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  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Merle_77
schrieb am 19.03.2020 10:08
Wäre es denkbar, einen Leserbrief an die Zeitung (am Sitz des Arbeitgebers) zu schreiben? Wenn ihr dabei ein paar individuelle Besonderheiten weg lasst, lässt sich das nicht persönlich zuordnen - und viele Firmen haben eben doch noch Angst vor negativer Publicity... Ich halte sonst nichts von solchen Mitteln, aber momentan herrscht eben Ausnahmezustand. Mich regt es auch auf, dass manche Leute zwar Mehl, Klopapier und Taschentücher hamstern, dann aber Grillfest im Stadtpark feiern. Man könnte meinen, die WOLLEN die Pandemie...
Alles Gute, Hakuna, ich denk an dich!!!


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Solani2
Status:
schrieb am 19.03.2020 10:21
Der Arbeitgeber agiert jedenfalls nicht klug. Ein Covid-19 Fall und sein Laden ist dicht. Wenn Home Office möglich ist, dann machen das jetzt die meisten, weil's eben schlau und vorausschauend ist. Ich muss heute auch kurz in die Arbeit, weil es Dinge gibt, die ich nur dort machen kann. Aber das kommt nur alle paar Wochen Mal vor.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   berlink
Status:
schrieb am 19.03.2020 10:48
Zitat
Hakuna Matata
@berlink, es ist mir trotzdem nicht klar, wie Erwachsene "besser" aufpassen können, wenn sie zu Haufen in einem Büro sitzen. Und wie ich besser aufpassen könnte, wenn ich trotzdem mit meinen Kindern einkaufen muss. Ich kann sie nicht zu Hause lassen, dafür sind sie noch zu klein. Und zu Hamsterkäufen bin ich noch nicht bereit, ich kaufe ganz normal frische Sachen wie immer und verlasse mich darauf, dass es zu keinen Engpässen kommen sollte. Und dafür muss ich nun mal mit meinen "Virenschleudern" raus. Ich habe keine Wahl.

Es ist alles irgendwie nicht durchgedacht. Gerade habe ich Mitteilung bekommen, dass ich bitte Kita-Gebühren und Essensgeld wie gewohnt bezahlen sollte. ??? Warum denn? Ich kann kaum arbeiten, um die Kosten dafür reinzuholen und wir bezahlen fast 600 EUR im Monat für beide Kinder. Ich soll also die Kinder alleine versorgen, kann das Geld nicht verdienen, darf aber die KiTa-Gebühren für eine nicht existierende Betreuung im vollen Umfang weiter zahlen... Verkehrte Welt...

Ja, das ist ärgerlich, ich habe monatelang aufgrund der ständigen Erkrankungen meiner Kinder 700€ gezahlt für 3-4 Tag Betreuung. ist aber so. Letztlich kann der Platz nicht anders belegt werden, wenn wir nicht weiterzahlen (bei mir Hort), woher kommt das Gehalt? Könnte man nun auch sagen, ok, die Lehrer kriegen weniger Gehalt , da die Schulen zu sind und sie weniger zu tun haben. Das ist dann aber eben auch unsolidarisch.

Es ist verständlich, dass es grad nervig ist. Ich würde versuchen, die Dinge, die ich nicht ändern kann, so anzunehmen (der AG Deines Mannes darf offenbar noch entscheiden, es ist seine Fa., er macht die Ansage, bis jetzt) und dort, wo ich Einfluß habe, diesen wahrzunehmen. Wenn Du nichts davon hältst, geplant für mehrere Tage einzukaufen, dann ist das Deine Entscheidung. Das kann man umstellen, darauf hättest Du Einfluß. Ich gehe seit Jahren 1/Wo. einkaufen, das reicht dann selbst bei großem Obst/Gemüseverbrauch.
Die Kinder könnten im Wagen drin sitzen, da können sie eben nicht durchs Geschäft laufen. Wir haben das bis zum 3. Lbj. konsequent immer so gemacht, ein Kind oben im Sitz, ein Kind im Wagen (kann man wegen der Schuhe ja was drunter legen), Kiste unten. das ist eben dann so. Und wenn der EM am WE kommt, dann geht einer eben am WE einkaufen. Tgl. Einkaufen ist ebenso wenig nötig wie Du es nicht als nötig Erachtens, dass der Mann im Büro hockt.

Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern, die muss man leider akzeptieren. Besser die Kraft dorthin lenken, wo ich etwas ausrichten kann.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
avatar    Maral
schrieb am 19.03.2020 11:02
Ist es denn gesichert, dass du keine Betreuung bekommst? Da ist es bei uns echt noch relativ entspannt. Hier versucht man tatsächlich allen Eltern eine Betreuung weiterhin zu ermöglichen, wenn notwendig. Ich habe auch keinen systemrelevanten Beruf. Bin aber allein und es gibt kein Home Office. Ich würde , wenn ich trotzdem zuhause bliebe, ernsthaft meinen Arbeitsplatz gefährden. Ich musste zwar einen offiziellen Antrag stellen beim Direktorat, aber ich habe aufgrund dieser Ausgangssituation einen Notbetreuungsplatz bekommen. Ich habs halt einfach mal versucht. Der Platz kann zwar auch widerrufen werden, aber das ist eher unwahrscheinlich.

Wenn du also tatsächlich nur so deine Arbeit bewältigen kannst, vielleicht bekommst du ja , abhängig von den Anmeldezahlen, doch eine Sondergenehmigung aufgrund deiner Lage?


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  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Hamamelis71*
schrieb am 19.03.2020 12:29
Hakuna Matata, und wenn sich Dein Mann krank meldet? Zumindest mein Hausarzt hatte einige Leute, die um Krankschreibung gebeten haben, aus verschiedenen Gründen.

Taucher, es war meine persönliche Wahrnehmung, als ich mit meinem Mann einen Spaziergang durch die Feldmark gemacht habe und dabei an einem Gartenmarkt vorbeikam. Aber mein Schwiegervater hat die Beobachtung auch gemacht. Liegt vielleicht auch daran, dass es hier bislang kaum Infizierte gibt. An unserem Baggersee war es total leer, normalerweise treffen sich dort immer Leute und grillen.

Ich war vorhin auf der Arbeit und habe mal meinen Schreibtisch sortiert, liegt ja genug Zeug drauf nach 3 Wochen. Außer mir war niemand dort, eine Kollegin kommt später, die hat extra gewartet, bis ich wieder verschwunden bin. Ich habe mir Unterlagen fürs Home Office abgeholt. war aber irgendwie unwirklich. Zum Glück habe ich zwischen den Jahren auch immer mal wieder Post gemacht, daher fand ich es jetzt nicht extrem unheimlich.Allerdings war zwischen den Jahren der Postkasten jeden Tag gerammelt voll, jetzt ist nur ab und zu eine Rechnung dabei.

Meine Eltern (80) sind noch relativ unbedarft, die laufen zwar nicht im Baumarkt rum und kaufen Blumen, aber ich habe ihnen gestern verboten, dass sie so häufig zum Einkaufen fahren. Bei 2 Infizierten in der Stadt ist es für meine Eltern halt noch sehr weit weg.

Wir wohnen hier in einem kleinen Ort mit guter Infrastruktur, da liefern Rewe, Edeka und Co. Meine Eltern wohnen in einer Kleinstadt, da liefert kein Supermarkt. Wir müssen langfristig sowieso aufgrund des Alters eine Lösung finden bzgl. Einkaufen. Bis Mitte nächster Woche sind meine Eltern nun versorgt. Bis dahin soll mir meine Mutter einen Einkaufszettel schreiben.

Eine Freundin wohnt in der Stadt ohne Auto, die kauft deswegen auch mehrfach in der Woche ein und überlegt, wie sie das jetzt anders organisieren kann.

