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  Fass mein Kind nicht an!
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   Heroine
schrieb am 12.01.2021 10:02
Meine Nachbarin hat zwei süße Buben -Baby und Kleinkind.
Sie ist leider sehr ambitioniert und besitzergreifend. Ich will da nicht zu sehr in's Detail gehen, sie will nicht dass ihre Kinder angefasst werden.

Als Kinderlose fühle ich mich so in's gesellschaftliche Abseits gedrängt. Das Beispiel der Nachbarin ist da nur symptomatisch.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber dort wohnen wo ein ganzes Dorf für das Großwerden der Kleinen da ist, nicht nur ein Elternpaar.
Aber ich habe nicht die Wahl, und ich habe auch keine Nichten und Neffen.

habt ihr Ideen was ich machen könnte? Ein Ehrenamt vielleicht...


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Hamamelis71*
schrieb am 12.01.2021 11:07
Oh, hier sind eigentlich alle Mütter froh, wenn sie ihre Babys/Kinder mal abgeben können. Da gibt es Nachbarinnen, die in Rente sind und mit den Kindern auf den Spielplatz gehen oder Plätzchen backen oder basteln. Jetzt in Zeiten von Corona ist das natürlich schwieriger. Aber gerade jetzt gibt es auch viele Familien, die froh sind, wenn sie eine zusätzliche Betreuungsperson haben.

Wellcome ist z.B. ein Verein, der junge Mütter unterstützt und Freiwillige sucht. Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Helfende Hände werden eigentlich immer gesucht und benötigt. Und die Kinder sind so dankbar! Es gibt in einigen Städten Aktionen wie: Zeit für ein Kind. Da werden "Paten" für Kinder gesucht, deren Eltern für gewisse Aktivitäten keine Zeit haben. Eine Bekannte hilft im Kinderhospiz und betreut die Geschwisterkinder.

Mein Sohn ist schon 12, aber ich habe vor Corona z. B. immer noch beim Kinderturnen ausgeholfen. Oder den Kinderwagen für die Nachbarin geschoben (3 kleine Kinder), damit sie mal Zeit für die beiden großen Kinder hatte.

Es gibt also Möglichkeiten. Was liegt Dir denn? Basteln? Backen? Vorlesen? Bewegung? Hausaufgabenunterstützung?


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   pmami
schrieb am 12.01.2021 11:25
Viele Mütter sind gerade über das früher übliche Kopf tätscheln etc. bei (kleinen) Kindern sehr sauer. Ich kann das irgendwie auch nachvollziehen.

Ich kann Dir aber auch sagen, dass ich auf Knien dankbar gewesen wäre, wenn hier eine Nachbarin angeboten hätte, mein Kind mal für eine Stunde oder so draußen im Kinderwagen herumzuschieben.

Wellcome wäre auch meine erste Idee gewesen. Ansonsten, falls Du in der Kirche bist, Mitarbeit beim Kindergottesdienst der Gemeinde. Hier gibt es auch so etwas, wie Lesepatenschaften. Falls Du einen Sport machst, Übungsleiterin für Kindergruppen in dieser Sportart.

Google doch mal, was es in Deiner Nähe für (alternative) Projekte für Kinder gibt, bei denen Du eventuell mitarbeiten könntest.


Viele Grüße pmami


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 11:26 von pmami.


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Lena22
Status:
schrieb am 12.01.2021 13:21
Ich glaube auch das viele Familien mit kleinen Kindern sich wahnsinnig über Hilfe freuen. Gerade wenn die eigenen Eltern/Familien nicht in der Nähe wohnen oder nicht mehr fit genug sind und man auf sich alleine gestellt ist.
Ich hätte es soooo toll gefunden. Evtl. kann man sowas auch über nebenan.de anbieten wenn es da bei euch aktive Nachbarn gibt?
Oder man hängt in den Kitas Zettel aus und bietet günstige Kinderbetreuung an?

Ehrenamtlich fällt mir ganz viel ein um mit Kindern in Kontakt zu kommen.
Die Kindergärten/Krippen suchen hier immer wieder ehrenamtliche die den Kindern vorlesen. Evtl. kann man auch Bastelprojekte anbieten?
Es gibt hier Grundschulen die Klassenpaten suchen. Gerade für Klassen in denen einige Kinder mehr Unterstützung brauchen. Die kommen dann zbsp. einmal die Woche in die Klasse und können sich mit einzelnen Kindern intensiver Beschäftigen und nochmal was erklären. Außerdem begleiten Sie Ausflüge etc.
Außerdem gibt es oft AGs. Auch da kann man selber etwas anbieten.

