Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    Gleitgel bei Kinderwunsch: Machen Preseed, Ritex und Prefert schwanger? neues Thema
   Schwangerschaftsraten und Follikelgröße bei Clomifen
   Pimp my eggs ? Eizellqualität verbessern: Was kann man selbst tun?

  Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 25.04.2021 14:52
Hallo zusammen,

es sieht fast danach aus, dass ich mich impfen lassen muss, obwohl ich der Corona-Impfung skeptisch gegenüber stehe. Alle anderen Impfungen, die seit Jahren erprobt sind, würde ich mir bedenkenlos setzen lassen. Auch sind meine Kinder gegen alles, was STIKO empfiehlt, geimpft. Das habe ich auch nie angezweifelt oder infrage gestellt. Das vorweg, ich bin kein Impfgegner. Die neue Impfung macht mir aber Angst, weil noch keine Langzeitdaten dafür vorliegen. Andererseits werde ich wohl bald vom Leben ausgeschlossen sein, wenn ich es nicht machen lasse. Und noch schlimmer, damit wären auch meine Kinder vom Leben ausgeschlossen, da sie noch zu klein sind, um etwas ohne mich machen zu können. Ich fühle mich momentan zur Impfung genötigt und habe kein gutes Bauchgefühl dabei.

Ich habe Faktor-V-Leiden, habe also eine erhöhte Neigung zu Thrombosen. Meine Mutter hatte mit 46 Jahren (ungewöhnlich früh!) einen Schlaganfall ausgelöst durch ein Blutgerinnsel. Es gibt also auch eine familiäre Vorgeschichte.

Ich habe meinen Hausarzt befragt, wie mein individuelles Risiko bzgl. meiner Vorgeschichte aussieht. Er meinte, dass es dazu keine Daten erhoben werden. Das heißt, man weiß schlicht und einfach nicht, welche Vorerkrankungen oder Faktoren zu welchen Nebenwirkungen führen. Er könne nichts ausschließen und es wäre allein mein Risiko, wenn ich mich jetzt impfen lasse. Dass nichts erhoben wird, hat meine eigene Erfahrung aus dem Impfzentrum bestätigt.

Vor zwei Monaten musste ich mit meiner Großtante (Ü90) zum Impfzentrum, weil sie dran war. Es hat mich erschreckt, wie schnell es ging. Es wurde nichts an Vorerkrankungen abgefragt, die Liste ihrer Medikamente nur überflogen und nach 2 Minuten war die Impfung drin. Bei der 2. Impfung ging es genauso schnell, keine Nachfrage, ob sie Nebenwirkungen hätte, wie sie die erste Impfung vertragen hat, nichts. Zack, rein, fertig.

Ich habe außer Faktor-V-Leiden und die Vorgeschichte meiner Mutter keine andere Vorerkrankungen. Ich bin gesund und auch altersmäßig in keiner Risikogruppe. Aber ich bin alleinerziehend und ich trage daher allein die Verantwortung für meine Kinder. Es gibt keine Familie, Verwandtschaft, die sie auffangen könnten. Daher ist es für mich essenziell, das Risiko abzuwägen. Dazu bin ich ein Zahlenmensch. Ich brauche Statistiken, Studien. Einfach nur "gut zureden" und Verweis auf Einzelschicksale hilft mir nicht.

Wer kann mir helfen? Ich will nicht, aber ich muss. Es ist mein Risiko, ja. Aber ich würde dieses Risiko momentan nicht eingehen, wenn ich frei entscheiden könnte. Allerdings kann ich nicht frei entscheiden, da ich damit auch meine Kinder über kurz oder lang in die Isolation zwinge. Die ganze Zeit denke ich darüber nach. Ich freue mich nicht auf Sommer, wo es Lockerungen geben sollte. Denn sie werden so wie es aussieht nur für Geimpfte geben. Und spätestens dann muss ich hin. Ich muss es für meine Kinder machen. Aber wer steht für meine Kinder gerade, wenn mir etwas passiert?

Könnt ihr mich verstehen?

