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  Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   pmami
schrieb am 19.02.2021 16:38
Es ist schon wieder einen Monat her, seit wir uns in einem Thread darüber ausgetauscht haben, wie es uns im Lockdown und auch ganz allgemein mit den Auswirkungen von Corona geht.

Also, Freundinnen, Römerinnen, Landsleute, checkt ein und erzählt, wie es zur Zeit bei Euch läuft.

Mir geht es nicht besonders. sehr treurig

Ich war ja lange Zeit optimistisch und zuversichtlich. Nach wie vor glaube ich, dass es wenig Alternativen zu den Corona Beschränkungen gibt. Okay, sicherlich hätte man an der einen oder anderen Stellschraube auch etwas anders machen können, aber ehrlich gesagt, hätte ich es auch nicht besser gekonnt.

Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass mein Kleiner an der Krise unglaublich gewachsen ist (ja, das gibt es auch) und plötzlich so ausgeglichen und verständnisvoll ist, wie noch nie zuvor in seinem Leben.

Ich bin auch weiterhin die Erste, die sich impfen lässt, wenn es denn möglich ist.

Aber im Augenblick geht es nicht vor und zurück. Impfungen sind nicht in Sicht, die Läden sind zu, die Schulen nur im Wechselunterricht auf (Niedersachsen), die Horte nur in Notbetreuung.
Morgen wird mein Schwiegervater 70. 70 Jahre! Und wir haben ihm ein Glückwunsch-Video gedreht. Wie gerne würde ich mit der ganzen Familie - Tanten Onkels, Schwägerin und Schwager etc - an einem solchen Tag zusammen sein. Oder wenigstens ihn und meine Schwiegermutter zum Essen einladen. Geht aber alles nicht.

Alles kommt mir so zähflüssig vor, als hätte sich eine Bleidecke über das ganze Land gelegt. Jeder Tag ist wie der andere, keine Änderung in Sicht. In zwei Wochen sollen die Friseure aufmachen. Warum nur die Friseure? Wir brauchen hier alle drei neue Jeans, Socken und Unterhosen, mein Kind eine Winterjacke, mein Mann Schuhe und ich eigentlich nichts weiter, würde aber trotzdem gerne mal wieder shoppen gehen.

Erinnert Ihr Euch noch daran? Dass man nichts brauchte und einfach so durch die Läden gegangen ist und Sachen anprobiert hat, die einem gefallen haben? Und danach eine Latte Macchiato, draußen im Cafe in der Sonne? Abends zum Italiener an der Ecke? Unser Wochenendhighlight ist inzwischen, dass wir beim Italiener an der Ecke Nudeln bestellen, und zwar hauptsächlich, weil wir hoffen, dass ihn der außer Haus Verkauf vor der Pleite rettet und wir irgendwann mal wieder bei ihm einen Rotwein trinken dürfen. Das macht nämlich auch mehr Spaß, mit Freunden und außerhalb der eigenen Tapeten.

So, dass ist meine Stimmungslage zur Zeit. Hätte ich mich nicht unabhängig von Corona letzten Sommer entschieden, dass ich zum Ende des Jahres aufhöre zu arbeiten, würde ich jetzt komplett untergehen. Das Einzige, was mich durch das Homeschooling und das Einzelkind bespaßen rettet, ist, dass ich nicht zusätzlich noch unter Fristen- und Termindruck stehe und irgendwelche Klienten nerven.

Wie geht es Euch?

Viele Grüße pmami


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   Solani2
Status:
schrieb am 19.02.2021 17:28
pmami,

also mir reichts echt schön langsam. Meinem Dreijährigen fehlen die Sozialkontakte, nicht nur die von Gleichaltrigen. Und der normale Alltag. Ich nehme ihn deshalb wirklich überall mit, was ich sonst nicht unbedingt tun würde. Bei U-Untersuchungen vom Baby würde er sonst wohl bei Oma bleiben. Einkaufen könnte ich wenn Papa Zuhause ist ... da gehe ich jetzt aber mit beiden Kindern. Ist zwar stressig für mich, aber sonst versauert er mir ja völlig. Wenn ich mich anstecke, dann steckt sich er so und so entweder an, oder auch nicht. Da kann er auch mitkommen. Maske und Hände desinfizieren sieht er als Spiel.
Ich will auch die Impfung, egal welche, obwohl das wohl unmittelbar nichts ändern wird. Ich will einfach meinen Teil beitragen, dass der Mist irgendwie endlich aufhört.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   henriette
schrieb am 19.02.2021 17:34
Ich bin mürbe. Sehr mürbe. Und für mein Kind ist das alles sehr ungesund. Und ich habe keine Lust mehr zu kochen!!!! Und jetzt muss ich in die Küche, eine Quiche machen, wir kriegen Besuch....


