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  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   mjuka
schrieb am 24.09.2020 14:49
Muss leider doch noch was sagen, obwohl es eigentlich sinnlos ist...

1. Intensivplätze: Zu Beginn der Sommerferien traf ich zufällig eine Chefanästhesistin einer Uniklinik im Cafe. Sie organisierte per Handy alles mögliche... zufällig kamen wir ins Gespräch.
Sie sagte, dass die Kapazitäten ganz schnell hochgefahren werden können und alle Kliniken Notfallpläne in der Schublade hätten. Glückliches Deutschland!

2. Kinder, die unter Verdacht stehen, werden hier ganz normal behandelt. Ich stand selber kurz unter Verdacht. Ein paar mehr Vorsichtsmaßnahmen... alles gut. Natürlich sollen die Kids in so einem Fall nicht draußen rumspringen. Tun sie eh nicht, weil krank... Normaler Menschenverstand reicht!

3. Durchgängige Maskenpflicht an Schulen in Bayern: Kein Mensch will das... nur bei steigenden Zahlen. Ich arbeite im Ganztag, in verschiedenen Clustern und trage ganztags Maske. Nicht wirklich schön (sogar ziemlich schrecklich), aber wenns hilft... Die Kinder haben in ihren Clustern keine Maske (mehr). Dafür hat es halt die Cluster und ich bin eben in beinahe allen unterwegs.

4. Im Musikunterricht darf nicht gesungen werden, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Wenn wir singen wollen, gehen wir raus, damit der nötige Abstand zwischen den Kindern gewährleistet ist. Summen geht gar nicht. Nicht in Mathe, nicht nirgendwo. Ich leide darunter als Musiklehrerin, aber da muss man eben kreativ werden. Für eine Klasse nehme ich die Geburtstagslieder draußen auf, damit sie sie abspielen können. Mit den Großen nehme ich die Instrumente her und wir spielen eben ohne Singen so allerlei Spannendes. Macht auch Spaß!!!

5. Schulen dürfen Hockey anbieten, wenn der Abstand gewährleistet ist. Ebenso wie der Verein. Machen sie es nicht, liegt es an Kapazitäten, oder oder. Aber sie dürften es.

6. Testbezahlerei... ok, ist mehr als ärgerlich...

7. Logik mancher Maßnahmen ist nicht stringent. Aber man sucht Wege, die akzeptiert werden. "Alles gleich, egal wo" willst du ja auch nicht, oder? Macht man halt das eine oder andere Unlogische mit...

8. Unterschiedliche Bestimmungen: Mir persönlich wärs einheitlicher lieber. Aber wenns nur uneinheitlich geht, muss man mit den Lücken leben. Atmen und leben lassen....

9. Weihnachtsmärkte sind momentan doch vom Tisch? Und wenn die Zahlen sinken, spricht doch nichts gegen das erneute Nachdenken darüber?? EDIT: Heute stand in unserer Zeitung, dass doch Konzepte für Weihnachtsmärkte überlegt werden. Die Märkte sollen, wenn erlaubt, entzerrt (bei großen auf mehreren Plätzen) und Einbahnregelungen eingeführt werden. Ein Problem seien Glühweinbuden, natürlich. Wie es ausgeht, weiß ich nicht.

10. U-und S-Bahnen: ich würde nur mit Maske fahren, egal, ob durchgesetzt oder nicht... Klar unlogisch. Lässt sich wohl nicht durchsetzen. Schade!

11. Ich weiß nicht, was du hörst. Meine Medien prophezeien keinen Untergang, sondern berichten differenziert. Unlogisches und Logisches kommt nebeneinander und das ist in meinen Augen auch gut so.

