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  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   HulksMother
schrieb am 03.04.2020 11:50
Das dürfte psychologische Gründe haben - sobald er sagen würde, die Betten reichen, würde so manches Krankenhaus anfangen, die Betten wieder regulär einzuplanen.


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 03.04.2020 11:59
Zitat
HulksMother
Das dürfte psychologische Gründe haben - sobald er sagen würde, die Betten reichen, würde so manches Krankenhaus anfangen, die Betten wieder regulär einzuplanen.

ach, das ist doch alles ein elendiges Hin und Her.

Hier ist auch eine interessante Wortmeldung dazu.


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   la miga
schrieb am 03.04.2020 20:45
Triage jetzt auch Thema im ARD Brennpunkt. Ich find das langsam unseriös


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   ChaosImKopf
schrieb am 03.04.2020 21:44
Bei einem Krankenhaus in der Nähe wurde schon vor Wochen ein Triage-Zelt aufgebaut.

Im benachbarten Elsass werden Menschen über 80 nicht mehr beatmet und nur noch beim Sterben begleitet. Je nach Andrang auch schon ab 75 oder 70 Jahren.


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  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   Solani2
Status:
schrieb am 03.04.2020 21:55
Unseriös finde ich es nicht, nur reißerisch. Es fällt hält niemanden was Neues zu dem Virus ein. Da haben wir täglich stundenlang Berichterstattung, und es wiederholt sich alles und ist nicht besonders spannend. Man stumpft auch schnell ab. Das Thema Triage belebt die Berichterstattung. Dabei ist das, zumindest für Notfallmediziner, kein wirklich neues Thema. Ich hoffe jedenfalls, dass die Intensivbetten und nötigen Gerätschaften wirklich ausstreichen. Ich finde es auch gut, dass Deutschland noch Patienten aus anderen Ländern übernehmen kann und das auch macht. Das ist gelebte europäische Solidarität.


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   Ju.ma.
schrieb am 04.04.2020 04:17
Ich finde es erschreckend und traurig, wenn in so einer Krisensituation die Schwächsten der Gesellschaft gegeneinander „ausgespielt“ werden.
Wir sollten nicht abwägen, wer jetzt „schützenswerter“ ist, sondern mit allen Kräften versuchen beide Seiten zu schützen und aufzufangen.
Ich weiß zb von einem Fall in dem ein Kind aus einer schwierigen Familiensituation in die Notbetreuung gehen kann, trotz nicht „systemrelevanter“ Berufe der Eltern.
Solche Lösungen müssen wir suchen, konstruktiv. Und nicht destruktiv uns mit Unmöglichkeiten befassen.

Es nervt mich persönlich auch gewaltig, wenn in FB und co. Psychisch gesunde Erwachsene mit normalem Familienleben lamentieren, das könne man so ja auf keinen Fall länger aushalten.
Da wird nach zwei Wochen Ausgangssperre getan als hätte man einen Krieg überlebt.
Doch kann man kann das aushalten. Man kann unglaublich viel aushalten. Und zwar nicht, weil man will, sondern weil man manchmal einfach muss und es keine Alternative gibt.


  das stimmt so einfach nicht
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   lucky*3
schrieb am 04.04.2020 09:55
niemals ist einfach nur das Alter ausschlaggebend für die Entscheidung wer beatmet wird


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   Blüte
schrieb am 04.04.2020 10:05
@lamiga klatschen GENAU das habe ich mir gestern Abend auch gedacht.

Und dann der Hinweis: Wir BERUHIGEN die Menschen ja. Vielen Dank dafür...


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   pebbles30
schrieb am 04.04.2020 11:02
Zitat
Ju.ma.

Es nervt mich persönlich auch gewaltig, wenn in FB und co. Psychisch gesunde Erwachsene mit normalem Familienleben lamentieren, das könne man so ja auf keinen Fall länger aushalten.
Da wird nach zwei Wochen Ausgangssperre getan als hätte man einen Krieg überlebt.
Doch kann man kann das aushalten. Man kann unglaublich viel aushalten. Und zwar nicht, weil man will, sondern weil man manchmal einfach muss und es keine Alternative gibt.


Dazu gibt es hier einen guten Artikel:

Heult Leise! Corona und die Mittelschicht


  Re: Corona: was für Zukunftssorgen?
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   Ju.ma.
schrieb am 04.04.2020 14:43
Zitat
pebbles30
Zitat
Ju.ma.