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   sturmfängerin
schrieb am 19.02.2021 18:11
Mürbe trifft es ganz gut... zumindest trifft es auf mich zu.

Wir haben uns ja bislang eigentlich auch ganz gut durchgeschlagen. Ich denke auch, dass es speziell für meinen Großen nicht schlecht war mal einige Zeit im Homeschooling zu verbringen. Zumindest im März letzten Jahres war es echt sehr positiv für uns alle. Er lernte da deutlich konzentrierter und effektiver. Mein Kleiner ist so ein Selbstläufer, der den ganzen Tag nur gespielt hat und seine Aufgaben mal kurz erledigt hat.

Allerdings ist die Stimmung seit Januar total schlecht. Ständig ist vor allem der Große schlecht gelaunt, die Stimmung ist echt mies zuhause. Auch meine Nerven sind ziemlich angespannt.

Mir kam nun sehr entgegen, dass ich ab Januar mit meiner Klasse 2x pro Woche Videounterricht machen musste (Grundschule). An diesen beiden Tagen waren meine beiden kids in der Notbetreuung an ihrer Schule (private Schule). Als ich am ersten Tag in der Notbetreuung abgeholt haben, haben beide geschrien "dürfen wir morgen wieder hierher?!". Sie haben es beide soooo genossen unter Kindern zu sein! Und die Lehrer/Betreuer dort haben einen super Job gemacht, zuerst Aufgaben erledigen, dann durften die Kinder spielen, basteln, werkeln usw. Ich habe gemerkt wie es den Kindern und vor allem auch mir so gut getan hat! Und das obwohl ich an den Tagen ja meinem eigenen Job nachgegangen bin.

Nun starten wir nach den Faschingsferien in Teilpräsenz (sowohl ich als auch mein Kleiner), d.h. wir werden es wieder mit ca. 1-2 Tagen pro Woche Notbetreuung lösen (mein Mann ist leider komplett außen vor, da er durchgängig Präsenztermine hat).

Ich finde die Wochenenden so langsam so ätzend. Das Wort "Wandern" können meine schon nicht mehr hören... aber was will man auch machen??! Wir machen am Wochenende eine Online-Weinprobe mit Freunden... mal eine Abwechslung.

Die Kinder dürfen sich nachmittags mit ausgewählten und immer den gleichen 2 Kindern treffen. Ich finde das auch für die Kinder enorm wichtig. Und für mich auch, sonst krieg ich hier total die Krise...

LG Sturmfängerin


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  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   lisa74
Status:
schrieb am 19.02.2021 21:23
Ich bin müde, unendlich müde. Ich möchte mir nur noch die Decke über den Kopf ziehen und nicht mehr aufstehen.

Uns wurde letzte Woche eine Karotte namens 'Wechselunterricht' vor die Nase gehalten. Heute dann die Rolle rückwärts, erstmal doch wieder nur Schule zu Hause.
Wir pendeln grade um die magische 100.

Ab nun wird freitags entschieden, ob Montag und Dienstag Unterricht ist. Montags wird entschieden, ob Mittwoch bis Freitag Schule ist. Und dann nur jeden zweiten Tag. Wer kommt denn bitteschön auf sowas, ich könnte nur noch ...

Ich hab die Wahl zwischen Kinder vernachlässigen oder Arbeit vernachlässigen und bisher hab ich halt jede Menge Minusstunden gemacht. Jetzt startet ein neues Projekt und ich hab noch keinen Plan, wie das werden soll.
Ich überlege, ob ein Tag Notbetreuung pro Woche entlasten könnte, aber 'trau' mich nicht in der Schule anzufragen. Immerhin arbeiten wir ja beide im homeoffice...