Mein Fazit: Blöder Virus, schwieriger Umgang damit. Diskussionsbedarf besteht, Allheilmittel fehlt.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.20 08:58 von mjuka.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
avatar    Maral
schrieb am 24.09.2020 15:12
Tja, so unterschiedlich ist das. Genau das ist hier für viele das Problem. Ich trag auch meine Maske, sogar FFP2, und andere auch. Ich verstehe aber den Unmut vieler Menschen trotzdem, und ich finde es auch richtig, dass es ihn gibt. Das hat eben auch überhaupt nichts mit Coronaleugnen oder Verweigern von Maßnahmen zu tun.

Bei uns darf eben in Musik gesungen werden. In der Klasse ( aber nicht geföhnt beim schwimmen), aber eben nicht sonst. Und auch die anderen Dinge treffen hier zu. Und ja, jein, so ganz sind die Weihnachtsmärkte nicht vom Tisch, Medien: Drosten, NDR, Tagesschau, Etc, etc, falls du auf Blöd anspielst, sicher nicht. und genau diese Aussage: die Kinder seien im Zimmer zu halten und man solle nur das Essen einreichen gab es. Das hat nichts damit zu tun, dass sie nicht draußen rum laufen sollen. Der Quarantänependler darf das jedoch. Und auch der Satz, eine durchgängige Maskenpflicht sei Arbeitnehmern nicht zuzumuten, fiel von einem Politiker in unserem Bundesland. Da fragt man sich doch, warum denn eigentlich nicht?

Du hast Recht, es bringt nichts, denn genau das sollte den Menschen bei allem bleiben: Die eigene Meinung, und die kann gerade hier bei uns von Bundesland zu Bundesland verschieden sein.

Und dennoch kann man sich an die Maßnahmen halten. Auch das tun viele. Aber wenn man dahinter kommen will, warum diese Bereitschaft vielleicht sinkt, dann mag das eben auch damit zu tun haben, dass der Virus offenbar in einem Bundesland einen Meter weiter fliegt als in einem anderen, oder die Gefährlichkeit scheinbar davon abhängt, wem was zuzumuten ist.
Die Aktzepanz wäre sicher größer und die wird man auf Dauer brauchen, wenn es klare, einheitliche Regelungen gibt.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
avatar    maschu
schrieb am 24.09.2020 15:47
Zitat
mjuka
Muss leider doch noch was sagen, obwohl es eigentlich sinnlos ist...

Warum ist es sinnlos?
Weil man nicht uneingeschränkt einer Meinung ist?
Es gibt ja, wie man so schön sagt, auch Theorie und Praxis. Wie in allen Lebenslagen.
Und wenn ich abends laufen bin und kurzentschlossen Brötchen beim Bäcker mitnehmen wollte und dann draußen steh und denke "Mist, keine Maske einstecken" und mich dann tatsächlich nicht ohne Maske rein traue, weil man blöd angeguckt wird, finde ich das schon schräg.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   pmami
schrieb am 24.09.2020 16:14
Zitat
Serena15
Ja, aber ich meine halt die Reihenfolge war ja nicht so, dass es viele Verkehrstote gab, man dann das Fahren verboten hat und dann die Systeme entwickelt hat.
Das normale Fahren ging immer weiter und nebenher wurde das entwickelt. Also hat man es doch in Kauf genommen irgendwie?!
Natürlich löst das Tempolimit auf Autobahnen nicht alles und die Landstraßen sind gefährlicher. Hier gäbe es dann halt auch viel zu tun, genauso wie bei sicheren Radwegen etc.
Aber das läuft langsam und nebenher und es besteht nicht die Ambition es um jeden Preis zu senken. Dafür sollte es ein Beispiel sein.
Genauso empfinde ich es eben mit vielen anderen Erkrankungen, die auch vermeidbar wären wenn man sehr sehr viel investieren würde an Maßnahmen.
Mit scheint halt es gibt gerade zwei Klassen von Erkrankungen und Toten.

