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  Gluten Unverträglichkeit
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   Kerstin P.
schrieb am 04.08.2020 04:04
Hallo, nachdem mein Sohn (12 Jahre) über längere Zeit häufig Bauchschmerzen und Durchfall hatte, bekamen wir nun nach einer Untersuchung die Diagnose Gluten- Unverträglichkeit. Für uns als Familie bedeutet das eine Umstellung, die nicht nur die Ernährung betrifft. Da wir in diese Problematik hereinwachsen müssen, sind wir über Erfahrungen (besonders längerer ) von anderen Betroffenen sehr dankbar. So gibt es bei uns jetzt viele offene Fragen, wie wir zum Beispiel Schulspeisung, Schulfahrten , Restaurantbesuche, Auslandsaufenthalte usw. in Zukunft meistern sollen. Vielleicht gibt es in diesem Forum Betroffene . Für jede Erfahrung bin ich sehr dankbar. Viele Grüße Kerstin P.


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   7mondenschein7
schrieb am 04.08.2020 09:33
Hallo Kerstin,

habt ihr eine Zöliakie Diagnose?
Unser Sohn bekam vor 2 Jahren und 9 Monaten die Diagnose Zöliakie.
Seit dem hat sich viel für uns geändert. Aber es geht ihm nun gut. 🙂
Ja, es ist eine riesige Umstellung... Stellt die Welt auf den Kopf. So viele alltägliche Dinge werden in Frage gestellt.
Bei einem 12jährigen würde ich wohl nicht den kompletten Haushalt umstellen, aber schaut, wie es für euch passt. Was um Alltag besser umsetzbar ist.
Schau dich mal im Zöliakietreff oder Zolinet um. Ich bin nicht bei Facebook, aber da gibt es wohl gute Infos.
Ab Fr. gibt es bei Aldi Süd glutenfreie Produkte von Schär und anderen im Angebot.
Es gibt gute Onlineshops. Tolle Rezeptseiten. Viele Nahrungsmittel sind von Natur aus glutenfrei.
Du kannst mich gerne anschreiben.
Tipps für leckere Brote, Brötchen, Blogs, Rezepte,... Alltags"bewältigung".

Ja. Es ist eine Riesenumstellung. Für euch, euren Sohn, aber ihr werdet das schaffen!
Vielleicht lesen wir ja voneinander.

Herzliche Grüße
mondenschein


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   henriette
schrieb am 04.08.2020 10:24
sowiet ich weiß, ist Zöliakie wesentlich mehr als eine "Unverträglichkeit", sondern, wenn nicht behandelt, eine gegebenenfalls lebensgefährliche Autoimmunreaktion.


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   Kerstin P.
schrieb am 04.08.2020 10:31
Hallo Mondenschein,vielen Dank für deine Rückmeldung.
Ich habe gestern vom Kinderarzt Bescheid bekommen, dass mein Sohn eine Glutenunverträglichkeit hat und er sich sofort glutenfrei ernähren soll. Vor der Untersuchung hatte mein Sohn ständig ( besonders nach Mahlzeiten) Bauchschmerzen und Durchfall . Zur Untersuchung wurde Blut abgenommen und Stuhlgang abgegeben. In ca. 6 Wochen werden weitere Untersuchungen bei einem Spezialisten gemacht. Bis dahin soll er nicht nur auf Weizen verzichten sondern sich glutenfrei ernähren. Wir haben noch eine kleine Hoffnung, dass er "nur" kein Weizen verträgt. Das würde die Situation etwas einfacher machen. Es ist also alles noch sehr frisch aber wir sind dankbar, dass wir jetzt wissen in welche Richtung die Ursache der Probleme geht. Eine Frage hätte ich noch. Ich war gestern mit meinem Sohn einkaufen und da haben wir festgestellt, dass auf verschiedenen Lebensmitteln steht, dass sie Spuren von Gluten enthalten können. Ich bekam die Auskunft, dass diese in der Regel nicht drin sind aber die Vertreiber sich absichern. Wie geht dein Sohn damit um ? Isst er diese Lebensmittel oder sollte man da vorsichtig sein und lieber darauf verzichten ?.Du kannst mir gern auch eine Privatnachricht schreiben. Ich habe öffentlich geschrieben, weil mich auch die Meinung von anderen Betroffenen interessieren würde und es uns dadurch vielleicht leichter fällt unseren Weg zu finden. Ich wünsche einen guten Tag Kerstin P.