Die Motivation der Kinder schwindet auch, jeden Tag dauern die Aufgaben länger. Nach Freunden fragen sie schon gar nicht mehr, gruselig.
Dafür spielen sie jede Menge Rollenspiele mit ihren Kuscheltieren, ich sehe das als rückwärts Entwicklung.

Mir graut es davor, dass wir noch viele Wochen haben, wo ich einfach nur im jeden Tag froh bin, der vorbei ist.


Socken und Unterhosen kaufen wir jetzt im Supermarkt, die Kinder bräuchten auch Hosen etc. Meine Jeans lösen sich grade alle auf. Aber ist eigentlich auch egal, sieht eh keiner.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 21:25 von lisa74.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 19.02.2021 22:05
Hallo,

müde trifft es und tatsächlich körperlich müde.
Mir fehlt mein Sport ich bin keine die zuhause vor dem TV / YT Sport macht oder joggt. Ich habe echt wieder zugelegtOhnmacht für mich ganz arg schlimm. Ich weiß ich bekomm es runter aber ich brauche mein Fitnessstudio.

Morgen soll es 16 Grad bei uns geben, Fahrräder sind gerichtet. Auch hier erst mal Laune am Boden.
Ich hab bei meinem Mountainbike das Ventil zerstört, Reifen platt mein bester Kumpel kam gsd gleich zur Hilfe.
Meine Frustratiostolleranz ist so gesunken... schrecklich. Früher hätte ich drüber gelacht.

Und wehe die Eisdiele hat morgen nicht auf Ich bin sehr sauer

Ich hoffe auf besseres Wetter es ist zu kalt zu dunkel...

Ich mag langsam einfach wieder meine sozialen Kontakte und auch mal neuen Kontakte. Das Singledasein nervt und als ob es nicht so schon kompliziert und schwierig ist mit zwei Kindern , Mitte 30 jemanden zu finden ist es jetzt einfach unmöglich.

So das war jammern auf hohem Niveau.
Beruflich läufts immerhin...bin Stufe 2 darf hoffentlich bald zur Impfung.
Kids sind noch recht entspannt. Schulisch naja dazu sag ich nix mehr das Thema hatten wir ja die Tage.

Ich wünsche euch ein gutes Durchhaltevermögen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 22:05 von Alice Cullen.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   pika
schrieb am 19.02.2021 22:10
Hallo,
ich arbeite fast rund um die Uhr (egal, ob Wochentag oder Wochenende), aber ich komme nicht wirklich voran (durch die Gruppeneinteilung mache ich alles doppelt), alles ändert sich immer wieder so kurzfristig -> ich bin verzweifelt, weine viel, sehe keine Perspektive und bewundere meine Kinder, die sich echt tapfer halten (sie waren seit November nicht mehr in der Schule, seitdem haben sie auch keinen ihrer Freunde getroffen, sie nutzen aber viel ihre Handys und Laptops).
Alles Gute euch.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 19.02.2021 22:45
Ja pmami,
egal wie wichtig und sinnvoll man selbst die Maßnahmen findet (mein Mann ist ja Hochrisikopatient, immer noch ungeimpft wegen zu vieler Lücken in den schnell gestrickten Erlassen und Gesetzen), so hat das alles doch Auswirkungen auf das Gemüt, die Stimmung, das Empfinden.
Am 17.2. war es ein Jahr her, dass wir in unseren ersten persönlichen Lockdown gingen. Ende derzeit nicht in Sicht.
Und ich weiß jetzt schon, dass die Zeit mit allen Einschränkungen und Veränderungen uns als Familie selbst im bestmöglichen Fall noch Monate, vielleicht Jahre fordern werden. Und das macht durchaus Resignation.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   Nessa15
schrieb am 19.02.2021 22:55
Hallo,

erstmal zum Positiven: Für meine Tochter startet der Kindergarten am 21. wieder, sie freut sich natürlich sehr. Mein Mann und ich sind sehr erleichtert nicht mehr den Eiertanz aus Gleitzeit, Betreuung durch (Ur)Oma und Samstagmorgen arbeiten aufführen zu müssen. Wir haben jetzt eine Inzidenz von unter 30, das ist natürlich großartig und damit fühlt man sich auch nicht mehr ganz so unsicher die Kinder in die Betreuung zu schicken.
Schade, ist dass wir an Fasching so gar nichts unternommen haben- gerade mein Mann ist da normalerweise sehr aktiv. Aber das sind natürlich Luxusprobleme, es fällt trotzdem unter die Kategorie „Corona Opfer 2021“. Naja- hoffen wir auf nächstes Jahr smile

