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  Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Impala-34
Status:
schrieb am 20.03.2020 16:15
Ich schreibe mal hier, obwohl es nicht wirklich Kummer ist und wollte mal hören wie es Euch so geht.

Aber erst mal zu mir:

Ich bin total gestresst, von einer Entschleunigung meines Lebens kann gerade so gar keine Rede sein. Ich muss jeden Tag aus dem Haus und mein Kind fragt, warum ich immer auf die "doofe Arbeit" muss und mein Mann zuhause bleiben kann. Wenn ich dann nach Hause komme, werde ich sofort in Beschlag genommen.
Ich war in 6 Geschäften und habe versucht u.a. 1 kg Mehl für einen (Geburtstags)Kuchen, Eier und 1 Packung Toilettenpapier zu bekommen. Bekommen habe ich dann nur die Eier. Super. Das habe ich jetzt davon, dass ich nicht hamstern will.
Zeit für mich ist gerade nada, dafür aber dann Sorgen wie es wirtschaftlich weiter geht. Meine Mitarbeiterinnen wollen ihr Gehalt selbstverständlich und zu Recht weiter bekommen. Dabei geht es mir noch gut, da wir schon ausreichend Rücklagen haben (soweit ich das zur Zeit überblicken kann). Dennoch kann ich die Gedanken nicht einfach ausknipsen.
Ich habe ziemlich Schmerzen im Nacken und in der Schulter und gehe aber nicht zum Arzt aus Angst vor den Viren dort- geht schon irgendwie...
Mein Schwiegervater ist sehr krank, wenn er auch nur ne Grippe kriegt, von Corona mal zu schweigen wird er das wohl nicht überleben.
Alle Urlaube/Auszeiten die wir geplant haben sind gecancelt.

Ja ich weiß mir geht's eigentlich gut. mein Mann kann zuhause arbeiten, wir haben ausreichend Rücklagen, wir haben einen Garten etc. Aber gestresst bin ich trotzdem. Ich bin dazu ein Stress- und Frustesser, alles was ich seit Jahresbeginn abgenommen habe, kommt gerade wieder oben drauf.

Wie geht's Euch so da draußen?

LG

Impala


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Serena15
Status:
schrieb am 20.03.2020 17:30
Hallo,

schöne Idee einen solchen Thread aufzumachen Das ist super

Mich würde auch interessieren wie es anderen geht. Jeder hat ja so seine großen und kleinen Sorgen.

Ich bin bisher auch eher mehr gestresst als weniger. Von zu Hause arbeiten (was bedeutet Video- Unterricht geben) ist total schwierig bis unmöglich mit KIGA- und GS- Kind zu Hause.
Zum Glück sind es nicht so viele Stunden. Daneben studiere ich noch und lernen mit o.g. Situation genauso schwierig. Sind die Kinder versorgt kann ich mich trotzdem nicht konzentrieren, weil ich die Corona- Meldungen checke.

Für mich persönlich sind die täglichen Änderungen auch schlimm. Jeden Tag wird was neues eingeschränkt, man kann sich auf nichts verlassen oder mit irgendwas planen.

Das Einkaufen ist fürchterlich. Ich bin vorher nur 1-2x pro Woche gegangen und nun muss ich täglich in mehrere Geschäfte (eigentlich nicht förderlich, aber was soll man machen?), weil nun nach Klopapier alles mögliche auch aus ist. Wenn man jetzt noch Milch, Nudeln, Reis, Margarine, Öl, Salz, Hefe, Windeln, Tempos oder ähnliches braucht, geht es ja kaum anders Ich werde auf jeden Fall künftig Vorräte anlegen, auch wenn man das hoffentlich nie wieder braucht.

Die wirtschaftlichen Sorgen sowohl für uns und auch für die Welt sind natürlich das nächste Thema. Mein Mann ist selbständig und es dürfte kaum einen Selbständigen geben, der momentan keine Sorgen hat. Man sichert sich gegen Krankheit und alles mögliche ab, aber hierfür gibt es keine Absicherung. Zudem werden wir alle sehen, was danach kommt. Eine Wirtschaftskrise ja auf jeden Fall, Altersvorsorge ?...