Larissa


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Blüte
schrieb am 25.04.2021 16:16
Liebe Larissa,

nein, ich kann dich nicht verstehen, aber das ist ja auch nicht nötig. Es gibt viele Dinge, die ich nicht verstehen kann und sie sind trotzdem okay.

Ich wollte aber gerne ein paar Gedanken da lassen:

Sehr gut verstehen kann ich, dass du dir als Alleinerziehende Gedanken machst, was mit deinen Kindern passiert, FALLS dir etwas passiert. Das muss ja nicht Corona sein oder die Impfung, uns allen kann immer etwas passiert, ein Unfall, eine Krankheit, das Schicksal kann schnell zuschlagen. Auch Corona könnte, wenn du dir die Infektion einfängst, im schlimmsten Falle dazu führen, dass du deine Kinder nicht mehr versorgen kannst. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass du dich mit der Krankheit infizierst.
Insofern lautet deine Risikoabwägung eigentlich: Was ist gefährlicher für mich: die Impfung oder eine Infektion mit Corona? Es ist ja nicht die Frage, ob du mit der Impfung Risiken eingehst und ansonsten risikolos durchs Leben gehen könntest. Wir haben eine Pandemie und die Gefahr, sich zu infizieren ist real. Leider.

Ich kann auch gut verstehen, dass du wegen deiner Gerinnungsstörung und den ganzen Medienberichten zu den Thrombosen aufgrund von Impfungen nun Angst hast, dich impfen zu lassen. Zumal dein Hausarzt sicher rechtlich korrekt, aber wenig hilfreich geantwortet hat. Natürlich ist es dein Risiko, natürlich ist noch wenig erforscht und natürlich kann dir NIEMAND 100%-ig sagen, was das für dich bedeutet. Ich bin allerdings schon der Ansicht, dass der Hausarzt eine Schätzung hätte abgegeben können, so nach dem Motto: Es ist eher wahrscheinlich, dass...
Meine Mutter (über 80) neigt extrem zu Thrombosen, schon in jungen Jahren, nach jeder OP eine Embolie und sie wird nun auch nicht mehr operiert, wenn es nicht lebensnotwendig ist, um Thrombosen zu vermeiden. Sie sollte eigentlich neue Knie haben, aber DAS Risiko geht kein Arzt ein und sie auch nicht, ist nicht lebensnowendig. Natürlich hatte sie auch Angst vor der Impfung und ihre Ärztin hat sie mit den aktuellen Blutergebnissen lange und intensiv beraten, hat ihr alles erklärt und das Ergebnis war: "SCHLAFEN SIE RUHIG!" Inzwischen ist sie zweimal geimpft und es geht ihr bestens. Vielleicht suchst du das Gespräch mit einem Gerinnungsspezialisten, um deine Fragen zu beantworten.

Zu Statistiken: Ich kenne mich aufgrund meines Studiums gut aus mit Statistiken, haben sie auch an der Uni viel verwenden, erstellen und bearbeiten müssen, aber... für den Einzelfall sagen sie letztlich nichts. Wenn ich eine Krankheit habe, die 85% aller Erkrankten überleben, kann ich trotzdem zu den 15% Prozent gehören, die es leider nicht überleben.
Und letztlich gilt das auch für bekannte Impfstoffe. Ja, sie sind gut verträglich, trotzdem hat niemand eine Garantie, dass man sie selbst verträgt und keine gravierenden Nebenwirkungen hat. Oder bei Medikamenten oder OPs, nicht umsonst muss man immer unterschreiben, dass alles Mögliche passieren kann. Passiert in der Regel nicht, ist aber möglich, dagegen müssen sich Ärzte, Pharmafirmen absichern. So auch hier.

Natürlich kannst du frei entscheiden, denn deine Kinder können sowieso nicht geimpft werden, können also weiter in die Schule oder in den Kindergarten, ihr könnt Zoos usw. besuchen, wenn ihr euch vorher testen lasst, also wenn jemals wieder etwas öffnet. Das ist dann halt extrem lästig, aber machbar.

