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  Corona und ich will arbeiten traurig
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   IchWillArbeiten
schrieb am 19.09.2020 11:34
Hallo,

ich habe hier ein für mich unlösbares Problem, das mich in letzter Zeit an Rand der Erschöpfung treibt. Ich habe zwei Kinder im Kindergartenalter, für die wir über 10 Versuche benötigt haben und insgesamt 9 Jahre gekämpft haben. Leider war die Beziehung bereits vor der Geburt des zweiten Kindes zerbröckelt. Wir haben uns auseinander gelebt, aber nicht zerstritten. Mein Mann ist ausgezogen und wohnt nun über 400 km von uns entfernt. Er hat regelmäßig Kontakt zu den Kindern am Wochenende. Ich bin also seit Januar frisch allein erziehend. Und die Kinder waren 8 bis 15 Uhr zuverlässig in Betreuung. Hier war alles gut.

Jetzt zu meinem Job. Ich arbeite und habe das Glück, dass ich meinen Job über alles liebe. Es ist ein projektorientiertes Arbeiten in einem netten Team. Alles nette (männliche) Kollegen, die aber null Verständnis für meine familiäre Situation haben, sie können es einfach nicht nachvollziehen, wie es ist mit zwei kleinen Kids ohne Betreuung auch noch den Job in den Alltag einzubauen. Jedes Teammitglied führt ein eigenes Projekt, das macht total Spaß, wir sind keine Konkurrenten, sondern tauschen uns sehr viel aus, wenn jemand eine Idee hat, dann wird sie teilweise von den anderen in ihre Projekte übernommen. Es ist also kein Einzelkampf, sondern eine Gemeinschaftsarbeit, wo jedes Projekt respektiert wird.

Und dann kam Corona. Ich musste drei Monate mit den Kids Non-Stop zu Hause bleiben. Ich fand es absolut und sehr anstrengend. Jeden Tag das gleiche, Spielen, Spazieren, Kochen, Putzen, Aufräumen. Das hat mich sehr unglücklich gemacht. Ich hatte Home Office versucht, aber mein Job erfordert höchste Konzentration über einige Stunden, sonst macht er keinen Sinn. Ich kann nicht ein bisschen arbeiten, dann ein bisschen spielen, dann ein bisschen Haushalt und dann wieder ein bisschen arbeiten. Ich hatte es irgendwann tagsüber schweren Herzens sein gelassen. Dann abends, nach dem die Kinder im Bett waren, in die Nacht hinein gearbeitet. Das konnte ich ein paar Tage, dann war ich erschöpft, zu wenig Schlaf, so dass ich immer wieder Pausen einlegen musste, damit ich schlafen kann. Damit blieb noch weniger Zeit zu arbeiten.

Dann war die Betreuung wieder da, aber die Kinder hatten diesen Sommer oft Schniefnase, so dass sie wegen neue Verordnung nicht in die Kita durften. Dann kamen die Ferien (die keine von uns gebraucht hat). Ich musste also immer wieder pausieren. Aktuell befinden ich mich mit den Kids in der Quarantäne, da es in der Kita jemand auf Corona positiv getestet wurde. Alle anderen Tests vom Personal waren negativ, auch von den Kindern, die Symptome hatten. Meine hatten keine Symptome, daher kein Test, sondern Quarantäne. Arbeitsmäßig bin ich wieder aufgeschmissen.

Ich konnte seit März kein einziges Projekt abschließen. Eins musste ich komplett aufgeben. Habe dann ein sehr interessantes Projekt vom Kollegen übernommen, aber komme da zeitlich auch nicht weiter. Ich sehe, wie die Kollegen ihre Projekte munter abschließen und neue starten. Ich merke, wie ich zunehmend abhängt werde, weil ich auch die Internas, die durch Kaffee-Gesprächen ausgetauscht werden, nicht mehr rankomme. Ich bin total neidisch. Das macht mich innerlich kaputt. Bitte, nicht falsch verstehen, ich liebe meine Kinder und verbringe gerne Zeit mit denen, aber nicht 24/7. Das macht mich wahnsinnig, wütend, unausgeglichen. Ich muss mit Erwachsenen reden, ich muss eigene Erfolge verbuchen können, ich muss meine graue Zellen anstrengen, damit es mir gut geht. Kann es jemand verstehen? Bin ich eine schlechte Mutter, weil ich mit meinen lang ersehnten und hart erkämpften Kindern nicht permanent glücklich sein kann?

