischen? Alle impfen lassen, die es wollen, das ist sowieso die Mehrheit laut Umfragen. Diese Mehrheit wird bestimmt auch ihre Kinder impfen wollen. Haben wir dann das Ziel erreicht? Durch die Impfung sind die Vulnerablen und alle, die auch ohne Vorerkrankung lieber vorsorgen, geschützt. Die, die sich nicht impfen lassen dürfen, müssen aufpassen. War das nicht schon immer so? Wenn jemand schwaches Immunsystem hat, dann musste er große Menschenansammlungen meiden. Wenn jemand gerade Chemo machte, dann musste er sich vor einer Infektion hüten etc. Es gibt nicht nur Corona da draußen, sondern viele andere Krankheiten, die tödlich sein können. Nicht gegen alles gibt es Herdenimmunität.

Mit dieser Impfung "kauft" man sich Freiheit für 6 Monate. Es ist keine Masern- oder Pocken-Impfung über die wir reden, die ein Mal oder alle zig Jahre gemacht werden muss. Es geht hier um eine Impfung, die wahrscheinlich alle 6 Monate wiederholt werden muss. Oder öfter, wenn dazwischen eine Mutation auftaucht, die durch die letzte Impfung nicht mehr abgedeckt wird. Das heißt, dieses Thema ist nicht mit einem "Piecks" abgedeckt, wie die Werbung suggeriert. Die Risiken der Impfung bleiben und potenzieren sich. Je öfter ich mich impfen lassen muss, desto höher ist mein Risiko insgesamt.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Tyleet
schrieb am 01.05.2021 21:01
Zitat
Impala-34
@tyleet: so ganz verstehe ich nicht was Du schreibst.
Es geht doch gerade darum für Menschen wie Dich oder die Tochter von Blüte die Herdenimmunität zu erreichen, damit Du eben nicht mehr auf Maske oder Test (wenn es denn so weit ist mit der Herdenimmunität) angewiesen bist. Du hast doch sehr gut nachvollziehbare Gründe die Impfung nicht wahrzunehmen.
Um so wichtiger ist es aber doch, dass Menschen die eben nur ein diffuses „ach ich weiß nicht, ich lass mal lieber die anderen vor“ als Argument haben, Dich eben doch impfen lassen, damit Herdenimmunität eintritt.

Ich hatte letzthin einen 95jährigen Kunden, wir sind auf die Inpfung zu sprechen gekommen und ich hab ihn gefragt, ob er denn schon die zweite Impfung hat. Er antwort mir ungelogen: „ach, ich lass mich nicht impfen. Ich hab Angst vor etwaigen Spätfolgen“. Ich dachte er will mich veräppeln, aber der meinte das tatsächlich ernst.
Das ist natürlich ein Ausnahmefall, aber zeigt dich wie manche Menschen ticken.

Was schlägst Du denn vor? Was soll denn die Lösung sein. Alle lassen sich nicht impfen, alle bleiben für die nächsten Jahre im Lockdown? Es gibt keine Tests für niemanden mehr und wir lassen die Krankheit halt einfach einmal durch die Bevölkerung rauschen.

Du willst Dich und deine Kinder nicht beschränken mit Test und Maske. Du kannst/willst Dich nicht impfen lassen? Was ist Deine Lösung?

Es ist jetzt auch nicht so, dass mir das alles keine Sorgen macht. Mein Bruder ist letztes Jahr an einer Herzmuskelentzündung gestorben und mein Sohn hatte im Dezemver auch eine (nach drei Wochrn Krankenhaus) sieht es aber wieder gut aus. Die Berichte über die Herzmuskelentzündungen in Verbindung mit der Impfung machen mir auch Angst, aber ich bin dennoch erstgeimpft mit Biontech.
Weil ich sonst keine Alternative für die Zukunft sehe.
Das letzte werde ich beizeiten wieder herausnehmen, da sehr persönlich

LG Impala


@Impala-34:
Die Lösung kann jedenfalls nicht in der Schaffung einer Zweiklassengesellschaft liegen. Schon gleich gar nicht, wenn die daraus folgende Diskriminierung auch Kinder treffen wird.

Herdenimmunität? Wann soll die denn erreicht sein? Selbst Wissenschaftler sind sich diesbzgl. nicht einig. Es gibt gar Stimmen, die mutmaßen, es werde noch lange nicht so weit sein. Z.B., weil das Virus in den Kindern zirkulieren und immer wieder auf die Erwachsenen überspringen wird. Andere sprechen von Escape-Mutationen, die resistent gegen den Impfstoff sein werden. Woraufhin man dann mit nachgebesserten Impfstoffen abermals die Bevölkerung durchimmunisieren muss.

Was mich stört, ist die Tatsache, dass Menschen wie ich (und damit meine ganze Familie) so gar keine Perspektive auf eine Rückkehr in die Normalität haben. Einen Monat, zwei, von mir aus auch drei oder vier weitere Monate Lockdown... das wäre machbar und erträglich. Aber was, wenn man uns ohne Impfung oder Test auch danach nirgends mehr teilnehmen lässt, weil die Situation dann nicht so entspannt ist wie erhofft?
Was wird nur aus meinen Kindern??? Wie sollen die denn aufwachsen? Ohne gesellschaftliche Teilhabe? Als ich in deren Alter war, war ich aktiv. Sportlich. Musikalisch. Ständig bei Freunden zu Besuch bzw. die Freunde bei uns. Nun sitzen wir seit einem Jahr im Lockdown (okay, mit kurzer Unterbrechung im Sommer). Und zumindest für meine Familie soll es nun erstmal bis auf Weiteres so weitergehen? Wie lange noch?? Können Kinder unter solchen Umständen, die für uns nun zum Dauerzustand zu werden drohen, gesund aufwachsen? Brauchen sie nicht soziale Kontakte, Bewegung, Musik, gesellschaftliche Teilhabe?