Alles Gute,

Blüte


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   henriette
schrieb am 25.04.2021 17:16
Ich hätte an deiner Stelle auch Bedenken, mich mit Astra Zeneca impfen zu lassen, geht mir mit noch etwas drastischerer Vorgeschichte zumindest so. Aber Moderna oder Biontech würde ich sofort nehmen, wenn ich sie kriegen könnte.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Taucher
schrieb am 25.04.2021 18:20
Hallo Larissa,

ich kann Dich verstehen. Und ich habe mein individuelles Risiko abklären lassen.

Über Blutgerinnungsstörungen und deren Einfluss kann ich nichts sagen. Wenn Du mal ärztliche Meinungen einholst über die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose nach einer Corona-Infektion sieht es nicht besser aus. Und diese entstehen dann nicht aufgrund einer geringen Mobilität sondern der Veränderungen.

Ich bin keine Ärztin, habe mich aber im Vorfeld der Impfung informiert um einfach eine Entscheidung treffen zu können. Wenn Dein Hausarzt so unklar bleibt, informiere Dich bei einem Phlebologen oder anderen, eher auf die Thematik, spezialisierten Ärzten. Ich halte den Hausarzt bei diesen speziellen Fragen nicht so ganz für die richtige Anlaufstelle, wie Blüte sehe ich da eher eine Beratung bei der Gerinnungsambulanz als den richtigen Weg. Das wäre sicher ganz wichtig, damit Dein Risiko richtig eingeschätzt werden kann.

Ich bin ebenfalls skeptisch, was die Impfung angeht, aber eine andere Option gab es für mich nicht, wenn man pflegebedürftige Angehörige hat und ständig in deren Nähe ist. Und ich möchte weder an Corona erkranken, noch es weitergeben. Ich kenne sowohl Familien, in denen es ein Großelternteil nicht überlebt hat, als auch Überlebende, die lange an der Herz-Lungen-Maschine hingen und zur Zeit in Reha sind.

Ich kann Dich aber verstehen. Als Alleinerziehende lastet nochmal ein ganz anderes Gefühl der vollen Verantwortlichkeit auf Dir und das wiegt schwer. Deshalb denke ich, ist es ganz wichtig, das individuelle Risiko vorab abzuklären. Ich habe das erst über das Internet probiert, aber es gibt so viel Halbwissen, dass ich irgendwann entschieden habe, dass das keinen Sinn macht. Und wenn es eine familiäre Vorgeschichte gibt, schon gar nicht. Dann gehört Deine Problematik und Deine Frage in ärztliche Hände, und zwar in solche, die entsprechendes Fachwissen haben und sich aktuell informieren.

Deine Beschreibung des Vorgehens im Impfzentrum kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Hier wird beim 2. Termin nach Nebenwirkungen gefragt, die Aufklärung erfolgt sehr detailliert und man hat mehrmals Gelegenheit, vor der Imfpung mit einem Arzt zu sprechen. Schade, dass das bei Dir anders ist.

Ich wünsche Dir, egal wie Du Dich entscheiden wirst, dass Du dann dahinter stehen kannst und sie sich für Dich richtig anfühlt.

Alles Gute Dir!


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 18:28 von Taucher.


  Werbung
  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   silvernano
Status:
schrieb am 25.04.2021 18:32
Hallo Larissa,

die Verunsicherung bzgl. Astra bei dem hin und her kann ich nachvollziehen. Insbesondere, wenn schon ein erhöhtes Risiko für Thrombosen besteht. Da ich davon ausgehe, dass Du unter 60 Jahre alt bist, dürftest Du nach aktuellem Stand ja eh einen mRNA Impfstoff, also Biontech/Pfizer oder Moderna bekommen. Und da ist das Risiko natürlich nicht gleich null, aber eben deutlich geringer. Um ein Vielfaches höher - auch im Vergleich zur Astra Impfung! - ist übrigens das Risiko einer Thrombose bei einer COVID 19 Infektion!
Das „Problem“ ist nur, dass man sich dem Risiko bei einer Impfung eben bewusst aussetzt, wogegen eine Infektion quasi Schicksal ist, wenn man nicht sehr unvorsichtig ist. So eine Ansteckung kann tatsächlich aber schneller gehen, als man denkt. Freunde von uns hat es zum Beispiel erwischt, als sie einen Angehörigen vom Krankenhaus abgeholt haben.
Ich würde mir halt auch Vorwürfe machen, wenn ich mich infiziere, obwohl ich mich hätte schützen können. Erst recht, wenn ich dann noch meine Kinder ansteckte.