Es nervt mich persönlich auch gewaltig, wenn in FB und co. Psychisch gesunde Erwachsene mit normalem Familienleben lamentieren, das könne man so ja auf keinen Fall länger aushalten.
Da wird nach zwei Wochen Ausgangssperre getan als hätte man einen Krieg überlebt.
Doch kann man kann das aushalten. Man kann unglaublich viel aushalten. Und zwar nicht, weil man will, sondern weil man manchmal einfach muss und es keine Alternative gibt.


Dazu gibt es hier einen guten Artikel:

Heult Leise! Corona und die Mittelschicht

Großartig! Ja, genau das meinte ich.


  Re: das stimmt so einfach nicht
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   ChaosImKopf
schrieb am 04.04.2020 16:21
Zitat
lucky*3
niemals ist einfach nur das Alter ausschlaggebend für die Entscheidung wer beatmet wird
Im Elsass ist das leider so


  Re: das stimmt so einfach nicht
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   Blüte
schrieb am 04.04.2020 16:29
Zitat

Im Elsass ist das leider so

1. Elsass ist meines Wissens Frankreich und wir sprechen von Deutschland.

2. Habe ich gelesen, dass Tübinger Katastrophenmediziner berichten, dass Menschen über 80 nicht mehr beatmet werden, die Straßburger Uniklinik aber widerspricht und betont, dass eben nicht NUR das Alter ein Kriterium ist, einen Menschen nicht mehr zu beatmen. Also zumindest steht hier Aussage gegen Aussage und ich kann von meinem Schreibtisch aus nicht beurteilen, welche stimmt.

3. Was genau bringt der dunkle Hinweis auf dunkle Zustände, die möglicherweise stimmen oder auch nicht?


  Re: das stimmt so einfach nicht
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   lucky*3
schrieb am 04.04.2020 17:01
das Krankenhaus im Elsass hat das dementiert:

...Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa vom späten Donnerstagabend gibt die Universitätsklinik nun an, dass das Alter nicht das einzige Kriterium für Intensivmaßnahmen sei. Die an der Universitätsklinik geltenden Praktiken entsprächen den Empfehlungen der gängigen Fachgesellschaften, heißt es demnach in einer Mitteilung. Es würden außerdem neue Kapazitäten im Bereich der Intensivmedizin bereitgestellt, es habe bisher keine Überlastung gegeben.

Der Leiter der chirurgischen Anästhesie, Paul Michel Mertes, verwies Informationen der Nachrichtenagentur epd zufolge auf die medizin-ethischen Kriterien der Klinik. Demnach gehe aus dem Kriterien-Katalog hervor, dass die Entscheidung von dem Schweregrad der Krankheit abhängig gemacht wird und nicht etwa von einer Altersgrenze der Patienten.


  Re: das stimmt so einfach nicht
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   ChaosImKopf
schrieb am 04.04.2020 21:12
1. Ich wohne direkt an der Grenze zu Frankreich und zumindest das DIFKM scheint einen Blick ins Elsass gewagt zu haben und man wird sich in Deutschland möglicherweise daran orientieren, wenn die Fälle dramatisch zunehmen. Zudem sind mir zumindest die Menschen dort nicht egal.

2. Habe ich mich nur an den Bericht des DIFKM gehalten, den ich zuvor gelesen hatte. Dort stand das Alter als alleiniges Kriterium. Wenn das überholt ist, ist das schön.

3. Was bringt es, mich anzublaffen?
Ich habe lediglich wiedergegeben, was ich gelesen habe. Machen viele andere hier auch. Habe ich meine Information an dem Tag mehrfach geprüft, als ich sie gelesen habe? Ja, habe ich. Prüfst du jede deiner Informationen noch dann drei Tage später noch einmal nach, ob sich der Stand geändert haben könnte?
Ist das schlimm? Sind hier nur bestimmte Informationen erwünscht?
Mich versetzt es nicht in Panik, wenn Menschen ab 80 nicht mehr beatmet werden. Irgend ein Kriterium muss es geben, anhand dessen schnell entschieden werden kann. Und jemand mit 80 Jahren hat sein Leben im wesentlichen gelebt (durchschnittliche Lebenserwartung liegt etwa bei 80).
Möchte ich, dass jemand stirbt? Nein, natürlich nicht. Deshalb kaufen wir seit Wochen für die ältere Verwandtschaft ein und haben seit Mitte März keine anderen Menschen mehr getroffen


  Re: das stimmt so einfach nicht
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 05.04.2020 00:28
Naja ich wohne auch direkt im Grenzgebiet zum Elsass ja unsere örtliche Presse hatte erst falsche Infos raus gegeben. Dies wurde aber schon direkt ein Tag danach richtig gestellt und dies ist auch schon einige Tage her.