Irgendwie müssen wir bei Stimmung bleiben, es hilft alles nichts.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   Impala-34
Status:
schrieb am 19.03.2020 13:06
Hallo Hakuna,

ja Deine Situation ist besch…. Wie die vieler anderer Familien im Land gerade auch. Ich muss z.B. auch noch jeden Tag arbeiten gehen. Zwar nicht Großraumbüro, aber eben auch Büro mit 30 anderen. Ich habe auch noch Mandantenkontakte, auch wenn wir so viel wie möglich übers Telefon abwickeln.
Und ich kann abends nachhause gehen.
Und ich bin jetzt mal ehrlich. Mein Mann ist zuhause, aber wenn ich versuchen würde von zuhause zu arbeiten würde das im Leben nicht funktionieren solange mein Sohn da ist. Jedenfalls nicht mal halb so effektiv wie hier im Büro.
Du sagst doch selbst, dass Du zu nichts mit den Kindern kommst. Klar wenn Ihr zu zweit wärt, dann könntet ihr Euch das aufteilen. Aber Dein Mann arbeitet sicher effektiver im Büro.
Wirklich Sozial ist das nicht was der AG da macht, aber Du steckst halt auch nicht in seinen Schuhen. Weißt Du wie die Zahlen der Firma aussehen etc. Es ist ja auch wenig gewonnen, wenn die Firma - wie es so viele leider wohl tun werden - pleite geht oder so in Schwierigkeiten gerät, dass betriebsbedingte Kündigungen drohen.

Vielleicht wäre eine Möglichkeit, dass Dein Mann für die nächsten Wochen Freitag oder Montag immer Urlaub hat, dann wäre er nur vier Tage weg und du könntest an den drei Tagen die er am Stück da ist immer mal Luft holen.

Ich kann auch gut verstehen, dass Du es bescheiden findest, dass Du die Kitagebühren weiter zahlen sollst. Ja, kann ich verstehen, aber die Erzieherinnen wollen natürlich weiter ihr Gehalt - die können ja auch nix dafür - die Mieten der Kuta-Gebäude müssen weiter bezahlt werden etc. Klar kann man sagen, dann muss die Politik den Ausgleich schaffen. Das bedeutet aber letztlich doch nur, dass Steuergelder dafür aufgewendet werden. Und was ist z.B. mit den ganzen Geschäften und Restaurants - bekommen die ihre Umsatzausfälle dann auch aus Steuergeldern ausgezahlt? Fragen über Fragen.....

Und natürlich darfst Du auch noch raus - Deine Kinder sind ja vor allem dann "Virenschleudern", wenn sie in engem Kontakt zu vielen anderen Kindern stehen. Ich weiß, der Vergleich ist vielleicht nicht gut gewählt, aber z:B. Läuse oder Magen Darm verbreitet sich doch in der Kita und Schule unter Kindern doch viel schneller und nachhaltiger als z.B. in einem Großraumbüro.

Zitat
lisa74
Lies dir mal deinen Betreuungsvertrag durch. Da wird in den meisten Fällen wohl leider nichts zu einem Betretungsverbot stehen. Aber vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit, wenigsten zu reduzieren???

In der Regel steht was zu "höherer Gewalt" im Vertrag, damit waren z.B. auch Fälle gemeint in denen einen Betreuung nicht stattfinden kann, weil das gesamte Personal Magen Darm hat etc.
Und diese Corona-Situation ist eben höhere Gewalt.

Zitat
Solani2
Der Arbeitgeber agiert jedenfalls nicht klug. Ein Covid-19 Fall und sein Laden ist dicht. Wenn Home Office möglich ist, dann machen das jetzt die meisten, weil's eben schlau und vorausschauend ist..

Das sehe ich genauso, ändert aber nichts daran, dass er nicht verpflichtet ist Home Office anzubieten. Das kann die TE zu Recht blöd finden, wird es aber nicht ändern können.