Was ist, wenn sie wg. mir diskriminiert werden? Z.B. ihre Freunde nicht mehr besuchen können und auch niemand mehr zu uns kommt, weil ich ja ungeimpft in den Augen Vieler eine Gefahr darstelle? Was, wenn die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte gar nicht mehr aufgehoben werden? Früher habe ich mich regelmäßig mit zwei bis drei Freundinnen zum Shoppen getroffen, danach ins Café mit Spielplatz nebendran gegangen, wo die Kinder miteinander gespielt haben. Jetzt werde ich weder in die Geschäfte, noch ins Café gelassen.

Während die Kinder sich im Kinderturnen ausgepowert haben, habe ich mit den anderen Eltern am Rand der Turnhalle geklönt. Usw.
Das fehlt uns allen und ich finde es grausam für meine Kinder, wenn sie als Einzige weit und breit an diesen Aktivitäten nicht mehr werden teilnehmen können. Ich habe Angst, dass wir sozial bald völlig isoliert sind, wenn alle anderen Eltern und Kinder wieder „dürfen“, nur wir nicht. Irgendwann, ich sag jetzt mal nach einem weiteren Jahr Isolation NUR für unsere Familie, sind die Kontakte dann weggebrochen traurig

Das Problem ist einfach, ich bin eine Mutter mit noch ziemlich kleinen Kindern. Die noch völlig auf mich angewiesen sind, was außerhäusliche Aktivitäten angeht. Werde ich isoliert, trifft es zwangsläufig auch meine Kinder. Und die befinden sich gerade in der Entwicklung, z.B. auch was Sozialkompetenz betrifft.
Und das bin ich nicht bereit hinzunehmen. EIGENTLICH darf niemand hier diskriminiert werden, ist jedenfalls meine Meinung. Wenn es aber Kinder trifft (die kerngesund sind und noch nicht einmal selbst zur Risikogruppe gehören, sondern die „nur“ wg. der Mutter eingeschränkt werden), ist bei mir endgültig eine Grenze überschritten!!! Da erwarte ich von der Politik Lösungen FÜR DIESE Kinder!

LG, Tyleet


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   WarMalHier
schrieb am 01.05.2021 21:51
@Tyleet, wie Impala geschrieben hat. Es wird bestimmt für dich eine Lösung geben, ein Attest vom Arzt, dass du dich nicht impfen lasst. Damit wirst du deinen grünen Pass erhalten und das Leben ist wieder normal. Du hast ja wirklich eine Vorgeschichte, die nicht einfach abgetan werden kann.

Alles, was Du über Kinder schreibst, spricht mir aus dem Herzen. Ja, genauso frage ich mich, was aus meinen Kindern wird, wenn es so weitergeht. Meine Kinder gehen noch beide in die Kita, also auch so klein, dass sie keine Aktivitäten allein unternehmen können. Ich bin Erwachsen, dass es mir egal, wann ich das nächste Mal ins Museum oder Theater gehen darf. Ich kann warten, auch Jahr oder zwei. Meine Kinder wachsen aber JETZT. Sie haben keinen Stand-by. Sie machen kein Stop in deren Entwicklung bis alles wieder gut ist. Meine Eltern haben 1,5 Jahre in der Entwicklung deren Enkelkinder verpasst. Das kann man nicht in paar Jahren wiederholen. Die Kinder werden niemals wieder so alt. Das ist verdammt bitter. Das kann man auch nicht später gutmachen. Das ist unwiderruflich vorbei.

Breitensport, Kultur und Bildung war und ist für mich essenziell. Es fing bereits im Babyalter an: Pekip, Delfi, Babyschwimmen, Musikgarten für Babys, Eltern-Kind-Turnen, Sitzkissen- und Sockenkonzerte, später Puppentheater, Kindermuseen, Schwimmbad, Parcours-Training, Ausflüge, Reisen. Und jetzt? Das ist erschreckend, wie viel sie im letzten Jahr verpasst haben, nicht gemacht, nicht erlebt haben. Wenn all das wieder geben wird, aber nur für Geimpfte und womöglich nur für geimpfte Kinder, dann sind wir weit über die Masernpflicht hinaus. Wenn die Kinder früher "nur" vom Kindergarten ohne Masern-Impfung ausgeschlossen wurden, dann werden sie jetzt ohne Corona-Impfung von gesamtem Angebot ausgeschlossen.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   berlink
Status:
schrieb am 01.05.2021 22:35
Ich unterschreibe u.a. bei @pmami und @impala.