Daher verstehe ich es nicht warum jetzt solche Gerüchte kursieren.

Fakt ist auch dass hier bei uns mittlerweile auch Elsässische Patienten in den Kliniken behandelt werden, wir haben noch Kapazitäten Straßburg kaum.
Zum eigentlichen Thema:

Es ist einfach müßig drüber zu debattieren wen es denn jetzt am schlimmsten trifft, jeder hat sein Leben und seinen gewisses Stresslevel.

Generell ist bei mir eher die Angst wie es finanziell weiter gehen soll, ich bin Alleinerziehende mit Teilzeitjob in Kurzarbeit. Fixkosten laufen weiter, diese sind hoch, ja dafür arbeite ich ja auch eigentlich.
Mich nervt es endlos dass die Politik, und damit meine ich nicht nur die großen Politiker in Berlin, sondern auch unsere Vertreter der Kammer sich null für uns einsetzten.
Die Zahnarztpraxen sollen
1.) nur noch Schmerzfälle behandeln
2.) Schutzausrüstung Fehlanzeige ( seit Wochen kommen seitens der Kammer und der KZBV nur emails mit Durchhalteparolen)
3.) auch ohne spezielle Schutzausrüstung behandeln (Wenn man bedenkt dass vor wenigen Wochen noch für teilweise lächerlich strenge Vorschriften galten ein Witz)

Statt endlich ein zentraler Notdienst eingeteilt wird, die wenige Schutzausrüstung an diese Praxen verteilt wird, alles was zuviel ist sollte an richtige Kliniken gehen.

Unsere Klinik bittet seit Tagen in der Öffentlichkeit um Spenden von Masken und ich verstehe die Welt nicht mehr warum man nicht die Ausrüstung, wenn diese mal kommt, dann in die Kliniken gibt. So wichtig ist jetzt die zahnärztliche Versorgung auch wieder nicht.

Und wisst ihr warum das nicht passiert?
Nicht weil wir ein Sicherstellungsauftrag haben, der wäre über den Notdienst schnell erfüllt.
Weil das nur geht wenn von oben jemand das Stopp gibt und dann greift das Infektionsschutzgesetz und das kostet den Staat zuviel,die KZBV sitzt safe im homeoffice, während in unserer Praxis die erste Helferin auf das Testergebnis ihres Coronatestes wartet.

Ohne scheiss, es ist verständlich dass die Grenzen zu gemacht sind, mittlerweile dürfen die Pendler mit Passierschein nicht mal hier einkaufen.
Schau ich mir die Fallzahlen aus unserem Landkreis an frage ich mich ab wann denn bitte reagiert wird. Wenn endlich eine von uns positiv getestet ist?!

Meinen Kids gehts gut, Schule @home nun ja läuft soweit, nächste Woche wird entschieden wie es weiter geht. Fakt ist es wird nach den Osterferien nicht direkt komplett los gehen, sie erarbeiten gerade Lösungen.

Das soziale Leben ist auf den Kopf gestellt aber man wird erfinderisch, heute hat ein guter Freund meiner Kinder zusammen mit seiner Mutter spontan eine Radtour zu uns gemacht nur um den Kids eine Osterkarte in den Briefkasten zu werfen. (Wir wohnen nicht im gleichen Ort).
Die Kinder bekommen Post von Oma und Opa, haben Facetime für sich entdeckt.
Die ersten drei Wochen sind geschafft.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen dass eben andere Elternteile eben ein niedrigeres Stresslevel haben und wenn dann noch finanzielle Ängste dazu kommen diese sehr schnell familiäre Probleme haben.

Daher kann man nicht pauschal jeden verurteilen der sagt „es ist zuviel“

Ganz ehrlich, mein Neffe ist Ende 2019 in Obhut genommen worden, ich bin durchaus erleichtert denn das geschah obwohl er nur nachmittags zuhause gewesen ist, unter der Woche war er bei einer Tagesmama.
Jetzt hat seine Mutter zusätzlich homeoffice, diese Situation plus Lagerkoller wäre fatal gewesen.

Um solche Kinder tut es mir leid.
Und um Menschen die ohnehin zu Depressionen neigen.

Da sind meine Sorgen bezüglich der Kids dann doch lächerlich. Gewisse Regeln rund um Medienkonsum beschäftigten mich tatsächlich sehr. Aber nun jetzt darf halt auch 2x am Tag TV geschaut werden.




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