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  Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 19.11.2020 21:00
Huhu... ich habe lange nicht mehr im Forum geschrieben. Im Juli kam nach fünftägiger Einleitung und fünftägigen starken Wehen mein Sohn dann doch per Kaiserschnitt zur Welt. Die Schwangerschaft war von Anfang an schwieriger, sie begann mit Blutungen und ab der 17. Ssw hatte ich immer wieder Wehen, - nicht muttermundwirksam, aber beunruhigend. Ab der 20. Woche wurde viel zu viel Fruchtwasser festgestellt. Ich und das Baby wurden daraufhin immer wieder untersucht, im pränatalzentrum. Es gab verschiedene verdachtsdiagnosen, den Darm und den Magen betreffend. Ich bin ja auch schon 40. Jahre alt und da hat man mich schon von Anfang an immer wieder beunruhigt. Die Nackenfaltenmessung war so unauffällig,- es hätte aber auch nichts an meiner Entscheidung für den kleinen Mann geändert. Das richtige Drama benann erst ab der 20. Woche. Ich hatte so viel Fruchtwasser, dass phasenweise eine Punktion vorgeschlagen wurde. Dann ging es wieder zurück und ich habe es irgendwie bis zum Ende geschafft. Diabetes wurde dreimal ausgeschlossen. Da der Mann so groß und vor allem „breit“ war, wurde dann in der 39. Woche eingeleitet. Völlig erfolglos, wohl durch das viele Fruchtwasser, denn er kam trotz Wehen einfach nicht runter. Vielleicht war er aber auch einfach schon zu groß. An Tag fünf habe ich aus einem Gefühl heraus abgebrochen und um einen sofortigen Kaiserschnitt gebeten.
Mir fiel sofort auf, dass er lila und viel mehr blau war, als seine zwei Geschwister. Man meinte das dürfe er noch sein,- direkt nach der Operation. Am nächsten morgen war sein munddreieck blau, und der Bereich unter seinen Augen. Ich habe darauf bestanden, dass er sofort abgeholt und untersucht wird. Dies geschah und man hat ein herzgeräusch gehört, er würde lange untersucht. Das Herz, die Nieren und das Gehirn wurden eh direkt nach der Operation geschallt. Nun nochmals,- er hatte nur eine vorderwandlücke. Alles gut und wir sollten zwei Tage später heim. Als wir alles einpackten, verdrehte er die Augen, wurde steif und richtig dunkelblau. Überall. Er kam auf die Station, wurde nochmals untersucht und an den Monitor angeschlossen. Ich durfte im leeren Zimmer ohne ihn schlafen,- es gab keine mutterkindzimmer, sondern nur diese intensivbettchen, mehrere in einem Zimmer. Ich war bis auf drei Stunden immer bei ihm. Das war zwei Tage nach dem Kaiserschnitt. Zuhause hat sich dieser Vorfall zweitmal wiederholt und ich bin eigenständig zurück ins Krankenhaus. Diesmal in die Kinderklinik mit Einzelzimmer für uns. Die Überwachung, samt eeg und Monitor dauert da drei Tage. Im Krankenhaus gab es messbar nie irgendwelche Abweichungen. Alles