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  Erb-Streitigkeiten
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   la miga
schrieb am 08.02.2020 13:26
Ich glaube, das ist mein erster Beitrag hier. Hat aber nun wirklich mit den Kindern gar nichts zu tun. smile

Ich glaube, ich möchte die bestehende Problematik auch gar nicht bis ins letzte Detail hier ausrollen. Zusammengefasst geht es darum, dass es bezüglich einer erbrechtlichen Angelegenheit zwischen mir und Geschwistern wohl keine gütliche Einigung geben wird, wobei das nicht von mir ausgeht. Eine sehr komplexe Gesamtsituation, die auch noch weiterer Klärung bedarf, es ist aber jetzt schon klar, dass es zwischen dem, was ein Gutachter sagt und dem, was Geschwister sagen, Differenzen gibt und die Wortwahl zunehmend bissiger wird und Unterstellungen in den Raum geworfen werden, mit denen ich mich eigentlich gar nicht weiter befassen möchte.

Ich bin gesundheitlich in Anbetracht der letzten Jahre sowieso eher angeschlagen, ich bin auch grundsätzlich nicht finanziell auf ein Erbe angewiesen und ich tendiere immer mehr dazu, freiwillig einen kompletten oder weihtestgehendden Verzicht zu erklären, um das einfach für mich abschließen zu können.

Ich weiß aber auch, das sagt mir auch mein engeres Umfeld, dass ich im Moment natürlich auch emotional sehr unter dem Eindruck der Ereignisse stehe, aktuell aus gesundheitlichen Gründen in erster Linie meine Ruhe haben will und mich nicht streiten möchte. Ich würde aber vielleicht, wenn ich jetzt klein beigeben, auf Dinge verzichten, die mir nun mal richtig zu stehen, wie man das an auch immer in der Praxis regelt. Da geht es ja weiter gedacht auch um das, was meine Kinder vielleicht mal von mir bekommen und dass ein finanzielles Polster auch immer mehr Sicherheit und mehr Ruhe ins Leben bringen kann, ist ja auch klar.

Ich finde das alles sehr schwierig und natürlich auch sehr enttäuschend. Vielleicht sind ja hier noch einige, die mal erleben mussten, dass ein Erbe zu einem familiären Zerwürfnis führt Und man sich da am Ende irgendwie positionieren muss.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 19:18 von la miga.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   pmami
schrieb am 08.02.2020 18:08
Liebe la miga,

da bleibt Dir ja wirklich nichts erspart.

Vorweg: Mein (früherer) Chef hat stets gesagt: "Einen Menschen kennt man erst, wenn man mit ihm zusammen geerbt hat."

Erbschaften führen häufig zu Streitigkeiten. Juristen können ein Lied davon singen. Und dass das dann (meist) familiäre Streitigkeiten sind, liegt in der Natur der Sache. Allerdings glaube ich nicht, dass das Verhältnis zu Deinen Geschwistern dadurch gerettet werden kann, dass Du auf Dir zustehende Ansprüche verzichtest.

Es gibt Mediatoren, die sich auf erbrechtliche Streitigkeiten spezialisiert haben. Sinnvollerweise sind das dann Juristen, die ein wenig Ahnung von Erbrecht haben. Die dürfen zwar niemanden rechtlich beraten, aber sie wissen wenigstens, worum es geht. Diese Mediatoren kosten Geld. Im Vergleich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung ist das aber nur ein lächerlich geringer Betrag. Falls Ihr Euch alle schon rechtlich beraten lasst, und eine gewisse Grundangst besteht, übervorteilt zu werden, können natürlich auch Rechtsanwälte an der Mediation teilnehmen. Die Kosten dann extra.

Ich halte ein derartige Mediation für absolut sinnvoll. Es muss natürlich jeder Beteiligte einverstanden sein. Aber vielleicht ist das ein gangbarer Weg. Versuch es einfach.

Viele Grüße pmami


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   la miga
schrieb am 08.02.2020 19:19
Das klingt nach einer sehr guten Idee, die ich in die Runde werfen werde. Danke.

