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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Tyleet
schrieb am 02.05.2021 14:02
Zitat
Blüte
Zitat

Und was die Tests angeht. Nein, das nicht lästig. Das ist z. B. für mich zeitlich nicht machbar. Meine Kinder sind bis 15 Uhr in der Betreuung (wenn es die überhaupt gibt). Bis 15 Uhr kann ich kein Test machen, das ist meine Arbeitszeit. Nach 15 Uhr einen Test plus Anfahrt zum benachbarten Tierpark - nicht drin. Schwimmbad mit dem Zeitfenster, das um 15:30 Uhr beginnt - kein Test drin. Für mich als ehrenamtliche Übungsleiterin beim Kindersport, ist ein Test dreimal die Woche zeitlich nicht machbar, die Stunde fängt um 15:30 Uhr an. Davon mal abgesehen, dass jeden Tag 60 Euro für einen Test zu bezahlen und das, um eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben, ist finanziell nicht drin. Also lästig ist anders.

Also.... ich weiß nicht, wo die Tests 60 € kosten. In meiner Stadt kann man ganz normal nach Bundes- und Landgesetz sogenannte "Bürgertests" kostenlos machen. Zweimal in der Woche. Kostet gar nichts.

Und die gelten 24 Stunden. Will ich also MORGEN in den Zoo, kann ich heute gegen 18 Uhr (bei uns sind die Teststellen bis 20 Uhr offen, das sind aber natürlich keine Zeiten für kleine Kinder) einen Test machen und bin morgen mit dem Test flexibel. Man muss den Test ja nicht am selben Tag erledigen wie den Ausflug.

Das mit der Übungsleitung kann ich nicht beurteilen, aber ob man die, wenn je wieder Sportangebote offen haben, ungeimpft machen darf, weiß nicht.

Ansonsten werde ich nicht müde zu betonen: Es gibt Longcovid auch bei Kinder mit mildem Verlauf: Erschöpfung, Kurzzeitgedächtnisprobleme, motorische Probleme, Kopfschmerzen... ob und wann das wieder heilt, ist unklar. DAS Risiko wäre mir persönlich auch bei einem gesunden Kind zu hoch. Covid-19 ist keineswegs automatisch nach der akuten Erkrankung ausgestanden.

Dazu möchte ich gerne noch etwas sagen. Bei uns darf man einen Test pro Woche kostenlos durchführen lassen. Und zwar nur in einem eigens dafür eingerichteten Testzentrum. Beim Hausarzt kostet er 60 Euro.
Ich bin nicht motorisiert, ergo mit dem Fahrrad unterwegs. Kindergarten ist bereits seit Wochen geschlossen, die Kinder 24/7 zu Hause.
Die Fahrt zum Testzentrum, dort ggf. in der Schlange warten, dann auf das Testergebnis warten, dann auf den Ausdruck warten und wieder nach Hause fahren, kostet mich 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit. Die Kinder dürfen nicht mit rein. Was mache ich mit denen?

Dieser eine kostenlose Test ist dann 24 Stunden gültig. Wofür werde ich diesen einen Test einsetzen? Für das Kinderturnen am Dienstag? Oder am Donnerstag? Den Musikgarten am Montag? Um mal wieder Klamotten für uns alle zu shoppen (am Freitag z.B.)? Für den Zoobesuch am Samstag?
Eine Aktivität pro Woche darf ich mir dann also großzügigerweise aussuchen. Die anderen fallen hinten runter. Vorausgesetzt natürlich, ich bekomme die Fahrt zum Testzentrum mit den Kindern irgendwie hin.

Jeder weitere Test kostet bei uns 60 Euro (ins Testzentrum darf man nur einmal pro Woche).

Zum Vergleich: Geimpfte Mütter stecken sich den Impfpass einfach in die Handtasche, zücken ihn am jeweiligen Eingang und bekommen sofort mit ihren Kindern Zugang.

Verstehst du das Problem?

LG, Tyleet


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 02.05.2021 14:22
Weil es ja keine Aussagen zu Kindern gibt:

[www.swr.de]

[www.aerztezeitung.de]

[www.rki.de]

[www.bmbf.de]

[www.spiegel.de]

[www.quarks.de]

Es ist nun einmal so, dass wir bisher noch nicht in so einer Situation waren, so dass man eben nicht auf Erfahrungen zurückgreifen kann. Diese sammelt man eben erst jetzt (und auch 1 Jahr ist dafür recht wenig), und dabei werden die Situationen um Kinder und Eltern etc. sehr wohl berücksichtigt, dauert alles lang, macht ungeduldig und unzufrieden. Dennoch ist es m.E. nach unklug, vorschnell Entscheidungen zu fordern, zu treffen, deren gesundheitliche, vornehmlich somatische, Gefahren man nicht absehen kann.

zu Langzeitfolgen :
[www.quarks.de]

[www.aerzteblatt.de]

[www.aerzteblatt.de]

[www.aerzteblatt.de]

[www.aerzteblatt.de]

speziell zu Langzeitfolgen bei Kindern

[www.aerzteblatt.de]


