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  Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   so_was_von_stur
schrieb am 07.04.2020 09:40
Meine Mutter wohnt mit mir und meinem Kind im gleichen Haus, ich gehe immer für sie mit einkaufen, seit das Corona-Virus grassiert.

Heute war ich wieder einkaufen (sie wusste seit Sa, dass ich heute gehe), hatte mich schon gewundert, dass sie nichts Frisches braucht (gestern abend auf Nachfrage meinte sie, sie hätte noch genug) - und als ich die Sachen vom Metzger in ihren Kühlschrank räume, sehe ich, dass sie selbst einkaufen war (gestern, als sie bei der Physio war, ist sie danach zu Aldi). Sie meinte, sie hätte ja eine Maske getragen (so ein Stoffding, das ihr die Physio geschenkt hat - wir haben hier FFP3-Masken daheim, die man ja durch Trocknen mehrfach verwenden kann). Sie rennt zum Autohaus wegen Reifenwechsel (und als sie dort warten musste, geht man mal schnell zum DM wegen Seife - gibt es dort schon seit Wochen nicht mehr), sie geht in die Apotheke (die übrigens auch kostenlos nach Telefonanruf nach Hause liefert). Sie hat auch noch Vorerkrankungen der Atemwege, ist also auch noch Risikopatient. Es ist einfach ohne Worte!

Wir hatten hier gerade eine heftige Auseinandersetzung, aber sie kapiert es einfach nicht!

Hat nicht jemand ein Link zu irgend einem die Augen öffnenden Youtube-Corona-Horror-Video?


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   Blüte
schrieb am 07.04.2020 10:11
Ich plädiere für einen Perspektivwechsel.....

Ältere Menschen haben einfach aufgrund zunehmender Gebrechlichkeit Angst um ihre Selbständigkeit, ganz ohne Corona. Das ist ein Thema, immer schon. Im Kopf ist man noch so fit wie immer (und von diesen älteren Menschen spreche ich), aber der Körper macht nicht mehr so mit wie früher, alles dauert länger, alles tut mehr weh, vieles geht nicht mehr. Es nervt und bedarf großer Selbstdisziplin, das als gegeben hinzunehmen.
Bis Corona haben sich viele ältere Menschen mit viel Kraft ein bisschen Selbständigkeit oder viel Selbständigkeit (je nach körperlicher Verfassung) erhalten und jetzt das....

Selbständigkeit weg, zumindest auf Eis gelegt, Tagesrhythmus weg, auch viele Sozialkontakte und Ablenkung weg, denn mit dem Einkauf ist in der Regel auch ein Schwätzchen verbunden, wenn man älter ist und dann kommen auch noch Kinder, die zwar das Beste wollen, aber sich benehmen als sei das Elternteil plötzlich unmündig.

Ich unterstelle dir nur Gutes, aber wenn ich lese, dass du deine Mutter nach dem Einräumen ihres Kühlschranks zur Rede stellst, werde ICH rebellisch, also innerlich. Plötzlich soll dir deine Mutter Rechenschaft ablegen, wo sie war, was sie gemacht hat, welche Maske sie getragen hat usw. Und wenn du 100x Recht hast (was du sicher hast!), kann ich Auflehnung gegen diese noch so wohlmeinende Bevormundung verstehen.

Oder anders: Auch ältere Menschen, sofern sie geistig klar sind, haben Informationsmöglichkeiten und Entscheidungsspielräume. Wenn du deiner Mutter jegliche Unterstützung anbietest, sie aber als mündiger Menschen entscheidet, es anders machen zu wollen und das Risiko einzugehen, ist es in allerletzter Konsequenz ihre Entscheidung.
Daher würde ich nicht mir Horrorvideos über Corona und noch mehr Bevormundung reagieren, sondern schlicht mit dem Gegenteil: Mutter, du kennst die Risiken, ich liebe dich und würde dich gerne schützen, in dem ich einkaufe usw. Und es würde mich freuen, wenn du die Angebote annehmen würdest ,wenn du das nicht willst, werde ich es aber akzeptieren.