Zitat
berlink
Es ist verständlich, dass es grad nervig ist. Ich würde versuchen, die Dinge, die ich nicht ändern kann, so anzunehmen (der AG Deines Mannes darf offenbar noch entscheiden, es ist seine Fa., er macht die Ansage, bis jetzt) und dort, wo ich Einfluß habe, diesen wahrzunehmen. Wenn Du nichts davon hältst, geplant für mehrere Tage einzukaufen, dann ist das Deine Entscheidung. Das kann man umstellen, darauf hättest Du Einfluß. Ich gehe seit Jahren 1/Wo. einkaufen, das reicht dann selbst bei großem Obst/Gemüseverbrauch.
Die Kinder könnten im Wagen drin sitzen, da können sie eben nicht durchs Geschäft laufen. Wir haben das bis zum 3. Lbj. konsequent immer so gemacht, ein Kind oben im Sitz, ein Kind im Wagen (kann man wegen der Schuhe ja was drunter legen), Kiste unten. das ist eben dann so. Und wenn der EM am WE kommt, dann geht einer eben am WE einkaufen. Tgl. Einkaufen ist ebenso wenig nötig wie Du es nicht als nötig Erachtens, dass der Mann im Büro hockt.
Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern, die muss man leider akzeptieren. Besser die Kraft dorthin lenken, wo ich etwas ausrichten kann.

Das sehe ich auch so. Ich finde meine Situation gerade auch echt anstrengend und sehr sehr nervig. Und wir haben noch Glück. Wir haben ausreichend Mittel um uns mit Lernmaterialien, Streaming Diensten, Bastelmaterial etc. einzudecken und wir haben einen Garten, der auch einiges an Beschäftigung bietet. Wir haben Autos und können mal in den Wald fahren etc. Uns geht's insoweit noch recht gut, trotzdem sind meine Nerven gerade ziemlich angespannt.

Zitat
Maral
Ist es denn gesichert, dass du keine Betreuung bekommst? Da ist es bei uns echt noch relativ entspannt. Hier versucht man tatsächlich allen Eltern eine Betreuung weiterhin zu ermöglichen, wenn notwendig. Ich habe auch keinen systemrelevanten Beruf. Bin aber allein und es gibt kein Home Office. Ich würde , wenn ich trotzdem zuhause bliebe, ernsthaft meinen Arbeitsplatz gefährden. Ich musste zwar einen offiziellen Antrag stellen beim Direktorat, aber ich habe aufgrund dieser Ausgangssituation einen Notbetreuungsplatz bekommen. Ich habs halt einfach mal versucht. .

Das wundert mich jetzt wirklich und ist auch nicht Sinn der Sache. Nicht das ich Maral es nicht gönne, dass ihr Sohn betreut wird, aber sorry, gerade das soll doch verhindert werden. Wenn ich mich so umschaue würde nach diesen Kriterien hier jeder zweite einen Betreuungsplatz bekommen. Möglichst noch mit Kindern die wild zusammengewürfelt sind.

Zitat
Hamamelis71*
Hakuna Matata, und wenn sich Dein Mann krank meldet? Zumindest mein Hausarzt hatte einige Leute, die um Krankschreibung gebeten haben, aus verschiedenen Gründen.
.

Bei allem Verständnis für die Situation der TE. Der Mann ist nicht krank, warum sollte er sich krankmelden, damit er weiter volles Gehalt bekommt? Sorry, das dinde ich nun auch nicht gerade sozial.... Aber unsozial sind ja immer nur die Anderen. Er könnte ja nun auch Urlaub nehmen, ggfls. auch tw. unbezahlt. Klar ist das dann eine wirtschaftliche Belastung. Aber die wirtschaftliche Belastung auf den AG abzuwälzen ist schlichtweg Betrug und unsozial.

Ganz ehrlich wenn ich so etwas bei einem meiner Mitarbeiter/innen mitbekäme, wäre er nicht mehr lange bei mir.