Es kommt eben ein bisschen darauf an auf was du Lust hast.... smile


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 13:21 von Lena22.


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  Re: Fass mein Kind nicht an!
avatar    sanogo
Status:
schrieb am 12.01.2021 19:07
Du kannst Dich auch bei "Frühe Hilfen" vom Bundesministerium melden. Es gibt in jeder Stadt von denen Netzwerke für junge Familien, die Unterstützung benötigen. Ehrenamtliche helfen u.a. (ähnlich wie bei wellcome) Familien zu unterstützen.

LG sanogo


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   MamaHH
Status:
schrieb am 12.01.2021 21:04
Hallo,

Ich wäre auch für Welcome. Wir als Familie stehen schon seit Geburt des Großen (6 Jahre) auf der Liste für Wunschgrosseltern, weil unsere eigenen so weit weg wohnen. Und eine feste regelmässige Bezugsperson, die sich mit den Kids beschäftigt, wäre Gold wert. Aber meine Nachbarn sind leider genau das Gegenteil von Dir und würden wohl eher eine Altenresidenz Siedlung bevorzugen 🙈


  Re: Fass mein Kind nicht an!
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 13.01.2021 09:15
Wenn du hier wohnen würdest, würde ich dich vielleicht auch als Tante adoptieren, in Ermangelung von zuverlässiger Familie in der Nähe. Da du von "Buben" schreibst, fürchte ich, dass du nicht in NRW wohnst.

Möchte aber auch noch versuchen, eine Lanze für ambitionierte Mütter zu brechen. Auch ohne Pandemie war es mir bei meinen Kindern auch nicht recht, wenn "bestimmte Leute" sie "einfach so" angefasst haben. Damit meine ich nicht bestimmte Personen, sondern Menschen, die in unserem Leben keine Rolle spielten, entferntere Nachbarn, Supermarktmitarbeiter, Fremde. Im Zuge der Missbrauchsprophylaxe war mir das eben wichtig, dass meine Kinder nicht von jedem angefasst werden. Das hieß nicht, dass ich speziell der Person unterstellen würde, pädophil zu sein.
Irgendeinen Grund wird deine Nachbarin haben. Vielleicht findest du den Mut, sie zu fragen, ihr kommt ins Gespräch und es ergibt sich ein Kontakt?

Zu irgendwelchen Tanten meines Mannes und mir, die einfach gern mal ein Baby im Arm haben, hab ich immer gesagt: "Der Kontakt zu meinen Kindern führt über mich." Wer mit mir nix zu tun haben wollte, der brauchte auch nicht mit meinen Babys für Selfies posieren.

LG


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   ** Ulli **
schrieb am 13.01.2021 15:52
Liebe Heroine,

klasse Idee - da gibt's garantiert Angebote. Ich selber arbeite z.B. ehrenamtlich in der Schülerbibliothek einer Schule. Da wurde gerade in den Monaten vor Weihnachten, als die Schule zwar offen, viele Ehrenamtliche aber abgesprungen waren, händeringend nach Hilfe gesucht. Dann gibt es hier ein Nachbarschaftshaus im Dorf, in dem kleine Kurse für jedermann, stundenweise Kinderbetreuung, Hausaufgabenbetreuung für Kinder aus bildungsfernen Familien, gemeinsame Mittagessen, Gesprächsrunden etc. stattfinden. Auch die sind immer froh, wenn sich helfende Hände finden lassen. Wenn Du schon weißt, was Dir Spaß machen kann, würde ich mich direkt an die jeweilige Institution wenden. Zumindest hier gibt es aber auch einen Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen, die ehrenamtlich arbeiten wollen mit den jeweiligen Projekten zusammenzubringen. Vergleichbares gibt es bei Euch ganz sicher auch, oder? Die oben schon genannte Idee, beim Kinderturnen zu unterstützen, finde ich auch sehr gut.
Also - ich bin 100%-ig sicher, dass Mütter in Deiner Umgebung eigentlich nur begeistert sein können. Toll, dass Du Dich einsetzen möchtest!!
Viel Erfolg!
LG, Ulli


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Mohrle und die (B)Engel :-)
schrieb am 14.01.2021 09:31
Vielleicht kannst du ja Hilfe als Babysitter anbieten, wenn Eltern mal was vorhaben? Wenn Ihr ein lokales Amtsblatt habt, kannst Du das a dort anbieten.


