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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Blüte
schrieb am 02.05.2021 10:15
Zitat

Ich verstehe nicht, wovor haben die Geimpften Angst, wenn sie sich doch durch die Impfung geschützt sind? Oder schützt die Impfung nicht? Oder schützt sie nicht zu 100%? Aber das ist doch genau das Argument, das hier immer wieder gebraucht wird: es gibt keine 100% Sicherheit. In keinerlei Hinsicht.

Noch mal, KEINE mir bekannte Impfung schützt 100%, auch die altbekannten Impfungen nicht.

Und ansonsten:
Nicht die GEIMPFTEN haben Angst, sondern die Ungeimpften.
Ungeimpft, weil sie noch nicht dran sind mit der Impfung, also unter 60 Jahre.
Ungeimpft, weil sie gar nicht geimpft werden können, weil sie krank sind, was eher die Ausnahme sein dürfte.
Ungeimpft, weil es noch gar keinen zugelassenen Impfstoff für die Altersgruppe gibt (Kinder! und derzeit ein Großteil der Jugendlichen). Und deren Eltern dürfte es auch vor Long-Covid grausen, denn es sind ja nicht nur die milden Verläufe, die bei einer Erkrankung von Kindern eine Rolle spielen, sondern eben auch die Spätfolgen, die es auch gibt, nicht bei allen zum Glück, aber eben auch .


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   pmami
schrieb am 02.05.2021 10:39
Zitat

Jetzt möchte ich mir etwas von dieser Gesellschaft zurückholen, und zwar Informationen zu meinem individuellen Gesundheitsrisiko, zu meiner speziellen familiären Vorgeschichte.

Das ist absolut verständlich.

Leider kann Dir die Gesellschaft aber diese Informationen im Sinne einer Garantie oder auch nur einer Wahrscheinlichkeitsberechnung nicht geben, weil sie diese Informationen selbst nicht hat und sich auch nicht beschaffen kann.

Zitat

alle impfen, die es wollen. Auch deren Kinder, wenn sie es wollen. Den Rest in Ruhe lassen.

Das ist ja nur der erste Schritt. Was passiert im zweiten Schritt? Bleiben wir alle im Lockdown oder lassen wir sämtliche Schutzmaßnahmen für alle, auch die Ungeimpften einfach weg?

Und wenn Du dann ungeimpft mit Deinen ungeimpften Kindern in den Zirkus, in den Zoo oder ins Schwimmbad gehst, hast Du dann keinerlei Angst davor, dass Deine Kinder sich anstecken könnten? Das ist der Punkt, den ich an Deiner Besorgnis nicht verstehe. Du bist besorgt über mögliche Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen einer Impfung für Dich, weil Du alleinerziehend bist und Deine Kinder im worst case alleine zurückblieben. Aber davor, dass Deine Kinder erkranken könnten, mit möglicherweise schwerem Verlauf oder Langzeitfolgen hast Du keine Angst?

Im letzteren Fall - was geschieht dann mit denen, die nicht impffähig sind, bei denen aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlich Verlauf besteht? Müssen die den rest ihres Lebens "freiwillig" in Dauerisolation verbringen?


Zitat

Heute noch gefunden auf ZDF. Von der Herdenimmunität müssen wir uns verabschieden [zdfheute-stories-scroll.zdf.de] Und es wird eine 4. Welle im Winter geben. Trotz Impfungen. Wovor schützt sie dann überhaupt, wenn sie die Wellen nicht verhindern kann?

Hast Du auch gelesen, warum wir uns (noch) nicht auf eine Herdenimmunität verlassen können? Das ist in dem Beitrag durchaus gut erklärt. es liegt daran, dass wir zur Zeit noch zu viele haben, die

a) nicht geimpft werden können
b) für die kein Impfstoff zugelassen ist (Kinder und Jugendliche)
c) die sich nicht impfen lassen wollen

Sobald wir nur noch Gruppe a) nicht impfen können, haben wir überhaupt kein Problem mehr mit der Herdenimmuniät. So lange wir Gruppe a) und Gruppe b) nicht impfen können, könnten wir trotzdem auf die Herdenimmunität kommen, wenn sich Gruppe c) möglichst vollständig durchimpfen ließe.


