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  - erledigt
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  gelöschter User
schrieb am 18.09.2019 10:18
Erledigt


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.19 09:04 von Lavendelzweig.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  berlink
Status:
schrieb am 18.09.2019 10:31
Hingehen.

Es tut sicher weh, diesen Prozess mitzubekommen, diese enorme Veränderung. Jede freundliche Zuwendung halte ich für richtig. Es ist sicher nicht leicht, ...., aber wenn Du wegen der Schwangerschaft nicht hingehen willst, dann wären es ja die nächsten Monate so. Und dann nicht wegen des Babys... .

Ich bin sehr froh, dass ich das mehrere Jahre bis zuletzt, tatsächlich bis zuletzt (und mit dem gerufenen Notarzt abgesprochen habe, dass es keine Verlegung mehr gibt und wir sie gehen lassen - mit fast 94), getan habe. Ich habe meiner Oma so viel, so viel zu verdanken, ich wollte hingehen/sie zu uns holen (war grad quasi ueber die Strasse), egal ob sie mich erkannt hat oder sie sich überhaupt nicht mehr verbal artikulieren konnte.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.19 15:07 von berlink.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  gelöschter User
schrieb am 18.09.2019 10:37
...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.19 09:04 von Lavendelzweig.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 18.09.2019 10:59
Liebe Lavendelzweig,

es ist verdammt schwer, diesen Prozess des Verfalls hautnah mitzuerleben / miterleben zu müssen.

Wovor hast du denn am meisten Angst? Wäre es dir vielleicht geholfen, vor einem Besuch im Pflegeheim anzurufen und nachzufragen, ob deine Oma grade einen guten Tag hat?

Alles Gute!


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  Re: Besuch im Pflegeheim
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  HulksMother
schrieb am 18.09.2019 11:04
Sie ist immer noch Deine Oma. Demenz macht die Menschen wieder zu Kindern. Sie hat dich geliebt und umsorgt, als du es noch nicht verstanden aber gespürt hast. Und so wird sie es auch spüren. Ich habe eine 94 jährige hochdemente Oma die wir immer besuchen. Und sie freut sich jedes mal, auch wenn sie uns nicht mehr erkennt. Besonders freut sie sich über ihren 2,5jährigen Urenkel. Und für ihn sind alle Erwachsenen irgendwie seltsam. Sie macht ihm keine Angst und er hat keine Scheu oder Ekel, so dass wir unsere Gefühle ganz gut hinter ihm verstecken können.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  gelöschter User
schrieb am 18.09.2019 11:04
...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.19 09:05 von Lavendelzweig.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  Solani2
Status:
schrieb am 18.09.2019 11:06
Die Situation ist nicht einfach, denn die Oma die du kanntest gibt es nicht mehr (immer). Ich würde sie trotzdem besuchen, aber nicht deine Oma, sondern die Person, die jetzt im Körper deiner Oma steckt und die auch Zuwendung verdient, weil sie ja mal deine Oma war ... ich hoffe, ich konnte das verständlich ausdrücken. Vielleicht hast du auch Glück, und "erwischst" sie in einem guten Moment. Ich war zwar relativ oft bei meiner Oma, als es zu Ende gegangen ist, aber ich denke heute noch oft, dass ich sie eigentlich noch öfter besuchen hätte können. So kannst du dich auch von der Oma verabschieden, die es nicht mehr (oder nur noch manchmal) gibt. Weil meistens geht es mit Demenz sehr schnell bergab. Also ich würde sie also eher früher als später besuchen.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  henriette
schrieb am 18.09.2019 11:10
Ich bin zur Zeit etwa einmal die Woche zu Besuch in einer Pflegestation, wobei ich dort keinen dementen Bewohner besuche. Ok, dieses Heim ist qualitativ super, das heißt, die ganze Atmosphäre ist sehr angenehm, die Pfleger freundlich und zugewandt. Aber unabhängig davon, ich würde hingehen, es ist wahrscheinlich weniger schlimm als du es dir jetzt vorstellst. Alles Gute.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  gelöschter User
schrieb am 18.09.2019 11:14
....


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.19 09:05 von Lavendelzweig.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  HulksMother
schrieb am 18.09.2019 12:07
Das hatte meine Oma auch eine Zeit lang, bis die Medikamente besser eingestellt wurden.
Demenz ist so schwer zu ertragen für Angehörige, aber ich hab für mich entschieden, diesen Teil des Lebens meinem Kind nicht vorzuenthalten, aus einem Schutzgefühl heraus. Es sei denn, er will es nicht. Meine Eltern haben mich als Kind nicht zu meinen anderen Großeltern im Pflegeheim mitgenommen. Und ich habe bis heute das Gefühl, dass ich mich nicht von den Großeltern verabschieden konnte, bei denen ich die ersten 6 Jahre oft war. Aber das muss jeder selbst wissen, welche Emotionen man ertragen kann. Die Grenzen sind zu persönlich.

Ich denk mir aber auch, die Wahrscheinlichkeit, selber mal dement zu sein, die ist hoch. Und da hoffe ich, dass die Menschen, die mich lieben, mich auch noch besuchen, wenn ich verrückt bin.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  Hamamelis71*
schrieb am 18.09.2019 15:20
Als ich mit meinem Sohn schwanger war, musste meine Oma plötzlich ins Altersheim. Meinen Sohn konnte ich allerdings immer mitnehmen, so einmal in der Woche, sie war klar bis zum Schluss, nur klapprig und später bettlägerig. Mein Sohn war gerne dort.

