Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   IVF und ICSI: Wie hoch muss die Gebärmutterschleimhaut sein?neues Thema
   Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?
   In welcher SSW bin ich? So berechnet man die Schwangerschaftswoche

  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  henriette
schrieb am 24.08.2019 09:28
selbstverständlich, dass ist doch die natürliche Aufgabe einer jeden Mutter!


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Auch Patchwork
schrieb am 24.08.2019 17:12
Wenn es darum geht, sich namentlich einheitlich als Familie zu fühlen, so ist es am einfachsten zu heiraten und deinen Nachnamen anzunehmen und Baby auch zu geben.
So heißt die Mehrheit einheitlich, nämlich ihr alle als zusammenlebende Familie.

Verheiratet zu sein ist in meinen Augen auch die Symbolik, dass man fest zueinander steht. Auch wenn die wilde Ehe heutzutage Gang und Gebe ist. Aber unverheiratet finde ich, ist das Trennungshintertürchen irgendwie noch gegeben (Sachen packen und weg ist so wesentlich leichter als verheiratet...). Gut - das ist Ansichtssache, soll keine Diskussion auslösen bitte.

Dass sein erster Sohn anders heißt wird er mit seinen 11 Jahren schon verstehen - und sollte der Vater somit auch verstehen - (lebt bei der Mutter, dadurch engere Bindung zur Mutter und Mutter will den Namen verständlicherweise so behalten) sollte seiner Bindung zum Vater keinen Abbruch tun.
Ansonsten wäre es an seinem Sohn, mit seiner Mutter über den Wunsch der Namensänderung zu sprechen. Finde ich.

Übrigens scheint er doch bis Dato auch gut damit klar zu kommen, dass er anders heißt, wieso sollte es ein Geschwisterchen ändern?
Vielleicht findet der 11-jährige es erst dann als Ausgrenzung, wenn der neue Bruder als einziges Kind so heißt wie sein Vater? Und wie findet es dann dein Kind? Es wohnt immerhin auch bei euch, ihr seid doch nun die Kernfamilie und das Kind sein Halbbruder.

Also ja, zwar verständlich, dass dein Partner wünscht, dass ein Kind von ihm auch so heißt wie er, vielleicht hilft ihm das bei den Bindungsgefühlen, aber ja, das ist auch in meinen Augen egoistisch. Halt verständlich egoistisch.

Wenn unverheiratet bleiben, schließe ich mich der Mehrheit an, da würde ich darauf bestehen, dass das Kind meinen Namen bekommt. Klingt vielleicht komisch, doch unverheiratet ist für mich das Risiko einer Trennung größer und dann würde ich wollen, dass beide Kinder so heißen wie ich. Klar kann man sich nach Heirat auch wieder scheiden lassen und dann steht man vor der selben Situation, doch eine Ehe gibt man normalerweise nicht so schnell auf wie eine Beziehung.
Und ja, auch das ist egoistisch!
Aus Sicht der Mutter allerding auch praktisch bedacht, da nach einer Trennung eben die Kinder meist bei der Mutter bleiben und ein einheitlicher Name vieles leichter macht.
Also ebenfalls verständlich egoistisch.

Andere Alternative wäre, ihr heiratet und du und Baby nehmen seinen Namen an.
Und dein erstes Kind bleibt beim alten Namen (weißt du, dass der Kindsvater gegen eine Namensänderung wäre?).
Immerhin bilden du und dein Partner den neuen Kern der Familie, die Kinder drum herum und sollte der Wunsch lauten, den Namen des Vaters zu tragen und das neue Familienmitglied ebenfalls, wieso nicht? Dein Kind trägt eben den Namen der Vergangenheit, gehört zu seinem Leben dazu, da dein Mädchenname würde es einen Teil von dir weiterleben.

Ist bei uns nun auch so, Kinder aus erster Ehe, die bei mir leben, haben ihren Namen behalten (allerdings von meinem Ex), ich und gemeinsames Kind heißen wie mein Mann. Die Kinder kommen damit gut klar. Ok, nur gibt es hier kein weiteres Kind von Seiten meines Mannes.
Ich kenne Familien, wo alle anders heißen und damit glücklich leben; allerdings auch Personen, die als Kind anders hießen als ihre Mütter, vom Vater getrennt bei ihnen lebend, und das immer blöd fanden.
Man steckt halt nicht drin, kann man nicht vorhersagen, wer es wie finden wird.