Ein persönliches Wort noch: Meine Mutter ist auch so eine ältere Dame mit viel Drang nach Selbständigkeit, hoher Intelligenz und einigen körperlichen Gebrechen, die sie zur Risikogruppe machen. Sie wohnt gegenüber, kann also 100% von uns versorgt werden. Anfangs wollte sie das Ü-BER-HAUPT nicht. Einkaufen war ihr soziales Highligt des Tages, dauerte 1,5 Stunden, sie ist mit allen Supermarkt-Angestellten per du und wirklich gerne gesehen usw. Und wir haben morgens für sie eingekauft und nachmittags schnappte sie sich den Rollator und ging einkaufen....
Wir haben hier allerdings die Situation, dass mein Kind, das sehr geliebte Enkelkind, leider aufgrund einer chronischen Erkrankung zur absoluten Risikogruppe gehört und als ich sie fragte, ob sie das wirklich riskieren will, neben einem "Familieneinkäufer" (meinem Mann) und sonstiger leider aboluter Kontaktsperre für das Kind, die sicher auch noch lange währen wird, ein Risiko einzugehen (auch ich verlasse das Haus gar nicht mehr), hatte sich das Thema erledigt. Meine Mutter hat sich selbst entschieden, dass IHR das Risiko nicht so wichtig ist, eine Gefährdung des Enkelkindes aber indiskutabel ist. Ich bin mir sicher, hätten wir ein gesundes Kind ,würde meine Mutter einkaufen gehen, aber das wäre dann auch ihre Entscheidung gewesen.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   karin_
schrieb am 07.04.2020 10:23
Ich habe sie nicht zur Rede gestellt, ich habe gar nichts gesagt, sondern den Einkauf weiter weg geräumt. Ich war sauer, und als sie mich gefragt hat wieso, habe ich es ihr ehrlich gesagt.

Sie hat nur einen einzigen Sozialkontakt weniger als vor Corona, die Gymnastikgruppe fällt aus, aber die ist eher "anonym". Ansonsten macht sie so weiter wie bisher.

Es ist eben nicht nur Ihre Entscheidung. Wenn Sie ins Krankenhaus muss, werde ich sie natürlich nicht hängen lassen, aber das ist auch für mich kein Spaziergang.

Ich finde es einfach verantwortungslos, schließlich leben wir relativ dicht aufeinander.

Wenn sie allein wohnen würde, könnte ich mich da zurücklehnen, aber sie hat nicht nur die Verantwortung für sich.

Ich habe wirklich für Vieles Verständnis und versuche möglichst, beide Seiten zu sehen, aber da hört es bei mir auf.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
avatar    Maral
schrieb am 07.04.2020 10:30
Ich sehe das genauso wie Blüte: Sie ist dir gegenüber keine Rechenschaft schuldig. Und auch, wenn ich verstehe, dass du Angst hast, dass es dich vielleicht wütend macht.... sie ist kein unselbstständiges Kind und hat das Recht , ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Für deine Gefühle bist du verantwortlich. Und viele alte Menschen sind da einfach gelassener. Es ist ihr Leben. Sie ruhen in sich selbst, manche fänden es noch nicht mal schlimm, wenn ihre Zeit kommen würde. Lieber nutzen sie noch die verbliebene Zeit möglichst angenehm. Bevormundungen und Ansprüche stehen anderen nicht zu. Meine Mutter möchte gar nicht eingekauft bekommen. Ja, leider, wäre mir auch lieber, aber sie weiß genau, was sie tut und warum sie es tut. Und ich muss es akzeptieren. Ich habe zu verstehen gegeben, dass ich jederzeit zur Verfügung stehe, mehr geht nicht.

Das kannst du auch tun: Dich anbieten, ihr deine Sorgen mitteilen, aber je lehrhafter, autoritärer du vorgehst, sie wie ein Kind behandelst, umso eher wird sie in den Widerstand gehen. Corona ist eine von vielen Gefahren. Insbesondere für alte Menschen, die Wahrscheinlichkeit im Moment sich zu infizieren sogar noch relativ gering. Aufgrund der Maßnahmen und im Verhältnis, Infizierte, Gesamtbevölkerung gesehen. Vielleicht ist sie bereit zu Hause zu bleiben, wen es wieder Lockerungen gibt, und du es behutsam angehst. Aber wenn sie nicht will, will sie nicht. alte Menschen rechnen ja auch anders. Sie wissen noch weniger, wie lange sie haben. Für sie wirkt jeder Moment oft noch kostbarer. Ich kann das schon echt verstehen. Vor allem, wenn man nicht weiß, von welcher Zeit man spricht, eine Sicherheit gibt's ja erst mit der Impfung, und ob man diese aufgrund Alterserscheinungen noch erlebt.


