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  Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   Juli87
Status:
schrieb am 13.05.2020 10:15
Ich muss mich mal ausheulen, meine Tochter ist mittlerweile 3,5 Jahre alt und ich gehe seit sie 2 Jahre alt ist Teilzeit arbeiten.
Ich bin wieder auf der gleichen Arbeitsstelle und habe mich so verändert. Ich würde über mich selbst sagen, das ich einfach nur verblödet bin.
Anfangs dachte ich, dass ich da erst einmal wieder reinkommen muss, aber jetzt arbeite ich schon seit 1,5 Jahren.
Ich kann mir nichts merken, verstehe alles falsch, kann logisch nicht mehr denken, geschweige den konzentrieren.
Ich versuche es, aber es klappt nicht. Meine Gedanken kreisen ständig um andere Dinge.
Im Alltag geht es mir genauso. Uch vergesse alles ständig usw. Bin total unorganisiert USW.

Bin langsam sehr verzweifelt, ging oder geht es jemandem ähnlich ?


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   Hamamelis71*
schrieb am 13.05.2020 12:12
JA!!!

ich habe dann irgendwann angefangen, dass ich mir im Outlook Aufgaben anlege und eine umfangreiche To Do Liste führe.

Vermutlich hängt diese Vergeßlichkeit damit zusammen, dass man plötzlich viel mehr Sachen im Blick haben muss...


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   pmami
schrieb am 13.05.2020 13:52
Es könnte auch ein Zeichen für Erschöpfung sein. Wie viel Schlaf bekommst Du so im Durchschnitt?

Viele Grüße pmami


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   ChaosImKopf
schrieb am 13.05.2020 21:00
Juli, es geht mir exakt gleich. Es ist furchtbar, ich leide sehr darunter.
Bei mir wurde eine Depression festgestellt. Ob das nun Symptom oder mit Ursache der Depression ist, kann ich nicht sagen


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  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   MamaHH
Status:
schrieb am 14.05.2020 20:58
Hallo, ich glaube Du bist nicht allein. Ist bei mir ähnlich. Ich bin bei weitem nicht mehr so leistungsfähig wie vorher. Aber wundern tut mich das nicht. Schließlich hat man ganz viel andere Dinge und Verantwortung im Privaten. Und ehrlicherweise haben sich auch ein bisschen die Prioritäten verschoben. Früher habe ich glaube ich, gelebt um zu arbeiten ( war ein schlimmer Workoholiker) und jetzt arbeite ich um zu leben. Und bei vielen Sachen denke ich, davon geht die Welt nicht unter. Früher war ich Perfektionistin, jetzt muss ich oft den Kopf schütteln, über was sich Leute aufregen können. Ich war selbst mal so! Man kommt mit dem Schlafmangel etc einfach eher an seine Grenzen und ich glaube schon, dass man deshalb nicht mehr so leistungsfähig ist. Vielleicht hilft es ja, Dir deine anderen Kollegen anzusehen. Ich habe festgestellt, dass viele eine ruhige Kugel schieben und gut damit klar kommen. Ich versuche jetzt auch einen Gang runterzuschalten. Man muss nicht überall perfekt sein.


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   Nessa15
schrieb am 15.05.2020 12:29
Bei mir hat sich definitiv auch durch die Teilzeit sehr viel verändert. Früher war ich sehr organisiert, habe für andere Kollegen ihre Aufträge zusammengestellt und sie ihnen dann zum abarbeiten gegeben. Inzwischen bin ich die, deren Arbeit an drei Tagen der Woche auf dem Tisch kommt und ich mich jedes Mal in die Organisation der Kollegen reindenken muss. Ich bin da wirklich jedesmal erstmal gut damit beschäftigt, außerdem merke ich wie mich an manchen Tagen verzettel bzw. zu lange an einer Aufgabe dran bin.
Ich sehr aber auch dass wenn ich mal eine Woche Vollzeit (Urlaubsabwicklung) arbeite, dass es viel besser klappt. Dafür bin ich dann im Alltag zerstreuter...es liegt wohl wirklich an der Konzentration. Als kleinen Trick im Arbeitsalltag hab ich mir inzwischen angewöhnt morgens eine halbe Stunde früher anzufangen (ohne die lieben Kollegen, die einen dann auch noch mit dem Flurfunk ablenken), sodass ich meine Ruhe habe- das hilft mir ungemein.


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 17.05.2020 19:46
Hallo Juli,
auch mir ging es nach der Geburt unseres ersten Erdenkindes so. Ich war sehr fokussiert auf ihn und alle privaten Lebensbereiche. Ich konnte gar nicht anders. Alles andere war mir zuviel. Als er 2 1/4 war fing ich an zu arbeiten. Ein halbes Jahr ging das gut, dann wäre ich daran fast zerbrochen.
50% Mama und 50% Job ergab bei mir 100% Unzufriedenheit, schlechtes Gewissen, Ausgelaugtheit, usw. Als mein Mann und ich dann entschieden das abzubrechen und die restliche Elternzeit zu nehmen, war das die größte Erleichterung, die ich je verspürt hatte, der sprichwörtliche Klotz, der mir von der Seele genommen wurde.
Ich bekam Erdenkind Nummer 2 und orientierte mich nach seiner EZ komplett um. Ich fand etwas, für das ich genau so brennen und mich begeistern konnte, mich nocheinmal weiter entwickeln und vieles selbstständiger planen und meine Grenzen immer wieder neu ausloten konnte.

Von meinem ersten Beruf, für den ich lange studiert hatte, kann ich noch immer nicht ganz ablassen. In Gedanken und Zukunftsvorstellungen ist er weiter existent. Er liegt auf Eis. Jetzt warten wir mal die Zwillinge und die Elternzeit ab und müssen uns dann wieder neu aufstellen und sehen, ob ich mit 100 % Mamasein, Hausfrausein und für mich selbst etwas tun, zufrieden sein kann und ob Auslastung und Zufriedenheit miteinander vereinbar sind.

Geistig kann ich sagen, dass es sich nach dem 2. Erdenkind und jetzt in der Schwangerschaft nicht verschlechtert hat. Aber das niedrigere Niveau nach Erdenkind 1 ist geblieben.

LG
Juna


  Re: Mein Gehirn hat sich so verändert nach der Geburttraurig
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   Rut
schrieb am 29.05.2020 15:39
Mir geht es genauso und ich dachte immer es liegt an der Belastung, das einzige Kind, das wir bekommen durften, im Himmel zu wissen und nicht an meiner Hand. Ich würde gern den Job wechseln, traue es mir aber kaum zu wegen fehlender Konzentration, mangelnder Aufnahmefähigkeit, Vergesslichkeit von einer Sekunde auf die andere (die fehlende Logik hatte ich vermutlich schon immer).
Ich hatte die Hoffnung, dass sich das etwas bessern kann, wenn die Belastung „unerfüllter Kinderwunsch“ (neben der Trauer) wegfällt, aber wenn ich eure Erfahrungen hier lese dann ist das wohl mehr als naiv ...




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