@Tyleet: Deine Situation ist sicher eine besondere, eine sehr spezielle und eine, die nicht häufig vorkommt. Was sagen die Gerinnungsspezialisten, ist es sinnvoll, in Deinem Fall doch prophylaktisch einen Gerinnungshemmer zu geben (was ansonsten ja nicht empfohlen wird, wenn ich auf dem aktuellsten Stand bin)? Deine Situation ist m.E. weder aus somatischer noch aus psychischer Sicht vergleichbar mit denen, die eben keine schweren Vorerkrankungen haben/hatten und deswegen ein höheres Risiko haben, dass die Impfung negative und zwar nicht Langzeit- sondern Kurzzeitnebenwirkungen hat. Und gerade eben für diesen Personen/Patientenkreis ist es wichtig, dass so viele wie möglich sich impfen lassen, nicht schwer erkranken und weniger kontagiös sind.

@WarMalHier: Nein, ich kann leider für Deine Haltung nur etwas Verständnis aufbringen. Vermutlich nur die Minderheit der Menschen werden frohlockend der Impfung gegenübertreten. Vermutlich die Mehrheit würde gern darauf verzichten, wenn es denn eine andere effiziente und sicherere Variante geben würde, mit dem Virus umzugehen, vorausgesetzt, man besitzt soviel Reflexionsvermögen (also noch mehr als die 53 Protagonisten von @allesdichtmachen und deren unsäglich daherredenden Regisseur) , um zu verstehen, dass wir es eben nicht mit einer banalen Grippe Influenza-like zu tun haben.
Du möchtest auf Kosten derer, die sich impfen lassen, gern abwarten, um zu schauen, was passiert? Tja, was, wenn sich alle so verhalten würden? )Da würdest Du vermutlich keine einzige Impfung haben bzw. Deinen Kindern zugute kommen lassen können, denn alle Impfungen waren mal am Anfang. ich schrieb es schon mal: so viele Menschen, die geimpft wurden mit neuartigen Präparaten, gab es sehr wahrscheinlich noch nie. ) Warten wir dann wie lange? 10 Jahre? 20 Jahre? Ich selbst könnte noch etwas warten, ich persönlich empfinde die aktuelle Situation nicht ganz so schlimm, gsd geht es uns gut, meine Kinder kommen gut mit dem Distanzunterricht klar, ich möchte sogar behaupten, sie sind dadurch selbständiger geworden, können sich besser organisieren. Wir haben unsere Jobs, keine Einbußen. ok, Essengehen und Urlaube fehlen, so what. halte ich weiterhin auch noch durch. ABER das ist meine ganz persönliche Situation, und die ist vermutlich weit ab von der durchschnittlichen und trägt überhaupt nicht zur gesellschaftlichen Situation bei noch, dass es für alle besser wird. Es geht um Alle, da haben m.E. solche Beweggründe: mal abwarten, wie es den Anderen so geht, ich lasse denen mal den Vortritt, keinen Platz. Und ja, wer eben so entscheidet (und Jeder ist darin frei, sich so zu entscheiden - ausgenommen die verhältnismässig wenigen, die eben sich nicht impfen lassen können, denen aber es zu Gute kommen würde -, der hat dann auch die Konsequenzen. Wir, die sich impfen lassen, haben sie ja schließlich auch, evtl. eben sogar die schlimmen, von Dir befürchteten gesundheitlichen Konsequenzen. Wieso sollen wir das Risiko allein tragen? Für Andere? Du willst das Fuenferl und das Weckle, wie man hier so sagt: Du willst weder das Risiko einer Impfnebenwirkung noch weiterhin eingeschränkt sein und Rücksicht nehmen. Tja nu.
Ja, es ist so. Wenn Du Dich eben nicht impfen lässt ohne wirklich triftigen medizinschen Grund, dann baden Deine Kinder das eben aus. Logisch. Das ist dann aber Deine Verantwortung.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder betroffen sind, weil eben Andere nicht sich schützen wollen. ich finde auch, Kinder, die aus der elterlichen ideologischen Sicht keine Maske tragen, gehören nicht in die Schule. (Gefaktes) Attest hin oder her.

So hart das klingt, pragmatisch betrachtet bleibt aber m.E. kein anderer Schluß: Die Sorge um Deine Kinder, was aus denen wird, wenn Du sie nicht mehr versorgen kannst, die hat nichts mit der Impfung zu tun, aber hier wird sie symptomatisch. Es kann tagtäglich Dir etwas passieren, so wie jeden von uns.

Zitat
WasMalHier
Die Risiken der Impfung bleiben und potenzieren sich. Je öfter ich mich impfen lassen muss, desto höher ist mein Risiko insgesamt.
Wo steht das?

Meine Eltern sind beide vollständig geimpft, (nein, sie verhalten sich nicht unvorsichtiger als bisher und feiern keine Rentnerorgien) gsd, mein Mann ebenfalls, meine Schwester und ich bekommen in 2 Wochen die 2. Impfung, diesmal Biontech, und mein Schwager hat gestern die erste Moderna bekommen.
Heute früh hat mein Sohn nach 1 Woche Schule Halsweh. Juhu. Und schon ist die Sorge da, weil ich nicht weiß, welche blöde Autoimmunsache in ihm und meiner Tochter evtl. schlummert, die zu einem schlimmen Verlauf führen könnte. Ok, der erste Schnelltest war negativ, da war seine Angst deutlich weniger geworden, morgen mache ich den nächsten, dann auch bei mir und meiner Tochter. evtl. ist es nur eine banale Erkältung. Ich möchte v.a. nicht weiter so leben in der Sorge, was den Kindern im Falle einer Ansteckung passiert. Die Sorge um die körperliche Gesundheit ist für mich die weitaus Größte.