LG

Impala


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
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   lisa74
Status:
schrieb am 19.03.2020 13:43
Zitat
Maral
Ist es denn gesichert, dass du keine Betreuung bekommst? Da ist es bei uns echt noch relativ entspannt. Hier versucht man tatsächlich allen Eltern eine Betreuung weiterhin zu ermöglichen, wenn notwendig. Ich habe auch keinen systemrelevanten Beruf. Bin aber allein und es gibt kein Home Office. Ich würde , wenn ich trotzdem zuhause bliebe, ernsthaft meinen Arbeitsplatz gefährden. Ich musste zwar einen offiziellen Antrag stellen beim Direktorat, aber ich habe aufgrund dieser Ausgangssituation einen Notbetreuungsplatz bekommen. Ich habs halt einfach mal versucht. Der Platz kann zwar auch widerrufen werden, aber das ist eher unwahrscheinlich.

Wenn du also tatsächlich nur so deine Arbeit bewältigen kannst, vielleicht bekommst du ja , abhängig von den Anmeldezahlen, doch eine Sondergenehmigung aufgrund deiner Lage?

Ich weiss nicht, wo ihr wohnt, aber in Bayern hättest du keine Chance auf Betreuung Betreuung.

Nur, wenn beide Elternteile systemkritische Berufe haben oder der alleinerziehende Elternteil. Da gibt es kein entspannt und keine Ausnahmeregel. Jeder muss selbst sehen, wie er die Kinder versorgt bekommt.

Ich bin froh, dass wir beide HomeOffice machen können und die Kinder immerhin schon in die Grundschule gehen. Und ich habe reichlich Überstunden. Da haben andere viel schlechtere Situationen und das ist echt ka...


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 19.03.2020 13:54
Zitat
Hamamelis71*
Hakuna Matata, und wenn sich Dein Mann krank meldet? Zumindest mein Hausarzt hatte einige Leute, die um Krankschreibung gebeten haben, aus verschiedenen Gründen..

Bitte was? schweigenWeil die (gesunde) Mama unzufrieden mit der Gesamtsituation ist? Welche ICD 10 Nr. gibt es dafür? Ich kenn keine.
Da bin ich jetzt tatsaechlich überrascht.

Da schreib ich mich jetzt auch gleich selbst AU, weil meine Kinder heute 8 Std.(mit 30 min Unterbrechung, wo ich in meiner Pause zu Hause war) zu Hause sich um sich kümmern müssen, selbständig ihr Schulzeug machen müssen, weil ich heute Tel.sprechstunde halte. Ich möchte aus Infektionsschutzgründen (auch weil wir Eltern weiter in den Kliniken arbeiten) die Notfallbetreuung nicht in Anspruch nehmen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.20 14:06 von berlink.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
avatar    Maral
schrieb am 19.03.2020 14:33
Zitat
lisa74
Zitat
Maral
Ist es denn gesichert, dass du keine Betreuung bekommst? Da ist es bei uns echt noch relativ entspannt. Hier versucht man tatsächlich allen Eltern eine Betreuung weiterhin zu ermöglichen, wenn notwendig. Ich habe auch keinen systemrelevanten Beruf. Bin aber allein und es gibt kein Home Office. Ich würde , wenn ich trotzdem zuhause bliebe, ernsthaft meinen Arbeitsplatz gefährden. Ich musste zwar einen offiziellen Antrag stellen beim Direktorat, aber ich habe aufgrund dieser Ausgangssituation einen Notbetreuungsplatz bekommen. Ich habs halt einfach mal versucht. Der Platz kann zwar auch widerrufen werden, aber das ist eher unwahrscheinlich.

Wenn du also tatsächlich nur so deine Arbeit bewältigen kannst, vielleicht bekommst du ja , abhängig von den Anmeldezahlen, doch eine Sondergenehmigung aufgrund deiner Lage?

Ich weiss nicht, wo ihr wohnt, aber in Bayern hättest du keine Chance auf Betreuung Betreuung.

Nur, wenn beide Elternteile systemkritische Berufe haben oder der alleinerziehende Elternteil. Da gibt es kein entspannt und keine Ausnahmeregel. Jeder muss selbst sehen, wie er die Kinder versorgt bekommt.

Ich bin froh, dass wir beide HomeOffice machen können und die Kinder immerhin schon in die Grundschule gehen. Und ich habe reichlich Überstunden. Da haben andere viel schlechtere Situationen und das ist echt ka...