Nun kommen Ausgangsbeschränkungen (die sicher 2 Tage später Ausgangssperren werden und von Tag zu Tag restriktiver werden). Das finde ich fürchterlich. Ich war schon diese Woche nur zum Einkaufen unter Leuten und das auch ohne Kinder. Mit denen war ich nur im Wald/ Park (ohne Spielplatz). Nun müssen wir auch darum bangen und dann wird es echt hart. Es geht ja sicher mindestens um einen Monat. Und das Recht genommen zu kriegen, das Haus zu verlassen, finde ich schon heftig vom Gefühl her.

Für mich persönlich schlimm ist, dass die Fitnessstudios und nun auch Physiotherapeuten zu haben.

Osterurlaub fällt ja flach (nur 3 Tage, aber schade trotzdem) und Sommer wage ich auch nicht zu glauben, dass das klappt... das Nichtabsehbare der Situation ist schwierig.

Dennoch haben wir es natürlich gut. Wir haben genug Zimmer, Garten (wobei ironischerweise sehr eingeschränkt nutzbar zur Zeit, da rundrum ein Neubaugebiet entsteht und die Presslufthammer werden unvermindert weiter laufen .. verrückt... und dummerweise ist unsere Terrasse gerade aufgerissen - vor der Krise begonnen) und sind zusammen. Die Kids machen ganz gut mit bisher, aber der Große war schon gerade geschockt, dass er nicht mal mehr zum einkaufen mit darf. Schon eine Zumutung für die Kinder.

LG Tiffy


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   henriette
schrieb am 20.03.2020 17:38
Ich kann dir nicht wirklich helfen, aber hier ist ein Kuchenrezept, das völlig ohne Mehl auskommt und sehr, sehr gut für die Nerven ist:

[henriettekocht.wordpress.com]


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Nessa15
schrieb am 20.03.2020 18:28
Hallo,

finde das auch ein gutes Themaa- ich habe jetzt die ganze Woche Vollzeit gearbeitet, eigentlich um mein Stundenkonto aufzufüllen damit ich dann nächste Woche daheim bleiben kann.
Das kann ich laut meinem Chef jetzt vergessen- ich arbeite bei einer Bank in der Abteilung für Firmenkunden. Bei uns ist Land unter! Was wir jeden Tag Anfragen bekommen...und das ach so tolle Kreditprogramm der KfW hilft leider gerade denen die besonders angeschlagen sind nicht wirklich. Also muss ich nächste Woche trotzdem an zwei Tagen kommen, mein Mann bekommt aber auch nicht einfach so spontan frei. Jetzt muss ich wieder meine Mutter bitten Luise zu nehmen, das heißt meine Mama kann in der Zeit nicht zu meinen Großeltern und diese unterstützen und zum Beispiel für diese einkaufen.
Einziger Lichtblick: Mein Mann hat vor drei Wochen darauf bestanden Vorräte anzulegen, da ist die Lage also im Moment recht entspannt. Achja und wir haben einen großen Garten, vorgestern haben mein Mann und ich nach 8 Stunden Arbeit noch das Trampolin aufgebaut und morgen wird hoffentlich die Outdoor Küche für Luise geliefert. Ansonsten kommt am Wochenende mal der Haushalt dran und etwas Entschleunigung. Aber es nimmt einen schon alles sehr mit...


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  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Merle_77
schrieb am 20.03.2020 19:05
Uns geht's zum Glück noch ganz gut: In sicherem Job und demnächst zumindest zum Teil in Home Office, phasenweise baue ich auch Überstunden ab. Der Stresspegel ist trotzdem grad nicht zu verachten. Vor allem mache ich mir Sorgen um Eltern+Schwiegereltern, alle 4 Risikogruppe mit zum Teil erheblichen Vorerkrankungen.

Schmerzen in Schulter/Nacken und Kopf kenne ich, das sind bei mir stressbedingte Verspannungen. Was hilft: Massagen (aktuell halt notfalls irgendwie alleine), Wärmesalbe und "Runterkommen" - derzeit grad schwierig.