Ich vermute, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen sollte, habe ich die besseren Karten, aber fraglich dennoch, ob man es soweit kommen lassen will.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   emma1402
Status:
schrieb am 09.02.2020 10:10
Sobald es ums Geld geht, zeigt jeder sein wahres Gesicht. Wenn es keine absolut eindeutige Regelung gibt und Dinge geteilt werden müssen geht es aus meiner Erfahrung eigentlich nie ohne Krach ausgeht. Verzichten würde ich trotzdem nicht, eher mich eindeutig positionieren und falls es dich zu sehr stresst vielleicht einfach deinem Mann Vollmacht erteilen und dich dann rausziehen. Wenn es um größere finanzielle posten oder Häuser geht, würde ich einen Anwalt beauftragen. Istzwar traurig, weil meist damit die Familienbande zerstört ist, aber das lässt sich leider nicht ändern.
Viel Kraft für dich


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  Re: Erb-Streitigkeiten
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   Hamamelis71*
schrieb am 09.02.2020 10:16
Ihr befindet Euch wahrscheinlich in einer Erbengemeinschaft mit den Geschwistern und Dein Vater lebt noch und es gab kein Testament?

Mit meiner Schwägerin wird es Erbstreitigkeiten geben (gab es eigentlich schon), daher haben meine Schwiegereltern das Testament geändert und wir bereiten uns darauf vor, dass wir meiner Schwägerin umgehend den Pflichtteil auszahlen könnten. Bei uns ist also auch leider Ärger vorprogrammiert...

Lass Dich juristisch beraten, manchmal findet sich eine Lösung, die tragbar ist (siehe auch Mediator). Ich würde an Deiner Stelle nicht auf Deinen Anteil verzichten. Mir wäre es wichtig, dass mein Anteil festgestellt und festgeschrieben ist und ich ihn notfalls zu einem späteren Zeitpunkt bekomme. Wenn z. B. ein Geschwisterteil das Elternhaus übernehmen möchte, aber derzeit nicht über die finanziellen Mittel verfügen würde, um mich auszuzahlen.

In der Familie meiner Mutter lief alles immer sehr gut und fair ab, das weiß ich jetzt erst zu würdigen, wie toll sich die Geschwister meiner Mutter immer einig wurden.

Alles Gute und starke Nerven!


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   la miga
schrieb am 10.02.2020 19:19
Zitat
emma1402
Istzwar traurig, weil meist damit die Familienbande zerstört ist, aber das lässt sich leider nicht ändern.
Viel Kraft für dich

Ich weiß nicht, ob es sich nicht ändern lässt. Bzw ob es mir das wert ist. Dabei ist natürlich die berechtigte Frage, die mir einige aus meinem Umfeld gestellt haben: Fühlt man sich denn noch wohl, wenn man mit Menschen am Kaffeetisch sitzt, die einen um einen ordentlichen Erbteil gebracht haben bzw mit denen es nicht möglich war, sich normal-gütlich zu einigen? Ich weiß jetzt auch nicht, ob ich das kann.

Was ich für mich weiß: Ich denke, mein Vater möchte den Weg des geringsten Widerstands gehen, was ich aus seiner Position heraus irgendwo auch nachvollziehen kann. Mein Vater ist kein schlechter Mensch, ist aber natürlich in Anbetracht der vergangenen Monate auch angeschlagen und hat generell manchmal komische Ansichten, wenn es um dieses Erbe geht. Ich halte es leider durchaus im Rahmen des Vorstellbaren, dass auch mein Vater am Ende, wenn eine normale Regelung zwischen den Kindern weit weg erscheint, versuchen wird, mir möglichst wenig zu geben. Das ist nun alles sehr kompliziert zu erklären, es geht auch nicht darum das gut zu finden, aber ich halte das für möglich, dass es so kommt. Und bevor ich dann schlimmstenfalls "enterbt" werde, möchte schon ICH selbst diejenige sein, die noch mit ein bisschen Würde sagt, das hier ist mir zu dumm und zu unwürdig, ich verzichte von mir heraus.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   pmami
schrieb am 10.02.2020 21:30
Hast Du Dich denn schon einmal (erb-)rechtlich von einem Fachanwalt beraten lassen? Manchmal hilft es ja auch, die eigene Position klarer zu vertreten, wenn man weiß, was man selbst darf, was man kann und was einem auf keinen Fall genommen werden kann.