Viele Grüße pmami


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 10:55 von pmami.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Claudi
schrieb am 02.05.2021 10:53
in der Firma meines Mannes wurden freiwillige Antikörpertests durchgeführt, allerdings im letzten Sommer schon.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   WarMalHier
schrieb am 02.05.2021 10:54
Zitat
Juna30
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.
Doch, diese Meinung ist immer wieder in den Medien zu lesen und zumindest @berlink hier wünscht sich das. Keine Impfpflicht, aber eben Ausschluss vom sozialen Leben für Nicht-Geimpfte, um die Geimpften zu schützen. Sie ist selbst geimpft, sie möchte ihre Kinder impfen. Sie möchten, dass dennoch Nicht-Geimpfte vom sozialen Leben ausgeschlossen werden.
Zitat
berlink
Wenn Du Dich eben nicht impfen lässt ohne wirklich triftigen medizinschen Grund, dann baden Deine Kinder das eben aus. Logisch. Das ist dann aber Deine Verantwortung.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder betroffen sind, weil eben Andere nicht sich schützen wollen. ... Ich möchte v.a. nicht weiter so leben in der Sorge, was den Kindern im Falle einer Ansteckung passiert.
Oder habe ich das falsch verstanden?


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  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   pmami
schrieb am 02.05.2021 10:57
Es gibt (noch) keine Impfung für Kinder. Berlink kann daher - ebenso wie wir alle hier - ihre Kinder im Augenblick nicht impfen lassen. Und deshalb ist ihre Sorge um ihre ungeimpften Kinder durchaus berechtigt und verständlich.

Viele Grüße pmami


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   WarMalHier
schrieb am 02.05.2021 11:31
Zitat
pmami
Und wenn Du dann ungeimpft mit Deinen ungeimpften Kindern in den Zirkus, in den Zoo oder ins Schwimmbad gehst, hast Du dann keinerlei Angst davor, dass Deine Kinder sich anstecken könnten?
Nein. Weil ich auf die offiziellen Zahlen verlasse und die sprechen für mich ganz klare Sparche. Für Kinder auch bei einer Infektion besteht keine Gefahr.

Zitat
pmami
Aber davor, dass Deine Kinder erkranken könnten, mit möglicherweise schwerem Verlauf oder Langzeitfolgen hast Du keine Angst?
Nein, weil dafür die Zahlen fehlen. Es wird zwar immer wieder davon gesprochen mit "immer mehr" und "häufig", aber Zahlen gibt es dafür nicht. Wie viele Kinder haben schweren Verlauf? Wie viele Kinder bekommen Long Covid? Haben diese Kinder Vorerkrankungen oder sind völlig gesund? Wie ist Long Covid definiert? Fragen über Fragen. Ich finde die Aussgen mit "immer mehr" unseriös. Ich möchte wissen, wie viele in absoluten Zahlen. Würden diese vorliegen und das Risiko wäre mir zu hoch, dann ja, natürlich würde ich meine Kinder schützen wollen. Gegen "etwas" zu schützen, was nicht definiert ist, nein, möchte ich nicht.

Zitat
pmami
Im letzteren Fall - was geschieht dann mit denen, die nicht impffähig sind, bei denen aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlich Verlauf besteht? Müssen die den rest ihres Lebens "freiwillig" in Dauerisolation verbringen?
So wie ich verstanden habe, bekommen sie Impfpass in dem es eben vermerkt ist. Das heißt, sie können auch ohne Impfung normal am Leben teilnehmen.


Zitat

Heute noch gefunden auf ZDF. Von der Herdenimmunität müssen wir uns verabschieden [zdfheute-stories-scroll.zdf.de] Und es wird eine 4. Welle im Winter geben. Trotz Impfungen. Wovor schützt sie dann überhaupt, wenn sie die Wellen nicht verhindern kann?

