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  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   mrsb3cker
schrieb am 10.06.2020 07:42
Zitat
berlink
Naja, aber ich kann ja irgendwie Einfluss darauf nehmen ob ich nun schwanger werde oder nicht... , auch, wenn ich auf ICSI etc. angewiesen bin, besteht eine Möglichkeit, schwanger zu werden. Ausnahmen, wie ein Klinefelter-Syndrom lass ich jetzt mal außen vor. Wenn ich nicht verhüte, dann kann ich eben schwanger werden. das sollte man spätestens seit der Pubertät wissen. Umgekehrt könnte die TE, so sie sich für den Job entscheidet und es ihr wichtig ist, dort und auch in der Position zu bleiben, eben etwas dafür tun, dass sie nicht sofort schwanger wird. Ich würde erstmal die Stelle ausfüllen und dann mich dem Kinderwunsch wieder widmen.
Das mag bei einer Waldkita vielleicht nicht so dramatisch sein, gleich wieder weg zu sein, keine Ahnung, aber es gibt da sicher erhebliche Unterschiede in Abhängigkeit von Position und dem Unternehmen.
In meinem Bereich würde die Freude darüber, dass eine Kollegin einer gerade besetzten Stelle in leitender Position eine Schwangerschaft verkündet, sich sehr in Grenzen halten, sehr. Gerade hat man das ganze aufwändige Bewerbungsprocedere neben seinem eh stressigen Klinikalltag durchlaufen, Termine abgestimmt zw. den ganzen Oberärzten, Assistenzarztvertretern, Klinikleitung, HR-Leute, Betriebsrat, die daran teilnehmen, den Bewerbern allen die Klinik gezeigt etc., sich für einen entschieden, ggf. das Gehalt verhandelt, ...eingearbeitet, und schon kommt das evtl. BV? Und von vorn geht das Ganze los..., weil eben die Stelle nicht einfach so mit übernommen werden kann. Nein, da ist sicher keiner sehr froh, wenn auch das offiziell niemand sagen dürfte......und bei der nächsten Bewerberin wird man besonders vorsichtig sein, obwohl die vielleicht gar keine Kinderwunschpläne sofort hat.
Da muss man sich dann schon erstmal entscheiden: will ich die Stelle oder will ich jetzt sofort schwanger werden. Das Fünferl UND das Weggle geht nicht.

Du hast recht, für mich ist diese Entscheidung unglaublich schwierig und ich hätte am liebsten beides. Und klar, auch wenn die Chance minimal ist, schwanger werden kann ich auch so solange ich nicht verhüte. Die Pille wieder zu nehmen würde zu großen Streitigkeiten mit meinem Mann führen 🙁
Wäre ich in deinem Bereich, würde ich auch nicht sofort schwanger werden, das sehe ich auch problematisch. Bei mir wäre das anders, ich mache die Stelle schon 3 Jahre, da muss nix eingearbeitet werden.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   mrsb3cker
schrieb am 10.06.2020 07:46
Zitat
Hamamelis71*
nochmal ein paar Gedanken von mir. Ich fand mein Kind im ersten Lebensjahr gar nicht so anstrengend, erst danach fand ich es anstrengend. Mein Sohn hat dann nicht mehr so viel geschlafen, wurde mobiler und war dauernd krank, mein Mann viel unterwegs und ich mit Kind alleine. Da wir auf ICSI angewiesen waren, habe ich mich für ein Einzelkind entschieden und mir einen neuen Job gesucht, als mein Sohn 2 Jahre alt war. Das war für mich dann der richtige Weg. Unter anderen Voraussetzungen hätte ich wahrscheinlich ein Geschwisterkind in Betracht gezogen, aber auch dann weiß man ja nicht, ob sich der Kinderwunsch erfüllt

Daher würde ich an Deiner Stelle mal schauen, wie das mit Kinderbetreuung und Job läuft und abwarten, was passiert. Es könnte ja auch theoretisch sein, dass es mit dem Geschwisterkind nicht klappt oder Du dann (aus welchen Gründen auch immer) keinen weiteren Kinderwunsch mehr hast.

