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  Re: Geschwisterstreit M&V
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  himbeere
schrieb am 13.09.2019 11:01
Auch wenn das schwierig ist: Ich würde die Kinder ganz klar noch viel mehr trennen. Ich habe ja auch Zwillinge, und ständiges Aufeinanderhängen war da schon immer schwierig. Zum Glück haben wir das nach einem Jahr Krippe bereits gemerkt und sie dann gleich im Kindergarten getrennt. Schon am ersten Tag berichteten sie sich gegenseitig stolz, wie das in ihren jeweiligen Gruppen läuft. (Heute gehen sie sogar auf zwei verschiedene Gymnasien, haben verschiedene Hobbies und Freundeskreise - dadurch verstehen sie sich dann aber in ihrer gemeinsamen Zeit auch - meistens - wirklich gut.)

Wenn das, wie bei euch, nicht geht, dann würde ich zumindest am Nachmittag das Ganze so weit wie möglich entzerren. Also Freundinnen und Freunde einladen, etwas unternehmen, wo andere Kinder dabei sind, die Kinder einzeln zu Freundinnen bringen usw. Einfach darauf achten, dass sie nicht dauernd nur auf sich angewiesen sind. Das ist bei zwei sehr verschiedenen Charakteren einfach zuviel.

Wenn sie etwas älter sind und sich besser ausdrücken können, kannst du dann die Konflitksituationen auch richtig mit ihnen besprechen. Also sie fragen, wie es ihnen denn mit dem dauernden Streit geht, und sie selbst Vorschläge machen lassen, wie sie das vermeiden können. Das haben wir ab und zu ganz erfolgreich mit unseren Dreien gemacht, aber da waren sie schon etwas älter. Wir haben dann richtige Vereinbarungen getroffen und uns alle bemüht, dass die eingehalten werden (z.B. Anklopfregel, wenn man das Zimmer der anderen betritt, sich nach einem Streit gegenseitig für x Stunden in Ruhe lassen, es gab eine Zeitlang sogar Zahnputzzeiten für jeden, damit sie nur nacheinander im Bad waren usw.- hier ist Kreativität gefragt!)

Aber für's Erste: Verstehen, dass die Mädchen wirklich noch sehr klein sind und NICHT aus Boshaftigkeit Hauen und Haare ziehen, sondern aus Mangel an Alternativen. Auch den Perspektivenwechsel können sie einfach noch nicht, das müssen sie erst lernen, dass der Schwester das Haareziehen genau so weh tut wie ihnen selbst. Und die Situationen entzerren so oft es irgendwie geht. Die eine backt mit dir Kuchen, die anderen malt. Nach einer halben Stunde wird getauscht. Die eine darf zu einer Freundin, die andere geht mit dir einkaufen. Das nächste Mal anders herum.

Geschwister haben sich einander ja nicht ausgesucht, sondern sind eine Zwangsgemeinschaft. Das ist nicht einfach und dafür braucht es ganz viel Verständnis von den Eltern!! Zumal, wenn diese selbst Einzelkinder waren und das Bild haben, dass Geschwister doch froh und glücklich sein müssten, dass sie einander haben, und liebevoll und harmonisch miteinander auskommen müssten. Das ist leider nicht so, sondern Geschwister haben ist auch echt anstrengend, nicht nur für die Eltern.


  Re: Geschwisterstreit M&V
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  Solani2
Status:
schrieb am 13.09.2019 11:48
Himbeere, das hast du wirklich sehr schön beschrieben. Meine Schwester ist nur knapp ein Jahr älter als ich. Ich kenne das Gefühl, dass man im Auto hinten rechts sitzen will, einfach nur, weil die Schwester dort immer sitzt. Oder das man die Lieblingspraline der Schwester will, obwohl sie eigentlich eklig schmeckt. Einfach, damit sie sie nicht bekommt. Das ist der härteste Konkurrenzkampf, den man sich nur vorstellen kann und wenn eine petzen geht, bekommt sie natürlich gleich nochmal eine drauf. Ich liebe meine Schwester innig, aber ich habe sie oft leidenschaftlich gehasst. Meine Eltern haben den Konkurrenzkampf nie geschürt, das ist das Wichtigste.
bado, spätestens nach der Pubertät sollte es besser werden ...


  Re: Geschwisterstreit M&V
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  berlink
Status:
schrieb am 13.09.2019 12:44
Ja, es ist leider bei manchen Kindern normal, dass es Streit, und zwar richtig, gibt. Ist furchtbar nervig, aber je nach -vererbtem- Temperament und nach Gehirnreife und damit der Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, Frustrationen auszuhalten usw. ist ihnen Verhalten xy möglich.