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  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   henriette
schrieb am 04.08.2020 11:47
Wie gesagt, der Unterschied zwischen Zöliakie und Unverträglichkeit besteht und ist entscheidend. Ich denke, bei Unverträglichkeit sind "Spuren von Gluten" nicht wirklich schlimm, aber bei Zöliakie sind auch "Spuren" von Gluten nicht wirklich gut.


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   Chorus
Status:
schrieb am 04.08.2020 12:22
Am besten wäre es vielleicht, wenn ihr alle auf low-carb-Ernährung - ganz klassisch ohne Brot oder Nudeln etc. - oder sogar Paleo umstellen würdet, weil eigentlich sind Gluten und auch Weizen auch für "normale" Menschenmägen nicht unbedingt gesund. Und viele haben eine leichte Unverträglichkeit, ohne es zu wissen, und die Vermutung liegt ja auch nahe, dass jemand von euch Eltern das auch in abgeschwächter Form vielleicht - hat....


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   7mondenschein7
schrieb am 04.08.2020 12:22
Hallo,
@Henriette: Darum fragte ich nach einer Zöliakie Diagnose. Ja, da gibt es grosse Unterschiede. Ob Unverträglichkeit oder Zöli.

Unser Sohn hat (die Autoimmunerkrankung) Zöliakie, er reagiert auf Spuren von Gluten, d.h. wir müssen Kontamination strikt vermeiden. Auch ohne erkennbare direkte Reaktion sollte er absolut kein Gluten zu sich nehmen.

Bei einer Unverträglichkeit würde ich die Spurenkennzeichnug ignorieren.
Häufig sichern sich Betriebe auf diese Weise einfach ab. Wenn du unsicher bist, überlege (oder frage den Betrieb an), welche Kontaminationsrisiken dort bestehen könnten. z.B. bei Schokolade laufen auch Keksvarianten übers Band; Nüsse, Saaten oder (eigentlich von Natur aus gf) Mehle können in Betrieben abgefüllt werden, die gh Mehle/Körner abfüllen usw.
Es ist etwas verzwickt, aber gut möglich.
Bei einem 12jährigen ist sicher das soziale Umfeld erst mal schwierig einzuschätzen. Die Tage mehr via PN.

LG
Mondenschein


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   Glückspiratin nicht angemeldet
schrieb am 04.08.2020 14:03
Hallo, wir haben keine Zöliakie Erfahrung, aber mein kleinstes Kind hat mit eineinhalb Jahren hochallergisch auf Erdnuss reagiert, seitdem haben wir immer ein Alleegieset dabei und wir müssen höllisch aufpassen, deswegen ähnlich. Wir müssen höllisch aufpassen, dürfen keine Spuren erwischen, dh es gibt zum Beispiel keibEis von Eisdielen mit erdnuss Eis. Wir machen vieles selber (Brot backen, Haben eine Eismaschine etc). Man lebt sich rein und gewöhnt sich daran. Wir leben seit 3 Jahren damit und hatten seitdem nie wieder einen Zwischenfall...
Meiner fragt, seit er reden kann bei jedem Essen von Fremden " ist da Erdnuss drinnen? Und verweigert lieber fremdes essen, auch süßigkeiten.
Im kiga haben sie es gut im Griff, der caterer weiß bescheid. Wenn er auf Geburtstage geht, gebe ich ihm immer eigenen Kuchen etc mit, das ist ihm lieber, auch wenn die anderen Eltern bescheid wissen....
Ihr bekommt bestimmt eine Ernährungsberatung und die wird euch gut helfen.

