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  Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Ausnahmsweiseanonym
schrieb am 06.10.2020 13:11
Hallo zusammen,

nach jahrelanger Suche haben wir endlich einen Bauplatz gefunden. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Vor einiger Zeit habe ich eine große sechsstellige Summe geerbt. U.a. mit dieser wollen wir unser Traumhaus und finanzieren. Wie kann ich mich absichern für den Fall einer Scheidung? Ich möchte sicherstellen, dass ich das Erbe nicht teilen muss.

Danke im Voraus!

Liebe Grüße


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Impala-34
Status:
schrieb am 06.10.2020 14:10
Ehevertrag

LG
Impala


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Solani2
Status:
schrieb am 06.10.2020 14:22
Hallo,

das sollte dir keine großen Sorgen bereiten. Ein Erbe ist kein in der Ehe erwirtschaftetes Vermögen und wird deshalb im Falle einer Scheidung auch nicht aufgeteilt. Blöd wäre nur, wenn ihr bei der Scheidung überschuldet wäret, dann bliebe auch von deinem Erbe nichts. Beim Hausbau muss man immer aufpassen. Und gleichzeitig ist Bauen teuer, das Haus ist eventuell in zehn Jahren nur 2/3 von dem wert, was ihr insgesamt investiert habt. Also falls ihr dann verkauft, dann würdest du auch nicht den ganzes Erbe wieder rausbekommen.

lg,
Solani


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   pebbles30
schrieb am 06.10.2020 14:23
Beratung beim Notar oder Anwalt und Ehevertrag.


eine Bekannte hat das auch gemacht, alle Welt meinte, sie ist so unromantisch, wer aus Liebe heiratet macht sowas nicht.
Nur ihr Mann hatte kein Problem damit, vielleicht weil ihre Eltern das Zweifamilienhaus zu über 90% finanziert haben und dafür lebenslanges Wohnrecht erhalten haben?

Da gibt es soviel zu berücksichtigen, da braucht man eine gute Beratung. Z.b. war mir neu das man die Wertsteigerung ausgleichen muss. auch das kann man ausschließen.


Viele Grüße
pebbles


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  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   pmami
schrieb am 06.10.2020 15:00
Ehevertrag. Und vorher beide überlegen, was Ihr erreichen wollt. Die Ziele müsst Ihr vorgeben, der Notar muss es dann ins richtige Juristendeutsch gießen.

Falls Ihr das Haus gemeinsam kauft (Dein Mann also mit im Grundbuch steht), Du aber den Kaufpreis mit Deinem Erbe alleine bezahlst, ist Dein Mann trotzdem Miteigentümer des Hauses.

Viele Grüße pmami


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Ich_bins_kurz
schrieb am 07.10.2020 20:33
Hallo,

unser Haus gehört mir: ich stehe alleine im Grundbuch und habe auch alles alleine bezahlt (Mein Erbe und meine Ersparnisse).
Ich habe das Haus vor der Eheschließung gekauft. D.h. im Falle einer Scheidung bleibt es meines.

Da wir keinen Ehevertrag haben, muss ich meinem Mann aber die Hälfte des Zugewinns auszahlen. Und das Haus hat mächtig an Wert gewonnen in den letzten 10 Jahren in einer schwäbischen, beliebten Stadt. Da hat die Zeit meinem Mann schön in die Tasche gearbeitet...

Das würde ich heute mit einem Ehevertrag ausschließen! Denn falls wir uns trennen würden, könnte das heißen, dass ich eine Wohnung im Haus verkaufen muss, um ihn überhaupt bezahlen zu können. Dafür, dass er eben null dafür gemacht und null investiert hat...

Ich würde mich sehr ausführlich von einem Fachmann (am besten zwei Meinungen) beraten lassen und dann einen Ehevertrag aufsetzen.

Gruß Babette


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   pebbles30
schrieb am 07.10.2020 21:49
Zitat
Ich_bins_kurz
Da wir keinen Ehevertrag haben, muss ich meinem Mann aber die Hälfte des Zugewinns auszahlen. Und das Haus hat mächtig an Wert gewonnen in den letzten 10 Jahren in einer schwäbischen, beliebten Stadt. Da hat die Zeit meinem Mann schön in die Tasche gearbeitet...

Das würde ich heute mit einem Ehevertrag ausschließen! Denn falls wir uns trennen würden, könnte das heißen, dass ich eine Wohnung im Haus verkaufen muss, um ihn überhaupt bezahlen zu können. Dafür, dass er eben null dafür gemacht und null investiert hat...


Man kann auch nachträglich einen Ehevertrag aufsetzen.
Bei einer guten Ehe sollte das auch kein Problem sein.

Ich kenne sogar Partner die erst wegen der scheidung einen Ehevertrag gemacht haben. geht natürlich nur wenn beide eine friedliche, freundliche Scheidung wollen.


viele Grüsse
pebbles


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Ich_bins_kurz
schrieb am 08.10.2020 16:44
Pebbles,
natürlich kann man das.

Aber glaubst Du, mein Mann würde jetzt noch unterschreiben, dass der Zugewinn ihm dann gestrichen wird?
Er weiß ja auch, wieviel der Zugewinn ist hier in der Gegend.
Da wäre er ja schön blöd!
Und zu einer Unterschrift zwingen kann ich Ihn nicht.

Ich hatte einen Ehevertrag schon zu Beginn der Ehe im Sinn. Hat er aber nie eingewilligt bzw mitgemacht beim darum kümmern.
Ein Ehevertrag wäre ja in vielerlei Hinsicht gut...

Babette


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   karin_
schrieb am 09.10.2020 17:24
Aus leidvoller Erfahrung kann ich sagen: Jetzt klären und nicht glauben, dass ein Ehevertrag da alles löst. Überlege dir lieber, wie du es im Falle einer Scheidung gerne hättest, und genau das würde ich notariell festlegen.


