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  Baby-Beziehungs-Frust
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   Istdasso
schrieb am 29.12.2019 09:07
Ich hab es mehrfach gelesen, dass das erste Babyjahr für Beziehungen herausfordernd ist und sich viele Paare wenn nicht dann, dann innerhalb der ersten 3-4 Kinderjahre trennen.
Ich dachte da noch so lapidar "Na, dann muss ja aber vorher auch schon was nicht stimmen, kann uns ja nicht passieren." Vor allem nicht bei diesem absoluten Wunschkind.
Und sitze jetzt selbst mitten in der Krise. Exitus
Und ich hatte mir das alles so schön vorgestellt, wenn wir endlich unser Baby haben. Die Realität ist so hässlich... sehr treurig

Wir existieren gar nicht mehr als Paar. Nur noch Baby, Baby, Baby, Schlafmangel und ach ja, Baby. Hammer
Kaum liegen wir im Bett, weil das Baby endlich schläft und wollen einfach nur kuscheln, da plärrt das Baby wieder los. grmpf
Und schläft es dann doch endlich, wir können gar nicht mehr wie früher eng umschlungen nebeneinander schlafen, weil es "plötzlich" einfach nur ungemütlich ist oder neben/zwichen uns das Baby liegt. grmpf
Paarzeit ist auch nicht mehr, kein Ausgehen, Restaurant etc.
Waren wir nach dem Wochenbett noch mal im Café und das Baby schlief friedlich. Doch seit es 4 Mobate alt ist (es ist bald 1 Jahr alt) wird jeder Restaurantbesuch anstrengend also lassen wir es. grmpf
Gemütlich und gemeinsam Essen zu Hause geht auch nicht mehr, weil immer zu den Mahlzeiten das Baby rumquakt oder selbst alles mögliche auf den Boden wirft. Ich esse meist hinterher kalt und/oder mit Baby an der Brust - sehr romantisch. grmpf
Babysitter geht noch nicht, das Baby ist extrem anhänglich, besonders abends.
Freunde zu Besuch haben, naja, auch kaum mehr, denn ruhig unterhalten oder ne Spielerunde geht nicht, selbst wenn das Baby abends schläft, denn ich muss alle Nase lang hinrennen. (Wann schlafen Babys denn eigentlich abends mal ruhig auch "allein" im Zimmer?) grmpf
An den WEs reichen wir das Kind meist nur hin und her, damit der eine oder andere in Ruhe den Einkauf erledigen, den Haushalt machen, Schlafen, Sport machen etc. kann - nix mit gemeinsame Zeit... grmpf
Sex, naja, den haben wir schon noch ab und an, aber muss ja schnell und leise gehen wegen des Babys - sinnlich und erotisch ist auch anders. grmpf

Und dazu, ich weiß nicht, was es ist, aber mein Mann nervt mich seit dem Wochenbett extrem.
Ich bin super schnell genervt und gereizt, mich stören Dinge an ihm und seinem Verhalten, was mich vorher nicht/kaum störte. Ich hab ne Frage
Dazu permanente Erziehungs-/Verhaltensdiskussionen jetzt schon! Wir dachten vorher, wir ticken da gleich und jetzt geraten wir ständig aneinander. Ich möchte das Kind bedürfnisorientiert erziehen (z.B. Kind darf Essen erforschen), er hingegen kommt mit den klassischen Regeln daher "mit dem Essen spielt man nicht" usw und erst nach ewig nerviger Diskussion finden wir nen Mittelweg.
Gerade erscheint mir alleinerziehend sehr verlockend!
Denn ein Liebespaar und ein Team sind wir schon lange nicht mehr.
Leben neben einander her und zanken nur noch.

Wir erkennen uns gegenseitig nicht mehr wieder.
Wir sind nicht mehr das fröhliche, lustige, gesellige Pärchen mit gutem Liebesleben und viel Verbundenheit.
Wir sind zwei grantige, übermüdete, genervte Irgendwas geworden mit fleckigen Klamotten und pampigem Ton und genießen es mittlerweile sogar in getrennten Zimmern zu schlafen.