Gerade wenn man auf Kinderwunschbehandlung angewiesen ist, dann sollte man diverse Szenarien im Kopf haben. Es gibt Frauen, die werden zack schwanger und können das Geschwisterkind perfekt planen - die meisten Frauen hier im Forum gehören aber nicht zu dieser Kategorie.

Ich würde mir also Deine Wunschstelle sichern und dann weitersehen.

Alles Gute!

Ja, in der Tat wünsche ich mir gerade so dringend wie nie eine Glaskugel. 😉 es stimmt, man weiß nie ob es, IVF hin oder her klappt. Bisher bin ich bei 3 Behandlungen 2 mal
Schwanger geworden, ich bin, wenn ich hier mit anderen Vergleiche eher ein “leichter “ Fall. Aber man weiß ja trotzdem nie, so ein Körper verändert sich ja ständig. Ich habe mir immer 3 Kinder gewünscht. Meine erste Schwangerschaft endete in der 24 SSW und mein Sohn kam auf Grund einer Plazenta praevia totalis schon in der 35 SSW zur Welt, ist aber kerngesund. Direkt danach habe ich gesagt, ich möchte kein Kind mehr. Mittlerweile bin ich mir sicher, er soll kein Einzelkind bleiben, das liegt aber auch arg daran, dass ich an meinem Einzelkinddasein sehr zu knappern hatte.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 10.06.2020 08:08
Zitat
berlink
Naja, aber ich kann ja irgendwie Einfluss darauf nehmen ob ich nun schwanger werde oder nicht... , auch, wenn ich auf ICSI etc. angewiesen bin, besteht eine Möglichkeit, schwanger zu werden. Ausnahmen, wie ein Klinefelter-Syndrom lass ich jetzt mal außen vor. Wenn ich nicht verhüte, dann kann ich eben schwanger werden. das sollte man spätestens seit der Pubertät wissen. Umgekehrt könnte die TE, so sie sich für den Job entscheidet und es ihr wichtig ist, dort und auch in der Position zu bleiben, eben etwas dafür tun, dass sie nicht sofort schwanger wird. Ich würde erstmal die Stelle ausfüllen und dann mich dem Kinderwunsch wieder widmen.
Das mag bei einer Waldkita vielleicht nicht so dramatisch sein, gleich wieder weg zu sein, keine Ahnung, aber es gibt da sicher erhebliche Unterschiede in Abhängigkeit von Position und dem Unternehmen.
In meinem Bereich würde die Freude darüber, dass eine Kollegin einer gerade besetzten Stelle in leitender Position eine Schwangerschaft verkündet, sich sehr in Grenzen halten, sehr. Gerade hat man das ganze aufwändige Bewerbungsprocedere neben seinem eh stressigen Klinikalltag durchlaufen, Termine abgestimmt zw. den ganzen Oberärzten, Assistenzarztvertretern, Klinikleitung, HR-Leute, Betriebsrat, die daran teilnehmen, den Bewerbern allen die Klinik gezeigt etc., sich für einen entschieden, ggf. das Gehalt verhandelt, ...eingearbeitet, und schon kommt das evtl. BV? Und von vorn geht das Ganze los..., weil eben die Stelle nicht einfach so mit übernommen werden kann. Nein, da ist sicher keiner sehr froh, wenn auch das offiziell niemand sagen dürfte......und bei der nächsten Bewerberin wird man besonders vorsichtig sein, obwohl die vielleicht gar keine Kinderwunschpläne sofort hat.
Da muss man sich dann schon erstmal entscheiden: will ich die Stelle oder will ich jetzt sofort schwanger werden. Das Fünferl UND das Weggle geht nicht.