Zitat
pmami
Hast Du auch gelesen, warum wir uns (noch) nicht auf eine Herdenimmunität verlassen können?
Ich habe keine Ahnung, warum es hier vollständig ignoriert wird, dass gewisse Anzahl der Menschen gibt, die bereits durch den symptomlosen Verlauf immun sind. Nur eben keinen positiven PCR-Test vorweisen können. Was ist mit denen? Egal? Trotzdem impfen? Warum? Wo ist der Unterschied zu Genesenen? Wäre es nicht sinnvoll, um die Risiken einer Impfung für solche Menschen auf null zu bringen, sie auf Antikörper zu untersuchen und denen genauso wie Genesenen das grüne Licht geben? Auch wenn es nur wenige an der Impfung sterben, könnte man vielleicht sogar diese weniger noch mal reduzieren, indem man sie gar nicht impft. Wenn ein Nachweis besteht, dass von denen keine Gefahr für die anderen ausgeht. Im Moment zählt nur Impfung oder Genesen.

Und was die Tests angeht. Nein, das nicht lästig. Das ist z. B. für mich zeitlich nicht machbar. Meine Kinder sind bis 15 Uhr in der Betreuung (wenn es die überhaupt gibt). Bis 15 Uhr kann ich kein Test machen, das ist meine Arbeitszeit. Nach 15 Uhr einen Test plus Anfahrt zum benachbarten Tierpark - nicht drin. Schwimmbad mit dem Zeitfenster, das um 15:30 Uhr beginnt - kein Test drin. Für mich als ehrenamtliche Übungsleiterin beim Kindersport, ist ein Test dreimal die Woche zeitlich nicht machbar, die Stunde fängt um 15:30 Uhr an. Davon mal abgesehen, dass jeden Tag 60 Euro für einen Test zu bezahlen und das, um eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben, ist finanziell nicht drin. Also lästig ist anders.

Wenn es ein Impfausweis für Genesene (mit einem positiven PCR-Test), Geimpfte und die, die sich nicht impfen lassen dürfen gibt, dann ja, sind alle anderen ausgeschlossen. Oder wozu wird es den geben?


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   pmami
schrieb am 02.05.2021 11:45
Stand aktuell letzte Woche sind in Deutschland 18 Kinder an einer COVID Infektion verstorben. Das sind die Zahlen vom RKI.

Von "keiner Gefahr" kann also keine Rede sein.

Das mit dem Stempel im Impfpass für die nicht Impffähigen bezieht sich ja auf ein Szenario, in dem alle anderen geimpft sind oder nicht in den Zirkus dürfen. Dein Szenario sieht aber vor, dass sich niemand impfen lassen muss und alle in den Zirkus dürfen. Und damit werden dann die nicht Impffähigen sozial isoliert, denn sie müssen zu Hause bleiben, weil sie das Risiko einer Ansteckung nicht eingehen können.

Viele Grüße pmami


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Blüte
schrieb am 02.05.2021 12:04
Zitat

Und was die Tests angeht. Nein, das nicht lästig. Das ist z. B. für mich zeitlich nicht machbar. Meine Kinder sind bis 15 Uhr in der Betreuung (wenn es die überhaupt gibt). Bis 15 Uhr kann ich kein Test machen, das ist meine Arbeitszeit. Nach 15 Uhr einen Test plus Anfahrt zum benachbarten Tierpark - nicht drin. Schwimmbad mit dem Zeitfenster, das um 15:30 Uhr beginnt - kein Test drin. Für mich als ehrenamtliche Übungsleiterin beim Kindersport, ist ein Test dreimal die Woche zeitlich nicht machbar, die Stunde fängt um 15:30 Uhr an. Davon mal abgesehen, dass jeden Tag 60 Euro für einen Test zu bezahlen und das, um eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben, ist finanziell nicht drin. Also lästig ist anders.