Ich weiß, dass das in Bayern so ist. Ich war mir aber jetzt nicht sicher, wo sie ist, bzw wie eng das ist. Bei uns ist das anders geregelt. Auch wegen der offenen Ganztagsschulen. Hier ist es so, dass Eltern aus systemrelevanten Berufen Vorrang haben, aber möglichst alle Eltern, die kein Home Office realisiert bekommen und keine anderweitige Betreuung, die Betreuung nach Möglichkeit gewährleistet bekommen sollen. Das heißt, man stellt bei der Schule einen Antrag. Und stellt seine Situation dar. Danach und nach den Anmeldezahlen wird entschieden. Als Alleinerziehende, die ohne Betreuung arbeitslos wäre, falle ich unter den Begriff "Notbetreuung" auch ohne der Berufszugehörigkeit. Und habe eine Genehmigung erhalten.Bei uns ist die Betreuungsgrundlage ja eh gut aufgestellt. Es sieht so aus, dass vormittags die Lehrer betreuen ( und die Kinder dort auch ihre Aufgaben machen) ab Mittags übernimmt der Hort. Also im Grunde Schule im ganz kleinen. Gestern waren sie zu dritt, heute zu fünft. Und wurden aufgeteilt: Ein Lehrer übernahm zwei, einer drei.
Was natürlich passieren kann, das ist mir bewusst: Wenn sich jetzt noch 50 systemrelevante Familien melden, dass unser Platz gestrichen wird. Aber ok, das ist dann so: Es kann für mich einen Unterschied bezüglich des Erhalt des Arbeitsplatzes sein, ob ich 1, 2 oder eben 5 Wochen hinbekommen muss.

Aber erstmal darf er kommen und Infektionsschutztechnisch wird das bisher super geregelt. Der Schulhof ist ebenfalls eh in drei Bereiche unterteilt, selbst draußen sein ist kein Problem. Zum Glück können eben doch die meisten die Betreuung realisieren. Hier haben viele Eltern sogar zwangsweise Homeoffice "verschrieben" bekommen.

@Impala: Ja, Krankschreiben ist Mist, aber ich wüsste bspw gar nicht, wie ich 5 Wochen unbezahlt frei nehmen sollte. Wer kauft dann Essen, zahlt die Miete etc. Ich schätze dich so ein, dass du eine Lösung mit deinen Mitarbeitern finden würdest, aber wenn dir der nicht um einen Milimeter entgegen kommt? Und es ist ja noch nicht mal eine wirkliche Lüge dann. Man schreibt ja auch aus psychischen, Stressbedingten Gründen krank. Ehrlich: Wenn ich so einen sturen Arbeitgeber hätte und nicht wüsste, wie ich das anders regeln sollte, täte ich das schlussendlich auch. Irgendwie gehören da ja doch dann auch zwei Seiten dazu und der Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht. Da hab ich in sofern noch Glück, denn erwartet zwar, dass ich erst alles mögliche versuche, um zur Arbeit zu kommen, aber wenn es nachweislich nicht geht, findet sich halt doch irgendwie eine Lösung, die akzeptabel ist, auch wenn beide zurückstecken müssen. So durfte ich Krümel ja bspw auch schonmal mitnehmen und ich weiß auch, sollte nachweislich die Betreuung wegfallen, wird er mir doch irgendwie entgegenkommen. ( Aber auch nur dann und nicht längerfristig. Auf ein "ich möchte lieber nicht, weil ich ja keinen systemrelevanten Beruf habe" oder sowas, würde er sich nicht einlassen). Aber wenn du da jemanden hast, der Null Gesprächsbereit ist?