Liebe berlink,

falls du meinen Beitrag gelesen haben solltest, sollte dir aufgefallen sein, dass ich ebenfalls nicht begeistert bin über den Zeitpunkt meiner Schwangerschaft und ich hätte es so definitiv nicht geplant.
Klar, ich habs selbst verkackt mit der Verhütung, aber jetzt kann ichs nicht mehr ändern.
Und ja, es ist auch in meiner kleinen unbedeutenden Einrichtung genauso wie in deiner großen wichtigen Klinik ein enormer Aufwand damit verbunden, neues Personal zu finden, einzustellen und einzuarbeiten. Ich hätte es uns allen erspart, aber ich habs nun mal verkackt und bin nun Schuld dran, sollte mein AG keine Frauen im gebärfähigen Alter mehr einstellen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.20 08:11 von littlemeamy.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   berlink
Status:
schrieb am 10.06.2020 09:45
Zitat
littlemeamy
Liebe berlink,

falls du meinen Beitrag gelesen haben solltest, sollte dir aufgefallen sein, dass ich ebenfalls nicht begeistert bin über den Zeitpunkt meiner Schwangerschaft und ich hätte es so definitiv nicht geplant.
Klar, ich habs selbst verkackt mit der Verhütung, aber jetzt kann ichs nicht mehr ändern.
Und ja, es ist auch in meiner kleinen unbedeutenden Einrichtung genauso wie in deiner großen wichtigen Klinik ein enormer Aufwand damit verbunden, neues Personal zu finden, einzustellen und einzuarbeiten. Ich hätte es uns allen erspart, aber ich habs nun mal verkackt und bin nun Schuld dran, sollte mein AG keine Frauen im gebärfähigen Alter mehr einstellen.

Wenn ich ihn nicht gelesen hätte, hätte ich nicht geantwortet.
Es geht nicht darum, keine Frauen im gebährfähigen Alter einzustellen, das ist Deine persönliche Interpretation. Sondern es geht darum, dass eben solch eine Erfahrung keine besonders vertrauensbildende Sache ist. Und natürlich trägst Du die Verantwortung für Dein Handeln, mit allen Konsequenzen.
Letztlich muss jeder selbst seine Einstellung überprüfen und schauen, in welchem Arbeitsklima er arbeiten möchte und inwiefern ich selbst dazu beitragen kann, dass es ein Angenehmes ist und bleibt. Natürlich geschehen unvorhersehbare Dinge, das gehört zum (Arbeits)leben dazu, aber eben eine Schwangerschaft ist nie völlig unvorhersehbar, wenn ich eben nicht irgendeine Maßnahme ergreife, um zu verhüten. Und ja, wenn ich schnell schwanger werden möchte aus xy Gründen, dann suche ich mir zu dem Zeitpunkt ohne Not keine neue Stelle. Das ist meine persönliche Einstellung. So bin ich vorgegangen, und das sehe ich für manche berufliche Bereiche auch wirklich als essentiellen Bestandteil einer moralischen, sozial verträglichen Einstellung zur Arbeit und zu den Kollegen. Arbeit ist nicht nur Geldverdienen, sondern im besten Fall eben auch eine Institution, wo man gern hingeht. Da kann ich Einfluss nehmen, in die eine oder in die andere Richtung.

Im übrigen arbeite ich gerade gar nicht in einer großen, wichtigen Klinik, weil es der Kinder wegen im Moment nicht geht und ich die Arbeit (zumal in Teilzeit) und Verantwortung nicht so wahrnehmen könnte, wie es Stellen in bestimmten Positionen eben verlangen. Das sind Kompromisse, die man im Leben schließen muss/darf.

Wie gesagt: ich würde auch jeden Fall die Stelle antreten und etwas zeitversetzt wieder aktiv am Kiwu "arbeiten".


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.20 11:07 von berlink.