Also.... ich weiß nicht, wo die Tests 60 € kosten. In meiner Stadt kann man ganz normal nach Bundes- und Landgesetz sogenannte "Bürgertests" kostenlos machen. Zweimal in der Woche. Kostet gar nichts.

Und die gelten 24 Stunden. Will ich also MORGEN in den Zoo, kann ich heute gegen 18 Uhr (bei uns sind die Teststellen bis 20 Uhr offen, das sind aber natürlich keine Zeiten für kleine Kinder) einen Test machen und bin morgen mit dem Test flexibel. Man muss den Test ja nicht am selben Tag erledigen wie den Ausflug.

Das mit der Übungsleitung kann ich nicht beurteilen, aber ob man die, wenn je wieder Sportangebote offen haben, ungeimpft machen darf, weiß nicht.

Ansonsten werde ich nicht müde zu betonen: Es gibt Longcovid auch bei Kinder mit mildem Verlauf: Erschöpfung, Kurzzeitgedächtnisprobleme, motorische Probleme, Kopfschmerzen... ob und wann das wieder heilt, ist unklar. DAS Risiko wäre mir persönlich auch bei einem gesunden Kind zu hoch. Covid-19 ist keineswegs automatisch nach der akuten Erkrankung ausgestanden.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Realist
schrieb am 02.05.2021 12:09
Zitat
pmami
Stand aktuell letzte Woche sind in Deutschland 18 Kinder an einer COVID Infektion verstorben. Das sind die Zahlen vom RKI.

Das sind schreckliche Schicksale und jedes davon tut mir von Herzen Leid.

Wir befinden uns aktuell in der schrecklichsten Pandmie seit Menschengedenken.

Und seit etwas über einem Jahr gibt es -laut deiner Aussage- 18 Kinder die mit einem positiven Coronatest gestorben sind.
(Für die Aussage "an COVID verstorben" sind weitere Untersuchungen notwendig, der alleinige positive Test reicht dafür nicht aus. Dazu wäre ein Obduktion notwendig, was aber überall ignoriert wird......)

Dennoch: Setze diese 18 mal in das Verhältnis der in Deutschland lebenden Kinder und wie viele Kinder aus anderen - schrecklichen Umständen wie andere Krankheiten, Unfälle, Tötungsdelikte, etc.- gestorben sind.

Fällt dir was auf?
.
.
.
(Das ist jetzt der Teil, an dem du einfach mal selbst kritisch nachdenken solltest. Ggf. auch mal Google bemühen um die Zahlen herauszufinden)
.
.
.

Mein Fazit: Das Risiko für Kinder ist einfach vernachlässigbar, das zeigen die Zahlen doch ganz eindeutig.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
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   Tyleet
schrieb am 02.05.2021 13:12
@berlink

Die Gerinnungsambulanz dreht sich wie ein Fähnchen im Wind.
Anfang des Jahres wurde ich gerade WEGEN der stattgehabten Sinusvenenthrombose in Kategorie 3 eingestuft.
Nach den Vorfällen mit Astrazeneca hieß es dann, ich dürfe mit keinem Vektorimpfstoff, sondern nur mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Gerinnungshemmer seien prophylaktisch zunächst nicht nötig. Nur, wenn ich mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen usw. reagieren sollte, müsse man etwas unternehmen (was ich schon komisch fand, weil ich damals während der SVT gar kein Fieber hatte, aber naja).
Als dann heraus kam, dass auch die mRNA-Impfstoffe im Verdacht stehen, Sinusvenenthrombosen zu triggern, wurde mir auf einmal geraten, mich derzeit gar nicht impfen zu lassen, bis es weitere Daten gibt Ich hab ne Frageschweigen
Nach dem letzten Gespräch habe ich mich dann entschieden, mich nicht impfen zu lassen. Ich habe nach diesem hin und her kein Vertrauen mehr in diese Impfstoffe (und ehrlich gesagt auch in die Gerinnungsspezialisten nicht mehr). Und habe wirklich Angst, noch einmal an einer Sinusvenenthrombose zu erkranken, was dann vielleicht nicht mehr so glimpflich für mich ausgeht traurig

