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  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Impala-34
Status:
schrieb am 13.10.2020 22:49
Zitat
Chorus
Das Erbe und somit das Haus, wenn du es alleine finanzierst, gehört auch nach der Scheidung dir, und, wenn ich das alles richtig deute, auch der mögliche Zugewinn des Hauses, wie gesagt, wenn es dir alleine gehört....

Für Erbschaften und Schenkungen, die ein Ehepartner während der Ehe erhalten hat, gibt es aber eine Sondervorschrift. Nach § 1374 Abs. 2 BGB fällt durch Erbschaft oder Schenkung erworbenes Vermögen nicht in den Zugewinn. Dieses Vermögen darf der Ehegatte, der die Erbschaft gemacht hat oder der von einem Dritten beschenkt wurde, auch nach der Scheidung in vollem Umfang für sich alleine behalten. Erbschaften und Schenkungen fallen grundsätzlich nicht in den Zugewinnausgleich.

[www.erbrecht-ratgeber.de]


Das ist zwar richtig, aber nicht die ganze Wahrheit, denn eine reale Wertsteigerung, bereinigt um die Inflation, fällt in den Zugewinn. Nur das tatsächlich geschenkte mit dem entsprechenden Kaufwert, ist zugewinnneutral.
Und mal ehrlich, wenn beide Ehegatten arbeiten und der Mann z.B. eine Firma aufbaut, investiert und Vermögen aufbaut, während die Frau das nicht tut, wäre auch zugewinnausgleichspflichtig und die meisten Frauen fänden das nur gerecht....
Wenn man heiratet schließt man eben einen Ehevertrag zu den gesetzlich normierten Bedingungen. Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig das den meisten Ehepaaren bewusst ist.

LG Impala


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   henriette
schrieb am 14.10.2020 11:28
Nein, nur der „Ausgangswert“.


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Chorus
Status:
schrieb am 19.10.2020 20:01
Es stellt sich halt die Frage, ob du auch auf irgendeinen Zugewinn, der dein Mann während der Ehe erzielt, im Falle des Falles verzichten würdest. Die meisten Männer tragen ja auch finanziell einiges zum Zugewinn bei (und das vielleicht nicht mal durch Erbschaft, sondern durch Arbeit).

Das Haus wäre ja sowieso deins im Falle des Falles, ich denke die Hälfte des - eventuellen - Zugewinns abzugeben bei einer - eventuellen - Scheidung würde mir jetzt weniger Kopfzerbrechen machen, allerhöchstens, mein Mann wäre total berechnend, mittellos und arbeitsscheu zugleich (worst case...). Ansonsten würde ich halt wirklich einen Ehevertrag machen, aber dann ist die Ehe vielleicht tatsächlich schon gelaufen(?)


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Ich_bins_kurz
schrieb am 21.10.2020 15:15
Die arme Threadstellerin smile
Aber gut, von den Erfahrungen anderer kann man ja auch lernen.

Nein, auch die Reparaturen bezahle alle ich.
Was er mal macht: z.b. Öl irgendwo hin, wenn was quietscht.

Größere Reparaturen überlässt er Handwerkern (obwohl er selbst Handwerker ist) oder meinem Vater. Selbst das Kind bemerkt schon: "Wenn was kaputt ist, dann repariert das bei uns der Opa!" smile

Gab auch schon Streit, dass er sich wie der Hausmeister fühlt, da es darum ging, im Treppenhaus eine Glühbirne zu wechseln.

Er hat beim Umbau mitgeholfen. Da waren wir noch nicht verheiratet. Im Gegenzug dazu hat er mehrere Jahre kostenfrei gewohnt und auch keine Lebenshaltungskosten (Lebensmittel) bezahlt. Ich denke, da sind wir (vielleicht mehr als) quitt.

Ja, der gute Mann gehört eher zur nehmenden Seite der Menschheit.
Im Falle einer Trennung würde er mir wegnehmen, was nur ginge. Schon aus Prinzip.

Wenn er auf den Zugewinn verzichten soll mit einem Ehevertrag, soll auch ich auf den Zugewinn bei ihm verzichten.
Unterschied ist leider: Mein Zugewinn kam durch Zeit und ohne sein Zutun zustande, sein Zugewinn kam dadurch zustande, dass ich ihm seit Geburt des Kindes den Rücken frei halte (weniger arbeite, alles zu Hause und ums Kind herum manage) und er sich völlig auf den Beruf/ die Karriere/ die Firma konzentrieren kann.
Das finde ich - ehrlich gesagt - schon eine etwas bittere offizielle Regelung. Aber der Zug ist nun abgefahren. Ich muss nur rechtzeitig - falls es zu einer Trennung kommt - schauen, dass ich meine Sachen irgendwie so gut es geht "ins Trockene" rette...