Viele Grüße pmami


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   Impala-34
Status:
schrieb am 11.02.2020 09:55
Hallo La Miga,

ich denke es kommt schon darauf an, um was Ihr streitet.
Wenn z.B. Deine Eltern kein Testament hatten und ihnen z.B. gemeinsam ein Haus gehört hat, dann stehen die Kinder plötzlich mit im Grundbuch.
Da kann man natürlich darauf bestehen den Erbteil nach der Mutter ausgezahlt zu erhalten und zwar nach dem was ein Gutachter zu dem Wert des Hauses feststellt.
Wenn dann eines der Kinder sagt, es würde das Haus gern übernehmen, der Vater kann darin lebenslang wohnen und ich kümmere mich auch noch um ihn und ich zahle die Geschwister aus, dann ist das eine andere Situation als wenn um den Wert eines Gegenstandes gestritten wird, auf den Dein Vater z.B. gut verzichten kann.
In einem solchen Fall könntest Du natürlich rechtlich darauf bestehen das ausgezahlt zu bekommen, was die "zusteht", wobei zu unterscheiden wäre zwischen dem Anteil der Dir bereits nach dem Tod der Mutter gehört und dem Anteil der im Eigentum des Vaters steht. Kein Elternteil ist rechtlich verpflichtet alle Kinder gleich zu behandeln.

Soweit ich weiß bist Du relativ weit weg und damit nicht in der Lage Dich um deinen älter werdenden Vater zu kümmern. Wenn das die Geschwister tatsächlich "auffangen" wäre das z.B. etwas was ich mir - unabhängig von allen rechtlichen Überlegungen - etwas kosten lassen würde.

Ich weiß natürlich nicht, ob die geschilderte Situation auch nur annährend Deine Situation trifft. Ich will damit nur deutlich machen, dass neben rechtlichen Erwägungen und dem "das steht mit rechtlich zu" auch noch andere Erwägungen eine Rolle spielen können und vielleicht auch sollten.


Im Erbrecht und bei familiären Auseinandersetzungen spielen oft das Gefühl zurückgesetzt zu werden, weniger beachtet und geliebt zu werden als die Geschwister eine maßgebliche Rolle. Auch daraufhin würde ich mein Verhalten in dieser Angelegenheit überprüfen.


LG

Impala, die beruflich viel mit Erbrecht - streitig und unstreitig zu tun hat


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   Solani2
Status:
schrieb am 11.02.2020 15:22
Hallo,

Impala schneidet hier wichtige Punkte an. Ohne eure Situation genau zu kennen ist es wirklich schwer, dir einen Ratschlag zu geben.
Ich hatte letztens mit meinem Cousin eine scharfe Diskussion, weil er gemeint hat, sein Vater wäre von meinem beim Erbe hintergangen worden. Klar, mein Vater hat mehr geerbt, auch die Schulden (die nicht unerheblich waren) und hat sich verpflichtet, für beide Elternteile eine Leibrente zu zahlen und zusätzlich haben sich meine Eltern bis zum Schluss gekümmert. Zu allem wäre sein Bruder schon rein aus Wohnort und Ausbildungsgründen nie in der Lage gewesen. Trotzdem hat er etwas geerbt (ein damals neues Einfamilienwohnhaus), wofür meine Eltern bezahlt haben und trotzdem fühlt er sich offensichtlich übervorteilt. Wenn mein Vater verzichtet hätte, hätte wohl die Bank alles eingezogen, meine Großeltern wären auf staatliche Hilfe angewiesen gewesen und es wäre nichts für den Bruder übrig geblieben. Aber naja, mein Onkel fühlt sich hintergangen, weil er nur ein schuldenfreies Haus bekommen hat. Beim Erben gibt es immer Grund zu Diskussionen, sogar noch Generationen später.
Dein Vater wird sich sicher näher an denjenigen Kindern halten, von denen er glaubt, dass sie sich um ihn kümmern werden. Das ist ganz natürlich, niemand will allein gelassen werden. Trotzdem würde ich an deiner Stelle nicht völlig verzichten. Ohne die Situation und das Erbe zu kennen - sie sollen die ein Angebot machen. Oft geht es ja nur um die Geste. Vielleicht gibt es auch etwas, dass du gerne hättest, das solltest du natürlich klar sagen.