Meine Diätpläne liegen auch auf Eis. Hab beschlossen, es gibt grad Schlimmeres als ein paar Pfunde zuviel.

Toilettenpapier ist hier auch ausverkauft. Noch haben wir ein paar Rollen. Ich versuche, weniger zu verwenden. Was danach kommt - keine Ahnung. Als ich das letzte Mal welches gekauft hab, fing der Hamsterwahnsinn grad an - ich hab's nur nicht gerafft und mich gefreut, dass es neben ein paar Großpackungen noch eine normale Packung gab, da die nicht so sperrig ist Achso!
Mehl gab es hier letzte Woche zumindest noch im Bioladen. Ob es jetzt noch welches gäbe, weiß ich nicht. Hab gestern nur gesehen, dass die Kichererbsen ausverkauft sind. Genau wie Zitronensaft. Und einiges andere, nach den leeren Regalen zu urteilen. Irgendwie surreal.

Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie lange das alles jetzt dauern wird und welche Auswirkungen es insgesamt auf unser Leben haben wird. Der Gedanke, wahrscheinlich bald nicht mehr raus zu können, tut weh - vor allem, da ich denke, wenn andere keine Grillparty im Park feiern würden, könnte ich weiterhin zwischen den Feldern spazieren gehen oder Rad fahren. Aber auch eine Ausgangssperre wird nicht das Schlimmste sein, was kommt. Viel, viel schlimmer sind die Auswirkungen auf so viele (Klein-)Unternehmen, Jobs, die Wirtschaft insgesamt.

Hoffen wir einfach das beste und schätzen die kleinen Dinge im Leben!


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   lisa74
Status:
schrieb am 20.03.2020 19:30
Uns geht es objektiv betrachtet wohl auch ziemlich gut. Wir arbeiten beide im HomeOffice, allerdings klappt das mit den Kindern (1./3. Klasse) nicht wirklich gut. Eigentlich ist der Plan, zumindest in der Zeit, wo sie mit Schule eingedeckt sind, etwas zu schaffen.
Soweit die Theorie, die Praxis sieht anders aus. Noch bin ich nicht so weit, dass ich den Zugang zum Fernseher nicht reglementiere, aber das wird wohl auch noch kommen.

Was mich viel mehr belastet ist, dass man überhaupt nicht absehen kann, wie lange das jetzt so weitergehen wird. Und was das mit unserer Wirtschaft und unserem Leben macht. Selbst, wenn der eigene Job einigermassen sicher ist (mein Mann arbeitet für einen PSA-Hersteller...). Familie, Freundeskreis, die müssen alle kämpfen. Das mag 4 Wochen gut gehen, aber länger???

Wir haben ja ab heute nacht nochmals verschärfte Regeln bzgl.Ausgang. Allerdings leben wir jetzt schon über eine Woche nach diesen. Da wird die Umstellung nicht groß sein.

Unsere Mieter sind in Kurzarbeit - und damit noch glücklich, deren Bekannte wurden offenbar gleich gekündigt. Da haben wir die Miete jetzt erstmal halbiert. Ob das auf Dauer reicht, weiss ich nicht.

Unsere Altersvorsorge geht auch den Bach runter. Das schaue ich mir aber erstmal gar nicht an.

Ich finde es auch schwierig, wie transparent man das den Kindern macht und ob sie damit klar kommen. Grade meine Große ist jemand, der sich gern um vieles Sorgen macht, aber nicht darüber spricht. Und dann spielen sie wieder so unbeschwert, dass ich fast nicht zuschauen kann. Heute waren wir im Wald, das wäre einfach nur schön gewesen. Aber meine Sorgen kriege ich darüber nicht weg. Und auch die Kinder merken inzwischen wohl, dass uns das alles sehr belastet. Ich hänge viel mehr am Handy/Rechner... Radio läuft tagsüber nicht mehr.

