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  Re: Kindsvater macht was er will
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 03.09.2019 21:58
ich finde, Hamamelis hat mit dem Begriff Prinzipienreiterei schon irgendwie recht. Du möchtest bestimmte Dinge so und nicht anders: es muss ein Reborder sei; er muss erreichbar sein (nein, dass mit dem Sitz erklärt den Wunsch nach Erreichbarkeit nicht) - die hier von dir genannten Beispiele. Letztlich hat er in diesen zwei Dingen im Generellen die Sicherheit nicht gefährdet: es gab einen für das Kind geeigneten Sitz, der besser eingestellt hätte sein sollen (war nur die Kopfstüze zu hoch (das dient, so weit ich weiß hauptsächlich der Bequemlichkeit) oder war der Gurt zu lasch?); er bringt das Kind zur vereinbarten Zeit zurück und ist in der Zeit selbständig für die Erziehung zuständig. Nun hat das dir nicht gepasst. Wie schon angedeutet, ist nicht so klar, warum, gerade in Bezug zur Erreichbarkeit, und du hast weiter Ansprüche gestellt. Der Vater kam diesen sogar nach. Blöderweise hat er dann jedoch angefangen, damit das Kindeswohl zu gefährden (Sitz) bzw. nicht mehr gerecht zu werden (wenig Zeit). Ich überlege also, ob es nicht besser gewesen wäre, das nicht ganz ideale zu akzeptieren anstatt es zu verschlimmbessern.
Dass er seine Fehler, die entstanden sind, weil er deine Wünsche umsetzte, nicht einsehen will, ist eine doofe menschliche Eigenschaft. Wer macht das schon gerne?
Und da wäre ich bei dem Gedanken von pmami: du lässt ihn durch deine Ansprüche gar nicht dazu kommen, eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen, denn du willst (noch immer?), dass er es so macht, wie du es für richtig hältst. Aber wie jeder Vater muss er seinen Weg finden, um mit dem Kind umzugehen - und das bedeutet eben nicht, dass er genau das macht, was du willst. Du bist da einfach nicht in der Rolle der getrenntlebenden Eltern, sondern du bist noch immer in der Rolle des sich durchsetzenwollenden Partner. Und ich frage mich, inwieweit die Streitereien dadurch entstehen, dass ihr den anderen nicht einfach machen lassen könnt, sondern eure Vorstellung durchdrücken wollt.

Dein Ex hat nicht die Erfahrung mit dem Kind. Warum auch immer. Es spielt tatsächlich keine Rolle mehr. Aber er muss sie jetzt halt machen. Alleine. Also überlege doch bei den Streitereien, ob es einfach deswegen so ist, weil du es nicht so machen willst oder ob da jetzt wirklich das Kind gefährdet ist. Und nein: ein Kind in einem klassischen Autositz ist keine Kindeswohlgefährdung. Das ist Prinzipienreiterei.


  Re: Kindsvater macht was er will
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  Hamamelis71*
schrieb am 03.09.2019 22:32
Uschel, wenn er so unzuverlässig ist, dann musst Du ihn an die Hand nehmen wie ein kleines Kind und zukünftig freundlich kontrollieren oder korrigieren, was er tut

Eine Bekannte ärgert sich auch oft über den Ex Partner. In solchen Momenten erinnert sie sich daran, warum sie mit diesem Mann Kinder haben wollte. Und bei Euch war es ja sogar eine Kinderwunschbehandlung. Das macht man doch als Paar nicht einfach so und erst recht nicht, wenn man der Meinung ist, dass der Partner nicht als Vater geeignet ist. Irgendwann fandest Du den Vater Deiner Tochter als Vater geeignet. Ihm fehlt natürlich die Routine und die Übung mit dem Kind. Aber das Kind wird älter und er kann irgendwann ggfs mehr mit ihr unternehmen.

Es bleibt Dir also nichts weiter, als irgendwie das Beste aus der Situation zu machen. Schau mal, ob es bei Euch eine Gruppe für Alleinerziehende gibt.

Neulich durfte ich die Abholsituation von einem Freund meines Sohnes erleben, die Mutter tat mir leid, der Junge (13) auch, aber die Mutter blieb ruhig und regulierte den Vater runter, so dass sich die Situation entspannte. Ihr hilft die Gruppe für Alleinerziehende, da bekommt sie interessante Aspekte.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.19 22:38 von Hamamelis71*.


  Re: Kindsvater macht was er will
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 03.09.2019 23:39
Hallo,
vorab ich bin auch alleinerziehend , und auch ich gehe nicht konform mit dem wie mein Ex erzieht.

ABER, er ist der Vater er hat erstmal nicht mehr oder weniger Rechte wie ich.
Ich kann mit dem Mann dennoch kaum mehr ein Gespräch führen auf dem er nicht auf Angriff gepolt ist und so kommt es mir leider auch bei dir vor.