war immer in Ordnung. Der Kardiologe diagnostizierte ein offenes Foramen Ovale und eine milde beidseitige pulmonalstenose (von der auch das herzgeräusch kommt). Das sei aber ein Zufallsbefund und führe nicht zu diesen Zyanosen. Es gibt keine Ursachen für seine anfänglichen Probleme, keine Diagnosen. Nach der ersten Woche traten solche Ereignisse nie wieder auf. Ihm geht es gut, er wiegt nun 10,5 kg mit vier Monaten und ist auch ein kleiner Riese. Er entwickelt sich toll. Dem Baby geht es gut. Aber ich kann nicht aufhören ihn zu beobachten, Ängste zu haben und ihn abzugeben. Ich lasse ihn kaum bei meinem Mann um einkaufen zu fahren, ich lasse ihn nie bei meinen Eltern, die meine beiden großen immer großartig betreut haben. Er schläft auf angelcarematten und trägt permanent ein Armband zur Überwachung von Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Anders könnte ich das nicht ertragen. Ich bin der Heimmonitor, den man mir im Krankenhaus nicht verschreiben wollte. Er ist gefühlt dreimal vor meinen Augen gestorben,- in der ersten lebenswoche, wo die Hormone ja eh durchdrehen...
Ich habe fast immer Angst um ihn und manchmal werde ich traurig, weil ich das Gefühl habe, er würde wieder gehen. Es ist besser geworden mit der Zeit. Wirklich angstfrei und „normal“ bin ich aber noch nicht.
Ich sage ihm jeden Tag, dass er das ganz toll macht und dass er bei uns bleiben soll. Das ist belastend, aber ich fühle mich von den Erlebnissen noch immer belastet. Ich bin ausschließlich immer bei ihm und das hat nun zur Folge, das er andere Bezugspersonen natürlich zur Beruhigung überhaupt nicht akzeptiert.
Hat jemand Ähnliches erlebt? Ich hoffe natürlich eigentlich nicht, aber ich frage mich wann man wieder vollständig „normal“ und gelassen wird, oder ob das nie wieder der Fall sein wird. Diese schöne glückliche Unbeschwertheit ist einfach weg.
Dieser Zustand voller sorgen und Ängste dauert nun ja schon seit einem Jahr an und ich habe die Hoffnung dass es im Sommer, wenn der kleine ein Jahr alt wird (und auch sids und alte weniger ein Thema ist) auch für mich besser wird...
Mit der Zeit merke ich also bei mir schon eine Verbesserung.
Trotzdem rechne ich immer noch fast täglich damit, dass das wieder passiert und gebe mir große Mühe damit irgendwie klarzukommen, dass ich diese Emotionen dann einfach wegschiebe, ohne traurig oder ängstlich zu werden. Ich probiere dann an etwas anderes zu denken...smile
Ich frage mich ob er eventuell entzugserscheinungen (ein krampfanfall konnte nie ausgeschlossen werden)von den Medikamenten gegen meine Übelkeit hatte... ich habe sie bis zur Entbindung genommen. Ich würde so gern wissen was die Ursache gewesen ist. Dann könnte ich damit auch besser umgehen, glaube ich..
Liebe Grüße
Sarina


