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  Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   muttimalzwei
schrieb am 30.12.2020 22:19
Hallo ihr Lieben,

ich schreibe mir das hier von der Seele, um mir objektivere Sichtweisen und Denkanstöße von Außen zu holen - auch wenn die Entscheidung Für oder Wider eines weiteren Kindes eine sehr persönliche ist. Das Thema treibt mich echt um und lässt mich aus verschiedenen Gründen, vor allem aus einem ganz bestimmten, einfach nicht los ... vielleicht hat sich die ein oder andere ja in einer ähnlichen Situation befunden oder kann mir von ihrer Erfahrung berichten.

Zudem möchte ich hinzufügen, dass mir auch klar ist, dass das hier in Richtung "Luxusproblem" geht, während andere sich einfach nur ein Kind wünschen. traurig All jenen drücke ich ganz fest die Daumen, dass 2021 ihr Jahr wird.

Mein Mann und ich haben zwei Kinder und hatten schon immer die Vorstellung, drei zu haben - zumindest entspricht das meinem "Ideal" einer Familie. Ich bewundere es auch, wenn Paare drei Kinder haben und finde das irgendwie perfekt. Das ist einfach meine sehr subjektive Wahrnehmung, die vermutlich daher rührt, dass ich selbst mit zwei Geschwistern aufgewachsen bin.

Nun ist es aber so, dass wir nach unserem ersten Sohn, der eher ein Wirbelwind ist und immer war (sehr anstrengedes Baby) dachten, dass es maximal zwei werden und auch so weitergeplant haben, z. B. unser Haus gebaut (zwei Kinderzimmer im OG). Nun sind es aber seit einer Weile zwei und die Umstellung fiel uns leichter als gedacht. Es war kaum eine, im Vergleich zu "0 auf 1". Der große "Knall", den uns viele Zweifacheltern vorausgesagt hatten ("zwei sind wie vier", "es ist etwas völlig anderes mit zwei" - usw., man kennt es) einfach ausgeblieben ist. Und so schleicht sich natürlich der Gedanke ein, ob denn nun drei so anstrengend wären. Ich bin der Auffassung, dass zwar kein Kind je mitläuft, wie teilweise propagiert, aber man selbst schon so sehr Familie ist, dass man ein drittes bewältigen kann. Und dann denke ich wiederum, dass ma ja immer viel schafft - doch will man es schaffen müssen? Verliert man sich nicht irgendwann komplett selbst? Wie wird das später, wenn drei Heranwachsende allerhand fordern - finanziell und auch organisatorisch?

Nun zu einem weiteren Knackpunkt ... meine beiden Kids sind Jungs. Ich habe mir immer ein Mädchen gewünscht, beim ersten bereits. Es wurde ein Junge und ich kam gut damit klar. Das erste Kind, meine große Liebe. Beim zweiten kam für mich die Vorstellung, es könnte ein weiterer Junge sein, gar nicht erst auf ... ich gestand mir nicht einmal die Möglichkeit ein, so sehr sträbte ich mich innerlich dagegen. Bis zuletzt konnte ich nicht fassen, dass es tatsächlich ein weiterer ER war, sprach immer nur von "es". Ich liebe ihn natürlich genauso sehr wie meinen ersten und keinen der beiden würde ich umtauschen. Aber ja, die Vorstellung, nie eine Tochter zu haben, haut mich um und ist fast nicht zu bewältigen.
Da frage ich mich natürlich: Ist es das, was meinen Kinderwunsch antreibt? Und wie ist es dann, wenn das dritte wieder ein Junge ist? Wie gehe ich damit um? Und wie wäre es, wenns tatsächlich ein Mädchen wird? Wäre das dann echt das ultimative Glück, wie ich es mir immer ausgemalt hatte? Mache ich damit nicht meine Jungs klein? Diese wundervollen Menschen - reichen sie nicht, wie sie sind? Sollte ich es einfach lassen, weil das Mädchen, das nie kam, die Chance dazu gehabt hätte? Irre zum Teil, meine Gedanken, die so rumschwirren in meinem Kopf ...