Du schreibst, es habe den Kindern nicht geschadet, über ein Jahr lang auf viele Freizeitaktivitäten verzichtet zu haben. Du weißt aber schon, dass viele Spezialisten (Kinderärzte, Kinderpsychologen, Pädagogen, Lehrer...) das sehr anders sehen?
Nun kommt aber eben noch hinzu, dass manche Kinder (wie eben meine) bis auf Weiteres in der Isolation verbleiben sollen. Und zwar ohne konkrete Perspektive auf eine Beendigung dieses wirklich sehr belastenden Zustandes. Die Kinder befinden sich in der Entwicklung und fast eineinhalb Jahre sind ganz schön lange für so ein Kind, finde ich. Ab wann, denkst du denn ganz persönlich, wird es denn bedenklich für die Entwicklung?

Zweiklassengesellschaft: Doch, die wird m.M.n. gerade erzeugt. Wenn es einen Impfstoff gibt, der den Menschen ihre Grundrechte wieder zurückgibt, alle Menschen Zugang zu ihm haben, aber nicht alle Menschen ihn sich verabreichen lassen dürfen/können, woraufhin diese Menschen sowie deren Kinder(!) von der Gesellschaft qua Gesetz ausgeschlossen werden, dann ist das nichts anderes als Diskriminierung. Früher wurde man wg. seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, seiner Religionszugehörigkeit etc. diskriminiert. Heute halt aufgrund bestimmter genetischer Veranlagungen oder auch erworbener Erkrankungen, die einen von der Impfung ausschließen. Und die Kinder dieser Ausgeschlossenen werden ebenfalls an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Grundrechte werden uns vorenthalten, ohne dass wir uns irgendwie schuldig gemacht hätten. Ohne an unserem Zustand etwas ändern zu können (schließlich kann ich die Veranlagung für die Sinusvenenthrombose nicht aus meinem Körper eliminieren).
Sich „freitesten“ lassen zu können, ist nichts anderes als Hohn, wenn ich eineinhalb bis zwei Stunden dafür aufwenden muss, wg. Infektionsgefahr die Kinder nicht mitnehmen darf (wer soll sie beaufsichtigen, in die Praxis dürfen sie nicht mit rein wg. Corona) und ich nur einen Test pro Woche kostenlos durchführen lassen darf, der dann nur 24 h gültig ist.

LG, Tyleet


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Tyleet
schrieb am 02.05.2021 13:28
@pmami,

meinen Lösungsvorschlag habe ich ja bereits geschrieben. Es geht mir nicht so sehr um mich. Kino, Kleinkunst, Theater, Restaurant... brauche ich nicht so sehr und kann noch länger darauf verzichten. Aber es muss sichergestellt sein, dass kein einziges Kind aufgrund von Corona diskriminiert wird. Und wenn die Kinder noch so klein sind, dass sie nur mit ihren (ungeimpften) Eltern etwas unternehmen können, dann muss die Politik sicherstellen, dass das möglich ist. Durch ärztliches Attest, einem amtlichen Dokument ähnlich dem Behindertenausweis, whatever!
Aber zumindest zu Familienevents möchte ich im Sinne meiner Kinder Zugang bekommen!

Gegenfrage: wie ist denn dein Lösungsvorschlag für Familien wie unsere?

LG, Tyleet


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 02.05.2021 13:41
Zitat
WarMalHier
Zitat
Juna30
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.