Das wollten wir nie sein. Das wollten wir nie werden. Und sind jetzt trotzdem.

Wird das irgendwann besser? Wann??? Wie???
Oder ist schon alles verloren?


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
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   HulksMother
schrieb am 29.12.2019 11:44
So wie vorher wird es erst, wenn das Kind auszieht zwinker
Ich wundert mich jedoch, wie wenig es braucht, dass Du Eure Beziehung in Frage stellst. Spaß und Fun und Haha und immer raus und about - das kann man mit Kind eher schwer leben. Aber das definiert doch nicht eine Beziehung. Vertrauen, liebevoller Umgang, Unterstützung, Beratung, Verständnis aber auch Aufforderungen und angemessene Kritik, das macht doch Beziehungen aus. Egal, ob man müde ist und der Sex keine 12 Stunden Orgie ist, sondern 20 Minuten vorm Einschlafen.
Das ist alles normales Babyverhalten und als Paar muss man sich für die neuen Probleme eben neue Lösungen ausdiskutieren. Das sind für beide oft fundamentale Fragen und nicht vom Kaliber „ darf der CD Ständer mit ins Wohnzimmer oder kommt er auf den Müll“. Ich habe in dieser Phase viel mit meinem Freund darüber geredet, wie in unseren Familien erzogen wurde. Einfach nebenbei und wir haben so viel über einander gelernt.
Wenn Ihr Euch mit Schlaf abwechselt ist das doch super! Es heißt, dass Euch das Wohlergehen des anderen wichtig ist. Babies sind harte Arbeit, da sie nun mal noch nichts selber machen können. (Ich sehne mich gerade nach der Zeit zurück, da Dreijährige noch mal ne ganz andere Herausforderung sind, die unglaublich Kraft und Nerven kostet. Und Zeit.)

Du bist müde und erschöpft, wie alle jungen Eltern und hast jetzt eine Ahnung, was es heißt, mit Kind zu leben. Dass man sich fragt, wie man das bitte so weiter machen soll und ob das wirklich eine topgite Idee war, das ist normal. Reality Check. Das ist aber nicht das Ende, der Beziehung, wenn die Basis stimmt. Man sucht sich als Paar dann Nischen, wo man vorher unendliche Freiräume hatte. Den verlorenen Platz braucht das Kind zum wachsen. Mit Eurer Hilfe. Das ist anstrengend aber wunderschön.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
avatar    bado8978
Status:
schrieb am 29.12.2019 12:24
Liebe TE,

auch ich will dir antworten. Wir standen und stehen immer wieder vor der gleichen Situation wie ihr. Es ist bei uns derzeitige mit 2 3jährigen auch nicht viel besser, nur, dass wir wenigstens mehr schlafen haben als mir unseren 2 Babys damals.
Oft überlege ich auch ob eine Trennung gut wäre und (in unserem Fall) einfach jeder 1 Kind nimmt. Aber dann besinne ich mich, dass eine Trennung IN MEINEN AUGEN bei oben beschriebenen Problemen nie nie nie das RICHTIGE ist. Denn :
A) Kinder wollen beide Eltern und keine Trennung. Sie würden leiden - auch Babys.
B) wie wollt ihr euch dann abwechseln wenn du allein mit Kind bist. Wer nimmt dann das Baby wenn dh einkaufen gehst. Dann ist ein abwechseln nicht mehr möglich. DU hast dann JEDE Nacht schkafmangel und darfst ALLES allein machen
C) jetzt kommt ihr zwar nach langen Diskussionen auf einen Mittelweg. Ich denke wenn ihr euch trennt wird das nicht mehr so einfach sein. Oder wie fändest du das, wenn du bspw deinen Kind Impfen willst und dein Mann (vllt auch Prinzip wenn du es willst) dagegen ist? Dann darfst du diese Frage womöglich vor Gericht "aus diskutieren". Oder würde es dir gefallen wenn dein Mann dann das Kind hat, es womöglich nichts isst weil er beim Essen strenger ist als du und dann kommt es gleich mit schlechter Laune zu dir zurück? DANN gibt's keinen Mittelweg mehr.
D) wie fändest du es wenn dein Mann eine neue Frau findet, zu der das Kind dann vllt "Mama" sagt? Oder die sich dann in der Papa Zeit vllt auch die (dir nicht gewünschte) Erziehung einmischt?