Ich hoffe, dass es mit den Impfungen bald noch schneller voran geht. Immerhin haben wir jetzt Termine für die Großeltern meines Mannes, für unseren Nachbarn kam das Impfangebot leider zu spät. Ein noch wirklich rüstiger, daheim lebender Achtzigjähriger ist innerhalb von 4 Tagen (von den ersten „ernsten“ Symptomen an) gestorben...das macht einen schon sehr betroffen. Seine Frau konnte sich nach 55 Ehejahren nicht mal mehr von ihm verabschieden, da sie auch positiv getestet wurde. Wenn man sowas hört, kann man eigentlich nur froh sein, dass die engsten Familienangehörige gesund sind.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   berlink
Status:
schrieb am 19.02.2021 23:56
Hallo in die traurige Runde. knuddel.

ich wage es ja kaum zu schreiben..., ich bin optimistisch, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn wir trotz Lockerungen weiterhin vorsichtig unterwegs sind. Ich glaube daran, dass Ostern Restaurants, Hotels, Ausflugsmöglichkeiten wieder offen haben und man zumindest in D reisen kann, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Ich habe nämlich heute Osterurlaub für uns und meine Eltern in unserem Bundesland gebucht. So! Und der findet bitte statt, nachdem auch dieses Jahr unser Osterurlaub in der Wärme storniert ist und Plan B auch nicht ausgeführt werden sollte/kann. Im Sommer geht es an die Ostsee. Urlaubsplanung ist was Zukunftsorientiertes und macht mir bessere Laune.
Bei uns sind grad Fasnachtsferien und daher kein Schulkram nach der Arbeit, das ist schön. Nä. Woche geht es im homeschooling weiter, aber besser als zur Schule mit 28 Kindern in der Klasse. Die Kinder haben natürlich wenig Lust, verstehen es aber. Dem Jungen fehlt der Fussballverein. Kontakte zu Schulfreundinnen bestehen bei der Tochter, beim Jungen zum Sohn meiner Freundin. Inwieweit das Jahr wirklich den Kindern irgendwie geschadet hat, wird sich herausstellen (oder auch nicht), und dann kann ich immer noch traurig/wütend etc. sein. Bis jetzt denke ich, sie kommen da ganz gut raus. Und ändern kann ich jetzt eh nix.
Seit Weihnachten war ich jedes WE Langlaufen und Schlitteln mit den Kindern, meist mit meiner Freundin und deren Kindern, was anderes hätte ich auch nicht ohne Corona gemacht, sogar in der Woche konnten wir an 1 Tag immer schlitteln, was mit normaler Schule nicht gegangen wäre. Ok, Essen musste man halt mitnehmen. Es waren auf den Loipen und am Hang die Familien zahlreich unterwegs, die Stimmung gut, in der Sonne gabs Vesper, tw. hatten die Leute ihre Sonnenstühle mit und das ganze mit Blick auf die Schweizer Alpen. Was will man mehr.
Kleidung shoppen findet bei mir seit Geburt der Kinder fast eh nur noch im Netz nach 21 Uhr statt, keine Zeit, ganz ohne Corona. Wir bräuchten neue Möbel und endlich Schreibtische, aber was solls, ist ja kein echtes Problem. Restaurants und Eisdielen etc. werden wir ganz bestimmt besuchen können, ok, im Winter konnten wir nun nicht essen gehen. Nä. Woche zum Geb. der Kinder werden wir eben etwas bestellen. Die Geburtstage werden wir im Sommer mit Freunden nachfeiern, macht eh mehr Spaß als im Winter drinnen.
Arbeit ist bei uns ja die ganze Zeit vor Ort, halt mit Maske, das ist für uns schon normal geworden. Nur würden wir so langsam ganz gern mal wieder zu normalen Abläufen zurückkehren wollen.
Meine Eltern kommen regelmäßig, zählen quasi zum Haushalt, irgendwer muss ja mal nach den Kindern gucken... . Ihnen fehlt der Sport und ihre Kurse sowie auch ihr Reisen und die damit verbundenen Kontakte. Mein Mann hat seine Eltern jetzt 1 Jahr nicht besucht, weil diese es nicht wollten, aber er war sonst auch nur 2-3/Jahr dort. Besuch hatten wir lange nicht, der 70. Meiner Mutter und der 40. Meines Schwagers sollten letztes Jahr grosse Familienfeste werden..., Konzerte und Veranstaltungen konnten wir nicht besuchen, nach Berlin nicht fahren. Also insgesamt nichts, was wirklich einschneidend ist. Ok, die Konzerttournee der Toten Hosen wird nicht nachgeholt... .traurig