Doppelname würde für mich nicht in Frage kommen, wenn sich dieser für einen blöd anhört.

Also irgendeiner von euch muss wohl über seinen Schatten springen...


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Auch Patchwork
schrieb am 24.08.2019 17:16
PS: Ich würde dein Kind auch zum US mitnehmen. Wieso ausgrenzen, wenn sein Sohn nicht mitkann? Dann kommt er eben ein anderes Mal mit.
Wieso solltet ihr euch dem Leben seiner Ex anpassen und dein Kind somit schöne Momente verweigern?
Ja, ist schade für seinen Sohn, aber da kann er und ihr nichts dafür.

Wenn es darum geht, seinen Sohn mehr zu integrieren, so finden sich auch andere Wege und Möglichkeiten.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  iola20
Status:
schrieb am 24.08.2019 22:36
Also meine Kinder haben einen Doppelnamen bekommen, der aus meinem und dem meines Lebensgefährten zusammengesetzt ist. Finde ich am schönsten, da weder Mutter noch Vater ausgeschlossen sind.

Lg iola


  Werbung
  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  littlemeamy
Status:
schrieb am 24.08.2019 23:00
Zitat
iola20
Also meine Kinder haben einen Doppelnamen bekommen, der aus meinem und dem meines Lebensgefährten zusammengesetzt ist. Finde ich am schönsten, da weder Mutter noch Vater ausgeschlossen sind.

Lg iola

Das ist aber aktuell rechtlich nicht möglich in Deutschland.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Joaninha
schrieb am 25.08.2019 08:49
Zitat
Bette
Es wurde jetzt schon öfter gefragt oder sich gewundert, ob das große Kind diesen Gedanken überhaupt hegt. Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass dieses Gefühl sich tatsächlich bei ihm eingestellt hat. Ändert das dann plötzlich die Argumentation und wie gewichtet man diesen Wunsch nach (vermeintlicher) Fairness?

Jein. Ihr könnt dem Kind entgegen kommen, aber Ihr solltet gut durchdenken, was Ihr tut, warum Ihr es tut und in welchem Umfang Ihr es tut. Das Entgegenkommen kann m.E. nur eine einmalige flankierende Maßnahme sein. Euer Hauptziel muss sein, die Beziehung zum Kind dahingehend zu verbessern, dass es nach Möglichkeit nicht auf solche Gedanken kommt (Wie man das macht...? Tja, ich weiß es nicht). Denn:

1. Wenn Kind 1 ein Grundgefühl des Ausgegrenztseins hegt, dann wird es dieses Gefühl ausleben, unabhängig davon, welchen Namen Ihr wählt. Wählt Ihr Deinen Namen, fände es das gemein, da eine neue Familiengemeinschaft entsteht, von der es ausgeschlossen ist. Wählt Ihr den Namen des Vaters, fände es das auch gemein, da eine neue Gemeinschaft Vater/Sohn entsteht, von der es ausgeschlossen ist.

2. Wenn Ihr dem Wunsch von Kind 1 entgegen kommt, dann vor dem Hintergrund eines impliziten Rankings Eurer Kinder nach dem angenommenen Ausmaß traumatischer Trennungserfahrungen, verbunden mit dem Gedanken, diese Trennungserfahrung müsse durch die jeweils anderen Kinder kompensiert werden. Also: Kind 1: besonders stark betroffen, da von Familie und Vater getrennt. Kind 2: ein bisschen betroffen, da in der Familie lebend und 'nur' vaterlos. Kind 3: nicht betroffen, da in der Familie gemeinsam mit dem Vater lebend. Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Ranking den Beitrag von Mutter 1 bei der Einschätzung des subjektiven Erlebens von Kind 1 total übergeht, würde ich mir an Eurer Stelle sehr gut überlegen, ob ein solches Ranking in Eurer Familienkonstellation sinnvoll ist. Problem ist eben: Wenn sich diese Denke bei Euch einmal eingeschlichen hat, besteht die Gefahr, dass sie den gesamten Alltag bestimmt. Kind 1 hat dann immer einen höheren "Bevorzugungsfaktor" als die anderen, da es ja ganz besonders schlimm weggekommen ist, Kind 3 hat immer einen niedrigeren Faktor. Sagen wir - verzeih die Zuspitzung - der Bevorzugungsfaktor von Kind 1 liegt bei 1,5, von Kind 2 bei 1, von Kind 3 bei 0,5. Bedeutet das dann Folgendes?

