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  Jobsuche endet im Desaster
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   graue Maus
schrieb am 29.01.2021 17:39
Ich muss mir den Frust von der Seele schreiben.

Ich bin seit der Geburt meiner Kinder lange zu Hause gewesen und habe danach 2 Jobs gefunden, bei beiden musste ich kündigen, weil ich nicht mehr volles Gehalt bekommen habe bzw. rausgemobbt wurde aufgrund Arbeitsmangel. Und seitdem sitze ich ständig in Vorstellungsgesprächen und bin im falschen Film.

Letzte Woche: eine nette Firma, der Chef hat mich, obwohl noch nicht über Gehalt etc. gesprochen, bei allen vorgestellt. Und danach im offenen Verkaufsraum über meinen Gehalt verhandelt traurig Ich habe abgesagt.
Gestern: Vermeintlich tolles Unternehmen im Geldanlage-Sektor. Tatsache: sitzt in der eigentlichen Tiefgarage eines großen Mehrfamilienhauses und ist total ungepflegt, Büro zwar ok, aber ich frage mich, wie das erfolgreich funktioniert.
Heute: Nettes Unternehmen, aber vorab schwierig, mit dem Chef einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu finden. Es lief schon viel über eine Mitarbeiterin per Mail, da Stellenanzeige sehr offen gehalten. Heute kam ich dahin, alle ohne Maske, der chef hat mich der Mitarbeiterin aufs Auge drücken wollen, um den anderen vorzustellen. Ich habe gesagt, ich möchte mit ihm erstmal sprechen, er fragte sich, warum, das machen wir nachher.... Ich hab gesagt, das wars und bin gegangen. Sicher hat er das völlig anders gesehen... Bin ich so falsch, wenn ich finde, dass man erstmal über die Rahmenbedingungen reden sollte, vor allem wenn man schon vorab hingehalten wurde?

Ein nettes Vertriebsbüro würde mich gerne einstellen, darf aber nicht, weil Vertriebsdirektion Einlernen in Corona-Zeiten verbietet.....

Ist das noch normal? Ich habe schon eine riesige Herpes...

Mone


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   ninek
schrieb am 29.01.2021 20:26
Naja, ehrlich gesagt, klingt das nicht so normal. Du hast ja sehr viele Vorstellungsgespräche in einer Woche! Ist das eine komische Branche oder Zeitarbeit oder sowas? Als ich im letzten Mai gesucht hatte, hatte ich genau ein Vorstellungsgespräch. Ich habe auch noch nie ein Vorstellungsgespräch abgebrochen, weil mir die Vorgehensweise nicht gefallen hat. (Einen Job danach abgesagt hab ich durchaus schon). Aber evtl. ist das ja branchenabhängig. Dann würde ich mich in einer anderen Art von Firma bewerben und u.U. mal etwas neues versuchen, als Quereinsteiger.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   graue Maus
schrieb am 29.01.2021 21:37
Ganz normaler Bürojob auf dem Land in kleinen Unternehmen, keine Zeitarbeit...

Irgendwie habe ich Panik bekommen, in dem engen Gang vor dem Büro, ohne Maske, allen vorgestellt zu werden. Im nachhinein schon sehr peinlich,
aber das war auch das erste mal, dass ich abgebrochen habe. Andererseits...hätte ich Corona mitgenommen.....dann hätte jeder gesagt, wie kann man bloß ohne Maske....

Mein Mann sagt, genau richtig gemacht. Wenn er so nachlässig ist, wird er das auch später sein. Und ich hatte ja im voraus schon keine engagierten
Aussagen... Ich habe mir geschworen, auf meinen Bauch zu hören, der sagte heute nacht und heute morgen nichts gutes diesbezgl.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   ninek
schrieb am 31.01.2021 11:20
Ok, wenn es gesundheitlich schadet, hätte ich wahrscheinlich was gesagt, und abgebrochen, wenn man das ins Lächerliche zieht oder ignoriert. Da kann ich deine Reaktion verstehen.

Aber in Bezug auf deinen ersten Post, würde ich tatsächlich mal in andere Branchen schnuppern. Je nachdem, was es bei euch gibt. Ich bin zum Beispiel in der Verwaltung (mit all ihren Nachteilen) sehr zufrieden, auch wenn ich sowas nicht gelernt habe. Aber Bürokaufleute u.ä. werden ja in fast allen Unternehmen/Öffentlicher Dienst gesucht, da muss man ja nicht in einem popligen Kleinunternehmen hocken (auch wenn es da bestimmt vorbildliche, tolle Arbeitgeber gibt!)