Wir haben - wenn überhaupt- nicht aufgrund einer Impfung eine 2-Klassengesellschaft. Die hätten wir, wenn nur die Privilegierten Zugang zur Impfung haben. Außer einigen Menschen und das sind leider in dem Fall die Schwächsten, nämlich, die, die aus med. Sicht sich eben nicht impfen lassen können, dürfen bald alle. Es wollen bloß nicht alle. Müssen sie nicht, dann aber eben ziehen sie die Einschränkungen weiter vor- und gefährden eben auch Andere.
Wenn nun schon die Immunsupprimierten eh vorsichtig sein müssen, wieso sollen diese nun noch einem Risiko mehr ausgesetzt sein und noch vorsichtiger sein, wenn denn Andere so gar kein Risiko eingehen wollen und aber auch keine Einschränkungen haben wollen?

Die Freiheit eines Jeden Menschen endet dort, wo er Andere gefährdet. Und dies muss beschränkt werden zu Gunsten derer, die sich nicht schützen können.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.21 22:51 von berlink.


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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 01.05.2021 22:57
Zitat
WarMalHier
Breitensport, Kultur und Bildung war und ist für mich essenziell. Es fing bereits im Babyalter an: Pekip, Delfi, Babyschwimmen, Musikgarten für Babys, Eltern-Kind-Turnen, Sitzkissen- und Sockenkonzerte, später Puppentheater, Kindermuseen, Schwimmbad, Parcours-Training, Ausflüge, Reisen. Und jetzt? Das ist erschreckend, wie viel sie im letzten Jahr verpasst haben, nicht gemacht, nicht erlebt haben. Wenn all das wieder geben wird, aber nur für Geimpfte und womöglich nur für geimpfte Kinder, dann sind wir weit über die Masernpflicht hinaus. Wenn die Kinder früher "nur" vom Kindergarten ohne Masern-Impfung ausgeschlossen wurden, dann werden sie jetzt ohne Corona-Impfung von gesamtem Angebot ausgeschlossen.

Naja nu, ganz sicher nur wenige Kinder werden, weil sie 1 Jahr nicht dieses Potpourri an Freizeitaktivitäten geboten bekommen, einen dauerhaften seelischen Schaden davon tragen und sozial inkompetente Wesen werden. Meine Kinder haben aufgrund meiner/unserer Berufstätigkeit gewiss nur einen Bruchteil der o.g. Dinge erlebt, wie wahrscheinblich viele andere Kinder auch, sind dennoch sozial integriert und haben nichts verpasst.
Wenn es so kommen würde (was ist nicht vermute): Deine Kinder würden evtl. ausgeschlossen werden, weil eben andere Kinder dies nutzen möchten, ohne Gefahr zu laufen, von Deinen angesteckt zu werden.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   pmami
schrieb am 01.05.2021 23:04
Ich stelle noch einmal die Frage, die @Impala schon gestellt hat: Was ist denn die Lösung? was ist die Lösung für Menschen, die sich wegen eines gesundheitlichen Risikos nicht impfen lassen können?

Mal angenommen, es gibt irgendwann eine Herdenimmunität, können diese Menschen sich dann wie alle anderen wieder in Menschenansammlungen bewegen.

Mal angenommen, es gibt nie eine Herdenimmunität oder aber für den Zeitraum zwischen der Impfung einiger und der Impfung aller - was soll geschehen? Sollen alle im Lockdown bleiben? Sollen auch die Ungeimpften wieder in Theater, Konzerte, Museen gehen, trotz des Risikos einer Ansteckung? Oder was sonst?

Was soll geschehen?

Jetzt in diesem Augenblick trifft die soziale Isolation alle. Soll das so weitergehen?

Ich verstehe Ängste, insbesondere dann, wenn konkrete gesundheitliche Risiken bestehen. Ich verstehe auch, dass man sich dann nicht impfen lässt. Wie gesagt, auch für meinen Sohn würde ich aktuell eine Impfung sehr abwägen, wenn es sie denn gäbe. Aber ich verstehe nicht, was eigentlich passieren soll, um denjenigen zu helfen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen.


Viele Grüße pmami


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.21 23:13 von pmami.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 01.05.2021 23:05
@berlink, danke, dass du dich für Gesellschaft opferst und trotz ungutem Gefühl dich impfen lässt. Schön, dass Deine Kinder kein Sport, Kultur oder soziales Miteinander vermissen und du gut mit Einschränkungen zurechtkommst. Ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, muss dringend ins Bett. Aber eine Frage habe ich:

Zitat
berlink
Die Freiheit eines Jeden Menschen endet dort, wo er Andere gefährdet. Und dies muss beschränkt werden zu Gunsten derer, die sich nicht schützen können.
Inwiefern gefährde ich dich, deine Kinder oder andere Menschen, wenn meine Kinder und ich nachweislich Antikörper haben?