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  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   karin_
schrieb am 07.04.2020 10:36
Eine Erwachsene sollte sich so verhalten, dass sie nicht ihre Mitbewohner in Gefahr bringt, wenn es sich vermeiden lässt. Da hört die Selbstbestimmung auf.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   Blüte
schrieb am 07.04.2020 10:52
Das ist deine berechtigte Meinung, deine Mutter hat ihre.

Wenn ich es recht verstanden habe, hat sie ja eine eigene Wohnung, eine eigene Küche, kurz einen eigenen Bereich in dem Haus. Dann musst du eben handeln und sie meiden, um Ansteckung zu verhindern .

Du kannst niemandem deine Meinung aufzwingen, nur so handeln, wie du es für dich und deine Kinder für richtig hälst.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
avatar    Maral
schrieb am 07.04.2020 10:55
Das ist nicht logisch. Du gehst doch auch einkaufen. Bringst also alle in Gefahr. Wenn du es so sehen möchtest. Und ich glaube auch nicht, dass das deine Intention ist. Eine Gefahr für andere wird immer bleiben. Es gibt auch noch viele Menschen, die arbeiten, hier bei uns könnte man sagen, niemand muss mehr einkaufen, man kann liefern lassen. Ihr habt doch bestimmt seperate Eingänge. Wenn du Angst hast, dass sie euch gefährdet, müsst ihr eben die Kontaktsperre auch untereinander ausüben. Aber wenn du nach dem Einkaufen an ihren Kühlschrank gehst, gefährdest du sie genauso. Du kannst dich exakt genauso anstecken wie sie. Nur dass sie noch gefährdeter wäre, wenn sie sich infiziert.

Sie könnte also genauso gut verlangen, dass du nicht mehr einkaufst. Das ist ein Ying und Yang. Es wird dir um ihre Sicherheit gehen, dass ist verständlich und ja auch richtig so, deshalb suchst du eine Begründung, warum sie nicht einkaufen darf. Aber das sie euch damit gefährdet, und du es deshalb verlangen darfst, ist in meinen Augen kein vertretbarer Grund. Du könntest höchstens deine Konsequenzen ziehen. Dann solltest du aber ebenfalls die Einkäufe vor ihrer Tür und nicht in ihrem Kühlschrank lagern.

Wie gesagt, ich verstehe deine Gefühle total, aber man muss aufpassen, dass man sich nicht deshalb zum "Vormund" erhebt.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   isolde35
Status:
schrieb am 07.04.2020 10:58
Ich kann dich gut verstehen, Karin, vielleicht könnte man mal an das Verantwortungsgefühl deiner Mutter appellieren. Wenn sie sich selbst nicht schützen will, ist das ihre Sache, aber sie sollte jetzt eben an andere Menschen denken. Das gilt für uns alle, egal ob alt oder jung. Ich würde auch gern rausgehen und meinen üblichen Aktivitäten nachgehen und ein selbstbestimmtes Leben führen, wer will das nicht.

Ich finde, das ist keine Frage der Meinungsfreiheit sondern der sozialen Verantwortung, die deine Mutter mit diesem Verhalten nicht wahrnimmt.

isolde


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   karin_
schrieb am 07.04.2020 11:01
Ich verwende beim Einkauf alle denkbaren Vorsichtsmaßnahmen, sie nicht. Ich gehe einmal die Woche einkaufen, sie unzählige Male zu vermeidbaren Dingen raus (die NICHTS mit Sozialkontakten zu tun haben). Sie gärtnert hier in unserem großen Garten. Sie kann radfahren oder spazieren gehen (was sie auch macht), wenn sie noch mehr raus will, alles andere halte ich für unverantwortlich.

Die häusliche Situation lässt sich nicht so trennen, dass einer für den anderen keine Ansteckungsgefahr darstellt, das ist baulich nicht möglich. Ich muss immer bei ihr vorbei, auch wenn ich nicht den Einkauf wegräume.