Auf dem Land ist es aber bestimmt noch schwieriger, das richtige zu finden. Viel Glück!


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  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   henriette
schrieb am 31.01.2021 12:18
vielen Dank für das popelige Kleinunternehmen, selbst mit der vermeintlichen Relativierung liest sich das sehr herablassend, wobei ja gerade die kleinen und die mittleren Unternehmen die Basis unserer Wirtschaft sind.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   mjuka
schrieb am 31.01.2021 13:01
Mein Mann hat ein "popeliges Kleinunternehmen" mit einem Mitarbeiter, der hochzufrieden ist, weil er in einem sehr persönlichen, netten Arbeitsumfeld (sowohl menschlich als auch räumlich gut eingerichtet, mit gescheitem Mobiliar, ordentlichem Rechner...) arbeiten darf. Mein Mann hat länger gesucht und ist genau so glücklich mit seinem Angestellten wie er mit ihm. Was nicht heißt, dass alles immer harmonisch ist, aber sie klären Schwierigkeiten vertrauensvoll und arbeiten richtig gut zusammen. Glück gehabt!!

Es MUSS nicht schlecht sein, in einem kleinen Unternehmen zu arbeiten, für beide Seiten. Da lohnt sich aber auf jeden Fall die Suche. Lass dir im Zweifel Zeit, lass deinen Bauch sprechen. Das gilt immer, egal ob Verwaltung oder was auch immer...

Wichtig ist auch die Frage, was du zu bieten hast. Auch "graue Mäuse" haben ganz bestimmt Fähigkeiten, die dich interessant machen und aus der Masse herausheben. Und wenn du sie noch nicht kennen solltest, mach dich auf die Suche. Das lohnt sich in jedem Fall, eventuell auch mit Hilfe eines (guten!!!) Coaches.

Aktuell würde mein Mann gerne eine Sekretärin einstellen. es ist noch nicht ganz so weit, aber er überlegt sich, was sie können soll. Das Wichtigste: Eigeninitiative, Kritikfähigkeit und Humor!

Viel Glück beim Finden DEINER Stelle wünscht
mjuka


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   ninek
schrieb am 31.01.2021 14:48
Sorry für das popelig!

Leider hab ich bisher in/bei kleinen Unternehmen keine guten Erfahrungen gemacht. Da waren dann eben Dinge wie Überstunden, Bezahlung an sich, Hierarchie und allgemeine Arbeitsbedingungen nicht in Ordnung und man hatte keine Chance etwas zum Besseren zu verändern. Weil es eben keine Personalabteilung, keinen Betriebsrat und zum Teil keine Kollegen gab, an die man sich hätte wenden können.

Die Relativierung war trotzdem nicht vermeintlich, sondern ernst gemeint. Natürlich muss es auch die kleinen geben und sicherlich gibt es hier wie da die weißen und die schwarzen Schafe.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   graue Maus
schrieb am 31.01.2021 17:02
Danke für Deine Aufmunterung.

Du hast Recht, in großen Unternehmen ist es deutlich besser, was die Arbeitsumstände und -bedingungen angeht. Aber die gibts in der näheren Umgebung nicht. Lange Fahrzeit lohnt sich nicht, die öffentliche Anbindung ist schlecht.

Ich würde sehr gerne als Sekretärin wieder arbeiten, das habe ich vor den Kindern auch als Assistentin einer Geschäftsführung. Solche Jobs sind nahezu ausgestorben, die genannten Verwaltungen stellen hier zumindest nur Verwaltungsfachangestellte ein, das hab ich auch schon versucht.

Ich denke, so langsam liegts halt auch am Alter, ich werde 50...

LG


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   lucky*3
schrieb am 31.01.2021 17:33
ich weiß nicht, hat ja auch seine Vorteile, wenn man etwas älter ist, geschlossene Kindergärten und Schulen sind z.B. kein Problem mehr wenn die Kinder schon älter sind.