Vor der Erkrankung selber habe ich zwar Respekt, aber für und (Mann, Kinder, mich) keine so große Angst. Meine Eltern sind halt voll drin, in der Risikogruppe. Aber wenn das gesamte Gesundheitssystem zusammenbricht - was dann? Ich muss sagen, dass mir das alles inzwischen sehr zu schaffen macht. Klar, man macht irgendwie weiter. Aber es fühlt sich immer noch surreal an. Und dann telefoniert man mit Kunden und tut so, als wäre alles wie immer. Business as usual, dabei möchte ich mich einfach nur in meinem Bett verkriechen und erst wieder aufwachen, wenn alles normal ist.

Toilettenpapier haben wir noch genug. Aber wir sollten es im Auge behalten, rechtzeitig für Nachschub zu sorgen.
Essen kann ich aber nicht mehr richtig. Ich hatte im Dezember eigentlich gestartet, etwas abzunehmen. Jetzt bin ich 7 Kilo los, alleine das letzte Wochenende mit der Sorge um meine Eltern hat 2 gekostet. Sobald ich am Tisch sitze, vergeht mir der Appetit...

Einfach nur großer Mist, das alles..


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   mjuka
schrieb am 20.03.2020 19:33
Ja, das Thema ist wirklich gut!

Wir leben mit gemischten Gefühlen, wie vermutlich alle hier:

Meine Große ist seit einer guten Woche aus Dänemark zurück bei uns. Das ist zwar schön, sie ist aber sehr unglücklich, weil sie nicht weiß, ob sie in diesem Schuljahr noch einmal an ihr Internat zurückkommt. Dann ist sie hier, darf aber ihre Freunde nicht sehen. Natürlich versteht sie das, macht sie aber natürlich nicht glücklich...
Schulisch gesehen ist es gut geregelt bei ihr. Dänemark ist digitalisierter und sie bekommt eine supertolle schulische Versorgung.

Der Kleinergroße hat ADHS und dreht am Rad. Keine Freunde, nicht wirklich toben können, kein Alltag... macht es schwer. Am Mittwoch mussten wir zum Arzt und ich parkte in Sichtweise der Schule. Das stürzte ihn in Verzweiflung. Abends weinte er, mit knapp 13, bitterlich.
Schulisch gesehen ist er auch bestens versorgt. Nicht ganz sooo digital, aber wirklich liebevoll und ordentlich.

Ich habe mir gestern in der Arbeit ekelhaft den Daumen gequetscht. Es ist nichts gebrochen, aber weh tut es ordentlich. Hier kann ich nicht wirklich was anpacken und Schreiben geht mit einer Hand. Immerhin war ich vorhin unter Schmerzmittel spazieren... Mit der Ausgangssperre dürfen wir nicht mehr in die Schule. Dort liegt noch Arbeit, aber die muss jetzt warten. Und digital geht ja einiges...

Mein Mann ist selbständig. Noch geht alles, aber wie lange, wenn hier alles stillsteht? Wir versuchen, trotzdem optimistisch zu bleiben...

In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif!
mjuka


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 21:50 von mjuka.


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   lucky*3
schrieb am 20.03.2020 19:58
ich will und kann und darf nicht meckern. Ich habe bei der Auswahl meines Arbeitsplatzes drauf geachtet, dass ich den im HO machen kann, daher ist das kein Problem ich habe über VPN Zugriff auf alles. Mein Mann kann inzwischen auch 30% der Arbeitszeit MT machen, das ist seit Mittwoch auf 100 % ausgeweitet worden.

Am unglücklichsten ist der Große, bei ihm hätte jetzt das Studium begonnen, aber nun gut, ist grad blöd, aber nicht wirklich schlimm.
Den beiden Schülern geht es gut, sie sind die ganze Woche um 8.30 Uhr aufgestanden und haben gut gearbeitet. Sie sind gut ausgestattet und haben auch online Kontakt zu den Lehrern.

Unsere beiden Urlaube im Juni habe ich abgeschrieben, finanziell ein Verlust, aber gut, kann man nicht ändern. August wird man dann sehen.

Meine 84jährige Mutter habe ich endlich davon überzeugt, dass sie zu Hause bleiben soll, wir kaufen für sie ein, sie geht jetzt nur noch auf den Friedhof und läuft spazieren, ansonsten ist zum Glück bald Gartensaison, dann kann sie raus und ist abgelenkt.