Allerdings nicht vergleichbar mit Eurer Situation. Keine Ahnung, was ich Dir raten soll.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  *nepi*
schrieb am 18.09.2019 15:41
Mein Opa ist auch dement. Dennoch nehme ich meine Kinder zu Besuchen mit.
Man man kann ja in dem Alter der Kinder auch schon ganz schön viel erklären.

Ich wünsche und hoffe, dass meine Kinder einfach mit der Selbstverständlichkeit aufwachsen, dass man sich um seine Familie kümmern sollte. Auch und gerade wenn es nicht so einfach ist.



Wenn deine Oma bettlägrig ist, ist ihr Potential an Aggression ja hauptsächlich auf verbale Attacken begrenzt.Sicher wird es besser, wenn man regelmäßig hingeht und nicht nur das eine mal, um das Gewissen zu beruhigen.
Viel Erfolg und
LG


  Re: Besuch im Pflegeheim
avatar  sanogo
Status:
schrieb am 18.09.2019 18:03
Hallo,

ich würde auch hingehen. Ich kann berllinks Beitrag nur unterschreiben.

MIR geht es in solchen Situationen zudem so, dass ich das Gefühl habe, an ihnen zu wachsen. Ich versuche am Prozess "teilzuhaben" um mich auch gedanklich von den Angehörigen zu verabschieden. (Also während ich quasi den Weg mit ihnen versuche zu gehen.)

Ich kann es leider nicht vernünftig ausdrücken, ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

LG und alles Gute

sanogo


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  blackmoon
Status:
schrieb am 18.09.2019 20:34
Und nun komme ich und haue in eine andere Kerbe 😅

Meine Oma war auch dement. Dies kam eigentlich sehr langsam, aber nach diversen gesundheitlichen Einschnitten ging es auf einmal rasend voran.
Für mich war es schrecklich meine Oma so zu erleben. Sie hatte mich mit großgezogen, da meine Mutter schon sehr schnell nach meiner Geburt wieder arbeiten gehen musste. Meine Oma war überall bekannt und beliebt. Sie war bei meiner Geburt gerade mal 50 und war in sehr vielen Vereinen aktiv. Sie war eine unglaublich tolle Frau, zu der ich immer aufgeblickt habe.
Als die Demenz weit fortgeschritten war, kam ich mit der Situation überhaupt nicht zurecht. Meine Oma wusste nicht mehr, wieviele Enkel sie hat (waren schon immer nur zwei - mein Bruder und ich). Sie wusste kaum noch etwas von mir oder über mich. Das war und ist sogar noch schrecklich für mich. Sie ist vor 4 Jahren gestorben und egal wie sehr ich mich anstrenge, das erste woran ich denke, wenn es um meine Oma geht, ist die schreckliche Zeit am Ende. Es hat mich sehr getroffen und ich wünschte, ich hätte sie niemals so erlebt.

Für viele mag das unverständlich sein, aber so bin ich nunmal. Ich kann damit in der Familie nicht umgehen. Und ich weiß wie es eigentlich geht, denn als Krankenschwester gehe ich seit über 20 Jahren mit Demenzkranken um - die sind aber nicht meine über alles geliebte Oma !!! Ja, ich sah es auch so, dass ich es ihr schuldig bin, aber von meinen Besuchen hatte sie nichts mehr, sie hat sich über ihre Lieblingspflegerin mehr gefreut als über mich. Sicher war dies der Krankheit geschuldet, in meinem Job sehe ich das ja auch so, aber wenn es einen persönlich betrifft, kann nicht jeder rational denken und reagieren.
Ich möchte es nicht so sehen, aber was kann ich gegen mein Innerstes tun ?!? So bin ich und ich versuche immer durch Fotoalben mich an meine Oma zu erinnern, damit ich diese letzte Zeit verdrängen kann.

Sicher geht jeder damit anders um, darum wollte ich lediglich erzählen, wie es mir mit einer sehr ähnlichen Situation ergeht/erging. Ich möchte keine Ratschläge oder Tipps schreiben.

Wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute !!!

Ganz liebe Grüße bm

P.S. meine andere Oma, zu der ich lange nicht eine solch enge Bindung hatte, war an Alzheimer erkrankt, da hatte ich überhaupt kein Problem damit, sie so zu erleben und sie im Pflegeheim zu besuchen. Sie hielt sogar meinen Bruder mal für meinen Mann... das hat keinen von uns beiden wirklich getroffen. Und diese Situation war nur 2 Jahre vorher...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.19 20:38 von blackmoon.


  Re: Besuch im Pflegeheim
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  Hamamelis71*
schrieb am 18.09.2019 22:14
Na ja und man muss ehrlicherweise auch an die Schwangerschaft denken. Die Gefühlslage ist dann oft eine andere, das Kind müsste wegorganisiert werden und das Ansteckungsrisiko ist ja auch nicht immer ohne. Die Heimleitung hat mir damals empfohlen, dass ich den Seiteneingang nehme. Meine Oma hatte ein Zimmer in einem anderen abgelegenen Bereich, da waren nur 3 Zimmer.

Auch später mit Baby war das sehr angenehm. Als er größer war, sind wir dann auch mal auf Entdeckungsreise durchs Heim. Aber irgendwann war er dann derjenige, der Infekte hätte übertragen können. Da habe ich ihn ferngehalten, damit er niemand ansteckt. Meist sind wir dann auf der Außenterrasse gewesen mit Bobby Car o. ä. zur Freude der Bewohner. Aber meine Oma hat alles noch mitbekommen.

Meine andere Oma ist schon länger tot, da habe ich aufgrund der Entfernung nicht viel von der Demenz usw mitbekommen.

Die Omas meines Mannes waren auch nicht dement. Da sind Besuche tatsächlich einfacher




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