Der Vergleich hinkt, denn niemand hat das Ausatmen verboten solange wir Corona haben, um die Ansteckung wirksam zu vermeiden. Natürlich wurde auch das Autofahren beschränkt. Man muss 18 Jahre alt sein, muss eine Führerscheinprüfung ablegen, darf nicht betrunken fahren. Das sind alles Einschränkungen, die die Freiheitsrechte betreffen.

Viele Grüße pmami


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  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 24.09.2020 17:21
Zitat
maschu
und mich dann tatsächlich nicht ohne Maske rein traue, weil man blöd angeguckt wird, finde ich das schon schräg.

zu schräg gehört auch, wenn ein Enkelkind (Kindergarten) seine Oma fragt: "darf ich dich wieder anfassen/umarmen?"

Da mit der Quarantäne im Kinderzimmer habe ich auch gehört. Manche Gesundheitsämter sollen wohl noch den Vermerk gesetzt haben, dass bei nicht Einhaltung das Kind ins Heim muss. QUELLE
Nun kann man das natürlich als Kommunikationsproblem abtun. Aber ich finde, manche Regelung und Umsetzung geht einfach zu weit. Und gerade bei der Sache mit dem Sitzen auf der Parkbank hat man mMn gesehen, dass man nicht einfach alles so hinnehmen kann, sondern sich auch beschweren muss, damit die Exekutive merkt, dass manche Maßnahmen einfach nichts bringen. Beide Beispiele waren nämlich kein Einzelfall. QUELLE
Und das Tragen an öffentlichen Plätzen gehört für mich auch dazu. Wäre es hilfreich, müssten doch in Frankreich die Zahlen wieder gut nach unten gehen. Tun sie aber nicht. Also ist hier das mehr an Masken nicht zielführend und man müsste was anderes machen. Aber man bezeichnet Masken weiterhin als billig, wenig störend und hilfreich.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   Serena15
Status:
schrieb am 24.09.2020 17:26
Ach wir kommen nicht zusammen. Es sollte ein Beispiel sein, dass die Vehemenz Gefahren zu verhindern unterschiedlich sein kann. Verkehr betrifft auch Fußgänger und Radfahrer, da gibts keine Einschränkungen wie Alter oder Führerschein und dennoch wird eine gewisse Zahl von Opfern "hingenommen", weil es nun mal nicht geht diese komplett vom Autoverkehr zu separieren etc.

Es geht ja mir doch auch nicht darum jegliche Maßnahmen gegen Corona in Frage zu stellen. Aber die Ausprägung und Ausgestaltung schon.

Marals Zusammenfassung möchte ich mich anschließen, speziell auch was die Rolle der Medien angeht. Auch hier gehen die Meinungen ja stark auseinander wie man sieht.

Und ja, mir fällt es schwer meinen Kindern diese Absurditäten zuzumuten (Papa darf Basketball spielen ohne Maske mit Körperkontakt in der Halle und allem, Kinder dürfen nur im Freien Leichtathletik machen; Fönen geht nicht wegen Corona, bei Geburtstagen dürfen in die Schule nur gekaufte Süßigkeiten mitgebracht werden keine selbst gebackenen, Schwimmkurse im Schwimmbad sind gestrichen/ Aquagymnastik für 60+ findet statt usw. usf. ).


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.09.20 17:50 von Serena15.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   himbeere
schrieb am 25.09.2020 10:22
Zitat
Serena15
... dennoch wird eine gewisse Zahl von Opfern "hingenommen", weil es nun mal nicht geht diese komplett vom Autoverkehr zu separieren etc.
.


Ja, wir nehmen ca. 3000 Verkehrstote pro Jahr "hin". Corona hat bereits mehr als 9000 Menschen das Leben gekostet, die haben wir notgedrungen auch hingenommen. Gestern ist ein Nachbar von uns verstorben, 50, ohne Vorerkrankungen, an Corona, hinterlässt drei Kinder zwischen 14 und 20. Die Tochter ist eine Freundin unserer Tochter.