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 14:48 von berlink.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Blüte
schrieb am 02.05.2021 14:38
Zitat

Dazu möchte ich gerne noch etwas sagen. Bei uns darf man einen Test pro Woche kostenlos durchführen lassen. Und zwar nur in einem eigens dafür eingerichteten Testzentrum. Beim Hausarzt kostet er 60 Euro.
Ich bin nicht motorisiert, ergo mit dem Fahrrad unterwegs. Kindergarten ist bereits seit Wochen geschlossen, die Kinder 24/7 zu Hause.
Die Fahrt zum Testzentrum, dort ggf. in der Schlange warten, dann auf das Testergebnis warten, dann auf den Ausdruck warten und wieder nach Hause fahren, kostet mich 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit. Die Kinder dürfen nicht mit rein. Was mache ich mit denen?

Dieser eine kostenlose Test ist dann 24 Stunden gültig. Wofür werde ich diesen einen Test einsetzen? Für das Kinderturnen am Dienstag? Oder am Donnerstag? Den Musikgarten am Montag? Um mal wieder Klamotten für uns alle zu shoppen (am Freitag z.B.)? Für den Zoobesuch am Samstag?
Eine Aktivität pro Woche darf ich mir dann also großzügigerweise aussuchen. Die anderen fallen hinten runter. Vorausgesetzt natürlich, ich bekomme die Fahrt zum Testzentrum mit den Kindern irgendwie hin.

Jeder weitere Test kostet bei uns 60 Euro (ins Testzentrum darf man nur einmal pro Woche).

Zum Vergleich: Geimpfte Mütter stecken sich den Impfpass einfach in die Handtasche, zücken ihn am jeweiligen Eingang und bekommen sofort mit ihren Kindern Zugang.

Verstehst du das Problem?

Das von dir geschilderte Problem verstehe ich.

Bei uns ist es anders. Und zwar ganz anders, deshalb ging ich davon aus.

Hier darf man "mindestens" einen Bürgertest pro Woche durchführen, es gibt keine Grenze nach oben.

Der ist kostenlos.

Es gibt zahllose Teststellen, auch Hausärzte führen diese kostenlosen Bürgertests durch oder Apotheken.

Mit Anmeldung und ohne, das ist unterschiedlich. Die Stadt führt ein Register welche Teststellen wann offen haben und wie man sich anmeldet .Kann man bequem im Internet einsehen.

Bei Terminvereinbarung gibt es so gut wie keine Wartzezeit, ohne Terminvereinbarung kann es natürlich Wartezeiten geben.

Kinder dürfen bei uns mit in Testzentren, sie werden dort auch auf Wunsch getestet. Oder sie begleiten eben nur.

Man darf aber auch ins Testzentrum, wenn man nicht selbst getestet werden will und nur Begleitperson ist. Ich habe meine Mutter begleitet und brauchte selbst keinen Test, das ging völlig problemlos, es wurde auch bei mir Fieber gemessen und die Symptome abgefragt, fertig. Dann durfte ich mit meiner gehbehinderten Mutter eintreten.

Bei uns braucht man nicht auf das Testergebnis zu warten, wenn man nicht will. Es kommt innerhalb von 45 min. auf das Handy. Kann man dann ausdrucken.

Zusammengefasst: Bei uns im Bundesland wäre es problemlos möglich, für jeden Tag einen Termin im Testzentrum zu vereinbaren, mit Kindern, kostenlos. Für alle gewünschten Aktivitäten. Wie es in anderen Bundesländern ist, kann ich nicht beurteilen, es wundert mich aber, dass es so große Unterschiede gibt.

Dass Geimpfte "nur ihren Ausweis" zücken, liegt daran, dass sie für andere keine Gefahr mehr darstellen. Bevor sie gezückt haben, haben sie sich zwei Impfungen ausgesetzt und dann noch die vorgeschriebene Zeit abgewartet bis die Impfung voll wirkt. Darin liegt der Unterschied.
Und... ob die Kinder ohne Impfung überall freien Zugang ohne Test bekommen, sehe ich noch nicht so klar, wie von dir dargestellt. Bisher ist es jedenfalls nicht so: Keine Impfung, dann eben ein Test, wenn man irgendwo hin will. Das gilt für alle, sonst könnte man ja die ganze Testerei und gleich lassen. Alle, die poteniell ansteckend sein können, müssen getestet werden. Auch Kinder.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 02.05.2021 14:56
So wie Blüte es erklärt hat ist es bei uns BaWü auch, Teststellen mit und ohne Termin.
Es gibt auch die Möglichkeit bei Frisören die sich haben ausbilden lassen testen zu können.
Meine Mama arbeitet im Pflegeheim und die dürfen auch Bestätigungen ausstellen, wenn man also jemanden besucht wird man von meiner Mutter getestet und sie stellt die Bescheinigung aus. So kann man zb an einem Mo Oma besuchen, Dienstag zum Frisör.