Bei meinem Sohn in der Klasse ist ein Mädchen mit Zöliakie. Die Familie hat 2 Toaster/Brotkörbe, das Mädchen hat sein eigenes Kühlschrankfach etc.
Dein Sohn ist schon groß, sobald er merkt, dass es ihm gut tut, ist er bestimmt sehr vernünftig.
Toitoitoi, ihr kriegt das bestimmt gut hin smile


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   Blüte
schrieb am 04.08.2020 15:08
Hier, ich smile.

Glutenunverträglichlichkeit, mit Darmspiegelung diagnostiziert ( vor 10 Jahren). "Spuren" von Gluten gehen, vermeide ich aber gerne.

Letztlich ist es eine Frage der Übung und da es mir hervorragend geht, mache ich es auch ganz entspannt. Als "Problematik" würde ich es gar nicht bezeichnen, es ist halt eine Herausforderung.

Zu Hause ist es überhaupt kein Problem. Es gibt unendlich viele Sorten von Brot, Nudeln, Mehl, Kuchen usw. auf Maismehl bzw. Reismehlbasis, sei es im Reformhaus, aber eigentlich fast überall in den Läden. Da haben sich Firmen darauf spezialisiert. Ich würde bei einem Kind im Wachstum also keinesfalls auf alle Kohlenhydrate verzichten, sondern die nehmen, die es darf. Das ist leicht. Meine Familie hat überhaupt keine Glutenunverträglichkeit und futtert meine Kekse und meine Nudeln inzwischen freiwillig grins. Wobei diese Produkte etwas teurer sind, aber ich finde es noch vertretbar. Kuchen wird mit diesem Mehl gebacken, es gibt Rezepte für glutenfreie Ernährung im Internet. Alles sehr gut machbar.

Schulspeisung und Schulfahrten: Inzwischen sind fast alle Anbieter auf diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorbereitet, auch Jugendherbergen. Glutenunverträglichkeit angeben und man erhält extra Brot, Brötchen, Soße usw. Wir sind mindestens zweimal im Jahr in verschiedenen Jugendherbergen und es läuft problemlos. Einfach mal nachfragen.

Restaurantbesuche ebenso: Fragen. Ich habe sogar eine Pizzeria in der Stadt, die HERVORRAGENDE glutenfreie Pizza macht, mit 48 Stunden Voranmeldung, weil die Küche entsprechend gereinigt wird und der Ofen usw., aber es geht.

Im Ausland auch, z.B. in Spanien (oder wie eine gute Freundin feststellte auch in England) ist das Sortiment glutenfreier Waren eher noch größer.

Ja, es ist eine Umstellung und ja, es ist auch mitunter lästig, denn an der Bäckertheke kann man nichts mehr einfach so mitnehmen (eher gar nichts, wenn man ehrlich ist), aber es ist absolut machbar und mir ging es bis zur Diagnose soooooooooo schlecht (ich fürchtete Darmkrebs oder sonst etwas) und als es dann hieß: "Alles gut, nur manche Nahrungsmittel weglassen!", war ich heilfroh und bin es immer noch. Und mir geht es SEHR gut!


  Re: Gluten Unverträglichkeit
avatar    sanogo
Status:
schrieb am 04.08.2020 15:37
Zitat
Blüte
Hier, ich smile.

Glutenunverträglichlichkeit, mit Darmspiegelung diagnostiziert ( vor 10 Jahren). "Spuren" von Gluten gehen, vermeide ich aber gerne.

Letztlich ist es eine Frage der Übung und da es mir hervorragend geht, mache ich es auch ganz entspannt. Als "Problematik" würde ich es gar nicht bezeichnen, es ist halt eine Herausforderung.