8 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 05:41 von Sarina07.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
no avatar
   Poldi91
schrieb am 19.11.2020 21:56
Es tut mir sehr leid, dass du soetwas erleben musstest. Ich kann dir gar nicht viel helfen, aber ich möchte etwas schreiben, weil ich ein paar Parallelen zu uns finde.


Blutungen in der 16.SSW, Ursache unklar. Nie wieder aufgetreten. Immer schon ein großes und schwerer Baby gewesen, in der 34.SSW hatte er bereits Geburtsmaße. Ich hatte gut eingestellten insulinpflichtigen Schwangerschaft Diabetes. Das hatte ich bei Motte auch, sie war das totale Gegenteil, sehr zart. Mops wurde ebenfalls in der 39.SSW eingeleitet, nach 5 Tagen habe ich ebenfalls gesagt, dass ich nen Kaiserschnitt will. Letzter Versuch der Ärztin: Eipollösung. Dann ging es auch langsam los. Aber er kam auch nicht runter. Fruchtblase wurde geöffnet, sofort ist er "runtergeschossen", war innerhalb von 30 Minuten da. Als er mir in den Arm gelegt wurde, war er richtig blau, violett. Ich habe sofort gefragt, ob alles in Ordnung sei. Motte hatte das überhaupt nicht. Aber ja, es wäre alles gut. Ein oder zwei Tage später, ich war gerade mit ihm in diesem Schwesternzimmer zur Blutabnahme, lief er plötzlich wieder blau an. Habe sofort um Hilfe gebeten. Sauerstoffsättigung wurde überprüft. Aber es war alles gut. Auch er bekam in der Klinik auf Grund des insulinpflichtigen Schwangerschaft Diabetes und dem Geburtsgewicht ein Herzultraschall. Dort gab es ebenfalls einen Zufallsbefund. Ich müsste es nachlesen, aber es das was du schreibst, kommt mit bekannt vor. Es ist auf jeden Fall ein kleines Loch in der Trennwand, allerdings ohne Probleme zu bereiten. Wir waren mit 3 Monaten wieder zur Kontrolle und seit dem im 2 Jahres Abstand. Am Anfang hieß es, es würde sicher zuwachsen. Ist es aber bis heute nicht. Er wird im Januar 7 Jahre alt. Der Kardiologe sagte, es wäre nicht schlimm, beeinträchtigt ihn nicht. Aber es gehört dort halt auch nicht hin und wäre auch eine Angriffsfläche für Viren/Bakterien. Man beobachtet jetzt im Wachstum, ob es kleiner wird, unverändert bleibt oder gar größer wird. Aktuell kein Handlungsbedarf. Trotzdem hat man das immer im Hinterkopf. Gerade jetzt aktuell mit diesem blöden Virus, der die ganze Welt lahm legt.

Mops habe ich auch mit einer Überwachungsmatte schlafen lassen. Monatelang. Da habe ich bei Motte überhaupt nie drüber nachgedacht.

Mops ist auch einmal fast neben mir erstickt, weil er ein Stückchen Brötchen verschluckt hat. Es hing einfach bombenfest in seinem Hals. Er saß in seinem Kinderwagen. Natürlich konnte er sich nicht bemerkbar machen. Wäre ich nicht direkt neben ihm gewesen...und das sitzt bis heute so tief in mir drin. Ich habe heute noch ein ungutes Gefühl, wenn er sich ein Kaugummi in den Mund steckt und das Zimmer verlässt.

Mops hatte noch weitere Baustellen und ist auch irgendwie immer das "Sorgenkind". Aber man wächst da ja auch irgendwie rein. Auch wenn eine gewisse Sorge immer im Hintergrund mitschwingt.

Ein Stück weit ist es vermutlich normal, dass man immer in Sorge ist. Gerade, wenn man gleich zu Anfang schon soetwas erlebt hat. Aber wenn du das Gefühl hast, dass es dich so auffrisst, würde ich vielleicht mal nach Hilfe schauen.

Und noch eine Parallele: auch ich habe in der Schwangerschaft relativ häufig Medikamente nehmen müssen (monatelanger richtig, richtig schlimmer Husten)

Nur interessehalber: hast du Medikamente unter der Geburt bekommen? Ich hatte Meptid. Ein Opiat.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 22:15 von Poldi91.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
no avatar
   nestbauer
Status:
schrieb am 20.11.2020 09:55
gelöscht