Was auch stimmt ist dass man als geimpfte Mutter nicht einfach mal so den impfausweis zückt und dann überall mit Kids rein kommt.
Denn Kids müssen nach wie vor getestet werden UND ich gebe noch zu bedenken dass es nach wie vor so ist dass man sich oft online registrieren muss um überhaupt irgendwo hin zu gehen.
Ob es der Wasserpfad ist oder der größere Zoo.

Man muss also generell mehr planen, wenn wir die Tage in den KA Zoo wollen muss ich also Tickets für 4 Personen buchen, Kids und ich müssen zum Testen (ich bekomme erst am 11.5 die 2. Impfung) mein Partner darf mit dem impfausweis rein.

Das läuft dann so dass wir eben erst testen gehen, dann fahren wir 60 min nach KA unser Testergebnis kommt per Mail. Also ein Mehraufwand von 15 min das wird wohl jeder verkraften können.


60€ für ein Schnelltest ist übrigens hoch gegriffen,ich habe gerade die Abrechnungbestimmung nicht zur Hand aber ich meine es waren unter 20€ plus bis zu 9€ Materialkosten, was man so im Schnitt abrechnet.


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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   isolde35
Status:
schrieb am 02.05.2021 15:08
tyleet, gibt es bei euch denn keine Apotheken, die Schnelltests anbieten? Bei uns haben mehrere Apotheken vor ihrer Tür kleine Zelte als Teststationen aufgebaut, da kann man sich ganz schnell testen lassen, das geht ruck zuck mit Voranmeldung. Und in den größeren Testzentren müssen Kinder doch nicht draußen warten, die dürfen mit reinkommen. Meine Tochter wurde da auch schon zwei Mal getestet, auch das ging ohne großen Aufwand. Da würde ich mich an deiner Stelle nochmal schlau machen, ich kann mir nicht vorstellen, dass es für euch keine Möglichkeit gibt, sich kostenlos irgendwo testen zu lassen.

isolde


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Tyleet
schrieb am 02.05.2021 15:14
Zitat
Blüte

Das von dir geschilderte Problem verstehe ich.

Bei uns ist es anders. Und zwar ganz anders, deshalb ging ich davon aus.

Hier darf man "mindestens" einen Bürgertest pro Woche durchführen, es gibt keine Grenze nach oben.

Der ist kostenlos.

Es gibt zahllose Teststellen, auch Hausärzte führen diese kostenlosen Bürgertests durch oder Apotheken.

Mit Anmeldung und ohne, das ist unterschiedlich. Die Stadt führt ein Register welche Teststellen wann offen haben und wie man sich anmeldet .Kann man bequem im Internet einsehen.

Bei Terminvereinbarung gibt es so gut wie keine Wartzezeit, ohne Terminvereinbarung kann es natürlich Wartezeiten geben.

Kinder dürfen bei uns mit in Testzentren, sie werden dort auch auf Wunsch getestet. Oder sie begleiten eben nur.

Man darf aber auch ins Testzentrum, wenn man nicht selbst getestet werden will und nur Begleitperson ist. Ich habe meine Mutter begleitet und brauchte selbst keinen Test, das ging völlig problemlos, es wurde auch bei mir Fieber gemessen und die Symptome abgefragt, fertig. Dann durfte ich mit meiner gehbehinderten Mutter eintreten.

Bei uns braucht man nicht auf das Testergebnis zu warten, wenn man nicht will. Es kommt innerhalb von 45 min. auf das Handy. Kann man dann ausdrucken.

Zusammengefasst: Bei uns im Bundesland wäre es problemlos möglich, für jeden Tag einen Termin im Testzentrum zu vereinbaren, mit Kindern, kostenlos. Für alle gewünschten Aktivitäten. Wie es in anderen Bundesländern ist, kann ich nicht beurteilen, es wundert mich aber, dass es so große Unterschiede gibt.

Dass Geimpfte "nur ihren Ausweis" zücken, liegt daran, dass sie für andere keine Gefahr mehr darstellen. Bevor sie gezückt haben, haben sie sich zwei Impfungen ausgesetzt und dann noch die vorgeschriebene Zeit abgewartet bis die Impfung voll wirkt. Darin liegt der Unterschied.
Und... ob die Kinder ohne Impfung überall freien Zugang ohne Test bekommen, sehe ich noch nicht so klar, wie von dir dargestellt. Bisher ist es jedenfalls nicht so: Keine Impfung, dann eben ein Test, wenn man irgendwo hin will. Das gilt für alle, sonst könnte man ja die ganze Testerei und gleich lassen. Alle, die poteniell ansteckend sein können, müssen getestet werden. Auch Kinder.


Das klingt gut und das würde ich mir für unsere Gemeinde bzw. Landkreis auch wünschen. Vielleicht wird ja noch nachgebessert. Hoffentlich.