Und zu den praktischen Überlegungen ... wie machen wir das, wenn wir nur zwei Kinderzimmer im OG haben? Dem ersten sein Kinderzimmer nehmen und den zweiten dazu "stecken", damit das Baby sein Zimmer hat? Oder Nr. 2 und 3 zusammen? Das wäre am sinnvollsten ... doch was, wenn es ein Mädchen ist, können sie sich dann trotzdem eins teilen? Als Jugendliche hätten wir die Möglichkeit, das Büro im Keller anzubieten (Wohnraum), dann hätte jeder sein eigenes - wir aber kein Büro mehr. Puuhh ... sind diese Gedanken zu oberflächlich? Bin ich es?
Auch das Auto, unser Kombi, den ich mag, müsste weichen ... einem Familien-Schiff. Ohnmacht Sicher das kleinste Problem in der ganzen Überlegung ...

Ihr seht, vor der Überlegung "drei Kinder" habe ich sehr großen Respekt. Auch das Gefühl, es dann hinkriegen zu müssen. So nach dem Motto "selbst schuld", wenn etwas nicht klappen sollte oder es mich dann zeitweise dann überfordert, denn ich hätte es ja anders haben können ... "normal", so wie andere eben, in der Zwei-Kind-Familie. Wenn man da mal überfordert ist, ist es schon OK, denn man hat ja die ideale Anzahl an Kindern - hoffe es ist nachvollziehbar, was ich meine. Habe einfach das Gefühl, dass man das Glück herausfordert mit dreien und sich dann auch nicht beschweren darf, wenn es nicht läuft.

Ihr seht ... meine Gedanken zum Thema sind wie ein verheddertes Wollknäuel. Achso! Am liebsten würde ich das Thema ganz fallen lassen, allein schon das Nachdenken ist momentan zu anstrengend.


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   LeoG
schrieb am 31.12.2020 00:22
Hallo,

also ich habe auch 2 Jungs und bin total happy so wie es ist. Auch bei uns kam mal kurz der GEdanke an 3 Kinder, aber ich finde die ungerade Zahl irgendwie "ungeschickt". So fühlt sich doch immer einer irgendwie über oder 2 verbünden sich gegen den einen anderen..kenne ich aus meiner Schulzeit wo wir immer drei Freundinnen waren und ich oft über war. Das ist ein doofes Gefühl..Klar muss das nicht immer so sein, aber für mich halt ein Grund der gegen 3 spricht.

Liebe Grüße


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   henriette
schrieb am 31.12.2020 09:28
Aaalso: um es mal vorweg zu schicken: es gibt kein "Ideal" als Familie. Weder in der Eigen- noch in der Fremdwahrnehmung. Ich hatte eher immer gehört, dass das zweite Kind quasi "umsonst" ist und erlebe Eltern von zwei Kindern oft (nicht immer) deutlich entspannter beim zweiten. Die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen ist auch diesmal 50% ungefähr, für einen Jungen aber eben so ziemlich genauso groß. Das musst du dir vor Augen führen. Mit allen Konsequenzen. Das gesamte tägliche Leben in unserer Gesellschaft ist eher auf eine 4 denn auf eine 5-köpfige Familie ausgelegt, das fängt beim Auto an, geht im Hotel, in den Ferien weiter und und und. Alles machbar, aber immer einen Tick schwieriger, weil eben ausserhalb der "Norm". Geh mal in dich, und frage dich wirklich, woher dieser Wunsch jetzt kommt, was die Motivation ist. Hält die Überprüfung stand, dass der Wunsch auch noch in 10/20 Jahren da ist oder ist es vielleicht auch bedingt durch die Gesamtgemengelage gerade jetzt ein Bedürfnis, das in zwei Monaten wieder anders aussehen kann. Was sagt dein Mann? Wie leicht fällt es Euch, Kinder "zu kriegen"? Willst du wirklich nochmal drei Jahre Windeln, schlaflose Nächte, und eine nicht endende Pubertät? Beruflich zurückstecken? Ich wünsche Dir, dass du die für euch richtige Entscheidung triffst.


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   Hamamelis71*
schrieb am 31.12.2020 10:26
schwieriges Thema!