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 01.05.2021 23:15
Zitat
WarMalHier
@berlink, danke, dass du dich für Gesellschaft opferst und trotz ungutem Gefühl dich impfen lässt. Schön, dass Deine Kinder kein Sport, Kultur oder soziales Miteinander vermissen und du gut mit Einschränkungen zurechtkommst. Ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, muss dringend ins Bett. Aber eine Frage habe ich:

Zitat
berlink
Die Freiheit eines Jeden Menschen endet dort, wo er Andere gefährdet. Und dies muss beschränkt werden zu Gunsten derer, die sich nicht schützen können.
Inwiefern gefährde ich dich, deine Kinder oder andere Menschen, wenn meine Kinder und ich nachweislich Antikörper haben?

1. Bitte.

2. Doch, vermutlich vermissen die Kinder etwas, so wie ich auch: ABER es ist eben im Gesamtkontext als weniger schädigend zu sehen als eine ausgeprägte Coronainfektion. Wenn sie oder ich nämlich eben schwer erkranken, werden sie oder ich noch länger all das nicht wahrnehmen können.

3. Oh, wo stand/steht, dass Du Antikörper hast? Habe ich da etwas überlesen? Ging es nicht oben noch darum, ob Du Dich impfen lässt? Was denn nun? Die, die eine Infektion durchgemacht haben (und AK haben), sollen sich ja erstmal gar nicht impfen lassen. In dem Fall würde ich AK bestimmen lassen, mir darüber ein Attest ausstellen lassen. Auch für diesen Fall (@und Tyleet) wird es eine Regelung geben (müssen). Die hoffentlich nicht missbraucht werden kann wie die Situation um die Attestausstellung für die Unverträglichkeit von Masken.

Damit ich es richtig verstehe: Worum geht es Dir nun eigentlich?

Um Nicht-Impfen - Wollen trotz fehlendem triftigen Grund?
Um Nicht-Impfen - Können bei triftigem Grund?
Um Nicht- Impfen- Brauchen bei vorhandenen Antikörpern?


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.21 23:31 von berlink.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Impala-34
Status:
schrieb am 01.05.2021 23:57
Ich verstehe immer noch nicht, was genau “die Politik” denn nun machen soll. Sie kann die Pandemie und die Ansteckungsgefahr nun nicht wegregeln.....

Was hast Du für Lösungsansätze?
Einfach nur zu sagen, die da müssen sich halt was ausdenken. Ja was denn? Getestet werden soll nicht, geimpft auch nicht und drauf warten, dass sich genügend andere impfen lassen, auch nicht.
Politisch lässt sich diese Sachfrage doch nicht lösen?
Die einzige Lösung, die für Dich offenbar okay wäre, wäre, dass Kinder und Eltern die sich nicht impfen lassen wollen oder können halt trotzdem alles machen dürfen und sich eben die vulnerablen Gruppen s
schützen sollen, indem sie Sich isolieren oder das Risiko einer Erkrankung in Kauf nehmen müssen.

Je mehr Menschen sich impfen lassen, lassen nicht nur das Ansteckungsrisiko sinken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit von weiteren Mutationen.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 02.05.2021 02:58
@berlink, mein Kleiner hat Einschlafstörung, daher antworte ich jetzt.

Deine Schilderung, wie gut es bei euch im Lockdown läuft, klingt für mich wie Nachricht von einem anderen Planeten. Während bei dir scheinbar vieles glattläuft, sitze ich nun im dritten Lockdown mit geschlossenen Kitas und zwei Kindern im Homeoffice. Ich bekomme keinen Platz in der Notbetreuung, da ich nicht systemrelevant bin und da ich im Homeoffice arbeiten kann. Denn hier wird Homeoffice als alternative Kinderbetreuung verstanden. Dabei kümmere ich mich unter anderem um Digitalisierung der Grundschule. Witzig, dass mein Job nicht systemrelevant ist, oder? Ich sorge dafür, dass die Kinder ihre Aufgaben bekommen, dass die Lehrer mit der neuen Software zurechtkommen, dass die Server laufen, dass die Eltern rechtzeitig informiert werden und Termine koordiniert werden. Das mache ich zwischen Windeln wechseln, Autos spielen, Kochen, Putzen, Einkaufen, alles alleine. Kein Partner. Zwischen Trotzanfälle des Kleinen und den Wutausbrüchen des hyperaktiven Großen. (Als wir noch Sport hatten, war er deutlich ausgelassener.) Und ich vermisse schmerzlich meine Familie, die ich weiß Gott, wann wieder sehen darf. Ich vermisse auch Erholung, Freizeit und Urlaub, ist aber jetzt nichts besonders, das haben die meisten.

Das war und ist mein Einsatz für die Gesellschaft in dieser Pandemie. Ich persönlich finde es nicht wenig. Mein Leben ist seit einem Jahr auf den Kopf gestellt. Jetzt möchte ich mir etwas von dieser Gesellschaft zurückholen, und zwar Informationen zu meinem individuellen Gesundheitsrisiko, zu meiner speziellen familiären Vorgeschichte. Ich versuche eine Lösung für mich zu finden, die minimale Risiken für mich hat. Findest du es wirklich so abwegig und so egoistisch? Gehst du gerne Risiken ein, wenn sie vermeidbar wären?

Zitat
Impala-34
Was hast Du für Lösungsansätze?
Habe ich bereits oben geschrieben. Hier nochmal in Kurzform: alle impfen, die es wollen. Auch deren Kinder, wenn sie es wollen. Den Rest in Ruhe lassen.