Zu Hause ist es überhaupt kein Problem. Es gibt unendlich viele Sorten von Brot, Nudeln, Mehl, Kuchen usw. auf Maismehl bzw. Reismehlbasis, sei es im Reformhaus, aber eigentlich fast überall in den Läden. Da haben sich Firmen darauf spezialisiert. Ich würde bei einem Kind im Wachstum also keinesfalls auf alle Kohlenhydrate verzichten, sondern die nehmen, die es darf. Das ist leicht. Meine Familie hat überhaupt keine Glutenunverträglichkeit und futtert meine Kekse und meine Nudeln inzwischen freiwillig grins. Wobei diese Produkte etwas teurer sind, aber ich finde es noch vertretbar. Kuchen wird mit diesem Mehl gebacken, es gibt Rezepte für glutenfreie Ernährung im Internet. Alles sehr gut machbar.

Schulspeisung und Schulfahrten: Inzwischen sind fast alle Anbieter auf diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorbereitet, auch Jugendherbergen. Glutenunverträglichkeit angeben und man erhält extra Brot, Brötchen, Soße usw. Wir sind mindestens zweimal im Jahr in verschiedenen Jugendherbergen und es läuft problemlos. Einfach mal nachfragen.

Restaurantbesuche ebenso: Fragen. Ich habe sogar eine Pizzeria in der Stadt, die HERVORRAGENDE glutenfreie Pizza macht, mit 48 Stunden Voranmeldung, weil die Küche entsprechend gereinigt wird und der Ofen usw., aber es geht.

Im Ausland auch, z.B. in Spanien (oder wie eine gute Freundin feststellte auch in England) ist das Sortiment glutenfreier Waren eher noch größer.

Ja, es ist eine Umstellung und ja, es ist auch mitunter lästig, denn an der Bäckertheke kann man nichts mehr einfach so mitnehmen (eher gar nichts, wenn man ehrlich ist), aber es ist absolut machbar und mir ging es bis zur Diagnose soooooooooo schlecht (ich fürchtete Darmkrebs oder sonst etwas) und als es dann hieß: "Alles gut, nur manche Nahrungsmittel weglassen!", war ich heilfroh und bin es immer noch. Und mir geht es SEHR gut!


Hallo,

Blüte hat ja schon ganz viel genannt. Ich selbst habe keine Unverträglichkeit, aber meine Cousine (hochgradig) und dazu noch Lactoseintoleranz.

Ich wollte nur für die ferne Zukunft darauf hinweisen, dass sie kurz nach den Diagnosen zur Kur nach Bad Schandau gefahren ist und dort viel "gelernt" hat, wie man beispielsweise kocht und so weiter. Vielleicht gibt es j so etwas auch als Mutter- Kind- Kur?
Außerdem hat sie einige Zeit in Südostasien gelebt und die dortige Küche machte ihr so gar keine Probleme... Nur mal als Anregung.
Wenn wir frühstücken gehen nimmt sie beispielsweise ihre eigenen Brötchen mit und kommuniziert das dann. Wenn wir essen gehen bestellt sie beispielsweise (und fragt auch offensiv danach) Fleisch extra ohne Panade usw.

LG sanogo


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 15:41 von sanogo.


  Re: Gluten Unverträglichkeit
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   Claudi
schrieb am 05.08.2020 14:57
Hallo,

ich habe Zöliakie. Sollte bei deinem Sohn noch eine Magenspiegelung zur Abklärung einer evtl. Zöliakie vorgesehen sein, sollte er sich bis zum Termin unbedingt glutenhaltig ernähren. Denn bei der Autoimmunerkrankung Zöiakie erholen sich glücklicherweise die Darmzotten unter strikter glutenfreier Diät wieder, sodass es sein kann, dass eine vorhandene Zöliakie in ein paar Wochen nicht mehr 100 %ig nachweisbar ist, ebenso wie die Blutwerte.

Bei mir waren 2 Jahre nach der Diagnose bei einer Kontrollmagenspiegelung die Zotten wieder ganz erholt und auch die Blutwerte wieder im Rahmen.

Das Ganze kannst du auch bei der DZG (deutschen Zöliakiegesellschaft) nachlesen.

Gruß, Claudi




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