Zum Thema Zimmer: die kleineren Kinder können sich eher ein Zimmer teilen als größere Kinder. Die ersten Jahre schlafen ja auch viele kleine Kinder im Schlafzimmer bei den Eltern - ob man das mag oder nicht. Ein Büro kann man auch auslagern (in den Flur? ins Wohnzimmer?) und Unterlagen reduzieren.

Viele meiner Freundinnen und Bekannten, die sich unbedingt nur Mädchen gewünscht haben, erleben jetzt in der Pubertät mit ihren Töchtern eine sehr schlimme Phase und eine relativ entspannte Zeit mit ihren Jungs... Ich glaube nämlich mittlerweile nicht (mehr), dass Mädchen "einfacher" "leichter" oder ähnliches sind. Es ist eine Charakterfrage. Die Kinder kommen auf die Welt und sind so wie sie sind. Es sind ja auch nicht immer die ersten Kinder Schreibabys oder anstrengend. Mir war es damals egal, ob ich einen Jungen oder ein Mädchen bekomme, ich war froh, dass wir überhaupt ein Kind bekommen konnten. Und meine Freundinnen mit älteren Kindern haben echt tolle Jungs, daher war das Geschlecht für mich nicht wichtig.

Daher würde ich an Deiner Stelle mal in Dich hören, ob es für Dich die Geschlechterfrage ist oder das 3. Kind. Was steht im Vordergrund in Deinem Herzen? Wären 3 Jungs für Dich genauso erstrebenswert?

Wie wichtig sind Euch Urlaube? Wir können mit unserem Sohn bequem im Hotel im Familienzimmer schlafen oder eine "normal" Ferienwohnung nehmen. Meine Freundinnen müssen da oft länger suchen und mehr bezahlen.

Wie sieht denn Deine berufliche Perspektive aus und Deine finanzielle Eigenständigkeit? Kannst Du mit 3 Kindern so arbeiten wie jetzt mit 2 Kindern? Wie ist die zeitliche Unterstützung von Deinem Mann? Da mittlerweile viele meiner Freundinnen und Bekannten geschieden sind, finde ich die finanzielle Eigenständigkeit der Frau extrem wichtig. Mittlerweile geht das Unterhaltsrecht davon aus, dass man als Frau nach x-Jahren Teilzeit und Familienphase nach der Trennung Vollzeit arbeitet (oft favorisieren Väter das Wechselmodell um Unterhalt zu sparen).

Wie ist denn ansonsten Euer Netzwerk? Ich kenne viele Familien mit 3 Kindern, die sind gut vernetzt und organisiert und der Tagesablauf ist geregelt und strukturiert. Da war das 3. Kind wirklich ein Herzenswunsch. Aber nicht jede Frau konnte das 3. Kind wirklich so richtig genießen, der Alltag hat viele doch sehr aufgezehrt.

Wie alt sind denn Eure Kinder? Mein Sohn hat Freunde mit extrem jüngeren Geschwistern, da sind die Kinder oft sehr genervt von ihren viel jüngeren Geschwistern und es gibt viel Streit - einfach weil die Interessen so weit auseinander sind. Das muss man als Eltern auch aushalten und kann nicht immer Rücksicht von den älteren Geschwistern erwarten (das empfinde ich immer als sehr unfair)

Wie belastbar ist Eure Ehe? Man hat als Paar dann noch weniger Zeit für sich und fängt quasi nochmal mit einem Baby an. Manche Paare kommen damit gut zurecht, bei anderen Paaren führt das zu Problemen. Ich grinse mir ja immer einen, wenn ich die Ex-Männer von Freundinnen treffe und sie mit der "Neuen" eine neue Familie gegründet haben und so richtig im Stress sind und jetzt genau die Probleme haben, die sie in der ersten Ehe hatten (und sich eigentlich ein "neues" "freies" Leben gewünscht hatten...)

Unser Sohn ist 12, schon immer sehr pflegeleicht, aber ich war die ersten Jahren sehr viel mit ihm alleine und aufgrund unserer Kinderwunschgeschichte stellte sich für uns dann auch nicht die Frage nach einem Geschwisterkind. Mein Mann und ich genießen jetzt sehr die Eigenständigkeit unseres Sohnes (auch in Zeiten von Corona). Unter anderen Umständen hätte ich wahrscheinlich noch ein zweites Kind bekommen, aber ich passe viel auf die Kinder von Bekannten auf - das reicht mir - ich habe für mich jedenfalls nicht das Gefühl, dass ich einen unerfüllten Geschwisterkindwunsch hätte.