4 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.20 11:16 von karin_.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   pebbles30
schrieb am 07.04.2020 11:29
Hat deine Mutter einen Patienten Verfügung?

wenn nein würde ich vorschlagen, du legst es ihr jetzt dringend ans Herz.
Ja auch das ist Bevormundung.
Und dann soll sie auch klar sagen, ob sie Beatmung möchte oder nicht wenn sie krank (an was auch immer wird)


Irgendwo habe ich einen interessanten Artikel dazu gelesen, die Rentner haben durch ihr Leben gelernt es wird schon nicht so schlimm.
2 Weltkrieg überstanden, obwohl alle das schlimmste befürchtet haben.
Kubakrise überstanden
Kalter Krieg, mit Stationierung von Atomwaffen überstanden
Tschernobyl überstanden
Fukushima überstanden
Ozonloch überstanden

Darum gibt es viele Leute die nehmen die Klimakrise nicht ernst und es gibt noch mehr Leute die nehmen Corona nicht ernst.
Auch dies ist erlerntes Verhalten.
Ja es gibt viele alte Leute die kämpfen um ihre Selbstständigkeit.
Es gibt aber auch viele alte Leute die nehmen es nicht ernst.
Sie haben durch ihr Leben gelernt, es wird viel Panik gemacht und dann ist es doch nicht so schlimm.
Das es damals in der Situation doch schlimm war, wird vergessen und durch andere Erinnerungen überlagert.
Es gab genügend die nach Tschernobyl doch ihr eigenes Obst und Gemüse gegessen haben und nichts ist passiert. Das in Bayern bis heute Wildschweine untersucht werden müssen, das ist weit weg.



VG pebbles


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   henriette
schrieb am 07.04.2020 11:32
so sehr ich sonst meistens deine Meinung teile, hier sehe ich es etwas anders. Dieser ganze shutdown wird hauptsächlich, nein ausschliesslich für die Risikogruppen gemacht, die meisten "Jüngeren" kommen (klar, es gibt Ausnahmen) mit dem Virus ziemlich gut klar, sofern sie überhaupt merken, dass es sie erwischt hat. Bei denÄlteren ist das nicht so. Die krepieren je nachdem elendlich in den Krankenhäusern, in den Intensivstationen. Der Shutdown ist deshalb da, damit diese Intensivbetten für alle reichen, damit unsere Ärzte keine Triage machen müssen und jeder eine Chance haben kann. Ich und meine Familie werden ziemlich sicher diese Betten nicht in Anspruch nehmen müssen. Die Älteren und Vorerkrankten gehen da ein deutlich höheres Risiko ein. Unsere Kinder gehen seit Wochen und sicher noch für Wochen nicht zur Schule, viele mittelständische Unternehmen bangen um die Zukunft ihrer Betriebes und ihrer Mitarbeiter und und und. Das alles wiegt kein Menschenleben auf, aber ich würde es durchaus solidarisch für diejenigen empfinden, dass die Bevölkerungsgruppe, die besonders gefährdet ist, auch auf sich aufpasst. Wir zeigen uns solidarisch, das sollten diese Menschen auch tun.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   Solani2
Status:
schrieb am 07.04.2020 12:02
Doch, es ist ihre Entscheidung. Egal, ob ihr zusammenwohnt oder nicht. Wenn sie sich, deiner Meinung nach, verantwortungslos euch gegenüber verhält, dann musst du klarstellen, dass du so mit ihr nicht mehr zusammenleben willst und auf getrennte Wohnungen bestehen. Klar, dass ist momentan schwierig, aber langfristig ist das durchführbar.
Leg die Minimalregeln fest, die für dich nicht verhandelbar sind. Ihre Wünsche sollten natürlich, soweit als möglich, berücksichtigt und respektiert werden. Weil darum geht es ja beim Zusammenleben - Respekt und Rücksichtnahme vor den Vorstellungen und Ängsten anderer. Auch wenn sie keine Angst hat, muss sie auf euch jetzt Rücksicht nehmen. Da hilft kein Schreckensvideo, weil sterben tun immer die anderen.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   Blüte
schrieb am 07.04.2020 12:02
Ja, schon klar, sollte so sein.

Ist aber nicht immer so.

Und was willst du tun? Leute einsperren? Rumbrüllen?

An fehlenden Informationen liegt es nicht, die geistig fitten Alten haben dieselben Informationen wie alle anderen auch und können sie ebenso bewerten.

