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  Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   gelöschter User
schrieb am 18.03.2020 09:40
Hallo zusammen,

ich wollte mich mal hier aus...en. Momentan habe ich wenig Möglichkeiten dafür in nahem Umfeld. Ich bin alleine mit den beiden Kids. Mein Mann arbeitet weit weg von uns in einer anderen Stadt. Ist kein Home-Schläfer. Während scheinbar die ganze Welt bereits Home Office bekommt, sitzt er nach wie vor in seinem Büro. Nichts, was er da macht, könnte er nicht von zu Hause aus machen. Aber Arbeitgeber macht dicht. Kein Home Office, der Chef ist vom alten Schlag und hält nichts von der Arbeit zu Hause. Es würde so wie so nicht klappen, da Kinder die ganze Zeit nur stören würden. Sehr geil. Dass ich die ganze Woche ganz alleine die Kinder ohne Kita, ohne Freizeitangebote, ohne Spielplätze etc. betreuen muss, interessiert nicht. Es geht mir auch nicht darum, dass er einen "Urlaub" bekommt. Aber es wäre schon eine Entlastung, wenn ich wenigstens auch mal alleine einkaufen könnte (oder er). Wenn solche Kleinigkeiten, wie Müll rausbringen, eine Glühbirne eindrehen oder schwere Sachen vom Dachboden holen mal drin wären. Abgesehen davon, dass ich abends auch mal mit jemanden reden möchte, denn die Situation ist momentan nicht ganz einfach. Stattdessen sitze ich jeden Abend alleine und ziehe mir die Nachrichtensendungen rein.

Ich finde die Vorgehensweise des Arbeitgebers höchst unsozial. In solchen Situation sollte man doch Flexibilität zeigen oder habe ich Unrecht? Darüber hinaus sollten wir ja weitgehend auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben. Aber mein Mann sitzt die ganze Woche in einem Großraumbüro, was doch jetzt auch gesundheitsbedenklich ist.

Vielleicht bin ich einfach nur überlastet mit zwei kleinen Kids ganz alleine, ohne Hilfe, ohne alternative Betreuungsmöglichkeiten. Ja, es sind absolute Wunschkinder. Ja, ich wollte sie haben, bitte, lasst die Sprüche, von wegen, "unsere Omas haben 10 Kinder alleine groß gezogen und beschwerten sich nicht". Die helfen mir gerade nicht viel.

Danke fürs Lesen,
Hakuna


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
avatar    maschu
schrieb am 18.03.2020 10:44
Ich weiß, Kinder sind anstrengend. Aber sieh es doch mal anders herum. Du musst nicht arbeiten? Hier sind einige, die wissen nicht wohin mit den Kindern, da die Jobs nicht systemrelevant (was für eine dämliche Einteilung) sind. Immerhin ein Problem weniger oder getauscht (mögliche anstrengende Kinderbetreuung gegen keine mögliche Kinderbetreuung)zwinker
Meine Jungs sitzen gerade allein zuhause Ohnmacht vor der WII


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   gelöschter User
schrieb am 18.03.2020 11:20
Zitat
maschu
Ich weiß, Kinder sind anstrengend. Aber sieh es doch mal anders herum. Du musst nicht arbeiten? Hier sind einige, die wissen nicht wohin mit den Kindern, da die Jobs nicht systemrelevant (was für eine dämliche Einteilung) sind. Immerhin ein Problem weniger oder getauscht (mögliche anstrengende Kinderbetreuung gegen keine mögliche Kinderbetreuung)zwinker
Meine Jungs sitzen gerade allein zuhause Ohnmacht vor der WII
Ich bin selbständig. Ich muss, aber kann wegen Kinderbetreuung zur Zeit nicht arbeiten. Ich verliere Kunden und Umsätze, und das ist auch psychisch kein Spaziergang für mich. Ich bin keine Vollzeit-Hausfrau. Eigentlich. Aber leider ist meine Branche (IT) für die Gesellschaft entbehrlich. 😐