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   henriette
schrieb am 09.10.2020 18:52
upps, aber das ist doch "Zugewinn", den er in keiner Weise mit zu "verantworten" hat, ist ja etwas anderes, als wenn er etwa zu hause bei den Kinderngeblieben wäre, die Frau hätte in der gemeinsame Firma gekümmert und diese hätte im Laufe der Ehe an Wert gewonnen. Sollte er natürlich viel am Haus und Grundstück gemacht haben, das zu einer Wertsteigerung geführt hätte, wäre das etwas anderes. Aber wenn der Wert des Hauses nur gestiegen ist, weil die Zeiten so sond, hat er doch mit der Wertsteigerung nichts zu tun. Sollte er sich in so einem Fall nicht auf einen entsprechenden Vertrag einlassen, dann hätte ich als Frau aber ein grosses Problem mit meinem Mann. Ein sehr grosses.


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Serena15
Status:
schrieb am 12.10.2020 08:47
Hallo,

ich stehe gerade auf dem Schlauch: ich dachte naiverweise, wem ein Haus gehört, dem gehört es. Der Wert schwankt ja naturgemäß - es gibt immer Bewegung bei Immobilienpreisen und es gibt immer Schäden, die mindern oder Investitionen, die den Wert erhöhen?! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass man als Partner, dem es eben nicht gehört, da dann Ansprüche hat und hab es auch nie so im Bekanntenkreis mitbekommen. Ich fände es folglich überhaupt nicht in Ordnung, wenn er das so sieht und darauf besteht - sollte es denn so sein, dass er das darf.

Andererseits hängt so viel dran. Hat er sich wirklich nicht am Haus beteiligt hinsichtlich Sanierungen (sowohl eigene Arbeitskraft als auch Geld)? Das müsste man komplett auseinander dröseln. Meine Schwägerin hatte den Fall - Haus gehört nur ihm und sie einigten sich auf 60 000€, die sie eben doch beigetragen hat. Da wurde jeder Grashalm umgedreht. Und wenn ihr gemeinsam wirtschaftet finde ich das extrem schwer aufzurechnen. Da fließt doch dann jeder Posten ein, auch wer wie viel in Kinderbetreuung und Haushalt macht, wer wie viel zur Finanzierung von allem was im weitesten Sinne mit Haus zu tun hat beiträgt.

Ein Ehevertrag mit Gütertrennung wäre dann wohl die einzige Lösung? Aber zwingen kannst du ihn nicht. Ich würde einfach appellieren - ihr seid doch noch ein Paar. Eine faire Lösung sollte doch zu finden sein.

LG


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   henriette
schrieb am 12.10.2020 10:41
das ist eben diese Zugewinngemeinschaft. Gleiches gilt ja auch, wenn etwa klassischer weise der Gatte eine Firma mit in die Ehe gebracht hat, dann muss er, sofern sie an Wert gewonnen hat in der Zwischenzeit die Hälfte der Wertsteigerung der dann zu scheidenden Gattin abgeben. Das kann ja auch durchaus gerecht sein, wenn sie ihm zum Beispiel immer die Hemden gebügelt hat und die Kinder vom Hals gehalten hat, um mal in Klischees zu schreiben...


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Solani2
Status:
schrieb am 12.10.2020 18:06
Ich wollte nur erwähnen, dass die eigentliche Frage war, was gemacht werden muss, damit sie ihr Erbe im Falle einer Scheidung nicht teilen muss.
Es klingt nicht so, als könne sie das ganze Projekt alleine durch das Erbe finanzieren. Und wenn man gemeinsam ein Haus baut oder eine Wohnung kauft, ist die Zugewinngemeinschaft doch nur gut und richtig. Selbst wenn sie 70% und er 30% zur Finanzierung beiträgt. Wenn es einen Zugewinn gibt, dann wird der geteilt. Ich weiß wirklich nicht, was ich da vertraglich regeln wollen würde.
Falls sich ein Ehepartner quasi ins gemachte Nest setzen darf, dann sieht die Sache anders aus. Aber selbst dann ist doch die Frage, wie sehr der Ehepartner zum Werterhalt beiträgt und damit moralisch auch ein Anrecht auf den Zugewinn hat. Das sollte man dann aber wirklich genau vertraglich regeln. Damit nicht jemand gratis Hausmeister und Reinigungskraft spielt ...


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   HulksMother
schrieb am 12.10.2020 18:40
Nur eine Anmerkung - in einer Ehe profitiert man ja nicht nur, man trägt auch das Risiko mit und haftet auch. Daher darauf zu beharren, gar nichts im Trennungsfall abgeben zu wollen ist ein seltsames Verständnis von Ehe.


  Re: Erbe/Bauplatz/Trennung34
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   Chorus
Status:
schrieb am 13.10.2020 16:28
Das Erbe und somit das Haus, wenn du es alleine finanzierst, gehört auch nach der Scheidung dir, und, wenn ich das alles richtig deute, auch der mögliche Zugewinn des Hauses, wie gesagt, wenn es dir alleine gehört....

Für Erbschaften und Schenkungen, die ein Ehepartner während der Ehe erhalten hat, gibt es aber eine Sondervorschrift. Nach § 1374 Abs. 2 BGB fällt durch Erbschaft oder Schenkung erworbenes Vermögen nicht in den Zugewinn. Dieses Vermögen darf der Ehegatte, der die Erbschaft gemacht hat oder der von einem Dritten beschenkt wurde, auch nach der Scheidung in vollem Umfang für sich alleine behalten. Erbschaften und Schenkungen fallen grundsätzlich nicht in den Zugewinnausgleich.

[www.erbrecht-ratgeber.de]




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