Wir haben Mehl und Klopapier, und auch sonst genug im Haus um nicht zu verhungern. Durch den Hund sind wir täglich mehrfach draussen, ich achte darauf, dass jeder mind. zu einem Spaziergang mit geht und so raus kommt und Bewegung hat.

Die Kinder sind viel am quatschen mit ihren Freunden am PC, da ist es abends in allen Zimmern recht laut.

Unser Aktien-Depot schaue ich zur Zeit lieber nicht an, aber wir sind da seit den 80er Jahren engagiert und haben schon einiges erlebt an Höhen und Tiefen.

Also um uns selber mache ich mir keine Sorgen, aber die ganze Wirtschaft, der Mittelstand, die vielen Selbständigen, Händler, Handwerker, Gastwirte usw. - da kommen echt schwere Zeiten auf viele zu.
Und wenn man dann noch die Zahlen aus Italien sieht, dann weiß man, dass die eigenen Sorgen ganz klein sind.

Am Samstag läuten die Glocken um 19.00 Uhr - bei uns wird auch eine Kerze im Fenster stehen!


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   pmami
schrieb am 20.03.2020 20:45
Mein Mann und ich können beide im Home Office arbeiten und haben uns deshalb diese Woche tageweise abgelöst. Einer war immer zu Hause beim Glückskekskrümel und offiziell im Home Office, der andere war im Büro. Ehrlicherweise bekomme ich hier mit einem lebhaften Achtjährigen aber kein Home Office hin. Macht so viel auch nicht, denn meine Selbständigkeit sehe ich gerade den Bach runtergehen. Wir haben seit dieser Woche keinerlei persönliche Mandantentermine mehr. Alles läuft telefonisch und per Email. Gerichtstermine sind gerichtsseitig bis zum 01.06. ausgesetzt. Das bedeutet praktisch zwei Monate Stillstand. Miete, Personalkosten, Leasingverträge etc. laufen aber weiter. Und wie es nach den zwei Monaten bei meinen mittelständischen Mandanten aussieht, dass will ich mir gar nicht ausmalen. Trotzdem könnte es schlimmer sein. Finanziell kann uns auch mein Mann durchbringen, so dass wir nicht ins Bodenlose fallen werden. Ich muss halt nur umschulen auf HausfrauDumm.

Mein Sohn ist Asthmatiker und gehört zur Risikoghruppe und in seiner seit einer Woche geschlossenen Schule gibt es aktuell einen bestätigten Fall. Auch was das betrifft, bin ich froh, hier in Deutschland zu leben und nirgendwo anders auf unserem Planeten. Wir stehen im internationalen Vergleich, was den Verlauf der Krankheit angeht immer noch gut da und ich habe großes Vertrauen in unser Gesundheitssystem und die Menschen, die dort arbeiten.

Was mir am meisten Sorge bereitet ist die Isolation und das Gefühl des Eingesperrtseins. Klar, selbst Ausgangssperre heißt ja jetzt wohl, dass ich mit meinem Sohn noch raus darf in den Wald oder Park. Aber das ist kein Ersatz für Spielplatz, Freunde, Fussball spielen etc. Der Große meidet uns zur Zeit wegen des Falles in der Schule des Kleinen. Die Großeltern ebenfalls.

Viele Grüße pmami


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 20:45 von pmami.


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Poldi91
schrieb am 20.03.2020 21:38
Hallo ihr Lieben, eine tolle Idee!

Ich selber gehöre leider auf Grund meines Asthmas leider auch zur Risikogruppe. Ich hatte vor zwei Wochen einen dicken Infekt mit Fieber. Das hängt mir ganz schön nach. Vor allem auf den Bronchien. Ich nehme nun aktuell dauerhaft Kortison zum inhalieren. Bin schon bei der doppelten Dosis wie sonst. Aber nützt ja nichts. Man soll als Asthmatiker so eingestellt sein, dass man symptomfrei ist. So lautet die aktuelle Empfehlung. Und das beunruhigt mich mittlerweile doch schon sehr. Als ich gestern ein neues Tezept beim Arzt für meine Dauermedikamente per Telefon geordert habe, hat er das gleich zur Apotheke gegeben. So brauchte mein Mann heute nur das fertige Tütchen aus der Apotheke holen. Mein Arzt hat mir auch die Medikamente mehrmals aufgeschrieben, so habe ich jetzt was auf Vorrat. Ds ist noch nie passiert und beunruhigt mich wiederum.