Das sind alles Sachen, die mir durch den Kopf kopf gehen wenn ich mal solche "ach, dann trenne wir uns lieber" Phasen habe.

Ich bin schon einmal für 2 Wochen ausgezogen und habe meinem Mann die Kids gelassen weil ich einfach mal Zeit für mich brauchte. Da er somit ein Betreuungsproblem hatte (was zuvor mein Problem war), kam er auf die glorreiche Idee unser ehemaliges Au pair, welches wir wegen psychischer Probleme raus geschmissen haben, wieder anzuheuern um die Betreuung zu übernehmen. Das hat mir natürlich überhaupt nicht geschmeckt, sodass ich es dann doch wieder selbst in die Hand nahm. Ich könnte nicht zusehen wie meine Kinder von so jemanden betreut werden. Aber in einer solchen Situation hätte ich es auch nicht ändern können. Da habe ich erstmal gemerkt, was es ansatzweise bedeuten würde wenn wir uns trennen, selbst wenn ich die Kids nehmen würde. Man findet keinem Kompromiss mehr, man muss sich dann mit dem "anderen Part" arrangieren oder um alles Haar klein kämpfen.

Nur so als Denkanstoß zum Thema trennen :

Zum Thema "Kinder sind anstrengend". Auch wenn es dich gerade nicht tröstet aber es wird immer so bleiben nur anders werden, zumindest bis zum 3.LJ habe ich da Erfahrungen. Bei uns ist es meist scheiße, nur wenige Momente sind mal schön. Das muss man sich dann immer vor Augen halten. Ob das mit 4 anders wird kann ich ja nicht sagen.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   Istdasso
schrieb am 29.12.2019 12:51
Ach Mist, wirklich? So weiter wird unser Leben aussehen?
Ich bin scheinbar extrem naiv ans Thema Kind gegangen.

Aber, liebevoller Umgang und Verständnis ist ja eben nicht mehr zu finden bei uns.
Bis auf wenige Momente herrscht hier nur Anspannung. Vertrauen, ok. Wär schlimm, wenn nicht. Unterstützung gibt es von meinem Mann ja nur, wenn ich nachhake, also ich muss alles mehrfach sagen und Bittstellerposition gehen, damit was passiert.
Klar, er arbeitet und kennt meinen Tag mit Baby nicht. Unser beider Alltage sind halt unterschiedlich anstrengend. Am WE muss ich eh alle paar Stunden bereit stehen wegen Stillen. Ich mochte bislang nicht abstillen. Aber gut.

Hm, also ist die leichte Paarzeit nun endgültig vorbei?

Was macht ihr denn, um euch als Paar nicht zu verlieren oder wieder anzunähern?
Bei uns verhärten sich die Fronten irgendwie nur und wir entfremden uns immer mehr.

Und alleinerziehend klingt nun doch nicht so prickeln unter den genannten Aspekten.
Ich komm mir grad vor wie ein Schulkind, das vom Leben so gar keinen blassen Schimmer hat. schweigen


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  Re: Baby-Beziehungs-Frust
avatar    sanogo
Status:
schrieb am 29.12.2019 13:11
Hallo,
als ich Deinen Beitrag das erste Mal gelesen habe kam mir in den Sinn: "Willkommen in der Realität mit Kind!"