Meine Mutter hatte ihre 1. Impfung, mein Vater ist Montag dran, mein Mann morgen, ich könnte am Dienstag geimpft werden... .
Insgesamt geht es uns weiterhin also gsd ganz gut. Hauptsache, es bleiben alle gesund.
Viel viel Kraft und gute Gedanken in die Runde!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 00:55 von berlink.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   coco1968
schrieb am 20.02.2021 07:38
Auch von mir ein liebes „Hallo“ in die Runde.
Es geht uns erstaunlicherweise sehr gut - oder ich bin einfach nur ein Meister der Anpassungsfähigkeit. Mein Mann befindet sich seit einem Jahr im Homeoffice. Im ersten Lockdown hat es mir - neben dem Homeschooling - genau deswegen den Boden unter den Füßen weggerissen. Nahezu grotesk - man wird seitens der Regierung zwangsisoliert und ich schreie innerlich danach, „allein“ sein zu dürfen. Zwischenzeitlich ist das Homeoffice meines Mannes so selbstverständlich geworden, dass ich den Kerl vermisse, sollte er einen „Bürotag“ haben.
Ich selbst arbeite in einer sehr krisensicheren Branche, so das ich - beruflich betrachtet - vollkommen unbelastet durch die Pandemie gehe. Was für ein Luxus!
Zum Homeschooling: Würde es nach den Kindern gehen, kann es direkt so weitergehen. Einzig das Mädchen ist jetzt am maulen, denn für sie beginnt am Montag der Wechselunterricht. Mein Sohn hat zum neuen Schuljahr das Gymnasium verlassen, und ist seit September auf der Realschule. Der Wechsel hat zugleich für ganz viel Entlastung im Familienleben beigetragen und auch bei dem angehenden Schulverweigerer, spürt man einen gewissen Ehrgeiz, gut durch das Homeschooling zu kommen.
Ich muss mir eingestehen, dass auch ich die Zeit des Homeschoolings genieße und sich sehr positiv auf unser Familienleben auswirkt. Wie sagte mein Kind unlängst -> gell Mum, wenn die Schule nicht wäre, würden wir uns richtig gut verstehen.
Mein Sohn spürt (derzeit) keinen Druck mehr - dieser dumme Druck, den ich auf meinen Sohn ausübe, sobald ein Leistungsnachweis ansteht. Das wird für mich die größte Herausforderung werden, auch nach Corona die richtige Balance zu halten.
Ansonsten haben wir richtig was geschafft: der Keller wurde endlich vollständig entrümpelt, und die komplette Neugestaltung des Kinderzimmers, konnten wir -dank entfallenen Skiurlaub- vorziehen (sehr schön geworden und die Kinder sind maximal zufrieden).
Folglich sind wir pleite, so dass ich bei Öffnung der Läden, leider erstmal nur „gucken“ darf zwinker. Einzig die Kinder warten geduldig, dass sie endlich ihre Gutscheine für die „Shopping-Meile“ einlösen dürfen.
Die Geburtstage, Weihnachten und Silvester habe ich in so schöner Erinnerung. Ich war vollkommen befreit von jeglichen Erwartungsdruck, den ich mir regelmäßig selbst auferlege. Ich hoffe, ich kann es mir beibehalten, denn es tut mir so gut.
Bei allen Festen waren wir nur unter uns - mein Mann, das eigene Kind und die Kinder meines Bruders.
Was uns Allen fehlt ist das gemeinsame Bogenschiessen. Unser Familiensport, bei dem es keine großen Überredungskünste bedarf und ein Jeder mit Freude dabei ist. Da es ein „Freiluftsport“ ist, hoffen wir auf baldige Öffnung der Parcours.
Der Sommerurlaub ist auch gebucht und ich sehe ihn -trotz aller Unsicherheiten- mit viel Vorfreude entgegen.
Ansonsten treffe ich mich regelmäßig mit meinen Freundinnen - und sei es nur auf eine schöne „Gassirunde“ mit den Hunden.
Was ich mir für mich wünsche: Meine wiedergefundene Lebensfreude zu erhalten - dank Corona haben mein Mann und ich viele Spaziergänge gemacht, wobei es mir endlich gelungen ist, mich meinen Mann zu öffnen, welch schweren Gedanken auf mir liegen, wenn ich mich in meinem psychischen Tal befinde.
Ich habe auch für mich und die Kinder das „spazieren gehen“ entdeckt. Sollte der Schuh bei einem der Kinder zu sehr drücken, dann „erlaufen“ wir uns die Lösung smile
Alles alles Gute an Alle. Wie heißt es so schön: alles wird gut - und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   Impala-34
Status:
schrieb am 20.02.2021 12:29
Hallo an Alle,