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  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   berlink
Status:
schrieb am 10.06.2020 13:15
Zitat
mrsb3cker
Zitat
berlink
Naja, aber ich kann ja irgendwie Einfluss darauf nehmen ob ich nun schwanger werde oder nicht... , auch, wenn ich auf ICSI etc. angewiesen bin, besteht eine Möglichkeit, schwanger zu werden. Ausnahmen, wie ein Klinefelter-Syndrom lass ich jetzt mal außen vor. Wenn ich nicht verhüte, dann kann ich eben schwanger werden. das sollte man spätestens seit der Pubertät wissen. Umgekehrt könnte die TE, so sie sich für den Job entscheidet und es ihr wichtig ist, dort und auch in der Position zu bleiben, eben etwas dafür tun, dass sie nicht sofort schwanger wird. Ich würde erstmal die Stelle ausfüllen und dann mich dem Kinderwunsch wieder widmen.
Das mag bei einer Waldkita vielleicht nicht so dramatisch sein, gleich wieder weg zu sein, keine Ahnung, aber es gibt da sicher erhebliche Unterschiede in Abhängigkeit von Position und dem Unternehmen.
In meinem Bereich würde die Freude darüber, dass eine Kollegin einer gerade besetzten Stelle in leitender Position eine Schwangerschaft verkündet, sich sehr in Grenzen halten, sehr. Gerade hat man das ganze aufwändige Bewerbungsprocedere neben seinem eh stressigen Klinikalltag durchlaufen, Termine abgestimmt zw. den ganzen Oberärzten, Assistenzarztvertretern, Klinikleitung, HR-Leute, Betriebsrat, die daran teilnehmen, den Bewerbern allen die Klinik gezeigt etc., sich für einen entschieden, ggf. das Gehalt verhandelt, ...eingearbeitet, und schon kommt das evtl. BV? Und von vorn geht das Ganze los..., weil eben die Stelle nicht einfach so mit übernommen werden kann. Nein, da ist sicher keiner sehr froh, wenn auch das offiziell niemand sagen dürfte......und bei der nächsten Bewerberin wird man besonders vorsichtig sein, obwohl die vielleicht gar keine Kinderwunschpläne sofort hat.
Da muss man sich dann schon erstmal entscheiden: will ich die Stelle oder will ich jetzt sofort schwanger werden. Das Fünferl UND das Weggle geht nicht.

Du hast recht, für mich ist diese Entscheidung unglaublich schwierig und ich hätte am liebsten beides. Und klar, auch wenn die Chance minimal ist, schwanger werden kann ich auch so solange ich nicht verhüte. Die Pille wieder zu nehmen würde zu großen Streitigkeiten mit meinem Mann führen 🙁
Wäre ich in deinem Bereich, würde ich auch nicht sofort schwanger werden, das sehe ich auch problematisch. Bei mir wäre das anders, ich mache die Stelle schon 3 Jahre, da muss nix eingearbeitet werden.
Das hatte ich schon so auch verstanden, dass bei Dir Einiges am üblichen Procedere nicht nötig ist. Dennoch würdest Du, wenn ich es in dem Punkt richtig verstanden haben, eine Stelle besetzen, die man auf jeden Fall besetzen möchte, zur der es dann vermutlich auch Arbeitsaufträge gibt, in der Entscheidungen getroffen werden wollen etc. Du würdest auch auf Wunsch einer Vorgesetzten diese Stelle bekommen, d.h.: sie hat Vertrauen in Dich und Deine Kompetenzen, geht davon aus, dass Du diese Stelle auch ohne die zukünftig gewünschten Voraussetzungen ausfüllen wirst können. (Ob sie dann Bewerber bekommen, die diese Voraussetzungen mitbringen, steht auf einem ganz anderen Blatt, wünsche kann man sich als AG viel... ., jedoch weiß ich nicht, ob es in Deiner Branche Fachleute wie Sand am Meer gibt oder ob es keine große Auswahl gibt.). Evtl. kann sie auch denken, dass Du, da gerade ein Kleinkind da ist, nicht ganz so schnell einen erneuten Kiwu hat, fragen wird sie das nicht (dürfen) und was sie denkt oder ahnt oder vermutet, das ist natürlich ihr Problem, nicht Deines.
Vielleicht aber hilft ein Perspektivenwechsel, was Du an deren Stelle von Dir erwarten würdest, Du Dir wünsche würdest und wie Du umgehen würdest mit der Info einer schnellen Schwangerschaft (und ja BV, wenn ich es recht gelesen habe, wobei es ja auch tw. die Möglichkeit gibt, selbst zu entscheiden, ich bin auf eigenen Wunsch nicht gleich in ein BV gegangen, obwohl es von AG-Seite in meinem Bereich so empfohlen ist, sondern haben stationsinterne Abläufe eben geändert... ).
Es ja gut und schön, wenn dein Mann nicht wünscht, dass Du die Pille nimmst. Dem Arzt ist es vermutlich egal, wie Du Dich entscheidest, er berät Dich, mehr nicht. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten der Verhütung. Letztlich ist es die Entscheidung Derjeningen, also Deine, die schwanger werden wird, die vermutlich auch bei Trennungen sich (statistisch gesehen) meist ums Kind kümmert, einer Schwangerschaft zum Zeitpunkt xy zuzustimmen/sich diese zu wünschen, und nicht die des Mannes. Es geht ja hier um eine zeitliche Verschiebung zugunsten Deiner beruflichen Zufriedenheit und nicht um eine Entscheidung gegen ein weiteres Kind. Das sollte der Mann auch verstehen und anerkennen können. Ansonsten müsste man auf einer ganz anderen Ebene diskutieren... .