Ich verstehe nicht, wovor haben die Geimpften Angst, wenn sie sich doch durch die Impfung geschützt sind? Oder schützt die Impfung nicht? Oder schützt sie nicht zu 100%? Aber das ist doch genau das Argument, das hier immer wieder gebraucht wird: es gibt keine 100% Sicherheit. In keinerlei Hinsicht.

Heute noch gefunden auf ZDF. Von der Herdenimmunität müssen wir uns verabschieden [zdfheute-stories-scroll.zdf.de] Und es wird eine 4. Welle im Winter geben. Trotz Impfungen. Wovor schützt sie dann überhaupt, wenn sie die Wellen nicht verhindern kann?

Irgendwie ist es alles so verworren. Die Geimpften haben Angst vor nicht geimpften und fordern eine Herdenimmunität, die Virologen ausschließen. Dabei wird trotz Impfkampagne vor der 4. Welle gewarnt. Gute Nacht!


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 02.05.2021 06:55
Zitat
WarMalHier
@berlink, mein Kleiner hat Einschlafstörung, daher antworte ich jetzt.

Deine Schilderung, wie gut es bei euch im Lockdown läuft, klingt für mich wie Nachricht von einem anderen Planeten. Während bei dir scheinbar vieles glattläuft, sitze ich nun im dritten Lockdown mit geschlossenen Kitas und zwei Kindern im Homeoffice. Ich bekomme keinen Platz in der Notbetreuung, da ich nicht systemrelevant bin und da ich im Homeoffice arbeiten kann. Denn hier wird Homeoffice als alternative Kinderbetreuung verstanden. Dabei kümmere ich mich unter anderem um Digitalisierung der Grundschule. Witzig, dass mein Job nicht systemrelevant ist, oder? Ich sorge dafür, dass die Kinder ihre Aufgaben bekommen, dass die Lehrer mit der neuen Software zurechtkommen, dass die Server laufen, dass die Eltern rechtzeitig informiert werden und Termine koordiniert werden. Das mache ich zwischen Windeln wechseln, Autos spielen, Kochen, Putzen, Einkaufen, alles alleine. Kein Partner. Zwischen Trotzanfälle des Kleinen und den Wutausbrüchen des hyperaktiven Großen. (Als wir noch Sport hatten, war er deutlich ausgelassener.) Und ich vermisse schmerzlich meine Familie, die ich weiß Gott, wann wieder sehen darf. Ich vermisse auch Erholung, Freizeit und Urlaub, ist aber jetzt nichts besonders, das haben die meisten.

Das war und ist mein Einsatz für die Gesellschaft in dieser Pandemie. Ich persönlich finde es nicht wenig. Mein Leben ist seit einem Jahr auf den Kopf gestellt. Jetzt möchte ich mir etwas von dieser Gesellschaft zurückholen, und zwar Informationen zu meinem individuellen Gesundheitsrisiko, zu meiner speziellen familiären Vorgeschichte. Ich versuche eine Lösung für mich zu finden, die minimale Risiken für mich hat. Findest du es wirklich so abwegig und so egoistisch? Gehst du gerne Risiken ein, wenn sie vermeidbar wären?

Zitat
Impala-34
Was hast Du für Lösungsansätze?
Habe ich bereits oben geschrieben. Hier nochmal in Kurzform: alle impfen, die es wollen. Auch deren Kinder, wenn sie es wollen. Den Rest in Ruhe lassen.

Ich verstehe nicht, wovor haben die Geimpften Angst, wenn sie sich doch durch die Impfung geschützt sind? Oder schützt die Impfung nicht? Oder schützt sie nicht zu 100%? Aber das ist doch genau das Argument, das hier immer wieder gebraucht wird: es gibt keine 100% Sicherheit. In keinerlei Hinsicht.

Heute noch gefunden auf ZDF. Von der Herdenimmunität müssen wir uns verabschieden [zdfheute-stories-scroll.zdf.de] Und es wird eine 4. Welle im Winter geben. Trotz Impfungen. Wovor schützt sie dann überhaupt, wenn sie die Wellen nicht verhindern kann?

Irgendwie ist es alles so verworren. Die Geimpften haben Angst vor nicht geimpften und fordern eine Herdenimmunität, die Virologen ausschließen. Dabei wird trotz Impfkampagne vor der 4. Welle gewarnt. Gute Nacht!

Nunächstmal: Ich finde Lockdown auch ätzend. Dinstanzlernen, während der Bruder spielen darf und gleich zwei Babys Mama in Dauerbeschlag nehmen, ist ätzend. Nicht im Wohnzimmer sein dürfen und immer allein spielen müssen, während der große Bruder im Wohnzimmer mit Mama wichtige Sachen macht, die man auch so gern machen würde, ist ätzend. Zahnen und Schuben gleichzeitig und sich dann auch noch Mama mit einem Zwilling, einem trotzenden Bruder, einem Erstklässlerbruder, dem Einkauf, der Wäsche, dem Kochen und dem anderen Gedöns teilen zu müssen ist auch ätzend.
Ich denke, jeder hier hat mitbekommen, dass mein Mann sich coronabedingt über 1 Jahr von uns fern halten musste und nur nach Privatquarantäne in den Sommerferien und Weihnachtsferien letztes Jahr wieder für kurze Zeit heim kam. Auch keine schöne Zeit. Jeder von uns ist zum Einzelkämpfer geworden, da stört nun der andere im eigenen Revier regelrecht. Wir sind uns einig: ob unsere Beziehung Corona übersteht, werden erst die nächsten Monate zeigen, vielleicht Jahre.

