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  Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   Ruttao
schrieb am 16.03.2021 13:17
Hej,
ich habe mich für den öffentlichen Teil des Forums noch mal neu angemeldet, bin unter anderem Namen schon viele Jahre hier. Ich hoffe auch, das Thema passt hier hin...

Ich setze auf euer Schwarmwissen bzw. eine/n Expert/in auf dem Gebiet.
Ich bin freiberuflich und habe in diesem Jahr aufgrund des Lockdowns noch nichts verdient. Habe mich zu Beginn des Jahres nach vielen Jahren Selbstständigkeit endlich MIT Krankengeld versichert. Damals habe ich nicht abgesehen, dass es noch mal so schlimm wird, dass ich gar nicht arbeiten kann und hatte die Corona-Langzeitfolgen im Sinn als ich die Versicherung abschloss. (War vermutlich naiv.)
Nun überlege ich wieder in die Familienversicherung zu wechseln – sofern die KK das zulässt (an die KG-Versicherung ist man ja 3 Jahre gebunden – außer man beendet die Selbstständigkeit – den Passus muss ich noch mal suchen).

Oder mich eben krankschreiben zu lassen, was kein Problem wäre, da ich gerade wegen einer Depression in ärztlicher Behandlung bin. (Das Risiko wäre ggf. der MDK, generell oder da ich eben erst seit diesem Jahr MIT KG versichert bin...??)
Was ich mich aber frage: Ich würde dann jetzt vermutlich KG erhalten auf Grundlage des Steuerbescheids von 2020, aus dem sich ja auch meine Beiträge berechnen. Da ich aber nun 2021 definitiv weniger verdienen werde als 2020, befürchte ich, das KG später zurückzahlen zu müssen. Ich habe nur 1 Quelle gefunden, in der steht, dass nachträgliche Änderungen, nach oben oder nach unten, ausgeschlossen sind; „dass sowohl eine Erhöhung des Krankengeldes wegen des Nachweises eines höheren Einkommens, wie auch eine Reduktion des Krankengeldes weiter ausgeschlossen bleiben.“
Wer kennt sich damit aus? 70% KG von aktuell Null Einkommen ist eben Null. Dann könnte ich auch in die Familienversicherung, da bekomme ich auch nichts, muss aber auch nichts zahlen.

Danke im Voraus!


  Re: Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   pmami
schrieb am 16.03.2021 17:40
Vielleicht hilft das weiter:

[www.landesrecht.rlp.de]

Viele Grüße pmami


  Re: Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   Ruttao
schrieb am 17.03.2021 10:50
Ich danke dir! Allerdings steige ich leider nicht wirklich durch. Der Fall ist ja quasi genau entgegengesetzt zu meinem (erst kein Einkommen, dann Einkommen direkt vor der AU). Einige Passagen klingen „gut“ für mich – dass eben der letzte vorliegende Steuerbescheid zur Berechnung herangezogen wird und letztes Jahr hatte ich ja noch Einkommen – dann ist das Urteil aus einer Zeit, in der die Beiträge nicht rückwirkend angepasst wurden (Punkt 6) wie es eeendlich seit (ich glaube) 2019 der Fall ist. Und so wird heute dann vermutlich auch das KG rückwirkend angepasst...?


  Re: Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   pmami
schrieb am 18.03.2021 11:08
Aus dem Urteil:
Zitat

Werden Beiträge nach der Mindestbeitragsbemessungsgrenze aufgrund negativer Einkünfte im letzten Einkommenssteuerbescheid erhoben, ergibt sich kein Anspruch auf Krankengeld. Ein "Mindestkrankengeld" ist nicht vorgesehen

Ich entnehme der Entscheidung folgendes:
Wenn Deine Beiträge nach Deinem EStB im Jahr 2021 erhoben werden, weil die gesetzliche Regelung dies nunmehr so vorsieht und Du im Jahr 2021 keine Einkünfte hast, beträgt das Krankengeld eben Null Euro. Ich sehe vor der Frage, wie hoch das Krankengeld ist allerdings noch ein anderes Problem. Die Frage ist doch - und die ergibt sich auch aus der verlinkten Entscheidung - ob Du Deine selbständige Tätigkeit überhaupt noch hauptberuflich ausübst. Die Überlegung, in die Familienversicherung zu wechseln, spricht jedenfalls dagegen, denn das könntest Du nur, wenn Du selbst nicht erwerbstätig bist.

Wenn Du wirklich Klarheit haben willst, wie Deine Krankenkasse über Deinen Fall entscheiden wird, bleibt Dir letztlich nichts anderes übrig, als an Deine Krankenkasse zu schreiben, die Umstände vollständig offen zu legen - einschließlich der fehlenden Einkünfte - und zu fragen, was das für Deinen Anspruch auf Krankengeld bedeutet.

Viele Grüße pmami


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  Re: Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   Ruttao
schrieb am 18.03.2021 13:42
Richtig. Wenn ich zurück in die Familienversicherung will, muss ich meine selbstständige Tätigkeit aufgeben. Da es aber kein Gewerbe o.ä. ist, sondern Lehrtätigkeit, ist das sowieso nie so richtig klar. Rein, raus, arbeiten oder nicht. Aktuell kann ich die Tätigkeit nicht ausüben, weil es wegen der Pandemie nicht möglich ist. Aber ich muss halt auch nirgendwo kündigen. Da ist die Frage, ob die KK eine „Beendigung der selbstständigen Tätigkeit“ überhaupt akzeptiert oder sagt, wirtschaftliches Risiko.


Zitat: Werden Beiträge nach der Mindestbeitragsbemessungsgrenze aufgrund negativer Einkünfte im letzten Einkommenssteuerbescheid erhoben, ergibt sich kein Anspruch auf Krankengeld. Ein "Mindestkrankengeld" ist nicht vorgesehen

Was du aus der Entscheidung zitiert hast, verstehe ich. In dem Urteil ging es aber auch darum, welcher Steuerbescheid zum Zeitpunkt der Entscheidung über das KG gilt. Und dafür hätte ich jetzt einen Steuerbescheid MIT Einkommen, den aus 2020. Meine aktuellen Beiträge werden auch nach dem Steuerbescheid 2020 festgelegt.
Und ist es nicht generell so, dass Leute, die krank waren und KG bezogen haben, in dem Krankheitsjahr weniger Einkünfte haben als im Vorjahr (je nach Auftragslage, etc.). Dann müsste man ja generell was zurückzahlen, weil man im Krankheitsjahr weniger hatte als auf dem Steuerbescheid, der der Berechnung des KG zugrunde gelegt wurde...?!

Aber ja, du hast Recht, ich müsste die KK direkt fragen... im schlimmsten Fall zahle ich weiter Beiträge, bekomme kein Krankengeld und verdiene auch nix.


  Re: Krankengeld zurückzahlen? - Wer kennt sich aus?
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   pebbles30
schrieb am 18.03.2021 15:31
.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.21 15:32 von pebbles30.




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