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   HulksMother
schrieb am 10.06.2020 13:52
Ich bin da ganz bei berlink!
Bei mir klingeln ein bisschen die Alarmglocken, wenn ich lese, wie sehr Dein Mann auf ein schnelles zweites Kind drängt. Ich bin ein bisschen älter als Du und sehe gerade rund um mich herum Beziehungen in die Brüche gehen (gestern wurde mir die fünfte! Trennung dieses Jahr im näheren Kreis mitgeteilt!) und die Frauen stehen nun mit zwei, drei kleinen Kindern einem knallharten Arbeitsmarkt gegenüber. Es sind nicht alle Mütter Erzieherinnen oder Beamtinnen. smile
So wie Du die Stelle und Deine Vorraussetzungen beschreibst würde ich das nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
Und ja, das Babyjahr war ein Spaziergang gegen die Jahre zwei und drei. Ich weiß, es ist gerade total angesagt, mindestens drei Kinder zu bekommen, am besten mit minimalen Altersabstand, aber eine „gute“ Mutter sorgt auch für sich wirtschaftlich vor, so unromantisch und rational das ist.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.20 13:53 von HulksMother.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
no avatar
   mrsb3cker
schrieb am 10.06.2020 15:03
Zitat
HulksMother
Ich bin da ganz bei berlink!
Bei mir klingeln ein bisschen die Alarmglocken, wenn ich lese, wie sehr Dein Mann auf ein schnelles zweites Kind drängt. Ich bin ein bisschen älter als Du und sehe gerade rund um mich herum Beziehungen in die Brüche gehen (gestern wurde mir die fünfte! Trennung dieses Jahr im näheren Kreis mitgeteilt!) und die Frauen stehen nun mit zwei, drei kleinen Kindern einem knallharten Arbeitsmarkt gegenüber. Es sind nicht alle Mütter Erzieherinnen oder Beamtinnen. smile
So wie Du die Stelle und Deine Vorraussetzungen beschreibst würde ich das nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
Und ja, das Babyjahr war ein Spaziergang gegen die Jahre zwei und drei. Ich weiß, es ist gerade total angesagt, mindestens drei Kinder zu bekommen, am besten mit minimalen Altersabstand, aber eine „gute“ Mutter sorgt auch für sich wirtschaftlich vor, so unromantisch und rational das ist.

oh ja, das ist in der Tat ein nicht zu verachtender Punkt! Wie schnell geht eine Beziehung in die Brüche und man steht alleine da. Und eigentlich bin ich auch jemand, der immer viel Wert auf eigenes Einkommen, finanzielle Unabhängigkeit und ähnliches gelegt hat.