Doch, diese Meinung ist immer wieder in den Medien zu lesen und zumindest @berlink hier wünscht sich das. Keine Impfpflicht, aber eben Ausschluss vom sozialen Leben für Nicht-Geimpfte, um die Geimpften zu schützen. Sie ist selbst geimpft, sie möchte ihre Kinder impfen. Sie möchten, dass dennoch Nicht-Geimpfte vom sozialen Leben ausgeschlossen werden.
Zitat
berlink
Wenn Du Dich eben nicht impfen lässt ohne wirklich triftigen medizinschen Grund, dann baden Deine Kinder das eben aus. Logisch. Das ist dann aber Deine Verantwortung.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder betroffen sind, weil eben Andere nicht sich schützen wollen. ... Ich möchte v.a. nicht weiter so leben in der Sorge, was den Kindern im Falle einer Ansteckung passiert.
Oder habe ich das falsch verstanden?

Berlink mal in allen Ehren, aber nur weil ich mir eine Million Euro wünsche, schenkt mir die doch auch keiner.
Du hast echt anderes zu tun als über die Wünsche anderer dir den Kopf zu zerbrechen, die so nicht stattfinden werden.
Wo genau in den Medien hast du gelesen, dass Kinder ungeimpfter Eltern nicht in die Schule, den KiGa, zum Sport oder auf den Spielplatz dürfen?
Mir scheint, als hast du da etwas gehört oder gelesen, was irgendwer sich wünschen würde (wenn es realistisch wäre) und machst daraus eine ganz riesengroße Sache, die es eigentlich aber gar nicht ist. Die Alternative zum Testen ist VIELLEICHT die Impfung. Nicht andersherum.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 02.05.2021 13:47
Zitat
Juna30
Zitat
WarMalHier
Nein, Juna, es geht nicht nur um die Impfung. Es geht darum, dass wenn ich mich nicht zeitnah impfen lassen, dann werden meine Kinder vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Es geht darum, dass ich gesundheitliches Risiko eingehen soll, damit meine Kinder wieder normales Leben haben dürfen.

Um diesen Teil geht es mir. Ich möchte das wirklich gern verstehen.
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.

Ja, wenn man sich zum Teil die Überlegungen zu den Impfmöglichkeiten von Kindern anschaut, berechtigt nicht die Impfung der Eltern die Kinder an der Teilhabe, sondern deren eigene Impfung. Die soll ja ab 2022 möglich sein. Also nur noch kurz durchhalten /ironie off.

Auf Welt.de ist gerade ein interessanter Artikel, leider hinter pay-Wall. Trotzdem hier der Link: KLICK

Hier auch mal ein Zitat:
"Seit dem Impfgipfel von Bund und Ländern und der anschließenden Presseerklärung der Bundeskanzlerin ist das Impfen von Kindern in den Fokus gerückt. Die Bundeskanzlerin hat das Frühjahr 2022 als möglichen Termin für die Zulassung von Corona-Impfungen für Kinder genannt und den Schulbetrieb mit ungeimpften Kindern nach den Sommerferien 2021 als eine „schwierige Situation an den Grundschulen“ bezeichnet. Mit dieser Stellungnahme kündigt die Kanzlerin eine Familien- und Bildungspolitik an, die flächendeckende Corona-Impfungen von Kindern zum Dreh- und Angelpunkt macht.

In Israel war das wohla uch so der Fall: Geimpte konnten viel machen, die Familien mit ungeimpften Kindern waren außen vor. Hier ein Bericht dazu: KLICK

Irgendwie hat die Zeit doch immer wieder gezeigt, dass vieles, was einmal gedacht wurde, auch umgesettz wurde (nicht nur auf Corona bezogen)


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 02.05.2021 13:50
Zitat
WarMalHier
Zitat
pmami
Und wenn Du dann ungeimpft mit Deinen ungeimpften Kindern in den Zirkus, in den Zoo oder ins Schwimmbad gehst, hast Du dann keinerlei Angst davor, dass Deine Kinder sich anstecken könnten?
Nein. Weil ich auf die offiziellen Zahlen verlasse und die sprechen für mich ganz klare Sparche. Für Kinder auch bei einer Infektion besteht keine Gefahr.