Ich bin deswegen seit dieser Woche auch im Homeoffice und habe auch meinen Mann gebeten zu fragen, ob er zu 100 % Homeoffice machen darf. Sein AG hat dem zum Glück zugestimmt. Lebensmittel lassen wir uns aktuell vom örtlichen Lieferdienst bringen. Aber ich befürchte, der wird in Kürze an seine Grenzen kommen. Dann wird mein Mann die Einkäufe erledigen müssen.
Unser Sohn hat ein Loch im Herzen. Allerdings hat das so keine Auswirkung für ihn, es muss einfach regelmäßig kontrolliert werden. Aber ich weiß, dass unser Kardiologe mal sagte, es wäre schön, wenn es zunwächst. Weil so etwas auch immer ein Angriffspunkt für Viren/Bakterien sein KANN.

Von daher haben wir aktuell sämtliche sozialen Kontakte eingeschränkt. Wir sind ausschließlich bei uns zu Hause. Zum Glück wohnen wir weit außerhalb auf einem Hof und haben viel Platz. Die Kinder machen total gut mit, sodass man auch wirklich arbeiten kann. Die Große bearbeitet Vormittags ihren Wochenplan. Ich hätte sogar zwischendurch noch Ruhe für meine Ausbildung zu lernen, aber ich bekomme es nicht voreinander. Ich kann mich nicht konzentrieren, in meinem Kopf ist nur Brei. Wie benebelt. Vermutlich weil man gedanklich die ganze Zeit beim Coronavirus ist. Ich hoffe, ich schaffe es die Tage, das alles mal auszublenden. Unsere Seminare für die Ausbildung werden ab April dann Online laufen. Die praktischen Teile werden wir nachholen. Aktuell läuft nichts.

Nachrichten mag ich schon gar nicht mehr lesen und hören...es ist schrecklich...

Ich hoffe sehr, dass die Leute es endlich verstehen und zu Hause bleiben, damit unser Gesundheitssystem nicht völlig unter geht.


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   Viktoria1
schrieb am 20.03.2020 22:31
Ich arbeite in der Bankbranche. Diese Woche mussten einige wenige kommen, ich auch, nächste Woche habe ich Home Office. Es hagelte Überstunden, klar, die Wirtschaft schmiert ab.
Komisch war es, im Gebäude nahezu allein zu sein....das hier wird die Gesellschaft verändern. Irgendwo versuche ich es als Chance zu sehen, dazu werde ich gleich noch was lesen. Zur Besinnung kommen.

Mein Job ist aber nicht bedroht. Ich habe schon viele Phasen im Leben schlimmer erlebt
als diese hier....angenehm ist es trotzdem nicht. Ich frage mich, wann ist es vorbei und kommt der nächste Virus?


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
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   berlink
Status:
schrieb am 20.03.2020 23:23
Uns geht es soweit bisher gesundheitlich gut, allen, und das ist das Wichtigste. Mein Vater als Risikopatient ist leider etwas unvernünftig, aber vielleicht gibt es nun auch ins einem Kanton die komplette Ausgangssperre für die Generation Ü 65, wie im Kanton Uri.
Aber neben der ganz normalen Arbeit, okay, stressigeren Arbeit, da unruhige Zeiten, weiterhin vor Ort und mit der Ungewissheit, worüber die Kinder gerade zu Hause streiten, die Schuldinge auch noch zu begleiten, ist einfach viel. Putzfee kommt nicht, da sie anderweitig mehr beschäftigt ist, also bleibt das dann auch noch an mir hängen.