- Kind 1 bekommt Weihnachtsgeschenke im Wert von 150 Euro, Kind 2 bekommt 100 Euro, Kind 3 bekommt 50 Euro
- Kind 1 bekommt 3 Stunden Exklusivzeit mit Papa pro Woche, Kind 2 bekommt 2 Stunden, Kind 3 bekommt eine Stunde
- Kind 1 möchte ins Kino, Kind 3 hat Blockflötenvorspiel - Entscheidung fällt fürs Kino, Kind 3 steht alleine vorne auf der Bühne.
Die Liste ließe sich natürlich endlos fortsetzen.

Was lernt Kind 1 langfristig aus der Sache? Dass es das Opfer der Umstände ist und andere dafür gerade stehen müssen. Was lernt Kind 3? Dass es eine Art Erlöserfunktion hat, dessen Existenz dazu dient, Kind 1 sein Schicksal erträglich zu machen. Das ist aber natürlich jetzt ganz vereinfacht dargestellt. Die Verhältnisse verkomplizieren sich dadurch, dass

a) Du diese Rolle für Dein Kind nicht akzeptieren wirst, so dass Ihr Euch als Paar in entsprechenden Konflikten aufreiben werdet.
b) der Vater bemerken wird, dass er Kind 3 ebenso liebt wie Kind 1, so dass er auch noch ein schlechtes Gewissen Kind 1 gegenüber entwickeln wird, was dessen Bevorzugungsfaktor steigert. Damit wird die Erfüllung der angestrebten Bevorzugung schwieriger zu erreichen, das schlechte Gewissen steigt usw.usf.
c) die Kinder die Punkte a) und b) natürlich auch bemerken und daraus ihre Schlüsse ziehen werden.

Also, Ihr könnt aus meiner Sicht dem Bedürfnis von Kind 1 einen Stellenwert einräumen. Ich würde solche Gesten des Entgegenkommens aber nur gut dosiert verwenden, wenn ich das Gefühl hätte, dass es wirklich um ein tiefes inneres Bedürfnis geht.

Ansonsten würde ich wohl versuchen, der Frage nach dem Nachnamen innerhalb der Familie und vor allem zwischen Euch als Paar Bedeutung zu nehmen und mich statt dessen auf den Vornamen konzentrieren. Ihr habt dort einen viel größeren Gestaltungsspielraum und könnt die Zugehörigkeit des Kindes möglicherweise genauso gut ausdrücken wie mit dem Familiennamen. In Eurer Konstellation würde mein Kind als ersten Namen einen Namen bekommen, der dem Vater und mir besonders gefällt, einen zweiten, der es in der Familie der Mutter verwurzelt und einen dritten, der es in der Familie des Vaters verwurzelt. Im Prinzip haben wir es bei meiner Tochter so gemacht, nur dass der "Traditionsname" in beiden Familien häufig war und der Name, der uns besonders gut gefällt, eine Abwandlung des Traditionsnamens war. So hat sie nun einen ersten Vornamen, in dem sowohl ihre Eigenständigkeit gegenüber der Familie als auch ihre familiäre Verwurzelung deutlich wird. Das finde ich sehr schön und auch meine Tochter mag den Gedanken, dass sie so heißt wie ihre Urgroßmutter, ihre Großmütter und letztlich auch ihre Mutter und ihr Vater, der die männliche Namensvariante trägt. Was den Nachnamen betrifft, würde ich leidenschaftslos eine pragmatische Lösung suchen (vor allem, nachdem ich bei Berlink lese, dass im Falle einer Trennung der Name geändert werden kann - das könnt Ihr ja ausdrücklich untereinander vereinbaren. Ob das im Fall der Fälle dann so gehandhabt wird, steht auf einem anderen Blatt, aber mehr könnt Ihr wohl im Moment nicht tun).