Und Versuche, dass nicht zu sehr zwischen dich und deine Trauerarbeit zu bringen. Ich weiß, dass ist schwer, aber dafür viel Kraft!


  Re: Erb-Streitigkeiten
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 11.02.2020 19:27
Ich kann mir vorstellen wie es dir geht.

Ich bin in der gegenteiligen Situation, meine Eltern haben aber alles schon geregelt. Sie haben sich rechtlich beraten lassen und ein Testament notariell hinterlegt.
Ich werde diejenige sein die mehr erben wird, bin aber auch diejenige die nahe wohnt und sich kümmern wird.
Grundsätzlich geht es meinen Eltern aber darum dass ich zukünftig mit ihnen in einem Haus leben werde und sie nicht möchten dass ich dort dann später ausziehen muss nur weil ich meine Geschwister auszahlen muss.

Wie genau sie das geregelt haben ist kompliziert, da wir auch eine Patchworkfamilie sind.

An deiner Stelle würde ich mich rechtlich beraten lassen, und dann tief in mich gehen und eben überlegen was du machen willst.

Nur so als Beispiel:

Weißt du das eine ist wenn ein Haus leersteht und es keiner will und es verkauft wird, dann hat man einen Betrag XY den man teilen kann.

Eine andere Geschichte ist es wenn ein Elternteil noch in diesem Haus lebt, ein Teil der Erben kümmert sich, erledigt Alltagsdinge usw. während andere nur ab und an mal Besuch zu Besuch kommen.

Letzteres haben wir in der Verwandtschaft und es gab ein großes Theater als es ums Erbe ging.
Genau das sollte vorher geregelt werden und sollte von allen akzeptiert werden.

Lg


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   la miga
schrieb am 11.02.2020 20:42
Hallo zusammen,

nein, wir streiten nicht ums Elternhaus. Was aus dem mal wird, ist nochmal eine ganz andere Frage. Wenn es darum ginge, wäre ich aber selbst vermutlich total froh, wenn man die Frage, wer sich mal kümmert, auch "mithilfe eines Hauses" klären könnte. Also, da würde ich ganz sicher nie im Leben verlangen, dass ein Haus verkauft wird, vielleicht unter Wert, nur damit da Geld fließt und dass auch Aspekte wie sich kümmern bedacht werden sollten, finde ich menschlich und richtig.

Es geht um mehr neutralere Dinge wie das Vererben von Geschäftsanteilen. Ich bin grundsätzlich froh, wenn das in der Familie bleibt und entsprechend würde ich sowieso keine Lösung forcieren, bei der es darum geht, dass ich ausbezahlt werden muss und dieses Geld dann irgendwo fehlt usw. Ich bin absolut für eine gute Lösung, die verschiedene Interessen berücksichtigt. Ich tu mich aber auch irgendwo schwer damit, auf einen mir zustehenden Teil zu verzichten, wegen Argumenten wie "was hast du denn mit dem Unternehmen zu tun" usw. Nichts, richtig. Aber das kann ja kein Totschlagargument sein, wenn´s um ´s Verteilen von Werten geht, die ja andere geschaffen haben und nicht grundsätzlich die Geschwister. Mir war immer klar, dass das nicht einfach sein wird, aber es gibt ja schon Modelle, wie man sowas regeln kann, natürlich sicher via Abfindung in erster Linie.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   Chorus
Status:
schrieb am 11.02.2020 21:28
Das mit den Geschäftsanteilen kenne ich, mein Bruder erbt als einziger - ist inzwischen schriftlich aufgesetzt - das Geschäft meines Vaters, wir anderen Geschwister (wir sind insgesamt vier!) haben darauf - wie gesagt schriftlich - verzichtet. Insbesondere für mich war das schon ein nicht ganz so leichter Schritt, weil ich als einzige - wenn auch nur Teilzeit - seit Jahren dort arbeite. Mein Bruder natürlich voll und er ist auch Geschäftsführer, nichtsdestotrotz - ich weiß, das Auszahlen wäre hart für ihn.