Zur Aufklärung im Impfzentrum: hier gibt es einen Fragebogen, der ausgefüllt und unterschrieben werden muss. Da werden die wesentlichen Kontraindikationen abgefragt und wenn da ein Kreuzchen ist, sollte natürlich schon im Gespräch nachgehakt werden. Und eine Medikamentenliste scannt ein erfahrener Arzt halt in Sekunden auf das Wichtige (wie zum Beispiel Immunsuppressiva oder Blutverdünner), da muss man sich nicht lange mit befassen.

Ich bin aus beruflichen Gründen geimpft und froh und dankbar darüber.


Liebe Grüße

Silvernano


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   WarMalHier
schrieb am 25.04.2021 18:56
Hallo Blüte,

das, was du sagst, sind in etwa die Gedanken, die ich mir mache. Und ich hatte auch das Gefühl, dass der Arzt mich nicht verstanden hat, sowie du jetzt und meine Sorgen nicht ernst genommen hat. Sowas ist bitter. Jetzt weiß ich nicht, an wen ich mich wenden soll bzw. soll mein Risiko als medizinischer Leier anhand diffuser Daten selbst kalkulieren.

Als Zahlenmensch habe ich mir das Risiko an Corona zu sterben ausgerechnet. Dieses liegt in meinem Alter im Promille-Bereich. Wenn ich dann noch davon ausgehe, dass viele diese Menschen an Vorerkrankungen litten, dann noch weniger. Das Sterberisiko allein wäre für mich also kein Grund ein unbekanntes Risiko einer neuartigen Impfung hinzunehmen.

Dann kommt Long-Covid. Ich finde keine verlässlichen Zahlen, wie viele Menschen in meinem Alter daran erkranken. Wie lange dauert so ein Long-Covid? Es ist dann Unwohlsein über mehrere Wochen oder massive Organschädigungen? Das macht für mich schon Unterschied und wäre für mich wichtig zu wissen, um mein persönliches Risiko einschätzen zu können. Aber diese Zahlen finde ich nirgendwo. Wenn es sie gäbe, würde es vielen Menschen, wie mir, die Entscheidung so viel einfacher machen.

Und dann steht dagegen ein Risiko der schweren Nebenwirkungen nach der Impfung bezogen auf meiner Vorgeschichte. Meine Mutter wurde mit 46 nach ihrem Schlaganfall für Jahre aus dem Verkehr gezogen. Sie musste lange und anstrengende Reha-Therapien machen, um wieder auf die Beine zu kommen. Vollständig erholt hat sich nicht. Das habe ich vor Augen und kenne es aus der ersten Hand. Ich kann es nicht einfach ausblenden. Auch meine beiden Großväter mütterlicher und väterlicherseits sind an einem Blutgerinnsel gestorben. Allerdings waren sie schon über 70, sodass man nicht sagen kann, ob ihre Zeit einfach abgelaufen war oder wir in der Familie tatsächlich die Veranlagung dazu haben. Das wirft so viele Fragen für mich auf. Und keiner kann mir meine Fragen beantworten.

Ja, solange es geht, werde ich mich und die Kinder testen lassen, um am Leben teilnehmen zu können. Aber die Medien sprechen jetzt schon vom elektronischen Ausweis, von den Impfungen für die Kinder. Für mich klingt es so, als ob man sich nicht lange mit den Tests "durchmogeln" können wird. Und das bereits im Sommer. Das ging mir einfach zu schnell. Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Impfung, sondern will einfach abwarten. Ich habe auch nichts dagegen, wenn alle anderen sich impfen lassen. Es geht nur um mein persönliches Risiko.

Larissa


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   Kala1005
schrieb am 25.04.2021 21:22
Hallo,

ich kann zu deiner Frage "Impfen oder nicht" bei Gerinnungsstörungen nichts beitragen. Aber zum Long Covid.