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 14.01.2021 10:10
Liebe Heroine,

ich finde es toll, dass du dich engagiere n möchtest. Ich würde dich privat mit Kusshand nehmen - wo wohnst du? 😉

Ich habe bei mir im Waldkindergarten eine kinderlose Ehrenamtliche, die an 2 Vormittagen die Woche unsere kleinen Waldwichtel mitbetreut. Ohne ihren Einsatz könnte es die Gruppe so nicht geben (bzw. wäre finanziell nicht machbar).

LG amy


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Heroine
schrieb am 14.01.2021 20:06
Lieben Dank für die zahlreichen Tipps, ich werd' mal schauen, was passt und wofür ich mich verlässlich committen möchte.
Hatte mal an Pfadfinder gedacht...

Zu dem Anfassen-Thema: ich hab's nicht weiter ausgeführt und wer drüber redet, spricht von sich selbst. Glaubt mir aber bitte, dass es anders gelagert ist.


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Chorus
Status:
schrieb am 27.01.2021 11:12
Hallo Heroine,

da sehe ich mal (eher aus Langeweile..) wieder ins Forum und lese was von dir vertragen

War selber viele Jahre bei den Pfadfindern - fast meine gesamte Kinder- und Jugendzeit - und habe es immer geliebt!

Später war ich auch Pfadfinderleiterin in zwei verschiedenen Pfadfindergruppen. Sie nehmen dich natürlich mit Handkuss, wie fast alle Vereine, bei denen man unbezahlte Arbeit leistet (und ja, es ist schon auch Arbeit, wenn auch nett, und eine wöchentliche Verpflichtung)

Es gibt Wochenendausbildugen, die aber natürlich nicht verpflichtend sind, dennoch habe ich auch die in sehr guter Erinnerung, man trifft auf nette Menschen.. Muss aber dazu sagen, dass die meisten eher so Richtung 20-30 Jahre alt sind. Ich war damals bei einer Weiterbildung mit 30 einmal die älteste Teilnehmerin. Kann natürlich reiner Zufall sein.

Trotzdem finde ich es nicht vergleichbar mit Babysitterin für ein paar wenige Kinder, da kommst du ihnen viel näher als in der Gruppe. Bin froh über meine Nichten/Neffen, für die ich schon eine der wichtigsten erwachsenen Bezugspersonen bin außerhalb ihrer Eltern und Großeltern, denke ich zumindest...

Bei den Pfadfindern bist du eher eine Mischung aus (cooler) Lehrerin und vielleicht einer (Kindergarten-)Tante, wenn du weißt, was ich meine. Zu meinen früheren Schützlingen habe ich leider null Kontakt mehr...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.01.21 11:13 von Chorus.


  Re: Fass mein Kind nicht an!
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   Chorus
Status:
schrieb am 27.01.2021 11:30
Wollte noch dazu schreiben, es wird natürlich, was du daraus machst, du hast recht viele Freiheiten. Bei den zwei Vereinen, bei denen ich war, war es jeweils Usus, dass es immer zwei Betreuer gab. So kannst du mal ausnahmsweise auch ausfallen. Der Highlight ist natürlich das Lager, da kommst du schon allen etwas näher. Aber es geht natürlich auch eine Woche Urlaub drauf, das muss dir klar sein (je nachdem vielleicht sogar zwei).

Insgesamt habe ich es schon als eher zeit-/energieaufwändiges Hobby empfunden. Es ist auch viel Planung dabei, die du so als Babysitterin nicht hast. Natürlich auch viel mehr Abenteuer und Spass. Übrigens war ich auch auf diversen Lagern als "Köchin" mit, das ist auch sehr witzig, weniger anstrengend als es klingt (du bist natürlich meist nicht alleine).

Alles in allem glaube ich, dass die ganze Welt händeringend nach Personen sucht, die Kinder freiwillig und unentgeltlich betreuen. Wenn jemand das nicht will, wie deine Nachbarn, soll er/sie es halt nicht haben. Aufdrängen würde ich mich da niemand, es gibt genug, die das gerne hätten, und die Unterstellungen - naja. Wie gesagt, bei uns gibt es das Sprichwort "wer nicht will, der hat schon". Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Ich selber habe vor, in meinem Ruhestand einmal "Leihoma" zu werden, je nachdem natürlich, wie die Dinge liegen (gesundheitlich vor allem natürlich..)




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