Da die schriftlichen Aufzeichnungen passierten, als es meinem Vater hundsmiserabel ging und es nicht klar war, ob er nicht demnächst sterben würde, könnte man schon das ganze anfechten, und ich fühlte mich damals schon unter Druck und wie gesagt, hänge ich wohl emotional noch anders am Geschäft als meine Schwester, die weit entfernt wohnt oder mein jüngster Bruder, der bis auf einen kleinen Ferienjob dort mal auch nicht viel damit zu tun hat.

Ich will aber niemandem Steine in den Weg nehmen und mein Geld kann ich auch nicht ins Grab mitnehmen.

Vielleicht ist meine Situation auch eine andere, bin kinderlos und mein Mann verdient ganz gut. Keine Ahnung, wie es sonst wäre. Wir Geschwister verstehen uns ganz gut aber man kann nie wissen, wie es dann beim Erben wird. Kann dich also ganz gut verstehen, wenn ich dir auch keinen Rat geben kann....

Ach ja, nur damit das richtig rüberkommt, meine Eltern leben immer noch, mein Vater hat die Krankheit überstanden. Aber sie werden wohl nicht ewig leben, beide sind schon über 70. Kenne auch einige Familien, die viel früher und detaillierter aufgelistet haben, wer was erbt. Bei uns kann es da wohl schon noch zu manchen Fragezeichen führen, wir sind wie gesagt 4 Geschwister und es ist noch ein Haus da, eine Wohnung, Wertpapiere, einges an Grundstücken usw. Aber solange die zukünftigen Erblasser nichts regeln, wird wohl immer ungewiss sein, was da kommt..


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 21:34 von Chorus.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   Solani2
Status:
schrieb am 11.02.2020 23:51
Wenn es um Geschäftsanteile geht würde ich an deiner Stelle wissen wollen, wie die finanzielle Lage des Geschäfts ist. Es kann schon sein, das eine Ausbezahlung deines dir zustehenden Anteils einfach nicht drinnen ist, ohne das Geschäft an sich zu riskieren. Und wenn Geschwister z.B. davon leben, kann ich einen gewissen Widerwillen da schon nachvollziehen. Aber das sollte man ganz sachlich darlegen können und darauf solltest du auch bestehen. Da wäre aber ein Berater aus der Betriebswirtschaft für dich besser als ein Anwalt. Kann ja ganz schön unübersichtlich sein sowas.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   kathie2120
schrieb am 12.02.2020 05:21
Wenn du offiziell auf das Erbe verzichtest, dann meint das: komplett.
Ein "weitestgehender" Verzicht ist im deutschen Recht nicht vorgesehen.
Das bedeutet dann auch: keine Erinnerungsstücke, Schmuck, Fotos, nichts, nada. Allerdings erbst du dann auch keine Schulden

Achja, umgekehrt geht natürlich auch "enterben" in dem Sinne nicht, je nach Verwandtschaftsgrad steht dir immer ein gesetzlich festgelegter Pflichtteil zu.

Ich finde die schon vorgebrachte Idee mit einem Mediator auch sehr gut. Solche Themen sind für die Betroffenen immer emotional sehr belastend und manchmal findet sich durch einen Blick von aussen durch einen unbeteiligten Dritten doch noch eine (unerwartete) Lösung.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 05:26 von kathie2120.


  Re: Erb-Streitigkeiten
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   HulksMother
schrieb am 12.02.2020 08:56
Da würde ich einen Fachanwalt einschalten. Es gibt ja auch die Alternative, Deinen Anteil als Investition im Unternehmen zu lassen und über Gewinnbeteiligungen davon zu profitieren. Verzichten würde ich auf keinen Fall im Interesse der Kinder.




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