Ja, am besten 3 Kinder, eine durchgestylte Wohnung, den gut verdienenden Mann und alles ist ein Klacks. Willkommen in der Instagram-Welt. Ich habe oft fas Gefühl, als kann man es als Mutter nie jemandem Recht machen. Geht man früh wieder arbeiten ist man eine Rabenmutter, bleibt man zu Hause nutzt man den Mann aus. Ihr kennt das sicherlich. In meinem Freundeskreis sind alle mindestens 2,5 Jahre zu Hause und ich werde schon schief angeguckt und bekomme ein schlechtes Gewissen, dass ich nach 15 Monaten wieder arbeiten gehen will. Macht die Entscheidungsfindung nicht eben leichter.

Ein herzliches Danke, an alle die da kommentiert haben, ihr habt mich auf jeden Fall darin bestärkt, erst den Arbeitsvertrag abzuwarten, bevor wir eine erneute Kinderwunschbehandlung beginnen. Dass das nicht gerade ideal wäre für den AG ist mir auch klar, andererseits irgendwoher müssen die Kinder nun mal kommen. Wie auch immer, ich versuche nicht alles bis ins voraus ins kleinste Detail zu planen und das hier und jetzt ein wenig mehr zu geniessen anstatt permanent über was wäre wenn zu grübeln smile


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
no avatar
   Solani2
Status:
schrieb am 11.06.2020 18:13
Zitat
HulksMother
Und ja, das Babyjahr war ein Spaziergang gegen die Jahre zwei und drei. Ich weiß, es ist gerade total angesagt, mindestens drei Kinder zu bekommen, am besten mit minimalen Altersabstand, aber eine „gute“ Mutter sorgt auch für sich wirtschaftlich vor, so unromantisch und rational das ist.

Ich möchte hinzufügen, dass einem immer das "Risiko" eines High Need Baby klar sein sollte. Ich persönlich finde die Jahre 2 und 3 einen Spaziergang gegenüber dem Babyjahr. Man kann da eine anstrengende Kombination von Kindern bekommen. Das sollte einem klar sein, auch wenn die meisten dahingehend Glück haben. Das sollte man auch den Vätern deutlich so sagen, besonders wenn sie so auf ein weiteres Kind drängen.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 11.06.2020 21:08
HulksMother und Solani haben haben ja schon einiges angemerkt.

Ich würde noch gerne anmerken, bzw. fragen wie es denn mit Elternzeit beim Gatten aussieht? Es ist ja nicht einzusehen, warum gut ausgebildete Frauen (da geh ich jetzt einfach mal von aus) aufgrund von Schwangerschaften und Elternzeit die Chance auf eine interessante (und häufig auch gut bezahlte/anspruchsvolle) verstreichen lassen müssen.

Er könnte ja mal noch ein paar Monate von seinen 3 (ihm gesetzlich zustehenden) Jahren nehmen, so dass Du früher auf Deine interessante Stelle zurück kannst um Dich da entsprechend zu positionieren. Dann hättest Du den Job ggf. früher sicher und entfristet und er käme schneller zu einem weiteren Kind 😜 ( vorausgesetzt Du willst das auch).

Alles Gute!
Luzie


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
no avatar
   mrsb3cker
schrieb am 13.06.2020 08:06
Zitat
Luzie***
HulksMother und Solani haben haben ja schon einiges angemerkt.

Ich würde noch gerne anmerken, bzw. fragen wie es denn mit Elternzeit beim Gatten aussieht? Es ist ja nicht einzusehen, warum gut ausgebildete Frauen (da geh ich jetzt einfach mal von aus) aufgrund von Schwangerschaften und Elternzeit die Chance auf eine interessante (und häufig auch gut bezahlte/anspruchsvolle) verstreichen lassen müssen.

Er könnte ja mal noch ein paar Monate von seinen 3 (ihm gesetzlich zustehenden) Jahren nehmen, so dass Du früher auf Deine interessante Stelle zurück kannst um Dich da entsprechend zu positionieren. Dann hättest Du den Job ggf. früher sicher und entfristet und er käme schneller zu einem weiteren Kind 😜 ( vorausgesetzt Du willst das auch).