Ich vermute mal, dass ich so eine Art Born-Out-Syndrom habe. Also ein Burn-Out, das durch die Unterforderung entsteht. Das heißt, dass die Hausarbeit und Kinder überfordern mich in keinste Weise, aber ich langweile mich, beim Kochen, beim Putzen, beim Spielen, beim Spazierengehen. Ich merke, dass es mir besser, geht, wenn ich wieder mal Chance hatte, zu arbeiten. Aber das ist so selten und unregelmäßig, dass, wie oben schon gesagt, ich gar kein Ergebnis sehen kann und nichts zu Ende bringen kann.

Da ich immer noch versuche, nachts zu arbeiten, merke ich nun, dass mein Körper nicht mehr mitmacht. Ich bin eigentlich immer topfit und höchst belastbar gewesen. Jetzt spüre ich immer wieder Wehwehchen, ein Stechen hier, ein Stechen da. Morgens komme ich nicht aus dem Bett, abends bin ich erschöpft und muss mich zum Arbeiten zwingen, obwohl ich meinen Job liebe. Ich kann mir nichts merken, habe hier Tausende Zettel liegen mit Notizen und vergesse trotzdem die Hälfte. Mal sind es Bücher, die in der Bücherei abgegeben werden müssen, oder einen Auswärtstermin, der lange stand und irgendwie nicht mehr präsent war oder Einkaufen, und dann merke ich, dass Lebensmittel zum Kochen fehlen. Oder es wird seit langem Versprochen, den Kleber für die Glitzertattos zu kaufen und dann doch vergessen. Mal bleiben Rücksendungen liegen und die Frist verstreicht, mal wird die Mülltonne nicht rausgestellt. Kleinigkeiten, ja, aber es häuft sich.

Dazu kommt noch, dass ich sehr skeptisch den Corona-Maßnahmen gegenüber stehe (ich möchte es hier nicht diskutieren, aber es belastet mich noch zusätzlich). Es fehlt mir emotionale Unterstützung mit jemanden darüber zu reden, der ähnlich denkt. Mit den Leuten, die Mainstream-Politik für richtig halten, kann ich im Moment wenig anfangen. Ich möchte auch keinen von irgendetwas überzeugen, auch nicht für irgendetwas kämpfen, ich möchte nur mit Gleichgesinnten austauschen. Auch der Umgang mit den Kindern ist schwierig, was dieses Thema angeht. Sie werden in der Kita "geimpft", wie gefährlich die ganze Situation ist, dass wenn sie nicht aufpassen, würden alte Leute sterben und sowas. Dann kommen sie nach Hause, stellen Fragen und ich sage denen, dass ich anders denke. Dass es Corona gibt, aber die es nicht so gefährlich, wie es in der Kita erzählt wird. Und dass sie keinen umbringen würden, wenn sie mal Hände nicht waschen oder während Quarantäne im Wald spazieren gehen. Ich will denen nicht etwas erzählen und bestätigen, was ich selbst für unwahr halte. Wie gesagt, ich möchte hier nicht die Corona diskutieren, sondern nur aufzeigen, dass es schwierig ist, wenn man die geltende Vorschriften nur widerwillig akzeptieren muss.

Ich vermute mal, dass ich wegen dem vorherigen Absatz bei einigen hier unten durch bin und kein Verständnis bekomme. Genau das, was ich auch im Alltag erfahre.

Ich sehe keinen Ausweg aus der Situation. Ich will arbeiten, es tut mir gut. Zu Hause bleiben macht mich kirre, ich werde unfair zu den Kindern, manchmal werde ich wütend. Ich entschuldige mich immer wieder bei denen und erkläre, dass es dadurch kommt, dass ich nicht arbeiten kann. Dass ich aber meine Arbeit liebe und dass es mich unglücklich macht. Ich möchte auch keinen Urlaub, obwohl sowie unser Ostern-Urlaub als auch unser Sommerurlaub storniert wurde. Ich fühle mich nicht so, dass ich mich erholen muss. Im Gegenteil ein Urlaub bedeutet wieder 24/7 Kinderbetreuung, nur halt nicht zu Hause, sondern woanders.