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.20 14:51 von Maral.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   HulksMother
schrieb am 19.03.2020 14:33
Wie groß ist denn die Firma? Eine Freundin hat auch so einen Chef und Firmeneigentümer und ihre Abteilung hat geschlossen gemeutert. Ein Homeoffice Konzept erstellt mit regelmäßigen Berichtszeiten und den Vorschlag, das jetzt eine Woche zu testen. Gab einen Tag Stunk aber dann gabs ein Einsehen.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   HimbeerErdbeer
schrieb am 19.03.2020 15:02
Ich kann dich so gut verstehen! Ich meine auch, dass du normalerweise viel mit den Kindern unterwegs bist, oder? Dann ist das natürlich eine besonders große Umstellung für die Beiden.
Ich war jetzt drei Tage zu Hause mit meinen Beiden (abends aber immer kurz raus, da, wo es ruhig ist). Und ganz ehrlich, ich bin heute sehr gerne wieder ins Büro gegangen.
Ich habe mir abends immer paar Sachen vorbereitet, die ich mit ihnen machen kann, damit ich bei Langeweile etwas aus dem Hut zaubere Ich wars nicht, aber naja, so toll war es wirklich nicht. Ich wollte das Gleiche vorschlagen wie Impala: Kann dein Mann jeweils einen Tag pro Woche frei haben in nächster Zeit, damit die Situation etwas entspannter ist? Und wer weiß, was jetzt noch kommt in den nächsten Tagen. Viele Chefs konnten sich vor kurzem kein Home Office vorstellen und müssen das jetzt doch durchziehen... Fühl dich gedrückt und verstanden!


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   Impala-34
Status:
schrieb am 19.03.2020 15:17
Zitat
Maral
@Impala: Ja, Krankschreiben ist Mist, aber ich wüsste bspw gar nicht, wie ich 5 Wochen unbezahlt frei nehmen sollte. Wer kauft dann Essen, zahlt die Miete etc. Ich schätze dich so ein, dass du eine Lösung mit deinen Mitarbeitern finden würdest, aber wenn dir der nicht um einen Milimeter entgegen kommt? Und es ist ja noch nicht mal eine wirkliche Lüge dann. Man schreibt ja auch aus psychischen, Stressbedingten Gründen krank. Ehrlich: Wenn ich so einen sturen Arbeitgeber hätte und nicht wüsste, wie ich das anders regeln sollte, täte ich das schlussendlich auch. Irgendwie gehören da ja doch dann auch zwei Seiten dazu und der Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht. Da hab ich in sofern noch Glück, denn erwartet zwar, dass ich erst alles mögliche versuche, um zur Arbeit zu kommen, aber wenn es nachweislich nicht geht, findet sich halt doch irgendwie eine Lösung, die akzeptabel ist, auch wenn beide zurückstecken müssen. So durfte ich Krümel ja bspw auch schonmal mitnehmen und ich weiß auch, sollte nachweislich die Betreuung wegfallen, wird er mir doch irgendwie entgegenkommen. ( Aber auch nur dann und nicht längerfristig. Auf ein "ich möchte lieber nicht, weil ich ja keinen systemrelevanten Beruf habe" oder sowas, würde er sich nicht einlassen). Aber wenn du da jemanden hast, der Null Gesprächsbereit ist?

Sorry Maral,

sich krankschreiben lassen ohne krank zu sein ist nicht "Mist", es ist Betrug und unsozial, zu dieser Aussage stehe ich. Glaub mir, ich weiß auch nicht wie ich unbezahlt 5 Wochen "frei" nehmen soll. Jedenfalls nicht ohne erhebliche persönliche Einbußen. Wer kann das schon. Ist es deshalb aber richtig zu sagen: "ich bring halt jetzt mal weil es sonst für mich schwer wird, keine Leistung und Du musst das finanzielle Risiko dann eben tragen". Fändest Du es richtig, wenn Dein AG sagen würde, wir machen ja zur Zeit keinen Gewinn, dann gibt's halt auch keine Gehälter?