Unser Testzentrum gibt es erst seit ca. einem Monat. Davor musste man in die Kreisstadt, was ohne Auto für mich eine halbe Weltreise war. Nun gibt es bei uns ein Testzentrum, bestehend aus einem Vorzelt und einem Container. Im Vorzelt wird gewartet, im Container getestet. In den Container dürfen die Kinder nicht mit hinein. Natürlich liegt die Teststation direkt an der Durchgangsstraße, damit sie auch ja gut zugänglich ist. Sehr schlau gelöst für Familien mit kleinen Kindern Ich hab ne Frage

Leider habe ich noch ein steinzeitliches Handy, so dass ich mir das Ergebnis noch ausdrucken lassen muss.

Dass Kinder vor Zutritt in Turnhalle, Schwimmhalle, Musikzimmer und Co. getestet werden sollen, ist m.W.n. nicht im Gespräch. Es soll zunächst gewisse Regeln geben. Also z.B. eine maximale Teilnehmerzahl beim Sport, der soll möglichst kontaktarm ausgeführt werden, maximale Anzahl an Leuten in der Schwimmhalle oder im Freibad etc. Ungeimpfte, ungetestete Eltern sollen keinen Zugang zu den Hallen und den Freigeländen bekommen. Ebenso nicht zu den Geschäften, in Zoos, Freizeitparks & Co.

Im Kindergarten wurde bis zuletzt nicht getestet. Seit drei Wochen ist er zu, die Inzidenz liegt bei uns heute über 270. Seit Wochen dümpelt sie in dieser Größenordnung Fieber
In der Schule sollen, wenn sie denn irgendwann wieder öffnet, nun endlich verpflichtend Tests und Maskenpflicht eingeführt werden. Bisher war es an der Grundschule freiwillig.

LG, Tyleet


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   pmami
schrieb am 02.05.2021 15:26
Zitat
Realist
Wir befinden uns aktuell in der schrecklichsten Pandemie seit Menschengedenken.

Das stimmt nicht ganz. Die schlimmste Epidemie seit Menschengedenken war die Pest, gefolgt von den Pocken, Aids, einer südamerikanischen Salmonellen-Epidemie und der Spanischen Grippe 1918. Corona ist aktuell "nur" die fünftschlimmste Epidemie aber wenn wir noch ein paar mehr "Realisten", wie Dich haben, holen wir die Spanische Grippe vielleicht noch ein.

Die Pocken wurden ausgerottet durch eine Impfung. Die Pest und die Spanische Grippe wurden zurückgedrängt durch eine Durchimmunisiserung. Aids ist noch immer ein Problem. Warum? Weil uns irgendetwas fehlt ... was war das noch .... wie war das Wort gleich noch ... ach ja ... eine Impfung. An den südamerikanischen Salmonellen sind 90% der Bevölkerung gestorben. Wenn der Wirt ausgerottet wird, stirbt auch das Virus. So ist das in der Realität.

Zitat
Realist
Fällt dir was auf?
(Das ist jetzt der Teil, an dem du einfach mal selbst kritisch nachdenken solltest. Ggf. auch mal Google bemühen um die Zahlen herauszufinden)
Mein Fazit: Das Risiko für Kinder ist einfach vernachlässigbar, das zeigen die Zahlen doch ganz eindeutig.

Maserntote in den letzten 20 Jahren in Deutchland (Erwachsene und Kinder): 15
Ich bin gegen Masern geimpft.
Pockentote in den letzten 20 Jahren in Deutschland: 0
Ich bin gegen Pocken geimpft.
Polio-Tote in Deutschland in den letzten 20 Jahren: 0
Ich bin gegen Polio geimpft.
Diphterie-Tote in den letzten 20 Jahren in Deutschland: 0
Ich bin gegen Diphterie geimpft.

Fällt Dir was auf?

Ich denke übrigens immer selbst und kritisch nach. Ich komme dabei nur zu anderen Schlussfolgerungen als Du.

Zitat
Einfach mal locker bleiben
Was tut ihr eigentlich euren Familien an und wozu? Seit einem Jahr herrscht psychischer Terror und ihr habt immer noch nicht kapiert worum es geht? Die Impfung ist doch nicht die Rettung, sondern nur der Anfang. Wie oft wollt ihr euch und später eure Kinder gegen Mutationen impfen?
Habt ihr mal euch umgeschaut, wie es andere Länder machen? Wisst ihr eigentlich, dass viele Länder keinen Lockdown hatten, keine Maskenpflicht einführten, keine Massenimpfungen durchführen und trotzdem wunderbar leben und keine Übersterblichkeit haben? Was ist los mit Europa und was ist los mit Deutschland? Immer diese Einstellung: Wir sind die Klugen, wir wissen wie es besser geht, die anderen Länder und Führungskräfte haben keine Ahnung. Wir gehen einfach jeden noch so sinnlosen Schritt mit, um bloß nicht in der Herde aufzufallen. Wir lassen einfach alles mit uns machen und nennen es dann auch noch Solidarität, Fürsorge und Verantwortlichkeit.
So naiv kann man doch eigentlich gar nicht sein...