Das sind einfach nur meine Gedanken zu dem Thema.

Alles Gute für Euch!


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  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   pmami
schrieb am 31.12.2020 11:30
Ich glaube, dass Du Dich (wie immer im Leben) fragen musst, was Du wirklich willst. Ist der Wunsch nach einem dritten Kind "nur" ein Überbleibsel aus der Zeit, in der Du Dir drei Kinder vorgestellt hast und bevor Du wusstest, was mit Kindern wirklich auf Dich zukommt? Oder ist es die Resthoffnung, dass es diesmal ein Mädchen wird? Oder willst zu allererst und am meisten in Deinem Leben ein Familienleben zu fünft?

Ich wollte auch immer ein Mädchen. ich kann das total gut nachvollziehen. Aber was das betrifft, gilt das Wort des großen Philosophen unserer Zeit M. Jagger. You can't always get what you want. Ich habe jetzt zwei Jungs und dabei wird es auch bleiben. Bei Dir könnte es bei drei Jungs bleiben.

Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass drei Kinder eine andere Dynamik haben, als zwei. Es kann sein, dass die beiden älteren zusammenhalten. Es kann auch sein, dass die beiden Jüngeren sich finden. In beiden Fällen bleibt ein Kind außen vor.

Das Problem mit dem Kinderzimmer sehe ich nicht als unlösbar. Vielleicht könnt Ihr anbauen (das hat z.B. mein Bruder gemacht). Vielleicht könnt Ihr eines der Zimmer im OG noch einmal teilen. Vielleicht könnt Ihr als Eltern in das Büro ziehen und die Kinder haben oben drei Kinderzimmer. Und wenn das alles nicht geht, dann zieht Ihr halt um. Ähnliches gilt für das Auto. Wenn Du zögerst, weil Du das Auto wechseln müsstest, ist der Wunsch vielleicht nicht ganz so groß, dass er es rechtfertigen würde Euer Leben noch einmal auf den Kopf zu stellen.

Daher noch einmal: Was willst Du wirklich? Willst Du ein Leben mit drei Kinder? Ist es das, was Du willst und wie Du Dein Leben gestalten will, komme, was da wolle? Dann zu.

Wenn es eher die Hoffnung auf doch noch ein Mädchen ist, würde ich noch einmal in Ruhe in mich gehen und mich fragen, wie groß meine Enttäuschung wäre, wenn es zum dritten Mal ein Junge wird.

Viele Grüße pmami


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   Viero
schrieb am 31.12.2020 14:29
Ich wollte auch immer mindestens eine Tochter. Jetzt habe ich vier Jungs, soviel zur gerechten 50% Verteilung. Alle vier sind toll und jeder für sich eine ganz eigene Persönlichkeit. Außer der Tatsache, dass sie alle Jungs sind, ähneln sie sich in nix.
Das Leben mit ihnen ist entsprechend spannend und macht Spaß.
Trotzdem werde ich es wohl immer vermissen, eine Tochter zu haben.
Ich unterschreibe bei allen Beiträgen oben: wenn du ein weiteres Kind möchtest und auch mit drei Jungs glücklich wirst, riskiere es!


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   henriette
schrieb am 31.12.2020 15:59
Oder der andere große Philosoph John Lennon: Life ist what is happening while we are busy maken other plans...


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   lucky*3
schrieb am 01.01.2021 14:23
wir haben drei Kinder, und wir haben nach zwei Jungs noch ein Mädel bekommen und ja, das war und ist klasse, aber auch drei Jungs wären toll gewesen, ich hatte da nie Präferenzen.

Alles ist ein bisschen schwieriger, mehr Arbeit, teurer, aufwändiger, zeitintensiver, komplizierter als mit zwei Kindern, aber auch interessanter, abwechslungsreicher, intensiver, lustiger, spannender und manchmal auch trauriger und nerviger....Mädels in der Pubertät sind nicht immer lustig, aber Jungs doch auch nicht...und heulende, zahnende kranke Babys sind nervzehrend, egal ob sie männlich oder weiblich sind...