Meine Eltern leben im Ausland und können wegen Corona-Einreiseverbot seit einem halben Jahr uns nicht besuchen. Ich vermisse sie sehr, meine Mutter weint oft und fragt, ob sie nun die Kids nicht mehr aufwachsen sehen darf. Ich denke schon, dass es irgendwann möglich sein wird. Aber wann? Meine Eltern werden auch nicht jünger. Sie sind Rentner und die Kids sind deren ein und alles. So von denen abgeschnitten zu sein, fällt es denen schwer. Und mir fehlt auch dessen Unterstützung. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie mich zeitweise entlasten können, als ich mein Alleinerziehend dasein geplant habe.

Sieht ihr vielleicht den Wald, den ich vor lauter Bäume nicht sehe? Was tun? Resignieren, die Situation akzeptieren und versuchen daraus das beste zu machen?

Danke fürs Durchlesen.


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   +emmi+
schrieb am 19.09.2020 13:26
ohje, was das bore-out betrifft: das kann ich gut nachvollziehen.
ich war fast froh, daß wir ab tag 2 der schulschließung anspruch auf notbetreuung hatten und diese wirklich gut lief.
ich war vorher wegen corona schon seit 6 wochen im homeoffice und wohnungsmüde und wäre dann noch das kind zu hause gewesen: es hätte zoff gegeben.
ich wurde dann abgeordnet in einen systemkritischen bereich mit täglicher arbeit vor ort, das hatte dann wieder andere probleme, ich von 7-21 außer haus, das kind betreut von 9-14 und alle sonstigen nachmittagsaktivitäten gecancelt...gsd hat das wlan funktioniert und hanni ist auch nicht mehr im kiga-alter...

bei uns in der kita/schule standen aber nicht wenige auf der matte und haben versucht um jeden preis irgendwie in die notbetreuung zu rutschen, selbst nicht-alleinerziehende teilzeitselbstständige, wo man denkt: da müsste es doch klappen....

ich weiß nicht, in welchem bundesland du wohnst und wo deine eltern leben.
ad 1: warum die asymptomatischen nicht getestet werden, wenn sie wegen kontakt unter quarantäne stehen, kann ich nicht nachvollziehen. dann hätte man die symptomatischen auch nicht testen müssen sondern lt. rki einfach als kontakt+symptome= corona einstufen können und diese zu hause lassen...quatsch. da würde ich wohl noch mal drängeln.

ad 2: und wenn die eltern einreisen und sich dann in quarantäne begeben bzw. freitesten oder schon neg. test mitbringen? dann sind sie ja hier und können bleiben, bis "alles" vorbei ist?

und zu den maßnahmen: natürlich stirbt wahrscheinlich keiner, wenn man sich mal nicht die hände wäscht und im wald spazieren ist auch ungefährlich (was corona betrifft). und leider sind viele maßnahmen politisch motiviert und aus infektionsschutzgründen nicht immer sinnvoll. trotzdem bin ich (als "mitglied" der risikogruppe) doch recht froh, daß es gewisse auflagen gibt, zb masketragen in bestimmten bereichen etc.

viel kraft! (ich persönlich denke gerade, daß jetzt die nächste runde erst los geht...*seufz*

lg jowi-emmi


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   Anonym1211
schrieb am 19.09.2020 14:56
Hallo,

ich kann dich gut verstehen. Ich kann dir hier keine pn senden. Würde mich gerne austauschen.

LG


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   Joblin
Status:
schrieb am 19.09.2020 19:52
knuddel

Hast Du vielleicht schonmal über ein Au-Pair nachgedacht?


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  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   pmami
schrieb am 19.09.2020 23:21
Was ist mit dem Vater? Wie wäre es, wenn er jetzt mal für ein oder zwei Monate die Kinder übernimmt. Immerhin machst Du das ja seit sechs Monaten. Du könntest Dich dann zur Abwechslung auf den Job konzentrieren und nach ein oder zwei Monaten sieht man weiter. Vielleicht gibt es dann einen Impfstoff, oder, oder, oder ...

Dürfen Deine Eltern gar nicht einreisen oder nur mit 14tägiger Quarantäne? Auch das wäre eine Überlegung wert. Sie ziehen einmalig die Quarantäne durch und dann könnten Sie Dich tatsächlich entlasten.