Da die Diskussion inzwischen ja nichts mehr mit meiner Ausgangsfrage zu tun hat, bitte ich darum, diese hier zu beenden.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
avatar    Maral
schrieb am 25.09.2020 11:44
Zitat
blauesTeufelchen
Zitat
maschu
und mich dann tatsächlich nicht ohne Maske rein traue, weil man blöd angeguckt wird, finde ich das schon schräg.

zu schräg gehört auch, wenn ein Enkelkind (Kindergarten) seine Oma fragt: "darf ich dich wieder anfassen/umarmen?"

Da mit der Quarantäne im Kinderzimmer habe ich auch gehört. Manche Gesundheitsämter sollen wohl noch den Vermerk gesetzt haben, dass bei nicht Einhaltung das Kind ins Heim muss. QUELLE
Nun kann man das natürlich als Kommunikationsproblem abtun. Aber ich finde, manche Regelung und Umsetzung geht einfach zu weit. Und gerade bei der Sache mit dem Sitzen auf der Parkbank hat man mMn gesehen, dass man nicht einfach alles so hinnehmen kann, sondern sich auch beschweren muss, damit die Exekutive merkt, dass manche Maßnahmen einfach nichts bringen. Beide Beispiele waren nämlich kein Einzelfall. QUELLE
Und das Tragen an öffentlichen Plätzen gehört für mich auch dazu. Wäre es hilfreich, müssten doch in Frankreich die Zahlen wieder gut nach unten gehen. Tun sie aber nicht. Also ist hier das mehr an Masken nicht zielführend und man müsste was anderes machen. Aber man bezeichnet Masken weiterhin als billig, wenig störend und hilfreich.

Das war auch - vermutlich aber auch ungeschickt- nochmal eine Äußerung eines Politikers , als sich die Quarantänen an Schulen häuften. Das man das bitte tun sollte. Dagegen die Quarantänependler. Die unterschiedlichen Maßstäbe machen halt viele auch wütend. Wenn das Kind mit Maske in der Schule sitzen soll, dann bitte auch der Arbeitnehmer im Büro. Ich kenne viele, die munter erzählen, wo und wie Meetings ohne Schutzmaßnahmen abgehalten werden weil Maske ja so lästig und nicht zu ertragen sei. Über im Grunde einfache Regelungen, wie jeder Erwachsene setzt eine Maske auf, wenn er das Haus verlässt, wird ewig diskutiert, in anderen Bereichen, meist da, wo man sich nicht wehren kann ( Pflegeheime, Schulen, Kinder etc), hart vorgegangen. Ich versteh auch wieder dieses rumgeeiere mit den Reisen ins Risikogebiete nicht. Dann bleiben halt alle mal hier. Ende, wenn das wirklich nötig ist, weil Virus so gefährlich und Einschleppung in den Schulen. Stattdessen schleppt Krümel jetzt jeden Tag einen 5,7 kg schweren Ranzen hin- und zurück, weil man damit rechnet, dass es zu einer Quarantäne oder schlimmeres kommen könnte, ( in der die Kinder dann möglichst separiert werden) weil soviel anderes erlaubt, bzw nicht kontrolliert wird, und man fest davon ausgeht, dass von den Urlaubern auch wieder was mitgebracht wird.
Das mit der Bank ist ein hervorragendes Bspw. Da wurden alte Leute, die allein auf der Bank saßen, ernsthaft vom Ordnungsamt hochgescheucht.