Einkaufen war heute am Nachmittag viel weniger los, da die Schweizer nun fehlen, die sonst bei uns einkaufen, es gab alles wie immer, nur dass ich ein Kind mit hatte, damit der Junge in Ruhe weiter Schulzeug (5. Kl. Gymi) erledigen kann. Beim Mädchen (GS) braucht man nur zu kontrollieren, ob sie alles erledigt hat, sie ist der Zeit voraus, die Lehrer haben gut vorbereitet. Er hat sehr viel und auch Sachen, die er nicht allein machen kann. Ist ja auch klar, sonst bräuchte man ja auch keine Lehrer. Also werde ich morgen mit ihm die vielen Aufgaben im ultrawichtigen Fach Religion ansehen und ein paar Versuche Naturphänomene begleiten, die er nicht während unserer Abwesenheit machen soll. ich hätte das Haus schon ganz gern so, wie ich es verlassen habe. Danach oder am Sonntag kann er die Lernapp nutzen und Mathe und Musikaufgaben erledigen. Am Montag kommen die nä. Aufgaben.
Er hat sich seine Arbeit gut eingeteilt und ist da wirklich bemüht und motiviert.


Eine gute Nachricht in der ganzen Misere gab es gestern: das Geld für den Osterurlaub gibt es nun komplett zurück (TUI), das ist schon mal gut, wenngleich wir alle gern nach Fuerteventura geflogen wäre... . vielleicht im Sommer.

Ich denke, die Ausgangssperre kommt, wird für die Kinder nicht einfacher. Geht es dann immerhin noch in den Garten, der nun auch bearbeitet werden kann, ansonsten können wir noch in den Wald, wandern gehen, das geht gerade vor der Haustüre schon los.


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
avatar    Knuffi85
schrieb am 21.03.2020 07:17
Ich finde auch, dass es ein gutes Thema ist.

Meine Tochter gehört mit Asthma zur Risikogruppe und meine Mutter mit 65 und Herzproblemen ebenso.

Ich arbeite bei einem pharmazeutischen Großhandel und wir wissen nicht wo wir anfangen sollen. Die Apotheken überrollen uns mit Hamsterkäufen. Zwischenzeitlich hatten wir nicht mal mehr Wannen um die Ware auszuliefern.

Ich gehe auf Arbeit so wie ich es schaffe, da mein Mann auch noch arbeiten geht. Wir geben uns praktisch die Klinke in die Hand.

Nebenbei muss man noch das Kind für die Schulaufgaben motivieren, Essen kochen, Haushalt machen und Kinderanimateur sein. Ich mache momentan Minusstunden und gehe jeden Samstag arbeiten um nicht endlos ins minus zu rutschen. Zumindest brauche ich keine Angst um meinen Arbeitsplatz haben. Home Office ist nicht möglich so das ich gestern schon einen Passierschein bekommen habe,wenn die Ausgangssperre wirklich kommt.

Osterurlaub ist gestrichen und der Sommerurlaub ging kostenfrei zu stornieren. Die Urlaubstage von Ostern nehme ich die nächsten Dienstage, da mein Mann 7-18 Uhr arbeiten muss am Dienstag.

Alles in allem geht es schon sehr an die Belastungsgrenze. Aber das geht ja allen so die nebenbei noch voll arbeiten gehen müssen und Kinder haben.

Ich hoffe es halten sich nun endlich mal alle an die Anweisungen.

Bleibt alle schön gesund!

LG knuffi


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
no avatar
   Tulan
schrieb am 21.03.2020 08:19
Ganz ehrlich - was mich aktuell am meisten belastet, ist die Unvernunft der Leute. In Italien sterben die Menschen in Massen (600 alleine gestern, den Tag zuvor 400) und hier saß gestern wieder die Oma mit den Enkeln auf dem eigentlich geschlossenen Spielplatz und die Kids spielen fröhlich alle miteinander auf der Straße. Meinen Kindern versuche ich irgendwie zu erklären, wieso sie nicht mit spielen dürfen. Was ist so schwer daran, den Ernst der Lage zu begreifen?? Keiner weiß, ob es ihn/sie doch ordentlich erwischt. Uns hat auch die Grippe schon lahm gelegt dieses Jahr - keine Ahnung, ob uns Corona noch mal richtig krank macht?! Was ist dann mit den Kindern? Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach mal ein paar Wochen Zuhause bleiben oder eben nur spazieren gehen kann?! Warum die Kinder nicht einfach mal auf soziale Kontakte verzichten können?? Ja meinen fällt das auch nicht leicht, aber es ist nun mal jetzt das Beste!!!