Glaub mir, auch wenn die Probleme individuell sind, du bist nicht die einzige, die alles gegeben hat, die 24/7 ihr Bestes tut, die mit Kraft und Nerven und (zumindest ich) auch mit dem Willen nicht nur manchmal, sondern immer öfter am Ende ist.

Aber es geht hier doch um die bloße Entscheidung, Impfung ja oder nein, richtig?
Was hilft es dann, alle Zahlen bis ins allerkleinste zu zerlegen und dann noch mit diversen individuellen Aspekten zu hinterfragen? Gar nichts.
Es gibt grob skizziert 4 mögliche Wege:
1. Impfung, keine Thrombose
2. Impfung, Thrombose
3. Keine Impfung, Coronarisiko milder Verlauf
4. Keine Impfung, Coronarisiko schwerer Verlauf
Hast du mehr Angst vor 2. oder 4.? Wenn vor 2., lass es sein. Wenn vor 4., machs.

Die Impfung schützt nicht 100 % vor einer Ansteckung, aber sie schützt vor schwerem Verlauf. Das ist für mich das Argument überhaupt gewesen als Mama, die allein für die Kinder verantwortlich ist und keine familiäre Unterstützung hat.

Die Gesellschaft schuldet dir nichts. Mir auch nicht.
Einen risikoLOSEN Weg gibt es hier nicht. Die Einschätzung, welcher Weg für dich risikoÄRMER ist KANNST nur du allein treffen, das wird dir niemand abnehmen (können), niemand hier im Forum und vor allem nicht "die Gesellschaft".

Dass die 4. Welle kommt ist doch kein Argument dafür, dass man am besten gleich alles sein lässt. Unter welchen Bedingungen die 4. Welle kommt, wie wir aufgestellt sind und was bzw. wen sie treffen kann, haben wir hingegen jetzt in der Hand.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 02.05.2021 08:30
Zitat
Juna30
Glaub mir, auch wenn die Probleme individuell sind, du bist nicht die einzige, die alles gegeben hat, die 24/7 ihr Bestes tut, die mit Kraft und Nerven und (zumindest ich) auch mit dem Willen nicht nur manchmal, sondern immer öfter am Ende ist.
@Juna30, das weiß ich. Ich kenne auch andere Beispiele um mich herum, denen es vergleichsweise gar nicht so schwer geht, wie @berlink. Und dann wiederum anderer, die es ganz schwer getroffen hat. Ich will jetzt meine Situation nicht als besonders schwierig darstellen. Ich wollte nur @berlink einen Einblick in unseren Alltag geben. Sie sieht sogar positive Seiten an dem Lockdown und ich wollte zeigen, dass es andere Konstellationen gibt, bei denen positive Seiten so ganz ausbleiben. Und eine Erschöpfung nie zu enden scheint. Deine Situation kenne ich auch. Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man da an die Grenzen geht, und zwar über längeren Zeitraum. Es fehlen Atempausen. Dann kommt noch dazu, dass man Angst um den Partner hat und es noch zusätzlich belastet. Es tut mir leid für euch, dass ihr durch die Krankheit eures Mannes keine normales Familienleben führen könnt.

Zitat
Juna30
Aber es geht hier doch um die bloße Entscheidung, Impfung ja oder nein, richtig?
...
Es gibt grob skizziert 4 mögliche Wege:
1. Impfung, keine Thrombose
2. Impfung, Thrombose
3. Keine Impfung, Coronarisiko milder Verlauf
4. Keine Impfung, Coronarisiko schwerer Verlauf
Hast du mehr Angst vor 2. oder 4.? Wenn vor 2., lass es sein. Wenn vor 4., machs.
Nein, Juna, es geht nicht nur um die Impfung. Es geht darum, dass wenn ich mich nicht zeitnah impfen lassen, dann werden meine Kinder vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Es geht darum, dass ich gesundheitliches Risiko eingehen soll, damit meine Kinder wieder normales Leben haben dürfen. Ich soll unterschreiben, dass ich mich "freiwillig" impfen lasse und dass ich umfassend aufgeklärt worden bin. Ich bin kein Paragrafenreiter, aber beides würde in meinem Fall nicht stimmen. Und ja, natürliche werde ich es machen für meine Kinder. Bevor die Politik durch deren Entscheidungen meine Kinder vom Leben dauerhaft isoliert und das auch noch als meine freiwillige Entscheidung darstellt.

