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  Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Unerfahren
schrieb am 18.05.2020 12:53
Hallo, ich bin seit 4 Jahren in einer Beziehung.
Wirklich verliebt waren wir beide nicht, aber da war schon so eine Art "magische Anziehung". Nach einem halben Jahr wurde es auch "nüchtern" und die Probleme gingen los. Mehrfach wollten wir uns trennen, haben uns dann aber wieder zusammen gerauft.
Weil, auf der einen Seite blieb irgendwo immer diese Anziehung und auf der anderen Seite hatten wir keine Lust mehr wieder auf dem Singlemarkt neu anzufangen.
Nun ist es seit ein paar Monaten richtig schlimm, diese Coronakrise trägt bestimmt seinen Teil dazu bei.
Wir werden immer unfreundlicher zu einander.
Ein regelrechter Machtkampf zwischen uns.
Denn z.B. will er alles so machen, wie und wann er will und ich sehe nicht ein, immer die Nachgiebige zu sein und mich anpassen zu müssen oder immer die erste zu sein, die nach einem Streit wieder auf ihn zugeht. Ich möchte gern, dass er das auch mal tut, auf mich zurrst zugehen oder sich anpassen.

Lese Ratheber. "Männerversteher" die darauf plädieren, nachsichtig zu sein, Wünsche freundlich heranzutragen, zu loben und zu danken...
Ja, an sich alles selbstverständlich für mich!
Nur, mittlerweile sehe ich nicht mehr ein, mich so zu verhalten, wenn ER wiederum kein Stück auf mich zugeht, unzuverlässig ist und sich nicht um mich bemüht.
Hab das Gefühl, ich unterwerfe mich sonst.
Da sind wir also festgefahren.

Ratgeber sprechen von verschiedenen Beziehungsphasen, die angeblich jedes Paar durchmacht. Und wenn man die Krisen nur fleißig durchhält erwartet nach ein paar Jahren die Belohnung einer tollen Beziehung.
Dass die meisten heute keine Ausdauer mehr haben und die Beziehungen viel zu schnell aufgeben.

Ist das wirklich so???
Ist es also "nur" eine Beziehungsphase mit dem Machtkampf?
Aber wie beendet man die?
Ich bin mittlerweile so unglücklich, dass ich jeden Tag weinen will.
Das kanns doch auch nicht sein?

Oder gibt es doch diese Art große Liebe, wo man sich natürlich zwar immer mal wieder streitet, aber generell einfach nur glücklich miteinander ist, weil man stets respekt- und liebevoll bleibt? Gibt es das oder ist das nur romantische Illusion?


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   pika
schrieb am 18.05.2020 21:16
Hallo Unerfahren,
das tut mir leid, dass du in deiner Beziehung (momentan) so unglücklich bist.
Vielleicht könnt ihr zusammen mal jemand von außen draufschauen lassen (z.B. Paarberatung).
Mein Ex-Mann hat dies allerdings abgelehnt und so sind wir nun geschieden (allerdings habe ich vorher auch ein paar Jahre geweint, also nicht einfach so die Ehe weggeschmissen).
Zum Thema Machtkämpfe: da hatte ich schon auch das Gefühl, dass der Mann im Haus der Bestimmer sein wollte und immer noch will (zumindest was ihn selbst angeht auch ohne Kompromisse), und ich war/ bin nicht unbedingt der Mensch, der sich bedingunglos unterordnen will ....
Ich wünsche dir viel Kraft auf dem Weg zur (hoffentlich richtigen) Entscheidung.
LG.


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Yanna
schrieb am 18.05.2020 23:22
Liebe Unerfahren,
wenn es dir nach vier Jahren in der Beziehung so schlecht geht, sehe ich für dich keinen Grund zu bleiben. Du schreibst, dass die Probleme nach einem halben Jahr anfingen. Es wird bestimmt nicht besser, wenn Kinder ins Spiel kommen. Dann kann er überhaupt nicht mehr nur noch das machen, was er will. Ich bin jetzt fast 30 Jahremit meinem Mann zusammen und wir streiten uns auch häufig, aber zu einer Beziehung gehört, dass beide Kompromisse machen und auf den anderen eingehen.
Du findest bestimmt noch den richtigen Mann, nach vier Jahren hätte ich auf eine Paartherapie keine Lust. Ich würde mir einen anderen Mann suchen. Mir gefällt der Satz: Es gibt einen, der es macht und einen, der es mit sich machen lässt. In jeder Beziehung gibt es Streit und Männer und Frauen sind unterschiedlich, aber ein täglicher Machtkampf zermürbt.
Wenn du jeden Tag weinen möchtest, ist er bestimmt nicht der richtige Mann für dich!
Alles Gute!
Yanna


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Chorus
Status:
schrieb am 19.05.2020 09:23
Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Mein Mann und ich sind 9 Jahre verheiratet (vorher 2 Jahre zusammen), meine Beziehung war und ist nie zum Heulen. Dank unserer unfreiwilligen Kinderlosigkeit und den unzähligen Behandlungen haben wir ja doch einiges mitgemacht, und selbst das hat die Beziehung ausgehalten.