Aber immer wieder, wenn wir zu fünft am Tisch sitzen, schau ich auf den 6. Stuhl, der immer so komisch leer da steht - und denke - schade, dass ich nicht den Mut hatte, ein viertes Kind zu haben


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 01.01.2021 19:08
Für mich war die Entscheidung für ein weiteres Kind eine reine Herzenssache. Ich fand die Vorstellung, 4 Kinder zu haben, schon immer toll.
Dass mit einem 3. Kind doch einiges teurer, komplizierter, unwegsamer,... wird, kann ich bestätigen, vor allem, wenn Nummer 3 direkt Nummer 4 mitbringt, das Auto nicht mehr passt, der Kinderwagen ersetzt werden muss, man nicht gemütlich ein Baby tragen und einschlafstillen kann, usw. Wie es uns "passiert" ist.

Nun ist die ganz persönliche Frage, wie man leben möchte, ob man selbst meint, dass es "schwieriger" dennoch für einen selbst "schöner" ist. Für mich ja.

Ich habe nun 4 Söhne, die ich in diesem Leben begleiten darf und erst jetzt fühle ich mich kinderwunschtechnisch vollkommen angekommen, gesetzt, ruhig und zufrieden. Es könnte nicht schöner sein, wenn eins meiner Erdenkinder weiblich wäre.

Mein Großer sagt: "Mama ist die Prinzessin in unserer Familie."

Um einen Geschlechterwunsch zu erfüllen, hätte ich mir keine weitere Schwangerschaft angetan. Wäre es das "falsche Geschlecht " gewesen, hätte ich mich mies gefühlt wegen des Babys. Wäre es das "richtige Geschlecht" gewesen, hätte ich mich schlecht gefühlt wegen der anderen Kinder.
So kann ich nun einfach genießen, z. B. morgens erstmal eine gute halbe Stunde nach dem Aufwachen bei den Babys abgemeldet zu sein, während die großen Brüder mit den kleinen Brüdern im Bett liegen, kuscheln, singen, kichern, lachen, Quatsch machen. Für mich war das die eine richtige Entscheidung. Ich werde mich nie fragen müssen, was gewesen wäre wenn.

Alles Gute für die Entscheidungsfindung.


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   mjuka
schrieb am 01.01.2021 21:00
Hallo du,

wir haben zwei inzwischen schon recht große Kinder (hänge die Signatur mal an). Ich habe mir immer drei Kinder gewünscht und mit verbliebenen Kryos versuchten wir es auch in zwei Runden. Es wurde nichts. Ich war einerseits traurig, andererseits war die zweite Schwangerschaft etwas komplizierter. Es war gut, die Kryos abgeholt zu haben, alles andere stand sowieso nicht in meiner Macht.

Meine Tochter ist übrigens total unabhängig, eigenständig und hört ganz bestimmt nicht auf ihre Mutter grins. Mein Sohn hingegen ist sehr "mamibezogen". Sohn-Mutter-Events gibt es deutlich öfter. Hätte ich vorher nie so gedacht...

Wenn meine Große zu Hause ist (sie besucht im Ausland eine Schule und ist nur in den Ferien bei uns), denke ich auch (wie lucky) manchmal an den 5. leeren Stuhl am Tisch, ein bisschen wehmütig, aber auch sehr, sehr dankbar, zwei gesunde Kinder begleiten zu dürfen. Das ist wirklich wunderschön und so viel mehr, als ich am Anfang der Kiwu-Karriere gedacht hätte.

Es ist jetzt gut, wie es ist.

Dir wünsche ich, dass du spüren kannst, ob es um das Mädchen geht, oder um ein weiteres Kind an sich. Sollte der Wunsch nach einem Mädchen übermächtig sein, würde ich ebenfalls raten, vom Kinderwunsch Abstand zu nehmen.

