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  Re: Wie "egoistisch" seid ihr in Bezug auf eure eigenen Wünsche, wie sehr könnt ihr Erwartungen anderer hinter euch lassen?
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   himbeere
schrieb am 16.11.2020 14:10
Zitat
la miga


Ich stell mir vor, wie es wäre, wenn ich Anfang 60 Witwe werde und keines der Kinder kommt an Heiligabend. Ja, ich denk, ich würde trotzdem anders reagieren, aber dieses Gefühl ist schon nagend.

Bist du denn sicher, dass dein Vater wirklich traurig ist über ein Weihnachten allein? Vielleicht hat er eure bisherigen Familienweihnachten genauso gehetzt und krampfig erlebt wie du und freut sich nun insgeheim darauf, Heiligabend endlich mal so verbringen zu können, wie er will? Und sei es mit einem Bier vor dem Fernseher...?


  Re: Wie "egoistisch" seid ihr in Bezug auf eure eigenen Wünsche, wie sehr könnt ihr Erwartungen anderer hinter euch lassen?
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   Solani2
Status:
schrieb am 16.11.2020 15:30
Also ich finde Heiligabend-Stress unerträglich. Ich würde da nicht, wie du schreibst, über die Autobahn hetzen. Es gibt auch noch weitere Weihnachtsfeiertage. Dein Vorschlag war gut, du hast Vater und Oma zu euch eingeladen. Deine Mutter war ja offensichtlich die treibende Kraft für Weihnachten bei deinen Eltern. Tod ist Veränderung. Wenn sie nicht kommen wollen, könnt ihr sie ja an einem anderen Tag besuchen. Ich würde mir nicht zuviele Gedanken machen, das bringt nichts. Schneid dir eine Scheibe von deiner Mutter ab, die hat im Endeffekt auch durchgesetzt, was sie wollte.
Ich habe mit meinem Mann auch mal diskutiert, weil er gemeint hat, wir müssten Heiligabend auch zu seinen Eltern, oder zumindest jedes Jahr abwechseln. Nein, die haben keinen Baum und feiern etwas alternativ, was ich völlig ok finde. Aber mein Kind braucht, meiner Meinung nach, den Baum und deshalb geht's zu meinen Eltern und am 25. zu seinen. Ich bin davon überzeugt, dass das meine Schwiegerfamilie etwas stört. Und ja, wirklich fair ist es nicht. Aber ich finde es angenehm und ich würde meinen Schwiegereltern auch nicht befehlen, dass sie einen Baum ankarren müssen. Zu uns wollen sie auch nicht, also geht Heiligabend mit ihnen nicht. Und wie gesagt, nur für 1 oder 2 Stunden vorbeischauen ist mir zu stressig, ich will entspannte Weihnachten.


  Re: Wie "egoistisch" seid ihr in Bezug auf eure eigenen Wünsche, wie sehr könnt ihr Erwartungen anderer hinter euch lassen?
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   pebbles30
schrieb am 17.11.2020 19:22
Tja, wir hatten es vorhin zufällig davon.

Also eher damit, welche Traditionen möchte man selber behalten oder was möchte man auf gar keinen Fall.


Erster Kommentar meines Mannes, er hat es gehasst, wenn früher die Verwandtschaft abgeklappert werden musste, damit ja keiner beleidigt war und es nur ein elendes Gehetze gab.
Ich konnte es z.b. auf den Tod nicht ausstehen, wenn meine Mutter alles auf den letzten Drücker erledigt hat. Da wurde vormittags noch in die Fußgängerzone gehetzt, anschließend noch einkaufen, hinterher einpacken und aufräumen. Dann ging an der Lichterkette wieder ein Licht nicht und früher ging dann gar nichts mehr. Bis die dann wieder ging, war das nächste Drama da.
Danach wurde auf Friede Freude Eierkuchen gemacht und wir sollten schön feiern.

Was mein Großer vermisst ist das Mittagessen am 24.12 beim Opa. Seit unserem Umzug geht das nicht mehr, das findet er schade. Da wir das aber nicht ändern können, akzeptiert er das.
Opa zu uns holen, ist auch keine Option, dafür bräuchten wir ein richtiges Gästezimmer und meinem Vater ist das inzwischen auch alles zu anstrengend.


Deine Familie will, das ihr kommt, will aber keine Kinder die auch mal laut sind. Ihr sollt dafür stundenlang fahren und habt dann noch Stress?

Wir haben auch oft Weihnachten bei meinen Großeltern gefeiert. Die hatten aber ein Riesenhaus, mit Garten, Hund, Hasen und Platz das alle vernünftig übernachten konnten. Dann war mal ein Kind laut, es war nicht schlimm. Zudem war immer etwas geboten. Wir waren oft mit dem Opa im Wald, bei den Hasen, haben die gefüttert usw.