Über ein anderes Forum bin ich seit mehreren Jahren (virtuell) mit einer Inderin befreundet. Dies hat sie mir vorgestern geschrieben (von mir aus dem Englischen übersetzt):


Zur Zeit geben die Krematorien auf, weil die Schornsteine vor der massiven Zahl der Körper, die sich aufstapeln, um verbrannt zu werden, rauchen, die Zahl steigt täglich.
Wir haben schlicht und ergreifend nicht die Infrastruktur und die Ressourcen, um mit dieser Art von Krise fertig zu werden ... und zu alledem gibt es das Problem, das eine zeitgemäße Einstellung verhindert wird durch religiösen Fanatismus, der durch unsere vermaledeite Regierung noch angefacht wird.

Die Leichen werden wortwörtlich in Haufen auf die Gelände der Krematorien geworfen, da ist keinerlei Würde im Tod mehr. Die Menschen stehen in Schlangen vor den Krankenhäusern und sterben vor ihnen und die Massenhysterie ist außer Kontrolle, weil es keine funktionierende Infrastruktur mehr gibt, selbst die Polizei ist nicht mehr funktionsfähig. Das gesamte Land ist in einer Krise und ich bin tiefer Furcht und zweifle daran, dass wir diese Krise jemals überwinden können.


Meine Freundin ist selbst an Covid erkrankt und während ich dies hier schreibe, bin ich in Sorge um ihr Leben.

Meinst Du wirklich es würde mir helfen, wenn ich einfach mal locker bleibe? Soll ich das meiner Freundin auch mal vorschlagen?

Zitat
Tyleet

Gegenfrage: wie ist denn dein Lösungsvorschlag für Familien wie unsere?

Testen. Ich habe schon verstanden, dass das für Dich mit Stress, Kosten, Zeit und Unannehmlichkeiten verbunden ist. Gerne würde ich Dir eine Lösung nennen, die es Dir einfacher macht, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Kann ich aber nicht. Fakt bleibt, dass Du Möglichkeiten hast. Sie sind nicht bequem, aber es gibt sie.

Viele Grüße pmami


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 02.05.2021 15:51
@pmami: und die Leute, die auf den ITS arbeiten, die sollen auch mal locker bleiben und nicht so ein Streß machen und nicht die Leute mit ihren blöden Dokus über die Gefährlichkeit des Virus terrorisieren. Und einfach mal nicht so viele ECMOs einbauen. Locker weiteratmen.

Weil mein Beitrag, in dem ich auf den Einwurf von @einfachmallockerbleiben eingegangen bin (statt ihn besser zu ignorieren):

@Tyleet: genau für Dich und Andere, die nachvollziehbarer Weise sich nicht oder eben nur mit erhöhtem Risiko impfen lassen können, würde es ja gut sein, wenn sich mehr impfen lassen.

Ich finde die aktuelle Situation auch nicht prima, auch hier gabs Streß, Streit, auf Arbeit ist es seit 1 Jahr viel anstrengender, ich habe kaum Zeit für mich (ok, das kann ich nicht nur der Pandemie anlasten), aber ich versuche, einen so gut wie möglich gangbaren Weg zu finden und nicht ständig mit den Entscheidungen der Regierung, die ich meistens nachvollziehen kann, zu hadern, sondern meine Kraft dorthin zu investieren, wo ich etwas ausrichten kann. Denn: weiß ich es besser? Werden alle Interessen je berücksichtigt werden können?
Ich habe auch nicht behauptet, dass die Kinder so gar nicht etwas Negatives vom Lockdown mitnehmen, ich habe angemerkt, dass 1 Jahr (und es ist ja nicht ein Jahr, im Sommer war das meiste zumindest hier wieder möglich) weniger Freizeitaktivitäten keinen langfristigen seelischen Schaden anrichten werden. 1 Jahr keine sozialen Kontakte, keine Kita, keine Schule, davon habe ich nicht gesprochen, und das trifft ja auch nicht zu. Kinder dürfen soziale Kontakte haben.
Die Kinder meiner Schwester (5) sind in der letzten Woche das erste Mal seit mind. 9 Monaten in der Kita gewesen, aus Rücksicht auf meine Eltern. da haben sich 4 Leute in die Betreuung geteilt, meist haben meine Eltern sie übernommen.

@Warmalhier: Ja, Deine Sit. ist schwieriger, alles aber den Folgen der Pandemie anzulasten, ist ja nun auch nicht richtig. "Die Gesellschaft" kann nichts dafür, dass 1. Deine Eltern im Ausland leben und 2. Du alleinerziehend bist und der Partner offenbar nicht vorhanden ist. Warum soll ich da etwas zurückgeben? Ist dein Einsatz höher als der Einsatz Anderer zu werten? Hast Du deshalb, weil es für Dich anstrengender ist, mehr Rechte, andere Rechte in Bezug auf den Umgang mit der Pandemie? wobei: keiner kann etwas für diese Situation. (Meine Eltern sind vor 5 Jahren aus unserer alten Heimat weggezogen, haben ihr Haus Haus sein lassen, leben mit meiner Schwester nun zusammen, ich bin mit meiner Familie zum selben Zeitpunkt auch in die Region meiner Schwester gezogen, nun wohnen wir alle sozusagen auf einem Fleck und profitieren natürlich gerade jetzt immens, aber DAS haben wir so gewählt, hat uns auch sehr viel "gekostet", neue Jobs, neue Wohnmöglichkeiten, Kitaumgewöhnung etc. . Da komme ich doch nicht auf die Idee, ich fordere etwas zurück "von der Gesellschaft"Ich hab ne Frage). Ich habe nirgends geschrieben, dass meine Kinder geimpft werden. Das weiß ich noch gar nicht. Malsehen.