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.08.19 08:52 von Joaninha.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  henriette
schrieb am 25.08.2019 09:04
  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Bette
schrieb am 25.08.2019 12:18
Liebe Joaninha,

Vielen Dank, dass Du Dir so viel Zeit genommen hast, um Deine Gedanken dazu aufzuschreiben.
Du zielst hier genau in die Richtung, die ich auch unabhängig von der Namensthematik und in der Vergangenheit schon öfter angesprochen habe. Ich habe ihm schon öfter gesagt, dass ich mir für die beiden einen etwas weniger schuldbelasteten Umgang wünschen würde, denn letztlich wirkt genau der für eine Dynamik, die dazu führt, dass sich die Familiensituation, wie sie nun mal ist, nie als normal darstellen oder wahrgenommen wird. Und auch hier spreche ich aus Erfahrung. Zwar bin ich das Kind einer Alleinerziehenden, aber meine Mutter hat genau das - in meinen Augen - immer richtig gehandhabt, nämlich mein vaterloses Aufwachsen nicht als Makel zu betrachten, sondern als für uns natürlich. Da hieß es eher „ist halt so, ist doch nicht schlimm“, statt, „Mensch, Du armes Mädchen musst ohne Vater aufwachsen...“. Ich habe mich zumindest was das angeht und als Kind nicht als Opfer dieser Umstände gefühlt. Dass natürlich auch etwas Illusion dabei war, wurde mir erst später bewusst und mein Gefühl, schlechter dazustehen als andere, wurde sicher durch verschiedene Faktoren hervorgerufen.
Insofern, ja, ich finde auch, ein bisschen weniger Opferhabitus bzw. weniger Angst davor täte gut.
Die Idee mit den Vornamen finde ich schön, vielleicht kann sein Kind ja den Zweitnamen vorschlagen und vielleicht wird es dann eben der Name des Opas oder Uropas, der sogar noch lebt.


PS: Mir fällt dabei gerade auch auf, dass dieses Schuldgefühl genau mein Stigma-Argument untermauert. Selbst ER scheint ja zu denken, dass sein Kind, das hauptsächlich bei seiner Mutter lebt, schlechter dran ist als Kinder mit zwei zusammenlebenden leiblichen Eltern.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.08.19 12:27 von Bette.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Bette
schrieb am 25.08.2019 12:34
Ein bisschen schade übrigens, dass hier keine Männer schreiben, die in ähnlichen Situationen stecken. Es wäre ja schon interessant.
Am Schlimmsten finde ich übrigens das Argument mit der Trennung und dass, weil die Kinder bei der Mutter bleiben, beide Kinder den selben Namen haben sollten. Hierfür ist mein Partner viel zu interessiert an seinem ersten Kind. Ich würde nie auf die Idee kommen, dass unser gemeinsames Kind bei einer etwaigen Trennung mehr bei mir leben würde. Sicherlich auch, weil ich bei meinem Kind sehe, wie gut so etwas im Wechselmodell funktionieren kann (aber es kennt es auch nicht anders, insofern war es sicher einfacher, sich daran zu gewöhnen, es kennt es gar nicht anders).


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  ninek
schrieb am 27.08.2019 21:01
Ohne die Antworten gelesen zu haben: Ich würde dem Kind seinen Nachnamen geben, falls der nicht unmöglich ist (oder Müller, Meier, Lehmann). Weil Eure Patchwork Familie ausgeglichen wäre und jedes Kind einen andre Namen hätte. Einer heißt wie Mama, einer heißt wie Papa. Im Falle einer Heirat würde ich alles beibehalten.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
avatar  maschu
schrieb am 27.08.2019 22:04
Zitat
Hamamelis71*

Als Mütter würde ich immer so heißen wollen wie meine Kinder. Männer gehen Kinder bleiben, hat meine Freundin mal gemeint.