Ich weiß, gemein, aber der anstrengende Teil ist halt das täglich Brot...
Mir hat es geholfen, mich auf die schönen Momente zu konzentrieren, das Kuscheln beim Stillen, wenn er mich anlacht, wenn ich die "allertollste Mama von der Welt" bin, wenn wir als Familie etwas gemeinsam machen, wenn mein Mann und ich ihn beim Schlafen beobachten...

Es wird auch mit drei oder vier anders, ob besser, ist wohl Ansichtssache. Ich kann wieder alleine auf`s Klo, mein Kind beschäftigt sich auch mal alleine... Dazu kommen dann aber wieder andere Baustellen, beispielsweise, der Versuch, morgens pünktlich die Wohnung zu verlassen. Klappt besser und schlechter. Wenn Du wieder arbeiten gehst, wird es auch nochmal eine ganz andere Nummer.

Ich weiß, das hilft jetzt nicht sooo viel, aber Du hast doch gute Unterstützung: Zeit, abwechselnd Sport zu treiben oder zu schlafen...
Mein Mann kommt spät und unregelmäßig von der Arbeit, abends um 21 Uhr habe ich auch keinen Bock mehr auf Sport. Gemeinsame Unternehmungen ohne Kind? Extrem selten, aber das nehmen wir im Moment halt so hin, wird auch wieder anders werden, die Zeit vergeht (leider) so schnell.

Ein Kind bedeutet (viele) Kompromisse und man kann sich vorher nicht annähernd vorstellen, wie das Leben umgekremplet wird.

Gestern habe ich zu meinem Mann gesagt: "Ein bisschen vermisse ich die zeit, wo wir zwischen den Jahren gegammelt, Serien geguckt, Sport getrieben haben.." . Einfach mal wieder in den Tag gammeln und nicht auch an freien Tagen um halb sechs mit Kinderküssen geweckt werden zwinker

Kopf hoch, vielleicht sieht es in ein paar Tagen wieder anders aus (geht mir meistens so.) Mir hat es sehr geholfen, die ganze Situation einfach zu akzeptieren und nicht mehr zu hadern.

LG sanogo


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.19 13:31 von sanogo.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   mjuka
schrieb am 29.12.2019 13:37
Hej, komm mal auf den Arm

Das ist der Babyschock. ich dachte damals, ich sei bis ans Lebensende angekettet... Vielleicht ist auch eine kleine depressive Verstimmung bei dir mit ihm Spiel, sprich dazu ruhig mal deine Gyn an.

Das Wichtigste ist: Ja, jetzt ist es viel. Aber ich verspreche dir, es wird besser. Mir half es, jede schöne Situation bewusst wahrzunehmen, mich am Kleinen bewusst zu freuen und das Bilderbuch-Rosarot-Familienkitschbild zu verabschieden.

Familie ist Umsorgen. Familie ist Schlafmangel. Familie ist Freude. Familie ist Streit oder Diskussion. Familie ist Liebe. Familie ist Alltag. Bei jedem!!!!

Noch ein Tipp: Atme den Stress (oder das, was gerade am meisten nervt) bewusst ein. Atme die Freude dieser Welt um dich herum aus. dann umgibt sie dich. Das hilft in Stresssituationen!

Durchhaltevermögen und Freude am Kleinen wünscht dir
mjuka


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
avatar    bado8978
Status:
schrieb am 29.12.2019 15:57
Zitat
Istdasso


Hm, also ist die leichte Paarzeit nun endgültig vorbei?

Was macht ihr denn, um euch als Paar nicht zu verlieren oder wieder anzunähern?
Bei uns verhärten sich die Fronten irgendwie nur und wir entfremden uns immer mehr.

Wir halten es aus. Gemeinsame Paarzeit haben wir manchmal abends aber dann schauen wir einfach fern. Ich sage mir Mantra-artig, dass unsere Zeit wieder kommen wird. UND :im Winter sieht manche einfach schlimmer aus als es ist.