Zitat
pmami
Aber davor, dass Deine Kinder erkranken könnten, mit möglicherweise schwerem Verlauf oder Langzeitfolgen hast Du keine Angst?
Nein, weil dafür die Zahlen fehlen. Es wird zwar immer wieder davon gesprochen mit "immer mehr" und "häufig", aber Zahlen gibt es dafür nicht. Wie viele Kinder haben schweren Verlauf? Wie viele Kinder bekommen Long Covid? Haben diese Kinder Vorerkrankungen oder sind völlig gesund? Wie ist Long Covid definiert? Fragen über Fragen. Ich finde die Aussgen mit "immer mehr" unseriös. Ich möchte wissen, wie viele in absoluten Zahlen. Würden diese vorliegen und das Risiko wäre mir zu hoch, dann ja, natürlich würde ich meine Kinder schützen wollen. Gegen "etwas" zu schützen, was nicht definiert ist, nein, möchte ich nicht.

Zitat
pmami
Im letzteren Fall - was geschieht dann mit denen, die nicht impffähig sind, bei denen aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlich Verlauf besteht? Müssen die den rest ihres Lebens "freiwillig" in Dauerisolation verbringen?
So wie ich verstanden habe, bekommen sie Impfpass in dem es eben vermerkt ist. Das heißt, sie können auch ohne Impfung normal am Leben teilnehmen.


Zitat

Heute noch gefunden auf ZDF. Von der Herdenimmunität müssen wir uns verabschieden [zdfheute-stories-scroll.zdf.de] Und es wird eine 4. Welle im Winter geben. Trotz Impfungen. Wovor schützt sie dann überhaupt, wenn sie die Wellen nicht verhindern kann?

Zitat
pmami
Hast Du auch gelesen, warum wir uns (noch) nicht auf eine Herdenimmunität verlassen können?
Ich habe keine Ahnung, warum es hier vollständig ignoriert wird, dass gewisse Anzahl der Menschen gibt, die bereits durch den symptomlosen Verlauf immun sind. Nur eben keinen positiven PCR-Test vorweisen können. Was ist mit denen? Egal? Trotzdem impfen? Warum? Wo ist der Unterschied zu Genesenen? Wäre es nicht sinnvoll, um die Risiken einer Impfung für solche Menschen auf null zu bringen, sie auf Antikörper zu untersuchen und denen genauso wie Genesenen das grüne Licht geben? Auch wenn es nur wenige an der Impfung sterben, könnte man vielleicht sogar diese weniger noch mal reduzieren, indem man sie gar nicht impft. Wenn ein Nachweis besteht, dass von denen keine Gefahr für die anderen ausgeht. Im Moment zählt nur Impfung oder Genesen.

Und was die Tests angeht. Nein, das nicht lästig. Das ist z. B. für mich zeitlich nicht machbar. Meine Kinder sind bis 15 Uhr in der Betreuung (wenn es die überhaupt gibt). Bis 15 Uhr kann ich kein Test machen, das ist meine Arbeitszeit. Nach 15 Uhr einen Test plus Anfahrt zum benachbarten Tierpark - nicht drin. Schwimmbad mit dem Zeitfenster, das um 15:30 Uhr beginnt - kein Test drin. Für mich als ehrenamtliche Übungsleiterin beim Kindersport, ist ein Test dreimal die Woche zeitlich nicht machbar, die Stunde fängt um 15:30 Uhr an. Davon mal abgesehen, dass jeden Tag 60 Euro für einen Test zu bezahlen und das, um eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben, ist finanziell nicht drin. Also lästig ist anders.

Wenn es ein Impfausweis für Genesene (mit einem positiven PCR-Test), Geimpfte und die, die sich nicht impfen lassen dürfen gibt, dann ja, sind alle anderen ausgeschlossen. Oder wozu wird es den geben?