Alles Gute!
Luzie

Bei dem Gedanken daran musste ich einmal herzlich laut lachen 🤨 nein, das kommt definitiv nicht in frage. Mein Mann hat nach der Geburt zwar die beiden Partnermonate genommen, aber er alleine in EZ ist unvorstellbar. Er liebt sein Kind zwar über alles, aber eine 24 h Kinderbetreuung würde ihn in kürzester Zeit verrückt werden lassen. Bitte nicht falsch verstehen, er ist ein toller Papa und würde alles für sein Kind geben, aber das gehört nicht zu seinen Stärken. Hinzu kommt, dass die Verluste durch das Elterngeld bei ihm enorm wären, das könnte ich nie und nimmer auffangen. Wir sind da tatsächlich eher in einem traditionellen Rollenbild „gegangen“, wobei ich das im Grunde nicht schlecht finde und das natürlich auch freiwillig mache.

Du hast natürlich recht, wenn du sagst, dass immer die Frauen da zurück stecken müssen, zumindest meistens. Wir sind beide gleich gut ausgebildet würde ich mal behaupten, und trotz meiner gut bezahlten Vollzeitstelle war ich immer der „Geringverdiener“, mein Mann ist Führungskraft in der IT, da schmeißt man den guten das Geld hinterher 😉 nein Spaß beiseite, wäre es andersrum wäre das sicherlich eine klasse Lösung aber irgendwo will halt Haus und alles andere bezahlt werden 🤷🏻‍♀️


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
no avatar
   HulksMother
schrieb am 13.06.2020 09:25
Wenn Ihr dieses für Frauen finanziell hochriskante Lebensmodell leben wollt, dann würde ich auf jeden Fall Deine finanziellen Verluste langfristig absichern. Also eine zusätzliche private Rentenversicherung und diverse Sparpläne. Da gibt es auch gute Beratungen und Infos zu.
Wie gesagt, ich sehe gerade zu viele Frauen, die sich genau so entschieden haben, vor einem krassen sozialen Absturz.


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 13.06.2020 13:39
Ich bin da ganz bei HulksMother. Wenn man so ein Modell wählt, dann nur mit entsprechender Absicherung! Gerade wenn der Gatte auf eine schnelle zweite Schwangerschaft drängt.

Und noch etwas aus meiner persönlichen Erfahrung: Männer können mehr sehr wohl als man ihnen vielleicht zutraut. Wir hatten beide Elternzeit genommen, kombiniert mit TZ (jeweils ca. 10-15 Wochenstunden). Ich habe die ersten 7 Monate genommen, mein Mann danach 10 Monate. Wir sind beide somit beruflich nicht komplett ausgestiegen.
Für meinen Mann war das nicht immer einfach, zumal hat allen Aktivitäten (Spielplatz, Krabbelgruppe, etc.) doch immer noch die Mütter dominieren.

Allerdings bin ich letztes Jahr mehrere Monate krankheitsbedingt mehr oder minder komplett ausgefallen, inklusive mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt. Das konnte mein Mann mit unserem damals 3 Jährigen problemlos wuppen.

Wir verdienen annähernd gleichviel (mein Mann ein paar Hunderter mehr), er ist definitiv der besser ausgebildete (ich habe nicht studiert). Zugegeben, mein Mann träumt manchmal auch vom klassischen Rollenmodell mit "Heimchen am Herd" Ich wars nichtcrasy*, aber das geht halt nur, wenn Frau das auch zulässt Ich wars nicht


  Re: Mal wieder das Thema Kind oder Karriere
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   Hamamelis71*
schrieb am 13.06.2020 14:03
Bei uns hätte das auch nicht funktioniert mit geteilter Elternzeit, außerdem wollte mich mein damaliger Arbeitgeber nicht mit Kind zurück. Aber ich habe eine private Rentenversicherung, die meine Lücke ausgleicht. Das finde ich fair.

Viele meiner Freundinnen und Bekannten sind mittlerweile geschieden und die meisten stehen jetzt finanziell schlecht da.




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