Wir haben in der Praxis (Physiotherapie) einen stetigen Anstieg solcher Patienten zu verzeichnen. Es ist alles dabei: periphere Lähmungen, Geruchs- Geschmacksverlust (können wir natürlich nicht behandeln) , verminderte Leistungsfähigkeit, Motorikstörungen (Grob-/Feinmotorik) aufgrund langer Immobilität, Verlust des Kurzzeitgedächtnis und natürlich die Atemprobleme wie Kurzatmigkeit, starke Hustenanfälle, usw...
Die Dauer der Therapie ist unterschiedlich. Wir haben Patienten, die nach einem Vierteljahr Therapie relativ gut wieder da standen, andere sind Langzeitpatienten, wo man nur sehr langsam Fortschritte erzielt.
Man kann auch nicht sagen, bei wem es schnell gut wird und wer lange damit zu tun hat. Es sind alle Altersgruppen vertreten, mit und ohne Vorerkrankungen, Sportler oder eher Couchsitzer, welche mit schwerem Verlauf und aber auch welche, die eigentlich gar nicht so schwer betroffen waren und dann erst später Probleme bekamen. Ich erkenne kein System.
Einzelne haben eine LongCovid Sprechstunde aufgesucht, bei anderen behandelt der HA oder eben der passende Facharzt. Welche haben eine Linderung mit bestimmten Medikamenten, anderen helfen die nur bedingt.
Meine persönliche Meinung ist, dass es einfach eine Wundertüte ist, ob man Long Covid bekommt oder nicht, ob man dann lange Probleme hat oder schnell wieder gesundet. Das kann noch niemand vorhersagen und Daten gibt es sicherlich auch erst wenige (verbessert mich, wenn es irgendwo schon aussagekräftige Studien gibt).

LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 21:23 von Kala1005.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   silvernano
Status:
schrieb am 25.04.2021 22:02
Hallo nochmal

vielleicht sind hier ein paar Zahlen für Dich zu finden

[www.aerzteblatt.de]

Grüsse

Silvernano


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   henriette
schrieb am 26.04.2021 08:00
Das mag alles stimmen, wobei der Autor sagt, dass es abschliessend noch nicht zu beurteilen ist. Es gibt aber zum Glück Alternativen zur Impfung mit AZ und wenn ich erblich belastet bin, entsprechende Befunde habe, gilt doch folgende Reihenfolge: Impfen mit Biontec, Moderna, nach Stand der DInge wohl kein erhöhtes Risiko für eine Thrombose, Impfen mit AZ, wohl erhöhtes Risiko für eine Thrombose, nicht Impfen und infiziert werden, ein höheres Risiko an Thrombose zu erkranken. Will sagen, Impfen ist auf jeden Fall die bessere Alternative, aber für vorerkrankte/vorbelastete doch sicherheitshalber mit Biontec/Moderna. Oder liege ich da falsch?


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 26.04.2021 08:14
Hallo,
also wenn ich einen bestimmten Risikofaktor oder eine Grunderkrankung hätte, so dass ich mir Sorgen wegen des Impfrisikos mache, würde ich sicher bei einem Zentrum oder Spezialisten nachfragen, nicht (nur) beim Hausarzt. Sicher hat er Recht, dass am Ende Jeder auf eigenes Risiko entscheidet. Wie bei so Vielem im Leben.
Wenn schon Erkenntnisse vorliegen sollten zu Deiner Fragestellung, dann wissen es doch die Leute, die sich eben mit Gerinnungsstörungen beschäftigen, am ehesten. Denke ich. Nach meiner nicht spezialisierten Meinung dürfte z.B. eine vorübergehende Therapie mit einem entsprechendem Präparat helfen.
Überdies gebe ich @Blüte recht: die Sorge um die Kinder im Falle, Dir geschieht etwas, ist leider nicht nur an eine Impfnebenwirkung zu knüpfen. Hier wird sie aber evtl. manifest.