Und nur so nebenbei. Mir geht es sowas von auf den Keks, dass wir immer von "den Alten" als Risikogruppe reden. Die "Risikogruppe" ist deutlich größer als die lungenkranke Oma, die einkaufen geht. Es gibt so viele junge Leute mit schweren chronischen Erkrankungen, die dramatisch gefährdet sind und damit meine ich die ECHTE Risikogruppe, nicht die Tatsache, dass sich Hinz und Kunz mit Heuschnupfen zur Risikogruppe zählt .Ich weiß nicht wieviele selbstdefinierte "Riskopatienten" ich in den letzten Wochen kennengelernt habe....

Wir machen diesen Shutdown für alle, die gefährdet sind. Für alte Leute, aber auch für viele, viele junge Menschen, Menschen, die auch nach dem Shutdown wohl eher nicht in die Schule oder Arbeit können, aber auch für alle anderen, denn der gute Herr Johnson merkt auch gerade, dass es für Leute außerhalb der Risikogruppe kritisch werden kann....

Wir hocken hier auch drin, haben seit Wochen die Putzfrau abbestellt, um jeden Kontakt zu vermeiden und mir graust es viel mehr vor der Öffnung der Schulen usw., weil es DANN für mein Kind erst richtig ätzend wird, denn NOCH sind ja alle "eingesperrt". Und dennoch kann ich alte Leute nicht zwingen, das Richtige zu tun, wie auch?


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   karin_
schrieb am 07.04.2020 12:05
In anderen Ländern gibt es eine Ausgangssperre für über Sechzigjährige - fand ich bisher heftig, inzwischen keimt in mir Verständnis.

Nein, es ist im Moment so und es wird auch künftig nicht gehen, das hier mehr zu trennen.


  Re: Wann kapieren es endlich auch die über Siebzigjährigen???
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   pebbles30
schrieb am 07.04.2020 12:19
Zitat
Blüte


Und nur so nebenbei. Mir geht es sowas von auf den Keks, dass wir immer von "den Alten" als Risikogruppe reden. Die "Risikogruppe" ist deutlich größer als die lungenkranke Oma, die einkaufen geht. Es gibt so viele junge Leute mit schweren chronischen Erkrankungen, die dramatisch gefährdet sind und damit meine ich die ECHTE Risikogruppe, nicht die Tatsache, dass sich Hinz und Kunz mit Heuschnupfen zur Risikogruppe zählt .Ich weiß nicht wieviele selbstdefinierte "Riskopatienten" ich in den letzten Wochen kennengelernt habe....

Wir machen diesen Shutdown für alle, die gefährdet sind. Für alte Leute, aber auch für viele, viele junge Menschen, Menschen, die auch nach dem Shutdown wohl eher nicht in die Schule oder Arbeit können, aber auch für alle anderen, denn der gute Herr Johnson merkt auch gerade, dass es für Leute außerhalb der Risikogruppe kritisch werden kann....


Bei uns in der Nähe gibt es ein Wohnheim für Körperbehinderte. Das sind junge Leute die hier ihre Ausbildung machen.
von denen sieht man im Moment niemand und von einem Mitarbeiter den wir kennen haben wir gehört, da gelten momentan strenge Regeln.
Komischerweise will von diesen jungen Leuten aber derzeit keiner Party halten und die halten sich auch an ihre Ausgangssperren.

Es gibt auch hier viele alten Leute die brav daheim bleiben.
Wo die Familie für sie einkauft und Gespräche nur über den Balkon stattfinden.

Umso ärgerlicher ist es dann wenn Risikogruppen sich einfach nicht daran halten wollen.


Mein Vater muss auch in Zukunft alleine einkaufen. Mein Bruder war zwar letzte Woche dort, der fährt aber auch über 1,5 Std einfach. Das geht nicht täglich.
Da ist es dann egal ob er Risikogruppe ist. Der geht aber auch nicht täglich raus, sondern holt nur noch das Nötigste.

Wenn ich dann aber von Senioren höre und lese, die weiterhin aus dem haus rennen müssen, obwohl die Familie sie versorgen kann und will, dann habe ich da kein Verständnis dafür. Da würde ich dann jedem einen Patientenverfügung hinlegen und empfehlen das sie im Falle von Corona jegliche Behandlung im Krankenhaus ablehnen sollen.

Ja und damit mache ich mich sehr unbeliebt, das weiß ich auch.




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