Was bietet dein Vater den Kindern an um diese altersentsprechend zu beschäftigen?



Nein ich finde nicht das man es Weihnachten allen recht machen kann und muss.

Theoretisch mag es toll sein, wenn alle zusammen feiern. Aber wie soll das gehen wenn mehrere Großeltern da sind?
Dann müsste man alle Großeltern mit allen Geschwistern, deren Partnern, deren Eltern und Geschwistern einladen? Nur damit alle zusammen feiern können?
Mag in Einzelfällen gehen, wenn sich zwei Einzelkinder finden aber sobald mehrere Kinder da sind, geht das eher weniger.

Freunde von uns (beide schon Rentner) feiern Weihnachten gerne alleine.
An den Feiertagen fahren sie in Ruhe zu einem der Kinder, wo dann der Rest der Familie dazu kommt. So kann jeder am 24. in Ruhe feiern, wie er will. Mit oder ohne Kirche, Spaziergang, großem Essen oder Würstchen.
ein Feiertag wird gemeinsam verbracht, die anderen fahren heim und sie bleiben dann immer ein paar Tage dort.


vielleicht wäre das für euch eine Option?
Und das kann man Eltern/Großeltern auch durchaus zumuten, das sie sich nach den Kleinsten zu richten haben.
Für euch ist es am meisten Aufwand an Weihnachten jemanden zu besuchen.
Dein Vater packt seine Geschenke und Klamotten ein und kann losfahren.


Ich überlege gerade wie man größere Geschenke so im Auto versteckt das die Kinder nicht mitbekommen.....?
Oder schickt ihr das alles vorher hin?



Viele Grüße
pebbles


  Re: Wie "egoistisch" seid ihr in Bezug auf eure eigenen Wünsche, wie sehr könnt ihr Erwartungen anderer hinter euch lassen?
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   pebbles30
schrieb am 17.11.2020 21:40
Was mir jetzt beim Nachlesen auffällt:

Ja wir haben Weihnachten mit Oma und Opa gefeiert aber es war nicht so das alle sonstigen Verwandten da waren.
Wir hatten 3 Stunden Fahrt und waren dann oft die ganzen Ferien dort.

Meine Tante hat keine 10 km weit weg gewohnt und die haben immer alleine gefeiert.
von ihrem Mann die Familie hat auch weiter weg gewohnt, die kenne ich überhaupt. Meine Tante ist mal zu Besuch gekommen wenn wir dort waren oder meine Mutter ist mal hingefahren aber es war nicht so das alle zusammen feiern mussten.

Mein Onkel war da, solange er noch keine eigene Familie hatte. Als er eine feste Lebensgefährten hatte, wurde weihnachten unterschiedlich gefeiert. Mal mit seinen Eltern, mal mit ihren, als Nachwuchs da war, sind auch mal ihre Eltern zu ihnen gefahren.
Die haben das sehr unterschiedlich gefeiert und waren auch immer alle zufrieden.
Das geht aber nur wenn dann nicht ein Teil der Großeltern beleidigt ist, weil klonen konnte er sich auch nicht.



VG pebbles


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  Re: Wie "egoistisch" seid ihr in Bezug auf eure eigenen Wünsche, wie sehr könnt ihr Erwartungen anderer hinter euch lassen?
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   MamaHH
Status:
schrieb am 18.11.2020 13:00
Hallo,

Als wir noch kinderlos waren, sind wir immer im Wechsel Weihnachten Grosseltern 1 und Weihnachtsfeiertag Grosseltern 2 gefahren. Da sie an unterschiedlichen Orten weit weg von uns wohnen, waren wir stundenlang unterwegs.

Mit Kindern haben wir dann klar kommuniziert, dass wir jetzt bei uns feiern, weil die Fahrerei und dann die Logistik zu anstrengend sind. Wer von den Großeltern möchte, ist herzlich eingeladen dazu zu kommen. Wir sind auch bereit die Eltern abzuholen. Das wird auch wahrgenommen. Die Grosseltern kommen dazu und sind Teil "unseres Weihnachten". Essen machen wir ganz entspannt und bestellen die Ente fertig, sodass wir nur noch Knödel und Rotkraut selbst machen. Und meine Mama bringt dann gerne Kuchen mit. So sind sie auch fester Teil und genießen die Zeit mit den Enkeln. Ist ja wegen der Entfernung leider zu selten.

Klar war es an Anfang nicht so toll aus Grosselternsicht, aber da bei ihnen selbst damals auch Oma und Opa gefahren sind (zugegebenermaßen vor Ort) gab es auch Verständnis...Ist das egoistisch? Ja, aber dafür haben wir ja das Weihnachtsfest, so wie wir das gerne wollen...




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