@berlink, zum Thema Antikörper: nein, ich habe es nicht überprüft, ob ich welche habe. Und es spielt auch keine Rolle. Ein Genesener ist man nur, wenn man mal einen positiven PCR-Test hatte. Das ist die Auslegung. Der Genesene ist dabei auch nur durch seine Antikörper geschützt und nicht durch die Impfung. Hat man keinen positiven PCR-Test, so spielen Antikörper keine Rolle. Obwohl es medizinisch gesehen Unfug ist, meine Meinung nach. Die Antikörper bekommt man doch nicht nur infolge eines positiven PCR-Tests. Die offiziellen Genesenen dürfen mit der Impfung abwarten und schauen, wie es sich entwickelt, ohne dass denen vorgeworfen wird, dass sie alle um sich rum gefährden. Die nicht-offiziellen Genesenen müssen das Risiko der Impfung eingehen, obwohl aus medizinischer Sicht beide absolut das gleiche haben.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 02.05.2021 09:55
Zitat
WarMalHier
Nein, Juna, es geht nicht nur um die Impfung. Es geht darum, dass wenn ich mich nicht zeitnah impfen lassen, dann werden meine Kinder vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Es geht darum, dass ich gesundheitliches Risiko eingehen soll, damit meine Kinder wieder normales Leben haben dürfen.

Um diesen Teil geht es mir. Ich möchte das wirklich gern verstehen.
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.
Das ist doch alles nicht so. Das wird auch nicht gefordert. Deshalb verstehe ich diesen Teil der Angst ungeimpft zu bleiben einfach nicht.
Für alles andere: einkaufen, Urlaub, Konzerte... muss dann eben getestet werden. Aber es ist doch noch nichtmal klar, ob Geimpfte nicht evtl. doch auch testen müssen. Und da wiederum - ja klar, da bin ich durch und durch Ehefrau eines Hochrisikopatienten, verstehe ich das ganze Drama nicht. So ein Test tut nicht weh. Sicher könnten wir uns alle schöneres vorstellen als so ein Tupferding in der Nase, aber es ist ja nun nicht so, dass für jeden Test ein halber Liter Blut her muss. Aus organisatorisch nervig. Belastet das ohnehin so angespannte Zeitgefüge. Aber verglichen mit dem, was man anderen Menschen, nicht nur meinem Mann, sondern so vielen Betroffenen und Familienangehörigen ersparen kann, ist das doch verschmerzbar. Unter anderem dafür, dass wir alle irgendwann mal wieder normaler leben können als es aktuell der Fall ist.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   cora167
schrieb am 02.05.2021 10:10
Zitat
Juna30
Zitat
WarMalHier
Nein, Juna, es geht nicht nur um die Impfung. Es geht darum, dass wenn ich mich nicht zeitnah impfen lassen, dann werden meine Kinder vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Es geht darum, dass ich gesundheitliches Risiko eingehen soll, damit meine Kinder wieder normales Leben haben dürfen.

Um diesen Teil geht es mir. Ich möchte das wirklich gern verstehen.
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.
Das ist doch alles nicht so. Das wird auch nicht gefordert. Deshalb verstehe ich diesen Teil der Angst ungeimpft zu bleiben einfach nicht.
Für alles andere: einkaufen, Urlaub, Konzerte... muss dann eben getestet werden. Aber es ist doch noch nichtmal klar, ob Geimpfte nicht evtl. doch auch testen müssen. Und da wiederum - ja klar, da bin ich durch und durch Ehefrau eines Hochrisikopatienten, verstehe ich das ganze Drama nicht. So ein Test tut nicht weh. Sicher könnten wir uns alle schöneres vorstellen als so ein Tupferding in der Nase, aber es ist ja nun nicht so, dass für jeden Test ein halber Liter Blut her muss. Aus organisatorisch nervig. Belastet das ohnehin so angespannte Zeitgefüge. Aber verglichen mit dem, was man anderen Menschen, nicht nur meinem Mann, sondern so vielen Betroffenen und Familienangehörigen ersparen kann, ist das doch verschmerzbar. Unter anderem dafür, dass wir alle irgendwann mal wieder normaler leben können als es aktuell der Fall ist.

Danke Juna!

@TE: Ich verstehe diesen Druck, den du verspürst, auch nicht. Noch ist doch gar nicht klar, welche „Privilegien“ Geimpfte haben werden. In einigen Bundesländern müssen sie für Frisör und Co keinen negativen Test mehr vorweisen, aber vom Ausschluss der Nicht-Geimpften vom gesellschaftlichen Leben kann doch keine Rede sein. Klar, die Testpflicht wird bleiben, das ist nervig und zeitaufwendig, aber mE zumutbar und umsetzbar.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich habe aktuell gar nicht die Zeit, mir so viele Gedanken zu diesem Thema zu machen. Ich habe für mich Nutzen und Risiko abgewogen und entschieden, mich mit einem mRNA Impfstoff impfen zu lassen (Gruppe 2, 1. Impfung ist erfolgt). Ebenso wird sich mein Mann (Gruppe 3, viel Kundenkontakt) demnächst impfen lassen. Wenn für dich das Risiko überwiegt, warte doch einfach noch ab.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    sanogo
Status:
schrieb am 02.05.2021 10:15
Zitat
cora167

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich habe aktuell gar nicht die Zeit, mir so viele Gedanken zu diesem Thema zu machen. Ich habe für mich Nutzen und Risiko abgewogen und entschieden, mich mit einem mRNA Impfstoff impfen zu lassen (Gruppe 2, 1. Impfung ist erfolgt). Ebenso wird sich mein Mann (Gruppe 3, viel Kundenkontakt) demnächst impfen lassen. Wenn für dich das Risiko überwiegt, warte doch einfach noch ab.

Ja, ganz runtergebrochen ist es eine Risikoeinschätzung wie so vieles im Leben und ein Setzen von Prioritäten.

LG sanogo




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