ES ist ja auch immer eine Frage, wie man handelt, aber es gibt weit mehr Stufen als alle Regeln und Vorgaben stumm befolgen und brav zu nicken und selbst als Corona Polizei aufzuspielen und dem Corona Leugner, der mit Verschwörungstheorien daher kommt oder dem alles egal Typ, der sich an nichts hält. Dazu gehört eben auch der Typ Mensch, der das meiste befolgt, aber eben auch dennoch bestimmte Maßnahmen in Frage stellt, bzw Diskussionen anstößt und auch mal sauer ist, oder die eine oder andere Kritik ausspricht. Ich versteh die, und ich finde es auch durchaus wichtig, dass auch immer wieder mal zumindest in Frage gestellt wird, was in welchem Maße wirklich angebracht ist und was nicht. was ja nicht automatisch dazu führt, dass wir bspw die Kinder dazu anstacheln, Geburtstagslieder auch zu singen, dann summe sie die halt, und die Std danach singen sie. Das tut niemandem weh. Zumal der Frust ja eben auch nicht- wie oft gedeutet dahin geht- alle Maßnahmen überzogen, sondern eben durchaus mal in die andere Richtung. Wieso dürfen die eigentlich singen? In anderen Fällen eben dann auch mal Contra: Eine Maskenpflicht für Kinder im Unterricht finden viele, geht gar nicht. Und diese Meinung hat ebenso seine Daseinsberechtigung wie die, unbedingt Masken. Denn für beides gibt es für und wider und es ist nicht die einzige Form des Infektionsschutzes. Schon gar nicht, wenn man sie dem Arbeitnehmer nicht zumuten kann. Ich hab eine klare Meinung zu Reisen, deshalb werfe ich nicht denen, die für Reisen sind, vor, Coronaleugner zu sein.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   Serena15
Status:
schrieb am 25.09.2020 12:08
Himbeere: Wir haben die 9000 Toten hingenommen? Wie meinst du das? Die meisten davon waren im Frühjahr/ Frühsommer wo Lockdown herrschte? Meinst du man hätte noch mehr machen sollen?

Jeder Vergleich mit anderen Krankheiten/ Toten hinkt natürlich und passt irgendwie nicht 100%. Aber nur deswegen darf man doch Umfang und Ausgestaltung der Maßnahmen diskutieren, denn unsinnige oder inkonsistente Maßnahmen, wie schon viele genannt wurden, retten auch kein Leben - machen nur müde für die echt wichtigen Maßnahmen.