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 22:36 von berlink.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 05.05.2021 22:49
Danke für eure Denkansätze! Ich kann leider nicht so oft schreiben, wie ich es mir wünsche.

Ich wollte nur ein Link zu der Frage, ob ich keine Angst habe, dass Kinder sich anstecken. Nein und auch deswegen [dgpi.de] Ich hoffe jetzt, dass Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie nicht aus Querdenker besteht, die alles verharmlosen.

Zur Sicherheit von 3G (Geimpfte, Getestete, Genesene) habe ich folgende Zitate bei RKI gefunden:
Geimpfte - "In welchem Maß die Impfung darüber hinaus die Übertragung des Virus weiter reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden."
Getestete - "[„Antigen-Schnelltests“] können allerdings zu einer höheren Anzahl falsch negativer bzw. falsch positiver Testergebnisse führen."
Genesene - "Reinfektionen mit SARS-CoV-2 nicht ungewöhnlich sind. Reinfizierte wiesen aber hohe Virusmengen im Nase-Rachenbereich auf und könnten das Virus somit potentiell übertragen"

Das hört sich für mich insgesamt nicht nach einer sicheren Gesellschaft.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Blüte
schrieb am 06.05.2021 08:08
Zu deinen Hinweisen fällt mir folgendes ein:

Der Link der Infektologie beschäftigt sich mit Todesfällen und Krankenhausaufenthalten bei Kindern. Absolut wissenschaftlich nachgewiesenen Todesfällen und Todesfällen.
Der Bezug zu Kindern, die Verkehr sterben oder durch Grippe usw.ist sicher auch wissenschaftlich korrekt, aber... mit Verlaub... entbehrt nicht einer gewissen Polemik, auch wenn das schon im Nachsatz bestritten wird.

Wenn du z.B. mich als Mutter fragen würdest, würde ich dir sagen, dass ich (auch wenn ich ein völlig gesundes Kind hätte, das ich aber nicht habe) nicht so sehr fürchte, dass eine mögliche Covid-Infektion bei meinem Kind einen schweren Verlauf nehmen würde, diese Gefahr schätze ich nach den Zahlen, die ich mir natürlich auch ansehe, tatsächlich eher als gering ein.
Was in dem Artikel gar nicht besprochen wurde, sind die Kinder, die einen milden (oder schwereren) Verlauf haben und dann an Long-Covid leiden. DAS möchte ich keinesfalls für mein Kind.


[www.uniklinikum-jena.de]

oder

[www.pharmazeutische-zeitung.de]

Insofern halte ich eine reine Fokussierung auf die Infektion und deren Verlauf für.... zu eindimensional.

Mal ganz abgesehen davon, dass viele Eltern noch nicht geimpft sind und zu recht befürchten, von ihren Kindern, die womöglichen einen milden oder gar einen symptomlosen Verlauf haben, angesteckt zu werden und dann selbst einen schweren Verlauf zu erleiden, der sich auch auf die Lebenssituation des Kindes keineswegs positiv auswirkt. Schwerkranke Eltern sind auch für ein Kind ein Problem.

Und zu der Sicherheit von den Geimpften, Genesenen, Getesten:

Es GIBT keine 100%-ige Sicherheit im Leben. NIE!
Ich wiederhole es, glaube ich, zum 3. Mal in dieser Diskussion.
Auch herkömmliche Impfungen haben keinen 100%-igen Schutz, Keuchhusten nur zu 80%. Auch gegen Keuchhusten Geimpfte können zu einem Prozentsatz von 20% erkranken und dann natürlich auch die Krankheit weitergeben, über die Weitergabe ohne selbst zu erkranken, bin ich nicht informiert. Da gibt es sicher auch Zahlen. Dennoch wird eine Impfung gegen Keuchhusten empfohlen, die meisten Leute sind geimpft und die Krankheit wurde zurückgedrängt, stark zurückgedrängt.

Insofern gilt auch für Covid: Geimpft ist sicherer als ungeimpft, für die Person selbst als auch für ihre Umgebung. Das reicht mir völlig, zumal mehr auch nicht zu kriegen ist.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Maral
schrieb am 06.05.2021 09:21
Zitat
WarMalHier
Danke für eure Denkansätze! Ich kann leider nicht so oft schreiben, wie ich es mir wünsche.

Ich wollte nur ein Link zu der Frage, ob ich keine Angst habe, dass Kinder sich anstecken. Nein und auch deswegen [dgpi.de] Ich hoffe jetzt, dass Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie nicht aus Querdenker besteht, die alles verharmlosen.