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 11:30 von Hakuna Matata.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   schnuffl0304
schrieb am 18.03.2020 11:22
Liebe Haku a,

ich kann Dich voll und ganz verstehen. Unser Kleiner ist 14 Monate und aktuell ziemlich knatschig. Allein kurz beschäftigen so gut wie gar nicht. Wollte heute Wäsche zusammenlegen-frag nicht wie lang ich für 2 Körbe gebraucht hab. Haushalt hängt auch nach.
Mein Mann arbeitet auch in einer Firma mit 3000 Mitarbeitern - finde ich nicht besonders prickelnd. Hätte gehofft, er kommt ins Home-Office, aber NÖ. Aber ich bin heilfroh, wenn er zwischen 17-18 Uhr heimkommt und ich mal fünf min Pause hab.
Ja, ich liebe mein Kind und wollte es. Aber null Abwechslung, nicht mal gegenüber am Spielplatz schaukeln können, den ganzen Tag niemand zum Reden, grade 11. Woche schwanger und Dauermüde sowie nachts drei Stunden wach liegen, schlaucht ganz schön.
Ich kann Dir keinen Rat geben, aber Du wolltest ja auch nur Deinen Frust loswerden. Wie gesagt, ich kann Dich voll und ganz verstehen und wünsche Dir, dass Du die Zeit gut uberstehst.

Viele liebe Grüße,
Schnuffl


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  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
avatar    maschu
schrieb am 18.03.2020 11:41
Zitat
Hakuna Matata
Ich bin selbständig. Ich muss, aber kann wegen Kinderbetreuung zur Zeit nicht arbeiten. Ich verliere Kunden und Umsätze, und das ist auch psychisch kein Spaziergang für mich. Ich bin keine Vollzeit-Hausfrau. Eigentlich. Aber leider ist meine Branche (IT) für die Gesellschaft entbehrlich. 😐


Das du selbstständig bist, war so aus deinem Eröffnungsthread nicht zu entnehmen.
Während des Mittagsschlafes etwas arbeiten? Oder abends, wenn sie schlafen? (ich weiß, da ist man selbst soweit schalfen)


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Hamamelis71*
schrieb am 18.03.2020 11:47
Hakuna Matata, das ist ja doof. Unsere halbe Nachbarschaft arbeitet mittlerweile in einer anderen Stadt und ist nur am Wochenende zu Hause. Das ist echt ätzend sowas. Mein Mann war früher auch immer unter der Woche weg und genau dann war mein Sohn als Baby immer so krank, dass ich das Haus mit ihm nicht verlassen konnte. Ich hatte zum Glück schon damals nette Nachbarn, die mich versorgt haben.

Unsere Omas haben natürlich viele Kinder bekommen und mussten sich irgendwie drum kümmern, aber sie haben nebenbei nicht irgendwo gearbeitet. Das ist doch der feine Unterschied. Meine Oma (Jahrgang 1904 und 6 Kinder) hat mal gesagt, dass sie sich ihre Haus- und Gartenarbeit immer eingeteilt hat und dass es deswegen gut funktioniert hat, im Krieg ohne Mann. Aber sie musste nicht zu Hause noch nebenbei im Home Office z. B. als Buchhalterin arbeiten.

Unsere Gesellschaft ist mittlerweile darauf ausgerichtet, dass die Kinder möglichst früh und möglichst lange außerhalb der Familie betreut werden - normalerweise ist dies ja kein Problem, aber genau in der momentanen Situation wird es problematisch.

Hier sind nur vereinzelt Kinder in der Notbetreuung, die meisten Familien haben die Betreuung irgendwie organisiert. Eine Nachbarin ist Ärztin und hat im Moment sehr lange Arbeitszeiten, da ist es für sie und ihre Kinder stressfreier, wenn eine andere Nachbarin die Betreuung übernimmt. Die Nachbarin ist schon vorher immer eingesprungen. Bei einer anderen Familie fühlt sich die Großmutter hier sicherer als alleine in NRW, außerdem ist ihr die Rückreise schon zu risikoreich - bei uns gibt es nur vereinzelt Fälle.

Es ist im Moment sehr schwierig alles unter einen Hut zu bringen. Da in unserer Region die Zahl der Infizierten sehr gering ist, ist man leicht optimistisch, dass in den nächsten 2 Wochen die Zahl der Neuerkrankungen schon ihren Höchststand hat.