Ja der AG erlaubt kein Home Office, deshalb ist er noch lange niemand, den ich betrügen darf. Die TE ist doch zuhause, die Kinder nicht unbetreut. Klar wäre es für sie schöner wenn der Ehemann da wäre, klar wäre es für die meisten Menschen schöner, wenn sie die Zeit zusammen verbringen dürften. Geht halt nicht immer. Das ist aber nicht das Problem des AG.
Wie der AG reagieren würde, wenn eine alleinerziehende Mutter vor ihm stünde ist doch eine ganz andere Situation.
Wir z.B. finden natürlich Lösungen. Wir erwarten aber auch, dass bitte - nur weil wir vor allem Mitarbeiterinnen haben - nicht per se davon ausgegangen wird, dass diese zuhause bleiben dürfen (inklusive Home Office), sondern dass auch die Ehepartner herangezogen werden und eben auch z.B. mit Urlaub daheim bleiben.
Wenn ich einen AG habe, dessen Personalpolitik ich derart schlecht finde, würde ich mir einen anderen AG suchen oder mich eben arrangieren. Ich würde das nicht als Entschuldigung nehmen ihn zu betrügen.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
avatar    Maral
schrieb am 19.03.2020 15:33
Ich meinte das jetzt gar nicht mal nur auf die te bezogen, sondern dass man eben schonmal in die situation kommen kann. Und wenn jemanden die situation zb psychisch total belastet oder erschöpfung entsteht, ist das auch eine indikation und kein betrug. Erst recht wenn es vielleicht nicht finanzielle einbußen sondern arbeitslosigkeit oder existensgrundlage bedeutet. Und gerade jetzt können ja auch menschen dirch die angst und die gesamtsituation psychisch so belastet sein, dass ich eine krankschreibung, um zu hause bleiben zu können, nicht immer als ungerechtfertigt ansehe. Bspw eine bekannte in einem anderen büro, jeden tag lange bahnfahrt, knapp über 60, astmatikerin hat total angst, . Wenn die nocht zuhause bleiben darf, finde ich krankschreibung total gerechtfertigt. Und sei es hier, um ein krank werden zu verhindern. Ich finde nicht, dass jedes krankschreiben ohne körperliche oder erkennbare psychische symptome einen betrug darstellt. Ich finde das ganze viel komplexer.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.20 15:42 von Maral.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 19.03.2020 15:35
Danke für viele Anstoßgedanken!

Gerade rief mein Mann mich an, es gibt ein Verdachtsfall in deren Firma, falls sich Corona bestätigt, dann müssten sie alle in Quarantäne. Und zwar da vor Ort. Er kann dann erstmal gar nicht nach Hause kommen. Darf dann 2 Wochen in seiner Notunterkunft verbringen traurig Kann mir jemand sagen, ob es wirklich so sein muss oder darf er doch nach Hause kommen und die Quarantäne hier abhalten? Wer entscheidet es überhaupt? So ein Mist...

Zum Thema: wie soll man das Gehalt der Erzieher bezahlen, keine Ahnung. Genauso, wie ich keine Ahnung habe, wie ich dieses Geld für die Erzieher auftreiben soll, ohne Arbeiten zu können.


  Re: Therapeutisch: kein Mann, kein Home Office
no avatar
   Impala-34
Status:
schrieb am 19.03.2020 15:44
Zitat
Maral
Ich meinte das jetzt gar nicht mal nur auf die te bezogen, sondern dass man eben schonmal in die situation kommen kann. Und wenn jemanden die situation zb psychisch total belastet oder erschöpfung entsteht, ist das auch eine indikation und kein betrug. Erst recht wenn es vielleicht nicht finanzielle einbußen sondern arbeitslosigkeit oder existensgrundlage bedeutet. Und gerade jetzt können ja auch menschen dirch die angst und die gesamtsituation psychisch so belastet sein, dass ich eine krankschreibung, um zu hause bleiben zu können, nicht immer als ungerechtfertigt ansehe. Bspw eine bekannte in einem anderen büro, jeden tag lange bahnfahrt, knapp über 60, astmatikerin hat total angst, . Wenn die nocht zuhause vleiben darf, finde ich krankschreibung total gerechtfertigt

Wenn jemand krank ist ist er krank, wenn jemand psychisch krank ist ist er eben auch krank. Wenn ich mich krankschreiben lasse, weil mit die Personalpolitik meines Arbeitgebers nicht gefällt und er mit kein Home-Office gestattet ist man nicht krank Punkt.




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