Ich glaube, ich hätte den jeweiligen Unternehmen eine Chance gegeben und nicht gleich abgebrochen nur weil mir was auf den ersten Blick nicht gepasst hat. Dann wäre ich auch nicht bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Mit 50 habe ich angefangen, nach einem Halbtagsjob zu schauen. War nie ganz draussen, aber eben auch nie so ganz drinnen. Habe eigentlich gleich etwas gefunden, nach den 6 Monaten Probezeit sollte aus 75% Homeoffice 100% Büroanwesenheit werden, was ich nicht wollte, da ich ca 40 Minuten Anfahrt hatte und sich das bei einem Halbtagsjob nicht lohnt. Habe dann sofort etwas neues gefunden was sich erst mal super angesehen hat, tolle Lage, Gehalt und Urlaub viel besser als beim ersten, modernes Büro, total nette Leute - leider habe ich nach vier Wochen gemerkt, dass in dieser Firma zwar der Schein richtig toll ist, aber dass es da Dinge gibt, die man hätte anzeigen können. Ich habe nach 6 Wochen gekündigt und wieder gesucht.

Wieder sofort etwas gefunden, einiges hätte sich wohl mit dem gedeckt, was du vom letzten AG schreibst, Maske findet der Chef heute auch unnötig, viel über Mail, Sekretärin macht alles, Chef hat einfach keine Zeit, Stundenlohn habe auch andere mitbekommen. Fand ich etwas befremdlich, aber nun ja - kein Ausschlussgrund.

Ich bin dort seit jetzt fast 3 Jahren und finde es passt einfach perfekt zu mir und meiner Situation.

Wenn ich so enge Maßstäbe wie du angesetzt hätte, hätte ich dort sofort gehen müssen. Aber mit Probezeit würde ich immer der Fa. eine Chance geben. 100% gibt es nicht bzw. können sich später als Schein herausstellen.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   mjuka
schrieb am 31.01.2021 19:53
Mir fällt noch etwas ein...
Gibt es Schulen bei euch? Schulsekretärinnen sind echt wichtige Menschen. Vielleicht gibt es auch eine Privatschule? Assistenz der Geschäftsleitiung lässt sich vielleicht auch so verwirklichen.

Alles Gute!


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   graue Maus
schrieb am 31.01.2021 20:41
Lieben Dank.

Wie lucky schrieb, ist es auch. Ich habe so glaube ich noch nicht DAS Richtige gefunden. Im Nachhinein muss ich sagen, war es eine
Kurzschlussreaktion und ein Stück weit Panik, ich hatte da keinen klaren Kopf mehr. Ich hatte null Infos über Arbeitszeit, Arbeitsgebiet, Stundenlohn, ....da kommt der Chef so blöd und will erstmal Vorstellungsrunde machen....in einem Flur ohne Maske, keine 1 m Abstand etc. etc. Es war mir zuviel.
Ich werde mich nur noch bewerben, wenn es wirklich Sinn macht.

Schulsekretärinnen werden hier auch gesucht, nicht wenige, aber da bekam ich bei zwei Bewerbungen nicht mal eine Antwort. Wir wohnen sehr ländlich, aber im Speckgürtel vor den Toren des mittl. Neckarraumes, viele Leute auf wenig Stellen....

Ich hab mich wieder gefangen und kann wieder klar denken, nach dem Aha-Erlebnis. Das ist das Wichtigste.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   lucky*3
schrieb am 01.02.2021 15:02
weißt du, was mich total gestört hat - dass du dich 'graue Maus' nennst!!! Und überhaupt ist das doch kein Grund für ein anonymes Posting. Wofür solltest du dich schämen? Nachdem ganz oben dein Name steht, werden die meisten eh wissen, wer du bist.

Hör auf, dich klein zu machen, dein Alter ist egal, du hast so viele Vorteile die du jetzt einem Unternehmen einer Behörde oder wem oder was auch immer zur Verfügung stellen kannst. Geh mit Selbstvertrauen da rein und du wirst ganz bestimmt das richtige finden.

Es gibt in BW auch ein Programm zur Beratung für Berufsrückkehrerinnen. Ich habe da mal eine Beratung gemacht, fand es eine interessante Erfahrung, auch wenn es jetzt direkt nichts gebracht hat.


  Re: Jobsuche endet im Desaster
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   Hamamelis71*
schrieb am 04.02.2021 14:55
Zitat
henriette
vielen Dank für das popelige Kleinunternehmen, selbst mit der vermeintlichen Relativierung liest sich das sehr herablassend, wobei ja gerade die kleinen und die mittleren Unternehmen die Basis unserer Wirtschaft sind.

und zumindest in unserer Stadt sind die "popeligen Kleinunternehmen" oft sehr innovativ und werden als Arbeitgeber sehr geschätzt.




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