Alles, alles Gute für dich
mjuka


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   muttimalzwei
schrieb am 01.01.2021 21:52
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Viele gehen die Sache sehr pragmatisch an ... das ist zwar nichts Schlechtes, doch ist mir klar geworden, dass es keine rationalen Gründe für ein drittes Kind gibt. Entweder man wünscht es sich - von Herzen - und kann der Sache auch realistisch betrachtet irgendwo gerecht werden (z. B. finanziell) oder eben nicht.

Ich habe das drängende, starke Gefühl, dass jemand noch zu uns will. Fast als wäre die Person schon da und stünde vor der Tür. Und doch habe ich eine Heidenangst ... einfach vor allem, was diese Entscheidung, sie zu öffnen, mit sich bringt. Mit Veränderungen komme ich im Allgemeinen schwer klar und so ein kleines neues Familienmitglied verändert die Welt doch immer sehr, im Guten und in manchen Dingen eben auch ein bisschen im Schlechten (Freiheiten usw.).

Ob es sich um einen reinen Mädchenwunsch handelt, kann ich nicht genau sagen ... aber dass ich mir von ganzem Herzen eine Tochter wünsche, ist nun mal so. Ich könnte es abstreiten und mich ganz neutral geben, aber es wäre halt nicht wahr. Ich wünsche mir eine Tochter, schon immer. Mal sehen, ob das irgendwann wahr wird. Aber auch da gibt es ja einen positiven Aspekt: Sollte das dritte Kind entstehen und ein Junge sein, könnte ich mir später nicht vorwerfen, das dritte "wäre bestimmt ein Mädchen geworden". zwinker


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   Lena22
Status:
schrieb am 02.01.2021 13:55
3 Kinder sind toll. Und wenn es wieder ein Junge wird wirst du ihn doch trotzdem genauso lieben, genau wie die ersten Beiden.
Hätte ich es mir aussuchen dürfen wäre mein Jüngster auch ein Mädchen. Die Große war schon so groß und ich hätte wirklich gerne nochmal ein kleines Mädel gehabt.
Deshalb liebe ich meinen Sohn aber sicher kein winziges bisschen weniger und würde ihn nicht gegen das süßeste Mädel der Welt eintauschen. Das vielleicht eine Sehnsucht nach einem Mädchen bleibt hat mit der Liebe zu den Jungs nichts zu tun finde ich.

Wenn das drumherum passt und ihr es euch wünscht dann los. smile
Mit drumherum meine ich jetzt nicht Auto oder die Anzahl der Zimmer, das kann man anpassen. Wenn man jetzt schon zu 4. in einer 60qm Wohnung wohnt und es finanziell ganz eng ist sieht das anders aus, aber so klingt es bei euch nicht.

Ich finde nicht das ein 3. Kind "mitläuft" und bin immer etwas verwundert wenn mir andere Eltern (meist welche mit 2 Kindern) das sagen.
Ab dem 2. Kind hat man sicher den Bonus das die Kinder zusammen spielen und man da als Eltern nicht ständig gefordert wird.
Mehr Aufwand ist es also schon. Aber das ist alles zu schaffen. Und ich mag die Dynamik zwischen meinen 3en sehr. smile


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.21 13:57 von Lena22.


  Re: Schwierige Überlegungen zum dritten Kind
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   xX-Spirit-Xx
Status:
schrieb am 03.01.2021 16:30
Ich werfe mal in den Raum, dass 2 gesunde Kinder ein absoluter Luxus sind! Es kann immer auch was schiefgehen, während der Schwangerschaft, während der Geburt - bist du bereit deinen beiden Kindern das anzutun im Zweifelsfall? Es könnte ein Frühchen sein, dann müssten deine großen Kinder die erste Zeit ohne Mama auskommen.

Nur so mein Gedanke zu dem Thema. Ich bin glücklich mit meinen Kindern und gedenke nicht, dass Schicksal nochmal herauszufordern.

Meine 1. Tochter hat das Down Syndrom, welches erst nach der Geburt diagnostiziert wurde
meine 2. Tochter hatte einen echten Nabelschnurknoten - hätte dieser sich während der Schwangerschaft oder Geburt zugezogen.. Tot oder Behinderung wären die Folge gewesen.

Alles Gute für euch und eure Entscheidung!




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