tja, leider muss ich den Schnitt wieder nach unten drücken. Mir geht es gar nicht gut. Ich bin morgens müde, schon beim aufstehen obwohl ich genug schlafe. Ich bin einfach grunderschöpft. Mir fehlt einfach zu vielen die Kraft.
Ich hatte weder Zeit noch die dringend notwendige Muße den überraschenden Tod meines Bruders und die schwere Erkrankung meines Kindes im Dezember zu verarbeiten. Wir waren quasi die ganze Vorweihnachtszeit im Krankenhaus, was dazu geführt hat dass ich meine freien Tage in den Weihnachtsferien streichen konnte. Von einem unbeschwerten Weihnachten war wirklich nicht zu reden.
Durch Corona kommen noch andere Sorgen dazu. Gefühlt besteht im Moment das Leben nur aus Arbeit und Pflichten. Es fehlen die kleinen funkelnden Auszeiten, das bummeln mit ner Freundin, das schöne Abendessen im Restaurant, die Vorfreude auf den sicheren Sommerurlaub.
Ich verdiene wirklich nicht schlecht, aber auch wir haben mit 30 % Umsatzeinbuße zu kämpfen.
Was wirklich erfreulich ist, ist die Schule. Unser Sohn macht sich nach anfänglichen erheblichen Startschwierigkeiten super. Er geht in den „Notunterricht“ mit 5-6 anderen Kindern. Das tat ihm soooo gut, nach langer Pause (Krankheit, Ferien, Lockdown). Und über die Lehrerin kann ich auch nur voller Lob sprechen. Sehr engagiert, sehr nah an den Kindern und immer ansprechbar, toll!

Ich mache seit Wochen abends im Bett mit meinem Sohn -zur Bewusstwerdung, dass nicht alles nur dunkel und schlecht ist- folgendes: jeder von uns muss abwechselnd drei Dinge sagen, die am Tag gut waren, also z.B. er: Meine Lehrerin hat mich für die Mathe Aufgaben gelobt oder ich: ich habe eine schwierige Arbeit gut abgeschlossen. Es kann auch sein, dass es was leckeres zum Mittagessen gab.

Und so schlimm das ist, manchmal fällt mir einfach nichts ein.

LG Impala


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 20.02.2021 12:51
Zitat
Impala-34

Ich mache seit Wochen abends im Bett mit meinem Sohn -zur Bewusstwerdung, dass nicht alles nur dunkel und schlecht ist- folgendes: jeder von uns muss abwechselnd drei Dinge sagen, die am Tag gut waren, also z.B. er: Meine Lehrerin hat mich für die Mathe Aufgaben gelobt oder ich: ich habe eine schwierige Arbeit gut abgeschlossen. Es kann auch sein, dass es was leckeres zum Mittagessen gab.