Zur Sicherheit von 3G (Geimpfte, Getestete, Genesene) habe ich folgende Zitate bei RKI gefunden:
Geimpfte - "In welchem Maß die Impfung darüber hinaus die Übertragung des Virus weiter reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden."
Getestete - "[„Antigen-Schnelltests“] können allerdings zu einer höheren Anzahl falsch negativer bzw. falsch positiver Testergebnisse führen."
Genesene - "Reinfektionen mit SARS-CoV-2 nicht ungewöhnlich sind. Reinfizierte wiesen aber hohe Virusmengen im Nase-Rachenbereich auf und könnten das Virus somit potentiell übertragen"

Das hört sich für mich insgesamt nicht nach einer sicheren Gesellschaft.



Es geht doch überhaupt nicht darum, dass keine Infektionen mehr statt finden. ging es nie. das was hier beschrieben wird, haben wir analog bei der Grippe und anderen Krankheiten, an denen trotz Impfung immer noch Menschen erkranken und versterben. es wird darauf hinauslaufen, dass genau wie bei der Grippe bspw Geimpfte trotzdem mal erkranken, Genesene sich wieder infizieren, mehrere tausende Menschen pro Jahr womöglich versterben. damit müssen wir einfach Leben. Sicher ist die Gesellschaft nie. Aber es werden keine Situationen mehr eintreten, wie in anderen Ländern, das Gesundheitssystem kollabiert nicht, und man verhindert eine große Menge an Long Covid. schlussendlich eben auch durch die Geimpften. weil eine Infizierung ungeimpfter eben doch viel unwahrscheinlicher ist. Letztlich kann man sagen, lässt du dich impfen, schützt du deine Kinder, die noch nicht geimpft werden können. junior wird weni Risiko für einen schweren Verlauf haben, long Covid kann man nicht wissen, dennoch, wenn ich weiß, es gibt eine Maßnahme, die das Risiko noch weiter senkt, ergreife ich sie.

ich bin auch alleinerziehend, genau deswegen warte ich Händeringend auf die Impfung. zumal ich auch in eine Risikogruppe gehöre. das Risiko ist einfach kleiner von Impfnebenfolgen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Ärzte auf die speziellen Ängste von Alleinerziehenden durchaus eingehen. deshalb würde ich einfach mit dem reden. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dich ein, zwei Wochen nach der Impfung in Abständen durchzuchecken, um dir so die Sorge zu nehmen? Ich hatte schon einige , mir eigentlich nicht zustehenden Untersuchungen und Ausnahmen aufgrund meines Alleinerziehenden Statusses. Obs nun Krebsvorsorge ist, die vom Alter noch nicht ansteht, oder vorsorglich verschriebenes AB, falls mich das Scharlach meines Kindes zum Wochenende oder Feiertage erwischt, so dass ich nicht in die Bedrängnis käme, mit 3 jährigem die Notaufnahme des Krankenhauses aufzusuchen. die mediale Berichterstattung im Hinblick auf die Impfungen ist einfach auch katastrophal.

in die Isolation zwingst du deine Kinder aber nicht, wenn du mit der Impfung zunächst noch wartest. Es gibt ja zumindest die Möglichkeit des negativen Tests. Ich finde es tatsächlich aber auch unmöglich, dass so etwas wie die Ausgangssperre jetzt nur für geimpfte und genesene aufgehoben werden, da wird der negative Test nicht erwähnt, wo quasi gerade die Jugendlichen die ganze Zeit eine Art Ausgangssperre hatten, die müssen jetzt weiter drin bleiben, weils noch keine Impfung gibt, da sieht gegenseitige Solidarität für mich eindeutig anders aus, aber momentan können Kinder eh noch nicht geimpft werden, sie werden mit negativem Test daher auch das meiste machen können. Ob du geimpft bist, darüber wirst du dafür erstmal keine Rechenschaft ablegen müssen. obs jemals eine Impfpflicht für Kinder für Covid geben wird.... Schwer zu sagen, ich denke nicht die nächste Zeit, vielleicht, wenn man ausreichend infos darüber hat, wie sich das Erkrankungs- und Impfrisiko für sie darstellt, wenn die Erwachsenen geimpft sind. Für die meisten anderen gibts ja auch keine, obwohl Kinder daran versterben können. aber drüber braucht man sich ja jetzt keine Gedanken zu machen.