Wenn du selber alles gegeben hast, wird es Zeit, auf dich selber zu schauen und - falls nötig - die Kraft aufbringen, mich zu trennen.

Weißt du, was in diesen Männerratgebern nicht steht? Dass man auf sich selber schauen soll als Frau! Meine letzte Beziehung war auch naja, und damals hab ich mir geschworen, dass ich egoistischer werde. Seltsamerweise gefällt es den Männern.

Ach ja, und deine Frage, stets respekt- und liebevoll über viele Jahre. Wie soll ich sagen, ja, es verändert sich schon ein bißchen was. Aber wir laufen immer noch beim Spazieren händchenhaltend rum. Klar, wenn man sich täglich sieht und zusammen wohnt bekommt man nicht ständig große Liebesschwüre. Aber so hin und wieder doch noch ein "Ich liebe dich". Also, ich kann nur von uns sprechen. Streit gibt es halt auch manchmal, aber wir sind beide die Typen, die nicht lange böse sein können.


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  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 19.05.2020 10:19
Liebe Unerfahren,

das hört sich alles andere als erfüllend und glücklich an.
Scheinbar hat es bei euch ja auch schon relativ schnell gekriselt.
Du solltest dir Gedanken machen, was DU möchtest. Denn nur wenn du selbst glücklich bist, kann meiner Meinung nach auch die Beziehung gut sein/werden.

Wie Yanna schrieb gehören zu einer Beziehung Kompromisse, mal mehr mal weniger. Natürlich ist es wichtig, auch Raum für sich selbst einzuräumen, aber für mich ist es keine gute Beziehung, wenn einer nur macht was er/sie will und der andere zurücksteckt.

Aus dem Text liest es sich leider sehr einseitig. Du liest, du machst, du gibst nach etc.
Was macht er denn? Bemüht er sich um dich?

Den Satz von dir finde ich schon sehr prägnant: "auf der anderen Seite hatten wir keine Lust mehr wieder auf dem Singlemarkt neu anzufangen." Das klingt für mich nach Zweckbeziehung, man bleibt zusammen, damit man weg vom Markt ist, ob glücklich oder nicht, ist egal.

Ich habe nach 11 Jahren meine Beziehung/Ehe beendet, weil wir uns auseinander entwickelt haben und es keine gemeinsame Basis mehr gab, trotz Paartherapie und auseinandersetzen mit der Situation und das letzte Jahr waren wir beide nur noch unglücklich. Ich habe 1 Jahr danach einen neuen Partner gefunden, mit dem es wunderbar läuft. Klar gibt es mal Streit, Diskussionen, aber letztendlich setzen wir uns damit auseinander und finden gemeinsam Lösungen.

Ich wünsche Dir/Euch alles Gute.
Gamora


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Unerfahren
schrieb am 19.05.2020 19:42
Ok, also hat keiner erlebt, dass nach ein paar schwierigen Jahren die Beziehung noch schön wurde?

Nein, bemühen tut er sich nicht wirklich. Er hört mir manchmal zu, liest auch manchmal, was ich ihm anbiete, aber von sich aus kommt diesbezüglich nichts.
Ab und zu kommt er mit einem Blumenstrauß oder Schokolade. Aber das wars.
Wär ihm halt alles nicht wichtig, er sagt, es wär doch genug Liebesbeweis, dass er bei mir ist und treu bleibt.
Das ich das anders sehe ist ihm egal.
Jetzt bin ich traurig.


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 19.05.2020 20:35
mir hat mal jemand gesagt, dass die Dinge, die dich jetzt, am Anfang an deinem Partner stören, mit der Zeit nur schlimmer werden.