Was mir hilft :abwechseln machen mein Mann und ich getrennt etwas mit den Kids,sodass einer von uns beiden ein We oder länger ganz für sich hat. Das kommt zwar wegen Stillen IM MOMENT nicht für dich in Frage aber man muss ja auch keine Jahre stillen.
Wenn ich dann so ein we für mich habe, habe ich auch wieder kurzzeitig etwas mehr Kraft für meinen Mann. Ansonsten hilft bei uns wenn ichs noch zwinge /überwinden Sex und mit ihm zu haben.das gelingt mir natürlich mal besser und mal schlechter. Im ersten LJ hatten wir vllt 4x/Jahr Sex weil wir 2 Schreikinder hatte bzw eins schreit halt immer.

Ich kann nur sagen :einfach durchhalten. Irgendwann gibt es wieder schöne Momente, die man sich in schlechten Zeiten vor Augen rufen muss.
Ich würde sagen, dass bei uns meist alles irgendwie doof ist, manchmal ist es "ok" und selten "schön /toll". Aber wie schwer was wiegt bestimmt man am Ende jeden Tages selbst.
Manchmal ist unser Tag ab dem ersten Augen öffnen einfach nur grässlich. Dann ist die letzte Stunde vor dem Zubettgehen super und schon finde ich den ganzen restlichen Tag (der ja zeitmäßig überwog) gar nicht mehr so schlimm.

Am im Grunde haben viele Rest. Rosarote Brille absetzen und der Realität ins Auge sehen :das Leben mit Kind ist einfach hart und meistens scheiße.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   HulksMother
schrieb am 29.12.2019 16:12
Oft, nicht meistens. Man wird halt durch die Verantwortung für das Kind fremdbestimmt - und das ist man nicht gewohnt.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
avatar    bado8978
Status:
schrieb am 29.12.2019 16:45
Zitat
HulksMother
Oft, nicht meistens.

Das kommt wohl auf die Familie an. Bei uns trifft" meist "einfach eher zu als "oft". Schön wenn es bei anderen Familien eher "oft" ist.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   AnniStern87
Status:
schrieb am 29.12.2019 17:50
Lasst euch gesagt sein, es geht immer noch ne Schippe drauf und an die TE: Nein es wird nicht unbedingt besser aber anders.LOL
Wir gehen bald ins 3. LJ und wenn jetzt die letzten Zähne da sind mache ich 3 Kreuze aber hab natürlich tierisch Angst was danach kommen wird. Sie sind alle sau frech, hören nicht, lachen einen nur aus und testen 24/7 ihre Grenzen aus.Gute Nacht

Liebe Grüße
Anni

PS: Bin gerade am Ende, gesunde Kinder sind ja schon anstrengend aber kranke sind der Horror.....Ich hasse MDV!!! Bin nur am putzen und am waschen und hier quäken drei Kinder rum und nein es ist nicht wie 3 Geschwisterkinder im unterschiedlichen Alter. So wie man Zwillinge auch nicht vergleichen kann wenn eine Mutter erzählt sie hätte auch zwei Kinder und selbst wenn nur 1 Jahr dazwischen liegt. Das macht einen Unterschied!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.19 17:51 von AnniStern87.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   pmami
schrieb am 29.12.2019 18:44
Ja, Kinder - vor allem so lange sie klein sind - sind wahnsinnig anstrengend.