Im übrigen, wenn man hier Deine Zeilen als Grundlage nimmt, dann gelingt Dir der Perspektivenwechsel zumindest aktuell auch nicht. Es scheint Dir schwer zu fallen, Dich wirklich auf die Entwicklungsstufe der Kinder zu begeben. Hast Du Bücher, wo beschrieben ist, was ein Kind mit 3 tatsächlich leisten kann? Das, was Du verlangst, können sie rein biologisch meist nicht. Du verlangst, V soll bitte schreiben, dabei kann sie gerade mal den Stift halten.
Wie kommst Du nur auf die Idee, dass V, wenn Du rein gehst, NICHT M hauen wird, weil Du das gesagt hast, wobei Du ja schon mit der Erwartungshaltung den Garten Richtig Haus verlässt, dass sie wieder etwas Ungewünschtes anstellen wird. Und zack, wird Deine Erwartung bestätigt. V ist in der Täterrolle und M in der Opferrolle gefangen, wenn sie ständig wegen jedem Haarziehen bei Dir hockt. Sie erlernt damit, sie ist hilflos, nicht selbstwirksam.

Es wurden Dir ja nun schon seitenlang Empfehlungen gegeben, Bestätigungen, dass es schwierig ist, Ansätze, wie man das Verhalten der Mädchen noch sehen könnte, anders einschätzen könnte, und ich finde es auch gut und mutig, dass Du Dich hier so exponierst und Dir auch Manches anhören musst. Aber hier, im virtuellen Raum, gibt es einfach viel engere Grenzen der Hilfsmöglichkeit. Ich frage mich, welchen Punkt Du erreichen musst, was passieren muss, damit Du adäquate Unterstützung für Dich und für die Kinder in Anspruch nehmen kannst. Wann wirst Du zu einer Erziehungsberatung, zu einer Psychologischen Beratungsstelle für Erwachsene bzw. Kinder und Jugendliche gehen oder zu einem SPZ oder reinweg den Kinderarzt fragen, wo Ihr Euch hinwenden koennt, weil DU bzw. Ihr nicht mehr weiter wisst. Meines Erachtens ist, Deinem Gesagten nach zu urteilen, der Punkt schon längst erreicht. Du schätzt das offenbar anders ein und denkst, V und M haben jede Menge Resilienz und werden das alles wegstecken. Oder es ist Dir egal, was aus ihnen wird.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.19 16:33 von berlink.


  Re: Geschwisterstreit M&V
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  Joaninha
schrieb am 13.09.2019 15:40
Zitat
berlink
Ja, es ist leider bei manchen Kindern normal, dass es Streit, und zwar richtig, gibt. Ist furchtbar nervig, aber je nach -vererbtem- Temperament und nach Gehirnreife und damit der Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, Frustrationen auszuhalten usw. ist ihnen Verhalten xy möglich.

Im übrigen, wenn man hier Deine Zeilen als Grundlage nimmt, dann gelingt Dir der Perspektivenwechsel zumindest aktuell auch nicht. Es scheint Dir schwer zu fallen, Dich wirklich auf die Entwicklungsstufe der Kinder zu begeben. Hast Du Bücher, wo beschrieben ist, was ein Kind mit 3 tatsächlich leisten kann? Das, was Du verlangst, können sie rein biologisch meist nicht. Du verlangst, V soll bitte schreiben, dabei kann sie gerade mal den Stift halten.
Wie kommst Du nur auf die Idee, dass V, wenn Du rein gehst, NICHT M hauen wird, weil Du das gesagt hast, wobei Du ja schon mit der Erwartungshaltung den Garten Richtig Haus verlässt, dass sie wieder etwas Ungewünschtes anstellen wird. Und zack, wird Deine Erwartung bestätigt. V ist in der Täterrolle und M in der Opferrolle gefangen, wenn sie ständig wegen Jedem Haarziehen bei Dir hockt. Sie erlernt damit, sie ist hilflos, nicht selbst wirksam.

Es wurden Dir ja nun schon seitenlang Empfehlungen gegeben, Bestätigungen, dass es schwierig ist, Ansätze, wie man das Verhalten der Mädchen noch sehen könnte, anders einschätzen könnte, und ich finde es auch gut und mutig, dass Du Dich hier so exponierst und Dir auch Manches anhören musst. Aber hier, im virtuellen Raum, gibt es einfach viel engere Grenzen der Hilfsmöglichkeit. Ich frage mich, welchen Punkt Du erreichen musst, was passieren muss, damit Du adäquate Unterstützung für Dich und für die Kinder in Anspruch nehmen kannst. Wann wirst Du zu einer Erziehungsberatung, zu einer Psychologischen Beratungsstelle für Erwachsene bzw. Kinder und Jugendliche gehen oder zu einem SPZ oder reinweg den Kinderarzt fragen, wo Ihr Euch hinwenden kannst, weil DU bzw. Ihr nicht mehr weiter wisst. Meines Erachtens ist, Deinem Gesagten nach zu urteilen, der Punkt schon längst erreicht. Du schätzt das offenbar anders ein und denkst, V und M haben jede Menge Resilienz und wird das alles wegstecken. Oder es ist Dir egal, was aus Ihnen wird.