Ja dein Ex ist nicht perfekt , dennoch sieht das JA keine Gefährdung für dein Kind.
Die Situation mit den Kindersitz hast du ein bisschen selber provoziert bzw er wollte es dir recht machen und hat aus Unwissenheit den Sitz umgedreht ... das dies falsch ist ist klar, aber ich komm da jetzt nicht drum rum um mir vorzustellen dass du da schon sehr dominant bist.

Warum gibts du ihm nicht dein Sitz?

Geh nicht auf die persönliche Ebene versuche aus der Sachebene zu kommunizieren!

Zum Thema Erreichbarkeit, du hast ihn geblockt und erwartest dass er dich aber dennoch meldet, ok er hätte anrufen können ! Aber ehrlich mein Ex Blockt mich au andauern auf WA ich telefoniere ihm bestimmt nicht hinterher!

Aber auf der anderen Seite sollte er dann für dich erreichbar sein wenn er die Kleine hat ?! Du gibts sie ihn nicht mit !!??

Warum wird alles hier auf dem Rücken der kleinen ausgetragen ?! Die bekommt das mit , kein Wunder kann sie keine Bindung aufbauen.

Wie gesagt Tipp von mir, alles auf der Sachebene klären. Er hat in deinen Augen den falschen Sitz gibt ihm deinen Reboarder.

Das mit dem erreichbar sein finde ich schwierig , denn was erwartest du? Willst du ihm in der Zeit wo er die kleine hat anrufen ?
Wenn was ist wird er sich bei dir melden ! Deine Nummer hat er !
Wenn er nicht erreichbar sein will bringt Dir auch seine Nummer nichts , dann macht er das Handy aus !

Versuche bitte deiner Tochter zu liebe neutral mit ihm zu reden und ihm die Chance zu geben mal in die Vater Rolle rein zu kommen !


  Re: Kindsvater macht was er will
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  Ju.ma.
schrieb am 04.09.2019 07:42
Ich habe die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, aber Deine Beispiele hören sich für mich - ganz ehrlich - schon so an, als möchtest Du ihn gerne dabei „ertappen“, dass er irgendwas falsch macht.
Vielleicht solltest Du da doch nochmal in Dich gehen und Dich bei jeder Aktion/Reaktion fragen, ob sie jetzt wirklich die physische oder psychische Gesundheit eurer Tochter gefährdet und wie Du Dich einem unbeteiligten Dritten gegenüber verhalten würdest. Dem hättest Du doch bestimmt Deinen Sitz angeboten? Warum also nicht dem Vater Deiner Tochter?
Reboarder haben wir zb auch genutzt, muss man aber nicht. Es gibt genügend Eltern, die keinen nutzen, da kann er seine Meinung auch ändern. (Und wenn es Dir wirklich nur darum geht, dass eure Tochter sicher Auto fährt und nicht darum ihn zu „erziehen“, dann gib ihm einfach euren Sitz mit.) Das mit dem Sitz umdrehen ist natürlich albern, zeigt aber in meinen Augen nur, dass er es Dir unbedingt recht machen möchte. Nach Deiner vorausgegangenen Schilderung („@#$%& gebaut“) hätte ich an Situationen gedacht, wie „ betrunken mit Kind Auto fahren“ oder „ Kleinkind über Stunden unbeaufsichtigt allein zuhause lassen“.
Ich kann verstehen, dass Dich seine Unzuverlässigkeit und die Halbherzigkeit mit der er sich für seine Tochter interessiert nervt, aber das sind Dinge die sich auch noch ändern können. Vielleicht wird er seine Vaterrolle nie auf die Art und in dem Maße ausfüllen, wie Du es Dir jetzt im Nachhinein wünscht, aber ob es trotzdem ausreicht für eine gute Vater-Tochter-Beziehung muss später Deine Tochter entscheiden, nicht Du jetzt.


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  Re: Kindsvater macht was er will
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  samonna
Status:
schrieb am 07.09.2019 11:36
Möchte mich hier anschließen und auch noch dazu sagen, dass du mit deiner beherrschenden Art nur dazu beiträgst, dass er es bei Problemen so viel eher vermeiden wird, sich bei dir zu melden. Denn sich dann auch noch die Blöße geben, nicht zurecht zu kommen, ist schwer...

Im Grunde reicht ja auch der Hinweis, wie es optimaleres beim nächsten mal sein soll und man geht dieses eine mal einen Kompromiss ein, was hier zb die Erreichbarkeit oder Autositz angeht. Was wird das eine mal in vier Stunden schon groß passieren, dass du scheinbar zu 99% Prozent davon ausgehst, dass er nicht klar kommt und diese Tatsache dann auch noch das Wohl des Kindes ernsthaft gefährdet? Er wird es auch nicht lernen, wenn du ihn nicht lässt. Ich stelle mir schon auch vor, dass es sehr schwer ist, da loszulassen, aber du investierst mit deiner Mitarbeit in die zukünftige Beziehung zwischen Vater und Kind, und das macht es dir auch leichter, auch, was die Sorgen angeht, die man sich macht. Auch da lernt man als Mutter nur anhand von Erfahrungen, nämlich dass alles gut gegangen ist.




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