Ich habe mit der Zeit festgestellt, dass die Aussage richtig war. Ich war mal in einer Beziehung, da war ich der Meinung, man muss nur konsequent an ihr arbeiten, dann schafft man jede Hürde. Aber das stimmte einfach nicht. Der andere (und man selbst) ändert sich nicht wirklich. Vor allem nicht für den Partner. Ich denke, wenn Änderungen dann stattfinden, dann ist es in der Regel ein gemeinsames Wachsen, aber eigentlich nie, um den anderen etwas zuliebe zu tun.


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   isolde35
Status:
schrieb am 19.05.2020 23:11
Ich glaube, euch hat von Anfang an das Wesentliche gefehlt, nämlich das bis über beide Ohren verliebt sein, die Zeit, in der man es kaum aushält, nicht mit dem Partner zusammen zu sein, in der man ihn alles fragen und alles von ihm wissen will, alles teilen will und wie auf Wolken schwebt. Wenn man das am Anfang nicht erlebt, worauf soll man dann zurückgreifen, wenn die Zeiten nicht mehr ganz so rosarot sind?

Isolde


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   pebbles30
schrieb am 19.05.2020 23:17
Zitat
Unerfahren
Ok, also hat keiner erlebt, dass nach ein paar schwierigen Jahren die Beziehung noch schön wurde?


Nein ich kenne das nur so das aus einer schwierigen Beziehung eine sehr schwierige Beziehung wurde.

anfangs sind Probleme normal. Man lernt sich beim täglichen Leben anders kennen, muss sich zusammen raufen, neue gemeinsame Wege finden.
Aber wenn das nicht erfolgt, immer nur einer nachgibt, soll das jahrelang so bleiben?

Gerade wenn mal Kinder kommen, da kann es nochmal richtig krachen und schwierig werden und dann ist die Beziehung hin.


Hm, was Romantik und Gesten angeht.

Würde mein Mann mir Blumen heim bringen, würde ich ihn fragen ob er die gefunden hat.
Da ich mir nichts daraus mache und mich zum Hochzeitstag über einen selbst gepflückten Gänseblümchen Strauß viel mehr freue als über gekaufte Blumen, passt das wunderbar.
Andere Männer bringen regelmäßig Blumen mit heim.
Ich hatte auch mal eine Arbeitskollegin die war beleidigt, wenn es zum Valentinstag nichts gab und wehe und es nicht regelmäßig Blumen. Also hat ihr Freund ihr was hingestellt, um des lieben Friedens willen. Mit Zuneigung hatte das meiner Meinung nach wenig zu tun.


Mir ist das Alltagsleben viel wichtiger als irgendwelche Blumen usw.
Es hat doch viel mehr mit Umsorgen zu tun, wenn mein Mann weiß was mein Lieblingskäse ist und den mitbringt.
Oder jetzt fing er an, mir hat doch ein Kochbuch so gut gefallen, ob es ich es nicht haben will.

Das ist es doch was eine Beziehung ausmacht, das Alltagsleben und darauf achten was jemand mal zwischendurch sagt oder einem gefällt.

Es gibt Männer die haben das nie gelernt - natürlich auch Frauen - und es gibt Leute die haben das einfach raus.
Wobei man da auch unterscheiden muss, kann einfach jemand nicht diese extra Gesten machen oder macht jemand generell sein Ding.
Es gibt Männer die haben noch nie einen Blumenstrauß verschenkt, kümmern sich aber um alles in Garten und Haus und zeigen ihre Zuneigung dadurch das das Auto ihrer Frau pikobello gewartet ist, damit das Auto lange hält und immer sicher ist.
Und es gibt Männer und Frauen die zuallererst mal machen was sie wollen und überhaupt nicht nachvollziehen können warum das dem anderen nicht reicht.
Mit Kinder steigert sich das Ganze dann meist nochmal. Das wird dann auch nicht besser!


Dann lieber Schluss machen solange man sich friedlich trennen kann und jeder noch die Change hat jemand anderen kennen zu lernen für eine neue Beziehung.
Nichts ist schlimmer als zig Jahre an eine Beziehung zu hängen, wo man hinterher sagt, hätte ich nur schon viel früher Schluss gemacht.