Und so schlimm das ist, manchmal fällt mir einfach nichts ein.

LG Impala

Hallo Impala,

der Verlust des Bruders und die schwere Erkrankung des Kindes sind zu der eh belastenden Situation einschneidende Lebensereignisse. Viel Kraft dafür. Für 3-4 Tage hatte ich/wir im letzten Jahr die Sorge, meine Tochter hat einen bösartigen Weichteiltumor, das MRT war einfach furchtbar und natürlich für uns nochmal ätzend..., ich konnte die Bücher, die mein Mann hervorkramte vom Studium mit den Einteilungen etc. nicht mehr sehen und habe natürlich, den Pat. rät man davon ab, gegoogelt. Es gibt da bei Kindern einfach wenig Möglichkeiten an gutartigen Dingen, letztlich hat die OP ein gutes Ergebnis erbracht... . Das sind existentielle Sorgen, die da aufkommen.

Zu Deinem abendlichen Ritual: Man kann auch tagsüber sich 3 Murmeln in die linke Hosentasche stecken, und am Abend sollen alle 3 in der rechten sein, immer dann, wenn etwas Schönes war, eine Murmel wechseln lassen. Ich sage meinen Pat., es können auch Dinge sein, die man abends als positiv bemerkt, die man gar nicht beeinflusst, über die man sich freut: dass die Sonne scheint, dass es geschneit hat, dass man erste Blümchen gesehen hat.... .


Viel Kraft!


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   Poldi91
schrieb am 20.02.2021 20:13
Unsere Kinder sind sehr ausgeglichen und gut zufrieden. Ihnen tut es gut, dass man keine Termine hat. Auch wenn sie sich mittlerweile auf die Schule freuen, sie dürfen ab der nächsten Woche für 2 Tage in die Schule. Der Rest läuft im Homeschooling. Sie treffen sich einmal in der Woche mit einem Freund bzw. einer Freundin. Es findet draußen statt, daher habe ich da keinerlei Bedenken. Ab und an kann ich dabei mal mit einer anderen Mutter (teilweise Freundinnen) quatschen und nen Kaffee trinken. Alles draußen natürlich. Und das tut gut.

Ich hatte die letzte Woche irgendwie eine Durststrecke. War extrem antriebslos, zu nix Lust. Jetzt bin ich aber wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Meinem Mann tut das Himeoffice gut. Er ist einmal in der Woche im Büro. Und das tut ihm soooo gut. Er ist so viel entspannter und ausgeglichener als vorher.

Homeschooling läuft gut, wir haben uns super eingespielt. Allerdings habe ich mir die letzten 4 Wochen auch die Corona-Kinderkrankentage genommen. Sonst wäre ich vermutlich nicht so entspannt gewesen.
Ab nächster Woche werde ich die beiden Tage, die die Kinder in der Schule sind wieder arbeiten.

Ich bin allerdings schon immer jemand gewesen, der nicht viel unter Leute muss. Klar, ich treffe mich auch gerne mal mit einer Freundin zum Frühstück oder Essen oder so. Aber nicht so häufig. Und Treffen mit mehrerern ist nicht so meins. Ist mir meist zu anstrengend und zu viel. Habe mich da eh oft ausgeklinkt.

Kleidung bestelle ich eh häufig übers Internet.

Haare habe ich mir tatsächlich selber geschnitten, trage aber ausschließlich Zopf. Bin vermutlich die einzige Frau, die trotz Frisöröffnungen nicht zum Frisör gehen wirdLOL

Meine Familie fehlt mir. Aber da wir hier gerade mega Frühlingswetter haben, kommen meine Eltern morgen spontan vorbei und wir setzten uns in den Garten. Ich freue mich sehr. Wir backen gerade sogar eine dreistöckige TorteIch wars nicht War der Wunsch vom Mops. Ja warum denn nicht. Wann soll man es sonst machen.