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 09:20 von nestbauer.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 20.11.2020 20:14
Hallo Poldi,
Vielen lieben Dank für deine Antwort und dass du deine Erlebnisse hier teilst.
Es gibt in der Tat einige Parallelen, mein kleinster hatte auch zur 34. Woche schon ein Gewicht und eine Größe, die mein mittlerer Sohn dann erst in der 40. Woche hatte. Er trägt inzwischen die Kleidung, die fernando mit zehn Monaten trug und er war auch immer schon eher groß für sein Alter. Natürlich entwickelt sich jedes Kind anders, mein Mann ist ja auch zwei Meter groß und ich bin auch nicht klein. In dieser Schwangerschaft hatte ich erstmals auch selber ganz viel Wasser eingelagert, auch nach der Entbindung noch. Gefühlt war da einfach etwas nicht in Ordnung obwohl ich/wir immer und immer wieder untersucht wurden. Auch mehrmals in der Uniklinik.
Dieses forarmen ovale am Herzchen ist bei ihm nun geschlossen. Der Kardiologe sagte aber auch, dass das so überhaupt keine Probleme bereitet und diese Auffälligkeit keine Risikogruppe für eine schwerwiegenden Corona Verlauf darstellt,- vielleicht beruhig dich das auch ein wenig. Meiner hat nun noch diese pulmonalstenose, aber eben auch nur sehr sehr mild ausgeprägt. Wir müssen das zum ersten Geburtstag nochmal prüfen lassen, aber auch das habe nichts mit den Ereignissen der ersten Woche zu tun.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht welche Medikamente ich unter dem Kaiserschnitt bekam. Es war halt eine PDA, die wirklich sehr gut saß smile hast du dieses Opiat als pda bekommen? Ich kenn mich da nicht aus.
Er hat auch sofort geschrien. Unsere Kinderärztin hat ähnliches mit ihrer Tochter erlebt, sie war allerdings auf der Intensivstation dann mit Abfällen der Sauerstoffsättigung so auffällig, dass man die Lungen geröntgt hat. Sie hatte nach dem Kaiserschnitt viel zu viel Fruchtwasser in der Lunge. Mein Baby würde nicht geröntgt, weil er hat während der Überwachung nie auffällig war. Unsere Kinderärztin fand das nicht so gut und sie meinte, dass sie sich das als Ursache vorstellen könne. Das betrifft wohl viele Kinder nach einem Kaiserschnitt. Der Kardiologe fand diese Erklärung nicht zufriedenstellend und meinte, dass man mit die Ereignisse leider als nicht geklärt annehmen muss... was immer unbefriedigend ist.
Mein mittlerer Sohn war ja auch nicht ohne. Er hatte ja leider dieses starke infektastma und einen immundefekt als er ganz klein war. Aber da gab es eben eine Diagnose, einen Plan und Medikamente, die ich ihm geben konnte.
Beim kleinsten Baby werde ich wohl nie eine Antwort bekommen und erfahren was passiert ist.
Ich denke, wenn etwas so plötzlich und ohne Vorwarnung kommt, ist es schlimmer. Aber so ist das Leben halt auch irgendwie,- immer kann was passieren und sei es wie bei deinem kleinen so ein schrecklicher Erstickungsanfall im Kinderwagen. Man denkt natürlich nicht vorher über sowas nach, sonst wäre man ja auch nicht mehr glücklich.
Ich weiß gerade auch nicht ob mir weitere Gespräche über das erlebte helfen würden...
Wenn man sich immer wieder damit beschäftigt, dann ist es ja auch so präsent oder? Das fällt mir schon beim Schreiben darüber sehr auf...
Der kleine ist jetzt vier Monate halt und hat seit heute seinen ersten Infekt mit husten. Ich bin schon wieder derart alarmiert, versuche mit aber auch einzureden, dass er ein gesundes Baby ist, das jetzt halt wie jedes andere Baby den ersten Infekt durchlebt. Leicht ist das nicht...
Ob an der Theorie mit den Medikamenten in der Schwangerschaft was dran ist?.. also ich habe entweder vomex oder Cariban genommen. Cariban wird auch als Schlafmittel eingesetzt. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass es Probleme beim absetzten gibt. Allerdings habe ich das immerzu allen Ärzten bei allen Untersuchungen gesagt und gefragt ob das nicht Probleme beim Baby gäbe...
Im übrigen hat der kleine in den ersten zwei Woche nie geschrien oder sich zum stillen gemeldet. Es war immer so still, dass es mir Angst gemacht hat. Erst als dies Vorfälle vorbei waren hat er oft geweint und wollte oft trinken, vorher überhaupt nie. Da habe ich ihn wecken müssen... wie war das bei euch? Ich glaube er hatte nicht die Kraft oder Kapazität um zu weinen...erst als es ihm besser ging, hat er sich auch gemeldet und war mal länger richtig wach.,,


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 20:48 von Sarina07.