Besonders ärgerlich finde ich es, dass gerade die Risikogruppe der Senioren sich munter zu Wanderverabredungen trifft und im Gartenmarkt Blumen einkauft. Ich war vorhin mit meinem Mann spazieren und dabei haben wir diese Beobachtung gemacht.

Ich wünsche Dir weiterhin starke Nerven und nutzt irgendwie das gute Wetter!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 11:59 von Hamamelis71*.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Solani2
Status:
schrieb am 18.03.2020 15:36
Eine Portion Mitgefühl von mir! Und die Omas haben die Kleinen früher mit den Geschwistern und Nachbarskindern rausgeschickt, wenn es ihnen zu bunt wurde. Geht ja momentan schlecht. Dieser Virus ist einfach Mist. Alle müssen durchhalten, irgendwie...


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Taucher
schrieb am 18.03.2020 16:52
Zitat
Hamamelis71*
...Besonders ärgerlich finde ich es, dass gerade die Risikogruppe der Senioren sich munter zu Wanderverabredungen trifft und im Gartenmarkt Blumen einkauft. Ich war vorhin mit meinem Mann spazieren und dabei haben wir diese Beobachtung gemacht[/

...das mag zum Teil stimmen, aber die Aussage ist doch sehr pauschal. Ich sehe hier schon deutlich weniger Senioren als sonst. Meine Eltern (80 j. Und mit mehreren Krankheiten), trauen sich kaum aus dem Haus zum einkaufen, von den bisherigen unternehmungen ist keine Rede mehr.

Ich seh hier eher lockere Eltern die sich zum Spielen verabreden weil den Eltern und Kindern sonst langweilig ist. Und wenn es dann so 6 Kinder oder mehr sind frage ich mich auch, ob das so Sinn der Sache ist.

Ich glaube die Wahrnehmung ist da im Moment sehr subjektiv was man so sieht, dabei nehme ich meine eigene gar nicht aus.

@TE; ich arbeite in einem „systemrelevanten Beruf“, den Begriff habe ich vorher nie gehört. Mein Arbeitgeber gibt nicht viel auf Home Office. Ich werde also munter weiter arbeiten gehen.

Vielleicht kannst du deine Ansprüche an dich selbst etwas runterschrauben.

Vielleicht dürfen die Kinder doch mal Fernsehen auch wenn sie noch klein sind, damit du mal kurze Pausen hast- und die nicht mit Haushalt füllen. Das ganze geht ja noch ne ganze Weile und deine Nerven brauchst du noch. Versuch Dir kleine Pausen einzuräumen.

Ich habe beschlossen dass corona-frei auch bügelfrei ist. Wie ungebügelt die Kleider aussehen interessiert im Garten schließlich keinen smile

Und einkäufe haben wir auf 1 x wöchentlich reduziert. Der Stress mit den ganzen panischen Regale-leer-fegern ist mir echt zu viel.



  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   gelöschter User
schrieb am 18.03.2020 22:22
Zitat
maschu
Zitat
Hakuna Matata
Ich bin selbständig. Ich muss, aber kann wegen Kinderbetreuung zur Zeit nicht arbeiten. Ich verliere Kunden und Umsätze, und das ist auch psychisch kein Spaziergang für mich. Ich bin keine Vollzeit-Hausfrau. Eigentlich. Aber leider ist meine Branche (IT) für die Gesellschaft entbehrlich. 😐