Ich mache mir allerdings große Sorgen, dass sie die Schulen bei uns ab Montag öffnen und die Kinder nicht getestet werden. Ich finde das absolut fahrlässig und denke, dass kann einfach nur schief gehen in Anbetracht der Mutationen, die hier gerade rum gehen. Das will mir einfach nicht in den Kopf. Wo doch angeblich Schnelltests ohne Ende verfügbar wären. Da hätte man doch mal endlich Daten, was mit Schulöffnung passiert. Ob Schulen Pandemietreiber sind oder nicht. Das hätte man doch jetzt so toll in Angriff nehmen können. Aber ja. Anscheinend ist die devise: Augen zu und durch. Schade, schade. Kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Zumal hier ein paar Orte weiter ein Ausbruch mit der Mutation in einer Kita festgestellt wurde. Über 50 % der Kinder und 5 Erzieher sind positiv. Und die Kinder sind richtig krank. Nix mit symptomlos. Weitere 80 Testergebnisse stehen noch aus.

Ich weiß, dass es mich unheimlich stressen wird, wenn der Alltag wieder startet und nach und nach mehr Termine dazu kommen werden. Das weiß ich. Und davor habe ich etwas bammel. Ich hoffe sehr, dass ich mir etwas von der jetzigen Ruhe und Gelassenheit mit in dienZukunft nehme und auch den Freizeitstress (vor Corona)hinter uns lassen kann.


  Re: Lockdown und (k)ein Ende? Wie geht es Euch zur Zeit?
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   Blüte
schrieb am 21.02.2021 09:54
Wir sind anscheinen die einzigen mit 1000 Terminen trotz Corona.

Arzttermine fürs Kind. Nein, nicht Corona, alte Baustellen, neue Baustellen, ganz neue Baustellen, neuste Baustellen. Nicht die Psyche, die ist stabil, sicher und ausgeglichen, wie die Therapeutin erst kürzlich versicherte, denn die Therapie läuft natürlich trotz Corona weiter, wenn nicht die Therapeutin mal wieder in Quarantäne muss, weil sie STÄNDIG Patienten mit Corona hat. Wir sind hier führend im Bundesland...

Also koordiniere ich wirklich, wirklich viele Arzttermine aneinander vorbei, denn es gibt ja nach wie vor die Schule mit etlichen Abgabeterminen. Alle Aufgaben zeitgerecht abzugeben, wenn man ganze Nachmittage (oder gerne auch ganze Tage) im Krankenhaus oder beim Arzt verbringt, ist schwierig. Nette Lehrer schalten die Aufgaben früher frei, dann darf das Kind am Wochenende arbeiten, weil es ja in der Woche beim Arzt ist, oder sie verlängern die Abgabetermine, denn zum Glück gibt es ja noch das Wochenende....andere Lehrer erkennen das Problem nicht. Aber das ist ja schon seit Anfang November so, seitdem ist das Kind vom Krankenhausaufenthalt sofort ins ärztlich verordnete Homeschooling gegangen.

Also schuftet das Kind rund um die Uhr (gerade auch) oder ist beim Arzt. Freie Zeit ist echt selten und ich bin sehr glücklich, dass das Kind nicht langsam missmutig oder sonst wie schlecht drauf ist. Möge es noch lange anhalten.

In den Zeiten, in denen ich das Kind nicht zum Arzt fahre oder bei den Aufgaben unterstütze, arbeite ich oder bin im Haushalt tätig. Und nun ist auch noch die Spülmaschine gestern Abend verstorben. Es ist ein Luxusproblem, ja, ich weiß, aber genau jetzt auch noch von Hand abwaschen müssen bis die neue kommt, ist mir zu viel, definitiv zu viel, auch wenn es hochalbern ist. Ich weiß.

Urlaub (schon 2019 gebucht) ist schon storniert, das Geld ist dann also auch weg, aber was soll's.

Der runde Geburtstag der Mutter wurde im Januar eben im eigenen Haushalt gefeiert, ohne weitere Gäste.

Nein, ich vermisse keine fröhlichen Einkaufstouren und Treffen mit Freunden (mit sehr guten Freunden telefoniere ich viel). Ich will ENDLICH mal wieder PAUSE. Einfach nur PAUSE. Mehr bräuchte es für mich gar nicht.

Natürlich soll die Pandemie vorbei sein, natürlich will ich in Urlaub, natürlich... , aber mit einer Pause wäre mir erst mal gedient.




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