Im ersten Lebensjahr ist es normal, wenn sich alles um das Kind dreht. Wichtig ist nur, dass Ihr irgendwann Euch auch wieder nach dem jeweiligen Partner umdreht und ihn als Partner und nicht nur als Mitversorgers des Babys betrachtet. Sonst verliert Ihr Euch aus den Augen. Das heißt also, Ihr müsst Paarzeit einplanen. Das geht auch mit einem Kleinkind. Ihr könnt z.B. Euch auf eine Serie - ggfls über amazon prime oder netflix - einigen, die Ihr abends gemeinsam guckt. Dann könnt Ihr immer noch platt auf dem Sofa rumliegen aber Ihr habt trotzdem etwas gemeinsam gemacht. Ihr könnt, Oma, Tante, Freundin oder Babysitter engagieren, mal am Sonntag für zwei Stunden mit dem Baby draußen rumzulaufen. Mit einem Jahr kann man das auch einem anhänglichen Kind zumuten und Ihr habt mal zwei Stunden Paarzeit. Selbst wenn Ihr zuerst nichts anderes tut, als zu schlafen, ist es doch Erholung. Übernachtet am Wochenende mal als Familie bei Oma, Tante oder Freundin. Wenn Euer Kind von klein auf an diese Übernachtungen gewöhnt ist, wird es irgendwann in ein oder zwei Jahren auch alleine dort übernachten. und dann könnt Ihr ausschlafen! Fahrt gemeinsam mit Oma, Tante oder Freundin in den Urlaub. Dann habt ihr auch dort wenigstens stundenweise Entlastung. Geht mit Oma ins Schwimmbad, setzt die Oma mit dem Kind ins Babybecken und Ihr geht zusammen für eine halbe Stunde in die Sauna. Halbe Stunde Bespaßung durch Oma wird schon klappen und im Notfall seid Ihr ja nicht aus der Welt. Sucht Euch Freunde mit gleichaltrigen Kindern, mit denen Ihr gemeinsam Dinge unternehmen könnt.

bado: Wir haben schon einmal über dieses Thema geredet. So anstrenegend Kinder und gerade auch Zwillinge sind, sollte es nicht so sein, dass Du das Gefühl hast, die meisten Tage sind schreckliche, nur wenige sind überhaupt okay und ganz selten ist ein Tag mal schön. Das ist eine Umgebung, die auf Dauer nicht nur Dich unglücklich machen wird. Kinder brauchen neben vielen anderen Dingen auch emotional zufriedene Eltern. Diese emotionale Zufriedenheit verspürst Du offensichtlich schon lange nicht mehr und ich kann Dich nur bitten Dir um Deiner selbst willen und um Deiner Kinder willen dringend Unterstützung zu suchen.

Viele Grüße pmami


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
avatar    bado8978
Status:
schrieb am 29.12.2019 18:55
Zitat
pmami

bado: Wir haben schon einmal über dieses Thema geredet. So anstrenegend Kinder und gerade auch Zwillinge sind, sollte es nicht so sein, dass Du das Gefühl hast, die meisten Tage sind schreckliche, nur wenige sind überhaupt okay und ganz selten ist ein Tag mal schön. Das ist eine Umgebung, die auf Dauer nicht nur Dich unglücklich machen wird. Kinder brauchen neben vielen anderen Dingen auch emotional zufriedene Eltern. Diese emotionale Zufriedenheit verspürst Du offensichtlich schon lange nicht mehr und ich kann Dich nur bitten Dir um Deiner selbst willen und um Deiner Kinder willen dringend Unterstützung zu suchen.

Viele Grüße pmami

Amen!
So übers Internet kann man Situationen und Personen schlecht einschätzen. Schön, wenn du so eine emotional ausgeglichen Mutter bist. Herzlichen Glückwunsch. Das sind nicht alle und das wird auch keine "professionelle Hilfe" der Welt ändern. Das ändert die Zeit. Manchmal nur kurz (Winter /Sommer) in bestimmten Problemen, manchmal Jahre (Bsp durchschlafen).


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   pmami
schrieb am 29.12.2019 19:11
Nein, ich bin ganz sicher keine emotional ausgeglichene Mutter. Deshalb habe ich mir Hilfe gesucht und angenommen.

Viele Grüße pmami


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   la miga
schrieb am 29.12.2019 19:44
Zitat
bado8978
und der Realität ins Auge sehen :das Leben mit Kind ist einfach hart und meistens scheiße.

Wie war die Fanta-Werbung? Spaß ist, was ihr draus macht oder so. Und Scheiße ist auch, was man draus macht. Keine Ahnung, ob ich mich verständlich ausdrücke, aber ich finde das, was du hier von dir gibst, mal wieder sowas von hart und auch völlig daneben, objektiv betrachtet, dass man nur annehmen kann, dass es dir subjektiv gefühlt so sch..... geht, dass du sowas sagst.