Hm also meine Kinder heißen wie der Papa, mit dem ich seit fast 20Jahren zusammen lebe und nicht verheiratet bin.
Was ist den das für eine Basis, zu denken der Vater könnte abhauen aber Hauptsache die Kinder heißen wie ichIch hab ne Frage


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Hamamelis71*
schrieb am 27.08.2019 22:44
Maschu, die meisten meiner Freundinnen sind geschieden und meistens nicht freiwillig. Da haben die Männer einfach Fakten geschaffen und die Frauen konnten zusehen, wo sie bleiben und der Mann hat dann einfach eine neue Familie gegründet. Da sind schon viele Emotionen dabei.


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  littlemeamy
Status:
schrieb am 28.08.2019 10:51
Zitat
Hamamelis71*
Maschu, die meisten meiner Freundinnen sind geschieden und meistens nicht freiwillig. Da haben die Männer einfach Fakten geschaffen und die Frauen konnten zusehen, wo sie bleiben und der Mann hat dann einfach eine neue Familie gegründet. Da sind schon viele Emotionen dabei.

Echt mies, aber daran ändert doch der Nachname der Kinder nichts!?


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  henriette
schrieb am 28.08.2019 12:28
Scheidungen kommen ja grundsätzlich völlig plötzlich und unerwartet und es gibt immer nur einen "schuldigen". Ach, wäre die Welt so einfach..... Und wenn man so oder so von Trennung ausgeht, dann sollte man sich doch das Elternwerden grundsätzlich gut überlegen...


  Re: Qual der Wahl: Nachname und keine Einigung in Sicht traurig
no avatar
  Hamamelis71*
schrieb am 28.08.2019 16:04
Zitat
littlemeamy
Zitat
Hamamelis71*
Maschu, die meisten meiner Freundinnen sind geschieden und meistens nicht freiwillig. Da haben die Männer einfach Fakten geschaffen und die Frauen konnten zusehen, wo sie bleiben und der Mann hat dann einfach eine neue Familie gegründet. Da sind schon viele Emotionen dabei.

Echt mies, aber daran ändert doch der Nachname der Kinder nichts!?

Na ja, aber jetzt heißen die Kinder halt wie der Vater, der sich nicht kümmert, weil die neuen Kinder noch klein und anstrengend sind. Und die Mütter würden heutzutage halt anders entscheiden, wenn sie nochmal vor dieser Entscheidung stehen würden. Dann hätten sie auch einen Ehe Vertrag, der nachehelichen Unterhalt regelt, hätten nicht ihrem Mann die Karriere ermöglicht und ihre eigene Job Qualifikation zurückgestellt usw. Hinterher ist man immer schlauer. Allerdings alles verständlich, wenn man plötzlich gegen eine 15-20 Jahre jüngere Frau ersetzt wird und man jahrelang dem Mann seine Karriere ermöglicht hat und alles alleine wuppen musste. Wie gesagt, da sind viele Emotionen im Spiel. Und wenn man selber Müller heißt und die Kinder Meyer heißen, weil Herr Meyer das damals wollte und Herr Meyer geht fremd und macht sich aus dem Staub und behandelt seine Ex Frau sehr unfair, dann ist doch klar, dass man rückwirkend lieber die Kinder Müller genannt hätte.

Die Entscheidung, welchen Namen die Kinder tragen sollen, kann man nicht rückgängig machen. Das bedeutet, dass man mit dieser Entscheidung unter allen Aspekten klarkommen muss. Und ggfs weiß man jetzt schon, dass man damit ggfs ein Problem hätte, dann sollte man es lassen.

Mein Kind heißt wie mein Mann und ich habe einen Doppelnamen, den Familiennamen nutze ich selten, meist nur meinen Mädchennamen. An meinem Nachnamen hänge ich nicht sehr und fand ihn für unseren Sohn nicht passend. Nun hat er einen Allerweltsnachnamen und ich bin durch den Doppelnamen mit ihm verbunden. Ich hoffe, ich habe es verständlich ausdrücken können.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019