Vg pebbles


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Unerfahren
schrieb am 20.05.2020 08:33
Pebbles, gerade was du schreibst macht mich nachdenklich.
Es sind genau diese Aufmerksamkeiten, von denen du schreibst, die mir von ihm fehlen. Er hat wirklich nur sich im Kopf. Ganz selten tut er was, weil er weiß, dass ich das mag oder es mir Freude macht. Darüber haben wir schon öfter geredet.
Und nein, er kümmert sich nicht im Gegenzug um Dinge wie Haus und Auto, oder Bürosachen. Kann auch nicht kochen oder so. Ich glaube, ich bin mit einen Muttersöhnchen zusammen gekommen, auch wenn er nicht an seiner Mutter hängt. Er ist sehr unselbstständig und auch nicht bemüht, in praktischen Lebensdingen sein Wissen und Können zu erweitern. Stimmt, in Bezug auf zukünftige Kindern sehr ungünstig. Dann muss ich ja ihn mitversorgen anstatt dass er mich unterstützt?

Ich dachte, es wär nicht so schlimm, dass dieses große Verliebtsein fehlte.
Hatte schon mal davon gelesen, wie Paare verkopft zusammen gekommen sind und sich daraus Liebe entwickelt hat. Ist das doch unmöglich? Oder nur, wenn man so Schwierigkeiten hat wie wir beide?
Wobei mir fehlt das schon, ich würde mich schon sehr gern mal wieder so richtig verlieben. Hatte gelesen, man kann sich aber auch in seinen langjährigen Partner immer wieder neu verlieben?
Aber naja, so wie er sich verhält bietet er mir nicht unbedingt einen Mann, in den man sich verlieben möchte...


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 20.05.2020 09:09
Ich glaub schon, dass das möglich ist. Dass man sich erst im Laufe der Beziehung ineinander verliebt, aber sei doch mal ehrlich zu dir. Wie viele Jahrzehnte möchtest du darauf noch warten? Nach 4 Jahren Beziehung steht ihr vor einem größeren Scherbenhaufen als eh und je. Der + das, was bereits zu Beginn der Beziehung gefehlt hat, müsste abgearbeitet und neu erfunden werden. Wie soll das gehen? So hart es klingt und dein Lebensgefährte ist bestimmt ein netter Kerl, aber er ist nicht der, von dem du träumst und das kann er auch nie werden!


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   pebbles30
schrieb am 20.05.2020 14:12
Zitat
Unerfahren

Ich dachte, es wär nicht so schlimm, dass dieses große Verliebtsein fehlte.
Hatte schon mal davon gelesen, wie Paare verkopft zusammen gekommen sind und sich daraus Liebe entwickelt hat. Ist das doch unmöglich? Oder nur, wenn man so Schwierigkeiten hat wie wir beide?
Wobei mir fehlt das schon, ich würde mich schon sehr gern mal wieder so richtig verlieben. Hatte gelesen, man kann sich aber auch in seinen langjährigen Partner immer wieder neu verlieben?
Aber naja, so wie er sich verhält bietet er mir nicht unbedingt einen Mann, in den man sich verlieben möchte...


Meine Oma hatte eine Freundin die eine Landwirtschaft hatten.
Der Sohn hat über Kontaktanzeigen im evangelischen Bauernverband (oder wie auch immer das damals hieß) seine Frau gefunden.
Die eigene Landwirtschaft war auf Dauer zu klein.
Der Sohn hat dann geheiratet, große Landwirtschaft, seine Frau das einzige Kind und die zwei haben den Hof übernommen.
Nein es war nicht die große Liebe. Aber sie mochten sich vom ersten Kontakt an. waren sich sehr schnell einig, was sie wollen, wie sie es wollen und wie das Leben weiter gehen soll.
In diesen Fällen kann die Liebe tatsächlich kommen.
Es gab und gibt schon immer Vernunftehen -auch arrangierte Ehen- die ausgezeichnet funktionieren und wo die Partner irgendwann feststellen ohne den anderen möchten sie nicht mehr sein.


ein bisschen Vernunft sollte bei jeder Beziehung und Heirat dabei sein. Kann man mit diesem Menschen sein ganzes Leben verbringen?

In der Krabbelgruppe von meinem Mini war ein Paar. Er ist jedes Jahr nach Wacken, sie ist nach Leipzig zum WGT.
Als das Baby da war, meinte sie er kann ruhig fahren. Nein solange sie nicht fahren kann, fährt er auch nicht, das wäre unfair.
Aber die haben sich jetzt nicht daheim geprügelt was für Musik läuft. Da war immer ein Kompromiss möglich.

Jedes Leben besteht auch immer aus Kompromissen und aufeinander zugehen. Entweder trifft man sich in der Mitte oder mal gibt einer mehr nach mal der andere. Nur schwierig wird es wenn immer einer nachgibt oder auch nur das Gefühl hat, immer nachzugeben.
Dafür ist auch eine Paarberatung oder Mediation sehr gut. Jemand neutrales der auf die Beziehung draufsieht.
Das klappt aber natürlich nur wenn beide bereit sind mitzuarbeiten und nicht einer nur hingeht, weil der andere darauf besteht.