Wenn das im Prinzip seit der Geburt deiner Kinder deine ehrliche Meinung ist, gehe ich nicht davon aus, dass du diese Lebenseinstellung von Familie mit Kind an deinen Kindern vorbei transportieren kannst.

Du hast hier ja sehr ausführlich erläutert, warum eine Trennung nicht infrage kommt. Und bei vielem, was du konkret dazu sagst, kann man ja auch noch nicken und sagen, ja, klar würden Kinder unter einer Trennung leiden, klar wäre das alles andere als toll erstmal. Natürlich hätte man dann nochmal ganz andere Herausforderungen zu stemmen.

Ich bin keine Psychologin, aber wir haben ja genug davon hier, ABER ich kann mir echt nicht vorstellen, dass deine Kinder emotional viel Gutes aus ihrer Kindheit mitnehmen, wenn ihre Mutter das Leben mit Kindern einfach nur sch.... findet, und das seit Jahren. Überleg bitte mal, was das mit deinen Mädchen macht.

Nein, ich bin wie wohl jeder hier keine Übermutter, ich kenne wie fast jede hier Gefühle von Überforderung , Stress in Dauerschleife, und ich bin auch dafür, dass man sich eher der Realität annimmt und daraus das Beste macht anstatt irgendwelcher sozialromantischer Ideale hinterherlaufen. Aber wenn die Realität einer Familie ist, dass das Leben mit den Kindern meistens scheiße ist, dann stimmt irgendwas nicht. Denn das ist nicht NORMal, das liegt nicht mehr in der Norm, das kann für Kinder nicht gesund sein. Es kann sein, dass du so fühlst - aber dann solltest du es dabei echt nicht belassen. Es ehrt dich, alle Argumente gegen eine Trennung aufzuführen , aber als Familie zwar unter einem Dach zu leben, aber alles nur scheiße zu finden, ist seelischer Raubbau an deinen Kindern. Ich würde sogar sagen: Dann geh besser, es gibt auchVäter, die auch ohne Psycho-Aupair nach dem ersten Trennungsschock gut klarkommen und vielleicht nochmal eine Frau kennenlernen, die den Kindern eine Mutter sein kann, die in erster Linie an Liebe und nicht an Scheiße denkt.



TE: Es wird schon besser. Ich denk, ihr seid noch im ersten Baby-Schock. Es tröstet dich vielleicht nicht, aber von den Paaren, die ich so gut kenne, dass man über sowas redet, weiß ich, dass das mehr oder weniger bei ALLEN so war. Ein Baby verändert alles. Man stellt sich die Intensität vorher so nicht vir. Und Schlafmangel macht traurig und aggressiv. Das wird aber so nicht bleiben. Das Kind wird älter, und das Kind wird es einen Dreck interessieren, ob es "Essen erforschen" darf oder nicht - oder sagen wir mal so, dafür würde ich sicher nicht mehr den Krach des Tages vom Stapel brechen.


  Re: Baby-Beziehungs-Frust
no avatar
   HulksMother
schrieb am 29.12.2019 20:03
Wenn man nicht total zen und ausgeglichen ist, dann sind Kinder einfach ein Garant für auf und ab. Gestern hat mich mein dreijähriger Wildling überglücklich nach 48 Stunden Trennung angestrahlt wie 10 000 Weihnachtsbäume und ich wollte ihn vor Glück nie wieder loslassen... heute nach einem Terrortag, wie ihn nur Dreijährige hinbekommen, hätten wir ihn an die Wand tackern können und sind uns mit einem high five lachend vor Erleichterung in die Arme gefallen, als das Kind im Bett lag und Ruhe einkehrte. Es ist trotz des Chaos und der Erschöpfung schön und normal in seiner Verrücktheit.




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