Viele Grüße pmami


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   Solani2
Status:
schrieb am 20.09.2020 09:38
Ich schließe mich an - du brauchst Unterstützung, egal woher. Wenn es finanziell möglich ist, würde ich über eine Haushalts/Kinderbetreuungshilfe nachdenken. Also Jemanden, der Vormittags ein paar Tage kommt und eben entweder, wenn nötig, mit den Kindern was macht oder eben im Haushalt.
Alleinerziehende haben es gerade echt schwer! Natürlich wäre es ideal, wenn du den Vater in die Pflicht nehmen könntest. Weil Tatsache ist, dass Frauen den Großteil dieses Virus Schlammassels ausbaden müssen und fair ist das nicht.


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   IchWillArbeiten
schrieb am 20.09.2020 10:29
Vielen Dank für die Tipps! Ich bin echt froh, dass jemand meine Situation tatsächlich nachvollziehen kann und nicht als Jammern auf hohem Niveau abgestempelt.

Jetzt zu den Details:
- Die Quarantäne ist am Mittwoch gsd vorbei, so dass ich hier auch nichts mehr unternehmen werden, um es für uns zu beschleunigen. Aber das ist sicherlich nicht die letzte Aktion dieser Art gewesen, es werden weitere Schließungen und Quarantänen geben. Und dann werde ich schauen, dass ich da Druck mache, wenn die Maßnahmen wieder ähnlich ausfallen. Danke für den Tipp!
- Meine Eltern leben leider in einem Land, dass nicht auf der EU-Liste steht. Das heißt, sie können nur einreisen, wenn es ein Todesfall, Geburt oder ähnliches in der Familie eintritt. Sonst nicht. In einer Selbst-Quarantäne nach Einreise zu begeben, wäre das kleinste Problem und das würden wir sofort mitmachen. Leider ist es keine Option. Wir sind jetzt auf unbestimmte Zeit getrennt. Das macht uns hier inklusive Kinder, die ihre Oma und Opa vermissen, sehr traurig.
- Eine Au-Pair. Ja, der Gedanke war tatsächlich schon da. Es gibt nur ein technisches Problem. Wenn sie kommen würde, dann würde sie das Gästezimmer für ein Jahr "blockieren", wo sonst meine Eltern beim Besuch leben und ich habe noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass wir uns doch noch irgendwie zeitnah wieder sehen können. Es kann doch nicht sein, dass es jetzt für Jahre gewesen ist, oder? Wäre Au-Pair da, wüsste ich nicht, wie ich noch meine Eltern zusätzlich unterbringen könnte. Es wird dann ganz eng hier.
- Mein Mann kann die Kinder nicht betreuen. Er wohnt zu weit weg, arbeitet ganztags und hat noch nie die Kinder für längere Zeit bei sich gehabt. Wir sind beide durch unsere Jobs ortsgebunden. Mein Mann bemüht sich, wieder in unsere Nähe zu ziehen, aber dafür müsste wenigstens eine offene Stelle irgendwo hier vorhanden sein. Durch Corona ist sein Bereich (Veranstaltungsbranche) sowieso tot und er ist froh, dass er überhaupt noch einen Job hat und ihm nicht gekündigt wurde. Hier sieht es daher auch nicht danach aus, dass er zeitnah wieder irgendwo in der Nähe unterkommen kann.

Die "einfachste" Lösung für uns wäre, wenn das Einreiseverbot wenigstens für Familienmitglieder 1. Grades aufgehoben wird. Ich hatte auch schon überlegt, hier einige Behörden anzuschreiben oder eine Petition zu starten. Wahrscheinlich wird es aber eher nichts bringen. traurig


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   IchWillArbeiten
schrieb am 20.09.2020 11:33
Zitat
Solani2
Ich schließe mich an - du brauchst Unterstützung, egal woher. Wenn es finanziell möglich ist, würde ich über eine Haushalts/Kinderbetreuungshilfe nachdenken. Also Jemanden, der Vormittags ein paar Tage kommt und eben entweder, wenn nötig, mit den Kindern was macht oder eben im Haushalt.
Alleinerziehende haben es gerade echt schwer! Natürlich wäre es ideal, wenn du den Vater in die Pflicht nehmen könntest. Weil Tatsache ist, dass Frauen den Großteil dieses Virus Schlammassels ausbaden müssen und fair ist das nicht.