[www.cbtmed.de]
[www.mdr.de]

[www.dhg.de]


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.04.21 08:19 von berlink.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   henriette
schrieb am 26.04.2021 09:32
Hausärztin hat gerade gesagt, dass bestimmte Gerinnungsstörungen (je nachdem Faktor Leiden...) offizielles Ausschlusskriterium für AZ Impfung ist.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   pebbles30
schrieb am 26.04.2021 12:54
Angst vor Thrombosen


Eine Gerinnungsexpertin erklärt dort warum diese speziellen Thrombosen nach der Corona Impfung nichts mit Faktor V und normalen Thrombosen zu tun haben.
MDR würde ich mal als seriös einschätzen.zwinker




Ich hatte selber schone eine Schwere Thrombose, deren Folgen mich den Rest meines Lebens begleiten werden.
als die ersten Fälle von Lungenembolien und Thrombosen in Folge von Covid-19 Erkrankungen bekannt wurden, habe ich auch beim Facharzt nachgefragt. Es gibt noch keine ausreichenden Daten dazu.
In meinem Fall würde er mir dazu raten auch bei einem milden Verlauf Heparin zu spritzen. Das ist aber nicht daten basiert sondern war zu dem Zeitpunkt nur eine Empfehlung.
Inzwischen oder bei einer anderen vorgeschichte würde er das vielleicht nicht empfehlen.

Meine Hausarzt hat gesagt, auf jeden Fall impfen aber ich soll den Astra Zeneca Impfstoff nicht bekommen. Da der aber derzeit an unter 60zig jährige nicht mehr geimpft wird, ist es ok so.



VG pebbles


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.04.21 13:02 von pebbles30.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   pebbles30
schrieb am 26.04.2021 13:01
So und jetzt ein anderes Thema,

du schreibst nicht wie alt deine Kinder sind.
Wenn du dir solche Sorgen machst, solltest du generell überlegen was geschieht mit den Kindern wenn dir etwas passiert.


Beim gemeinsamen Sorgerecht ist es der Vater wo die Kinder hinkommen, da ist es egal.

Habt ihr kein gemeinsames Sorgerecht sollte man sich überlegen wo kommen die Kinder im Pflegefall oder Todesfall hin.
Ich hatte hier im Forum schon öfter dazu geschrieben, ich könnte es dir heraussuchen.

Auch Freunde können das Sorgerecht übernehmen, wenn es in der Familie niemanden mehr gibt. Dazu muss man sie aber fragen.

Vielleicht beruhigt dich das generell wenn du weißt deine Kinder sind gut versorgt wenn dir etwas passiert?


In den meisten Fällen passiert ja nie etwas und das Testament oder die Sorgerechtsverfügung liegt einfach nur herum. Aber für den Fall das etwas passiert, weiß man es ist geklärt.



Viele Grüße
pebbles


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   henriette
schrieb am 26.04.2021 13:01
genau das habe ich letzendlich geschrieben und hoffe sehr, dass ich auch irgendwann dran bin... Aber eben möglichst mit Biontec oder Moderna.


  Re: Risikoeinschätzung - Impfung
no avatar
   lucky*3
schrieb am 26.04.2021 15:33
du bist doch sicher nicht über 60 Jahre alt, also wirst du - so du in Deutschland lebst - sowieso mit einem mRNA-Impfstoff geimpft.

Was ich nicht verstehe - musst du dich beruflich impfen lassen? Warum musst du dich impfen lassen, Millionen von Deutschen wären dankbar sie könnten sich impfen lassen, sind aber nicht berechtigt. Von einem Impfzwang habe ich noch nichts gehört, und warum werden deine Kinder ausgeschlossen wenn du nicht geimpft bist? So ganz kann ich deine Gedankengänge nicht nachvollziehen.

Du willst Statistiken und Studien, willst keine Einzelschicksale - aber genau du kannst dieses Einzelschicksal sein, so oder so, mit Nebenwirkung einer Impfung oder mit fatalen Folgen einer Covid-Erkrankung.

Denn nur eins ist absolut sicher - das Leben ist tödlich - für jeden einzelnen, da hilft auch keine Statistik




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2021