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  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 20.11.2020 20:32
Liebe nestbauer, Dankeschön, dass du mir auch geantwortet hast. Als ich deine Erlebnisse gelesen habe, habe ich sofort Gänsehaut bekommen und konnte mir ansatzweise auch vorstellen, wie schrecklich das für euch war. Diese fruchtbare Ungewissheit und Angst und dann diese Autofahrt mit der leeren babyschale...
Das Bettchen meines Sohnes war in meinem Zimmer auch leer, als er auf der Intensivstation war und dieser Anblick hat mich wirklich einfach nur zerrissen. Ich habe nur kurz für drei Stunden geschlafen und bin dann direkt wieder in sein Zimmer gegangen um auf einem Stuhl die Nacht zu verbringen. Da blieb ich dann bis er entlassen wurde,- da die Station auch voll war, gab es für mich kein Bett. Völlig unbegreiflich.
Ich konnte aber nicht in unserem Zimmer auf der Wöchnerinnenstation ohne ihn liegen.
Darf ich fragen, wie die Ärzte zu der Diagnose deines Sohnes kamen? Meiner bekam ja auch ein eeg, da gab es aber auch wiederum keine Auffälligkeiten, kein Anfallspotenzial. Allerdings konnte man es bei meinem auch nie hundertprozentig ausschließen, da es Momentaufnahmen waren und er genau da nie diese Symptome hatte.
Mein Sohn wurde immer nur im wachem Zustand so blau und apathisch. Also wirklich in meinem Arm. Das war laut den Ärzten auch eher „untypisch“, meiner Meinung nach hat er aber währenddessen immer noch weiter geatmet...die meisten Vorfälle dieser Art passieren ja im Schlaf und nicht auf dem Arm der Mutter, während das Baby richtig wach ist. Schlafend gab es nie Probleme, weswegen in anfangs auch immer froh und dankbar war, wenn er schlief oder der Tag „geschafft“ war. Die angelcarematten beruhigen mich allerdings ungemein,- da ist jeder sicherlich anders...
Ich kann verstehen, dass du diese Angst lange mit dir trägst. Das wird man nicht ganz los, man muss damit irgendwie lernen umzugehen. Ich hoffe es wird leichter, wenn das erste Jahr geschafft ist...
Haben dir die Gespräche gut geholfen, anfangs? Ich habe das Gefühl, dass dann die ganzen Bilder wieder hochkommen, die man eigentlich schon garnicht mehr sehen möchte...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 20:36 von Sarina07.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
no avatar
   Poldi91
schrieb am 20.11.2020 21:10
Hi Sarina, so war es bei uns auch. Mops hat einfach geschlafen. Ich musste ihn zum stillen wecken. Und dabei ist er dann eingeschlafen. Die Klinik wollte uns erst gar nicht gehen lassen, weil es ja mit dem Stillen nicht klappte. Doch, es klappte. Aber er war einfach zu müde zum Trinken. Er hat auch über 400 Gramm abgenommen die Tage bis zur Entlassung.

Ich habe in der Schwangerschaft Hustenstiller in mehreren Variationen genommen. Und Antibiotika. Aber was genau, dass weiß ich leider nicht mehr.