Das du selbstständig bist, war so aus deinem Eröffnungsthread nicht zu entnehmen.
Während des Mittagsschlafes etwas arbeiten? Oder abends, wenn sie schlafen? (ich weiß, da ist man selbst soweit schalfen)
Sie machen keinen Mittagsschlaf mehr. Abends, klar. Noch versuche ich meine besten Kunden irgendwie zu bedienen, auch wenn es kaum möglich ist. Es geht mir aber weniger darum, sondern um die merkwürdige Logik von der "Vermeidung der sozialen Kontakten". Ich soll keine halbe Stunde mit meinen Kindern auf dem Spielplatz sein, aber mein Mann darf 8 Stunden am Tag im Großraumbüro sitzen? Das ergibt doch kein Sinn. Wenn die schon alles schließen inklusive Kitas, Freizeiteinrichtungen, Läden usw. dann sollten sie auch meine Meinung nach auch die Büroplätze "schließen" (insbesondere Großraumbüros), WENN die Arbeit auch von zu Hause aus erledigt werden kann. Es fehlt an Konsequenz.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   berlink
Status:
schrieb am 18.03.2020 23:10
Letztlich sind es Empfehlungen. Erwachsene können besser auf sich achten als Kinder. Kinder sind die Virenschleudern. Raus gehen soll udn darf man ja (noch).
Es wird wohl keine Anweisungen geben (darf es das?) für die Firmen, dass sie auf Home office umstellen müssen. Wer soll denn das tun, wo die Wirtschaft ja eh schon fast still steht?
So sehr es für mich nachzuvollziehen ist, mit 2 Kleinkindern zu nix zu kommen (war bei mir mit den Zwillingen genauso, als ich zu Hause war), es kann keiner dafür, dass Ihr nicht am Arbeitsort des Mannes wohnt. Wenn das nicht so wäre, wäre die Sit. natürlich leichter.
In den Kitas usw. gibt es eine Notfallbetreuung für Eltern, die beide am Arbeitsort benötigt werden. Mein Mann ist durch den tgl. Grenzübertritt, der nun länger dauert, auch viel länger weg (kann auch der AG nicht dafür), ich arbeite ganz normal weiter, muss mittags nach Hause, um zu schauen, ob die Kinder noch unverletzt sind... . zwinker; und Essen zu machen, und fahre dann wieder zur Arbeit, da ich gern auf die Notfallbetreuung verzichten würde.... Die Zwillinge müssen ihre Aufgaben allein erledigen, wobei der Junge, am Gymi schon, Laptop und auch meine Hilfe braucht, und raus müssen sie ja auch noch irgendwie. Abends kontrolliere ich dann die Aufgaben. Gerade habe ich noch die umfangreichen Aufgaben für den Jungen für den Rest der Woche ausgedruckt und sortiert. Das ist alles richtig super vorbereitet, per Lernapp zum Teil, beim Mädchen (noch GS) schon Wochenpäckchen vorbereitet, da kann ich echt froh sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es soll alles das, was sonst in der Schule geschah, nun zu Hause erfolgen und von den Eltern begleitet werden. Ja, nun, was tun, wenn man dummerweise aber gar nicht zu Hause ist? Kann man die Osterferein durcharbeiten, der Urlaub fällt ja eh ins Wasser... .
Es ist alles schwierig gerade, für alle unterschiedlich. Aber so ist es nun.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   gelöschter User
schrieb am 19.03.2020 06:41
@berlink, es ist mir trotzdem nicht klar, wie Erwachsene "besser" aufpassen können, wenn sie zu Haufen in einem Büro sitzen. Und wie ich besser aufpassen könnte, wenn ich trotzdem mit meinen Kindern einkaufen muss. Ich kann sie nicht zu Hause lassen, dafür sind sie noch zu klein. Und zu Hamsterkäufen bin ich noch nicht bereit, ich kaufe ganz normal frische Sachen wie immer und verlasse mich darauf, dass es zu keinen Engpässen kommen sollte. Und dafür muss ich nun mal mit meinen "Virenschleudern" raus. Ich habe keine Wahl.

Es ist alles irgendwie nicht durchgedacht. Gerade habe ich Mitteilung bekommen, dass ich bitte Kita-Gebühren und Essensgeld wie gewohnt bezahlen sollte. ??? Warum denn? Ich kann kaum arbeiten, um die Kosten dafür reinzuholen und wir bezahlen fast 600 EUR im Monat für beide Kinder. Ich soll also die Kinder alleine versorgen, kann das Geld nicht verdienen, darf aber die KiTa-Gebühren für eine nicht existierende Betreuung im vollen Umfang weiter zahlen... Verkehrte Welt...


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Solani2
Status:
schrieb am 19.03.2020 06:58
Die Kita Gebühren muss ich auch zahlen. Die Politik will ja eine abgeflachte Infektionskurve. Es reicht, wenn der Großteil der Menschen die Sozialkontakte reduziert und der Rest Abstand hält. Hoffentlich. Dass du mit Kindern einkaufen gehen musst, ist natürlich Mist. Bei uns liefert der lokale Supermarkt mittlerweile auch gratis an die, die nicht gut raus können/sollen. Vielleicht gibt's ja bei euch in der Gegend auch etwas Ähnliches. Ich verstehe, wie sehr dich die Situation nervt!