In der Hinsicht habe ich noch Glück im Unglück, dass ich in einem "männlichen" Unternehmen arbeite. Das kann sich eine einzige "unzuverlässige" Mitarbeiterin neben sonst männlichen Kollegen gerade noch leisten. Sonst würde ich wahrscheinlich da auch auf Abschussliste stehen. Ja, es ist nicht fair. Aber ich darf mich da nicht beklagen, da ich keinen Druck seitens Arbeitgeber habe. Jedes Mal wenn ich ausfalle, wird zwar geseufzt, aber bis jetzt alles mitgemacht. Ich habe ja auch keine Wahl und mache es nicht absichtlich. Das verstehen sie und dafür bin ich sehr dankbar.

Kinderbetreuung würde mir in Quarantäne auch nicht helfen, da wir ja eine Kontaktsperre habe. Es wäre dann nur für den Fall, wenn die Kinder wieder mal Schniefnasen haben. Wobei hier sollte sich laut unsere Kita demnächst Lockerungen geben und zwar verschnupfte aber sonst fitte Kinder in die Kita wieder dürfen. Das wäre schon wieder ein große Erleichterung für mich.


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   Chorus
Status:
schrieb am 20.09.2020 12:00
Wie wäre es, wenn du nicht klassisch über eine Au-Pair-Agentur ein Kindermädchen suchst, sondern z.B. eine Studentin, die eine zeitlang bei dir wohnen kann und mit der du über die Situation sprechen kannst? Während dieser Zeit könnte sie mietfrei bei euch wohnen mit etwas Taschengeld. So hat es eine Freundin vor mir gemacht, sie hat Zwillinge und ist selbständig, das funktioniert ganz gut.

Wenn du über eine Agentur suchst, hast du ziemlich viele Auflagen. Ich selber war auch mal Au-Pair, und auch ich bin über einen unkonventionellen Weg dazu gekommen (Tipp einer Freundin einer Freundin, damals gab es noch kein Internet...). Und bei mir war es auch nur über die Ferienzeit, die natürlich bei Studenten eher lange sind.

Wie gesagt, wenn man sich ein bißchen umhört, noch dazu zur jetztigen Zeit mit Internet, könnte das klappen. Wie gesagt, wenn man mit dem Au-Pair redet (oder sonstiger Kinderbetreuung) könnte es helfen..


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   Solani2
Status:
schrieb am 20.09.2020 12:07
Ich meinte auch keine Hilfe, die kurzfristig einspringt, so jemanden wirst du wohl eher nicht finden, sondern eine dauerhafte Lösung. Klar, Quarantäne kann nicht abgedeckt werden, aber sonst die üblichen Wehwehchen. Auch, wenn du mal krank wirst. Muss ja nicht Corona sein. Ganz ohne Hilfe alleinerziehend ist es immer schwer, auch ohne Corona. Deine Probleme werden sich sicher bessern, wenn es dann Impfstoffe und neue Regelungen gibt. Aber ganz wegfallen werden sie leider auch nicht.


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   HulksMother
schrieb am 20.09.2020 12:28
Au Pair kannst Du in Deiner Situation vergessen. Aktuell herrscht ein totaler Mangel an Au Pairs wegen der Corona Auflagen und der Situation in den klassischen Au Pair Ländern. Man braucht auch Zeit für ein Au Pair. Und muss viel Glück haben, dass das Au Pair gut mit Kindern kann, selbständig ist und gut genug Deutsch kann. Man kann ein Au Pair auch nicht einfach wieder wegschicken, wenns nicht läuft. Und die meisten Agenturen bevorzugen eh stabile Familien.


  Re: Corona und ich will arbeiten traurig
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   pmami
schrieb am 20.09.2020 17:56
Zitat

- Mein Mann kann die Kinder nicht betreuen. Er wohnt zu weit weg, arbeitet ganztags und hat noch nie die Kinder für längere Zeit bei sich gehabt.

Aber das tust Du doch auch. Du arbeitest doch auch und musst trotzdem die Kinder im Lockdown, in den Ferien, bei Schnupfen und in Quarantäne 24/7 betreuen. Warum hindert ihn seine Arbeit daran, seinen Anteil zu übernehmen und Deine hindert Dich nicht daran alles zu übernehmen?

Sie waren noch nie länger bei ihm? Höchste Zeit, dass sich das ändert.

Er wohnt weit weg? Na dann fahren sie eben zu ihm oder er kommt zu Dir. Du hast ja ein Gästezimmer. Natürlich ist es suboptiomal, mit dem Ex unter einem Dach zu wohnen, aber wir sind mitten in einer Pandemie. Da ist jede Lösung supboptimal.



Viele Grüße pmami




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