Wer arbeiten muss und nicht daheim bleiben kann tut mir leid - alle anderen sollten einfach dankbar sein!!

Wer Garten hat, dem geht es gut!! Wer in einer 3 Zimmer Wohnung mit Kindern sitzt, der tut mir leid!!

Sorry - ich verstehe es einfach nicht! Beißt die Zähne zusammen!! Es geht nicht um Mehl und Hefe und Toilettenpapier - es geht für viele um Leben und Tod!! Auch für jüngere Menschen (mit Erkrankungen)!!


  Re: Wie geht es Euch in dieser Corona- Zeit
no avatar
   isolde35
Status:
schrieb am 21.03.2020 10:52
Ich muss ehrlich sagen, seid gestern schlägt mir die Gesamtsituation auf's Gemüt. Bisher war ich bemüht, das Ganze nicht zu schwarz zu malen, es lief auch die Woche über recht gut, mein Mann ist zu Hause in Kurzarbeit, er arbeitet in der Veranstaltungsbranche, die ist natürlich tot, da its jetzt quasi gar nichts mehr zu tun, aber immerhin bekommt er noch einen Teil des Gehalts, und ich arbeite sowieso immer zu Hause, habe auch noch einige Aufträge gehabt im Verlauf der Woche, zwar nicht so viel wie sonst, aber das war noch okay. Unsere Tochter verhält sich spitze, das kann ich gar nicht genug loben, sie beschäftigt sich vormittags immer eine Weile alleine in ihrem Zimmer, malt was oder bastelt oder spielt Arzt mit ihren Kuscheltieren. Wenn ihr langweilig wird, lese ich ihr was vor oder wir spielen was, gestern haben wir die Motsi Mabuse Tanzschule für Kinder entdeckt, da haben wir mitgemacht, das fand sie toll. Und nachmittags baut mein Mann mit ihr ein Baumhaus im Garten, es hat tatsächlich fast etwas Idyllisches gehabt.

Dann aber kam am Mittwoch die Info, dass mein Schwager infiziert ist, meine Schwester und mein fünfjähriger Neffe wurden dann auch getestet und seit gestern steht fest, dass sie alle drei an Corona erkrankt sind und in Quarantäne bleiben müssen. Was sich insbesondere in der Wohnsituation schwierig gestaltet, weil meine Eltern mit im Haus wohnen. Meine Mutter ist fit, mein Vater hat aber diverse Vorerkrankungen, das macht mir schon große Sorgen. Allerdings waren die Tests meiner Eltern zum Glück negativ, was wohl daran liegt, dass meine Schwester und ihre Familie sofort beim Anfangsverdacht eine Quarantänezone innerhalb des Hauses eingerichtet haben. Das war wirklich schnell und gut reagiert, trotzdem mache ich mir Sorgen um sie. Mein Schwager hat seit gestern Abend auch Probleme beim tiefen Einatmen,die Lunge tut ihm weh und ich habe einfach Schiss, dass das schlimmer wird. Zum Glück geht es meinem Neffen gut.

Dann kommt dazu die allgemeine Situation, ich kann mir kaum noch die Nachrichten angucken, ohne dass Angst hochkommt in Bezug auf die Lage insgesamt. Wie soll das bloß weitergehen, wie lange wird das noch dauern, wie viele Existenzen wird das kosten? Ganz zu schweigen von den vielen Menschen, die leiden, besonders in Italien und anderswo. Und immer noch gibt es ein paar Hirnverbrannte, die sich im Park oder sonstwo zum Feiern treffen oder auf Wochenmärkte gehen, dieser Egoismus macht mich fertig. Habe diese Woche den Begriff "Wohlstandstrotz" gelesen, das trifft es wohl recht gut. Wir sitzen einfach auf dem hohen Ross und glauben, uns kann schon nichts wirklich Schlimmes passieren...

Danke für diesen Thread, Impala, ich merke gerade, dass es gut tut, sich mal Luft zu machen..

isolde




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