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   lisa74
Status:
schrieb am 19.03.2020 07:19
Zitat
Hakuna Matata
... Gerade habe ich Mitteilung bekommen, dass ich bitte Kita-Gebühren und Essensgeld wie gewohnt bezahlen sollte. ??? Warum denn? Ich kann kaum arbeiten, um die Kosten dafür reinzuholen und wir bezahlen fast 600 EUR im Monat für beide Kinder. Ich soll also die Kinder alleine versorgen, kann das Geld nicht verdienen, darf aber die KiTa-Gebühren für eine nicht existierende Betreuung im vollen Umfang weiter zahlen... Verkehrte Welt...

Lies dir mal deinen Betreuungsvertrag durch. Da wird in den meisten Fällen wohl leider nichts zu einem Betretungsverbot stehen. Aber vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit, wenigsten zu reduzieren???

Bei uns geht es da im Vergleich um lächerlich kleine Beträge, von daher zahle ich den Hort einfach weiter. Ich bin ja darauf angewiesen, die Plätze nicht zu verlieren. Aber Essen wurde bei und im Hort selbstredend abgesagt und das bezahlen wir dann auch nicht. Welches Essen auch? Die lassen sich ja nicht die normale Menge liefern und schmeissen dann alles weg.

Da würde ich auf alle Fälle nochmal nachfragen. Wie läuft das denn bei euch mit dem Essen - wo kommt das her?

Bei uns im Kiga musste man sogar einzelne Tage nicht zahlen, wenn man das Kind morgens rechtzeitig krank gemeldet hat....


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   gelöschter User
schrieb am 19.03.2020 09:16
Zitat
Solani2
Die Kita Gebühren muss ich auch zahlen. Die Politik will ja eine abgeflachte Infektionskurve. Es reicht, wenn der Großteil der Menschen die Sozialkontakte reduziert und der Rest Abstand hält. Hoffentlich. Dass du mit Kindern einkaufen gehen musst, ist natürlich Mist. Bei uns liefert der lokale Supermarkt mittlerweile auch gratis an die, die nicht gut raus können/sollen. Vielleicht gibt's ja bei euch in der Gegend auch etwas Ähnliches. Ich verstehe, wie sehr dich die Situation nervt!
Wir wohnen ländlich, hier war schon immer schwache Infrastruktur. Außer Post liefert hier keiner.

Ich sehe halt eine "perfekte" Lösung, die an der Sturheit und total egoistischem Verhalten des Arbeitgebers scheitert.
1. Würde mein Mann von zu Hause arbeiten, hätte es selbst soziale Kontakte vermieden.
2. Würde mein Mann von zu Hause arbeiten, könnte einer von uns ohne Kinder einkaufen und damit wiederum Kontakte reduzieren.
3. Würde mein Mann von zu Hause arbeiten, so könnte er von 7 bis 15 Uhr arbeiten und ich im Anschluß, so dass wir uns die Kinderbetreuung aufteilen könnten.

Der Arbeitgeber ignoriert somit nicht nur unsere individuelle Situation, sondern missachtet auch alle allgemeine Empfehlungen zu "Social Distancing".

Natürlich kann man nichts daran ändern. Natürlich muss man jetzt durch. Natürlich hatten wir die Situation selbst "eingebrockt", da wir uns entschieden haben, dass mein Mann der Arbeit hinterherzieht. Trotzdem wäre es sehr nett, wenn heutzutage alle an einem Strang ziehen würden und sich nicht stur stellen. Es ist Frechheit zu unterstellen, wir würden Kinderbetreuung und Home Office nicht schaffen, weil "Kinder uns sowieso beim Arbeiten stören würden".


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   isolde35
Status:
schrieb am 19.03.2020 09:19
Hakuna Matata, das ist echt beschissen, ich kann dich da gut verstehen. Kann man denn mit dem Arbeitgeber nicht nochmal sprechen? Oder vielleicht du als Angehörige? Schreib ihm doch mal einen Brief und erklär die Situation, so wie du es hier gemacht hast. Vielleicht braucht er eine persönliche Situation vor Augen geführt, um umzudenken.

isolde




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