Und so lange es eine Einteilung in Corona- Verharmloser oder Leugner/ Verschwörungstheoretiker gibt finde ich durchaus dass es Redebedarf gibt. Oder wie nennt sich die Kategorie, die die Maßnahmen befolgen, Corona nicht leugnen aber manches hinterfragen?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.20 12:46 von Serena15.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
avatar    Maral
schrieb am 25.09.2020 13:24
Vor allem geht das ja auch in beide Richtungen: Ich kann immer nur den Kopf schütteln, wenn ich Junior von der Schule abhole. Wo 60 Eltern gedrängt stehen, viele eifrige Verfechter der Corona Regeln, einer der heiligsten Akte, sich an Regeln halten, egal, wie unsinnig sie auch sein mögen. Corona wird durchaus ernst genommen, eben im Rahmen der Regeln. Ich bin mit einer der wenigen, die, trotz, dass sie einiges deutlich kritisiert, da mit Maske stehen, obwohls keine Pflicht ist. Und den netten Hinweis bekam, ( weil ich Krümel bat Abstand zu einem Kind aus einer anderen Klassenstufe zu halten), dass es ja total wichtig sei, die Regeln einzuhalten, aber jetzt sei die Schule ja vorbei, jetzt darf man ja. Aha, ja klar, letztlich versucht man das alles ja auch möglichst sinnig mit seinem Alltag zu verbinden, aber wo ist das Hirn geblieben. Vor allem, wenn sich diejenigen dann noch als Moralapostel aufspielen. Am ersten Wochenende, wo es erlaubt war, stürmten Bekannte los, die Eltern besuchen. Regen sich aber auf, wenn man auf einer leeren Bank im Park sitzt, weils ja schließlich verboten sei, oder werfen mit Corona Verharmlosung um sich, wenn jemand Regeln hinterfragt.
Und für seinen und den Schutz der Liebsten kann man auch selber sorgen. Und so bspw auch jeder besorgte Lehrer ( die Lehrer, die Masken der Kinder zum Schutz der Lehrer fordern).
Ich trag auch ffp2 in der Bahn, um mich zu schützen und fordere nicht, dass alle anderen einen tragen, einschließlich der Kinder.
Kritiker sind nicht gleich Verschwörungstheoretiker und Leugner.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   henriette
schrieb am 26.09.2020 09:35
Als ich den Führerschein machte, durfte ich mit 18 eine 1000 Kubik Maschine mit 1,3 Promille mit 210 auf der Autobahn fahren. Aber immerhin schon mit Helmpflicht.... Das zum Thema, es wurde nicht "eingeschränkt". Ich erinnere mich noch an die Diskussion zur Gurtpflicht. Und dann die Anschnallpflicht hinten. Kindersitze.....
Und ansonsten: Ich war jetzt mehrfach auf einem sehr grossen Bahnhof und habe nicht einen Menschen ohne Maske gesehen. Hat mich auch gewundert, nachdem, was ich alles von und über Maskenverweigerern im Netz lese.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   Solani2
Status:
schrieb am 26.09.2020 10:07
Wundert mich nicht, ich habe es auch nicht anders erlebt. Wir sind ja auch Herdentiere und wollen nicht anecken. Wenn alle Maske tragen, kommen sich die ohne blöd vor und umgekehrt. Hier ein paar Dörfer weiter gibt es angeblich einen Laden, wo die Inhaberin ein Attest hat das besagt, sie wäre psychisch nicht dazu in der Lage, eine Maske zu tragen. Dort kaufen (wieder angeblich) Masken-Verweigerer aus der Gegend ein. Kann ich mir so alles vorstellen. Da kann man sich schön gegenseitig bestätigen. Ist ja bei diesen Protest-Märschen nicht anders. Der überwältigende Teil macht einfach mit. Alleine gegen die große Masse ist einfach schwer für uns.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
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   Serena15
Status:
schrieb am 26.09.2020 12:33
Henriette: Lassen wir das wirklich. Ich habe gemeint es war eine Entwicklung über viele Jahrzehnte, die nebenher lief. Und die gut ist. Eine viel schnellere Einführung von Gurtpflicht, Gesetzen und technischen Entwicklungen innerhalb kürzerer Zeit hätte mehr Tote verhindert. Wurde aber nicht gemacht.

Es ging aber auch nicht um eine 100% genaue Übereinstimmung. Es geht darum - ohne Wertung - dass es in verschiedenen Situationen eine unterschiedliche Vehemenz gibt, inwieweit "Leben um jeden Preis retten" durchgeführt wird. Eine Politologin bemühte bei Lanz die Woche den Vergleich zur Entführung einer Passagiermaschine im Zusammenhang der Schleyer Affäre. Natürlich passt das auch nicht zu 100%. Sie wollte eben auch nur benennen, dass es Unterschiede gibt.

Und ich sehe auch so gut wie nie jemand ohne Maske und frage mich wo die Masse der Verweigerer ist.


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
no avatar
   Tikara
Status:
schrieb am 26.09.2020 14:58
Ich weiss was du meinst, Serena.
Helm-Phlicht ist in ganz D, ebenso um D herum. Airbags gibt es mittlerweile in allen Autos und Kindersitze sind ebenfalls Pflicht, in D und Umgebung. Alles Einheitlich, nicht wie Corona-Massnahmen.
Diese "Entwicklungen" liefen, WÄHREND x 1000 von Erwachsenen und Kinder starben. Es wurde kein Stopp gerissen und gewartet, bis Massnahmen ausgearbeitet worden sind.
Auf diesen Punkt will Serena hinaus und ich finde das sehr verständlich


  Re: Umgang mit "Corona-Verharmlosern"
no avatar
   Serena15
Status:
schrieb am 26.09.2020 16:44
Danke Tikara, genau das meine ich Hammervertragen




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