Menningitis B haben viele sofort verimpfen lassen, obwohls ein neuer Impfstoff war. man darf ja nun auch nicht vergessen, dass die Forschung insgesamt besser und schneller geworden ist, und man vielleicht nicht mehr solange wie früher braucht, um sich der Sicher- oder Unsicherheit eines impfstoffes klar zu werden.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 09:32 von Maral.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Serena15
Status:
schrieb am 06.05.2021 10:49
Hallo ichwarmalhier,

ich kenne diese Zahlen auch und mich überrascht das plötzliche Tempo. Hieß es nicht noch vor kurzem: Wenn erstmal jeder ein Impfangebot hatte, kann über Privilegien/ Rückgabe von Grundrechten oder wie man das nennen will geredet werden? Aber eben NICHT vorher? (und ich dachte auch nicht bevor geklärt ist, was mit Personen ist, die sich nicht impfen können).
Und nun dürfen die Geimpften trotz Ausgangssperre raus und die Jugendlichen, die eh so zu kurz gekommen sind bzw. einfach in einer Entwicklung sind und der Verzicht da meiner Meinung nach andere Auswirkungen hat als bei gefestigten Erwachsenen, gucken in die Röhre - und das wo der Sommer vor der Tür steht. Weiter hieß es doch: Man muss erst ausschließen, dass Geimpfte noch ansteckend sein können. Auch das ist doch noch nicht geschehen? Bei den Genesenen ist es doch ebenso verworren, Reinfektion mit weniger Symptomen ist doch möglich. Und dass jetzt zu dem Zeitpunkt Getestete nicht gleichgesetzt werden mit den anderen Gruppen.... was ist daran keine Spaltung?!

ich komm da nicht mehr mit, aber vielleicht sollte ich das auch aufgeben zu versuchen...

LG


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Tyleet
schrieb am vor fünfzehn Minuten
@pmami,

es ist nicht unbequem für mich, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Es ist unter diesen Umständen, mit diesen Regelungen, unmöglich.

Ich habe nun bei unseren beiden Apotheken am Ort noch nachgefragt. Beide bieten keine Tests vor Ort an, weil beide nur einen Ein- und Ausgang haben. Angeblich braucht man jeweils einen separaten Ein- und Ausgang um testen zu dürfen.
Zwar werden dort Tests zur Eigenanwendung verkauft, die zählen bekanntlich aber ja nicht.

Öffnungszeiten unserer Teststation hier: Montag bis Samstag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Ein Test pro Woche ist kostenlos. Jeder weitere kostet wie gesagt 60 Euro. Auch da habe ich nochmal gefragt. Beim Hausarzt ist grundsätzlich jeder Test für asymptomatische Personen kostenpflichtig. Nur wenn ich Symptome habe, bekomme ich dort einen kostenlosen Test.

Unter diesen Umständen, liebe pmami, kann ich mit meinen Kindern kaum am öffentlichen Leben teilnehmen. Einmal pro Woche für 24 Stunden nur. Das bedeutet de facto, dass meine Kinder ihr Leben, wie es vor Corona war, nicht wieder aufnehmen können. Dass sie ausgeschlossen bleiben und benachteiligt werden ggü. denjenigen, deren Eltern impfwürdig sind. Und das über einen bis dato undefinierten Zeitraum. Ich sehe keine Perspektive für uns.
Denn mehrmals pro Woche 60 Euro abzudrücken, ist mir beim besten Willen nicht möglich.

Mir ist es mittlerweile egal, ob ich bei einer Demonstration in die rechte Ecke geschoben werde oder nicht. Für mich ist, wenn die Politiker ihre Pläne tatsächlich so umsetzen, jetzt der Zeitpunkt gekommen, auf die Straße zu gehen und für unsere Grundrechte zu kämpfen.
Ich würde mich ja impfen lassen, wenn ich KÖNNTE. Vielleicht, hoffentlich, eventuell... wird es in Zukunft Erkenntnisse darüber geben, wie man die Impfung für Menschen wie mich sicherer machen kann. Oder es wird andere, neue Impfstoffe geben, die bzgl. meiner Problematik unbedenklich sind. Aber wiederum: wie lange sollen wir darauf warten???
Während andere Eltern sich bereits auf die Warteliste fürs Impfen setzen lassen oder gar schon geimpft sind...

Abgesehen davon kann es doch auch nicht sein, dass einerseits keine Impfpflicht besteht, andererseits die Rückgabe der Grundrechte aber an diese Impfung gekoppelt ist, oder?

Wir haben uns wirklich akribisch an alle Regeln gehalten. Alle Einschränkungen mitgetragen. Sind glücklicherweise bis zum heutigen Tag gesund geblieben, so dass wir nicht dazu beitragen haben, dass das Gesundheitssystem in die Bredouille kam.
Ich fühle mich ehrlich gesagt leicht veräppelt, wenn ich höre, dass die ganzen Party People, die sich nicht an die Regeln hielten und sich ansteckten, als nun Genesene ihre Grundrechte wiederbekommen.

Eine andere Betroffene (Z.n. Sinusvenenthrombose), die ich über Facebook kennen lernte, hat ihre/unsere Situation dem Gesundheitsministerium geschildert und nachgefragt, ob es für Menschen wie uns, die nicht impfbar sind, eine Lösung gibt. Als Antwort kam sinngemäß zurück, dass die Politik bedauerlicherweise nicht jedes Einzelschicksal berücksichtigen kann und es, zumindest bis dato, keine Lösung für uns gibt.
Sorry, aber das werde ich so nicht akzeptieren. Sie übrigens auch nicht.

LG, Tyleet




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