Hm, immer wieder ganz neu verlieben, glaube ich nicht in Beziehungen.
Im Alltag, insbesondere mit Kindern, geht die Liebe schnell mal etwas verschüttet und man kann sie wieder ausgraben.
Aber völlig neu verlieben?
vor allem wenn es bei euch nie die ganz große Liebe war?

Du hast selber geschrieben, es war auch weil keiner mehr Lust auf den Singlemarkt hatte. Das ist aber keine Vernunft sondern Resignation.
Es lief von Anfang an nicht so, als das man sich im Alltag ineinander hätte verlieben können.
Es gibt keine Kompromisse oder Zugeständnisse beim anderen und das über Jahre hinweg.


Willst du das wirklich noch jahrelang, willst du irgendwann ein großes Kind und ein Baby haben, um die du dich kümmern musst und keiner unterstützt dich?
Wenn du das nicht mehr willst, kannst du ihn zu einer Paartherapie überreden, Ausgang ungewiss, es so weiter laufen lassen, dabei immer unzufriedener werden, oder gehen.


Vg pebbles


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   isolde35
Status:
schrieb am 20.05.2020 15:01
Ich denke, wenn die große Verliebtheit nicht da ist, dann muss es etwas anderes geben, was die Beziehung ausmacht. Etwas, an dem es sich festzuhalten lohnt, das man nicht missen möchte und das beiden Partnern etwas bedeutet.

Gibt es so etwas bei euch? Warum bist du denn noch mit ihm zusammen?

isolde


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   Unerfahren
schrieb am 20.05.2020 15:26
Anfangs haben uns einige Gemeinsamkeiten verbunden. Wir hatten ein paar gleiche Interessen und waren neugierig auf das Leben des anderen und haben uns gegenseitig auf Abenteuer mitgenommen. Das war vielleicht diese Anziehung?
Er vermittelte mir, dass er meinen Wunsch nach Zweisamkeit toll findet und das auch so will. Ich fand toll, dass er wollte, dass jeder für sich irgendwo auch autonom bleibt, also die Frau nicht in das alte Muster "braves Hausweibchen" stecken wollte.
Er schenkte mir genau das Paarleben, was ich mir wünschte, gemeinsames Ausgehen, Freunde der anderen kennenlernen, gemeinsame Freunde finden, lange Unterhaltungen über Gott, die Welt und Persönlichkeit usw. Ich uns dafür die Freiheiten, dass er sich auch öfter mal zurück ziehen konnte als mir recht war.

Aber sobald wir verbindlich zusammen waren und wohnten, vermittelte er mir nur immer mehr, dass ihn das, was er anfangs bei mir so spannend fand nur noch nervt und er sein Ding machen will und keine Lust hat, immer wieder neu aufeinander zuzugehen. Und ja, jetzt soll ich ihm plötzlich hinterherräumen, er macht nur auf Druck was. Das Paarleben von vorher nervt ihn nur, er will seine Ruhe haben. Auch Sex gibt es nur noch, wenn er will. Ich hab keine Chance mehr, ihn wie früher zu verführen.
Alles ist nur noch anstrengend für ihn. Er hat keine Lust mehr darauf.

Wenn ich ihm sage, dass eine Beziehung nun mal aus Kompromissen besteht schnauft er nur, dass das nicht sein kann. Man müsse sich doch einfach einig sein, sonst würde es nicht passen. Aber unter "einig sein" meint er, es soll so laufen, wie er will.. und seit dem ist es auch so richtig schwierig geworden.
Irgendwie ist das nicht mehr der Mann, den ich kennengelernt habe...


  Re: Beziehungsphasen - Machtkämpfe?
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   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 20.05.2020 17:12
Zitat
Unerfahren
Man müsse sich doch einfach einig sein, sonst würde es nicht passen.

Aber hat er sich damit nicht schon selbst die Konsequenz gegeben? Ihr seid euch nicht einig, also passt ihr nicht zusammen und solltet euch deswegen...

Ich an deiner Stelle würde ihn mal fragen, wie er das gemeint hat bzw. ob er das so gemeint hat. Und dann würde ich ihn nach den Konsequenzen fragen.
Aber das solltest du nur machen, wenn du auch mit der Trennung leben kannst. Vielleicht gilt in dem Fall ja: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende




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