Meptid habe ich als Tropf unter der Geburt bekommen, wenn ich mich richtig erinnere.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 21.11.2020 19:55
Hallo poldi, ach ja...du hast ja natürlich entbunden. Ich bekam zur Einleitung cytotec und am letzten Tag wurde versucht den Muttermund durch die Hebamme zu weiten. Der war ja schon tagelang auf 2-3cm offen. Das hat auch ordentliche Wehen verursacht, diese legten sich am Abend aber wieder und mir war klar, dass auch das keinen Erfolg haben wird. Am nächsten Tag habe ich dann gesagt, dass das hier ein Ende hat und ich bitte das Baby, dass ja nun auch schon fünf Tage lang stärkste Wehen erlebt hat, per Kaiserschnitt entbinden möchte.
Ich habe ein Mittel bekommen, dass mir diese unproduktiven Wehen abends nehmen sollte. (Was es auch tat) die Ärztin meinte es mache auch müde und leicht schwummrig... vielleicht war es ein Opiat.
Der kleine ist ja mein drittes Baby und war in der ersten Woche einfach nur leise... sowas kannte ich von den anderen nicht. Er hat noch nicht einmal geweint, als man ihm die Kanüle am Kopf legte. Obwohl er da wach war. Er hat nie geweint.
Das änderte sich allerdings dann schlagartig, als diese Vorfälle aufhörten und er dauerhaft eine gesunde Gesichtsfarbe hatte.
Da hat er dann alles nachgeholt...zwinker getrunken und geweint hat er ab da ganz oft... Aber das ist mir so viel lieber als diese merkwürdige unnormale Stille...
Ach und mit der Erkältung kommt er bis dato ganz gut zurecht,- da bekommt man dann doch wieder etwas vertrauen als besorgte mama...
Zum hustenstiller,- ich kenn mich nicht gut aus, aber diese haben ja auch eine beruhigende Wirkung oder? Allerdings habe ich (und ich denke du auch) die Einnahme ja mit den Gynäkologen abgesprochen. Mir wurde das Medikament von diesen verschrieben. Cariban ist ja verschreibungspflichtig. Selbst die pränatalmediziner habe ich gefragt, ob das denn okay sei und man hatte keinerlei Bedenken...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 20:01 von Sarina07.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
no avatar
   Poldi91
schrieb am 21.11.2020 20:09
Wenn du dich danach wie nach einer Flasche Sekt gefühlt hast, war es vermutlich Meptid Ich wars nicht

Mit Kanüle meinst du diese Blutabnahme am Kopf? Die hat Mops auch komplett kalt gelassen.

Ja genau, war auch mit den Ärzten abgesprochen, was ich in der Schwangerschaft genommen habe.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 21.11.2020 20:35
Ich bin nach diesem Medikament einfach eingeschlafen. Das würde mir nach einer Flasche Sekt aber vermutlich auch passieren...
Das legen des Zugangs zur blutabnahme im Kopf (ich wollte dass das Ding danach sofort wieder raus kommt) hat bei mir Schweißausbrüche und pure Verzweiflung ausgelöst. Der Kleine hat davon garnichts bemerkt!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 20:36 von Sarina07.


  Re: Zyanose oder apnoe nach Geburt/ich hab immer noch Angst um mein Baby
no avatar
   nestbauer
Status:
schrieb am 22.11.2020 07:58
Nachdem es meinen Beitrag von gestern nicht genommen hat...

In unserer zweiten Klinik gab es auch für Eltern Besuchszeiten auf der Neointensiv...

Unser Sohn hat neben mehreren normalen EEGs mit der Kappe über 30 Minuten auch ein Langzeit EEG über 12 oder 24 Stunden bekommen (ich weiß es nicht mehr so recht, da ist zum Glück vieles bereits verdrängt...) Er hatte in den ersten 36 Stunden seines Lebens mindestens 5 Atemstillstände, daher haben sie bereits aufgrund des von beiden Kliniken geäußerten Verdachts auf Neugeborenenkrämpfe mit den krampflösenden Medikamenten begonnen. Danach wurde er mit Ultraschall, EEG, MRT oder war es CT auf den Kopf gestellt, um andere Ursachen auszuschließen. Es wurde zum Glück nichts gefunden und auch Epilepsie konnte ausgeschlossen werden. Nach Beginn der Medikation gab es keine weitere Aussetzer mehr.

Es wird besser, die negativen Erinnerungen sind inzwischen größtenteils von guten überschrieben worden. Die erste Erkältung war für mich ganz furchtbar, ihn hat das gar nicht so sehr belastet. Inzwischen haben wir etliche Pseudokruppnächte hinter uns, selbst die können die Ängste von damals nicht mehr reaktivieren.

Liebe Grüße Nestbauer




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