Aber so ist es nun Mal. Leider habe ich mich da auch etwas blauäugig und im Vertrauen auf das Wohlwollen meines Gegenübers eingelassen. Aus Fehlern lernt man...

Gruß Babette


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  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   pmami
schrieb am 22.10.2020 11:49
Zitat
Chorus
Es stellt sich halt die Frage, ob du auch auf irgendeinen Zugewinn, der dein Mann während der Ehe erzielt, im Falle des Falles verzichten würdest. Die meisten Männer tragen ja auch finanziell einiges zum Zugewinn bei (und das vielleicht nicht mal durch Erbschaft, sondern durch Arbeit).

Das Haus wäre ja sowieso deins im Falle des Falles, ich denke die Hälfte des - eventuellen - Zugewinns abzugeben bei einer - eventuellen - Scheidung würde mir jetzt weniger Kopfzerbrechen machen, allerhöchstens, mein Mann wäre total berechnend, mittellos und arbeitsscheu zugleich (worst case...). Ansonsten würde ich halt wirklich einen Ehevertrag machen, aber dann ist die Ehe vielleicht tatsächlich schon gelaufen(?)

Hier gibt es ja zwei unterschiedliche Konstellationen. Die erste ist die der TE, von der wir gar nicht wissen, ob sie mit der Erbschaft das Haus/den Bauplatz alleine kaufen will, ob Ihr Mann finaziell oder durch Arbeit etwas zum Haus beiträgt und ob sie mit ihrem Mann gemeinsam im Grundbuch stehen wird. Im zweiten Fall wäre er Miteigentümer und das Haus gehört ihm zur Hälfte, egal woher es stammt. Es kommt dann auf den Zugewinn des Hauses nicht mehr an.

Die zweite Konstellation ist die von ich_bins_kurz. Nur mal so als Beispiel für einen Zugewinnausgleich: Mein Mann und ich haben vor 13 Jahren eine Eigentumswohnung für 200 Teuro gekauft, die nächstes Jahr abbezahlt ist und in der wir wohnen. Sie gehört und beiden gemeinsam. Aber nehmen wir mal hypothetisch an, es wäre bei der Hochzeit bereits meine ETW gewesen und mein Mann wäre nie ins Grundbuch als Miteigentümer eingetragen worden. Diese ETW ist heute das Dreifache wert. Kein Scherz. Vergleichbare ETW werden hier im Augenblick für 600 Teuro und mehr verkauft. Freuned von uns waren letztens bei einer Wohnungsbesichtigung - hier um die Ecke, etwas größer, etwas moderner - da wurden eine Million Euro als Kaufpreis aufgerufen. Für eine Fünf-Zimmer-Wohnung.

Hineingesteckt haben wir in den letzten 13 Jahren inklusive Sonderumlagen in unsere Wohnung ca. 90.000 Teuro. Wenn ich Alleineigentümerin wäre und den Zugewinn ausgleichen müsste, wären dies aktuell 200Teuro, die ich an meinen Mann zahlen müsste. (600 Teuro Wert abzüglich 200 Teuro ursprünglicher Wert, ergibt 400 Teuro ./. 2). Diesen Betrag hätte ich nicht. Ich könnte ihn auch nicht finanzieren. Ich müsste die Wohnung verkaufen, um den Zugewinn ausbezahlen zu können. Wenn ich nur die Hälfte dessen ausgleichen müsste, was wir gemeinsam an Invesititionen getätigt haben, wären das 45 Teuro. Das würde mir vermutlich eine Bank auch finanzieren oder ich könnte es irgendwie anders zusammenkratzen.

Viele Grüße pmami


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Solani2
Status:
schrieb am 22.10.2020 18:36
@Babette
So wie du es schreibst, solltest du tatsächlich alles was das Haus betrifft genauestens dokumentieren. Bzw. jetzt schon vorsorglich nachvollziehen beginnen. Inklusive Überweisungen, Kassenbons, Kontobewegungen, das volle Programm. Mit den Jahren wird das immer schwerer.
Ich verstehe schon, dass es jeder Ehe den Zeitpunkt geben kann, wo man sich schützen muss, auch finanziell. Wenn du klar nachweisen kannst, dass er an deinem Zugewinn nicht beteiligt war, du an seinem aber schon, kann das für eine eventuell nötige Einigung sehr helfen.




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