Da unterschreibe ich. Uneingeschränkt.


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  Re: Geschwisterstreit M&V
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  pmami
schrieb am 13.09.2019 17:41
Du hast in deinem zweiten Beitrag geschrieben, das du nicht weißt, warum V. ihre Schwester an den Haaren zieht etc.

Ich glaube, dass V. wütend ist. Sehr wütend. Und zu recht wütend. Natürlich hat M. die Wut nicht verursacht. M. ist einfach nur greifbar und naheliegend als Blitzableiter oder Punchingball.

Viele Grüße pmami


  Re: Geschwisterstreit M&V
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 13.09.2019 23:29
Zitat
pmami
Du hast in deinem zweiten Beitrag geschrieben, das du nicht weißt, warum V. ihre Schwester an den Haaren zieht etc.

Ich glaube, dass V. wütend ist. Sehr wütend. Und zu recht wütend. Natürlich hat M. die Wut nicht verursacht. M. ist einfach nur greifbar und naheliegend als Blitzableiter oder Punchingball.

Viele Grüße pmami

Das sehe ich genauso !


Mensch die V tut mir wirklich leid. Eure Situation ist schon länger so.

Weißt du mein Hase hat auch viel später gesprochen wie die Maus, die Maus war immer schneller und viel weiter , verständnisvoll und aufmerksam was die Gefühle anderer betrifft.

Der Hase hat ( immer noch aber viel besser jetzt ) ein Problem mit der Impulskontrolle.
Er hat später geredet wie viele seiner Kindergartenkinder.

Jetzt rate mal wer bei uns viel mehr schlägt ?
Klar wurde es besser. Klar musste Maus sich nicht alles gefallen lassen, aber ganz ehrlich die Maus weiß gaaaaaanz genau dass er so ist und oft nutzt sie es aus.
Daher bitte bitte bitte lerne was deine Kinder und Vorallem V leisten kann ! Du erwartest Verhaltensweisen die kann eine Dreijährige nicht erfüllen. Uns selbst wenn es M kann, V ist ein anderer kleiner Charakter !

Gib V Möglichkeiten ihre Wut auszurücken !
Bei uns half das Spiegeln sehr gut , „du bist wütend, wütend weil ...“ mit den Beinen feste aus den Boden stampfen!

Mit dem Streit untereinander regeln lassen meine ich übrigens die Streiterin die entstehen und du ( und bitte sei ehrlich zu dir ) diese nicht mitbekommst , und nur weil M kommt und „petzt“ mitbekommst.
Ehrlich da bist du ganz schön schnell in einer Falle!

Heute folgende Situation, meine sind beide auf der Straße zum Seilspringen. Ich höre Maus wie sie rein kommt weint ... ich frage was los sei... der Hase hätte sie mit dem Seil gehauen...
direkt hinter ihr her stampft der kleine Wüterich.
Zurecht (!) wütend , die Maus hat ihm etwas gesagt was nicht stimmte , es war allerdings für ihn offensichtlich dass sie lügt. Bzw es war ein blödes Missverständnis, ich konnte das gleich klären.

So dennoch hat er die Impulskontrolle noch nicht ganz im Griff und ihr weh getan , ja darüber habe ich mit ihm geredet ! Aber ohne dass sie es mitbekommt !
Was nämlich nicht förderlich ist einem Wüterich noch zusätzlich den Rost runter zu machen vor der Schwester.
Ich habe ihn gefragt warum hast du das getan, seine Antwort war - ich war wütend auf die Maus weil sie gelogen hat ! ( das kann deine 3 jährige nicht artikulieren!!!! )
Wir haben dann besprochen das es nicht ok ist die Wut so auszudrücken, er soll bitte nächstes mal wieder tiiiiief durchatmen ( das Fussstampfen haben wir auf Rücksicht der Eigentümer unter uns ausgetauscht mit tiiiiiiiiieeeeeffff einatmen ) aber sowas komplexes kann ich halt nur von nem 6 jährigen erwarten.

Auslöser war also die Maus! Nicht der Hase auch wenn seine Reaktion nicht richtig war.
Mit der Maus habe ich auch unter vier Augen gesprochen , denn sie weiß genau wie man ihren Bruder triggern kann, das nutz sie auch oft aus.
Und das wird genauso besprochen denn dass ist zwar keine körperliche Gewalt aber hinterhältig und ist genauso falsch.

Wie würdest du dich fühlen wenn du immer und immer wieder die böse bist ?!




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