Such dir ein anderes Testzentrum. Unseres in unserem Mininest hat Termine von 6.30 bis 21.00 7 Tage die Woche. Da ist Testen für jeden möglich. Und kostenlos noch dazu. Nur online anmelden, hinfahren, 20 Minuten Zeit einplanen, fertig.
Wenn 15 h Test und dann Tierpark nicht drin ist, fährst du eben am WE, in den Ferien oder an einem freien Tag. Das heißt nicht, dass deine Kinder "vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen" sind.

Die Personen, die der Meinung sind, dass sie vielleicht symptomlos immun geworden sind, können doch einen Test machen, wenns ihnen so wichtig ist, immun nicht mehr geimpft zu werden. Die Fallzahlen hierfür sind einfach viel zu gering als dass siw rechtfertigen würden durch die Bank weg alle vor einer Impfung zu testen. Irgendwann wird es einfach auch mal albern mit den Forderungen.

Den Impfausweis soll es geben, damit die nicht mehr unnötig getestet werden müssen. Du schon, seil du nicht geimpft bist. Was deine Entsxheidubg war.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 02.05.2021 14:02
Zitat
Juna30
Zitat
WarMalHier
Zitat
Juna30
Wenn ich diesen Satz für mich adaptieren würde, hieße das, die Eltern der Freunde meiner Kinder würden ihre Kinder nur mit denen geimpfter Eltern spielen lassen und dies kontrollieren.
Das würde bedeuten, dass nur die Kinder geimpfter Eltern zum Schwimmverein und Turnunterricht gehen dürften. Das würde bedeuten, dass meine Kinder nur dann in den Park, auf den Spielplatz, in den KiGa und die Schule gehen könnten, wenn ich geimpft bin.

Doch, diese Meinung ist immer wieder in den Medien zu lesen und zumindest @berlink hier wünscht sich das. Keine Impfpflicht, aber eben Ausschluss vom sozialen Leben für Nicht-Geimpfte, um die Geimpften zu schützen. Sie ist selbst geimpft, sie möchte ihre Kinder impfen. Sie möchten, dass dennoch Nicht-Geimpfte vom sozialen Leben ausgeschlossen werden.
Zitat
berlink
Wenn Du Dich eben nicht impfen lässt ohne wirklich triftigen medizinschen Grund, dann baden Deine Kinder das eben aus. Logisch. Das ist dann aber Deine Verantwortung.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder betroffen sind, weil eben Andere nicht sich schützen wollen. ... Ich möchte v.a. nicht weiter so leben in der Sorge, was den Kindern im Falle einer Ansteckung passiert.
Oder habe ich das falsch verstanden?

Berlink mal in allen Ehren, aber nur weil ich mir eine Million Euro wünsche, schenkt mir die doch auch keiner.
Du hast echt anderes zu tun als über die Wünsche anderer dir den Kopf zu zerbrechen, die so nicht stattfinden werden.
Wo genau in den Medien hast du gelesen, dass Kinder ungeimpfter Eltern nicht in die Schule, den KiGa, zum Sport oder auf den Spielplatz dürfen?
Mir scheint, als hast du da etwas gehört oder gelesen, was irgendwer sich wünschen würde (wenn es realistisch wäre) und machst daraus eine ganz riesengroße Sache, die es eigentlich aber gar nicht ist. Die Alternative zum Testen ist VIELLEICHT die Impfung. Nicht andersherum.


Ich bin etwas irritiert. Ich sehe es ja genauso wie Du. Vielleicht habe ich mich nicht nachvollziehbar genug ausgedrückt. Ich gehe aktuell nicht davon aus, dass Kinder ausgeschlossen werden, deren Eltern nicht geimpft sind. Diesen Zug hat @Warmalhier u.a. eingebracht. Bisher habe ich eben nichts davon gelesen, dass es für Kinder solche Regelungen geben soll. Zumal diese sich ja auch woanders anstecken können als bei den Eltern.
Ich kann mir aber eben vorstellen, dass man bei Erwachsenen schauen wird und da differenzieren sollte zwischen denen, die sich nicht impfen lassen wollen und denen, die sich nicht impfen lassen können.




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